Muslima im "Playboy"
Noor Tagouri: Erstmals Muslima mit Kopftuch im Playboy

Werbung für den Islam und das Kopftuch im Männermagazin? Die 22-jährige Journalistin Noor Tagouri hat mit einem "Playboy"-Auftritt eine Kontroverse ausgelöst.

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New York (nex) – Die 22-jährige US-amerikanische Journalistin Noor Tagouri hat mit einem Interview in dem für pornografische Inhalte bekannten Magazin „Playboy“ eine Kontroverse ausgelöst.

Die Mitarbeiterin eines Videonachrichten-Netzwerks posiert als erste Muslimin in Jeans und mit Kopftuch in der jüngsten Ausgabe der umstrittenen Publikation, die neben Nacktaufnahmen von Frauen auch Features und Artikel zu unterschiedlichen Themen des Tagesgeschehens und des gesellschaftlichen Lebens beinhaltet. Sie wird dabei im Rahmen einer Artikelserie über Frauen und Männer vorgestellt, die „alles riskiert haben, um das zu tun, was sie lieben“.

Tagouri erzählt in dem Beitrag über ihre Lebensziele und ihre Kindheit und Jugend in den USA. Die Amerikanerin mit libyschen Wurzeln will zur ersten Moderatorin einer Haupt-Nachrichtensendung mit Kopftuch werden. Tagouri erklärt zu ihrem Auftritt, sie wollte auf diese Weise eine Gelegenheit nutzen, um rassistischen Stereotypen und Diskriminierung von Muslimen in den USA entgegenzuwirken.

Noor Tagouri ist nicht nur Journalistin, sondern auch Aktivistin. Aktuell setzt sie sich besonders gegen Menschenhandel und Gewalt gegen Frauen ein. Zu Weihnachten sowie an anderen Feiertagen mobilisiert sie Freiwillige und verteilt Nahrungsmittel und Kleidung an Obdachlose. Sie engagiert sich auch für Flüchtlinge und Palästina. Des Weiteren kreierte sie eine Bekleidungsedition; mit dem Erlös aus dem Verkauf unterstützt sie Frauen in Not.

Obwohl Tagouri sich für Playboy nicht ausgezogen hat, stieß die junge Frau, die bereits mit 20 Jahren ein College-Studium in Maryland beendete, in der muslimischen Community auf völliges Unverständnis. Auf muslimischen Blogs und Online-Plattformen wird Tagouri vorgeworfen, sie habe mit ihrem Auftritt zur Legitimierung einer Publikation beigetragen, die geradezu symbolhaft für die Degradierung von Frauen zu Sexualobjekten stehe.

„Wir können nicht anfangen, mit dieser Plattform zusammenzuarbeiten, nur weil ihr Image weicher geworden ist“, kritisierte etwa „The Muslim Vibe“.

 

 

 

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