Immobilien
Studie: Immobilienpreise in NRW bis zu 73 Prozent gestiegen

Düsseldorf (ots) – Innerhalb der vergangenen fünf Jahre legten die Preise für Häuser im Mittel von 29 NRW-Städten um 29 Prozent zu, bei Eigentumswohnungen lag das Plus sogar bei 40 Prozent. Dies ergibt eine Studie des Wirtschaftsforschungsinstituts Empirica aus Bonn für die in Düsseldorf erscheinende „Rheinische Post“. Als extremstes Beispiel zogen die Preise in Neuss für Eigentumswohnungen an: Sie stiegen seit Ende 2012 bis Ende 2017 um 73 Prozent auf 190.000 Euro (bei einer Größe von 85 Quadratmetern). In Düsseldorf stieg der mittlere Wert für ein Haus mit 125 Quadratmetern um 41 Prozent auf 531.000 Euro. Dabei gibt der Wert den Median an – die Hälfte der angebotenen Häuser war günstiger, die andere Hälfte teurer. In Köln stieg der Hauspreis um 39 Prozent auf 417.000 Euro. Sehr starke Preissteigerungen gab es insbesondere im Speckgürtel rund um Düsseldorf: So gingen in Erkrath die Preise für Häuser im gemessenen Zeitraum um 35 Prozent auf rund 367.000 Euro hoch, in Ratingen ging es im Mittel um 34 Prozent auf 411.000 Euro nach oben, Monheim brachte es sogar auf eine Preissteigerung um 62 Prozent auf etwa 395.000 Euro. Als Edelvorort von Düsseldorf erreicht Meerbusch einen mittleren Kaufpreis von 473.000 Euro für ein 125-Quadratmeter-Haus (plus 26 Prozent).

Terrorismus
Berlin bekommt ein neues Anti-Terror-Zentrum

Das Berliner Landeskriminalamt stellt sich in der Terror-Bekämpfung neu auf Berlin (ots) – Nach einem internen Papier der Senatsinnenverwaltung, das dem Rundfunk Berlin-Brandenburg und der Berliner Morgenpost vorliegt, erhalten rund 1200 Elitepolizisten ein neues Domizil an der Tempelhofer Ringbahnstraße. Im Gebäude des ehemaligen Reichspostzentralamts werden sämtliche operativen Einsatzkräfte wie das Spezialeinsatzkommando (SEK) und das Mobile Einsatzkommando (MEK) untergebracht. Auch das für islamistischen Terror zuständige Staatsschutzdezernat wird eine Etage des Gebäudes beziehen. Mit dem neuen Anti-Terror-Zentrum ziehen Innensenator Andreas Geisel und die Polizeiführung die Konsequenzen aus dem Fall des Weihnachtsmarkt-Attentäters Anis Amri. Zwischen Staatsschützern und Observationskräften hatte es bei der Beobachtung Amris massive Kommunikations- und Abstimmungsprobleme gegeben. Das Areal an der Ringbahnstraße soll zunächst für 15 Jahre angemietet werden. Die Gesamtkosten für Miete und Umbau belaufen sich auf 125 Millionen Euro. Das Geld wurde vom Hauptausschuss des Berliner Abgeordnetenhauses freigegeben und ist im Doppelhaushalt 2018/19 bereits eingestellt. Anvisierter Bezugstermin des Gebäudes ist der 1.1.2020. Der Berliner CDU-Innenexperte Burkard Dregger unterstützt die Pläne des Senats für ein neues Anti-Terror-Zentrum. Dregger verwies am Donnerstag im Inforadio vom rbb auf die Raumnot beim Landeskriminalamt. Derzeit gebe es nicht einmal genug Arbeitsplätze für alle, die sich mit Terrorabwehr befassen. Außerdem erleichtere es die Ermittlungen, wenn alle Experten zusammen untergebracht seien. „Es ist richtig, die Kommunikationswege zwischen den einzelnen beteiligten Polizeieinheiten zu verbessern und auch die Entscheidungswege zu verkürzen. Natürlich hat das taktische Vorteile, wenn diejenigen, die sich mit diesen Vorgängen beschäftigen, auch räumlich zusammensitzen, damit Informationsfluss und Entscheidungsgeschwindigkeit verbessert werden können.“

PKK-Anschläge in Deutschland
Kommentar: Wer trägt die Hauptschuld an brennenden Moscheen?

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Gastbeitrag von Teyfik Özcan Wer trägt die Hauptschuld an brennenden Moscheen? Die deutschen Mainstream Medien propagieren bei den Moscheeanschlägen eine Verkehrung der Rolle von Opfer und Täter, und verkennen die fatalen Auswirkungen. Die jüngsten Übergriffe auf deutsche Moscheen, türkische Institutionen und auf türkische Gewerbetreibende sowie Kulturhäuser zeigt die ganze Dimension der Medienmacht in Deutschland und die daraus resultierende Hilflosigkeit der Mehrheitsgesellschaft. Die Nachrichtenmaschinerien und die Propagandakampagnen gegen den Islam laufen in Deutschland seit Jahren auf höchstem Niveau und haben zur Folge, dass über 80% der deutschen Bevölkerung die heilige Religion Islam als Gefahr sehen und medial getrieben, dabei jegliche Rationalität ausblenden. Durch die psychologische Manipulation der Menschen und die Wahrnehmungsstörung der Nachrichtenempfänger verschwinden jeglicher Bezug zur Realität und die starre Steuerung respektive Kontrolle der Befehlskette ist höchst problematisch und erreicht zurzeit ihren Höhepunkt. Diese perfide und taktische Vorgehensweise zeigt sich insbesondere in den letzten Tagen dadurch, dass durch effekthaschenden Aktivismus die Agitationen gegen die DITIB Moscheen wieder maßlos zugenommen haben. Dabei wird die öffentliche Wahrnehmung der brennenden Moscheen marginalisiert und eine Nichtigkeit, wie der Besuch von Schülern beim türkischen Staatspräsidenten, zu einem Drama hochstilisiert. Die Quintessenz dieser Dramaturgie kann man folgendermaßen zusammenfassen: „Wer Sympathien für den türkischen Staatspräsidenten hegt, darf sich über brennende Moscheen nicht beschweren.“ Nach dem Motto: „Die Muslime sind selbst schuld an brennenden Moscheen.“
(Foto: Screenshot: der Westen)
Das Credo der Mainstream Medien ist nicht nur purer Zynismus, sondern zeigt auch ein gefährliches Muster vergangener Tage, nach dem Motto: „Die Juden sind selbst schuld am Antisemitismus“ oder „Die Juden sind selbst schuld am Holocaust.“ Wer diese psychologische Einflussnahme der Mainstream Medien verkennt und die eigentlich Schuldigen -mit ihren tagtäglichen Gesetzesbrüchen- reinwäscht, legitimiert die Übergriffe auf religiöse Einrichtungen, macht sich mitschuldig an der Gotteslästerung und nimmt billigend den Tod von unschuldigen Menschen in Deutschland in Kauf. Ein Beitrag zum sozialen Frieden in Deutschland ist es nicht!
Dieser Kommentar gibt die Meinung des Autors wieder und stellt nicht zwingenderweise den Standpunkt von nex24 dar.

Zum Thema

– Terrorismus – PKK-Jugend will “Krieg auf Europas Straßen tragen”

Seitdem die deutschen Behörden wieder verstärkt gegen PKK-nahe Organisationen und Personen in Deutschland vorgehen, ist auch eine Zunahme von Anschlägen – zu der sich diese Gruppen bereits bekannt haben – bemerkbar.

PKK-Jugend will „Krieg auf Europas Straßen tragen“

PKK-Jugend hatte zu Anschlägen aufgerufen
Nach Moschee-Anschlägen: AD-Demokraten rufen zu Wachen auf

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Berlin (nex) – Die Allianz Deutscher Demokraten rufen zu Wachen vor türkischen Moscheen und Vereinen in ganz Deutschland auf. Nachdem PKK-nahe Jugendorganisationen zu Anschlägen aufgerufen hatten, war es in den vergangenen Tagen zu deutschlandweiten Angriffen auf Moscheen und anderen Einrichtungen gekommen. „Die Gefährungslage ist derzeit so hoch wie noch nie“, so Bundesgeneralsekretär der AD-Demokraten, Halil Ertem, gegenüber NEX24. Ertem fordert seine Mitglieder auf, sich bei Moscheen nach deren Vorkehrungen zu erkundigen. „Wenn in Eurer Nähe eine Moschee angezündet wird und unsere Landes, Kreis und Stadtverbände diesen keine Unterstützung angeboten haben, können wir uns dies niemals verzeihen“, sagte Ertem in einem Facebook Post. Tatsächlich halten nach diesem Aufruf zahlreiche AD-Demokraten deutschlandweit Wachen vor Moscheen und posten Bilder hierzu in den sozialen Medien. Alleine im letzten Jahr wurden nach offiziellen Angaben rund 1000 Anschläge auf Muslime und muslimische Einrichtungen verübt. Die Dunkelziffer dürfte wie üblich weitaus höher liegen. Wie konkret die Gefährdung dieser Tage aber tatsächlich ist, wird nicht nur an den Anschlägen in den vergangenen Tagen deutlich. Seitdem die deutschen Behörden wieder verstärkt gegen PKK-nahe Organisationen und Personen in Deutschland vorgehen, ist auch eine Zunahme von Anschlägen – zu der sich diese Gruppen bereits bekannt haben – festzustellen. Die “Apoistische Jugendinitiative” hatte am Samstag in einer Erklärung bekanntgegeben, gemeinsam mit anderen “radikalen Kräften” den Krieg auf “Europas Straßen tragen” zu wollen. Es wird dazu aufgerufen, “radikalere und organisiertere Aktionen” im “Herzen des Kapitalismus” durchzuführen. In der Mitteilung werden Russland, die NATO unter Führung der USA, sowie europäische Staaten beschuldigt, sich gegen das kurdische Volk verschworen zu haben. Die europäischen Staaten müssten verstehen, dass man nicht tatenlos zusehen werde:
Unsere linken Freundinnen und Freunde haben für viele Länder und Städte Europas radikale Aktionen angekündigt, am Montagabend dem 12.3.2018 wollen sie zuschlagen. Als apoistische Jugend schließen wir uns diesen Aktionen an: Ob türkische Botschaften, AKP-Vereine wie UETD, türkische Faschisten sowie ihre Läden und Cafes oder staatliche Institutionen (SPD/CDU-Büros, Polizei, Gerichte), wer den Krieg gegen unser Volk unterstützt und verteidigt wird dafür bezahlen müssen. Lasst dies alle eure Freundinnen und Freunde wissen: Am Montag werden wir als kurdische Jugend die mörderische Stille beenden und den Krieg auf Europas Straßen tragen!
Neben türkischen Einrichtungen sind diesem Aufruf nach auch Anschläge auf deutsche Einrichtungen geplant. Die AD-Demokraten stellen auf Ihrer Website ein Musterdokument zur Beantragung von Polizeischutz zur Verfügung. Der Stadtverband Essen ruft dazu auf, sich nicht an Demos zu beteiligen um die Stimmung nicht weiter anzuheizen. Die türkische Community selbst bemängelt die öffentlich ausbleibende Solidarität und will nicht mehr alleine auf die Bestreifung durch Polizeifahrzeugen vertrauen. Zu groß sei der Vertrauensverlust nach den NSU Morden bei Sicherheitsbehörden.  

Türkei
Reisen: 6. Orangenblüten-Karneval in Adana steht vor der Tür

Von Klaus Jurgens Die 1.75 Millionen Menschen, die im so schönen Adana leben, sind ohnehin und mit allem Recht sehr stolz auf ihre faszinierende Stadt. Nimmt man dann die Metropolregion bzw. den Großraum Adana-Mersin als Berechnungsgrundlage, leben in dieser Region sogar drei Millionen Einwohnerinnen und Einwohner. Und das immer so perfekt blaue Mittelmeer ist auch nur eine halbe Stunde mit dem Auto entfernt. Auf nach Adana: 6. Orangenblüten-Karneval steht vor der Tür Aber seit nunmehr fast sechs Jahren gibt es da etwas ganz Besonderes, was den Charme und die Popularität Adanas in noch hellerem Licht dastehen lässt: den Orangenblüten Karneval! Das Jahr 2018 sieht bereits die sechste Auflage, und Anfang April ist es dann wieder so weit. Etwas mehr Hintergrund: Die türkische Gesellschaft ist sehr willkommenheißend, facettenreich, divers, solidarisch, familienorientiert, aber immer vereint in diesem so typischen Gemeinschaftsgefühl. Eine moderne Gesellschaft, die immer nach neuen Lösungen und Ideen sucht, aber niemals ihre fest verwurzelten Traditionen vernachlässigt. Und genau hier setzten die Organisatoren des Adana-Karnevals im Jahre 2013 an: Erstens, wie kann man eine Großveranstaltung in unserer Stadt ins Leben rufen, die nicht nur einmal, sondern quasi von Anfang an als (liebzugewinnende) Institution angesehen wird? Zweitens, welches Symbol, welche Attraktion, ist so bekannt, dass jeder Adana sogleich damit identifizieren könnte? Drittens, welche Jahreszeit bietet sich an? Und nicht zuletzt, wie kann man nicht nur die so weltoffenen Bürgerinnen und Bürger der eigenen Metropolregion miteinbeziehen, sondern ebenso die ganze Türkei und darüber hinaus das nur einige kurze Flugstunden entfernte gemeinsame Europa? Ein weiteres I-Tüpfelchen gibt es da auch noch: Es sind Besucherinnen und Besucher aus der ganzen Welt eingeladen! Vier Fragen, vier glasklare Antworten: Die beste Chance in einer Stadt, die ohnehin sehr viele erfolgreiche (große) Events anbietet, ist etwas komplett Neues vorzustellen: ein Karneval, der jegliche bekannte Dimensionen sprengt. Symbol? Natürlich die Orangenblüte, die Adana als ohnehin immer sehr bekannte und geschätzte Stadt noch berühmter gemacht hat; es ist ja die Hauptregion für den Anbau dieser so wichtigen und vitaminreichen Frucht mit fast fünfundsiebzig Prozent der nationalen Ernte. Damit war auch der dritte Punkt angehakt: Genau zur Zeit der ersten Blütephase sollte der Karneval stattfinden. Und um alles abzurunden  wurde von Anfang an eine professionelle Public Relations-Agentur mit allen Werbefragen beauftragt. Marketing und PR brauchen einfach Experten. Kurz noch ein Satz zu dieser so ansteckenden Mischung aus Alt und Neu: Da gibt es die Tradition im positiven Sinne, dass der Boden, die Erde, die fleischgebenden Tiere, das Meer, die Früchte uns ernähren – Landwirtschaft, egal ob mit organischem Anbau oder ohne diesen und ein so bedeutender Sektor hier in der Türkei; und dann ist da die Orange, eine symbolträchtige Frucht, die wohl fast jeder Mensch auf der gesamten Welt schätzt. Aber da wir ja in der Moderne leben, muss die Werbung für Veranstaltungen eben auch professionell angegangen werden – sonst kann man nur sehr schwierig große Arenen füllen. Printmedien, Fernsehen, soziale Medien, PR-Events – eben der gesamte pro-aktive Marketing-Mix. Ich hatte bereits die große Freude, am Karneval teilzunehmen, und glauben Sie mir, liebe Leserinnen und Leser, er wächst immer noch an Status, Grandeur, Schönheit! Immer neue Programmpunkte, immer mehr Besucherinnen und Besucher. Dieses Jahr, nur so als Vorgeschmack: der internationale Gitarrenwettbewerb unter dem Motto Mittelmeernächte (‚Akdeniz Akşamları‘). Und die beste Nachricht: Sie können mitspielen! Sie brauchen nur einige wenige Noten und Akkorde zu beherrschen. Diese Aktivität soll über 7 000 Musizierende anlocken, was dann ein neuer Weltrekord wäre. Habe ich schon Ihr Interesse geweckt? Falls nicht: Stellen Sie sich eine riesengroße Straßenparade vor, genau so bunt wie der Karneval in Rio, aber eben speziell mit Orangenblüten-Thema. Hochkarätige Konzerte. Weltklasse-Ausstellungen. Die gesamte Fußgängerzone mit Buden und hochwertigen Souvenirshops. Überall das grün-orange Festivalmotiv. Ein absolut volles Programm mit dem 7. April als einem der Höhepunkte für die Karneval-Parade durch die ganze Innenstadt. Alle weiteren Infos gibt es unter unter www.nisandaadanada.com und natürlich auf Facebook, Twitter, Instagram… Warum schreibe ich vor einem Event über eben diese zukünftige Veranstaltung? Um Sie einzuladen, hoffentlich mit von der Partie zu sein! Vielleicht hatten Sie ohnehin eine Türkeireise geplant? Oder Verwandte rufen Sie wöchentlich an und fragen, wann Sie endlich wieder einmal kommen? Oder Sie waren noch nie in Adana und warteten nur auf einen weiteren Anreiz? Oder ein City-Break liegt in der Luft? Flüge vom deutschsprachigen Raum nach Adana in der Türkei mit einem kurzen Zwischenstopp in Istanbul oder anderswo sind noch sehr preiswert in der Vorsaison, aber Eile ist geboten bezüglich der Hotels: Viele sind schon lange im Voraus ausgebucht, da ‚Nisan’da Adana’da‘ eben schon seit einigen Jahren ein eigenes Markenzeichen geworden ist. Ein weiterer Artikel folgt direkt vom 6. Orangeblüten-Karneval Anfang April für alle, die dieses Jahr nicht dabei sein konnten, da ich mich selber sehr gerne auf den Weg machen werde, um alte und neue Freude zu treffen und einfach angesteckt zu werden von der Atmosphäre dieses Super-Wochenendes. In diesem Beitrag darf dann ein Interview mit Ali Haydar Bozkurt natürlich nicht fehlen – Herr Bozkurt ist die Persönlichkeit, die man durchaus als den „Karneval-Geburtsvater“ bezeichnen darf.  
Klaus Jurgens – London School of Economics Postgraduate Degree Government. Vormals Uni-Dozent Ankara, Schwerpunkt BWL und KMU. Über zehn Jahre vor Ort Erfahrung Türkei. Zur Zeit wohnhaft in Wien. Politischer Analyst und freiberuflicher Journalist.

Türkei
Istanbul: Taxifahrer demonstrieren gegen Uber

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Istanbul (nex) – Taxifahrer versammelten sich am Montag vor dem Gerichtsgebäude Çağlayan in Istanbul, um gegen Uber zu protestieren. Heute beginnt die zweite Anhörung der vom Vereinigten Taxifahrer Verband (İTEO) eingereichten Klage gegen den Online-Vermittlungsdienst. In der vom Istanbul Taxifahrer Verband organisierten Protestaktion beklagten die Teilnehmer, dass sie an Uber Kunden verlieren. „Wir fordern, dass Uber-Fahrzeuge aus dem Verkehr gezogen werden. Sie nehmen uns die Arbeit weg“, sagte İTEO Präsident Eyüp Aksu gegenüber türkischen Medien. Mit Schildern, auf denen Sätze wie „Uber = Globaler Dieb“ und „Wir wollen Dieb Uber hier nicht“ zu lesen waren, machten die Taxifahrer ihren Unmut deutlich. Uber sei bereits aus vielen europäischen Ländern vertrieben worden, so die Teilnehmer. „Wir glauben, dass das türkische Justizsystem zugunsten der Menschen entscheiden sollte und nicht derjenigen, die über Kapitalmacht verfügen“, so ein Fahrer. In den letzten Wochen sind in Istanbul die Spannungen zwischen Taxi- und Uber-Fahrern gestiegen. Uber-Fahrer sollen türkischen Medienberichten zufolge vermehrt Ziel von Angriffen sein. Am 10. März sei im Istanbuler Bezirk Küçükçekmece sogar auf ein Uber-Fahrzeug geschossen worden. Nach dem Angriff veröffentlichte Uber eine Erklärung über die steigende Zahl von gewalttätigen Zwischenfällen in der Türkei, die auf Uber-Fahrzeuge abzielten. Aksu rief die Leute dazu auf, den Uber-Service nicht zu nutzen und sagte: „Der Kampf, den Taxifahrer gegen nicht lizenzierte Taxis geführt haben, ist offensichtlich. Ubers Arbeitsweise stellt bloß eine weitere Form von unlizenziertem Taxitransport dar. Diese Situation sollte nicht nur die Taxifahrer betroffen machen, sondern alle Fraktionen, die sich um die Interessen des Landes kümmern.“

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– Türkei – Istanbul: Erste Elektro-Taxis einsatzbereit

Die Verwaltung des Istanbuler Landkreises Beyoglu sowie die Istanbuler Taxikammer IETO haben am gestrigen Freitag als Suhur-Event erstmals Elektroautos zur Nutzung in der Stadt präsentiert.

Istanbul: Erste Elektro-Taxis einsatzbereit
     

Studie
Brexit wird EU 37 Milliarden Euro kosten

München/Brüssel (ots) – Die direkten Kosten des Brexit werden sich für Unternehmen in der EU27 auf 37 Milliarden Euro und für Unternehmen im Vereinigten Königreich (UK) auf 32 Milliarden Euro belaufen – auch nachdem erste Schritte zur Kostensenkung unternommen wurden. In der EU entfallen allein neun Milliarden Euro auf deutsche Unternehmen, 80 Prozent davon auf die Branchen Automobil, Chemie, sonstige Fertigung, Lebensmittel/Getränke und Konsumgüter. 70 Prozent der in Deutschland anfallenden Kosten entstehen in nur vier der 16 Bundesländer – Bayern, Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg und Niedersachsen. Das zeigt eine gemeinsame Analyse der Strategieberatung Oliver Wyman und der Anwaltssozietät Clifford Chance. Für die Analyse wurden die Auswirkungen von Zöllen und regulatorischen Barrieren berechnet, falls die EU27 und die UK zu einer Handelsbeziehung nach Regeln der Welthandelsorganisation (WTO) zu-rückkehren. Der Report beziffert die direkten Kosten für Unternehmen in der EU auf 37 Milliarden Euro und in der UK auf 32 Milliarden Euro pro Jahr – unter Berücksichtigung erster Schritte zur Kostensenkung. Der größte Kostenanteil entsteht durch regulatorische Handelsbarrieren; dazu zählen etwa Kosten für Zulassungen oder durch erhöhten Zeitaufwand an der Grenze. Auf deutsche Unternehmen kommt mit neun Milliarden Euro über ein Viertel der in der EU27 anfallenden Kosten zu. Automobilindustrie besonders betroffen Die direkten Kosten des Brexit sind in Deutschland auf fünf Branchen konzentriert: Automobil, Chemie, sonstige Fertigung, Lebensmittel/Getränke und Konsumgüter werden mit sieben Milliarden Euro 80 Prozent der anfallenden Kosten tragen. Am stärksten wird in Deutschland die Automobilbranche mit zusätzlichen Kosten von über drei Milliarden Euro betroffen sein. In UK wird allein die Finanzdienstleistungsbranche ein Drittel der direkten Kosten tragen müssen. Aufgrund der regionalen Wirtschaftsstruktur in Deutschland werden die Auswirkungen des Brexit besonders in Bayern, Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg und Niedersachsen spürbar sein. Dort sind die meisten Automobil- und Fertigungsunternehmen ansässig. Die Unternehmen in den vier Bundesländern müssen 70 Prozent der direkten auf Deutschland entfallenden Kosten des Brexits schultern. Finja Carolin Kütz, Deutschlandchefin von Oliver Wyman, sagt: „Über 50 Prozent der deutschen Exporte nach UK sind auf die Automobilindustrie, sonstige Fertigungsindustrie und die Chemiebranche zurückzuführen. Mit ihrer starken Integration in europäische Supply Chains werden sie die Auswirkungen des Brexit besonders stark zu spüren bekommen und ihre Wertschöpfungsketten umstrukturieren müssen.“ Auf unsichere Zeiten einstellen Die Fähigkeit, die Auswirkungen des Brexit abzufangen, hängt neben der Industrie auch von der Unternehmensgröße ab. Größeren Unternehmen mit Erfahrung im Handel außerhalb der EU wird es leichter fallen, die neue Komplexität zu managen. Für die kleinen wird es schwieriger, weiß Kütz: „Über 60 Prozent der exportierenden kleinen und Kleinstunternehmen in Deutschland handeln nur innerhalb der EU und haben keine Prozesse für den außereuropäischen Handel. Gerade diejenigen, für die UK ein wichtiger Handelspartner ist, müssen ganz neue Kompetenzen aufbauen.“ Unabhängig von Branche und Größe gilt es für alle Unternehmen, sich auf unsichere Zeiten vorzubereiten. Denn auch für die großen Hersteller kann es problematisch werden, wenn plötzlich ein Sub-Zulieferer aufgrund der zunehmenden Komplexität ein wichtiges Teil nicht liefern kann. Transparentere Lieferketten können dabei helfen, Engpässen vorzubeugen. Kütz: „Unternehmen müssen sowohl die Kosten des Brexits managen als auch die Chancen nutzen, die sich durch die Neugestaltung von Lieferketten und die Überprüfung der Standortstrategie ergeben. Darauf sind sie zurzeit jedoch noch unterschiedlich gut vorbereitet.“ Marc Benzler, Partner bei Clifford Chance, sagt: „Wer sich nicht richtig vorbereitet, wird scheitern. Angesichts der Unvorhersehbarkeit der anstehenden Turbulenzen setzen sich viele Unternehmen nicht ausreichend mit dem Thema Brexit auseinander. Doch Unternehmen, die verstehen, wo die Risiken und Chancen des Brexits liegen, können entsprechend planen und die negativen Auswirkungen minimieren.“

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– Brexit – Freihandelsabkommen zwischen Türkei und Großbritannien immer wahrscheinlicher

Der türkische Wirtschaftsminister Nihat Zeybekci hat die Notwendigkeit eines Freihandelsabkommens zwischen der Türkei und Großbritannien hervorgehoben, sobald letzteres den Brexit vollzogen habe.

Freihandelsabkommen zwischen Türkei und Großbritannien immer wahrscheinlicher

Der "Totengräber Jugoslawiens"
Serbien: Vereinigung fordert Milosevic-Denkmal

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Belgrad (nex) – Der heute vor zwölf Jahren verstorbene serbische Politiker Slobodan Milosevic könnte in der Hauptstadt Belgrad bald eine nach ihm benannte Straße, einen Platz, oder ein Denkmal erhalten. Auf Initiative des Ehrenpräsidenten und Gründers der Sozialistischen Partei Serbiens (SPS), Milutin Mrkonjic, hat am Freitag eine Gruppe von jungen Parteiaktivisten und Vertretern der Bürgervereinigung „Sloboda“ einen solchen Antrag beim Rathaus dem Gemeinderat eingereicht. Das berichtet die serbische Tageszeitung Vecernje Novosti. Der Zeitung zufolge wurde die Initiative am Freitagmittag an die Stadtverwaltung übergeben sowie auch an die serbische Präsidentschaft weitergeleitet. „Ich stimme der Idee zu, das letzte Wort wird aber der Gemeinderat haben“, sagte der SPS-Vorsitzende und amtierende Außenminister Serbiens, Ivica Dacic, der Zeitung. Den Initiatoren nach war Milosevic „einer der größten Staatsmänner des modernen Serbiens“. Er habe es „niemanden erlaubt, das serbische Volk zu demütigen“ und habe das Land vor der NATO verteidigt. Zudem habe er ein Mehrparteiensystem eingeführt. Es gebe eine moralische Verpflichtung für die Bürger Serbiens, ihre Dankbarkeit zu zeigen. Im Zusammenhang mit dem Kosovokrieg wurde Milosevic 1999 als erstes Staatsoberhaupt noch während seiner Amtsausübung von einem UN-Kriegsverbrechertribunal wegen Völkermordes angeklagt. 2001 wurde er auf Betreiben des damaligen serbischen Ministerpräsidenten Zoran Dinđić verhaftet und an Den Haag ausgeliefert. Er soll für die Deportation von fast 200.000 Kroaten und anderen Nichtserben sowie für den Tod von 9000 Menschen in Bosnien verantwortlich sein. Allein bei den Massakern in Srebrenica seien unter seiner Führung 7000 Zivilisten getötet worden. Zudem sei er für die Vertreibung von über 750.000 Zivilisten aus dem Kosovo und fast 900 Toten während des Kosovo-Krieges (1999) verantwortlich.

Zum Thema

– Völkemord an bosnischen Muslimen – Düsseldorf: Bosnische Gemeinde fordert vom Bundestag Srebrenica-Resolution

Das Islamische Kulturzentrum Düsseldorf e.V. hat am Freitag die Abgeordneten des Deutschen Bundestages aufgefordert die Srebrenica-Resolution zu verabschieden.

Düsseldorf: Bosnische Gemeinde fordert vom Bundestag Srebrenica-Resolution
             

Mainz
Kardinal Lehmann mit 81 Jahren gestorben: Streiter für den Dialog zwischen den Religionen

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Mainz – Karl Kardinal Lehmann, ist am heutigen 11. März 2018 im Alter von 81 Jahren in Mainz verstorben. „Mit Karl Lehmann ist ein Streiter für den Dialog zwischen den Religionen gestorben. Lehmann hat es sich nie einfach gemacht. Ein liberaler Katholik, der seine Kirche öffnen und bereit für die Zukunft machen wollte. Die Nähe zu den Gläubigen im Bistum war der Grund für seinen ausnahmslos guten Ruf, von dem auch im SWR häufig zu hören war. Lehmann war ein Katholik mit Profil. Mainz und seiner Geburtsstadt Sigmaringen wird er fehlen“, sagte SWR Intendant Peter Boudgoust in einer Stellungnahme. „Der Tod von Kardinal Lehmann erfüllt mich mit Trauer. Mit ihm verliert die katholische Kirche einen großen Denker und streitbaren Geist, der im ganzen Land beliebt und weltweit anerkannt war. Besonders beeindruckt hat mich sein ökumenisches Engagement, das er zunächst als Theologieprofessor und dann als Bischof pflegte und das ihn zu einem wahrhaftigen Brückenbauer machte. Wir trauern heute gemeinsam mit den vielen Gläubigen, denen Kardinal Lehmann immer verbunden war“, so  ARD-Vorsitzender und BR-Intendant Ulrich Wilhelm. In Deutschland war er bekannter als mancher Politiker und beliebter als mancher Fernsehstar. In Rom war er nicht immer so gern gesehen, denn er widersprach auch gerne einmal öffentlich einem „Römer“. Der frühere Mainzer Bischof, Karl Kardinal Lehmann, war bekannt und beliebt wie kein zweiter Bischof in Deutschland. Was war sein Geheimnis? Dieser Frage geht der Film von Ute-Beatrix Giebel nach. Von 1983 bis 2016 leitete er das Bistum Mainz. Ungewöhnlich lange 21 Jahre war er der von seinen Kollegen gewählte Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz und erster Ansprechpartner für Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. 2001 hatte ihn der damalige Papst Johannes Paul II. zum Kardinal ernannt. Karl Lehmann deutete dies als Würdigung seiner Lebensleistung, denn Mainz ist kein klassischer Kardinalssitz wie Berlin, Köln und München. Das Verhältnis zum Papst aus Polen war nicht immer frei von Spannungen. Jahrelang zog sich der Streit um die Schwangerenkonfliktberatung in Deutschland hin. Vergeblich hatte Bischof Lehmann versucht, Brücken zu bauen zwischen fortschrittlichen katholischen Laien in Deutschland, deutschem Recht und vatikanischen Vorstellungen. Das Ringen um Verständigung dauerte Jahre, doch die Unterschiede blieben unüberbrückbar. Nur eine Station im langen Wirken Lehmanns. SWR extra: Zum Tode von Kardinal Karl Lehmann Er war einer der bedeutendsten Bischöfe Deutschlands und doch immer volksnah: Der Mainzer Kardinal Karl Lehmann. „SWR extra“ schaut zurück auf sein bewegtes Leben: seine Zeit als Mainzer Bischof und Vorsitzender der deutschen Bischofskonferenz, sein Verhältnis zum Vatikan. Lehmann hatte viele Interessen. Er kümmerte sich längst nicht nur um Kirchenthemen, sondern war ein äußerst politischer Mensch und er mischte sich immer wieder gerne unters Volk, das ihn liebte. Das SWR Fernsehen blickt auf sein Leben und hat mit einstigen Weggefährten gesprochen. Die 30-minütige Sendung kommt live aus Mainz. Es moderiert Ina-Gabriele Barich. Der SWR-Film zeichnet das Leben des Kardinals von seiner Herkunft aus Sigmaringen, der Kindheit unter der Naziherrschaft und während des Krieges, den Studienjahren in Rom während der Zeit des großen Aufbruchs in der katholischen Kirche, dem Zweiten Vatikanischen Konzil, bis hin zu seinem Alltag im Mainzer Bischofshaus. „Das Geheimnis des Kardinals“ sucht nach dem Grund der großen Beliebtheit dieses Kirchenmannes in der Kirche und auch bei Kirchenfernen und porträtiert einen politischen wie kritischen Zeitgenossen, der von Freunden wie auch Kritikern hoch geachtet war und ist. Die Sendungen des SWR Fernsehens am Sonntag, 11. März 2018 15:40-15:45 Uhr – SWR extra „Zum Tode von Karl Kardinal Lehmann“ (SWR Fernsehen für RP und BW sowie SR) 15:45-16:30 Uhr – „Das Geheimnis des Kardinals“ (SWR Fernsehen für RP und BW SR) 18:45-19:15 Uhr – SWR extra „Zum Tode von Karl Kardinal Lehmann“ (SWR Fernsehen für RP und BW)

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– Dialog mit dem Islam – Kardinal Lehmann: “AfD für mich als Christ nicht wählbar”

Der Mainzer Bischof Karl Kardinal Lehmann hat wenige Tage vor seinem 80.Geburtstag vor dem „spannungsvollen Phänomen“ der AfD gewarnt.

Kardinal Lehmann: „AfD für mich als Christ nicht wählbar“

Europaweite Ausschreitungen
Angriffe auf Türkischstämmige bei PKK-nahen Spontan-Demos

Stuttgart (tp/nex) – In zahlreichen deutschen Städten haben PKK-nahe Organisationen zu spontanen Demonstrationen und Solidarisierung mit der nordsyrischen Stadt Afrin aufgerufen. Dabei sind nach bisherigen Erkenntnissen seit Samstagabend mehrere Türkischstämmige bei Übergriffen von Demonstrationsteilnehmern verletzt worden. Es sind bislang im Bundesgebiet mehrere Sachbeschädigungen gemeldet worden. Zu den Spontan-Kundgebungen hat u.a. die NAV-DEM e.V. aufgerufen. In Stuttgart wurden zwei Frauen in ihrem Fahrzeug angegriffen, als sie an einer roten Ampel in der Theodor-Heuss-Straße anhielten. Ein Dutzend Telnehmer einer Spontandemo hatten nach Angaben der zwei jungen Frauen, die nach der Arbeit auf dem Nachhauseweg waren, das Fahrzeug angegriffen. Eine Frau aus dem Fahrzeug wurde dabei herausgezerrt und geschlagen. Laut einem Beitrag in Facebook erlitt die junge Frau durch einen Faustschlag Nasenbluten. Das Fahrzeug wurde dabei heftig traktiert und weist erheblichen Schaden auf.
(Foto: Screenshot/fb)
In Dortmund und Essen melden türkischstämmige Bürger, dass ihre Fahrzeuge von Demonstrationsteilnehmern beschädigt wurden. Offenbar gingen die Randalierer gezielt gegen Fahrzeuge vor, die eine türkische Fahne oder vergleichbares aufwiesen. In Berlin wurde ein Café in der Antonstraße, in München ein Sportclub und Café in der Stadtmitte und in Köln ebenfalls ein Café, die von Türkischstämmigen betrieben werden, Ziele von Teilnehmern der seit Samstagabend stattfindenden Spontandemonstrationen. Laut Angaben der Betreiber entstand dabei Sachschaden, man kam mit dem Schrecken davon. In Hamburg griffen Demonstranten am Hauptbahnhof Polizei und Bürger auf den Bahnsteigen an. In zahlreichen Videos die in sozialen Netzwerken geteilt werden, werfen Bürger den Demonstranten Gewaltanwendung vor. Auch in europäischen Hauptstädten ging die Polizei gegen die gewaltbereiten Demonstrationen vor, so u.a. in Brüssel und London.

PKK-Jugend will “Krieg auf Europas Straßen tragen”

Seitdem die deutschen Behörden wieder verstärkt gegen PKK-nahe Organisationen und Personen in Deutschland vorgehen, ist auch eine Zunahme von Anschlägen – zu der sich diese Gruppen bereits bekannt haben – festzustellen. Auch die Gewaltbereitschaft gegenüber der Polizei, wie etwa bei den Gewaltexzessen in Düsseldorf oder Stuttgart mit Dutzenden, zum Teil schwerverletzten Polizeibeamten, hat in den letzten Monaten enorm zugenommen. Die PKK-nahe Organisation “Apoistische Jugendinitiative” hat am Samstag in einer Erklärung nun bekanntgegeben, gemeinsam mit anderen “radikalen Kräften” den Krieg auf “Europas Straßen tragen” zu wollen. Es wird dazu aufgerufen, “radikalere und organisiertere Aktionen” im “Herzen des Kapitalismus” durchzuführen. In der Mitteilung werden Russland, die NATO unter Führung der USA, sowie europäische Staaten beschuldigt, sich gegen das kurdische Volk verschworen zu haben. Die europäischen Staaten müssten verstehen, dass man nicht tatenlos zusehen werde:
Unsere linken Freundinnen und Freunde haben für viele Länder und Städte Europas radikale Aktionen angekündigt, am Montagabend dem 12.3.2018 wollen sie zuschlagen. Als apoistische Jugend schließen wir uns diesen Aktionen an: Ob türkische Botschaften, AKP-Vereine wie UETD, türkische Faschisten sowie ihre Läden und Cafes oder staatliche Institutionen (SPD/CDU-Büros, Polizei, Gerichte), wer den Krieg gegen unser Volk unterstützt und verteidigt wird dafür bezahlen müssen. Lasst dies alle eure Freundinnen und Freunde wissen: Am Montag werden wir als kurdische Jugend die mörderische Stille beenden und den Krieg auf Europas Straßen tragen!
NAV-DEM verurteilt Razzien bei kurdischen Medienunternehmen Der kurdische Verein NAV-DEM e.V. verurteilte in einer Stellungnahme zudem die Razzien bei den PKK-nahen Medienunternehmen Mezopotamien Verlag und Vertrieb GmbH und MIR Multimedia GmbH in Neuss. „Wir haben bereits zu dem Verbot des Newroz-Festes in Hannover erklärt, dass sich die Verbotspolitik der Bundesregierung nicht mehr bloß gegen politisch aktive Kurdinnen und Kurden richtet. Sie richtet sich mittlerweile gegen die kurdische Bevölkerung, ihre Kultur und Geschichte als Gesamtes”, so Ayten Kaplan, Co-Vorsitzende von NAV-DEM. Das Bundesinnenministerium hat gegen die in Neuss ansässigen Firmen ein vereinsrechtliches Ermittlungsverfahren eingeleitet. Ihnen wird vorgeworfen, mit den von ihnen “vertriebenen Produkten den organisatorischen Zusammenhalt der in Deutschland verbotenen PKK zu unterstützen”. Nach dem Stand der Erkenntnisse bestehe der dringende Verdacht, dass “Zweck und Tätigkeit beider Firmen Strafgesetzen zuwiderlaufen”. “Unser Rechtsstaat ist eine gegenüber allen extremistischen Phänomenen wehrhafte Demokratie”, so Bundesinnenminister Dr. Thomas de Maizière in der Mitteilung und weiter:
“Die heutigen Durchsuchungen richten sich gegen Firmen im Einflussbereich der bereits seit 1993 verbotenen PKK. Wir lassen es nicht zu, dass Verbote umgangen werden oder gegen Verbote verstoßen wird und damit terroristische Organisationen unterstützt werden. Die heutige Maßnahme reiht sich ein in vorausgegangene Verbotsmaßnahmen: Der Rechtsstaat bietet seinen Feinden die Stirn!”
Das Medienunternehmen Mezopotamya veröffentlichte Schriften des seit 1999 in der Türkei inhaftierten Gründers der PKK, Abdullah Öcalan, sowie Propagandamaterial der Terrororganisation. PKK-Jugend droht Deutschland mit Terror Bereits im Januar drohten PKK-nahe Organisationen in einer Erklärung Deutschland mit Terror. Der Krieg in Nordsyrien gegen die YPG werde vor allem seitens des deutschen Kapitals unterstützt und finanziert. Die Organisationen betrachteten den “deutschen Imperialismus” als Kriegspartei. Sie würden nicht davor abschrecken, “den Krieg erneut auf die Straßen Deutschlands” zu tragen.

Polit-Experte: Rückkehrende westliche PKK-Kämpfer könnten Anschläge verüben


Deutschland solle nicht glauben, “dass sie sich von dieser Entwicklung abschotten können”. Es seien deutsche Waffen, mit denen das Land “zerstört und die Kinder massakriert” würden, und Deutschlands politische und finanzielle Unterstützung machten den “Krieg erst möglich”, so in der Erklärung der Organisation. Deutsche Geheimdienste “entführten, inhaftierten, folterten und ermordeten gemeinsam mit dem türkischen Faschismus” in Deutschland und auch im Ausland “RevolutionärInnen”. Die PKK-Organisation werde “nicht davor zurückschrecken diesen Krieg auch zurück auf die deutschen Straßen” zu tragen. Jeder Ort sei ab sofort Gebiet des Widerstands. Der Krieg (gemeint ist die türkische Militäroffensive “Operation Olivenzweig” gegen die Stellungen der Terrororganisation PYD, Anm d. Red.) sei nicht nur ein “Krieg der Türkei gegen das kurdische Volk”, sondern ein “internationaler Krieg aller konterrevolutionären Kräfte gegen die demokratische Befreiung des Mittleren Ostens”, so die Organisation in der Erklärung. In der Ankündigung hieß es auch, dass sie sich durch niemanden aufhalten lassen würden, so lange sie vom “Führer” Abdullah Öcalan nichts hörten. Militäroperation “Olivenzweig” Aus der Luft und vom Boden greift die Türkei seit Samstag Stellungen der PYD im Norden Syriens an. Mit der “Operation Olivenzweig” wolle die Regierung in Ankara die Bewohner der Grenzregion von der “Unterdrückung durch Terroristen” befreien, erklärte der türkische Generalstab. Er berief sich auf das “Recht zur Selbstverteidigung”. Der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu hat sich in einer Stellungnahme zu der  Militäroperation geäußert. “Wir haben alle Parteien, einschließlich der UN, informiert und US-Außenminister Tillerson mitgeteilt, dass die USA an unserer Seite sein sollten”, so Cavusoglu gegenüber den türkischen Medien. Des Weiteren habe Ankara auch die syrische Regierung schriftlich informiert.

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