Missbrauch der Missbrauchten
Erneuter Skandal in Großbritannien: Polizei soll Verbrechensopfer sexuell missbraucht haben

London (nex) – Die Missbrauchsskandale in Großbritannien reißen nicht ab. Bereits im Mai des Jahres 2015 erschütterte ein Skandal das Königreich. Damals ermittelte die britische Polizei mehr als 1400 Verdächtige, die in der Vergangenheit Kinder missbraucht haben sollen. Unter den mutmaßlichen Tätern waren viele Prominente. Im November dieses Jahres wurde dann ein Skandal, der viele britische Fußballclubs betrifft, bekannt. Etliche Spieler sollen im Kindesalter von ihren Trainern missbraucht worden sein. Einem aktuellen Bericht zufolge wird nun die Polizei selbst mit der Anwendung sexueller Gewalt an Personen, einschließlich Verbrechensopfern, beschuldigt. Nach Angaben der Polizeiaufsichtsbehörde Her Majesty’s Inspectorate of Constabulary (HMIC) gibt es bei der Polizei von Wales und England schwere Fälle von Korruption in Form von Amtsmissbrauch. Das HMIC erhob bis Ende März dieses Jahres insgesamt zwei Jahre lang Daten und stellte fest, dass insgesamt 334 Poizeiangestellte in die Straftaten verwickelt seien. In dem Bericht wird darauf hingewiesen, dass es sich bei 40 Prozent der 436 gemeldeten Vorwürfe um Opfer häuslicher Gewalt handle. Die anderen Betroffenen seien in den meisten Fällen Verdächtige, Zeugen sowie Drogen- und Alkoholabhängige gewesen. Premierministerin Theresa May hatte Anfang des Jahres das HMIC mit der Feststellung der Tragweite des Korruptionsproblems beauftragt. Die BBC berichtete, dass die National Police Chiefs‘ Council (NPCC) die Notwendigkeit der Intensivierung von Aktionen gegen diese Schwerbrechen erkannt und das Problem als eine „Krankheit“ bezeichnet habe. HM-Inspektor Mike Cunningham führte die Überprüfung durch und wies darauf hin, dass das Problem der sexuellen Ausbeutung wesentlich schlimmer sein könnte, als dies in den gemeldeten Zahlen zum Ausdruck komme. „Was kann schlimmer sein als ein Wächter, der den Glauben und das Vertrauen eines missbrauchten Menschen missbraucht?“, fragte er und fügte hinzu: „Es kann keine größere Verletzung des öffentlichen Vertrauens geben.“ Die Behörden untersuchen nun die Fälle, in denen britische Polizisten ihre Position zur sexuellen Ausbeutung von Menschen ausgenutzt haben sollen. Die Opfer werden ermutigt, sich zu melden und die Täter anzuzuzeigen.

Flüchtlingslösungen
Türkei: Fast 79.000 Flüchtlingskinder erhalten regelmäßigen Schulunterricht

  Ankara (nex) – Fast 79 000 syrische Kinder erhalten in türkischen Flüchtlingslagern regelmäßig Unterricht. Dies erklärte der stellvertretende Premierminister Veysi Kaynak am Mittwoch gegenüber der Nachrichtenagentur Anadolu. Kaynak hatte zuvor die jüngsten offiziellen Zahlen zu den Lebensbedingungen der Flüchtlinge vorgestellt. Die Türkei beherbergt die weltweit meisten türkischen Flüchtlinge. Bislang habe die Türkei Premierminister Binali Yildirim zufolge für deren Betreuung zwischen 20 und 25 Milliarden US-Dollar ausgegeben. Insgesamt unterrichten derzeit mehr als 13 600 Lehrer, davon 12 630 aus arabischen Ländern, die 78 824 syrischen Kinder und Jugendlichen in Kindergärten, Grundschulen und weiterführenden Schulen. Die Flüchtlingskinder erhielten Unterricht in Mathematik, Naturwissenschaften, Sozialwissenschaften und EDV sowie Sprachunterricht in Türkisch, Englisch und Arabisch. Neben den Kindern, die in den Flüchtlingslagern unterrichtet werden, besuchten 133 400 syrische Schüler die regulären staatlichen Schulen, die vom Bildungsministerium betrieben werden. Auch werden mehr als 2000 Sprachkurse für Erwachsene angeboten, zudem erhalten etwa 222 900 Trainees eine Ausbildung im Frisieren, Weben, Nähen, sonstigen Handarbeiten sowie EDV und Sprachen. „Um es kurz zu machen: In unseren Schutzeinrichtungen gibt es 24 Stunden am Tag und an sieben Tagen pro Woche Versorgung mit Gesundheits-, Bildungs- und Seelsorgediensten“, verdeutlichte der stellvertretende Premierminister. Seit dem Ausbruch eines blutigen Bürgerkrieges in Syrien im Jahr 2011 sind nach UN-Angaben mindestens 250 000 Menschen ums Leben gekommen und mehr als zehn Millionen befinden sich auf der Flucht.

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Turkstaaten
Türkischer Premier Yildirim: Handel zwischen Tatarstan und Türkei wird wachsen

Kazan (nex) – Der türkische Ministerpräsident Binali Yildirim hat am gestrigen Mittwoch angekündigt, dass der Handel und die Investitionstätigkeiten zwischen der Türkei und Tatarstan zunehmen würden. Tatarstan ist die bevölkerungsreichste der autonomen Republiken Russlands. „Dank der Wiederbelebung der Beziehungen zwischen der Türkei und Russland werden die Investitionen in Tatarstan zunehmen und der Handel wachsen“, erklärte Yildirim in seiner Ansprache auf dem Türkisch-Tatarischen Business-Forum in der tatarischen Hauptstadt Kazan. Yildirim wies darauf hin, dass viele türkische Geschäftsleute im Auto-, Glas-, Holzsektor sowie in der Petrochemieindustrie in dem Land investierten. „Wir sind seit Langem das aktivste ausländische Investorland in der Region“, fügte er hinzu. Das Handelsvolumen zwischen der Türkei und Tatarstan habe 2014 bei über 500 Millionen US-Dollar gelegen, sei jedoch im vergangenen Jahr „leider“ gesunken, so Yildirim weiter. „Wir möchten auch, dass tatarische Unternehmen in die Türkei kommen und Handel treiben“, forderte er und betonte, dass dafür den Geschäftsleuten jeder Bereich offen stehe und alle Möglichkeiten sowie die Infrastruktur vorhanden seien. Yildirim nahm anschließend an der Einweihung eines dem tatarischen Gelehrten und Staatsmann Sadri Maksudi Arsal gewidmeten Denkmal teil. Arsal wurde später zu einem engen Freund und Berater des türkischen Staatsgründers Mustafa Kemal Atatürk. Yildirim kam auch mit dem tatarischen Präsidenten Rustam Minnichannow zusammen.

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Schmidt um Zustimmung besorgt
Bundesagrarminister mahnt Länder: Millionenschweres Hilfspaket für Milchbauern nicht blockieren

Schmidt um notwendige Zustimmung in Bundesrat besorgt Osnabrück (nex) – Die Bundesregierung appelliert an die Bundesländer, zügig den Weg für das zweite millionenschwere Hilfspaket für notleidende Milchbauern freizumachen. Wie die „Neue Osnabrücker Zeitung“ berichtet, hat das Bundeslandwirtschaftsministerium einen entsprechenden Mahnbrief an die Agrarministerien der Länder versandt. Hintergrund ist die Sorge von Bundesagrarminister Christian Schmidt (CSU), die Länder könnten die notwendige Zustimmung im Bundesrat verweigern und damit das komplette Hilfspaket verzögern. Das Paket umfasst neben den 116 Millionen Euro an Liquiditätshilfen auch die umstrittene Möglichkeit zur Gewinnglättung, um Verluste und Gewinne über einen längeren Zeitraum zu verteilen. Nach der Zustimmung des Bundestages Anfang Dezember muss nun noch die Länderkammer dafür stimmen. In einzelnen Bundesländern gibt es aber wohl Vorbehalte – besonders gegen die Möglichkeit der Gewinnglättung. Schmidt sagte der „NOZ“: „EU und Bund haben mit dem Milchpaket große finanzielle Hilfen mobilisiert, die Länder dürfen sich ihrer Verantwortung und ihres Beitrages nicht entziehen.“ Die bäuerlichen Landwirte in Deutschland hätten die Krise noch nicht überwunden und würden auf das zweite Milchpaket warten, so Schmidt. „Die Bauern sind die Leidtragenden, wenn einzelne Länder die Verabschiedung des Milchpaketes jetzt verzögern würden.“ Der Bundesrat tagt das nächste Mal am 16. Dezember. Fällt hier keine Entscheidung, könnte sich das Inkrafttreten des Hilfspaketes bis in den Februar verzögern.  

NRW-Wahl 2017
Trittin rechnet fest mit Einigung zum Braunkohle-Ausstieg nach NRW-Wahl

Essen (nex) – Der frühere Bundesumweltminister Jürgen Trittin (Grüne) rechnet fest mit einer Einigung über den Braunkohleausstieg nach der NRW-Wahl 2017. „Vor Wahlen schaut jeder auf seine Klientel. Doch auch wenn Frau Kraft und ebenso Herr Laschet jetzt jeden Abend mit ,Glück Auf, der Steiger kommt‘ zu Bett gehen, wissen beide, dass die Braunkohle keine Zukunft hat. Den Menschen wider besseres Wissen weiter etwas vorzumachen, halte ich für verantwortungslos“, sagte Trittin der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung. Gleichzeitig gab er sich optimistisch, was eine rasche Lösung angeht: „Ich bin sicher, nach NRW- und Bundestagswahl werden wir uns darüber schneller einigen, als heutige Verlautbarungen vermuten lassen.“ Trittin warnte NRW mit seinem Rheinischen Braunkohle-Revier eindringlich vor der ostdeutschen Variante, wo Vattenfall sein Braunkohlegeschäft an den tschechischen Konzern EPH verkauft hat, einen „Hedgefonds“, wie Trittin betont. „Der wettet auf steigende Strompreise bis 2020. Steigen die Preise nicht, macht er die Bude 2020 zu. Auch RWE hat Investoren, die einen solchen Verkauf am besten fänden. Das wäre ein Ausstieg mit der brutalen Wucht des freien Marktes.“ Stattdessen plädiert Trittin für „einen geordneten Ausstieg aus der Braunkohle“, ohne betriebsbedingte Kündigungen. Zur Kritik von NRW-Bauminister Michael Groschek (SPD) an der „durchgrünten Gesellschaft“, die wichtige Projekte verhindere und so Arbeitsplätze gefährde, entgegnete Trittin: „Das EEG hat 400.000 Arbeitsplätze in Deutschland geschaffen. Selbst wenn Herr Groschek ganz NRW zubetoniert, würde er das nicht schaffen.“ Autorisiertes Zitat von Jürgen Trittin: „Den Menschen wider besseres Wissen weiter etwas vorzumachen, halte ich für verantwortungslos“

Skandal mit diplomatischem Nachspiel
Erdogan an Deutschland: Ihr heißt Terroristen willkommen, aber lasst unsere Parlamentssprecherin warten

Ankara (nex) – Nach einem Zwischenfall auf dem Kölner Flughafen hat der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan „Vergeltungsmaßnahmen“ gegen Deutschland angedroht. Anlass dafür ist ein nach türkischer Überzeugung respektloser Umgang mit der stellvertretenden Parlamentssprecherin Ayse Nur Bahcekapili vonseiten deutscher Behörden. Bahcekapili war in Köln nach eigenen Angaben die Handtasche abhandengekommen, in der sich auch ihr Reisepass befunden hatte. Die türkische Botschaft hatte ihr daraufhin ein provisorisches Reisedokument ausgestellt, das sie zur Rückreise in die Türkei berechtigen würde. Am Montag sei sie jedoch auf dem Flughafen Köln von der Polizei angehalten worden. Diese habe ihr provisorisches Dokument nicht akzeptiert, sie über mehrere Stunden hinweg warten lassen und sogar eine Festnahme angedroht, da sie möglicherweise illegal nach Deutschland eingereist sei. „Nach den Maßstäben meines Landes war das Verhalten unhöflich“, erklärte Bahcekapili. „Ich bin Parlamentsabgeordnete meines Landes. Wenn wir deutschen oder anderen ausländischen Parlamentariern Respekt und Anstand entgegenbringen, haben wir das natürliche Recht, auch unsererseits in gleicher Weise Respekt und Anstand zu erwarten.“ Wie Erdogan im Rahmen einer Veranstaltung mit Bürgermeistern und Verwaltungschefs am Mittwoch erklärte, erwäge die Türkei nun Vergeltungsmaßnahmen. Er übte scharfe Kritik an deutschen Behörden: „Ihr erlaubt Terroristen die Einreise, heißt sie willkommen, feiert sie, aber lasst unsere Parlamentssprecherin und eine Delegation stundenlang auf dem Flughafen warten. […] Wenn Ihr Euch auf diese Weise gegenüber unserer stellvertretenden Parlamentssprecherin benehmt, wenn Eure Polizei sich so verhält, dann muss ich das auf die gleiche Weise handhaben.“ Noch am selben Tag bestellte das türkische Außenministerium den deutschen Botschafter Martin Erdmann im Zusammenhang mit dem Vorfall ein. Erdogan wies auf der Veranstaltung auch darauf hin, dass es ein eigenartiger Zufall sei, dass die Türkei auch ausgerechnet in einer Phase wie dieser wirtschaftlich angegriffen werde, wo türkische Militäraktionen in Syrien und im Irak Erfolge zeitigten oder ein Wechsel zum Präsidialsystem zur Debatte stünde. „Sie richteten diese ökonomische Waffe auf uns zu einer Zeit, […] da die Türkei davorsteht, signifikante Entscheidungen bezüglich der Europäischen Union zu treffen.“ Ein rapider Verfall der türkischen Lira gegenüber dem US-Dollar hatte in der Vorwoche für Aufsehen gesorgt. Erdogan rief daraufhin die Bürger auf, ihre Fremdwährungsbestände in türkische Lira oder Gold umzutauschen.

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Google-Suchvorschläge
Google löscht „sind Juden böse“ aus Suchvorschlägen – „sind Muslime schlecht“ bleibt

Germersheim (nex) – Google hat am vergangenen Montag einige seiner Suchvorschläge, unter anderem auch den Satz „sind Juden böse“, der vom Suchalgorithmus automatisch generiert wurde, gelöscht. Seit vergangenem Montag wird nach einer Meldung der britischen Tageszeitung The Guardian die automatische Ergänzung dem User, der nur die beiden Wörter „sind Juden“ eingibt, nicht mehr vorgeschlagen. Google habe auch Vorschläge für weitere beleidigende Vorschläge wie beispielsweise in Bezug auf Frauen entfernt, wie Guardian weiterberichtet. Der Ergänzungsvorschlag „sind Muslime schlecht“ erscheine jedoch weiterhin, wenn man „sind Muslime“ eingebe.   Das Unternehmen habe, so ein Google-Sprecher gegenüber Guardian, nach dem Hinweis auf die antisemitischen Ergänzungen binnen Stunden reagiert. Automatische Vervollständigungen würden von einem Algorithmus generiert, der Aktivitäten von Nutzern auswerte, habe er erklärt. User suchten nach einer breiten Menge von Material im Internet – rund 15 Prozent der täglichen Suchanfragen seien neu. „Aus diesem Grund kann es passieren, dass die Autovervollständigung unerfreuliche Ergebnisse liefert“,habe der Sprecher betont und hinzugefügt: „Die Suchergebnisse geben nicht die Meinung von Google oder ihre Überzeugungen wieder. Als Unternehmen legen wir größten Wert auf Vielfalt bei Perspektiven, Ideen und Kulturen.“ Eine ähnliche Aktion habe Google auch im vergangenen Jahr durchführen, berichtet Guardian weiter. Damals seien antisemitische Antworten zu dem Satz „wer kontrolliert Hollywood?“ (who runs Hollywood?) entfernt worden. Das Schweizer Nachrichtenportal Infoticker berichtet, dass bis Mitte Februar dieses Jahres bei der Suche nach „muslims report terrorism“ (Muslime melden Terror) die Google-Autokorrektur den Vorschlag „muslims support terrorism“ (Muslime unterstützen Terror) geliefert habe.

Schmidt-Puzzles mit Schleich-Figuren
Spielwarenhersteller Schleich und Schmidt kündigen Kooperation an

Schmidt-Puzzles mit Schleich-Figuren

Osnabrück (nex) – Zwei der bekanntesten deutschen Spielwarenhersteller kündigen eine Kooperation an. Schmidt Spiele aus Berlin und Schleich (Schwäbisch Gmünd) produzieren im kommenden Jahr gemeinsame Puzzles und Kinderspiele.

Das berichtet die „Neue Osnabrücker Zeitung“. Zur Spielwarenmesse in Nürnberg im Januar wird der Verlag Schmidt Spiele Puzzles anbieten, die als Motiv Szenen der Schleich-Tierwelten zeigen und denen jeweils zwei Original-Schleichfiguren beiliegen.

Zum Start der Kooperation soll es nach Angaben der Unternehmen vier Puzzles mit 40 bis 100 Teilen geben. Vier weitere Motive würden im Laufe des Jahres hinzukommen. Kinderspiele mit Schleich-Figuren sollen im Herbst folgen. Zum Verlagsprogramm von Schmidt gehören Titel wie „Mensch ärgere Dich nicht“, „Kniffel“ und „Qwirkle“. Schmidt Spiele hat bereits vergleichbare Puzzle-Kombis, zum Beispiel mit Playmobil-Figuren, im Angebot. Schmidt-Geschäftsführer Axel Kaldenhoven sagte der „Neuen Osnabrücker Zeitung“, die Ergänzung der Puzzles mit Figuren als spielerisches Element sei „sehr erfolgversprechend“. Schleich sieht in der Kooperation einen Schritt, den im vergangenen Jahr begonnenen Strategiewechsel fortzusetzen und das gesamte Produktsortiment zu kompletten Spielwelten zu entwickeln. Das schwäbische Unternehmen, das weltweit für seine realistischen Figuren (Tiere, Elfen, Dinosaurier) bekannt ist, liefert zunehmend auch Zubehör für seine Figuren wie Reiterhöfe. „Unsere Figuren hatten keine Heimat, doch die geben wir ihnen nun“, sagte Schleich-Geschäftsführer Dirk Engehausen. Der deutsche Spielwarenmarkt insgesamt verzeichnet seit Jahren ein stetes Umsatzwachstum. Für das Jahr 2016 rechnet die Branche zuletzt mit einem Plus von rund 3 Prozent auf 3,088 Milliarden Euro. Sowohl Schleich als auch Schmidt gehen davon aus, dass sie im laufenden Jahr stärker als der Markt zulegen werden.

"Geopolitischer Komplott"
Aktivist im russischen TV: FETÖ steht hinter Abschuss des Su-24-Kampfjets

Moskau (nex) – Der russische Akademiker und politische Aktivist Ruslan Kurbanow hat in einer Fernsehsendung die Einschätzung geäußert, dass das sogenannte FETÖ-Netzwerk hinter dem Abschuss des russischen Su-24-Kampfjets an der türkisch-syrischen Grenze stand. Ein Leutnant, der FETÖ zuzurechnen gewesen sei, hätte am 24. November 2015 den Abschussbefehl erteilt. „Ein diensthabender Leutnant auf der Luftwaffenbasis İncirlik hat den Befehl erteilt“, so Kurbanow. „Er war Gülens Mann in Aktion.“ Kurbanow erinnerte auch daran, dass der US-Geheimdienst CIA aktiv daran mitgewirkt hatte, Gülen ein Bleiberecht in den USA zu erwirken. Auch der frühere Berater des Präsidenten der russischen Staatsduma, Alexander Dugin, hatte jüngst die Vermutung geäußert, dass FETÖ-loyale Piloten absichtlich den Kampfjet abgeschossen hätten. Er geht von einem Vorfall aus, der bewusst inszeniert worden wäre, um die Beziehungen zwischen beiden Ländern zu belasten. „Der Abschuss des Jets und die Ermordung des Piloten waren Werkzeuge eines geopolitischen Komplotts“, so Dugin. Er betonte zudem, auch der gescheiterte Putschversuch vom 15. Juli sei eine Gemeinschaftsproduktion von FETÖ und Washington gewesen.

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15,75 Milliarden Kubikmeter pro Jahr
Russland: Putin bedankt sich bei Erdogan für Mitarbeit an Turkish Stream

Moskau (nex) – Der Präsident der Russischen Föderation, Wladimir Putin, hat in einem Treffen mit dem türkischen Premierminister Binali Yıldırım am Dienstag seinen Dank gegenüber dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan für dessen Rolle im Zusammenhang mit der Turkish-Stream-Vereinbarung zum Ausdruck gebracht. „Wir sind Präsident Erdoğan sehr dankbar, dass er die Vereinbarung zu Turkish Stream unterzeichnet hat“, erklärte Putin. Am 10. Oktober hatten die Türkei und die Russische Föderation ein Abkommen zwischen den Regierungen beider Länder unterfertigt, in dem man übereinkam, die geplante Gas-Pipeline durch türkische Gewässer des Schwarzen Meeres zu verlegen und das Gas anschließend von dort aus nach Europa zu pumpen. Das Abkommen wurde von den Energieministern beider Länder, Alexander Nowak und Berat Albayrak, in Gegenwart der Präsidenten Putin und Erdoğan im Anschluss an deren Gespräche in Istanbul unterzeichnet. Die Pipeline soll, sobald sie fertiggestellt ist, das Gas in den türkischen Teil Thrakiens pumpen, kündigte Putin bereits im Dezember 2014 an. Die Kapazität von Turkish Stream soll bei 15,75 Milliarden Kubikmetern pro Jahr liegen. Eine von zwei Leitungen soll dabei die Türkei mit Gas versorgen, die andere Europa. Die türkische Große Nationalversammlung hat das Abkommen am 2. Dezember ratifiziert, durch die Kundmachung im offiziellen türkischen Amtsblatt trat es am Dienstag in Kraft. Im Rahmen seines Besuchs in Moskau traf Premierminister Yıldırım unter anderem mit Präsident Putin und Regierungschef Dmitri Medwedew zusammen. Neben Energiefragen ging es auch um die Aufhebung des von Russland nach dem Zwischenfall mit dem abgeschossenen SU-24-Kampfjets im November 2015 verhängten Landwirtschaftsembargos, um Visafreiheit und um den bilateralen Handel.

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