MMA-News
UFC: Dustin Poirier dankt Khabib Nurmagomedov für Spende

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Via Twitter dankte der US-amerikanische MMA-Kämpfer Dustin Poirier dem russischen UFC-Champion Khabib Nurmagomedov für eine „großzügige Spende“ an seine Stiftung „Good Fight Foundation“. „Vielen Dank für Deine großzügige Spende an The Good Fight und dafür, dass Du ein Mann Deines Wortes bist. Dein Beitrag wird so vielen Menschen helfen!“, zitiert die Nachrichtenagentur Sputnik eine Mitteilung der Stiftung.
(Foto: Screenshot/Twitter)
Nurmagomedov holte bei der UFC 242 in Abu Dhabi am 7. September mit einem Sieg gegen Poirier den Titel zurück. Wie Sputnik berichtet, tauschten die Rivalen unmittelbar nach dem Kampf T-Shirts aus. Nurmagomedov habe dem Amerikaner versprochen, dessen Kleidung auf einer Auktion zu verkaufen und das Geld an die Wohltätigkeitsstiftung von Poirier zu überweisen. Numagomedov bezwang Poirier in Runde drei nach einem Rear Naked Choke via Submission. Mit einer Bilanz von 28 Siegen und null Niederlagen ist der 30-jährige Leichtgewichtsmeister in seiner Karriere somit weiter ungeschlagen. Sieg gegen McGregor Nurmagomedov hatte im vergangenen Oktober den mit Spannung erwarteten Kampf gegen den Iren McGregor bei der UFC 229 deutlich gewonnen und blieb weiter ungeschlagen. Der Russe aus der autonomen russischen Republik Daghestan dominierte den Kampf über vier Runden und siegte schließlich verdient. Nurmagomedov wurde jedoch eine neunmonatige Sperre auferlegt, weil er nach dem Kampf gegen McGregor aus dem Oktagon in die Ecke des McGregor-Teams sprang und auf dessen Teammitglieder einschlug. Der Russe entschuldigte sein Verhalten im Nachhinein und nannte Beleidigungen gegen ihn und seine Familie als Grund des Ausrasters.

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Teknofest 2019
Istanbul: Russische Kampfjets SU-35 in der Türkei gelandet

Istanbul – Russlands Kampfjet Sukhoi Su-35 ist am Samstag für das Teknofest 2019, das vom 17. bis 22. September in Istanbul stattfindet, in der Türkei gelandet. „Der Mehrzweck-Kampfflugzeug Sukhoi Su-35 ist am türkischen Atatürk-Flughafen angekommen, um an der Teknofest-Ausstellung teilzunehmen“, so ein Sprecher der russischen United Aircraft Corporation (UAC) gegenüber der Nachrichtenagentur TASS. Der UAC-Pressedienst fügte hinzu, dass andere russische Flugzeuge – sowohl Passagier- als auch Sonderflugzeuge – für das Technologie-Festival erwartet würden, etwa die MC-21 und SSJ-100 Flugzeuge sowie dem Amphibienflugzeug Be-200. Ankara habe auf der internationalen Luftfahrtschau MAKS 2019 in Russland, sein Interesse für Kauf der russischen Kampfflugzeuge Sukhoi Su-35 und Su-57 geäußert.
(Foto: Screenshot/CNN Türk
Washington hat es verboten, den Joint-Strike-Fighter F-35 an die Türkei auszuliefern. Die türkischen Kampfpiloten, die in den USA eine Ausbildung an dieser Maschine durchliefen, werden nach Hause geschickt – und müssen bald womöglich das Steuern der russischen Su-35 erlernen. Wie die Nachrichtenagentur Sputnik unter Bezugnahme auf eine Meldung der türkischen Tageszeitung Yeni Safak weiter berichtet, hat Ankara das türkische Militär und die Industrie aufgefordert, die russische Suchoi Su-35 als möglichen Kampfjet für die türkische Luftwaffe zu prüfen. „Wenn Ankara den russischen Kampfjet kauft, dann würde das die strategische Partnerschaft zwischen Russland und der Türkei nach der Umsetzung des S-400-Deals weiter festigen“, zitiert Sputnik den Sicherheitsforscher und Politologen, Mehmet Seyfettin Erol, vom Forschungszentrum Ankasam. Moskau bereit zu liefern Moskau hatte bereits im April die Bereitschaft signalisiert, russische Kampfjets an die Türkei zu verkaufen, falls die Vereinigten Staaten die Lieferung von F-35-Kampfflugzeugen einstellen. Alexander Mikheev, Leiter des russischen staatlichen Waffenexporteurs sagte, dass Russland bereit sei, diese Option zu besprechen, so die Nachrichtenagentur Interfax. „Wenn die türkische Seite bei uns Konsultationen beantragt, werden wir bereit sein, uns im Rahmen unserer Möglichkeiten mit der russischen United Aircraft Company zu beraten“, sagte er. Russland begrüß die „harte Haltung“ des türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan gegenüber den USA. Moskau sagte, dass man die „harte Haltung“ Erdogans gegenüber den USA begrüße.

„Der Druck war in der Tat beispiellos. Wir begrüßen die ziemlich harte und kategorische Haltung von Präsident Erdogan. Wir glauben, dass nur diese Position es uns ermöglicht, tatsächlich einen freien und souveränen Dialog aufzubauen“, sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow in der Sendung „Moskau. Kreml. Putin“ des russischen TV-Kanals Rossiya-1TV im Mai. Russland und die Türkei gehörten laut Peskow zu den wenigen Länder auf der Welt, die souverän und selbstständig handeln könnten.

Nachdem die Bundesregierung im August 2015 den Abzug der deutschen Patriot-Abwehrraketen aus der Türkei angekündigt hatte, gab Ankara 2017 den Kauf des russischen System S-400 bekannt. Die USA haben dieses Vorhaben Ankaras scharf verurteilt und ihren NATO-Partner gewarnt, dass sie, wenn der Kauf voranschreitet, die Teilnahme Ankaras am Jagdflugzeugprogramm F-35 neu bewerten müssten. „Die Türkei muss sich entscheiden“, warnte der amerikanische Vizepräsident Mike Pence. „Will sie ein echter Partner im erfolgreichsten Militärbündnis der Geschichte bleiben oder will sie die Sicherheit dieser Partnerschaft gefährden, indem sie solche rücksichtslosen Entscheidungen trifft, die unser NATO-Bündnis untergraben“, fragte Pence. Der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu drohte daraufhin mit einem Kauf russischer Kampfjets. „Es gibt die F-35, aber es gibt auch Flugzeuge, die in Russland hergestellt werden. Wenn wir keine F-35 kaufen können, wird die Türkei ähnliche Flugzeuge aus anderen Ländern kaufen. Und das wird so lange so fortgeführt, bis wir mit der Produktion unserer eigenen Kampfjets der fünften Generation beginnen“, zitiert der türkische Nachrichtensender NTV Cavusoglu. Russisch-türkischer Kampfjet Im vergangenen Mai haben Ankara und Moskau auch Pläne für die gemeinsame Entwicklung eines Kampfjets der fünften Generation angekündigt. Dafür seien bereits erste Testberatungen aufgenommen worden. „Wir beraten über die Kampfjets der Generation 4 ++ und führen auch die ersten Testberatungen zur fünften Generation durch, obwohl die Entscheidung auf höchster Ebene getroffen wird“, zitiert die russische Nachrichtenagentur Sputnik den Vize-Generaldirektor des russischen Rüstungskonzerns Rosoboronexport, Sergej Ladygin. Ladygin habe zudem betont, dass Russland der Türkei helfen werde, eine nationale Raketenabwehr mit höherer Fernwirkung aufzubauen, berichtet Sputnik unter Berufung auf ein Interview mit dem russischen TV-Sender „Swesda“ weiter.

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Kampfjets Su-57 und F-22: Der eine ist rücksichtlos auf Wendigkeit, der andere auf Tarnkappenfähigkeit ausgelegt. Beide Maschinen haben ihre eigenen Stärken.

Kampfjet-Vergleich: Su-57 gegen F-22
   

Apimondia International
Kanada: Türkischer Honig als bester der Welt ausgezeichnet

Montreal – Bei einem internationalen Imkertreffen in Montreal, Kanada, wurde der Polyflorahonig des türkischen Unternehmens Egricay Bal als bester Honig der Welt ausgezeichnet. Der 46. Apimondia International Imkerkongress versammelte vom 8. bis 12. September mehr als 6.000 Teilnehmer aus 80 Ländern. Am Donnerstag fand eine Preisverleihung statt, um die internationale Veranstaltung abzuschließen.
(Foto: AA)
„Die Tradition der Bienenzucht in unserer Familie reicht mehr als 300 Jahre zurück, wir arbeiten hart daran, hochwertigen Honig zu produzieren“, sagte Celal Cay, der Besitzer von Egricay Bal, gegenüber der Nachrichtenagentur Anadolu nach Erhalt der Auszeichnung. Das Unternehmen habe auch eine Silbermedaille bei einem Kongress in Kiew 2013 und eine Goldmedaille in Istanbul 2017 gewonnen.

Anti-Terror-Einsatz
USA melden Tod von Bin-Laden-Sohn Hamza

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Der Sohn von Al-Kaida-Gründer Osama bin Laden, Hamza, ist tot. Er starb laut US-Regierung bei einem Anti-Terror-Einsatz in der Region Afghanistan/Pakistan. Das Weiße Haus spricht von einem Rückschlag für Al Kaida.

Wie die Tagesschau weiter berichtet, hat Washington den Tod von Hamza bin Laden bestätigt, einem Sohn von Al-Kaida-Gründer Osama bin Laden. Er soll eine führende Rolle in dem Terrornetzwerk gehabt haben und „wurde bei einem US-geführten Anti-Terror-Einsatz in der Region Afghanistan/Pakistan getötet“, hieß es aus dem Weißen Haus. Zum Todeszeitpunkt wurden in der Erklärung keine Angaben gemacht.

„Der Tod des Bin-Laden-Sohns stellt nicht nur aus symbolischen Gründen einen Rückschlag für Al Kaida dar, sondern unterminiert auch wichtige Aktivitäten der Gruppe“, zitiert die Tagesschau eine Mitteilung des Weißen Hauses. Bereits Anfang August hatten US-Medien berichtet, der etwa 30-Jährige sei tot. Sie beriefen sich damals auf Geheimdienstinformationen.

Kurden gegen PKK
Türkei: Künstler, Musiker und Schauspieler schließen sich Protesten kurdischer Eltern gegen HDP an

Proteste gegen die Verschleppung von Kindern weiten sich aus Der andauernde Sitzstreik gegen die Verschleppung und Rekrutierung kurdischer Kinder durch die Terrororganisation PKK und deren politischen Arm, der „Demokratischen Volkspartei“ (HDP), in Diyarbakır, entwickelt sich zu einem Lauffeuer. Nachdem sich in den letzten Tagen mächtige Kurden-Clans den Protesten angeschlossen hatten, bekamen die „Mütter von Diyarbakır“, wie die Aufbegehrenden genannt werden, prominente Unterstützung. Künstler, Musiker und Schauspieler unterstützen „Mütter von Diyarbakır“ Bekannte Stars aus dem türkischen Showbusiness wie Hülya Koçyiğit, Muazzez Ersoy, Gülben Ergen, Yavuz Bingöl und Hasan Kaçan besuchten die streikenden Eltern, die seit Wochen vor der Parteizentrale der HDP in Diyarbakır ausharren und bekundeten ihre Solidarität mit den Müttern und Vätern. Die Stars nahmen sich Zeit, um mit allen streikenden Eltern einzeln zu reden. Hülya Koçyiğit, Muazzez Ersoy, Gülben Ergen, Yavuz Bingöl und Hasan Kaçan hielten die Hände der verzweifelten Eltern und teilten ihren Schmerz. Als die Mütter die Fotos ihrer verschleppten Töchter und Söhne zeigten und über ihre Sehnsucht nach diesen berichteten, kam es zu hoch emotionalen Momenten. Einer der Stars, die Schauspielerin Hülya Koçyiğit, erklärte, dass sie nach Diyarbakır gekommen sei, weil sie den mutigen Aufschrei der Mütter, ihren Protest und ihren Ruf nach Rückgabe ihrer Kinder gehört habe: „Mein Gewissen hat mich hierhergebracht. Ich bin ein Mensch, eine Mutter. Ich habe den Schmerz in den Herzen der Mütter in mir selbst gespürt“, sagte Koçyiğit und versprach, dass sie immer an der Seite der Mütter und Eltern sein werde, die aufgrund der Verschleppung ihrer Kinder großen Schmerz erleiden.
(Schauspielerin Hülya Kocyigit (r)
(Foto (BIK)
Koçyiğit, die darauf hinwies, dass es in der Türkei seit 30 Jahren zu Terrorangriffen kommt, erklärte: „Das hat viel Leid gebracht, viele Leben gekostet und dazu geführt, dass viele Tränen vergossen wurden. Die Mütter sollen nicht mehr weinen. Die gesamte Türkei und wir müssen alle gemeinsam ein starkes Zeichen setzen. Denn das ist eine überparteiliche Angelegenheit. Das ist eine humanitäre Aufgabe aller Menschen. Deshalb habe ich einen großen Respekt vor dieser Erhebung und bin auf der Seite dieses Protests, um ihn zu unterstützen.“ Gülben Ergen: „Nieder mit dem Terror“ Gülben Ergen, TV-Moderatorin und Sängerin, wies darauf hin, dass man den Müttern zuhören und sie unterstützen müsse, um ihre Stimmen und ihren Aufschrei zu verstärken. „Wir haben gesehen, dass sie [die Mütter, Anmerkung der Redaktion] ermutigt wurden. Wenn das Herz einer Mutter blutet, wenn eine Mutter mit einem Wehruf auf sich aufmerksam macht, kann keine Kraft dieser Welt davor stehen bleiben. Nieder mit dem Terror. Diese Mütter sind auf der Suche nach ihren Kindern. Sie rufen um Hilfe. Ihre Herzen sind am bluten.“
(Foto: BIK)
Ergen sagte zudem auch ein paar Sätze auf den tags zuvor verübten Terroranschlag durch die PKK in Kulp. Sie erinnerte daran, dass sie an der Beerdigungszeremonie, der durch den Terrorangriff verstorbenen Bürger teilnahm und sagte: „Es ist Zeit für Frieden, Geschwisterlichkeit und Eintracht. Die Mütter sind stärker als wir alle. Vor Euch [den Müttern, Anmerkung der Redaktion] wird keine Kraft aufrecht stehen können. Die Mütter werden siegen.“ „Unsere Gebete sind bei den Müttern“ Die Stimm- und Musikkünstlerin Muazzez Ersoy sagte ebenfalls, dass sie nach Diyarbakır gekommen sei, um den Schmerz der Mütter zu teilen und Mitgefühl zu demonstrieren. Sie sagte, sie könne sehr gut nachvollziehen, was die Mütter fühlen und welchen Schmerz sie erleiden müssen, da sie selbst eine Mutter sei. Ersoy wünschte den Eltern, dass sie schnellstmöglich ihre Kinder zurückbekommen: „Wir möchten, dass sie so schnell wie möglich ihre Kinder wiedersehen und glücklich mit diesen daheim leben. Unsere Gebete sind bei den Müttern. Wir sind hier, um die Mütter zu unterstützen und damit ihr Schrei endlich Gehör findet. Ich bin darüber hinaus sehr glücklich, hier zu sein.“ „Die gesamte Türkei wartet auf dieses Wiedersehen“ Der Schauspieler und Musiker, Yavuz Bingöl, sagte, er sei nach Diyarbakır gekommen, um ein gesamtgesellschaftliches Statement zu setzen, um aufzurütteln und um den Schmerz der Mütter zu teilen. „Im Namen aller Künstler möchte ich den Kindern der Mütter folgendes sagen: Tut unseren Müttern nicht länger weh, lasst sie nicht länger weinen, kommt und bereitet diesem Schmerz ein Ende. Beendet diese Sehnsucht.“ Bingöl sagte, die Mütter wollten nur noch ihre Kinder in die Arme schließen, sie küssen und an ihnen riechen. „Hoffentlich können sie [die Kinder, Anmerkung der Redaktion] unversehrt nach Hause und zu ihren Familien zurückkehren. Nicht nur die Mütter, sondern die gesamte Türkei wartet auf dieses Wiedersehen. Ich hoffe auch, dass weitere unserer Künstlerkollegen hierherkommen, um unsere Mütter zu unterstützen.“ Clans unterstützen Proteste Am Donnerstag kamen auch kurdische Clanführer, die 154 Großfamilien in der Ost- und Südosttürkei vertreten, nach Diyarbakır, um den Familien, die vor der HDP-Zentrale mit einer Sitzblockade gegen das Verschwinden ihrer Kinder protestieren, ihre Solidarität auszudrücken. Der Vorsitzende der Föderation der kurdischen Großfamilien „Kadim“, Rasim Aslan, sagte gegenüber Reportern, dass sie nach Diyarbakır gekommen seien, um den Schmerz der Mütter zu teilen und dass diese Frauen alle in der Türkei lebenden Mütter repräsentierten. Aslan wandte sich an diejenigen, die bei den Gezi-Protesten, im Ida-Gebirge oder den Waldbränden in İzmir die Menschen zum Protest bewegten und sagte: „Genießen die Mütter nicht einmal die Wertschätzung eines verbrannten Baums? Der Grund, wieso wir heute hier sind, ist, dass wir den Schmerz teilen wollen. Ich wünsche keiner einzigen Mutter auf der Welt den Schmerz des Verlusts des eigenen Kindes. Es gibt nichts Schlimmeres als diesen Schmerz. Diese Frauen stehen für alle Mütter in der Türkei. Ich hoffe, dass alle zur Gnade und Besinnung kommen und es diesen Müttern ermöglichen, ihre Kinder wiederzusehen.“ Der Führer des İzol-Clans aus der türkischen Stadt Adıyaman, Abdullah Yalçın, beklagte, dass die HDP und ihre Funktionäre nicht ihre eigenen Kinder, sondern die Töchter und Söhne anderer Familien in die Berge verschleppten. „Falls ein einziges Kind der politischen Vertreter oder Abgeordneten der HDP in den Bergen lebt, dann sind wir bereit, ebenfalls dorthin zu gehen. Diese Leute verstecken ihre eigenen Kinder und verschleppen fremde Jugendliche. Wie unmoralisch ist das?“ Mehmet Karaman, ein weinender Vater eines verschwundenen Kindes, zeigte den Journalisten das Foto seines Sohnes Ercan und sagte: „Seit 22 Jahren ist der Junge nun schon in den Bergen. Ich weiß nicht mehr, wie ich esse und schlafe.“ Der Führer des İzol-Clans Yalçın versuchte den leidenden Vater dagegen zu beruhigen und tröstete ihn.

Zum Thema

– Kurden gegen PKK – Kurden über HDP: „Ihre Kinder bereisen Europa, während unsere verschleppt werden“

Die Wut der Kurden auf die PKK-nahe Partei HDP wird immer größer. Was mit dem mutigen Schritt einer kurdischen Mutter im vergangenen Monat begann, entwickelt sich zu einer Bewegung. Immer mehr Kurden trauen sich, ihren Unmut gegen die HDP-Partei und die Terrororganisation PKK auszusprechen.

Kurden über HDP: „Ihre Kinder bereisen Europa, während unsere verschleppt werden“

Umweltpolitik
DIHK-Umfrage: Neun von zehn Unternehmen befürworten mehr Klimaschutz-Maßnahmen

Neun von zehn deutschen Unternehmen befürworten grundsätzlich zusätzliche Klimaschutz-Maßnahmen, damit Deutschland seine Klimaziele 2030 und 2050 erreichen kann. Das geht aus einer noch unveröffentlichten Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) unter 2600 Mitgliedsunternehmen hervor, die der Düsseldorfer „Rheinischen Post“ vorliegt. Zugleich hat aber die Enttäuschung über den bisherigen Verlauf der Energiewende stark zugenommen: Nur noch 15 Prozent der Industrieunternehmen sehen die Energiewende als positiv für ihr eigenes Geschäft an, wie das so genannte IHK-Energiewende-Barometer zeigt. Die Energiewende wird der Umfrage zufolge von den Unternehmen unterm Strich so negativ bewertet wie seit 2015 nicht mehr. Denn im laufenden Jahr müssen der Umfrage zufolge erstmals mehr als die Hälfte der Betriebe noch mehr für den Strom bezahlen als im Vorjahr. „Wer bei diesen Unternehmen Vertrauen gewinnen will, muss ihnen Zeit für Umstellungen gewähren“, mahnte DIHK-Präsident Eric Schweitzer. Werde für einen besseren Klimaschutz wie erwartet eine CO2-Bepreisung eingeführt, bräuchten die Unternehmen einen zeitlichen Vorlauf, forderte Schweitzer. Eine solche Übergangszeit sei auch deshalb wichtig, weil es in vielen Fällen noch keine wirtschaftlich verfügbaren Alternativen gebe, etwa im Schwerlastverkehr. „Zentral bei einer CO2-Bepreisung ist, dass die Wirtschaft unterm Strich nicht zusätzlich belastet wird“, sagte Schweitzer. „Denn dies würde in Kombination mit den im internationalen Vergleich hohen Strompreisen ihre Wettbewerbsfähigkeit gefährden.“ Ein wirksamer Ausgleich ließe sich für einen Großteil der Betriebe über die Senkung der Umlage zur Förderung der Erneuerbaren Energien (EEG-Umlage) erzielen. Unternehmen, die wenig Strom, aber beispielsweise viel Erdgas verbrauchten, müssten zusätzlich entlastet werden. Andernfalls verliere Deutschland seine Attraktivität als Investitionsstandort.

Umweltpolitik
Studie: Abstandsregeln für Windkraftanlagen reduzieren verfügbare Fläche um bis zu 40 Prozent

Im Ringen um mehr Windkraftanlagen in Deutschland kommt eine neue Studie zu dem Schluss, dass starre Abstandsregelungen wie etwa in Bayern die verfügbare Fläche drastisch einschränken. „Pauschale Mindestabstände von 1000 Metern führen je nach untersuchter Variante zu einer Reduktion der Flächenverfügbarkeit um zehn bis 40 Prozent“, heißt es in einer noch unveröffentlichten Studie des Fraunhofer-Instituts für Energiewirtschaft und der Unternehmensberatung Navigant, die der Düsseldorfer „Rheinischen Post“ vorliegt. Daraus geht auch hervor, dass ohne Abstandsregelung theoretisch rund 3100 Quadratkilometer für den Ausbau zur Verfügung stehen, mit einer sogenannten „1000-Meter-Pufferung“ sind es nur noch 2800 – oder nur rund 49.000 Megawatt statt 81.000. In Bayern müssen Windkraftanlagen in der Regel den zehnfachen Abstand ihrer Länge zu Wohngebieten einhalten. Bei einem 200 Meter hohen Windrad sind das zwei Kilometer. Derzeit streiten Union und SPD im Rahmen der Klimaschutzverhandlungen um einen stärkeren Ausbau erneuerbarer Energien. Zuletzt gab es kaum neue Windkraftanlagen in Deutschland. Ohne einen deutlich höheren Anteil Erneuerbarer an der Stromversorgung könnten die Klimaziele für das Jahr 2030 in Gefahr geraten.

Umweltpolitik
Grünen-Politiker Özdemir: Im Rahmen des Klima-Pakets auch Diesel-Steuerprivileg abschaffen

Der Grünen-Politiker Cem Özdemir hat die große Koalition aufgefordert, im Rahmen ihres Klimaschutz-Pakets umweltschädliche Subventionen wie das Diesel-Steuerprivileg abzuschaffen. „Wir müssen ganz klar und schnell in Richtung emissionsfreie Mobilität und Dekarbonisierung gehen beim Auto, beim Lkw, bei Schiffen und auch beim Flugzeug“, sagte Özdemir der Düsseldorfer „Rheinischen Post“. „Dazu brauchen wir nicht allein mehr Förderungen, dazu müssen wir vor allem ran an die Strukturen. Zurzeit subventionieren wir immer noch Dieselkraftstoff mit Milliarden Euro pro Jahr. Aber wer Neues fordert, darf eben nicht gleichzeitig auch Altes fördern“, sagte der Chef des Bundestags-Verkehrsausschusses. „Wir wollen nicht nur ein bisschen emissionsfreie Mobilität on top zum fossilen Status-Quo“, warnte er. „Wir wollen eine Verkehrswende: Massive Investitionen in Bus, Bahn und Rad und ein Abschied von fossilen Kraftstoffen“, sagte der frühere Parteivorsitzende, der am 24. September für den Vorsitz der Grünen-Fraktion kandidieren will.

Ukraine
Türkei und USA nehmen an Militärübung „Rapid Trident 2019“ teil

Lwiw – Die internationale Militärübung Rapid Trident 2019 begann am Freitag in der Region Lemberg/Lwiw der Ukraine, sagte der Generalstab des Landes. An der knapp zweiwöchigen Übung  nahe der Grenze zu Polen nehmen etwa 3600 Soldaten aus 14 Staaten teil Zu den teilnehmenden Ländern gehören die USA, Großbritannien, die Türkei, Bulgarien und Moldawien, so der Generalstab der Ukraine. Die USA habe auch ihre Spezialeinheit „Delta Force“ geschickt. Bei der Rapid Trident 2019, die bis zum 28. September läuft, sollen die Fähigkeiten trainiert werden, Aggressionen unter den Bedingungen eines Hybridkriegs abzuwehren“, so die Erklärung der ukrainischen Armee. Die russische Regierung kritisierte das Manöver in den vergangenen Jahren scharf. Die Militärübung sei „eine klare Demonstration der provokativen Politik der Nato, das Vorgehen der derzeitigen Staatsführung in der Ostukraine zu unterstützen“. Bei „Rapid Trident“ – zu Deutsch „Schneller Dreizack“ – handelt es sich um eine Übungsserie im Geiste der NATO-Initiative „Partnerschaft für den Frieden“ (Partnership for Peace, PfP), die die Ukraine alljährlich in enger Kooperation mit den USA und unter Einbindung weiterer Länder durchführt. Initiator der Serie und mitverantwortlich für deren Durchführung ist das US-Oberkommando in Europa (United States European Command, USEUCOM), das seinen Sitz in den „Patch Barracks“ in Stuttgart-Vaihingen hat. „Rapid Trident“ dient der Interoperabilität der ukrainischen Streitkräfte für den Fall, dass diese an internationalen Missionen wie etwa in Afghanistan teilnehmen, berichtet das Bundeswehr Journal. 

Verkehrspolitik
Hofreiter attackiert „ruinöse Bahnpolitik der CSU-Verkehrsminister“

Grünen-Fraktionschef: Bahn braucht ordentliche Finanzspritze Osnabrück – Grünen-Bundestagsfraktionschef Anton Hofreiter hat das vom Bundesrechnungshof festgestellte Milliarden-Defizit der Deutschen Bahn als „Quittung für die ruinöse Bahnpolitik der CSU-Verkehrsminister“ bezeichnet. „Der Bund muss endlich dafür sorgen, dass das Schienennetz wieder flottgemacht und ausgebaut wird“, sagte Hofreiter der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Er forderte von Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) eine „ordentliche Finanzspritze“ für die Bahn. „Kurzfristig müssen die Gelder verdoppelt, mittelfristig vervierfacht werden“, verlangte der Grünen-Politiker. Scheuer müsse auch liefern beim Klimaschutz im Verkehr. „Die aktuellen Vorschläge des Verkehrsministers sind ein Sammelsurium von guten wie auch unnötigen und unnötig teuren Maßnahmen“, kritisierte der Grünen-Politiker. „Ökologisch unsinnige Subventionen“ wie die Dieselsubventionen gehörten abgeschafft. Zudem ist laut Hofreiter ein festgelegtes Datum für den Ausstieg aus dem Verbrennungsmotor überfällig. „Wenn Herr Scheuer hier nicht nachliefert, wird er die Klimaziele im Verkehr krachend verfehlen“, warnte er.