FRA-Studie
Antimuslimischer Rassismus in Österreich am höchsten

Wien – Jeder zweite Muslim in der EU ist in seinem Alltag mit Rassismus und Diskriminierung konfrontiert – ein starker Anstieg seit 2016. Muslimische Frauen, Männer und Kinder werden nicht nur wegen ihrer Religion, sondern auch wegen ihrer Hautfarbe und ihrer Ethnie oder ihres Migrationshintergrundes angegriffen. Junge Muslime, die in der EU geboren sind, und Frauen, die religiöse Kleidung tragen, sind besonders betroffen. Dies sind einige der Ergebnisse des jüngsten Berichts der EU-Agentur für Grundrechte (FRA). Laut der Studie „Being Muslim in the EU“ ist in der EU Österreich das Land, in dem Menschen am häufigsten antimuslimischen Rassismus erleben. Deutschland liegt demnach auf Platz zwei und Finnland auf Platz drei. Spanien und Italien sind die Länder mit den niedrigsten Werten. Zitat der FRA-Direktorin Sirpa Rautio:
„Wir beobachten einen besorgniserregenden Anstieg von Rassismus und Diskriminierung gegen Muslime in Europa. Dies wird durch die Konflikte im Nahen Osten angeheizt und durch die entmenschlichende antimuslimische Rhetorik, die wir überall auf dem Kontinent erleben, noch verschlimmert. Anstatt Spaltung in unseren Gesellschaften zu säen, müssen wir dafür sorgen, dass sich jeder in der EU sicher, einbezogen und respektiert fühlt, unabhängig von seiner Hautfarbe, Herkunft oder Religion.“
Auf der Grundlage einer EU-weiten Erhebung unter Zuwanderern und ihren Kindern zeigt der Bericht einen Anstieg des antimuslimischen Rassismus seit der letzten Erhebung im Jahr 2016, vor allem auf dem Arbeits- und Wohnungsmarkt. Betrachtet man die fünf Jahre vor der Erhebung, so sind die wichtigsten Ergebnisse folgende:
  • Rassismus – fast einer von zwei Muslimen (47 %) wird rassistisch diskriminiert, gegenüber 39 % im Jahr 2016. Die höchsten Raten in den 13 untersuchten Ländern finden sich in Österreich (71 %), Deutschland (68 %) und Finnland (63 %).
  • Arbeit – Muslime werden am häufigsten bei der Arbeitssuche (39 %) oder am Arbeitsplatz (35 %) diskriminiert, gegenüber 31 % und 23 % im Jahr 2016. Dies wirkt sich auch auf andere Lebensbereiche wie Wohnen, Bildung oder Gesundheit aus. Darüber hinaus sind zwei von fünf (41 %) für ihren Job überqualifiziert, verglichen mit 22 % der Menschen allgemein.
  • Wohnen – ein Drittel (35 %) der Befragten konnte aufgrund von Diskriminierung kein Haus kaufen oder mieten, gegenüber 22 % im Jahr 2016. Muslimische Befragte mit Behinderungen sehen sich sogar noch mehr Hindernissen gegenüber; 46 % werden auf dem Wohnungsmarkt diskriminiert.
  • Religiöse Kleidung – Frauen, die religiöse Kleidung tragen, werden stärker diskriminiert als Frauen, die dies nicht tun, insbesondere bei der Arbeitssuche (45 % gegenüber 31 %). Bei jungen Frauen (16-24 Jahre), die religiöse Kleidung tragen, erhöht sich dieser Anteil auf 58 %.
  • Rassistische Belästigung – fast 1 von 3 (27 %) der befragten Muslime wurde in den fünf Jahren vor der Erhebung rassistisch belästigt; die meisten von ihnen mehr als einmal.
Die meisten Muslime melden keine Vorfälle von Diskriminierung oder Rassismus, weil sie nicht glauben, dass sich etwas ändern würde. – Nur 6 % der Opfer meldeten im Jahr vor der Erhebung Diskriminierung oder reichten eine Beschwerde ein, und nur sehr wenige meldeten die Vorfälle einer Gleichstellungsstelle (4 %). – Schweden verzeichnet mit 21 % die höchste Meldequote, Österreich und Italien mit 3 % bzw. 2 % die niedrigsten. Wie häufig ist rassistische Gewalt?  Rassistische Gewalt ist körperliche Gewalt, die durch die ethnische Herkunft oder den Migrationshintergrund einer Person motiviert ist. Dazu gehören Schlagen, Stoßen, Treten oder Grapschen. 5 – Muslime aus Ländern südlich der Sahara, die meist schwarz sind, sind am häufigsten von Gewalt betroffen. Junge muslimische Männer, die in Europa geboren wurden, und Menschen, die religiöse Kleidung tragen, sind häufiger von Gewalt betroffen.

Anschlag in Ankara
„Terroranschlag auf die TUSAŞ war von langer Hand geplant“

Ein Gastkommentar von Nabi Yücel Bei einem Terroranschlag auf das staatliche türkische Luftfahrt- und Rüstungsunternehmen TUSAŞ (TAI) bei Ankara in Kahramankazan wurden fünf Menschen getötet. Zur selben Zeit nahm der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan im tatarischen Kasan am BRICS-Gipfel teil. Der Terroranschlag auf die TUSAŞ war von langer Hand geplant; das erkennt man bereits an der Wahl des Terror-Einfalltors ins Konzerngelände, von denen es zwar mehrere gibt, aber nur eine für die Terroristen offensichtlich eine Schwachstelle aufwies. Zudem kannten die zwei Terroristen den zeitlichen Ablauf, sprich, wann der Schichtwechsel der Sicherheitskräfte an den Eingangstoren stattfindet. H Hinzu kommt, dass die Experten befürchten, dass diese sensiblen Informationen auch aus dem Inneren des Betriebsgeländes stammen könnten, da die Terroristen sich zielgerichtet bewegten. Just zum günstigsten Zeitpunkt, stießen die zwei Terroristen mit einem zuvor gewaltsam an sich gebrachten Taxi bis zum anvisierten Eingang der TUSAŞ in Kahramankazan vor, stiegen aus dem PKW und eröffneten unmittelbar das Feuer auf alles, was sich bewegte. Kasan, Kahramankazan, Terror Zum selben Zeitpunkt, im 3.000 km entfernten tatarischen Kasan, nahm Erdoğan am BRICS-Gipfeltreffen teil. Kasan heißt im türkischen Kazan, was auch dem Umstand geschuldet ist, dass die Tataren ein Turkvolk sind. Nicht unbedeutend ist auch, dass Kahramankazan erst seit dem Putschversuch 2016 so heißt. Zuvor hieß die Stadt noch Kazan und wurde dann umbenannt. Und nicht unbedeutend ist auch, dass die türkische Kerntechnik, Luftfahrt- und Rüstungsindustrie erst in den jüngeren Geschichte von etlichen gewaltsamen Toden überschattet wurde. Seit den 2000er kamen auf „unerklärlicherweise“ sehr viele Ingenieure und Wissenschaftler ums Leben. Die bekannteste und wohl umstrittenste Verschwörungstheorie ist, dass die türkische Physikerin Prof. Engin Arık zusammen mit weiteren vier Wissenschaftlern beim Atlasjet-Flug 4203 im Jahre 2007 absichtlich getötet wurden. Genährt wird diese Theorie mit dem Tod von 8 Ingenieuren der ASELSAN, einem türkischen Rüstungskonzern in Mehrheitsbesitz der türkischen Streitkräfte. Von 2006 bis 2017 starben diese Ingenieure auf höchst ungewöhnliche Art, die bis heute juristisch nicht aufgeklärt sind. Nach dem Terroranschlag in Kahramankazan schaukelt sich die Verschwörungsszene wieder hoch. Nicht unbegründet, wenn man bedenkt, dass das Sykes-Picot-Abkommen von 1916 wie auch der Vertrag von Sèvres von 1920 für die Türkei nach wie vor ein Trauma bleibt und als Werk von „Kolonialherren“ bzw. „Imperialisten“ bezeichnet wird. Und in diesem Kontext ist es nicht verwunderlich, dass die türkischen Kommentatoren, allesamt Experten in ihrem Fach, darunter ehemalige Diplomaten, Stabsoffiziere, Politiker oder Wissenschaftler, von einem Wink mit dem Zaunpfahl sprechen, wenn sie darauf angesprochen werden, was sie vom Terroranschlag in Kahramankazan halten. Dabei wird stets der Eindruck erweckt, dass dieser Terroranschlag sich nicht mit den eigentlichen Zielen einer Terrororganisation deckt, vielmehr eine Machtdemonstration einer viel höheren Ebene ist und sich geschmeidig in den BRICS-Gipfel einfügt. Und, damit treffen diese Herrschaften bei den Menschen das Mark, weil diesen im selben Augenblick die Reaktionen im westlichen Ausland übermittelt werden, seit Jahren beobachten können, wie in den angrenzenden Ländern der Türkei Terrororganisationen getätschelt, verwöhnt und mit dem aller nötigsten versorgt werden. Nehmen wir z. B. die deutsche Medienlandschaft… man zeigte sich in Zusammenhang mit der Türkei vor dem BRICS-Gipfeltreffen geradezu nervös, irritiert, sprach von einem Interessenskonflikt seitens der Türkei mit der NATO und der EU, obwohl es nur ein wirtschaftliches Zweckbündnis ist. Nach dem Gipfeltreffen und der Erkenntnis, dass der Türkei bei der BRICS vorerst nur ein Partnerstatus eingeräumt werde, ist man sichtlich erfreut, zeigt sich geradezu amüsiert. Die einvernehmliche Meinung in der Türkei ist daher, dass ganz offensichtlich westliche Länder besorgt sind, dass ihnen die Türkei gänzlich entgleiten könnte, wo sie doch schon in ihrem Interesse nach dem gescheiterten Putschversuch unkontrollierbar geworden ist. Ein sichtbares Zeichen dafür ist auch, dass lange verweigerte Rüstungslieferungen aus den USA und Deutschland, die kurz vor diesem Treffen in Kasan in Teilen wieder aufgenommen wurden. Die Menschen in der Türkei scheinen sich jedoch von sichtbaren Zeichen nicht zu beeindrucken. Zu sehr wird die Bevölkerung mit anderen, viel dringenderen Fragen konfrontiert. So steht an erster Stelle die Frage im Raum, weshalb westliche Länder in der nahen Region noch immer als Steckenpferd eine Terrororganisation mit politischer wie militärischer Unterstützung hofieren. Nur unter dem Druck der Türkei ließ sich z. B. Schweden dazu überreden, sich von der PKK ausnahmslos loszusagen, bevor sie mit einem Wink der Türkei in die NATO aufgenommen werden konnte. Doch unabhängig dieser Lippenbekenntnisse, versorgt das Pentagon in Syrien die Demokratischen Kräfte Syriens, die für die Türkei kategorisch als Schwesterorganisation der PKK gilt. Keiner der europäischen Staaten hat jedoch auch nur ansatzweise ihre Kontakte zur PKK in Syrien oder Irak abgerissen. Noch immer besteht, wenn schon keine organische, eine anorganische Verbindung in Form von Zuwendungen an unmittelbar vor Ort wirkende NGO´s, die in europäischen Ländern beheimatet sind und von Regierungen entsprechend hofiert werden. Alles in allem und in diesem Lichte betrachtet, glauben sehr viele Menschen in der Türkei nach wie vor, dass die westliche Hemisphäre die Türkei seit der Grenzziehung der Herren Syke sowie Picot mit dem Bleistift und dem Knebelvertrag in Sèvres, als Sprungbrett in die nahöstliche, südasiatische Welt versteht und entsprechend auf ihre Interessen trimmt oder zu trimmen versucht. Was ja, und das kommt auch noch erschwerend hinzu, die türkische Republiksgeschichte eindrücklich unter Beweis stellt. Da kommt so ein Terroranschlag wie gerufen, so der O-Ton in den türkischen Medien, um die Ambitionen der türkischen Regierung, die laut dem Westen nicht gegensätzlicher sein können, zum Einlenken zu bewegen, sie zu warnen oder gar zu sabotieren. Ist das so verwunderlich?
Gastbeiträge geben die Meinung der Autoren wieder und stellen nicht zwingenderweise den Standpunkt von NEX24 dar.

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In einem Interview mit NEX24 äußert sich die renommierte niederländische Politikanalystin Rena Netjes zu ihrer Arbeit in Nordsyrien und den Todesdrohungen der PKK

Politanalystin Rena Netjes: Die PKK repräsentiert nicht die Kurden
 

Anschlag in Ankara
Staatschefs verurteilen Terrorangriff in der Türkei

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Ankara – Nach dem tödlichen Terroranschlag am gestrigen Mitwoch in Ankara, haben zahlreiche Staats- und Regierungschefs der Türkei ihr Beileid ausgesprochen. Bei dem Anschlag auf das Rüstungsunternehmen TAI (TUSAŞ) kamen fünf Menschen ums Leben und 22 wurden verletzt. „Die Vereinigten Staaten stehen an der Seite unseres Verbündeten Türkei und verurteilen den heutigen Terroranschlag aufs Schärfste. Meine Gedanken sind bei den Opfern und ihren Familien“, schrieb US-Außenminister Antony Blinken auf X. Unterdessen sprach der Sprecher des Nationalen Sicherheitsrates des Weißen Hauses , John Kirby, den „Opfern des schrecklichen Terroranschlags in Ankara in der Türkei“ sein Mitgefühl aus. „Heute Morgen sind unsere Gebete mit allen Betroffenen und ihren Familien und natürlich auch mit dem türkischen Volk in dieser sehr schwierigen Zeit“, sagte er bei einem Briefing vor Reportern. Auch der russische Präsident Wladimir Putin verurteilte den Anschlag am Rande eines Gipfels der BRICS-Gruppe, an dem Erdogan als Gast teilnahm. „Sehr geehrter Herr Präsident, liebe Kollegen, wir freuen uns sehr, Sie in Kasan begrüßen zu dürfen. Doch bevor wir mit der Arbeit beginnen, möchte ich Ihnen mein Beileid im Zusammenhang mit dem Terroranschlag aussprechen. Es gibt Medienberichte über den Terroranschlag in der Türkei“, sagte Putin. Auch NATO-Generalsekretär Mark Rutte verurteilte den Anschlag. „Ich habe gerade mit (Präsident) Erdoğan über den Terroranschlag in Ankara gesprochen. Meine Botschaft war klar: Die NATO steht an der Seite der Türkei“, schrieb Rutte auf X. „Wir verurteilen den Terrorismus in all seinen Formen aufs Schärfste und verfolgen die Entwicklungen genau“, so Rutte weiter. Bundeskanzler Olaf Scholz sagte auf X: „Ich bin schockiert über die Berichte über die Toten und Verletzten in Ankara. Wir verurteilen Terrorismus in jeder Form aufs Schärfste und stehen an der Seite unseres Partners Türkei.“ Niederlande Der niederländische Ministerpräsident Dick Schoof übermittelte Präsident Erdogan ebenfalls sein Beileid und erklärte, die Niederlande „verurteilen alle Formen des Terrorismus. Wir haben Mitgefühl mit der Türkei und beobachten die Situation genau“. Innenminister Ali Yerlikaya sagte, dass zwei Angreifer, eine Frau und ein Mann, „neutralisiert“ worden seien, und fügte hinzu, dass an dem Anschlag wahrscheinlich die Terrororganisation PKK beteiligt gewesen sei. Keine Gruppe hat sich zu dem Anschlag bekannt. Auf verschiedenen Videos von dem Angriff am Mittwoch sind mindestens zwei Personen zu sehen, die vor dem Eingang des Unternehmens, das etwa 40 km außerhalb der Hauptstadt liegt, Schüsse abgeben. Der türkische Vizepräsident Cevdet Yilmaz sagte, vier der Opfer seien TAI-Angestellte, das fünfte sei ein Taxifahrer. Lokale Medien hatten zuvor berichtet, dass die Angreifer den Taxifahrer töteten, bevor sie sein Fahrzeug übernahmen, um den Anschlag zu verüben. Die Explosion ereignete sich während eines Schichtwechsels, und die Mitarbeiter mussten in Schutzräume gebracht werden, hieß es.Yerlikaya bestätigte auch, dass sich unter den 22 Verletzten sieben Angehörige von Spezialeinheiten befanden.

Gastbeitrag
Der Blender ist tot: Zum Tod von Fethullah Gülen

Ein Gastkommentar von Kemal Bölge In den meisten deutschen Medien galt Fethullah Gülen als „Prediger“ oder „islamischer Geistlicher“, der Schulen zum Wohle der Menschen eröffnete und mit seiner „Hizmet-Bewegung“ ein genialer Blender war. Wer es wagte, kritisch über ihn und sein Netzwerk zu schreiben, geriet ins Visier seiner extremistischen Anhänger. Journalisten und Wissenschaftler wie Haydar Meriç oder Necip Hablemitoğlu recherchierten über das Gülen-Netzwerk, bevor sie ihre Nachforschungen mit dem Leben bezahlen mussten. Die Aufklärung der Morde wurde jahrelang von Gülen-Anhängern in Justiz und Polizei behindert. Auch der türkisch-armenische Journalist Hrant Dink fiel dem Netzwerk zum Opfer. Das Ziel des selbsternannten „Imams“ war es, die Regierung mit Waffengewalt zu stürzen und eine Diktatur zu errichten. Die Struktur des Gülen-Netzwerkes weist Ähnlichkeiten mit anderen terroristischen Organisationen wie der PKK, Daesh (IS) oder der DHKP-C auf, strukturell und ideologisch bestehen jedoch Ähnlichkeiten mit der „Scientology-Organisation“, weshalb es sich beim Gülen-Netzwerk nicht um eine religiöse Bewegung im eigentlichen Sinne, sondern um eine geheim operierende, hierarchisch strukturierte, esoterisch-kultische Vereinigung handelt. Mit den sogenannten Ergenekon-Ermittlungen gegen Militärs, Politiker und Mitglieder zivilgesellschaftlicher Institutionen begann 2008 eine regelrechte Hexenjagd, die von Gülen-Anhängern in Militär, Polizei, Justiz und Geheimdiensten koordiniert und durchgeführt wurde. In Stasi-Manier wurden angebliche Gespräche von Militärs und Politikern an die Medien zugespielt und die Opfer anschließend in entwürdigender Weise öffentlich bloßgestellt. Viele unschuldige Opfer, die unter fadenscheinigen Gründen verhaftet und inhaftiert wurden, überlebten die unmenschlichen Bedingungen in den Gefängnissen nicht. Jahrelang saßen Journalisten, Intellektuelle, Soldaten, Offiziere und Generäle in den Kerkern von Silivri und anderswo, obwohl es sich offensichtlich um Schauprozesse handelte. Am 15. Juli 2016 initiierten Mitglieder des Gülen-Netzwerks einen Putschversuch gegen die gewählte türkische Regierung unter Präsident Erdoğan. Der Putschversuch, der mit Wissen der USA und anderer Verbündeter durchgeführt wurde, scheiterte, weil das türkische Volk auf die Straße ging. Auch acht Jahre nach dem gescheiterten Putschversuch kann von einer Entwarnung keine Rede sein, denn der politische Arm des terroristischen Gülen-Netzwerks ist nach wie vor sehr einflussreich und stark.
Gastbeiträge geben die Meinung der Autoren wieder und stellen nicht zwingenderweise den Standpunkt von NEX24 dar.

Zum Thema

– Türkei – Ein Mordkomplott: Das Gülen-Netzwerk und das Attentat auf Dr. Hablemitoğlu

Auftrag zur Ermordung des Akademikers kam von Gülen-Mitglied. Zum Mord am Akademiker Dr. Necip Hablemitoğlu gibt es nach Zeitungsberichten neue Erkenntnisse.

Ein Mordkomplott: Das Gülen-Netzwerk und das Attentat auf Dr. Hablemitoğlu

Bildung International
Lernen mal anders – Auslandserfahrungen für Schüler

In der Schule lernen alle dasselbe. Mathe, Bio, Deutsch, Geschichte – Ja, all das ist wichtig, wer sich aber Skills fürs Leben aneignen und dabei eine spannende interkulturelle Erfahrung haben möchte, der muss sich auch mal aus dem heimischen Klassenzimmer hinauswagen.

Austauschprogramme bieten Schülern die aufregende Möglichkeit, ihren Horizont zu erweitern, etwas über andere Lebensweisen zu erfahren und internationale Freundschaften zu schließen. Nebenbei verbessern sie ihre Sprachkenntnisse immens und lernen wichtige Fähigkeiten, wie das selbstständige Reisen, selbstbewusstes Auftreten und einen organisierten Alltag zu leben.

Welche Auslandsangebote gibt es für Schüler?

Vom klassischen Auslandssemester während des Studiums hat fast jeder schon mal gehört. Wer sich aber bereits in der Schulzeit nach einer Auslandserfahrung sehnt und die Schule mal anders erleben möchte, der hat ebenfalls zahlreiche Möglichkeiten.

Es gibt verschiedene Organisationen, die den Schülern dabei helfen, den perfekten Auslandsaufenthalt zu planen. Dabei variieren die Angebote vom klassischen Schüleraustausch bis hin zu Auslandsjahren und Internatsaufenthalten.

Diese verschiedenen Optionen unterscheiden sich in mehreren Aspekten:

  • Bei einem Schüleraustausch besucht man eine Familie in einem anderen Land, die ein Kind im gleichen Alter hat. Gemeinsam geht man dann in die Schule, unternimmt Ausflüge und gestaltet seine Freizeit. Im Gegenzug kommt der andere Schüler in die eigene Familie und erlebt so dieselbe Erfahrung.
  • Ein Auslandsjahr bedarf etwas mehr Einsatz. Hier reist der Schüler über ein halbes oder ein ganzes Jahr ins Ausland, lebt bei einer Gastfamilie und besucht die dortige Schule.
  • Wer keine Lust auf eine Gastfamilie hat, der kann auch ein Internat im Ausland wählen. Hier verbringt man im Durchschnitt deutlich mehr Zeit mit anderen Schülern desselben Alters und kann so intensiv Freundschaften schließen und das Internatsleben genießen.

Welche Art des Aufenthalts die richtige ist, ist sehr individuell und hängt immer von den Präferenzen des Schülers ab. Jede Erfahrung bietet einzigartige Möglichkeiten und Chancen, Neues zu lernen.

Wohin soll die Reise gehen? Das richtige Zielland wählen

Die angebotenen Zielländer sind zahlreich und unterscheiden sich in Sprache, Kultur, Schulsystem und Kontinent. Die wohl typischsten Ziele sind die USA, Kanada und Australien, es gibt aber auch noch viele andere Länder wie Südafrika, Neuseeland, Frankreich, Schottland, Finnland und Chile.

Viele Schüler entscheiden sich, in ein englischsprachiges Zielland zu gehen, um die Kenntnisse in der Weltsprache zu vertiefen. Ein Aufenthalt in einem nicht englischsprachigen Land kann aber auch wahnsinnig bereichernd sein und ermöglicht den Schülern eine Drittsprache zu erlernen.

Das perfekte Zielland hängt von den Präferenzen und individuellen Bedürfnissen des Schülers ab und sollte mit Bedacht gewählt werden. Um die richtige Entscheidung treffen zu können, gibt es Beratungsstellen, die einem bei der Auswahl helfen.

Kosten – Wie teuer ist ein Auslandsaufenthalt für Schüler

Je nach Land, Länge und Art des Aufenthalts variieren die Kosten für einen Auslandsaufenthalt natürlich stark.

Wenn man sich für einen Austausch entscheidet, trägt man in der Regel selbst die Flugkosten und die anfallenden Kosten vor Ort, die Gastfamilie bekommt aber in den meisten Fällen kein Geld. Als Gegenleistung erklärt man sich hier bereit, auch als Gastfamilie für den Austauschschüler zu fungieren.

Möchte man ein Auslandsjahr machen, sind die Kosten deutlich höher. Hier braucht man nicht nur ein Visum und eine Versicherung, sondern auch eine Organisation, die als Ansprechpartner dient. Für ein Auslandsjahr in den USA muss man mit einem Preis ab circa 10.000 Euro rechnen, Australien kostet ungefähr 8.000 Euro und Neuseeland 9.000. Diese Zahlen decken aber nicht alle Kosten, oft kommen hier Gebühren fürs Visum drauf sowie ein monatliches Taschengeld.

Ein Internatsaufenthalt ist dann meist noch mal teurer als ein Auslandsjahr mit einer Gastfamilie, da man die Schule für die Versorgung des Schülers zahlen muss. Auch hier sind die Preise unterschiedlich und variieren stark.

Wer gerne ein Auslandsjahr machen möchte, es sich aber nicht leisten kann, der kann mit etwas Glück ein Stipendium bekommen. Von Teilstipendien bis hin zu Vollstipendien oder einer monatlichen Unterstützung ist alles möglich. Um genauere Infos zu Stipendien zu erhalten, kann man sich an Organisationen, die Auslandsaufenthalte betreuen, wenden oder sich in zentralen Beratungsstellen informieren.

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Eine internationale Gruppe von Fans türkischer TV-Serien organisierte eine Reise in die Türkei, bei der sie am Samstag in einem Hotel in Istanbul Fernsehstars trafen.

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Nach der Corona-Krise
Hygiene und Sauberkeit am Arbeitsplatz

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Seit der Corona-Krise spielen Hygiene und Sauberkeit eine noch größere Rolle als zuvor – vor allem am Arbeitsplatz. Sowohl Mitarbeitende als auch Arbeitgeber müssen verstärkt auf Hygiene achten und Sauberkeitsvorschriften durchsetzen.

Das ist aber nicht nur wichtig, um die Ausbreitung von Keimen und Krankheiten zu verhindern. Den meisten Menschen fällt es sehr viel einfacher, sich in einer ordentlichen Umgebung zu konzentrieren. Im Folgenden sind einige Maßnahmen aufgezählt, die dazu beitragen, Ordnung und Sauberkeit am Arbeitsplatz durchzusetzen.

Arbeitsteilung

Ein sauberer Arbeitsplatz ist unerlässlich für die Gesundheit der Beschäftigten. Staub, Bakterien und Viren können sich in einer ungepflegten Umgebung schnell ansammeln und verbreiten, was zu erhöhten Krankheitsausfällen führt. Besonders in der kalten Jahreszeit oder während Krankheitswellen wie der Grippesaison steigt das Infektionsrisiko in unsauberen Büros deutlich. Vor allem in kleinen Unternehmen lohnt es sich oft nicht, für die Reinigung Personal einzustellen.

Damit das nicht dazu führt, dass die Böden und Fenster lange dreckig bleiben, können bestimmte Aufgaben aufgeteilt werden. Es kann beispielsweise festgelegt werden, dass am Ende jedes Arbeitstages alle Büros gefegt und am Ende der Woche gewischt werden. Mit rotierenden Aufgaben muss sich jeder engagieren und die Arbeit bleibt nicht an einer Person hängen.

Solche Pläne sorgen dafür, dass sich die Putzarbeit nicht lange ansammelt und zur großen Aufgabe wird. In diese Routine können dann auch zusätzliche Aufgaben wie das jährliche Ausmisten eingebunden werden. Durch die Sensibilisierung der Mitarbeitenden für die Themen der Ordnung und Sauberkeit wird ein Bewusstsein geschaffen, mit dem der Arbeitsplatz sauber bleibt und so produktives Arbeiten ermöglicht.

Externe Unterstützung

Sauberkeit am Arbeitsplatz und eine professionelle Gebäudereinigung sind entscheidende Faktoren, die häufig unterschätzt werden. Dabei haben sie nicht nur ästhetische und gesundheitliche Auswirkungen, sondern tragen auch zur Effizienz und Zufriedenheit der Mitarbeiter bei. Ob in Büros, Produktionsstätten oder öffentlichen Einrichtungen – eine saubere und gepflegte Umgebung ist ein Zeichen von Professionalität und wirkt sich direkt auf das Arbeitsklima und die Produktivität aus.

Auch wenn im Unternehmen selbst gut darauf geachtet wird, Ordnung zu halten, um gutes Arbeiten zu ermöglichen, lohnt es sich oft, externe Unterstützung anzustellen. Es ist ratsam, ein Unternehmen in der Nähe zu finden, um größere Putzaktionen outzusourcen. Unternehmen wie beispielsweise eine Gebäudereinigung in Düsseldorf stellen sicher, dass Flure, Büros und sogar Fenster sauber bleiben, denn Ordnung ist ein wichtiger visueller Aspekt, wenn es um den ersten Eindruck eines Unternehmensstandortes geht.

Lebensmittelhygiene

In vielen großen Unternehmen gibt es eine eigene Kantine, damit Mitarbeitende keine langen Wege in der Mittagspause zurücklegen müssen. Das bedeutet eine zusätzliche Menge an Vorschriften, denn die Lebensmittelhygiene ist streng organisiert. Gerade wenn Personen auch am Arbeitsplatz essen, ist es wichtig, dass die Tische danach wieder gesäubert werden, vor allem wenn Methoden wie Desk Sharing genutzt werden.

Sonst entstehen Risiken für Personen mit starken Allergien. Abgesehen davon ist es sehr ärgerlich, wenn man am Morgen die Essensreste der Mitarbeiter beseitigen muss, bevor man mit seiner Arbeit beginnen kann.

Mülleimer und Mülltrennung

Wenn Müll an Arbeitstischen und Sitzplätzen liegen bleibt, kann das darauf hinweisen, dass es nicht ausreichend Mülleimer gibt. In jedem Büro sollte es mindestens einen Mülleimer geben, sodass weder Notizen noch Verpackungen in Schubladen oder Ecken ansammeln.

Platz auf den Fluren kann dann genutzt werden, um dort verschiedene Mülleimer zur Mülltrennung aufzustellen. So trägt man ohne viel Aufwand seinen Teil zum Umweltschutz bei. Wenn es sich um ein kleines Unternehmen handelt, sollte auch das Leeren der Mülleimer gemeinsam organisiert werden, um zu verhindern, dass Essensreste oder Chemikalien lange im Gebäude stehen bleiben.

Für sehr große Unternehmen, die viel Müll produzieren, kann es sich sogar lohnen, in die eigene Kunststoff Recyclinganlage zu investieren. So kann verwendetes Kunststoff vor Ort wieder aufbereitet und erneut verwendet werden. Dieser Prozess spart nicht nur Kosten, sondern verbessert auch das Image des Unternehmens erheblich.

Motivation und Arbeitszufriedenheit

Sauberkeit am Arbeitsplatz hat auch einen psychologischen Effekt auf die Mitarbeiter. Ein ordentlicher, sauberer Arbeitsplatz steigert das Wohlbefinden und die Zufriedenheit der Angestellten. In einer sauberen Umgebung sind sie eher bereit, produktiv und effizient zu arbeiten.

Eine ungepflegte und schmutzige Umgebung ist nicht nur schlecht für das Firmenimage, sondern beeinflusst auch das Arbeitsklima in negativer Art. Mitarbeiter fühlen sich möglicherweise weniger wertgeschätzt, was zu einer sinkenden Arbeitsmoral und Motivation führen kann.

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Geldpolitik
Europäische Staatsanleihen im Aufwind: Wie Zinssenkungen neue Chancen schaffen

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Von Paolo Bernardelli

In den letzten Wochen hat sich die Marktstimmung hinsichtlich des geldpolitischen Kurses der großen Zentralbanken verändert.

Während die Anleger noch vor wenigen Monaten davon ausgingen, dass die Zentralbanken die Leitzinsen für längere Zeit auf einem hohen Niveau belassen würden („higher for longer“), um den Rückgang der Inflation zu verstärken, deuten die Markterwartungen nun auf einen längeren Zinssenkungszyklus hin.

In der Tat haben viele Zentralbanken begonnen, ihre Zinssätze zu senken, wie die EZB, die People’s Bank of China und die Fed, die mehr als ein Jahr nach ihrer letzten Zinserhöhung eine Senkung um 50 Basispunkte vornahm.

Geldpolitik und die Entwicklung des makroökonomischen Szenarios

Innerhalb des Szenarios, das derzeit als „Basisszenario“ (d. h. als das wahrscheinlichste Szenario) angesehen werden kann, sprechen mehrere Faktoren für eine akkommodierende Geldpolitik.

Erstens bestätigen die jüngsten Daten aus den wichtigsten Wirtschaftsregionen, dass der Disinflationszyklus beendet ist und die Inflation nun nahe den Zielwerten liegt. In den USA beispielsweise weisen selbst die Kernkomponenten einen klaren Abwärtstrend auf.

Zweitens zeigt der Arbeitsmarkt ungeachtet seiner typischen Schwankungen einige Anzeichen einer Abschwächung, wie die Entwicklung der Arbeitslosenquote und die Verlangsamung des Lohnwachstums zeigen – Faktoren, die typischerweise mit rezessiven Phasen in Verbindung gebracht werden.

Schließlich sind die Realzinsen deutlich positiv und spielen eine restriktive Rolle, die durch eine für das laufende Jahr negativ erscheinende Geldmenge noch verstärkt wird. Diese Faktoren verstärken die Erwartung eines geldpolitischen Lockerungszyklus, der zwangsläufig in den einzelnen Wirtschaftsregionen unterschiedlich schnell und intensiv ablaufen wird.

Wachstumsaussichten in den USA und im Euroraum

In den USA und im Euroraum haben die Zentralbanken den Weg der Zinssenkungen zu unterschiedlichen Zeitpunkten und mit unterschiedlichen Methoden eingeschlagen, eben weil ihr makroökonomisches Umfeld zwar Ähnlichkeiten, aber auch einzigartige Merkmale aufweist.

In beiden Gebieten ist die Inflation in Richtung der Zielwerte gesunken, und die Wirtschaft dürfte im dritten Quartal 2024 weiter wachsen, wenn auch mit unterschiedlichem Tempo. Die Prognosen gehen davon aus, dass sich die US-Wirtschaft zwar abschwächt, aber stärker wächst als die Eurozone, die unter der Schwäche des verarbeitenden Gewerbes leidet.

Konkret gehen die von Eurizon verwendeten Prognosemodelle für die USA von einem Wachstum von über 2 % aus, während für den Euroraum ein Wachstum von knapp unter 1 % erwartet wird.

Mit Blick auf die Zukunft dürfte der Rückgang der Inflation in Europa die Erholung der Kaufkraft der Verbraucher unterstützen und sich positiv auf den Industriesektor auswirken, insbesondere auf die energieintensiven Branchen, die von den niedrigeren Energiekosten profitieren würden.

Die stärkste Unterstützung für die europäische Wirtschaft dürfte jedoch von der EZB kommen, die angesichts eines zunehmend disinflationären Umfelds bei der Umsetzung eines geldpolitischen Lockerungszyklus selbstbewusster auftreten könnte.

Aussichten und Chancen auf dem europäischen Staatsanleihenmarkt

Gemäß Basisszenario bietet der europäische Staatsanleihenmarkt weiterhin attraktive Renditechancen. Darüber hinaus ermöglicht die Vielfalt der Emittenten, die diesen Markt kennzeichnet, eine effiziente Diversifizierung der Anlagen.

Derzeit erscheint die Kernduration, insbesondere entlang der deutschen Renditekurve, attraktiv, da die impliziten Renditen die jüngste Verlangsamung der Inflation nicht vollständig widerspiegeln. In gewisser Weise scheint die deutsche Zinskurve der der US-Staatsanleihen über den Sommer hinterhergehinkt zu sein, und angesichts des Basisszenarios weiterer Zinssenkungen durch die EZB stellt sie eine solide Anlagemöglichkeit dar.

Europäische Staatsanleihen bieten auch interessante Möglichkeiten zur Risikodiversifikation. So kann beispielsweise das lange Ende der deutschen Zinskurve als Absicherung gegen die mit einem Rezessionsszenario verbundenen Tail-Risiken dienen. Andererseits bietet eine Positionierung in italienischen inflationsgebundenen Anleihen Schutz vor dem Risiko eines plötzlichen Wiederauflebens des Inflationsdrucks.

Die Attraktivität dieser Anlagen zeigt sich auch in den hohen Zuflüssen in europäische festverzinsliche Wertpapiere in den letzten Monaten. Diese Zuflüsse wurden durch die hohen Renditen europäischer Anleihen und die Erwartung von Zinssenkungen im Falle einer allmählichen Verschlechterung der wirtschaftlichen Bedingungen in der Region begünstigt.

Dieser positive Trend könnte sich fortsetzen, da es derzeit keine Anzeichen für eine kurzfristige Änderung der Faktoren gibt, die ihn bisher gestützt haben.


Paolo Bernardelli, Head of Fixed Income and Forex bei Eurizon Capital SGR

Fußball Bundesliga
BVB Dortmund: Die taktische Revolution unter Nuri Sahin

Der aus Lüdenscheid stammende Nuri Sahin hat eine langjährige Beziehung zu Borussia Dortmund, da er von 2005 bis 2011 und dann erneut von 2018 bis 2020 für den Verein spielte. Während seiner ersten Phase beim Verein stieg er die Karriereleiter hinauf und wurde zu einem festen Bestandteil der Borussen, die 2011 die Bundesliga und 2013 das Finale der UEFA Champions League bestritten, wo sie jedoch gegen die Bayern unterlagen. Diese Tatsache trägt zu seiner Beliebtheit als Trainer bei, da er die Werte und die Kultur des BVB verinnerlicht hat.

Unruhen und Umbrüche nach einer positiven Saison

Eines der vielen aufsehenerregenden Ereignisse am Ende der vergangenen Saison war der Rücktritt von Edin Terzić am Ende einer beeindruckenden Amtszeit, in der er Borussia Dortmund bis ins Finale der Champions League 2023/24 geführt hatte. Gerüchte über einen heftigen Streit mit Mats Hummels kamen erst viel später auf, nachdem der 41-Jährige um die Auflösung seines Vertrags gebeten hatte. Auch Marco Reus verließ den Verein nach einer beachtlichen zwölfjährigen Karriere. Da der ehemalige Assistenztrainer Nuri Sahin jedoch den Trainerposten übernommen hat, sollte das Thema Kontinuität bei den Schwarzgelben kein Problem darstellen. Durch die Verpflichtung von Serhou Guirassy zu einer Ablösesumme von 18 Mio. Euro dürfte der BVB weiter an Durchschlagskraft gewonnen haben. Darüber hinaus war der jüngste Sieg von Borussia Dortmund gegen PSG im Halbfinale nicht nur ein großer Erfolg, sondern sicherte der Bundesliga auch einen zusätzlichen Platz in der neuen UEFA Champions League. Das Rennen um die Top-4-Plätze in der Bundesliga, die ein Ticket für den prestigeträchtigsten Pokalwettbewerb Europas garantieren, ist immer hart umkämpft. Laut den Tipps der Sportexperten auf WettscheinPlus.de wird es in dieser Saison nicht anders sein, da Dortmund und Leipzig weiterhin um den vierten Platz kämpfen werden.

Die Bundesliga erhält fünften Startplatz

Durch den Triumph Dortmunds über die französischen Giganten war beiden Teams jedoch ein Platz in der aktuellen Champions League sicher. Aber jetzt wird es interessant: Wie hat es die Bundesliga geschafft, einen zusätzlichen Platz für die Saison 2024/25 zu ergattern? Die UEFA hat einige Änderungen eingeführt, denn sie hat beschlossen, den beiden leistungsstärksten Ligen auf der Grundlage ihrer eigenen Koeffizientenrangliste einen zusätzlichen Qualifikationsplatz zuzuweisen. Das klingt kompliziert, aber im Grunde genommen läuft es darauf hinaus, wie gut die Mannschaften einer Liga in europäischen Wettbewerben wie der Champions League, der Europa League und der Conference League abschneiden. Über die gesamte letzte Spielzeit hinweg lag die Bundesliga stets in den Top 2, knapp hinter der italienischen Serie A und vor der englischen Premier League. Dank der beeindruckenden Leistung der sieben Bundesligisten in den europäischen Wettbewerben konnte der zweite Platz in der Rangliste gesichert werden. Das bedeutet, dass nun neben den italienischen Vereinen fünf Bundesligisten in der Champions League antreten.

Ein neuer BVB unter Nuri Sahin

Unter Nuri Sahin hat Borussia Dortmund eine tiefgreifende taktische Weiterentwicklung durchlaufen und sich von den Systemen der früheren Trainerverabschiedet. Sahin hat einen Spielstil eingeführt, der mehr auf Ballbesitz ausgerichtet ist und bei Ballverlust auf hohes Pressing und Ballrückgewinnung setzt. Dies zeigt sich in seiner bevorzugten Aufstellung, die bei Ballbesitz oft einem 3-2-5-System ähnelt, das maximale Angriffspräsenz ermöglicht und gleichzeitig durch eine Dreierkette in der Abwehr Stabilität gewährleistet. Beim Übergang zu dieser Aufstellung übernehmen Spieler wie Nico Schlotterbeck Doppelrollen, wobei er zunächst als linker Außenverteidiger fungiert, aber beim Verteidigen auf die Position des linken Innenverteidigers wechselt. Diese Flexibilität ermöglicht es Dortmund, im Mittelfeld und in der Verteidigung eine zahlenmäßige Überlegenheit aufrechtzuerhalten, während die Außenverteidiger bei Angriffen nach vorne rücken und sich in Flügelspieler verwandeln.

Spielerrollen und Kaderanpassung

Sahins Ansatz hat neue Rollen für Stammspieler und die Integration von Neuzugängen erforderlich gemacht. So hat sich beispielsweise die Position des Rechtsverteidigers zu einer offensiveren Rolle entwickelt, bei der Spieler wie Yan Couto oder Julian Ryerson einen wesentlichen Beitrag zum Angriff leisten sollen, indem sie mit den Stürmern zusammenspielen, anstatt sich ausschließlich auf defensive Aufgaben zu konzentrieren. Darüber hinaus musste Sahin aufgrund wichtiger Abgänge wie die von Marco Reus und Mats Hummels seine Mannschaft an die neuen Gegebenheiten anpassen. Die Einführung von Spielern wie Waldemar Anton und Serhou Guirassy spiegelt diesen Prozess wider, der darauf abzielt, die durch die Abgänge der Stars entstandenen Lücken zu schließen und gleichzeitig die Gesamtleistung der Mannschaft zu verbessern.

Hohes Pressing und Ballbesitzspiel

Seine Philosophie legt den Schwerpunkt auf hohen Druck und Spielaufbau in der gegnerischen Hälfte. Dieser offensiv ausgerichtete Stil zielt darauf ab, den Spielverlauf durch Ballbesitz zu diktieren und schnelle Spielverlagerungen nach Ballgewinnen Torchancen herbeizuführen. Dieser Ansatz birgt jedoch Risiken: Teams, die schnell kontern können, haben die Möglichkeit, die hochstehende Dortmunder Abwehr auszunutzen. Um diese Risiken zu minimieren, hat Sahin während der Spiele taktische Flexibilität bewiesen und die Aufstellungen an die Strategien der Gegner angepasst. So wechselte er beispielsweise während eines Spiels gegen Lübeck, bei dem Dortmund mit einer tiefstehenden Abwehrreihe zu kämpfen hatte, mitten im Spiel zu einem 4-2-4-System, um im Aufbauspiel eine Überzahlsituation zu schaffen.

Förderung von Nachwuchstalenten

Ein weiterer entscheidender Aspekt von Sahins Entwicklungsstrategie ist sein Fokus auf die Förderung junger Talente innerhalb der Mannschaft. Spieler wie Maximilian Beier wurden nach beeindruckenden Leistungen in den unteren Spielklassen in die A-Mannschaft integriert. Dadurch wird nicht nur die Kadertiefe erweitert, sondern auch die langjährige Tradition Dortmunds bei der Förderung von Talenten aus dem eigenen Umfeld fortgeführt. Mit seiner Fähigkeit, erfahrene Spieler mit aufstrebenden Talenten unter einen Hut zu bringen, zeigt er, dass er für Borussia Dortmund eine Strategie mit langfristiger Perspektive verfolgt, bei der sowohl der kurzfristige Erfolg als auch nachhaltiges Wachstum im Vordergrund stehen.

Aussichten für die Zukunft

Der BVB entwickelt sich unter Nuri Sahin weiter und scheint sowohl für die kurzfristige Wettbewerbsfähigkeit in der heimischen Liga als auch für den langfristigen Erfolg in europäischen Wettbewerben gerüstet zu sein. Die taktischen Innovationen in Kombination mit strategischen Neuverpflichtungen sind ein Zeichen für ein ehrgeiziges Projekt, das sich zum Ziel gesetzt hat, den Status von Dortmund unter den europäischen Spitzenvereinen wiederherzustellen. Die neue Saison wird zeigen, ob diese Umstellungen zu gleichbleibenden Leistungen und Ergebnissen führen, die sich Sahin für Borussia Dortmund vorstellt.

Borussia Dortmund in der Bundesliga 2024/25

Seit dem 5. Oktober 2024 erlebt Borussia Dortmund eine anstrengende Phase in der Bundesliga. Es wurden sechs Spiele absolviert und derzeit rangieren die Borussen mit insgesamt 10 Punkten auf dem siebten Tabellenplatz. Diese Position spiegelt durchwachsene Leistungen wider, da es in dieser Saison bisher drei Siege, ein Unentschieden und zwei Niederlagen zu verzeichnen gibt.

Aktuelle Spiele und Leistungsanalyse

Die jüngste Form von Dortmund zeigt sich uneinheitlich. Nach einem beeindruckenden 7:1-Sieg gegen Celtic in der UEFA Champions League musste man eine enttäuschende 1:2-Niederlage gegen Union Berlin hinnehmen. Dies warf ein paar Fragen über die Probleme innerhalb der Mannschaft auf, insbesondere in Bezug auf die Organisation der Abwehr und die Effizienz im Sturm. Trainer Nuri Sahin merkte an, dass seine Mannschaft einen schwachen Start ins Spiel gegen die Eisernen erwischte und trotz mehr Ballbesitz Mühe hatte, klare Torchancen herauszuspielen. In dieser Partie kassierte der BVB zwei Gegentore: eines durch einen von Kevin Vogt verwandelten Elfmeter und ein weiteres durch Yorbe Vertessen kurz vor der Halbzeit. Obwohl Julian Ryerson in der zweiten Halbzeit den Anschlusstreffer für Dortmund gelang, konnten die Schwarzgelben trotz aller Bemühungen in der Schlussphase keinen weiteren Treffer erzielen.

Verletzungsbedingte Ausfälle sind entscheidend

Die Auftritte der Mannschaft wurde auch durch Verletzungen wichtiger Spieler beeinträchtigt. Insbesondere die Angriffsspieler Karim Adeyemi, Julien Duranville und Gio Reyna standen für das Spiel gegen Union Berlin verletzungsbedingt nicht zur Verfügung. Ihre Abwesenheit hat die taktischen Möglichkeiten der Dortmunder im Angriff eingeschränkt und zu ihren vergebenen Torchancen beigetragen.

Der Spielstil von Nuri Sahin

Nuri Şahin war für seine außergewöhnlichen technischen Fertigkeiten bekannt, zu denen präzises Passspiel, Ballkontrolle und Dribbling gehörten. Seine Fähigkeit, das Geschehen auf dem Spielfeld genau zu erfassen, ermöglichte es ihm, das Passspiel effektiv umzusetzen, wodurch er geschickt Lücken fand und seinen Mitspielern Torchancen bereitete. Er agierte oft als zentraler Mittelfeldspieler, wo er das Spieltempo vorgeben und das Angriffsspiel aus der Tiefe heraus dirigieren konnte. Eine seiner herausragenden Qualitäten war sein taktisches Verständnis. Er hatte die angeborene Fähigkeit, sich strategisch auf dem Spielfeld zu positionieren, wodurch er Pässe abfangen und gegnerische Spielzüge unterbrechen konnte. Dieses ausgeprägte Gespür für Taktik machte ihn sowohl in der Defensive als auch in der Offensive zu einem unverzichtbaren Spieler. Besonders erfolgreich war er bei der Umsetzung von Strategien des hohen Pressings, die schnelle Entscheidungen und eine gute Positionierung erforderten. Eine seiner bemerkenswertesten Stärken war seine Passgenauigkeit. Er konnte kurze, präzise Pässe ebenso wie lange Querpässe zur Umgehung der gegnerischen Abwehr spielen. Diese Vielseitigkeit beim Passen ermöglichte es ihm, das Spiel blitzschnell umzuschalten und Lücken in der Abwehr des Gegners auszunutzen. Seine Fähigkeit, Standardsituationen erfolgreich auszuführen, verlieh seinem Spielstil eine weitere Dimension, indem er durch Freistöße und Eckbälle zu Toren beitrug. Er wurde für seine hohe Einsatzbereitschaft auf dem Spielfeld geschätzt. Er leistete stets einen Beitrag in der Defensive, indem er mit nach hinten ging, um seine Verteidiger zu unterstützen, und sich gleichzeitig nach vorne schob, um sich an Offensivaktionen zu beteiligen. Seine Ausdauer ermöglichte es ihm, während eines gesamten Spiels seine Intensität beizubehalten, was ihn zu einer verlässlichen Präsenz im Mittelfeld machte. Als ehemaliger Mannschaftskapitän von Teams wie Antalyaspor bewies Şahin Führungsqualitäten, die ein wesentlicher Bestandteil seines Spielstils waren. Er kommunizierte effektiv mit seinen Teamkollegen, organisierte die Defensivstrukturen und inspirierte seine Umgebung durch seinen Einsatz und seine starken Leistungen.

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Wirtschaft
BIP-Wachstumsprognose für China angehoben

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Von Marcus Weyerer

Die BIP-Wachstumsprognose für China wurde von einer großen U.S. Investmentbank für 2024 auf 4,9 % (praktisch das Regierungsziel von 5 %) und für 2025 auf 4,7 % angehoben, was auf die jüngste Runde von Konjunkturmaßnahmen zurückzuführen ist.

Dies zeigt deutlich, dass die politischen Entscheidungsträger eine Kehrtwende in der Wirtschaftspolitik vollzogen haben und die Wirtschaft stärker in den Mittelpunkt rücken.

Auch wenn es in der letzten Ministry of Finance Pressekonferenz in China keine spezifischen Maßnahmen zur direkten Unterstützung des Verbrauchs gab, hat das unerwartet umfangreiche Konjunkturpaket Chinas das Vertrauen der Anleger in die angeschlagene chinesische Wirtschaft erheblich gestärkt.

Die angekündigten Maßnahmen, darunter neue Instrumente, mit denen die chinesische Zentralbank Unternehmen beim Rückkauf von Aktien über refinanzierte Bankkredite unterstützt, veranlassten die Anleger am letzten Freitag im September zu einem Ansturm auf chinesische Aktien.

Die Aktien an der Shanghaier Börse stiegen – in der ersten Handelsstunde kletterte der Umschlag auf 101 Mrd. USD. Anfangs hatte die Börse mit Pannen bei der Auftragsabwicklung und Verzögerungen zu kämpfen, bevor Aktien in China am letzten Septembertag schließlich den besten Tag seit 16 Jahren verzeichneten.

Nach den neuerlichen Leitzinssenkungen Chinas sehen wir nun, dass die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt möglicherweise einen gezielteren Weg zur wirtschaftlichen Wiederbelebung einschlagen wird. Die erneuten Bemühungen des Landes sollen Wertpapierfirmen, Versicherer und andere institutionelle Anleger bei der Mittelbeschaffung unterstützen, indem sie ihre Bilanzen aufbessern.

Wir betrachten die unmittelbare Marktreaktion auf diese Schritte als einen starken Indikator – nicht nur für den Appetit der Anleger auf Value, sondern auch für eine FOMO-Stimmung (die Angst, etwas zu verpassen), die unseres Erachtens die Marktrallye weiter anheizen könnte. Auch das Glattstellen von Shortpositionen dürfte eine Rolle gespielt haben. Händler, die schwere Verluste erlitten haben, sind vielleicht nicht bereit bzw. in der Lage, in nächster Zeit erneut gegen die Regierung zu wetten, was der derzeitigen Rallye Stabilität verleihen könnte.

Da jedoch der schwache Binnenkonsum, der angeschlagene Immobiliensektor und andere strukturelle Probleme die chinesische Wirtschaft weiterhin belasten könnten, scheinen schnelle Lösungen unrealistisch. Es ist noch ein weiter Weg zu gehen. Das Signal, das diese Maßnahmen dem Markt geben, ist allerdings so stark wie seit mindestens drei Jahren nicht mehr und hat den Grundstein für eine bessere Wahrnehmung des chinesischen Aktienmarktes gelegt.


Marcus Weyerer, CFA, Senior ETF Investment Strategist bei Franklin Templeton

US-Wahlkampf
Elon Musk verschenkt täglich $1 Million an Trump-Wähler

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Los Angeles – Mit viel Einsatz und viel Geld unterstützt Techmilliardär Musk den Trump-Wahlkampf. Der US-Milliardär Elon Musk, der den ehemaligen US-Präsidenten und republikanischen Kandidaten Donald Trump unterstützt, kündigte an, dass er jeden Tag einer Person, die in den Tagen vor den Wahlen eine Pro-Trump-Petition unterzeichnet, 1 Million Dollar schenken wird. Und die erste Million hat er auch schon übergeben. „Ich habe eine Überraschung für Sie“, sagte Musk auf einer Veranstaltung und überreichte einen Scheck an einen Teilnehmer. Der Gewinner war ein Mann namens John Dreher, so das Veranstaltungspersonal. Das Geld ist das jüngste Beispiel dafür, dass Musk seinen außergewöhnlichen Reichtum nutzt, um das hart umkämpfte Präsidentschaftsrennen zwischen Trump und seiner demokratischen Rivalin Kamala Harris zu beeinflussen. Musk gründete America PAC, eine politische Aktionsorganisation, die er zur Unterstützung von Trumps Präsidentschaftskampagne ins Leben rief. Die Gruppe hilft bei der Mobilisierung und Registrierung von Wählern in umkämpften Staaten, aber es gibt Anzeichen dafür, dass sie Schwierigkeiten hat, ihre Ziele zu erreichen. Musk, der von Forbes als reichster Mensch der Welt eingestuft wird, hat nach Angaben der Bundesbehörden bisher mindestens 75 Millionen Dollar an America PAC gespendet, was die Gruppe zu einem wichtigen Bestandteil von Trumps Bemühungen um die Wiedererlangung des Weißen Hauses macht. Der Unternehmer, der hinter dem Autohersteller Tesla, Raketen- und Satellitenunternehmen SpaceX steht, hat zunehmend republikanische Anliegen unterstützt und wurde in diesem Jahr zu einem ausgesprochenen Trump-Anhänger. Trump wiederum hat erklärt, dass er Musk im Falle seiner Wahl zum Leiter einer Kommission für Regierungseffizienz ernennen würde.