Düsseldorf (ots) – Die Forschungsinstitut Prognos hat in einer Analyse untersucht, wie es mit dem Land NRW nach der Landtagswahl im Mai weitergehen soll.
Radschnellweg für das ganze Land vorgeschlagen
Über den „Zehn-Punkte-Plan für NRW“ berichtet die in Düsseldorf erscheinende „Rheinische Post“. Für einen besseren Personenverkehr in NRW schlägt Prognos eine komplette Verknüpfung aller Verkehrsverbünde in NRW per APP vor; außerdem sollte es ein Netz für Fahrradschnellwege für das ganze Land geben.
Axel Seidel, Chef von Prognos NRW, sagt: „Wir brauchen eine App, mit der Kunden Fahrkarten quer durch alle Verkehrsverbünde kaufen können.“
Und: „Auf Dauer sollte NRW ein integriertes Radschnellwege-Netz mit entsprechender E-Infrastruktur anpeilen. Pedelecs und E-Bikes werden auch bei Pendlern immer beliebter.“
Beim Wohnungsbau sollten Städte und Umlandgemeinden enger zusammenarbeiten, um Wohnungsnot zu verhindern – sonst würden bis 2030 in der Region Düsseldorf 10.000 Wohnungen fehlen, rund um Köln sogar 75.000 Wohnungen.
Bogota (nex) – Der Ko-Partner der Luxus-Steak-Restaurantkette Nusr-Et, Nusret Gökce, der in letzter Zeit wegen seiner Fähigkeiten im Fleischhacken und -salzen zum Social-Media-Phänomen avanciert ist, hat eine Rolle in der bekannten TV-Serie Narcos bekommen. In der Serie geht es um das Leben des kolumbianischen Drogenhändlers und Drogenschmugglers Pablo Escobar.
Gökce teilte auf seinem Twitter-Account ein Foto von sich mit Pedro Pascal, der Hauptfigur der Serie.
Türkischen Medienberichten zufolge reiste er in die kolumbianische Hauptstadt Bogota, wo er in einer Episode einen Gastauftritt absolvierte. Dabei hätte die Rolle nicht passender sein können: Gökce serviert Fleisch in einem Restaurant.
Der Star-Metzger hatte Medienberichten zufolge zuvor bekannt gegeben, dass die Eröffnung von Nusr-et-Filialen in New York und London in Planung seien.
(Foto: Twitter/Nusret)
Ankara (nex) – Hunderte Staatsbedienstete in der Türkei, die wegen des Verdachts einer Verbindung zum Gülen-Netzwerk entlassen worden waren, sollen wiedereingestellt werden.
Dies gab die türkische Regierung am gestrigen Mittwoch im Amtsblatt bekannt. Dem Gülen-Netzwerk wird vorgeworfen, den vereitelten Putschversuch vom 15. Juli 2016 in der Türkei durchgeführt zu haben. Über 240 Menschen wurden dabei getötet, es gab mehr als 2.200 Verletzte.
Das Dekret sieht die Arbeitsaufnahme der 416 Angestellten in zehn Tagen vor. Auch alle ihnen infolge ihrer Entlassung entstandenen Verluste im Bereich der finanziellen und Sozialversicherungsansprüche sollen kompensiert werden.
Die Staatsbediensteten aus den Ministerien Inneres, Gesundheit, Justiz und Verteidigung wie aber auch den Streitkräften, der Polizei, der Religionsbehörde und anderen staatlichen Einrichtungen, standen unter dem Verdacht, Mitglied des Gülen-Netzwerks FETÖ gewesen zu sein oder zumindest Verbindung zu ihm gehabt zu haben.
Nach dem blutigen Putschversuch waren Tausende Beamte entlassen worden. Gegen viele Angestellte wird nach wie vor ermittelt.
Von Caglar S. Efe
Nachdem die 21-jährige Dalila Jabri im November vergangenen Jahres den Titel Miss NRW für sich gewann, wurde sie vergangenen Sonntag in Bremen zur Miss Deutschland 2017 gekürt. Sieg trotz Scherz Gegen 14 weitere Finalistinnen, setzte sich die Schönheitskönigin letzten Sonntag in Bremen durch, auch wenn der Moderator zuerst spaßeshalber „Miss Rheinlandpfalz“ als Gewinnerin bekanntgab. Erfolgreich trotz Kritik Stolz seien Jabris Eltern und Freunde auf sie und ihren Erfolg, trotz der Kritik, die sie von ihren Landsleuten, aus Deutschland und Marokko, aufgrund ihrer Model-Karriere erfahre. „Traurig“ sei sie darüber, gesteht sie gegenüber dem „Westfälischen Anzeiger“, aber davon unterkriegen lässt sich die in Deutschland geborene Marokkanerin nicht. Denn neben Kritik, bekommt sie auch sehr viel – familiären – Zuspruch: „Ich fühle mich doch als Teil Deutschlands!“, erklärt sie. Diese Unterstützung gibt sie auch gerne an Andere weiter, die ebenfalls eine Modelkarriere anstreben. So ermutigt sie einen Freund: „Der sieht auch ganz schön gut aus.“Fashion-Week-Auftritt nach Miss NRW-SiegNachdem die Journalistik-Studentin damals zur Miss NRW gekürt wurde, unterzeichnete sie ihren Modelvertrag beim „Miss-Deutschland“-Veranstalter MGO. Anschließend ging es für sie hoch hinaus: Neben Berlin und London, modelte sie auf der Berliner Fashion Week für viele Designer – unter anderem Sarah Kern.Der Laufsteg ist ihr ZuhauseMit einem Sieg in Bremen, habe sie nicht gerechnet, „aber ich habe gemerkt,dass ich mich auf dem Laufsteg wohl fühle – das ist einfach mein Ding!“, bestätigt sie. Demnächst wird Jabri erst einmal auf Veranstaltungen ihres Vertragspartners in Diskos oder auf Modenschauen, zu sehen sein. Ihr nächstes großes Ziel sei die Miss-World-Wahl in Indien im Oktober: „Wenn das auch noch klappen würde, weiß ich gar nicht mehr, was ich noch denken soll“, so Dalila gegenüber dem „Westfälischen Anzeiger“.Das Studium geht vor So verlocken die Modelkarriere doch ist, das Studium hat für Jabri oberste Priorität: „Das mache ich weiter – egal was passiert.“ Genauso wahrt sie ihre Bodenständigkeit und ihre familiäre Bindung, durch fest gepalnte, einmal wöchentliche Besuche in ihrer Heimatstadt Herringen.
Ankara (nex) – Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan hat, wie am gestrigen Mittwoch aus Präsidialkreisen bekannt wurde, Gülnur Aybet zu seiner Chefberaterin ernannt. Aybet ist Professorin für Internationale Beziehungen an der Yildiz Teknik Üniversitesi in Istanbul.
Aybet, die die britische Tageszeitung The Times im Jahr 2009 zu einer der mächtigsten Musliminnen Großbritanniens gekürt hatte, rief 2001 das erste Postgraduiertenprogramm Internationale Sicherheit an der University of Kent im südostenglischen Canterbury ins Leben und leitete dieses bis 2013.
2013 gründete sie an der Istanbuler Özyegin Üniversitesi den Fachbereich Internationale Beziehungen. Ein Jahr später folgte, ebenfalls in Istanbul, das Zentrum für Sicherheitsstudien (BAUCESS) an der Bahcesehir Üniversitesi.
Die frisch ernannte Chefberaterin machte zunächst einen Abschluss in Public Policy and Management an der University of London. Anschließend absolvierte sie die Masterstudiengänge Internationale Beziehungen an der Southampton Universität in Südengland sowie Konfliktforschung am Londoner King’s College.
Aybet leitete viele Projekte der British Academy, NATO sowie TÜBITAK (Türkische Anstalt für Wissenschaftliche und Technologische Forschung).
Sie war des Weiteren Gastforscherin an der School of Advanced International Studies (SAIS), der John Hopkins University, dem St. Antony’s College, Oxford University und dem Woodrow Wilson Centre.
BKA-Zahlen: 8346 Kinder und Jugendliche sind verschwunden – Fälle meist harmlos
Osnabrück (ots) – Die Zahl der als vermisst gemeldeten Flüchtlingskinder in Deutschland ist zuletzt deutlich gesunken. 8346 Kinder und Jugendliche, die zumeist ohne ihre Eltern in die Bundesrepublik gekommen waren, wurden zu Jahresbeginn noch in der Vermisstendatei der Polizei gelistet.
Das geht aus Zahlen des Bundeskriminalamtes (BKA) hervor, die der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ vorliegen. Vor einem halben Jahr, am 1. Juli 2016, hatte die Zahl mit 8991 noch deutlich höher gelegen.
Bei den Verschwundenen handelt es sich größtenteils um Jugendliche zwischen 14 und 17 Jahren. Nur 922 waren unbegleitete Kinder bis 13 Jahre.
Die meisten Fälle haben laut BKA keinen kriminellen Hintergrund, sondern sind harmlos. Oft habe ein Fall praktische Gründe. Die Registrierung verzerre zudem die Zahlen nach oben. Denn wenn ein Jugendlicher ein Aufnahmelager einfach verlässt, ohne sich abzumelden, um zu Verwandten oder Freunden zu reisen, erhalten die deutschen Behörden in den seltensten Fällen eine Rückmeldung – der Name bleibt in der Vermisstendatenbank stehen. Viele tauchen auch mehrfach in der Datei auf, weil ihr Name in verschiedenen Schreibweisen erfasst wurde oder weil sie sich an mehreren Orten melden und wieder verschwinden.
Eine sichere Aussage über den Trend lässt sich daher laut BKA nicht treffen. „Die Zahlen bedeuten nicht zwingend, dass mehr als 600 Vermisste wieder aufgetaucht sind“, so die Behörde.
Pistorius zu Ausländerkriminalität: Die Dinge müssen benannt werden
Osnabrück (ots) – Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius hat die Neufassung des Pressekodex‘ begrüßt, wonach die Nationalität von Straftätern künftig einfacher erwähnt werden darf.
In einem Interview mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ sagte der Sozialdemokrat, „die Dinge müssen benannt werden“. Alles andere provoziere den Eindruck von Tabuzonen. Wichtig sei gleichwohl nicht zuzulassen, dass Kriminalität von Ausländern „in ihrer Bedeutung überhöht“ werde.
„Den schlimmsten Fehler, den wir machen könnten, wäre das Thema zu tabuisieren oder schönzureden. Oder aber es zu dramatisieren“, sagte der Minister.
Konkret seien in Niedersachsen Flüchtlinge häufiger Täter bei Delikten wie Ladendiebstahl, Schwarzfahren und Körperverletzung – „allerdings überwiegend untereinander“. Hinzu kämen Sozialbetrug und Sexualdelikte, „aber in Anbetracht der Gesamtzahl der Flüchtlinge in einem Rahmen, der überschaubar bleibt“, sagte Pistorius.
„Das ist nicht signifikant auffällig und nun wahrhaft auch keine Kriminalität, die die innere Sicherheit bedrohen würde“, erklärte der Innenpolitiker. Zu bedenken sei auch, dass viele Flüchtlinge junge Männer seien. Diese Bevölkerungsgruppe sei auch unter Deutscher überproportional häufig kriminell.
Der Pressekodex hatte die deutschen Medien bisher angehalten, die Herkunft von Straftätern nur zu nennen, wenn ein Zusammenhang zur Tat oder zu deren Verständnis bestehe. Hintergrund ist der Schutz vor Diskriminierung.
Wegen anhaltender Kritik änderte der Presserat den entsprechenden Paragrafen 12. Künftig genügt ein öffentliches Interesse an der Nationalität eines Tatverdächtigen oder Täters, um darüber berichten zu können.
Dortmund (nex) – In den frühen Morgenstunden des heutigen Donnerstags (30. März) haben Zeugen einen leblosen Körper auf dem Radweg der Billmericher Straße in Dortmund-Holzwickede gefunden.
Nach ersten Mitteilungen von Staatsanwaltschaft und Polizei ist der Leichnam schwer verbrannt. Eine Obduktion stehe noch aus.
Eine Mordkommission der Dortmunder Polizei habe die Ermittlungen aufgenommen.
Weitere Informationen gibt die Staatsanwaltschaft noch nicht heraus.
Düsseldorf (ots) – Der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) wird zum 1. Januar 2018 die Preise anheben. Zwar gebe es noch keine Details, sagte VRR-Vorstand José Luis Castrillo der in Düsseldorf erscheinenden „Rheinischen Post“.
„Klar ist aber, dass wir eine aufwandsorientierte Tarifentwicklung haben.“ Auch wenn sich die Energiepreise zuletzt günstig entwickelt hätten, gebe es erhebliche Personalkostensteigerungen durch hohe Tarifabschlüsse.
„Der Personalkostenblock macht 50 Prozent aus. Daran kann man schon erahnen, wohin die Reise geht“, so Castrillo.
Zugleich kündigte er an, das Angebot für verbundübergreifende Tickets weiterzuentwickeln.
„Wir haben schon das ,Einfach weiter‘-Ticket, ein Pauschalticket, mit dem man in den Verkehrsverbund Rhein-Sieg (VRS) hineinfahren kann. Das hat sich allein im Januar 50.000 Mal verkauft. Das wollen wir weiter ausbauen“, sagte Castrillo.
Auch dazu solle es Lösungen zum 1. Januar 2018 geben. Zudem solle es ab dem kommenden Jahr möglich sein, VRS-Tickets über die VRR-App zu kaufen.
Berlin (nex) – Frauke Petry, Bundessprecherin der Alternative für Deutschland (AfD), denkt über einen Rückzug aus der Partei nach.
„Weder die Politik noch die AfD sind für mich alternativlos“, sagte Petry dem Berliner „Tagesspiegel“. Es sei sinnvoll, das eigene Leben von Zeit zu Zeit zu überdenken und neu zu justieren.
„So halte ich das auch jetzt, nach mehr als vier Jahren in der AfD, die einen enormen Kraftaufwand bedeutet haben und den Abschied von einem geregelten Leben.“
Mit Blick auf Anfeindungen auch aus den eigenen Reihen sagte Petry, man dürfe Angriffe in der Politik nicht persönlich nehmen, „sonst hält man es nicht lange aus“.
Allerdings müsse jeder Politiker zugeben, dass ihn die Auseinandersetzungen auch persönlich berührten: „Alles andere wäre gelogen.“