"Genghis"-Ausstellung
Dschingis Khan: Seltene Objekte zum ersten Mal ausgestellt
Türkisch-russische Beziehungen
Russland: Türkischer Generalstabschef trifft Amtskollegen Gerasimow in Moskau
Ankara (nex) – Der ranghöchste Offizier der türkischen Streitkräfte, Generalstabschef Hulusi Akar, ist nach Moskau gereist, um sich mit seinem russischen Amtskollegen Valeri Gerasimow zu treffen.
Dies hat die türkische Armee in einer Erklärung bestätigt. Gerasimow ist Generalstabschef und erster stellvertretender Verteidigungsminister der Russischen Föderation. Themen der Unterredung, so heißt es in der Erklärung, werden „militärische Kooperation und regionale Angelegenheiten“ sein.
Nach dem Abschuss eines russischen Kampfflugzeugs im türkisch-syrischen Grenzgebiet im November letzten Jahres hatte es eine diplomatische Eiszeit in den Beziehungen zwischen der Türkei und der Russischen Föderation gegeben. Beide Länder unterstützen im Syrien-Konflikt unterschiedliche Seiten.
Im Juni dieses Jahres endete die diplomatische Krise und im August gab es bereits ein Treffen zwischen den Präsidenten beider Länder, Recep Tayyip Erdoğan und Wladimir Putin, in Sankt Petersburg. Ebenfalls im Juni waren Akar und Gerasimow in der Türkei zusammengetroffen.
Rekord-Deal: Ankara und Moskau möchten Handelsvolumen auf 100 Milliarden Dollar erhöhen
Kampf gegen den Terror
Türkische Panzer an irakische Grenze verlegt: „Auf alle Eventualitäten vorbereitet“
Ankara (nex) – Die türkische Armee hat am Dienstag Panzer in die Gegend um Silopi verlegt, eine Stadt in der südosttürkischen Provinz Şırnak nahe der Grenze zum Irak. Dies bestätigten eine Quelle aus den Streitkräften und der türkische Verteidigungsminister Fikri Işık gegenüber der Nachrichtenagentur Anadolu.
Der Quelle zufolge, die auf Grund bestehender Restriktionen in der Informationspolitik anonym bleiben wollte, soll sich gemäß Augenzeugenberichten eine große Anzahl an Panzern der 28. Mechanisierten Infanteriebrigade aus Ankara in Richtung Silopi bewegt haben.
Verteidigungsminister Işık äußerte sich dazu gegenüber Reportern in Ankara mit den Worten: „Wir befinden uns gerade in einem ernsthaften Kampf mit Terrorgruppen, die sowohl innerhalb als auch außerhalb der Türkei operieren. Diese Verlegung ist Teil der Bemühungen, uns gegen diese Gefahren zu wappnen.“
Die Türkei müsse „auf alle Eventualitäten vorbereitet sein“, so der Minister.
„Wir danken der Türkei jeden Tag dafür, dass sie unser Dscharablus befreit hat“
USA
Wikileaks-Enthüllung: US-Wahlen sind eine Farce
Bereits dritter Vorfall
Chinesische Airline „vergisst“ Israel auf der Karte
Dies ist bereits der dritte Vorfall innerhalb der vergangenen Monate, bei dem eine Fluggesellschaft das anzufliegende Ziel mit Palästina anstatt Israel angegeben hat. Ende August hatten mehrere israelische Fluggäste sich nach der Ankündigung des Flugziels mit Palästina, geweigert, an Bord eines serbischen Flugzeugs mit der Route Belgrad-Tel Aviv zu gehen. Der Vertreter der Air Serbia hatte damals den Fluggästen erklärt, der Flug gehe nach Tel Aviv, nicht nach Israel.
Showdown mit Frankreich
Völkermord in Ruanda: Regierung wirft französischer Armee Kollaboration bei den Massakern von 1994 vor
Kigali (nex) – Die Regierung Ruandas hat am Montag eine Liste mit den Namen von 22 früheren und noch aktiven Chargen der französischen Armee veröffentlicht, die während des Genozids an der Volksgruppe der Tutsis im Jahre 1994 eine Rolle gespielt haben sollen.
Knapp eine Million Menschen wurden damals ermordet. An der Spitze findet der Chef des französischen Generalstabes zur Zeit des Genozids, Admiral Jacques Lanxade, der Ruandas Armee damals weiterhin mit Waffen versorgt haben soll, obwohl er sich darüber bewusst gewesen wäre, dass die Massaker gegen die Tutsi von den Streitkräften organisiert worden waren.
In einer Erklärung der Regierung in Kigali heißt es: „Als oberster Kommandant der französischen Streitkräfte hat Jacques Lanxade Berichte über die Übergriffe vonseiten der Ruandischen Streitkräfte, ihre Massaker, ihre diskriminierende und genozidale Politik erhalten, aber die erhöhte Assistenzbereitschaft gegenüber dieser kriminellen Armee aufrechterhalten; er hat ihr Mittel wie Ausrüstung, Logistik und Personal für Training und Entwicklung zur Verfügung gestellt.“
Die Veröffentlichung der Liste wird als Akt der Vergeltung mit Blick auf Entwicklungen betrachtet, die sich Anfang Oktober zugetragen hatten. Französische Ermittlungsbehörden hatten zu jenem Zeitpunkt ihre Untersuchungshandlungen zum Mord am früheren ruandischen Präsidenten Juvenal Habyariman wieder eröffnet. Dessen Flugzeug, auf dem er sich zusammen mit einer französischen Crew befunden hatte, wurde am 6. April 1994 mittels einer Rakete abgeschossen.
Dieses Attentat – das immer noch nicht aufgeklärt ist – gilt weithin als Ausgangspunkt für die Spannungen, die zum Völkermord der Hutu-Mehrheit gegen die Volksgruppe der Tutsi geführt haben. Französische Ermittler haben über Jahre hinweg Rebellen unter dem Befehl des heutigen Präsidenten Paul Kagame für den Abschuss verantwortlich gemacht. Im Oktober wurde die Akte wieder eröffnet –was die Regierung Kagame als Affront betrachtete. „Die Weigerung, die juristische Untersuchung zu schließen und die ruandischen Führer freizusprechen, die den Genozid beendet haben, ist ein Versuch, ihre [die französische] Verantwortung zu vertuschen“, heißt es in der Erklärung weiter.
Präsident Kagame hat im Vorfeld der Veröffentlichung der Liste einen „Showdown“ mit Frankreich angekündigt und den Abbruch der diplomatischen Beziehungen mit Paris angedroht, sollten weitere Untersuchungshandlungen im Zusammenhang mit dem Tod Präsident Juvenal Habyarimanas durchgeführt werden. Das französische Außenministerium hat Anfragen in dieser Sache bislang noch nicht beantwortet.
Auch interessant:
Völkermord an Herero: Deutschland verweigert Zahlungen
Totzone
Bulgarien: Forscher entdecken osmanische Schiffe im Schwarzen Meer
Rüstungskontrolle
Deutschland startet neue Initiative zur Rüstungskontrolle
Auch interessant:
Berlin: Bundesregierung lässt Unterlagen fälschen um Waffen zu verkaufen
MOSTRATEC
Erfinderwettbewerb in Brasilien: Türkischer Schüler wird Weltmeister
Auch interessant: Student der Luft- und Raumfahrttechnologie fliegt als erster Türke in den Weltraum
In den vergangenen Jahren hat es in der Türkei eine Reihe von Wissenschaftlern und Erfindern gegeben, die von der US-Technologieindustrie abgeworben wurden. Der ehemalige Physiklehrer Senol Faik Özyaman erfand eine Brennstofftechnologie, die aus Kohle, fossilen Brennstoffen und Abfällen emissionslos Energie mit geringen Kosten produziert. Özyaman hat seine Erfindung in 134 Staaten patentieren lassen und sich vergeblich darum bemüht, vom türkischen Staat eine Finanzierung zu erhalten, damit die Technologie in seiner Heimat bleibt. Er entschied sich schlussendlich in die USA zu gehen. „Die Amerikaner haben mir bereits vor vier Jahren angeboten, in die USA auszuwandern und dort meine Technologie umzusetzen. Sie sagten mir, dass es unmöglich sei für mich, die türkischen bürokratischen Hürden zu überwinden. Sie hatten Recht. Ich werde auswandern. Dabei wollte ich, dass dies ein Schritt in Richtung der Energieunabhängigkeit der Türkei wird“, zitiert Ensonhaber den Erfinder.


Dschingis Khan: Seltene Objekte zum ersten Mal ausgestellt" title="
Agrarprofessorin: Missstände in Tierhaltung lassen sich nie ganz vermeiden" title="