Beauty-Tipps
Frischer „Glow Teint“: Mit diesen Pflegetipps erstrahlt die Haut

Mondsee, Österreich (nex) – Strahlende, reine und weiche Haut – das macht den sogenannten Glow Teint aus. Das besonders frische Hautbild ist in der Welt der Beauty-Begeisterten derzeit in aller Munde. Doch welche Pflege sorgt für einen nahezu makellosen Teint? Wie man die Haut wieder zum Strahlen bringt und sich somit den Glow ins Gesicht zaubert, erklären die Hautexpertin Jessica Schäfer vom Zentrum für Hautgesundheit ‚Skin8‘ und BWT. Richtige Gesichtsreinigung ist Basis für den Glow Teint Ob Staub, Schweiß oder Talg – auf der Haut setzen sich tagtäglich Stoffe ab, die ihre Strahlkraft mindern können. „Für einen makellosen Glow Teint bildet die Reinigung daher die wichtigste Grundlage“, sagt Hautexpertin Jessica Schäfer. „Am besten ist es, seine Haut zweimal am Tag schonend zu reinigen, damit der Hydrolipid- beziehungsweise Säureschutzmantel, der für das Gleichgewicht der Hautflora zuständig ist, nicht angegriffen wird. Ein gesunder Hydrolipidmantel schützt die Haut vor Feuchtigkeitsverlust.“ Um ihn nicht zu strapazieren, rät die Expertin daher zu sanften Hautreinigungsprodukten ohne Alkohol, Allergene und künstliche Duftstoffe. Peelings: Ein Befreiungsschlag für die Haut Aus dem kühlen Herbst- oder Winterklima in die trockene, warme Heizungsluft: Verändert sich das Wetter, muss sich auch die Haut erst einmal an die neuen Bedingungen gewöhnen. „Temperaturwechsel belasten die Haut und entziehen ihr Feuchtigkeit“, sagt Jessica Schäfer. Dann können sich winzige Hautschüppchen auf der Oberfläche sammeln und dafür sorgen, dass das Hautbild müde wirkt und an Strahlkraft verliert. „Um die Haut von den überschüssigen Schüppchen zu befreien, rate ich zu sanften, selbstgemachten Peelings. Denn viele gekaufte Produkte enthalten zu grobe Perlen“, sagt Jessica Schäfer. Ihr Tipp: Ein Do-it-yourself-Peeling aus Reismehl, hochwertigen Pflanzenölen wie Arganöl und seidenweichem Perlwasser ist eine sanfte Alternative, mit der sich die Haut ganz einfach verwöhnen lässt. Geheimtipp für einen Glow Teint: Seidenweiches Perlwasser von BWT Waschgel oder Reinigungsmilch? Zusätzliches Gesichtswasser oder nur Creme? Teure oder günstige Produkte? Bei der Hautpflege schwört jeder Beautyexperte auf eine andere Taktik. Doch was selbst einige erfahrene Hautpflege-Spezialisten häufig unterschätzen, ist der Faktor Wasser. „Weiches Wasser enthält weniger Kalk, der die Haut belasten kann“, sagt Jessica Schäfer. „Nicht nur bei empfindlicher Haut kann dies zu unerwünschten Reaktionen führen, für alle Hauttypen ist weiches, kalkarmes Wasser die schonendere Wahl.“ Wer in seiner Region stark kalkhaltiges Wasser bezieht, kann mit einer Weichwasseranlage Abhilfe schaffen. Der AQA perla von BWT beispielsweise nimmt den Kalk aus dem Wasser und macht es seidenweich. So fühlt es sich sanfter an, erleichtert der Haut die Aufnahme von Pflegeprodukten und verhindert die Ablagerung von Kalk.

Flüchtlingspolitik
Bundesregierung bremst beim Familiennachzug – auch bei syrischen Flüchtlingen

Osnabrück (ots) – Die Bundesregierung bremst beim Familiennachzug von Flüchtlingen und zögert in der Praxis auch die Einreise von syrischen Angehörigen hinaus, die in Griechenland gestrandet sind. Trotz Zusage werden weniger Flüchtlinge überstellt  Obwohl von Januar bis September 2017 dort fast 4950 Flüchtlinge eine Zusage des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (Bamf) bekamen und nach Deutschland weiterreisen durften, wurden nur 322 Personen tatsächlich überstellt – also gerade einmal 6,5 Prozent. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Linken hervor, die der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Samstag) vorliegt. Dabei ging es vor allem um syrische Flüchtlinge, die zwei Drittel der Betroffenen stellten, aber auch viele Afghanen und Iraker. 60 Prozent waren Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren. Das Bundesinnenministerium begründete dies auf Anfrage mit dem großen logistischen Koordinierungsaufwand in Griechenland. Aber auch Bund und Länder müssten die Aufnahme, Betreuung und Unterbringung stemmen können, da die Kapazitäten begrenzt seien. Daher habe Deutschland sich im Frühjahr mit Griechenland über die Anzahl der zu überstellenden Personen abgestimmt. Dass es eine zahlenmäßige Beschränkung gegeben habe, bestätigte das Ministerium aber nicht. Angehörige von Geflüchteten haben nach der Dublin-Verordnung einen Anspruch darauf, mit ihren in anderen EU-Ländern lebenden Familienangehörigen zusammen zu kommen. Die Überstellung muss zügig, spätestens aber innerhalb von sechs Monaten erfolgen. Der Familiennachzug war im Wahlkampf ein Streitthema. Um die Ankunft neuer Flüchtlinge zu bremsen, hat die Bundesregierung den Familiennachzug für Flüchtlinge mit eingeschränktem Schutzstatus bis März 2018 ausgesetzt. Wie es danach weiter geht, will Kanzlerin Angela Merkel erst im nächsten Jahr entscheiden. Linke kritisiert Tricksereien Die innenpolitische Expertin der Linken im Bundestag, Ulla Jelpke forderte: „Mit den Tricksereien und der rechtswidrigen Beschränkung des Familiennachzugs muss jetzt endlich Schluss sein.“ Betroffene sollten die Möglichkeit erhalten, auf eigene Faust zu ihren Angehörigen nach Deutschland reisen zu dürfen.

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Hungerepidemie
Jemen: Über 1 Million Kinder im brutalen Kreislauf von Cholera und Hunger gefangen

Berlin (ots) – Mehr als eine Million akut mangelernährte Kinder sind in einem Teufelskreis von Mangelernährung und Cholera gefangen, warnt Save the Children: Die durch Mangelernährung ohnehin schon geschwächten Kinder haben ein dreifaches Risiko zu sterben, wenn sie an Cholera erkranken. Gleichzeitig sind Durchfallerkrankungen wie Cholera selbst ein Hauptgrund für Mangelernährung. Kinder, die aktuelle Epidemie überleben, sind trotzdem vom Hungertod bedroht. Unter den rund 1 Mio. akut mangelernährten befinden sich fast 200.000 Kinder, die an schwerer akuter Mangelernährung leiden, wie die neue Daten-Analyse der Kinderrechtsorganisation zeigt. „Nach zwei Jahren Krieg sind die Kinder in einem brutalen Kreislauf aus Hunger und Krankheit gefangen“, erklärt Tamer Kirolos, Länderdirektor von Save the Children Jemen. „Das ist einfach inakzeptabel. Unsere Teams kümmern sich tagtäglich um Babys und Kleinkinder, die nicht nur mangelernährt sind, sondern auch an Cholera leiden – beides Probleme, die eigentlich leicht zu lösen sind, wenn es die Möglichkeit medizinischer Grundversorgung gibt. Aber Krankenhäuser wurden zerstört, das Gesundheitspersonal der Regierung hat seit fast einem Jahr kein Geld mehr bekommen und die Lieferung lebensnotwendiger Hilfe wird blockiert. Wir und andere retten Leben, wo wir können und mit dem, was wir haben – aber wir brauchen dringend mehr Hilfe. Die Kinder dürfen diesen Konflikt nicht mit ihrem Leben bezahlen müssen.“ Save the Children verstärkt daher die Aktivitäten im Jemen und schickt mehr Gesundheitsexperten in die am stärksten betroffenen Gebiete, einschließlich dem Distrikt Al Hali in Hodeidah, der die höchste Zahl an Cholera-Verdachtsfällen aufweist. In diesem Bezirk befinden sich außerdem geschätzte 31.000 Kinder, die wegen akuter Mangelernährung behandelt werden müssen. Das entspricht mehr als einem Viertel aller Kinder unter 5 Jahren im Jemen. Lamia, eine sechsfache Mutter aus Al Hali, hat zwei Kinder durch Cholera verloren. Ihre 10 Monate alte Tochter Arwa ist schwer mangelernährt. „Arwa geht es besser als vorher, als sie ihre Hände gar nicht mehr bewegen konnte und ihre Beine noch dünner waren als jetzt“, erzählt Lamia uns in einem der Save the Children-Behandlungszentren gegen Mangelernährung in Al Hali. „Arwa hat Glück, zwei meiner Kinder sind tot, auch mein jüngster Sohn. Er war erst zweieinhalb Monate alt und er hatte sehr starken Durchfall.“ Im Jemen sind mehr als 425.000 Cholera-Verdachtsfälle bekannt, 1.900 Menschen sind bereits an der Krankheit gestorben. Der Anteil der Kinder unter 15 Jahren wächst sowohl bei den Neu-Infektionen (44%) als auch bei den Todesfällen (32%). Derzeit betreibt Save the Children 14 Cholera-Behandlungszentren und mehr als 90 Rehydrationstherapiestationen, die über das ganze Land verteilt sind. 160 Tonnen zusätzliches Behandlungsmaterial ist auf dem Weg in den Jemen.

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Komplize reiste nach Leipzig
Spur des Manchester-Attentats führt auch nach Deutschland

Bruder und Komplize des Attentäters Salman Abedi reiste zweimal in den Großraum Leipzig und nach Weißenfels

Köln (ots) – Fünf Monate nach dem Bombenanschlag bei einem Konzert in Manchester verfolgen britische und hiesige Staatschützer eine deutsche Spur, berichtet der „Kölner Stadt-Anzeiger“. Wie die Zeitung aus Sicherheitskreisen erfuhr, reiste der jüngere Bruder und mutmaßliche Komplize des Manchester-Attentäters Salman Abedi, 22, zwei Mal nach Leipzig und Weißenfels. So kontrollierte die Bundespolizei Hashem Abedi, 20, am 17. Dezember 2016 ohne Fahrkarte im Zug von Weißenfels nach Leipzig. Dabei wies sich der Engländer mit libyschen Wurzeln gegenüber den Beamten mit seinem britischen Führerschein aus. Abedi, der seinem älteren Bruder Salman den Sprengstoff beschaffte und ihn logistisch unterstützte, soll den Erkenntnissen zufolge drei libysche Geschäftsleute in Sachsen-Anhalt und Leipzig kontaktiert haben, die unter anderem in Weißenfels Dutzende Wohnungen angekauft haben. Alle drei Investoren seien als Geldwäscher eingestuft, informierten britische Geheimdienstbehörden kurz nach dem Bombenanschlag ihre deutschen Kollegen. Die Staatsanwaltschaft Halle durchsuchte nach Informationen des „Kölner Stadt-Anzeiger“ vergangenen Juli die Geschäftsräume eines der drei Unternehmer in Weißenfels und Leipzig. Es geht um Steuerhinterziehung und illegale Beschäftigung von Arbeitskräften. Nähere Einzelheiten waren nicht zu erfahren. Nach Hinweisen der Special Branch von Scotland Yard und des britischen Geheimdienstes MI5 gingen die deutschen Behörden dem Verdacht nach, die Reisetätigkeiten Abedis könnten auf einen libyschen Zirkel zur Terrorfinanzierung in Deutschland hindeuten. Hashem Abedi wurde nach dem Manchester-Attentat in seiner libyschen Heimat festgenommen. Er räumte ein, von den Anschlagsplänen seines Bruders gewusst zu haben. Bei dem Anschlag im Mai starben 22 Besucher eines Pop-Konzerts nebst dem Bombenleger Salman Abedi.

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Al-Salam Königsplast
Saudi Arabien: Königspalast attackiert – mindestens zwei Tote

Dschidda (nex) – Unbekannte haben am Samstag den saudischen Königsplast mit Schusswaffen attackiert und zwei Sicherheitsmitarbeiter erschossen. Wie internationale Medien berichten, sei der Angriff verhindert worden. Details wurden in den kurzen Meldung noch nicht genannt. Al-Jazeera berichtete, dass saudische Sicherheitskräfte einen Angriff nahe dem Palast verhindert hätten. Dabei sollen ein Angreifer und zwei Sicherheitskräfte getötet worden sein. Die US-Botschaft in Saudi-Arabien hat ihre Bürger nach dem Zwischenfall zu erhöhter Vorsicht aufgerufen. US-Bürger sollten in diesem Gebiet besonders vorsichtig sein, so das amerikanische Generalkonsulat in Dschidda am Samstag in einer Sicherheitsmitteilung. Die Regierung Saudi-Arabiens kommentierte den Vorfall bisher nicht.

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Deeskalationszone
Syrien: Russland und Türkei bereiten sich auf „Friedensmission“ vor

Afyonkarahisar (nex) – Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat in einer Rede weitere Schritte zur Sicherung der westsyrischen Provinz Idlib angedeutet und betont, dass die Freie Syrische Armee (FSA) dort bereits im Einsatz sei. Die FSA berichtete in den sozialen Netzwerken davon, sich auf eine gemeinsame Aktion mit den türkischen Streitkräften vorzubereiten. Die türkischen Soldaten seien „noch“ nicht da, so Erdogan in einer Rede in der ägäischen Provinz Afyonkarahisar am Samstag. Er sprach von einer „ernsthaften Operation“ zur Rückeroberung der Provinz. Unterdessen hat das türkische Militär seine Präsenz an der Grenze zu Syrien erhöht. Wie die türkische Nachrichtenagentur Anadolu berichtet, seien gepanzerte Fahrzeuge, Kommandoeinheiten und Rettungswagen in Stellung gebracht worden. Ihre Aufgabe wird sein, den Waffenstillstand zwischen dem syrischen Regime und den bewaffneten Gruppen vor Ort dauerhaft zu sichern und Konflikte zwischen den Parteien zu verhindern. Zu diesem Zweck werden die türkischen Streitkräfte in dem Gebiet Kontroll- und Beobachtungspunkte aufstellen. Die Türkei werde in Idlib gemeinsam mit Russland vorgehen, so Erdogan. „Die Türkei wird für die Sicherheit innerhalb der Stadt sorgen, während Russland den Schutz außerhalb der Stadtgrenzen gewährleisten wird“, sagte Erdogan während seiner Rede in Afyonkarahisar. Erdogan bekräftigte, dass die Türkei weiterhin Flüchtlinge aus Aleppo aufnehmen und unter keinen Umständen einen „Terrorkorridor“ im Norden Syriens zulassen werde. Während eines Treffens in der kasachischen Hauptstadt Astana am 4. Mai unterzeichneten die Garantiemächte Russland, Türkei und Iran eine Vereinbarung zur Einrichtung einer Deeskalationszone in Syrien, die auch Idlib im Nordwesten Syriens an der türkischen Grenze einschließt.

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„Bis das der Tod Euch scheidet“
Kommentar: „Beziehungen bedeuten Arbeit“

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Von Veronika Zintl „Bis das der Tod Euch scheidet“ – dieser Satz gilt schon lange nicht mehr. War Scheidung lange Zeit undenkbar, endet heutzutage jede dritte Ehe* vor dem Richter. Oder anders gesagt: rund 165.000 Ehen wurden geschieden – übrigens nach einer durchschnittlichen Dauer von 14,7 Jahren. Im Vergleich zu den 1950er Jahren hat sich die Trennungsrate also stark erhöht – damals kam auf durchschnittlich 12 Eheschließungen gerade einmal eine einzige Scheidung. Ein deutlicher Unterschied also! Trennungen gehören somit längst zum Alltag mit dazu. Dies liegt vor allem an den gesellschaftlichen Veränderungen – wie etwa im Hinblick auf Familiengründung und Existenzsicherung. Denn dies sollte eine Partnerschaft einst vornehmlich gewährleisten. Dies ist nicht mehr so. Denn angesichts berufstätiger Frauen, Patchworkfamilien, usw. erwarten und erhoffen die meisten nun anderes von einer Beziehung: Diese soll ihr Leben schöner und aufregender gestalten. Auch die Einsamkeit (bzw. die Angst davor) soll nun endlich der Vergangenheit angehören. Die Erwartungen an eine Partnerschaft sind somit gestiegen – oder deutlich romantischer geworden, wenn man es so ausdrücken möchte. Gleichzeitig sind viele nicht mehr dazu bereit, für die Beziehung zu kämpfen. Mit dem Partner auch harte Zeiten gemeinsam durch zu stehen, zusammen an der Partnerschaft zu arbeiten. Vielmehr neigen immer mehr Personen dazu, schnell(er) das Handtuch zu werfen. Und sich jemand Neuen zu suchen. Jemand, der die jeweiligen Erwartungen vielleicht besser erfüllen kann. Eine weitere Rolle in diesem Zusammenhang spielt die Angst, etwas zu verpassen. Tindr, Online Dating und Co. Haben das Flirtverhalten deutlich verändert. Und angesichts der großen Auswahl will sich manch einer gar nicht mehr festlegen – es könnte ja sein, dass „da draußen“ jemand Besseres ist! Auch dies macht es so vertrackt, eine glückliche Beziehung zu führen, eine, die auch mal ihre Tiefen hat. Eine, bei der man sich wirklich auf den Partner einlässt, komme, was wolle. Doch dazu sind wie gesagt nicht mehr viele bereit. Vielmehr lässt sich Folgendes konstatieren: Fühlt sich die Beziehung nicht mehr wirklich lebendig an, fehlt die Leidenschaft und stimmt die „Gesamtbilanz“ nicht mehr, dann trennt man sich eben – mehr oder weniger zivilisiert. In dieser Hinsicht macht es übrigens keinen Unterschied, ob es sich um einen Mann oder um eine Frau handelt. Statistisch gesehen beenden ungefähr gleich viel Männer wie Frauen eine Beziehung. Doch was sind eigentlich die „offiziellen“ Gründe für eine Trennung? Die häufigste Angabe in diesem Zusammenhang ist jene: „Wir haben uns auseinander gelebt“. Bei jeder dritten zerbrochenen Partnerschaft trennte man sich, weil die Unterschiede einfach zu groß waren. Und bei jeder fünften Trennung war eine dritte Person mit im Spiel – Stichwort Fremdgehen. Das hat zumindest eine große Umfrage der Online-Partnervermittlung ElitePartner ergeben. Mangelnde Kommunikation ist auch ein sehr großes Problem in diesem Zusammenhang. Etwa ein Viertel aller Frauen gaben an, dass dies mit einer der Hauptgründe für die Trennung gewesen sei – bei Männern betrug dieser Wert knapp 20 Prozent. Auch der Sex (bzw. das Fehlen dessen) war und ist ein wichtiger Trennungsgrund: dies war bei 23 Prozent der Männer sowie bei 18 Prozent der Frauen der Fall. Es ist also nicht gerade leicht, eine glückliche und erfüllte Beziehung zu führen. Eine, die wirklich über Jahre, vielleicht sogar bis ans Lebensende hält. Eine, die ihre Höhen und Tiefen hat – und die beide Partner im Laufe der Zeit noch näher zueinander bringt. Eine Beziehung, bei der beide aneinander wachsen. Neue Perspektiven entwickeln. Sich wirklich auf den Anderen einlassen. Unmöglich ist dies jedoch nicht. Doch muss an dieser Stelle ganz klar gesagt werden: Beziehungen bedeuten Arbeit. Arbeit und Einsatz. Das ist etwas, das häufig verdrängt wird. Etwas, das viele nicht hören wollen. Und angesichts des immer stressigeren und hektischen Alltags ist es mitunter auch sehr verständlich, dass man nach dem Feierabend nicht noch endlos lange Beziehungsgespräche führen möchte… Dennoch sollte man wirklich dazu bereit sein, sich für seine Beziehung einzusetzen. In diese zu investieren. Sich einzubringen. Und auch mal zurück zu stecken. Denn eine Partnerschaft bedeutet auch immer: Man sollte dazu bereit sein, Kompromisse zu finden. GEMEINSAM mit dem Anderen. Dies ist möglich – wenn beide an einem Strang ziehen. Und dran bleiben. Gelingt dies, ließen sich ca. 20 % dieser Trennungen vermeiden laut dem Ex zurück Team ex-ratgeber.info. Auch dies ist ein Grund, es zu versuchen… Ja, das ist nicht leicht. Zumal es sehr empfehlenswert ist, sich die wahren Gründe für die Probleme in der Partnerschaft anzuschauen: Was steckt dahinter? Sind es Angst vor Bindung, klammern, gibt es finanzielle Probleme? All diesem sollte sich das Paar stellen – doch wenige bringen den Mut dafür nicht auf. Und wenn dies doch klappt: Es braucht Disziplin und Durchhaltevermögen, um gemeinsam Lösungen zu entwickeln. Und um aus diesem Tief wieder heraus zu kommen. Daran scheitern die meisten – trotz bester Vorsätze. Vielen erscheint es in diesem Zusammenhang einfacher, sich zu trennen, ein für allemal den Schlussstrich zu ziehen. Und dann, früher oder später eine neue Beziehung zu beginnen. Doch kann dies wirklich die Lösung sein? *(Statistisches Bundesamt)

OEZ-Prozess
Kommentar: „Rechte gaben Attentäter David Sonboly Hilfestellung“

Von Enzio Resseguier 

Heute ist der 37. Jahrestag des Oktoberfestattentates und ich bin unserem Oberbürgermeister (Dieter Reiter, SPD /Anm. Red.) sehr dankbar, dass er fordert, dass die juristische Aufarbeitung weiter gehen solle. Die Aufarbeitung ist ja eigentlich erfolgt, nur halt nicht juristisch und viel zu sehr an der Öffentlichkeit vorbei. Aber ich komme zum eigentlichen Thema, das mit dem Oktoberfestattentat und dem NSU-Prozess in direktem Zusammenhang steht.

Die Frage in die Runde, die sich auch jeder selbst beantworten kann: Wer bekommt eigentlich etwas vom OEZ-Prozess mit? Der Anschlag vom 22.07 letzten Jahres hat doch das ganze Land bewegt und vor allem uns Münchner, fristet jetzt aber in der öffentlichen Wahrnehmung ein absolutes Schattendasein. Dies mag daran liegen, dass die Leute denken, der Sonboly sei tot, der Waffenhändler sei geständig und es handle sich um die verzweifelte Tat eines Einzelnen, der ein Mobbingopfer war. Um es vorwegzunehmen: Dieses Narrativ, welches rechten Terror klein halten will, ist ziemlich weit gefehlt. Freitag im Landgericht gab es einen Paukenschlag – und kaum eine Zeitung berichtet? Mir bekannt nur der SZ-Bericht (siehe Foto) von Susi Wimmer, aber mitnichten an prominenter Stelle, sondern irgendwo hinten im Münchner Teil versteckt. Zudem berichtet Andreas Bachner von der „Bild“ immer wieder, aber ich finde, dass auch das nicht die öffentliche Wahrnehmung prägt. Einen Tag vor der Wahl hätte man der AfD sicherlich den ein oder anderen Prozentpunkt nehmen können, wenn zentral berichtet worden wäre, was es eigentlich war: (neu-)rechter Terrorismus!
(Foto: Screenshot/Resseguier/Facebook)
Und wenn die Presse es schon als unwichtig erachtet, dann berichte ich das eben, der ich seit kurzem von meinen hoch geschätzten, lieben Rechtsanwaltskollegen Seda Başay-YıldızOnur Özata und Yavuz Narin als weiterer Nebenklägervertreter dazugerufen wurde. Denn Öffentlichkeit ist meines Erachtens das, was der Fall braucht und deshalb stelle ich das Posting auch auf global, damit es gern geteilt werden kann. Was ist passiert? Die Zeugin von Freitag, eine Ärztin bei der Bundeswehr, hat in der Hauptverhandlung mehr als glaubhaft und detailliert in ihren Aussagen bekundet, dass ihre damalige Schwägerin, eine neurechte Waffennärrin, am Tatabend des 22.07.16 im Beisein ihrer Familie freudigst erzählte, dass der angeklagte Waffenhändler, der im Darknet „Rico“ hieß, dem Attentäter von München eine Glock über das Darknet verkauft habe. Dies zu dem Zweck, dass dieser reihenweise „Musels“ bzw. „Kamelficker“ in München töten könne. Er habe es „endlich durchgezogen“ am Jahrestag von Breivik, man habe es ihm schon gar nicht mehr zugetraut. Diese Information habe die Schwägerin der Zeugin von dem Darknet-Nutzer „blab“ erfahren, welcher seinerseits mit „Rico“ in Kontakt gestanden habe. Die wahre Identität von „blab“ ist (noch) unbekannt. Es handelt sich offenbar um die wichtigste Person auf der Plattform „Deutschland im Deep Web“; wenn ich das richtig verstanden habe, soll er auch Kontakt zu dem Attentäter auf Henriette Rieker gehabt haben. In anderen Worten: Die Schwägerin hatte Täterwissen! Aber nicht nur das: Sie hat mitgeteilt, dass sie über den „blab“ Hilfestellungen und Tipps an „Rico“ weitergeleitet habe, damit dieser den Attentäter im Umgang mit Waffen einweisen könne. Tipps, die sie Büchern zum taktischen Schusswaffengebrauch entnommen habe. Auch solle sie Ratschläge erteilt haben, wie der Täter bei Ausführung der Tat am besten vorgehe. Denn sowohl „Rico“ als auch der Attentäter in München seien „dummes Fußvolk“, die Hitler verehrten, aber nützlich seien für die Sache. Zudem verfüge „Maurächer“ (Sonboly) über keine Erfahrung im Umgang mit Waffen. Da sie damit drohte, ihre gesamte Familie samt Kindern in den erweiterten Suizid mitzunehmen, traute sich die Zeugin zum Schutz der Kinder erst nicht, dies alles preiszugeben. Bestätigt werden die Zeugenaussagen durch Folgendes: In einer Nachricht an den Darknet-Nutzer „Klaus-Jonas“ vom 29.08.16 teilt „blab“ folgendes mit: “ Bei einem Treffen Ende Mai sollte mein Strohmann eine Glock und eine CZ82 von Rico erhalten, er bekam aber nur die CZ. Hierzu sagte Rico meinem Strohmann, dass er eine Glock bereits an jemanden verkauft habe, der einen Amoklauf durchführen werde. Rico war davon sehr begeistert und er freute sich sehr darüber, dass es endlich mal jemand durchziehe und die Waffe auch benutzen werde. Rico habe ihm sogar Tipps gegeben, wie er den Amoklauf am besten planen solle. Er sagte allerdings, dass er von Maurächer mehr Geld bekommen hatte, als von meinem Strohmann. Aber offensichtlich ging es Rico um den Amoklauf selber, wobei er sogar wusste, welche Bevölkerungsgruppe das Ziel sein sollte. Auch davon war Rico sehr begeistert, was nicht verwundert, wenn Du den Gruß in seinem PGP-Key ansiehst.“ (Anmerkung: gemeint ist der Hitlergruß des Angeklagten, der in allen Meldungen enthalten war) In einer weiteren Nachricht des „blab“ vom 04.09.16 an einen weiteren Nutzer des Darknets, dessen Account von Ermittlern übernommen wurde, wovon „blab“ auch Kenntnis hatte, heißt es: „Als zweites zu meinem Strohmann: Ich setze als bekannt voraus, dass Ihr wisst, was er bezeugen kann und wiederhole mich daher nicht. Ich habe über eine Anosim Kontakt zu ihm und weiß, an welchem Ort er sich derzeit versteckt. Er ist bereit, belastendes Material gegen Rico vorzulegen und gegen Rico auszusagen, dass er wegen Mitwirkung an einem Massenmord belangt werden kann.“ Nun muss man wissen, dass der Angeklagte lediglich der fahrlässigen Tötung sowie Verstoßes gegen das KriegswaffenkontrollG und WaffenG angeklagt worden ist. Um ihn der Beihilfe zum Mord zu verurteilen, bedarf es eines richterlichen Hinweises gem. § 265 StPO (bitte selbst nachlesen). Dass dieser Hinweis trotz mehrfacher Anträge der Nebenklägervertreter noch nicht erteilt worden ist – und im Übrigen auch von der StA die Anklage nicht erweitert worden ist -, ist mir persönlich unerklärlich. Ich hoffe aber darauf, dass dies am morgigen Hauptverhandlungstag noch erfolgt. Denn laut der Ankündigung des Vorsitzenden steht zu befürchten, dass bald die Plädoyers erfolgen sollen ohne den Vorwurf der Beihilfe zum Mord. Die Mormerkmale sind für mich klar erfüllt: Rassenhass sind sog. niedrige Beweggründe. Nach Angaben der Zeugin habe der Angeklagte von den Anschlagsplänen auf muslimische Mitbürger des David Sonboly von Anfang an Kenntnis gehabt. Der Angeklagte sei nicht nicht nur eingeweiht gewesen, er habe David Sonboly sogar Tipps zum Schusswaffengebrauch und zur Durchführung der Tat erteilt. Der Angeklagte habe die Tat vom 22.07.16 unterstützt und gefördert. Er hatte (für die Rechtskundigen) den sog. doppelten Gehilfenvoratz. Der Angeklagte hat Sonboly unendlich viel Munition verkauft, allein deshalb musste ihm klar gewesen sein, dass es sich nur um die Planung eines Gemetzels handeln könne. Und er wusste genau gegen wen sich seine Gewalt richten würde. Was ich mit meinem Posting auch sagen will: Neurechtes Gedankengut, teils auch verbreitet in der AfD ist nicht harmlos. Nazis im herkömmlichen Sinne sind in der AfD die wenigsten. Wie sehr aber unter anderem durch diese Partei, vor allem aber neurechte Medien und Facebookgruppen die Menschen mit Ängsten und Hass vergiftet werden, zeigt sich ganz exemplarisch an dieser Schwägerin. Nach den Angaben der Zeugin ergab sich das folgende Bild: Es handelt sich um eine hochintelligente und -gebildete Frau, die aber schwerste soziale Störungen hat, die sich u.a. in ständigen Wutausbrüchen zeigten. Sie hatte schon seit jeher ein mehr als getrübtes Verhältnis zu Muslimen, hält alle „Musels“ für „Kinderficker“, weil der Prophet schon einer gewesen sei. Diese Frau lebt seit Jahren nur im Internet (bspw. PI-News) und Darknet, selbst an Festtagen war sie kaum vom PC wegzubewegen, hat zwar ein Kind nach dem anderen bekommen, sich aber kein bißchen um sie gekümmert. Auch sie hat sich seit der Flüchtlingswelle, in besonderem aber durch Silvester in Köln derart radikalisiert, dass sie ihren Gemetzelphantasien auch in der eigenen Familie freien Lauf ließ. Seit 2016 lief sie nur noch mit einer geladenen Waffe im Halfter herum und wollte jeden Moslem töten, der ihr zu Nahe komme. Sie äußerte ihre Fantasien, dass man Flüchtlinge töte und mit deren Blut „Refugees welcome“ schreibe. Hitler und den Nationalsozialismus lehnte wie gewöhnlich in der neurechten Szene ab und sie war auch keine Antisemitin. Alle Beteiligten eint im Übrigen eine extreme Verehrung von Anders Breivik. Daher war ja auch der Tattag so ausgewählt, was die Schwägerin zum Tatzeitpunkt wusste, vielleicht sogar angeregt hat. Zu dem Bruder direkt wollte sich die Zeugin nicht äußern, sie hat damit von ihrem Recht Gebrauch gemacht, Angehörige nicht belasten zu müssen. (Hätte sie auch bei der Ex-Schwägerin so machen können, wollte es aber nunmehr nicht mehr) Vom Bruder ist bekannt, dass er Rechtsanwalt ist, der im Darknet als Waffennarr als „mike-bravo“ ebenfalls umtriebig war, bis das SEK ihn mitten in der Nacht hochgenommen hat, weil er neben seinen legalen Waffen auch illegale hatte. Das Geständnis des Angeklagten ist allem Anschein nach lediglich ein Teilgeständnis, persönlich erklärt er ohnehin nichts und von Reue keine Spur. Die Staatsanwaltschaft erscheint mir bisher als komplett passiv, in den Ermittlungen wurden Standardmaßnahmen nicht ergriffen. Anträge der Nebenkläger auf Beiziehung von Aktenteilen wurden aus mir unerfindlichen Gründen abgelehnt. So u.a. sei die Ermittlungsakte „blab“ nicht relevant, weil man nicht wisse, wer er sei. Ob die Akte aber wichtig ist kann man nach meinem Dafürhalten erst erfahren, wenn man sie sieht. Die zweimaligen konspirativen Bus-Fahrten von Sonboly zum Waffenhändler mit Begleitung wurden nicht richtig aufgeklärt.

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Dieser Kommentar gibt die Meinung des Autors wieder und stellt nicht zwingenderweise den Standpunkt von nex24 dar.

Airline-Branche
„Piloten-Exodus“ Ursache für Krise bei Ryanair

Berlin (ots) – Die irische Billigfluggesellschaft Ryanair verliert wegen ihrer Arbeitsbedingungen viele Piloten an die Konkurrenz. Schon vor einem Jahr habe ein regelrechter „Exodus“ eingesetzt, sagte ein Ryanair-Pilot am Samstag dem Inforadio vom rbb. Die Krise sei schon damals absehbar gewesen. Der Pilot widersprach damit der offiziellen Darstellung von Ryanair. Die Airline hatte Probleme bei der Urlaubsplanung als Grund dafür genannt, dass in den kommenden Monaten tausende Flüge gestrichen werden. Wörtlich sagte der Pilot, der seit einigen Jahren für Ryanair arbeitet, aber aus Furcht um seinen Arbeitsplatz anonym bleiben will: „Dass es eine Krise geben würde, war uns schon vor gut einem Jahr klar, einfach weil wir gesehen haben, dass es einen richtigen Pilotenexodus gab. So was hatte man da vorher nicht gesehen. Bei Ryanair gab es immer ein Kommen und Gehen. So funktionierte das Unternehmen eben. Aber diese Art von Abwanderung gab es vorher nicht … und dann gab es eben diese Ausrede mit der Urlaubsplanung der Piloten, was wirklich sehr merkwürdig ist. Ryanair hat seinen Piloten immer einen Monat Zwangsurlaub gegeben, der auch oft unbezahlt ist.“ Zugleich kritisierte der Pilot Ryanair für seine Arbeitsbedingungen: „Also die stellen sicher, dass ihnen wirklich überhaupt keine – nicht die geringsten – Kosten entstehen. Die investieren gar nichts in die Piloten. Und während der Wirtschaftskrise ging das. Da haben die Leute das gezahlt. Aber mittlerweile ändern sich die Menschen eben. Die anderen Airlines machen das nämlich nicht so. Die zahlen dir deine Ausbildung, deine Uniform, die Hin- und Rückfahrt zur Arbeit.“

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Resonanzstudie
SPD fordert CDU-Generalsekretär Thiele in Vergabeaffäre zum Rücktritt auf

Neue Unterlagen: Politiker war über fragwürdige Vergabe unter McAllister informiert worden Osnabrück (ots) –  Niedersachsens CDU-Generalsekretär und -Schattenminister Ulf Thiele ist nach Ansicht des Parlamentarischen Geschäftsführers der SPD-Landtagsfraktion, Grant Hendrik Tonne, „für Führungsaufgaben nicht geeignet“. Das berichtet die „Neue Osnabrücker Zeitung“ unter Berufung auf die SPD. Anlass der Einschätzung ist die Antwort der Staatskanzlei auf eine parlamentarische Anfrage Tonnes, die der Zeitung vorliegt. Den Unterlagen zufolge war Thiele doch über eine 2012 durchgeführte Resonanzanalyse im Auftrag des damaligen Ministerpräsidenten David McAllister (CDU) informiert. Thiele hatte dies gegenüber der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ bisher bestritten. „Die Landespartei hatte keine Kenntnis von der Studie“, sagte Thiele Anfang September der Zeitung. Auf Anfrage der Staatskanzlei erinnert sich der damalige Regierungssprecher Franz Rainer Enste nun anders: „Schon seit der Zeit der ersten Überlegungen in Bezug auf die Erstellung einer Resonanzstudie hatte der MP [Ministerpräsident] mich gebeten, den Generalsekretär über den jeweiligen Sachstand dem wesentlichen Inhalt nach fortlaufend mündlich zu informieren“, schrieb Enste nun an die Staatskanzlei. Insofern sei „gewiss auch eine Unterrichtung über die Fertigstellung des Fragekanons erfolgt“, so Enste in der dem Blatt vorliegenden Stellungnahme. Damit ist für Tonne klar, dass die Partei bei der Analyse „ihre Finger im Spiel hatte.“ Thiele wies die Vorwürfe zurück: Es sei zwar möglich, dass Enste ihn „am Rande von Terminen“ über die Studie informiert habe. Dies habe für ihn aber keine Bedeutung gehabt. „Es gab keine systematische Zusammenarbeit“, sagte er. Auch Enste relativierte die Ausage. Zwar habe er Thiele „by the way“ informiert, doch dieser sei an der Sache „überhaupt nicht interessiert gewesen“, erinnert sich der frühere Sprecher. Die 2012 in Auftrag gegebene Resonanzanalyse sollte im Auftrag der Staatskanzlei „Wünsche und Wahrnehmungen“ der niedersächsischen Bürger messen. Die Erhebung kostete das Land 44600 Euro, die Ergebnisse wurden nie veröffentlicht. Nach Einschätzung der Staatskanzlei wurden die Vergaberegeln bei der Beauftragung einer Firma aus Wallenhorst nicht eingehalten.