Russland-Sanktionen
EU verlängert Sanktionen gegen Russland um sechs Monate

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Brüssel (nex) – Die EU hat die wegen der Ukraine-Krise eingeführten Wirtschaftssanktionen gegen Russland um weitere sechs Monate verlängert. Wie die Vertretungen der EU-Staaten heute in Brüssel mitteilten, werden die Strafmaßnahmen nun bis zum 31. Juli 2017 fortgeführt.

Die Sanktionen gelten für bestimmte Bereiche, hierzu zählen die Rüstungs-, Energie- und Finanzsektoren.

Brüssel begründete diese Entscheidung damit, dass „nicht genügend Fortschritte“ bei der Erfüllung des Minsker Friedensabkommens erzielt worden seien, an dem auch die Ukraine beteiligt ist.

„Es war klar, dass wir die Sanktionen um sechs Monate verlängern“, so der EU-Ratspräsident Donald Tusk auf einer Pressekonferenz.

Die EU-Wirtschaftssanktionen gegen Russland wurden am 31. Juli 2014 als Reaktion auf Russlands Rolle in der Ukraine beschlossen.

„Leider reichen die Fortschritte nicht aus, um die Sanktionen auf dieser Grundlage zu erleichtern“, so Bundeskanzlerin Merkel in einem Statement.

EILMELDUNG: Russischer Botschafter in Ankara erliegt Verletzungen

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Ankara (nex) – Der russische Botschafter zu Ankara, Andrej Karlow, der am heutigen Montag auf einer Ausstellung in Cankaya, dem Diplomatenviertel der türkischen Hauptstadt, niedergeschossen worden war, ist seinen Verletzungen erlegen. Laut dem türkischen Staatssender TRT waren auf ihn drei Schüsse abgefeuert worden. Andere Medien berichteten, dass insgesamt vierzehn Schüsse gefallen seien.

Der Angreifer zielte auf Karlow, als dieser bei der Eröffnungszeremonie einer Fotoausstellung eine Rede hielt. Medienberichten zufolge habe der Attentäter dabei „Rache für Aleppo“ gerufen. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Anadolu hätten Spezialkräfte den Mann getötet. Der Diplomat wurde schwerverletzt in ein Krankenhaus verbracht und erlag dort seinen Verletzungen.

Die Sicherheitskräfte hätten den Attentäter als Mert Altintas identifiziert, der 2014 die Rüstü Ünsal-Polizeiakademie in Izmir absolviert habe.

Die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, teilte mit, dass das Ministerium zu einem späteren Zeitpunkt ein Statement zu dem „Anschlag auf den russischen Botschafter“ abgeben werde.

Für den morgigen Dienstag ist ein Treffen der Minister aus der Türkei, Russland und dem Iran in Moskau zum Syrien-Konflikt geplant.

EILMELDUNG: Russischer Botschafter in Ankara niedergeschossen

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Ankara (nex) – Der russische Botschafter zu Ankara, Andrej Karlow, wurde am heutigen Montag auf einer Ausstellung in Cankaya, dem Diplomatenviertel der türkischen Hauptstadt, niedergeschossen. Laut dem türkischen Staatssender TRT seien auf ihn drei Schüsse abgefeuert worden. Andere Medien berichten, dass insgesamt vierzehn Schüsse gefallen seien.

Karlow hielt bei der Eröffnungszeremonie einer Fotoausstellung eine Rede, als der bewaffnete Angreifer auf ihn zielte. Medienberichten zufolge habe er dabei „Rache für Aleppo“ gerufen. Der Diplomat wurde schwerverletzt in ein Krankenhaus verbracht.

Für den morgigen Dienstag ist Medienberichten zufolge ein Treffen der Minister aus der Türkei, Russland und dem Iran in Moskau zum Syrien-Konflikt geplant.

PKK-Lobby
Bericht: Britischer Politiker hat Verbindung zu PKK-Lobbynetzwerk

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London (nex) – Die britische Tageszeitung The Times berichtet, dass der Vorsitzende der Hauptoppositionspartei Labour Party in Großbritannien, Jeremy Corbyn, eine Verbindung zu einem Netzwerk hat, das Lobbyarbeit für die PKK betreibt. Die Terrororganisation hat am 10. Dezember in Istanbul einen blutigen Anschlag verübt, dem 44 Menschen zum Opfer fielen. Am 17. Dezember starben bei einer vermutlich ebenfalls von der PKK durchgeführten Attacke 14 Menschen. „Herr Corbyn und Kate Osamor, die Schatten-Entwicklungsministerin, sind die Anführer der Peace in Kurdistan-Kampagne, die Teil eines in Großbritannien ansässigen und in Verbindung mit der PKK stehenden Netzwerks ist“, heißt es in dem am vergangenen Samstag veröffentlichten Times-Artikel. „Unison, eine der Labour-Partei nahestehende Gewerkschaft, hat ebenfalls eine Verbindung zu dieser Kampagne.“ In der Meldung wird Corbyn und Osamor vorgeworfen, aktive Mitglieder der Peace in Kurdistan-Gruppe zu sein und „ihre politische Position für die Agenda der Gruppe genutzt zu haben“. In der Vergangenheit hatte Corbyn im House of Commons einen Debattenantrag über die Streichung der PKK aus der Liste der Terrororganisationen gestellt. Die Gruppe gilt in Großbritannien seit 2001 als Terrororganisation. Osamor habe laut dem Artikel im April an der Veranstaltung „Freiheit für [PKK-Terroranführer] Abdullah Öcalan“, die ebenfalls im House of Commons stattgefunden habe, teilgenommen. Der hochrangige Berater der Tony Blair Faith Foundation, Ed Hussain, der mit der Nachrichtenagentur Anadolu über die PKK und ihre Verortung in Großbritannien sprach, wies darauf hin, dass die marxistischen Tendenzen der Terrorgruppe von der politischen Linken unterstützt würden. „In unseren Köpfen bedeutet Terror gleich al-Qaida oder IS (Daesh)“, erläuterte Hussain und fügte hinzu: „Unsere allgemeine Vorstellung schließt die PKK als Terrororganisation, die die Türkei, unsere Verbündete, bedroht, nicht mit ein. Die PKK erhält dank ihrer marxistischen Natur von der britischen Linken, einschließlich dem Labour-Chef Jeremy Corbyn, politische Deckung.“ Die PKK, die von der Türkei, den USA und der EU als Terrororganisation eingestuft wird, hat im Juli 2015 ihren 30-jährigen bewaffneten Kampf gegen die Türkei wiederaufgenommen. Die PKK ist auch in anderen EU-Ländern wie Deutschland, Österreich, Dänemark, Frankreich, den Niederlanden, Schweden und Griechenland aktiv. So wurde Belgien in der jüngsten Vergangenheit von der Türkei wegen ihrer passiven Haltung gegenüber der PKK kritisiert. Im vergangenen August durften Anhänger der Terrororganisation den Jahrestag ihres ersten Anschlags von 1984 feiern. Fünf Monate zuvor wurde die Errichtung von Infozelten vor EU-Gebäuden während eines EU-Türkei-Gipfels genehmigt.

Umgang mit Medien
Kommentar: Türken müssen sich gegen Hetze in Medien wehren

Gastbeitrag von Udo Romatowski Die türkische Minderheit wird seit Beginn ihrer Existenz im Deutschland der 70er Jahre systematisch für parteipolitische Zwecke ausgenutzt und bestenfalls als Bürger zweiter Klasse behandelt. Dieser Ausgrenzungsprozess wird durch die Medien systematisch befördert. Die Instrumentalisierung von Minderheiten wird auch heute noch von allen etablierten Parteien praktiziert. Seine neueste Ausprägung findet sie im Rahmen der gesteuerten Islamophobie. Ziel ist die Gewinnung rechtskonservativer Stimmen. Ebenso werden Minderheiten innerhalb der deutsch-türkischen Bevölkerung, wie etwa Aleviten, Kurden und nicht zuletzt türkisch- republikanische Loyalisten – sog. „Anti Erdogan Gesinnte“ – überwiegend von den Linken und Grünen umworben. Diese Minderheit wird gezielt aufgewiegelt um eine Abspaltung von der gemeinen deutsch-türkischen Bevölkerung und der türkischen Regierung herbeizuführen. Ziel ist die Stimmengewinnung für die jeweilige politische Teilgruppe. Beide Parteien haben Ihre Teams daher auch taktisch mit den entsprechenden Schlüsselpersonen, die eine Partei mit einer kurdischstämmigen und die andere Partei mit einem religiös nicht eindeutig fassbaren Türken besetzt. Beide führen sehr emotionale Reden in türkischer und kurdischer Sprache, stellen für Ihre Zielgruppen harte Forderungen gegenüber der Türkei und versprechen die weitere politische Ausgrenzung des Landes im EU-Beitrittsprozess. Sie demonstrieren mit ihren Zielgruppen Solidarität und fordern Stimmen für Ihre jeweilige Partei in Deutschland. Die restlichen Türken in Deutschland werden politisch halbherzig durch wachsweiche Positionen der SPD bedient. Praktisch sind konservative Türken – die sog. Erdogan-Anhänger und moderate Nationalisten derzeit vergleichbar mit politisch zur Unmündigkeit erklärten Personen. Es ist geschichtlich dokumentiert, dass sowohl die deutsche Politik, als auch die Parteienlandschaft bisher keinen ernsthaften Willen an den Tag gelegt haben, türkischstämmige Bürger bei der gesellschaftlichen Integration zu fördern. Ganz im Gegenteil! Mit politischen Marionetten versucht man sie bis heute zu blenden und um ihre Stimmen zu werben; nur die Zielgruppen haben sich partiell verschoben. So wetterte Cem Özdemir beispielsweise noch 2001 in der FAZ gegen die Absichten des Bundestages einer Völkermord Resolution an den Armeniern „Weder Washington oder Paris noch Berlin sind der Ort, wo die schrecklichen Ereignisse des Jahres 1915 [..] aufgearbeitet werden können“ – bekanntlich hat der gleiche Herr die Resolution im Jahre 2016 in den Bundestag eingebracht und durchgesetzt. Ein solches Verhalten bezeichnet man treffenderweise als schmierige Heuchelei – bestenfalls vielleicht noch als Sprunghaftigkeit oder blanken Opportunismus. Die systematische Ausgrenzung der Türken und konstruierte Antipathie gegen gewählte Politiker der Türkei führen dazu, dass der Konflikt mit der PKK ethnisiert und als Krieg gegen die Gesamtheit der kurdischen Bevölkerung inszeniert wird. Die Terrororganisation PKK wird in diesem Zusammenhang als Befreier und gerechter Widerstand glorifiziert. Trotz eines Verbotes dieser Terrororganisation in Europa und einer eindeutigen Rechtslage werden durch einzelne Politiker immer wieder Sympathiebekundungen für diese blutrünstige Organisation vorgenommen und ihre Legalisierung gefordert. Die mediale Inszenierung von der angeblichen „Befreiung“ von Christen und Jesiden im Norden Syriens vom IS durch die YPG (einer weiteren militanten Unterorganisation der PKK) war ein taktisches Manöver um im christlich konservativen Lager Sympathien für diese Organisation zu generieren. So begründete jüngst ein Hamburger Richter die Freilassung eines PKK Terror Funktionärs aus Bremen mit eben genau dieser „Tatsache“. Die PKK habe dabei geholfen, Jesiden im Sindschar Gebirge vor der Ermordung durch den IS zu retten. Daher sei ihm (sinngemäß) der organisierte Terror mit tausenden Toten in der Türkei nachzusehen. Medien spielten und spielen in der systematischen Ausgrenzung der türkischen Minderheit und neuerdings auch in der Türkei selbst nach wie vor eine Schlüsselrolle. Zunächst ist es allerdings wichtig zu verstehen, welche Funktion die Medien in Deutschland haben. Fast ausnahmslos sind Chefredakteure und sog. Alphajournalisten der Leitmedien erwiesenermaßen Mitglied in transatlantischen Organisationen oder sogar aktiv tätig. Der Axel Springer Verlag etwa, zu dem die BILD und WELT gehören, hat in seinen Statuten diese transatlantische Verbundenheit schriftlich fixiert.
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Darüber hinaus auch die Verbundenheit zu Israel. Der Geschäftsführer des Axel Springer Verlages ist Mitglied im American Jewish Committee, welche neben dem AIPAC eine der einflussreichsten jüdischen Lobby Organisationen in den USA ist. Jüdische Lobbyorganisationen haben einen massiven Einfluss auf die US-amerikanische Außenpolitik – abseits jeder Verschwörungstheorie sind diese Einflüsse schwarz auf weiß dokumentiert und besitzen eine, häufig auch gegen US-amerikanische Interessen gerichtete, – pro-israelische Handlungsdoktrin mit teilweise radikalen Zügen. Doch nicht nur die Chefs von Axel Springer, sondern auch der Herausgeber der ZEIT ist in transatlantischen und pro-israelischen Organisationen aktiv. Als diese Vernetzungen in der ZDF Satiresendung Die Anstalt thematisiert wurden, überzogen die Verleger und Medienschaffende das ZDF mit Klagen. Trotz juristischer und eloquenter Spitzfindigkeiten der Demaskierten sind die direkten Zusammenhänge nicht mehr zu leugnen. Das vermittelte Türkeibild durch deutsche Medien ist ganz offensichtlich einseitig. Mit redaktionellen Darstellungstechniken (Framing) – haben sie sich zum Ziel gesetzt, Erdogan zu dämonisieren. Dies geschieht beispielsweise durch die gebetsmühlenartige Wiederholung gewisser Begriffspaare (Erdogan + Diktator, Erdogan + Autokrat, Erdogan + Hitler, Türkei + Autokratie, Türkei + Aggressor usw.). Die Wiederholungen dieser einheitlichen Beschreibung führen beim Zuschauer zur vollständigen Akzeptanz dieser Behauptung – sie wird nicht mehr hinterfragt. Gleichwohl sie nachweislich nicht immer bzw. der ganzen Wahrheit entsprechen: Laut war der Aufschrei der „Mainstream-Medien“, als Erdogan des Öl-Handels mit der Terrororganisation Daesh beschuldigt wurde. Für die, Falschinformationen der USA hat sich die CIA und der US-amerikanische Außenminister John Kerry öffentlich bei der Türkei entschuldigt. Hierüber berichten die „Mainstream-Medien“ de Facto NICHT. Der Imageschaden für die Türkei wird somit bewusst aufrecht erhalten. Mutmaßlich sollen dadurch Druck im Flüchtlingspakt aufgebaut und potenzielle Sanktionsmaßnahmen gegen die Türkei gesellschaftlich vorbereitet werden. Das Waffenembargo Österreichs und Sanktionsforderungen einzelner Europa-Politiker ist sehr wahrscheinlich nur der Beginn einer Reihe von Aktionen, die noch folgen könnten. Es ist nicht so, dass wir diesen Ablauf zum ersten Mal beobachten. Zahlreiche Politiker und Regierungen wurden in der Vergangenheit durch gezielte Kampagnen gestürzt. So wurde der Iran 1958 im Rahmen der Operation Ajax durch die britischen- und US-amerikanischen Geheimdienste destabilisiert. Europa wurde in den 70/80er Jahren durch die Anschläge der Nato Untergrundorganisation Gladio erschüttert. Ziel war die Einschüchterung sozialistisch geneigter Parteien und Regierungen in Italien und Deutschland durch die sog. Theorie der Spannung. Bedauerlicherweise kennen junge Generationen das doppelte Gesicht einiger westlichen Staaten nicht. Solche Themen werden daher gerne als Verschwörungstheorien abgetan oder schlicht totgeschwiegen. Menschen, die das noch für konstruierte Verschwörungstheorien halten, sei ein 2004 an die Öffentlichkeit geratenes CIA Memorandum zur Lektüre empfohlen. In diesem wird ein CIA Direktor zitiert, wie er die Fähigkeit der CIA lobt, weltweite Nachrichtenredaktionen und Journalisten zu beeinflussen und sogar fehlgeschlagene CIA Operationen als Erfolg darstellen zu lassen. Auch der Politikerdarsteller Cem Özdemir hat lt. öffentlichen Quellen das „Young Leader Program“ der Atlantik-Brücke genossen und ist noch bzw. war Mitglied in diversen weiteren transatlantischen Organisationen. Der Kreis schließt sich, wenn man die jüngsten Aussagen des israelischen Verteidigungsministers Avigdor Liebermann liest. Er forderte von der EU „entschlossener gegen die Türkei aufzutreten“, „Sie haben so viele Mittel, um Druck auf Erdogan auszuüben“. Diese und ähnliche Ausführungen lassen sich nahezu endlos weiterzitieren. Die Kernaussage bleibt jedoch immer die Gleiche: die türkische Minderheit und die Türkei sind nichts als ein weiterer Spielball transatlantischer und deutscher Mächte rund um die Interessen einiger Eliten. Im Nahen Osten und der Türkei soll zur Not auch mit Gewalt das Ziel der Neokonservativen, die sog. neue Weltordnung, durchgesetzt werden. Fakt ist, dass Erdogan sich standhaft weigerte, den geopolitischen Vorstellungen westlicher „Verbündeter“ zu folgen und eine bis dato beispiellose zivile Revolution startete, die den türkischen und weltweiten Eliten vor den Kopf stieß. Er entwickelte sich dadurch schnell zu deren Zielscheibe. So konstruierte man allerlei Übertreibungen und Lügen um Erdogan zu isolieren. Die blutigen Gezi Proteste sind nur ein kleiner Akt dieses Theaterstücks gewesen, dessen Uraufführung wir 1958 im Iran beobachten durften. Selbst ein blinder mit Krückstock kann problemlos erkennen, dass es sich hierbei um eine schlechte Kopie ein und desselben Drehbuches handelt. Die Türken in Deutschland haben aufgrund der bisherigen Kleinhaltetaktik der deutschen Regierungen die zivilgesellschaftliche Selbstorganisation in Deutschland weitestgehend verpasst. Es gibt keine nennenswerte türkisch-politische Lobbyorganisation oder Vereinigung von Intellektuellen, welche türkische Interessen in Deutschland wirksam gegenüber deutschen Parlamentariern vertritt. Entgegen aller künstlich empörten Versuche der deutschen Politik und deren medialen Redenschwingern ist es das natürlichste und demokratischste Recht von Gruppen, sich in Lobbyorganisationen zu formieren und mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln für seine Interessen aktiv zu werden. Die türkischen Migranten in Deutschland dürfen sich dieses Recht unter keinen Umständen absprechen lassen und müssen unverzüglich handeln. Sie müssen sich für eine starke Lobby in der deutschen Politik formieren. Türken müssen sich mit allen möglichen demokratischen Mitteln gegen ihre Instrumentalisierung für die Mehrheitsgesellschaft und gegen deren ureigene Interessen wehren! Neben der proaktiven politischen Durchdringung des Systems ist gilt es nachhaltig anti-türkischen Stimmungen entgegenzuwirken. So darf im ersten Schritt kein Türkei- und Minderheiten diffamierender Artikel und keine Sendung unbeobachtet und unkommentiert gelassen werden. Es gibt zentrale Stellen, bei denen sich Bürger auf Grund einseitiger und diskriminierender Berichterstattung beschweren können. Redaktionen und Journalisten haben Namen und Adressen. Man kann Briefe schreiben und eine Darstellung der Gegenseite fordern. Falls man Freunde im Umkreis hat, die Printmedien verkaufen, kann man darum bitten, gewisse Medien aus dem Sortiment zu nehmen und dies mit nachweislich tendenziöser Berichterstattung begründen. Kostenlose Zeitungsauslagen einseitig berichtender Medien in Hotels, Flughäfen, Bahnhöfen oder anderen öffentlichen bzw. privaten Einrichtungen können und dürfen kritisiert werden, indem man Beschwerdebriefe an die entsprechenden Eigentümer bzw. Betreiber schreibt und sich über einseitige, diffamierende Inhalte dieser Auslagen beschwert. So können die Rügen des Presserates oder schlicht die Zahl der Beschwerdebriefe als Beleg für die schlechte Qualität dieser Medien herangezogen werden. Auch können entsprechende Einrichtungen in öffentlichen Foren kritisiert werden, genauso wie Organisationen und Personen. Weiterhin besitzen 20 Mio. Menschen mit Migrationshintergrund in Deutschland auch eine erhebliche finanzielle Kaufkraft, die man gezielt lenken kann – nicht nur zum Boykottieren, sondern auch zum gezielten Fördern loyaler Einrichtungen. Die Migranten und vor allem die Türken in Deutschland sind sich Ihres Durchsetzungspotenzials leider nicht einmal annähernd bewusst. Die Gegner leider schon. So kommt es nicht von ungefähr, dass man versucht, politische Parteien wie die Allianz Deutscher Demokraten gleich in der Gründungsphase durch dubiose Kontokündigungen handlungsunfähig zu machen oder die Religionsgemeinschaft DITIB als verlängerten Arm Erdogans öffentlich zu demontieren. Die Türken und weitere Migranten in Deutschland haben sich in den letzten Jahrzehnten praktisch vom politischen Leben ausgrenzen lassen. Die ignorante PKK-Politik der EU, die Bewaffnung von fragwürdigen PKK nahen Gruppierungen in Syrien und Forderungen einzelner deutscher und europäischer Politiker haben einen gefährlichen Höhepunkt erreicht. Einem kritischen Journalisten und einer Partei werden die Konten gekündigt oder verweigert. Dies deutet auf eine gesteuerte Kampagne hin und hat sicherlich nichts mit Zufall zu tun. Infolge dieser Entwicklungen müssen die Migranten aus den sozialen Medien und Milieus ausbrechen, aktiv werden, sich organisieren und eine gemeinsame Stimme werden. Persönliche Eitelkeiten oder religiöse Konfessionen müssen zurückgestellt werden. Es geht um unsere fundamentalen Grundrechte als Bürger dieses Landes, es geht darum in Deutschland zu einem vollwertigen Teil der Gesellschaft zu werden. Es geht um nichts geringeres als unsere politische Mündigkeit und um das Überleben unserer Kultur. Dieses Thema betrifft dennoch nicht nur die deutsch-türkische Minderheit – sie betrifft die gesamte Bevölkerung. Die Manipulation durch Medien findet – zu Ungunsten der Bevölkerung – auch in anderen Bereichen statt. Der richtige und kritische Umgang mit Medien muss erlernt werden.  
Dieser Kommentar gibt die Meinung des Autors wieder und stellt nicht zwingenderweise den Standpunkt von nex24 dar.

Ernährungsführerschein
CDU: „Jeder Schüler soll mindestens einmal auf einem Bauernhof gewesen sein“

Osnabrück (nex) – Die CDU will, dass die Themen Landwirtschaft und gesunde Ernährung verbindlich auf die Lehrpläne in deutschen Schulen kommen. Alle Grundschüler sollten die Möglichkeit haben, einen Ernährungsführerschein zu erwerben, heißt es nach Informationen der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ in einem Beschluss des Bundesfachausschusses Landwirtschaft der CDU. Die Agrar- Experten plädieren ferner für Bauernhof-Tage als festen Bestandteil des Unterrichts. „Jeder Schüler soll mindestens einmal auf einem Bauernhof gewesen sein“, fordern die Unions-Politiker. „Wer weiß, wie viel Arbeit in der Erzeugung von Lebensmitteln steckt, kann auch ihren Wert besser ermessen und wird sie nicht leichtfertig verschwenden“, heißt es in dem Beschluss. Der Ausschuss hält die Einbindung von Praktikern aus der Lebensmittelbranche, von Bäckern und Fleischern, Köchen und Landfrauen in Schulprojekte für sinnvoll. Wichtig seien auch Kenntnisse über den menschlichen Bedarf und die Bedeutung von Brennwert, Zucker, Fett, Eiweiß, Mineralien und Vitaminen. Die Rolle von Lebensmitteln aus tierischer Herkunft müsse objektiv dargestellt werden, fordern die Christdemokraten weiter. „Wer in Familie, Schule und Kindergarten eine gute Ernährung lernt, profitiert sein Leben lang“, heißt es zur Begründung. Die CDU-Experten machen sich außerdem stark für ein ausgewogenes, vollwertiges und bezahlbares Mittagessen in Schulen und Kitas. „Die Schulverpflegung wird immer wichtiger, denn bereits mehr als sechs Millionen Kinder und Jugendliche nutzen schulische Ganztagsangebote“, heißt es in dem Papier. Qualitätsstandards müssten verpflichtend zugrunde gelegt werden.

Business
Ägypten: Deutscher Investor finanziert türkischen Haushaltswarenhersteller

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Urla (nex) – Die DEG – Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft mbH finanziert Erweiterungsinvestitionen des türkischen Haushaltswaren- und Hygieneartikelherstellers Hayat Kimya Sanayi A.S. („Hayat“): Das Unternehmen hat an seinem Standort in Ägypten eine neue Produktionslinie für Vliesstoffe in Betrieb genommen. Zuvor hatte Hayat bereits in neue Produktionsanlagen für seinen Standort in der Türkei investiert, um die als Einsatzmaterial benötigten Vliesstoffe und Folien selbst herzustellen. F ür diese Investitionen hat die DEG die Fremdfinanzierung in Höhe von 66 Mio. EUR arrangiert und stellt davon selbst 25 Mio. EUR in Form eines langfristigen Darlehens bereit. Ko-Finanzierer sind die Österreichische Entwicklungsbank AG (OeEB), ein von Cordiant Capital Inc. verwalteter Fonds sowie für die Erweiterungsinvestition in der Türkei zusätzlich die Black Sea Trade and Development Bank. Mit knapp 8.000 Beschäftigten zählt Hayat in der Türkei und der Region zu den führenden Herstellern von qualitativ hochwertigen Haushaltswaren und Hygieneprodukten, darunter Windeln, Damenhygieneprodukte, Papiertaschentücher und Reinigungsmittel. Das Unternehmen exportiert seine Produkte in rund 100 Länder und trägt so dazu bei, den steigenden Bedarf insbesondere in den GUS-Staaten zu decken. Mit der erweiterten Fertigungstiefe in der Produktion begegnet Hayat auch möglichen Versorgungsengpässen in der Zulieferkette. Durch den Aufbau der neuen Produktionslinien sind in der Türkei rund 350 neue Arbeitsplätze entstanden. Weitere 90 kommen in der neuen Vliesstoff-Anlage in Ägypten hinzu; insgesamt soll die Anzahl der Beschäftigten dort in den nächsten Jahren auf bis zu 240 wachsen. Ein Großteil der Ausrüstung für die neuen Produktionslinien stammt von deutschen Anbietern. Diese schulen die lokalen Beschäftigten im Einsatz der neuen Maschinen und vermitteln ihr Know-how in die Türkei und nach Ägypten. „Wir freuen uns, Hayat bei seiner regionalen Expansion und Vertiefung lokaler Wertschöpfung zu begleiten. Durch ihr Engagement hat die DEG auch weitere internationale Entwicklungsfinanzierer mobilisiert“, erklärt Dr. Tilman Kruse, Leiter der Abteilung Unternehmen & Fonds Europa/Mittlerer Osten/Zentralasien. Die DEG ist bereits seit 1967 in der Türkei engagiert und seit Anfang 2011 mit einem Außenbüro in Istanbul vertreten. Neben der Förderung des lokalen Mittelstandes liegt ein Fokus auf langfristigen Finanzierungen im Verarbeitungs- und Dienstleistungsbereich, im privaten Gesundheitssektor sowie auf der Begleitung deutscher Unternehmen.  

Krisenbank Monte dei Paschi
Schmidt: „Müsste Italien unter den Rettungsschirm, würde es brenzlig für den Euro-Raum“

Essen (ots) – Ob und wie Italien seine Bankenkrise meistert, ist für den Chef der Wirtschaftsweisen die Feuerprobe für Europas neue Bankenunion. Christoph Schmidt warnt eindringlich vor einer staatlichen Rettung der Krisenbank Monte dei Paschi. „Die Restrukturierung der Bank sollte nach den verabredeten Regeln erfolgen, sprich die Gläubiger der Bank müssen zu ihrer Rettung beitragen, nicht die Steuerzahler“, sagte Schmidt der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung. Halte Italien dagegen „gleich beim ersten großen Test die Regeln nicht ein, ist die Bankenunion nicht glaubwürdig“, warnte Schmidt, Chef des RWI Leibniz-Instituts in Essen und Vorsitzender des Sachverständigenrats der Bundesregierung. Die älteste Bank der Welt versucht derzeit, eine Kapitallücke von fünf Milliarden Euro zu schließen. Gelingt das bis Jahresende nicht, droht die Abwicklung. Die italienische Regierung will das notfalls mit einer staatlichen Rettung verhindern. Schmidt sieht wachsende Gefahren für eine neue Euro-Krise aufziehen, das Krisenpotenzial müsse sich aber nicht entladen, wenn Staaten wie Italien endlich die notwendigen Reformen angingen. Geschehe dies nicht, gingen von der drittgrößten Volkswirtschaft Europas dagegen große Gefahren für die Gemeinschaftswährung aus. „Müsste Italien unter den Rettungsschirm, dann könnte es für den Euro-Raum brenzlig werden“, warnt der RWI-Chef. Autorisiertes Zitat von Christoph M. Schmidt: „Müsste Italien unter den Rettungsschirm, dann könnte es für den Euro-Raum brenzlig werden“

Fake-News
Weihnachtsverbot in der Türkei: Eine Fake-Meldung empört türkische Community

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Empörung über Falschmeldung zu Weihnachtsverboten Germersheim (nex) – Eine dpa-Meldung über ein Weihnachtsverbot am deutsch-türkischen Elite-Gymnasium Istanbul Lisesi, die erwartungsgemäß von sämtlichen deutschsprachigen Medien ohne weitere Überprüfung übernommen und veröffentlicht wurde, erweist sich offenbar als Falschmeldung. Die türkische Community in Deutschland und Politiker reagieren empört. Mitten in der von der Bundesregierung angestoßenen Diskussion über die Verschärfung der Strafen bei sogenannten Fake-News erhitzt jetzt dieser Fall die Gemüter. Deutsche Medien wie etwa die Tageszeitung »Die Welt« oder auch seriösere Medien wie »Süddeutsche Zeitung« hatten ohne die Angabe von Quellen getitelt, dass »Weihnachten an deutscher Schule in Istanbul verboten« worden sei.
(Foto: Screenshot/Facebook)
Unter Verweis auf »Millionenbeträge«, mit denen die Schule durch deutsche Steuergelder gefördert worden sei, meldete die Tageszeitung, dass Weihnachten »ganz von dem Gymnasium verbannt« worden sei.
(Foto: Facebook/Screenshot)
Zum Abend hin wurde dann erst in den Medien die Stellungnahme der Schule veröffentlicht. In der Erklärung, die NEX24 vorliegt, betont die Schulleitung, dass sich die Einrichtung, in die ausschließlich türkische Schüler gehen, entgegen den Pressemeldungen der allgemeinen Glaubensfreiheit verpflichtet fühle. Kein Verbot »Es existiert kein Verbot und es kann kein Verbot existieren, das das natürlichste Recht der deutschen und türkischen Lehrkräfte, Schüler und des Personals, nämlich die Glaubensfreiheit, einschränkt«, heißt es in der Stellungnahme. Es stelle sich die Frage, wem derartige Provokationen dienlich seien. »Den deutsch-türkischen Beziehungen dienen sie jedenfalls nicht«, so die Einschätzung. Türkische Politiker und die türkische Community reagierten empört auf den Fall und forderten Sanktionen gegen die verantwortlichen Medien.
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Mustafa Yeneroglu, Vorsitzender des Menschenrechtsausschusses der Großen Nationalversammlung der Türkei, äußerte etwa Verständnis für die Aufregung, die die Nachricht verursacht habe. Er stellte aber gleichzeitig klar, dass es weder ein Verbot der Behandlung von Weihnachten im Unterricht noch eine Unterbindung der Teilnahme des Schulchors am traditionellen Weihnachtskonzert im deutschen Generalkonsulat gegeben habe. Doppelte Standards Ebenso handele es sich um ein staatliches türkisches Gymnasium und keine deutsche Auslandsschule. Eine Anordnung von offizieller Seite, so der AKP-Politiker, habe es trotzdem nicht gegeben. Vielmehr sei die Weihnachtsfeier laut Schulleiter von der deutschen Leitung der Schule selbst abgesagt worden. In den sozialen Netzwerken wurde der Fall intensiv diskutiert. So machte etwa die Bloggerin Merve Gül darauf aufmerksam, dass die zuständigen türkischen Behörden bereits am 15. Dezember um »Rücksichtnahme« gebeten hätten, »dass Schüler nicht dazu gezwungen werden dürfen etwas zu tun, das gegen ihre Werte oder Weltanschauung verstößt«. Eine Pflicht für Weihnachtenfeiern sei auf Protest gestoßen. In zahlreichen Kommentaren bei Facebook und Twitter wurde auf doppelte Standards hingewiesen, die offenbar gelten würden, wenn es um Fake-News gehe. Konsequenterweise müsse dann nämlich auch dieser Fall als Fake-News behandelt und bestraft werden, so der Tenor. Gerade vor dem Hintergrund, dass in denselben Leitmedien immer wieder behauptet werde, deutsche Schüler dürften in Deutschland keine Weihnachtsbräuche pflegen, sei diese Behauptung besonders absurd. Genug ist genug Tatsächlich heizt der Fall die Stimmung an. In den sozialen Netzwerken häufen sich empörte Kommentare. „Genug ist genug!“, schreibt ein User etwa, „Wenn sich die dpa-Meldung über das Verbot der Weihnachtsfeier an der deutschen Schule in Istanbul nachweislich als Fake erweist, so sollte dieser halbstaatlichen Presseagentur die Akkreditierung in der Türkei entzogen und die Arbeitserlaubnis der Korrespondenten widerrufen werden. Ich würde dann den Tatbestand der Volksverhetzung geltend machen.“

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  Pressemitteilung der Schule: Erklärung zu den Vorwürfen bzgl Weihnachtsfest Die Nachrichten in der deutschen Presse über ein vermeintliches Weihnachtsverbot für deutsche Lehrer am Istanbuler Jungengymnasium entsprechen nicht der Wahrheit und sind Ausfluss von Bestrebungen, der Öffentlichkeit ein verzerrtes Meinungsbild zu vermitteln und mehr als 100 Jahre türkisch-deutsche Beziehungen und ein halbes Jahrhundert fruchtbare Kooperation im Bereich der Bildung zu überschatten. In den vergangenen Wochen haben uns vermehrt Informationen darüber erreicht, dass einige deutsche Lehrer – ohne dass dies Teil des Curriculums ist – Texte über Weihnachten und das Christentum im Unterricht behandeln. Uns kam zudem zu Ohren, dass die diesbezüglichen Fragen der Schüler von den Lehrern nicht hinreichend beantwortet wurden und Gerüchte aufkamen. Ohne viel Zeit zu verlieren hat die Schulverwaltung die Deutsche Abteilung der Schule um Informationen und eine sensible Behandlung des Themas gebeten, damit keine weiteren Spekulationen aufkommen und die Bildungspartnerschaft zwischen den beiden Ländern nicht gefährdet wird. Das Weihnachtskonzert des deutschen Generalkonsulats in Istanbul wurde vom ehemaligen Leiter der Deutschen Abteilung Michael Schopp, selbst studierter Theologe, ins Leben gerufen. Seit 7-8 Jahren singt dort ein Chor aus Schülern des Deutschen Gymnasiums, des Österreichischen Gymnasiums und des Istanbuler Jugendgymnasiums. Der amtierende Leiter der Deutschen Abteilung hat bei unserem Verwaltungstreffen deutlich gemacht, dass er ein solches religiöses Konzert nicht unterstützt und eine laizistische Bildung befürwortet. Es wurde darauf hingewiesen, dass jeder Schüler mit Erlaubnis seiner Eltern an dem Konzert teilnehmen darf und das Konzert unter Berücksichtigung der Urlaubsund Zeitenregelungen des Bildungsministeriums stattfinden kann. Jedoch wurde das Konzert seitens der deutschen Lehrer aus uns unverständlichen Gründen abgesagt. Ein Verbot seitens der Schule gab es nicht, allein deshalb schon nicht, weil das Konzert außerhalb der Schule und am Abend stattfinden sollte. Unsere Nation hat eine 1000 Jahre zurückreichende Geschichte. Ihr Respekt vor anderen Religionen und Meinungen sind sowohl in Europa als auch in der übrigen Welt bekannt. Das Edikt des Eroberers Istanbuls, in dem den Christen Istanbuls Gewissens- und Religionsfreiheit zugesichert wurde, hat seinen verdienten Platz in der Geschichte eingenommen. Religionsfreiheit ist ein Recht aller in der Schule, ob deutscher oder türkischer Lehrer, Schüler oder sonstiger Angesteller. Von einer Einschränkung ist und kann nicht die Rede sein. Unsere Schule, die schon wenige Stunden nach dem Gespräch mit dem Leiter der Deutschen Abteilung von der deutschen Presse kontaktiert wurde, verfolgt die Entwicklungen mit großer Aufmerksamkeit. Es muss aber schon hinterfragt werden, wem diese Provokationen nützen. Dass sie den türkisch-deutschen Beziehungen nicht dienen, ist gewiss.

USA
New York: Polizisten der NYPD schließen sich Gedenkveranstaltung für Opfer des PKK-Anschlags an

New York (nex) – Polizisten des New York Police Department (NYPD) schlossen sich der Gedenkveranstaltung von türkischen und US-amerikanischen Nichtregierungsorganisationen auf dem Time Square für die Opfer der tödlichen PKK-Anschläge an. Bei dem Terroranschlag am 10. Dezember wurden 44 Menschen getötet, unter denen sich 36 Polizisten befanden. In seiner Rede erklärte der Vorsitzende der NYPD Muslim Officers Society, Adeel Rana, dass die NYPD-Polizisten sich der Veranstaltung angeschlossen hätten, um die türkischen Kollegen zu unterstützen und eine Botschaft der Solidarität zu senden. Rana betonte, dass die ganze Welt vereint gegen den Terror kämpfen sollte. Ali Hammutoglu, ein türkischstämmiger New Yorker Polizist, sagte, dass sie die Mörder der unschuldigen Zivilisten und der für ihre Sicherheit sorgenden Polizisten verurteilten. Der Vorsitzende der US-amerikanischen Filiale des Vereins Unabhängiger Unternehmer und Industrieller (MÜSIAD), Mustafa Tuncer, erklärte, dass sie auf dem Times Square die Erinnerung an die Polizisten ehren wollten, die bei der Terrorattacke in Istanbul getötet worden waren. Tuncer betonte, dass sie als Türken in den USA sich weiter dafür einsetzen würden, die Einigkeit der Türkei gegen Terrorgruppen zu wahren. Die Veranstaltungsteilnehmer trugen Fotos der gefallenen Polizisten bei sich, zündeten Kerzen an und legten Nelken nieder. Die Gedenkfeier wurde von MÜSIAD US, der Turkish-American Media and Journalists Association, Cihannüma USA, der Muslim Police Organization sowie der East Coast Turkish-American Association (ECTA) ausgerichtet.