Türkei
Kurdisch-türkischer Sänger Mahsun Kirmizigül verurteilt Moschee-Aktion in Izmir

Istanbul – Der populäre kurdische Sänger Mahsun Kirmizigül hat die in deutschen Medien gefeierte Moschee-Aktion in der Türkei scharf verurteilt. „Auch wenn man alle Drehbuchautoren der Türkei zusammennimmt, käme keiner auf die Idee, in einer Moschee Musik abzuspielen. Die gewählte Stadt, der Künstler, das Stück und der Ort kämen nicht mal dem Teufel in den Sinn. Selbst der Teufel sagte nun: ‚Ich bin ein Engel Gottes. Ich kann nicht so viel Böses tun. Ich fürchte mich vor Allah‘, und verließ dieses Land“ , sagte der Sänger und mehrfach ausgezeichnete Filmproduzent und Regisseur in einem Tweet. In der westtürkischen Millionenmetropole Izmir hatten sich am Mittwoch Unbekannte in das Lautsprechersystem von Moscheen gehackt. Aus den Boxen von 30 Gebetshäusern tönte statt des Gebetsaufrufs, das Widerstandslied „Bella Ciao“ der italienischen Partisanen im Zweiten Weltkrieg. Das bestätigte auch der Chef der Religionsbehörde Diyanet in Izmir, der Mufti Recep Sükrü Balkan, am Freitag. Es sei sehr traurig, dass dies im heiligen Fastenmonat Ramadan und kurz vor den hohen Eid-Feiertagen geschehen sei, so Balkan. Die Staatsanwaltschaft in Izmir hat am vergangenen Donnerstag Ermittlungen aufgenommen. Laut der Nachrichtenagentur Anadolu lautet der Vorwurf zu der Hacker-Aktion  „Verunglimpfung religiöser Werte“. Die Ermittlungen richteten sich demnach auch gegen Menschen, die Videos von der Aktion mit positiven Kommentaren geteilt hätten.

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– Türkei – Kommentar: Die deutsche Öffentlichkeit erfährt nichts über die mutigen kurdischen Mütter

Was mit dem mutigen Schritt einer kurdischen Mutter im Sommer begann, entwickelt sich allmählich zu einer Bewegung. Immer mehr Kurden trauen sich, gegen die HDP-Partei und die Terrororganisation PKK auszusprechen.

Kommentar: Die deutsche Öffentlichkeit erfährt nichts über die mutigen kurdischen Mütter

Corona-Krise
Waigel will CO2-Steuer zur Corona-Krisenbewältigung

Der ehemalige Bundesfinanzminister Theo Waigel hat eine europäische CO2-Steuer zur Finanzierung der Corona-Folgen vorgeschlagen. Im Inforadio vom rbb sagte der frühere CSU-Chef am Samstag, auf diesem Weg könnte man ein „Wiederaufbauprogramm mit Klimazielen und Naturschutz verbinden“. Eine CO2-Steuer für ganz Europa sei „sinnvoller als das Handeln und Verhandeln um Brutto- und Nettobeiträge und eventuelle Rabatte“. Ausdrücklich begrüßte Waigel den deutsch-französischen Plan für ein Wiederaufbauprogramm in Höhe von 500 Milliarden Euro. Das sei „kein Ende der Prinzipien“, weil die Finanzierung über den europäischen Haushalt erfolge und nicht über sogenannte Corona-Bonds. Dieser Weg sei „demokratisch verankert“: „Insofern ist die Finanzierung über den Haushalt eine richtige, korrekte und von mir unterstützte.“ Der ehemalige Finanzminister geht davon aus, dass die Bewältigung der Corona-Krise in der EU hohe Kosten verursachen wird: „Und dabei wird natürlich auch Deutschland als Netto-Zahler eine wichtige Rolle spielen.“

Neue Publikation
„Deutschland ist uns eine Heimat geworden“

Von Yasin Baş Neue Publikation: Deutschland in der Weltpolitik I + II veröffentlicht In einer neuen Veröffentlichung steht Deutschland im näheren Focus der türkischen Wissenschaft. In dem über 1000-seitigen Werk beschäftigen sich 40 Wissenschaftler und Fachleute, unter ihnen auch namhafte Professoren und Lehrkräfte aus verschiedenen Universitäten der Türkei mit Deutschland. Der doppelte Sammelband mit dem Titel: „Dünya Siyasetinde Almanya I + II“ [„Deutschland in der Weltpolitik I + II“] ist Anfang des Jahres beim Verlag „Nobel Akademik Yayınları“ [Akademie Verlag Nobel] in Ankara erschienen. In der Publikation werden nahezu alle relevanten Themenbereiche deutscher Geschichte, Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Gesellschaft erforscht. Prof. Hüseyin Bağcı, Prof. Burak Gümüş und Dr. İsmail Ermağan, die Herausgeber der Sammelbände, gelten nicht nur in der Türkei als renommierte Wissenschaftler. Vor allem Prof. Hüseyin Bağcı von der Middle East Technical University (METU) in Ankara ist ein international anerkannter Wissenschaftler für Außen- und Sicherheitspolitik. Deutschland spielt in Bağcı’s Vita ebenfalls eine wichtige Rolle. Er studierte in Bonn und kommt heute noch oft für Vorträge oder Tagungen nach Deutschland. Der 60-jährige Professor lehrt internationale Beziehungen und ist seit langen Jahren als Deutschlandexperte bekannt. Zudem gehört Prof. Burak Gümüş zu den Herausgebern. Gümüş ist in Deutschland geboren. Der Soziologe und Politikwissenschaftler hat seine Doktorarbeit an der Universität Konstanz verfasst. Der erst kürzlich habilitierte Wissenschaftler lehrt derzeit an der Verwaltungs- und Wirtschaftsfakultät der Universität Thrakien in Edirne. Der dritte und letzte des dreiköpfigen Herausgeberteams ist der Politologe und Soziologe Dr. İsmail Ermağan. Auch er ist in Deutschland geboren, genauer gesagt in Hamburg. Der Migrationsexperte trat bereits als Herausgeber der Sammelbände „Dünya Siyasetinde Latin Amerika“ (2017) [„Lateinamerika in der Weltpolitik“] sowie „Dünya Siyasetinde Afrika“ (2018) [„Afrika in der Weltpolitik“] in Erscheinung. Ermağan ist ähnlich wie Bağcı oftmals als Gast in Talkrunden oder Nachrichtensendungen des türkischen Fernsehens zu sehen. Publizieren ist seine Leidenschaft. Deutschland ist uns eine Heimat geworden Die zentrale Bedeutung Deutschlands als viertgrößte Handelsnation der Welt entstehe aus türkischer Perspektive primär über die Existenz der Türken und Deutschtürken, dort lebten. „Deutschland ist für mindestens drei Millionen Menschen von uns eine Heimat geworden. Wir sind gegenwärtig verwandt mit diesem Land“, so die Herausgeber. Auch deshalb sind sie daran interessiert, die in der Türkei herrschenden Wissenslücken über „dieses verwandte Land“ zu füllen. Nachschlagwerk für Unternehmer, Politiker, Imame, Künstler und Wissenschaftler Die wissenschaftliche Publikation dient darüber hinaus als Nachschlagwerk. Im ersten Band der Publikation nehmen die Wissenschaftler in unterschiedlichen Aufsätzen die Gesichte Deutschlands und ihre Außenpolitik in den Fokus. Band zwei widmet sich einer größeren Auswahl an Themen. Hier werden unter anderem die Bereiche Wirtschaft, Gesellschaft, Regierungs- und Verwaltungssystem, Medien, Literatur, Kunst, Bildung, Sport usw. erforscht. Für das Herausgeberteam bilden nicht nur Studenten und Lehrkräfte aus den Fachbereichen Politik- und Geschichtswissenschaften, internationale Beziehungen, Wirtschaft, Kunst oder Dergleichen eine wichtige Zielgruppe. Sie weisen auch darauf hin, dass die beiden Fachbücher über Deutschland wichtige Informationsquellen für aktive Politiker, Beamte im diplomatischen Dienst, Berater, Beschäftigte im Tourismussektor, Religionsbedienstete und Imame, Multiplikatoren sowie Mitglieder von zivilgesellschaftlichen Organisationen darstellen. Zur weiteren Zielgruppe zählen außerdem Geschäftsleute, Unternehmer und Medienvertreter. Aber auch an die übrige, breitere türkischsprachige Öffentlichkeit, die auf der Suche nach fundierten Berichten und Analysen über Deutschland ist, richten sich die beiden Sammelbände. Breit gefächerte Themenauswahl Die Studien sind so mannigfaltig wie ihre Autoren. Folgende Themen werden in den Publikationen untersucht: „Deutschland in der Weltpolitik“ (Prof. Dr. İbrahim Canbolat), „Die Geschichte Deutschlands 1: Von den Anfängen bis 1871“ (Dr. Max Florian Hertsch), „Die Geschichte Deutschlands 2: 1871 bis 1945“ (Begüm Kardeş), „Die Außenpolitik der Bundesrepublik Deutschland während der Phase des Kalten Krieges“ (Dr. Murat Önsoy/Zeynep Elif Koç), „Die Außenpolitik der Bundesrepublik Deutschland nach dem Kalten Krieg“ (Dr. Ahmet Bülbül), „Die Beziehungen Deutschlands mit der Europäischen Union“ (Dr. Yusuf Çınar/Serdar Çukur), „Die deutsch-französischen Beziehungen“ (Cafer Tayyar Karadağ), „Vom Bündnis zur Rivalität: Die deutsch-amerikanischen Beziehungen“ (Dr. Helin Sarı Ertem/Çağla Vural), „Die deutsch-russischen Beziehungen“ (Prof. Dr. İrfan Kaya Ülger), „Die deutsch-chinesischen Beziehungen“ (Dr. Özlem Zerrin Keyvan), „Die deutsch-israelischen Beziehungen“ (Dr. Ahmet Bülbül), „Die deutsch-türkischen Beziehungen“ (Dr. İsmail Ermağan/Prof. Dr. Burak Gümüş), „Die deutsch-iranischen Beziehungen“ (Dr. Ahmet Bülbül), „Deutschlands Zentralasienpolitik“ (Prof. Dr. Saynur Derman), „Die Außenpolitik Deutschlands im Mittleren Osten und ihre stille Diplomatie“ (Dr. Yusuf Sayın), „Die Balkanpolitik Deutschlands in Geschichte und Gegenwart“ (Dr. Dilşad Türkmenoğlu Köse), „Von seichten Gewässern in die Tiefe: Deutschlands Afrikapolitik“ (Dr. Volkan İpek). Nachdem sich der erste Band größtenteils mit außenpolitischen und historischen Fragestellungen auseinandersetzt, werden im zweiten Band überwiegend ökonomische, gesellschaftliche, innenpolitische und administrative Fragen wie diese diskutiert: „Das politische System Deutschlands: Verwaltung und Verfassung“ (Prof. Dr. Rıza Arslan), „Wirtschaft in Deutschland“ (Faruk Kurtulmuş), „Landwirtschaft in Deutschland: Was die strukturelle Transformation gebracht hat“ (Dr. Fatma Nil Döner), „Tourismus in Deutschland“ (Dr. Mehmet Han Ergüven/Aysel Yılmaz), „Kommunale Verwaltungen in Deutschland und die Reform der öffentlichen Verwaltung“ (Dr. Uğur Sadioğlu), „Gesellschaft in Deutschland“ (Dr. Caner Tekin), „Medien in Deutschland: Eine Analyse der Printmedien, visuelle- und Onlinemedien sowie eine Kritik an dem Mediensystem“ (Yasin Baş), „Das Phänomen der Religion in Deutschland in Geschichte und Gegenwart“ (Dr. Yusuf Yıldız), „Das Bildungs- und Erziehungssystem in Deutschland“ (Dr. Bahri Aydın), „Deutsche Literatur“ (Dr. Mutlu Er), „Musik in Deutschland“ (Prof. Dr. Nesrin Kalyoncu), „Kino in Deutschland zwischen Markt und Politik“ (Prof. Dr. Burak Gümüş/Dr. İsmail Ermağan), „Der Sport und ihre Anwendungen in Deutschland“ (Dr. Ahmet Tarık Ergüven), „Deutscher Nationalismus von der Französischen Revolution bis zur Gegenwart“ (Dr. Sevil Özçalık Dumanoğulları), „Die deutschen Stiftungen in der Welt“ (Dr. Asena Boztaş), „Die Migrationspolitik Deutschlands“ (Duygu Balkan/Dr. İsmail Ermağan/Prof. Dr. Burak Gümüş), „Die Diasporapolitik Deutschlands“ (Feyza Yıldırım Sungur), „Die Außenpolitik Deutschlands während des Kalten Krieges“ (Prof. Dr. Mehmet Öcal), „Die Bundeswehr und ihre historische Entwicklung“ (Dr. Mehmet Çanlı/Dr. Abdullah Cüneyt Küsemez). Nach dieser informationsreichen Auswahl an Themen hat der Leser am Ende seiner Lektüre zumindest einen umfangreichen Überblick über Deutschland. Ein Geschenk für die türkisch-deutschen Beziehungen Die beiden Bände „Deutschland in der Weltpolitik I + II“ mit so unterschiedlichen Wissenschaftlern und Experten aus diversen Disziplinen markieren einen Meilenstein für das Verständnis Deutschlands in der Türkei und für alle türkischsprechenden Menschen auf der ganzen Welt. Damit stellen die Sammelbände, sie es in dieser Form noch nicht gab, einen herausragenden Beitrag für die türkisch-deutschen Beziehungen dar. Von der Asymmetrie auf eine gemeinsame Augenhöhe? In den türkisch-deutschen Beziehungen, die seit langen Jahrzehnten von einer teils strukturellen, teils konjunkturellen Asymmetrie geprägt sind und sich erst seit einigen Jahren, vor allem nach den Gezi-Protesten und dem gescheiterten Putschversuch vom 15. Juli 2016, auf eine gemeinsame Augenhöhe bewegen, wurde so eine hervorragende Veröffentlichung lange vermisst. Mit „Deutschland in der Weltpolitik I+II“ ist der Anfang getan. Für das bessere Verständnis beider befreundeter Staaten ist zu hoffen, dass die Zahl der Studien und Veröffentlichungen über Deutschland in der Türkei weiter zunimmt. Denn im Moment gilt die Türkei in Deutschland als sehr gut erforscht. Es gibt mehrere Institute, Fakultäten, Denkfabriken und andere teils staatliche, teils private Zusammenschlüsse, die die Türkeiforschung als Schwerpunkt haben. Hier besteht die erwähnte Asymmetrie noch fort. Jetzt liegt es an der Türkei, Institute und Think Tanks zu etablieren, Stiftungen ins Leben zu rufen, die sich explizit mit Deutschland beschäftigen. Die staatlichen Akteure, vor allem das Wissenschafts- und Forschungsministerium aber auch das türkische Außenministerium müssen hier Verantwortung übernehmen. Viel zu lange wurde diese Aufgabe teilweise vernachlässigt behandelt. Sie müssen jetzt solche Einrichtungen und Forschungsstellen fordern und fördern.
Yasin Baş ist Politologe, Historiker, Autor, freier Journalist, Übersetzer und Berater. Zuletzt erschienen seine Bücher: „Islam in Deutschland – Deutscher Islam?”, „nach-richten: Muslime in den Medien” sowie „Muslime in den Medien 2018″.

Sommer 2020
Türkei lädt „Deutsche Freunde“ zu einem unbeschwerten Urlaub ein

Ankara – Wie der türkische Außenminister am Freitag mitteilte, werde das beliebte Urlaubsland ab Juni den internationalen Flugverkehr und Tourismus wieder schrittweise öffnen. Mit einer Besucherzahl von fünf Millionen Gästen ist Deutschland der zweitwichtigste Markt für den türkischen Tourismus. Um deutsche Urlauber bald wieder in der Türkei willkommen heißen zu können, holt Ankara den TÜV zu Hilfe.  Der technische Überwachungsverein werde am Zertifizierungsverfahren für den Corona-Maßnahmenkatalog, den das türkische Tourismusministerium erstellt hat, beteiligt sein. Wie die ARD unter Berufung auf Mitarbeiter des TÜV Süd Istanbul berichtet, gehöre zu den Maßnahmen die Ausrüstung der Hotels mit Schutzkleidung, das Erarbeiten von Hygienevorschriften und Abstandsregeln oder das Sichern von Buffets mit Plexiglasscheiben. Thomas Bareiß, Tourismusbeauftragter der Bundesregierung, habe sich in Ankara für die Vergabe des Auftrags an TÜV Süd eingesetzt. In einem Brief, der auf der Seite des türkischen Außenministeriums veröffentlicht wurde, wendet sich Außenminister Mevlüt Cavusoglu an die deutschen Urlauber.

Mevlüt Cavusoglu:

„Dass die Türkei zu den beliebtesten Reisezielen der deutschen Urlauber zählt, hat uns stets gefreut. Im vergangenen Jahr befanden sich die Deutschen mit fünf Millionen Besuchern an zweiter Stelle der ausländischen Gäste. Dieses Jahr erleben wir schwierige Zeiten. Wir möchten jedoch mit den Maßnahmen, die wir treffen, unsere deutschen Freunde wieder in unserem Land begrüßen. Uns ist bewusst, dass in diesen Zeiten für einen sicheren und unbeschwerten Urlaub alle Bedingungen stimmen müssen. Deshalb strengen wir uns umso mehr an; wir tun mehr, als erforderlich wäre.

Zunächst möchte ich anmerken, dass das Virus COVID-19, das am 11. März zu einer globalen Pandemie erklärt wurde, mittlerweile sowohl in der Türkei als auch in Deutschland unter Kontrolle gebracht worden ist. Das türkische Gesundheitssystem hat sich in dieser schweren Krise behauptet. Die Kapazitäten unserer Krankenhäuser haben mit ihren Intensivbetten und Behandlungsprotokollen die Prüfung erfolgreich bestanden.

Die Türkei wird ab Juni den internationalen Flugverkehr und Tourismus schrittweise wieder öffnen und damit beginnen,Touristen zu empfangen.

Daher möchte ich unseren deutschen Freunden, die ihren Sommerurlaub im Ausland verbringen wollen, sagen, dass sie sicher und unbesorgt in die Türkei reisen können und dass wir sie gerne in Antalya, Bodrum und in Marmaris begrüßen würden.

Für unsere Hotels, Feriendörfer und unseren gesamten Dienstleistungssektor treffen wir die notwendigen Maßnahmen, damit diese unsere deutschen Freunde ab Juni begrüßen können. Der TÜV und ROYALCERT schließen das Zertifizierungsverfahren für sämtliche Hotelanlagen, Reisebusse sowie für die Reisenden und das Dienstleistungspersonal gegen COVID-19 ab. Darüber hinaus werden für unsere Flughäfen und Flüge sämtliche Gesundheitsprotokolle entwickelt, die einzuhalten sind. Die von uns getroffenen Maßnahmen machen die Türkei auch im Tourismus zu einem „sicheren Land“.

Zudem hat unser Minister für Kultur und Tourismus, Mehmet Ersoy, in einem Brief an seinen deutschen Amtskollegen unsere den Gesundheits- und Hygienevorgaben entsprechenden Maßnahmen ausführlich erläutert. Er hat ihm mitgeteilt, dass wir ab Juni den gegenseitigen Flugverkehr mit Deutschland wieder aufnehmen möchten. Selbstverständlich werden die deutschen Touristenströme ausschließlich mit Charterflügen in unser Land anreisen.

Am 19. Mai hatte ich ein äußerst konstruktives Gespräch mit meinem deutschen Amtskollegen Heiko Maas. Dabei haben wir die Wiederaufnahme des Tourismus zwischen unseren Ländern in allen Einzelheiten erörtert.

Die Vorbereitungen zur Eröffnung der Sommersaison laufen, gemeinsam mit unseren Partnern, auch mit der Bundesregierung und den Reiseveranstaltern auf Hochtouren. In der Sommersaison 2020 sind wir bereit, für unsere deutschen Gäste größtmögliche Sicherheit, Gesundheit und Erholung zu bieten. Unsere deutschen Freunde, die die Natur, Kultur, Küche und Kunst unseres Landes lieben, erwarten wir wieder in der Türkei, damit sie diese Schönheiten ausgiebig genießen können.

Freuen Sie sich auf die Türkei und ihren unbeschwerten, entspannenden Urlaub.“

Libyen-Krise
Libyen: Kooperation mit der Türkei ist unser Recht

Tripolis – Die Zusammenarbeit mit dem NATO-Mitglied Türkei sei ein natürliches Recht, das sich aus der Souveränität Libyens ergebe, sagte der Untersekretär des libyschen Verteidigungsministeriums am Dienstag. Die Zusammenarbeit zwischen der libyschen Regierung und der Türkei werde in transparenter und klarer Weise umgesetzt. „Die Zusammenarbeit zwischen Tripolis und Ankara steht im Einklang mit dem Völkerrecht“, so Salahuddin Al-Namroush in einem Beitrag auf Facebook. „Der Kriegsverbrecher Haftar zögert nicht, seine Angriffe fortzusetzen, um die Macht zu übernehmen. Doch trotz der Verbrechen und Massaker, die von Haftar begangen wurden, hat er versagt“, sagte Al-Namroush. Am Montag gaben die libyschen Streitkräfte bekannt, dass sie die Kontrolle über den strategisch wichtigen Luftwaffenstützpunkt Al-Watiya wiedererlangt haben. Der Stützpunkt war etwa sechs Jahre lang unter der Kontrolle Haftars und wurde für mehrere Angriffe gegen die Regierung genutzt, berichtet die Nachrichtenagentur Anadolu.  Die Truppen unter dem Befehl Haftars wurden gleichzeitig auch aus Vororten Tripolis‘ abgezogen. Trotz Unterstützung aus den Vereinigten Arabischen Emiraten, Russland und Ägypten seien die Verbände auf dem Rückzug. Berichten zufolge gebe es große Nachschubprobleme. Die Truppen der Einheitsregierung aus Tripolis, die mittlerweile hauptsächlich von der Türkei unterstützt werden, sind auf dem Vormarsch. Seit Monaten werden Waffen und Munition in das Land gebracht. Das Kriegsgeschehen in Libyen hat sich mit dem militärischen Einsatz der Türkei, der im Dezember vergangenen Jahres begann, verändert. Der von der UN anerkannte libysche Regierungschef Fayiz as-Sarradsch kann sich nach einem Abkommen mit dem türkischen Präsidenten Erdogan auf Korkut-Flugabwehrysteme und vor allem Bayraktar-TB2-Drohnen aus türkischer Produktion verlassen. Laut der israelischen Fachzeitschrift Israel Defense sei die Bayraktar TB2 eine der besten Drohnen weltweit ihrer Klasse. Hierzu die Augsburger Allgemeine:
In der syrischen Provinz Idlib an der Grenze zur Türkei begann in diesem Frühjahr eine neue Ära in der Militärpolitik des Nahen Ostens: Zum ersten Mal setzte die Türkei dort moderne Kampfdrohnen gegen die Armee eines anderen Staates ein. Die unbemannten Fluggeräte zerstörten bei Gefechten gegen syrische Regierungstruppen in Idlib viele Panzer und Artilleriestellungen. Zum Dank soll ein syrischer Regierungsgegner sein neugeborenes Kind „Bayraktar“ genannt haben – nach der türkischen Drohne „Bayraktar TB2“.
Nach dem Sturz des verstorbenen Herrschers Muammar Gaddafi im Jahr 2011 wurde die libysche Regierung 2015 im Rahmen eines politischen Abkommens unter der Führung der UNO gegründet.

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Die Ukraine hat eine Vereinbarung über den Kauf von unbemannten Luftfahrzeugen (unmanned aerial vehicle, UAV) aus der Türkei unterzeichnet.

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Corona-Krise
Lohnfortzahlung für Eltern nicht betreuter Kita- und Schulkinder wird auf bis zu 20 Wochen verlängert

Osnabrück – Eltern, die wegen der coronabedingten Kita- und Schulschließungen nicht arbeiten können, erhalten deutlich länger Lohnersatz vom Staat. Ein entsprechender Änderungsantrag aus dem Bundesgesundheitsministerium, der der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (NOZ) vorliegt, soll nach Ministeriumsangaben an diesem Mittwoch vom Kabinett beschlossen werden. Demnach soll der Entschädigungsanspruch für Elternpaare in der Zeit, in der wegen der Corona-Epidemie Kitas und Schulen geschlossen sind oder nur Notbetrieb anbieten, von längsten je sechs auf maximal je zehn Wochen verlängert werden. Für Alleinerziehende wird der Anspruch auf bis zu 20 Wochen ausgedehnt. „Das gibt nötige Sicherheit in ungewisser Lage“ „Berufstätige Eltern tragen derzeit eine große Last. Solange Kindergärten und Schulen nicht wieder verlässlich für alle geöffnet sind, brauchen hier viele unsere besondere Unterstützung“, sagte Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) der NOZ. „Deshalb verlängern wir die nachrangige Lohnfortzahlung je Elternteil auf bis zu zehn und für Alleinziehende auf bis zu 20 Wochen. Das gibt die nötige Sicherheit in ungewisser Lage.“ Zunächst hatte die SPD die längere Lohnfortzahlung gefordert. Am Montag hatten sich auch CDU und CSU dafür ausgesprochen. Die Verdienstausfälle für Eltern, die nicht arbeiten können, weil sie ihre Kinder betreuen müssen, werden vom Staat zu 67 Prozent des Nettoeinkommens ersetzt. Die Lohnfortzahlung ist allerdings auf 2.016 Euro pro Monat gedeckelt.

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„Ich bin ein Mensch wie Du“. Das waren die letzten Worte von Ufuk Şahin, der vor 31 Jahren in Berlin Reinickendorf im Alter von 24 Jahren von einem Rassisten mit einem Messer ermordet wurde.

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Tourismus
Tui-Deutschland-Chef: Reisen wird in diesem Jahr billiger

Düsseldorf – Urlaube werden laut dem Reiseveranstalter Tui in dieser Saison deutlich günstiger werden als noch in den Vorjahren. „Reisen 2020 wird tatsächlich billiger“, sagte Tui-Deutschland-Chef Marek Andryszak im Interview mit dem „Kölner Stadt-Anzeiger“. Flugzeuge und Hotelbetten seien seit Wochen nicht gefüllt. Es gebe extrem viel Angebot, aber wenig Nachfrage. „Nach den Regeln des Marktes werden die Preise also fallen in diesem Sommer. Ich bin Reiseveranstalter und deswegen schmerzt mich das sehr. Aber Touristen können sich freuen“, sagte Andryszak. Mittelmeerziele würden bald gewinnen, das spüre Tui bereits heute etwa in Griechenland und Kroatien. Darüber hinaus sei Bulgarien beliebt. Auch Mallorca und Spanien würden nachziehen. „Fernreisen sind in nächster Zeit erst mal weniger gefragt oder möglich. Ungewiss ist auch, wie die Reiselage für Nordafrika sich entwickeln wird“, sagte der Tui-Deutschland-Chef. Den von Tui geplanten Abbau von 8000 Stellen trotz einer Staatshilfe von 1,8 Milliarden Euro verteidigte der Manager. „Man hat uns quasi ein Berufsverbot auferlegt. Wir sind also vollkommen unverschuldet in eine Krise geraten“, so Andryszak.

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Im Zuge der Corona-Krise und den folgenden Flugverboten haben viele Airlines ihre Flüge eingestellt. Auch die Türkei stoppte Flüge in und aus der Türkei bereits im März.

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Corona-Krise
Klein verlangt Vorgehen gegen das Tragen von Judensternen bei Corona-Demos

Düsseldorf – Der Regierungsbeauftragte für jüdisches Leben und die Bekämpfung des Antisemitismus, Felix Klein, hat ein Vorgehen gegen das Tragen von nachgebildeten Judensternen auf Corona-Demonstrationen gefordert. „Das ist absolut nicht hinnehmbar und sollte gegebenenfalls auch strafrechtlich verfolgt werden“, sagte Klein der Düsseldorfer „Rheinischen Post“. Auf solchen Demos werde die Shoah relativiert, indem etwa die Maskenpflicht mit dem Tragen des Judensterns im Nationalsozialismus verglichen werde. „Mit Sorge beobachte ich auch die Zunahme der Verbreitung antisemitischer Verschwörungsmythen im Netz“, erklärte Klein. Vor diesem Hintergrund solle das Maßnahmenpaket gegen Hass und Hetze „rasch umgesetzt werden“, verlangte Klein. Die aktuelle Weltgesundheitskrise schaffe ein Klima der allgemeinen Verunsicherung, in dem die Anfälligkeit für irrationale Scheinerklärungen steige. Die Gesellschaft sei insgesamt gefordert, diesen Trend zu stoppen. „Wir alle müssen dazu beitragen, Verschwörungsmythen zu entschlüsseln und öffentlich, etwa in den Sozialen Medien, zu widerlegen“, hob Klein hervor.

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– Verschwörungsmythen – Bill Gates und sein angeblicher Plan der Bevölkerungsreduktion

Gleichwie auch Weltkrisen der Vergangenheit – wie etwa die Spanische Grippe Anfang des vergangenen Jahrhunderts mit fast 50 Millionen Toten – hat auch die Corona-Pandemie die skurrilsten Fantastereien und Verschwörungstheorien zum Vorschein gebracht.

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Gesundheitspolitik
Pflegebeauftragter fordert deutlich mehr Befugnisse für Pflegekräfte

Düsseldorf – Der Pflegebeauftragte der Bundesregierung, Andreas Westerfellhaus, hat deutlich mehr Befugnisse für Pflegekräfte gefordert, um den Beruf attraktiver zu machen. „Wir werden das notwendige Personal nicht bekommen, wenn wir den Pflegekräften nicht endlich mehr Kompetenzen geben“, sagte Westerfellhaus der Düsseldorfer „Rheinischen Post“. Die Pflegekräfte müssten stärker eigenständig fachübergreifend mit Heilberufen wie Physiotherapeuten und Ärzten zusammenarbeiten können. „Wir können nicht über Wertschätzung reden, wenn die Kompetenzen der gut ausgebildeten Pflegekräfte verschleudert werden, weil sie nicht nach ihren Fähigkeiten eingesetzt werden dürfen“, betonte der Pflegebeauftragte. Die Pflegekräfte könnten nicht länger nur als Assistenz der Ärzte gesehen werden.
„Sie müssen eigenständig handeln dürfen. Sie brauchen auch Budgetverantwortung.“
Als Beispiel nannte Westerfellhaus die Wundversorgung:
„Pflegekräfte im ambulanten Bereich sind die ersten, die eine chronische Wunde sehen und diagnostizieren. Sie könnten eine therapeutische Entscheidung treffen, dass zum Beispiel eine Wundauflage eingesetzt werden muss. Das könnten sie aufgrund ihrer Kompetenz, dürfen es aber leistungsrechtlich nicht. Das müssen wir ändern.“
Besuchsmöglichkeiten mit Infektionsschutz Westerfellhaus fordert zudem, dass Besuchsmöglichkeiten mit Infektionsschutz zum Standard in Pflegeheimen werden. „Der Schutz der Pflegebedürftigen vor Infektionen darf nicht dazu führen, dass die Menschen vereinsamen“, sagte Westerfellhaus „Rheinischen Post“. Die Bewohner von Pflegeheimen seien nicht nur aktuell durch das Coronavirus gefährdet. Oft genug gebe es in Pflegeheimen auch andere für die Bewohner gefährliche Krankheitsausbrüche, wie zum Beispiel durch das Norovirus. „Zum Standard von Pflegeheimen sollte deshalb künftig gehören, dass es auch in Zeiten von Infektionswellen und Pandemien Besuchsmöglichkeiten gibt – zum Beispiel in abgetrennten Besuchszonen, in denen sich Pflegeheimbewohner und Angehörige in einem wohnlichen Umfeld durch eine Scheibe getrennt sehen können.“ Der Pflegebeauftragte forderte zudem, auch für nicht-mobile Bewohner, Bewohner mit Demenz und andere, die solche Zonen nicht nutzen könnten, Besuchsmöglichkeiten zu schaffen. Er betonte:
„Ganz klar ist für mich auch: Wer im Sterben liegt, muss immer zumindest eine definierte Person zum Abschied bei sich haben können. Wenn wir das nicht sicherstellen, werden viele Menschen Angst vor einem Umzug in ein Pflegeheim haben.“

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Tourismusverband: Jeder dritte Arbeitsplatz könnte verloren gehen

WERBUNG Eine Umfrage zeigt die Angst, die Deutsche während der Corona-Krise vor dem Reisen empfinden. Weiterhin geht aus ihr hervor, dass ein Drittel der Arbeitsplätze im deutschen Tourismus ohne staatliche Hilfe verloren gehen werden und somit die Tourismusbranche vor dem Zusammenbruch steht. Auch Michael Frenzel, der Präsident des Bundesverbandes der deutschen Tourismuswirtschaft (BTW), bestätigt, dass jeder dritte Arbeitsplatz in der deutschen Tourismusbranche verloren gehen könne, wenn nicht der Staat eingreife. Von den rund 3 Millionen Beschäftigten der Branche in Deutschland seien rund eine Million von Arbeitslosigkeit bedroht. Etwa bereits 70 Prozent gehen im Rahmen einer staatlichen Regelung, die eine Kompensation für Arbeitsausfälle vorsieht in Kurzarbeit. Der BTW-Präsident sagte auch langfristige Veränderungen in der Branche voraus, wobei große Online-Unternehmen den Markt dominieren würden, während kleinere Reisebüros und Reiseveranstalter verschwänden. Frenzel fordert die Regierung außerdem auf, ein Gutscheinsystem einzuführen, das die Bar ausgleiche für Kunden, deren Reisen wegen der Coronavirus-Pandemie abgesagt wurden, ersetzt. Eins ist also klar, die Tourismusbranche in Deutschland dürfte unter der derzeitigen Reisebereitschaft der Deutschen inmitten der Unsicherheiten, die durch die Coronavirus-Krise entstanden sind, leiden. Eine kürzlich durchgeführte YouGov-Umfrage hat ergeben, dass fast die Hälfte der Deutschen (48%) keine Wiedereröffnung der europäischen Grenzen für die Sommerferien wünscht. Seit Mitte März gibt es in Deutschland eine allgemeine Reisewarnung, und die Grenzen sollen frühestens bis Mitte Juni geschlossen bleiben. Rund 42% hatten der Umfrage zufolge darauf verzichtet, überhaupt Urlaub zu machen. Aber 16% wollten trotz Einschränkungen ins Ausland reisen, 13% innerhalb Deutschlands. Normalerweise würden die Deutschen lieber im Ausland als im Inland Urlaub machen. Eine Umfrage ergab, dass 74% der Urlaubsreisen in andere Länder gingen. Der Spieletourismus könnte ab 2020/21 eine Rettung für Deutschland sein – es ist der größte wachsende Wirtschaftsraum Deutschland durchlebt in diesen Tagen eine Fülle von Veränderungen. Angesichts der sich abzeichnenden Rezession stellt sich die Frage, wie man den Zusammenbruch des deutschen Tourismussektors retten kann. Ist das online casino Deutschland die mögliche Antwort zum Problem? Die Glücksspielindustrie ist eine wichtige Facette jeder Wirtschaft. Wenn man bedenkt, dass die gesamte Glücksspielindustrie in den letzten Jahren ein stetiges Wachstum erlebt hat, wird prognostiziert, dass sie mit jedem Jahr noch weiter wachsen wird. Im Jahr 2018 erwirtschaftete die Branche 135 Milliarden Euro, während das Jahr davor mit einem Umsatz von 115 Milliarden Euro abgeschlossen wurde. Es wird geschätzt, dass 2021 bis zu 180 Milliarden EUR in allen Bereichen des Glücksspiels erwirtschaftet werden, da sich immer mehr Menschen dieser Art der Unterhaltung zuwenden. Im vergangenen Jahr wurde berichtet, dass mehr als 2 Milliarden Menschen an verschiedenen Arten von Glücksspielen, einschließlich Konsolen-, Kasino- und Mobile-Glücksspielen, teilgenommen haben. Was Deutschland betrifft, so erwies sich die erste Hälfte des Jahres 2019 als recht erfolgreich. Der Umsatz mit Videospielen und Spiele Hardware stieg im Vergleich zum ersten Halbjahr des Vorjahres um 11%. Das Wachstum wurde vor allem durch Gebühren für Online-Dienste getrieben, deren Einnahmen im ersten Halbjahr um mehr als 50% gesteigert werden konnten. Nicht alle Zahlen sehen jedoch so rosig aus. Laut dem jüngsten Bericht des Verbands der deutschen Spieleindustrie beschäftigt der Glücksspielmarkt in Deutschland 27.854 Mitarbeiter in allen Bereichen und Positionen. Diese Zahl ist jedoch deutlich geringer als in den vergangenen Jahren. Prozentual gesehen ist die Zahl der Beschäftigten in diesem Bereich im Vergleich zu 2018 um 3,1% zurückgegangen. Die Diskrepanz zwischen der Zunahme des Umsatzes und der Unternehmen und dem Rückgang der mit der Branche verbundenen Personen ist verwirrend. Unweigerlich stellt sich die Frage: Was können wir in der Zukunft des deutschen Glücksspielmarktes erwarten? Im Moment ist es schwierig zu sagen, was die Zukunft für das deutsche Glücksspiel bringen wird. Klar ist jedoch, dass das Land und sein Markt eine langfristige Strategie zur Stärkung der Branche wie auch der gesamten Wirtschaft entwickeln müssen. Das Streben nach einem regulierten Glücksspielmarkt bringt für Betreiber und Unternehmen, die seit Jahrzehnten in diesem Bereich tätig sind, zahlreiche Auflagen und Risiken mit sich, da Einnahmeverluste drohen.