Corona-Epidemie
Türkei: Gesundheitsminister Koca bestätigt ersten Corona-Fall

Ankara – Laut dem türkischen Gesundheitsminister Fahrettin Koca ist in der Türkei der erste Coronavirusfall bekannt geworden. Das gab Koca bei einer Pressekonferenz Dienstagnacht bekannt. Der Patient befinde sich in Behandlung und sein Zustand sei stabil. Ein Test habe ein positives Ergebnis ergeben, so Koca. Bei dem Patienten handele es sich um eine männliche Person. Seine Familie und Bekanntenkreis seien unter Quarantäne gestellt worden. Bei dem Erkrankten handele es sich um einen türkischen Staatsbürger, der aus einem Auslandsaufenthalt in Europa in die Türkei zurückgereist sei. Es gebe jedoch keine Bedrohung und kein Grund zur Beunruhigung für die Bevölkerung. Es seien alle notwendigen Vorkehrungen getroffen worden, um eine Ausbreitung des Virus zu verhindern. Der türkische Gesundheitsminister hat die Bevölkerung aufgerufen, nicht ins Ausland zu reisen, falls es nicht unbedingt notwendig sei. Aus dem Ausland Rückkehrenden empfahl er zudem eine freiwillige 14-tägige häusliche Quarantäne. Wie Koca weiter bekannt gab, wurde dem medizinischen Personal im Land sowie allen Grenzbeamten bis auf Weiteres eine Urlaubssperre auferlegt.  

EU-Strategie
DGB: Industriestrategie der EU greift viel zu kurz

Osnabrück – Die neue Industriestrategie der EU-Kommission greift nach Ansicht des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) an entscheidender Stelle, „nämlich bei der Finanzierung“, viel zu kurz. DGB-Vorstandsmitglied Stefan Körzell sagte der „Neuen Osnabrücker Zeitung“: „Es reicht nicht, allgemeine Rahmenbedingungen zu verbessern.“ Vielmehr müsse die EU selbst massiv zusätzliches Geld in den sozial-ökologischen Umbau investieren. „De-Industrialisierung Europas verhindern“ Ziel müsse es sein, „eine weitere De-Industrialisierung Europas zu verhindern, unsere Wertschöpfungsketten auszubauen und zu erhalten und ökologisch zu modernisieren“. Er betonte: „Das ist nun einmal nicht zum Nulltarif zu haben.“ Eine am Dienstag vorgestellte neue EU-Strategie soll die Industrie fit für eine digitalisierte und klimafreundliche Zukunft machen und Millionen Jobs in Europa sichern. Geplant sind unter anderem Hilfen zur Qualifizierung von Personal und zum Schutz vor unfairer Konkurrenz, wie die EU-Kommission am Dienstag mitteilte. Dem Mittelstand verspricht sie in einer eigenen Strategie Bürokratieabbau und einen leichteren Zugang zu Finanzierungen.

Fußball International
Britischer Fan will seinem Kind den Vornamen „Özil“ geben

London – Ein Fan hat Arsenal-Star Mesut Özil um einen außergewöhnlichen Gefallen gebeten. Twitter-User Jack Robinson wandte sich an den deutsch-türkischen Ex-Nationalspieler und bat ihn zu antworten. Seine Frau würde im Juli ein Baby erwarten und sie hätte gesagt, dass sie das Kind „Özil“ nennen werde, wenn der Fan es schafft, Özil zu einer Antwort zu bringen.

„Meine Frau erwartet im Juli unser Kind und sagt: Wenn du mir antwortest, darf ich das Kind Özil nennen, lass mich nicht im Stich.“

https://twitter.com/kingArsenejr/status/1235568876102078466 Özil antwortet nur wenige Tage später Zur großen Überraschung des Fans, antwortet der Weltmeister von 2014 nur wenige Tage später – allerdings mit einer Bedingung:
„Das ist ein Deal, Kumpel. Ich lasse dich nicht hängen. Jetzt bist du an der Reihe. Ich will im Juli die Geburtsurkunde deines Kindes sehen“.
(Foto: Twitter)
Der Fan bedankte sich und versprach ihn nicht zu enttäuschen:
„Wow, ich könnte dich nicht mehr lieben, danke für die Antwort, Özil. Ich werde dich nicht enttäuschen.“
(Screenshot/Twitter)

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– „Big Shoe“ – Myanmar: Arsenal-Star Mesut Özil lässt 40 weitere Kinder operieren

Der für seine Wohltätigkeitsaktionen bekannte deutsch-türkische Ex-Nationalspieler Mesut Özil, hat mit einer weiteren guten Tat die Herzen der Menschen gewonnen.

Myanmar: Arsenal-Star Mesut Özil lässt 40 weitere Kinder operieren

Corona-Epidemie
Coronavirus auf Flüchtlingsinsel Lesbos angekommen

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Mytilini – Das neuartige Coronavirus macht sich weiterhin auf der ganzen Welt breit. Am Montagvormittag wurde nun auch der erste Fall einer Erkrankung auf der griechischen Insel Lesbos bestätigt.

Wie das Schweizer Nachrichtenportal Nau unter Berufung auf eine Meldung des australischen Nachrichtendienstes SBS weiter berichtet, wurde eine 40 Jahre alte Frau positiv auf das Virus getestet. Sie sei erst kürzlich nach Israel und Ägypten gereist und stehe nun unter Quarantäne, berichtet Nau mit Hinweis auf Meldungen griechischer Medien weiter.

Die Angst vor dem Virus war auf Lesbos immer besonders groß, da auf den vielen Flüchtlingscamps Zehntausende Menschen auf engstem Raum zusammen leben. Die Ansteckungsgefahr wäre sehr groß. Wie RTL berichtet, gebe es mindestens vier Verdachtsfälle auf der Insel, davon mindestens zwei aus dem Camp. Sehr viele Menschen im Camp hätten zudem ernsthafte Vorerkrankungen oder ein schwaches Immunsystem und seien bereits krank. Sollte das Virus hier ausbrechen, würde das ungeahnte Folgen haben.

"Big Shoe"
Myanmar: Arsenal-Star Mesut Özil lässt 40 weitere Kinder operieren

London – Der für seine Wohltätigkeitsaktionen bekannte deutsch-türkische Ex-Nationalspieler Mesut Özil, hat mit einer weiteren guten Tat die Herzen der Menschen gewonnen. Özil und seine Frau Amine Gülşe spendeten erneut an die „Big Shoe“-Stiftung, diesmal um lebenswichtige Operationen für 40 Kinder in Myanmar zu ermöglichen Die Familien der Kinder sagten, dass sie dem vorbildlichen Paar dankbar seien. Auch das Big Shoe-Team dankte Özil auf seiner offiziellen Twitter-Seite und teilte mehrere Fotos von ihrer Arbeit in Myanmar. Dr. Herbert Bauer und sein Team von der Interplast-Sektion Stuttgart-Münster waren für die Durchführung der Operationen verantwortlich. Özil unterstützt „Big Shoe“ bereits seit 2014. Die während der WM 2006 in Wangen im Allgäu gegründete Organisation sammelt Spenden für deutsche und schweizer Ärzte, damit sie weltweit Kinder aus sozial benachteiligten Familien operieren können. Özil bezahlt 1.000 Operationen für Kinder Zu seiner Hochzeit mit der damaligen türkischen Schönheitskönigin Amine Gülşe im vergangenen Sommer, kündigte der Mittelfeldstar an, die Kosten für 1.000 Operationen für hilfsbedürftigen Kinder weltweit zu übernehmen. „Wir sind sehr glücklich, dass wir hier in Istanbul heiraten werden. Dieses Glück möchten wir mit Kindern teilen, denen es nicht so gut geht. Wir werden 1.000 Kindern eine bessere Zukunft schenken, indem wir Ihnen notwendige Operationen ermöglichen, die sich Ihre Familien sonst nicht leisten könnten“, schrieb Özil auf seinem Twitter-Account.

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– Özil-Hochzeit – Kommentar: Mesut Özil, meinen Respekt hast du!

„Als alle dachten, dass sie dich klein gekriegt haben und du jetzt vernünftig geworden bist, stehst du da mit deiner schönen Model-Braut und machst Erdogan zum Trauzeugen.“ Ein Kommentar.

Kommentar: Mesut Özil, meinen Respekt hast du!

Justiz
Staatsanwaltschaft Duisburg erhebt Anklage gegen italienische Mafia

Knapp 16 Monate nach einer großangelegten Razzia gegen einen Drogenring der italienischen Mafiaorganisation `Ndrangheta hat die Staatsanwaltschaft Duisburg Anklage gegen 14 Tatverdächtige erhoben. Wie der „Kölner Stadt-Anzeiger“ erfuhr, wird sich die Wirtschaftsstrafkammer in der Ruhrmetropole mit dem Fall befassen. Die Vorwürfe reichen von Steuerhinterziehung, Verstößen gegen das Waffengesetz, Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung bis hin zum Drogenhandel im großen Stil. Mehrfach hatten die Ermittler des Bundeskriminalamts (BKA) Kokainlieferungen aus Südamerika im zwei- und dreistelligen Kilobereich abgefangen. Zu den Hauptangeklagten gehört Guiseppe M. vom `Ndrangheta-Clan „Giorgi – Ciceri“, einer der führenden Gruppierungen aus dem kalabresischen Bergdorf San Luca. Anfang Dezember 2018 hatten deutsche, italienische, belgische und niederländische Drogenfahnder in einer konzertierten Operation namens „Pollino“ 84 Verdächtige festgenommen. Allein die Staatsanwaltschaft Duisburg ermittelt in dem Mammutkomplex gegen 58 Beschuldigte. Zu den Angeklagten zählen auch türkische Finanziers der Kokaingeschäfte, die aus dem Erftkreis stammen. Auf der Liste der Verdächtigen stehen auch eine Regierungsbeschäftigte, zwei Polizisten aus dem Rheinland und zwei Mitarbeiter der Städte Wesseling und Duisburg.

Heinsberg
Coronavirus: Erste Todesfälle in Deutschland

Heinsberg – In Deutschland ist erstmals im Zusammenhang mit dem Coronavirus ein Mensch gestorben. Das hat der Kreis Heinsberg am Montag mitgeteilt. Das NRW-Gesundheitsministerium bestätigte die Information. Der Landrat wollte am Abend Einzelheiten bekanntgeben, berichtet RND.  Laut dem Gesundheitsministerium gebe es sogar zwei Todesfälle. Es handele sich um eine Person in Heinsberg und eine in Essen. In Essen starb eine 89-jährige Frau, bei der das Virus am vergangenen Dienstag festgestellt worden sei. Wie das Gesundheitsministerium am Montag mitteilte, haben sich in NRW bisher 515 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Das sind 31 mehr als am Vortag. 292 kommen demnach aus dem Kreis Heinsberg. Deutschlandweit seien es 1112 Menschen. In Brandenburg sind 5000 Personen unter häusliche Quarantäne gestellt worden.  

DEVA
Türkei: Ex-Wirtschaftsminister Babacan gründet neue Partei

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Ankara – Ali Babacan, der einst für die türkische Wirtschaft verantwortlich war und dem man den Verdienst zuschreibt, den Wirtschaftsboom des Landes in den 2000er Jahren ausgelöst zu haben, hat am Montag seine lang erwartete Partei offiziell registriert und damit die monatelangen Spekulationen über das Schicksal seiner Bewegung beendet. Die regierende AKP des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan bekommt Konkurrenz durch einen ehemaligen Mitstreiter: Der vor acht Monaten im Unfrieden aus der AKP ausgetretene Ex-Vizeministerpräsident Ali Babacan hat die Gründung einer neuen Partei beantragt, berichtet die Deutsche Welle (DW) unter Berufung auf Kreise der neuen Partei. Die entsprechenden Unterlagen zur Registrierung seien demnach beim Innenministerium in der Hauptstadt Ankara eingereicht worden. Der entsprechende Name werde im Laufe der Woche bekanntgegeben. Türkischen Medien zufolge soll die neue Partei „DEVA“ heißen, Abkürzung für „Demokrasi ve Atilim Partisi“ (Demokratie und Innovation) Wie DW weiter berichtet, gehört auch der deutsch-türkische Abgeordnete Mustafa Yeneroglu, der wie zahlreiche andere im vergangenen Jahr aus der AKP ausgetreten war, zu den Mitgründern. Insgesamt gebe es 90 Gründungsmitglieder. „Die heutige Notwendigkeit besteht darin, die Türkei wieder zu einem lebenswerten Land für seine Bürger zu machen, das auf universellen Werten basiert und die Grundprinzipien der Freiheiten, der Demokratie und der Rechtsstaatlichkeit wiederbelebt. Mit der derzeitigen Regierung ist dies nicht möglich. Es ist unmöglich, durch dieses politische Verständnis Wohlstand in dieses Land zu bringen“, zitiert Hürriyet.de Babacan, der am Montag mit dem türkischen Sender Fox TV sprach. Ali Babacan war Mitgründer der türkischen Regierungspartei AKP und arbeitete jahrelang eng mit Erdogan zusammen. Er war zudem Chefunterhändler für die EU-Beitrittsgespräche und wurde 2007 Außenminister und Stellvertreter des damaligen Ministerpräsidenten Erdogan.

Devisen
Türkische Lira fällt auf 18-Monate-Tief

Istanbul (nex) – Die Türkische Lira fiel in der Türkei am Montagmorgen in den frühen Handelsstunden auf 7,0786 und erreichte im Verhältnis zum Euro somit ein Rekordtief. Zuletzt lag der Wert der Lira im September 2018 mit 7,1528€ niedriger als heute. Im Verhältnis zum US-Dollar fiel die türkische Lira von 6,0898 am gestrigen Sonntag auf bis zu 6,20 am Montag. Experten sehen unter anderem die Grenzöffnung für einen Grund des Wertverlustes. Des Weiteren wird die fünfte Zinssenkung der türkischen Notenbank binnen weniger Monate genannt. Der Leitzins liegt jetzt noch deutlicher als vorher unterhalb der Inflationsrate in der Türkei. Dies drücke gegen die türkische Lira. Auch der Coronavirus wird als grundsätzliches Problem für die Lira genannt. Seitdem sich die Lage in Italien, aber auch im Iran und in Südkorea weiter verschärft, steige die Angst vor dem Coronavirus und seinen Auswirkungen wieder stark an. Das verursache am Devisenmarkt einen grundsätzlichen Sog hin zu großen „vermeintlich“ sicheren Währungen. So leide aktuell auch die türkische Lira. Das Finanzportal Finanzmarktwelt nennt als weiteren Grund zudem die Veröffentlichung der offiziellen türkischen Statistikbehörde Turkstat. Für das Gesamtjahr 2019 wurden die Baugenehmigungen veröffentlicht. Im Vergleich zu 2018 sind die Baugenehmigungen für Wohnungen dramatisch eingebrochen, und zwar um 53,9% (hier die Details). Das zeige, dass es in der Türkei wirtschaftliche Verwerfungen gibt. Als diese Daten veröffentlicht wurden, habe die Lira einen weiteren Abwertungsschub erlebt.  

Gesundheit
IG Metall fordert: Burn-out als Berufskrankheit anerkennen

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Düsseldorf -Die IG Metall hat sich kritisch zur fehlenden Anerkennung von Burn-out-Fällen als Berufskrankheit geäußert. Hans-Jürgen Urban, der im Vorstand der Gewerkschaft zuständig für Sozialpolitik ist, sagte der Düsseldorfer „Rheinischen Post“ (Montag):
„Wir brauchen eine ernsthafte Debatte über psychische Erkrankung auch im Zusammenhang mit Berufskrankheiten.“
Burn-out sei weit verbreitet, gelte aber in Deutschland immer noch nicht als eigenständige Diagnose. „Selbst die WHO hat Burn-out als arbeitsweltspezifische Erkrankung anerkannt. Warum tun wir uns also so schwer damit?“ Am kommenden Donnerstag befasst sich der Bundestag in erster Lesung mit dem Berufskrankheitenrecht. Die darin enthaltenen Verbesserungen gehen der IG Metall jedoch nicht weit genug: „Die angestrebte Aktualisierung der Liste von Berufskrankheiten ist auf halbem Weg stehengeblieben“, sagt Urban.  Krankheitsbilder aufgrund der Digitalisierung suche man vergeblich auf der Liste. „Dabei wissen wir inzwischen, dass die Arbeit am Bildschirm oder die Verwendung von Datenbrillen erhebliche Belastungen für das Sehvermögen mit sich bringen. Das Verfahren zur Aufnahme neuer Krankheiten muss deshalb beschleunigt werden. Dazu brauchen wir Experten der neuen Arbeitswelt im Sachverständigenrat.“ Für Berufskrankheiten kommt in Deutschland in der Regel die von den Arbeitgebern finanzierte Unfallversicherung auf. Kritik übte er zudem an der niedrigen Zahl anerkannter Renten: „Wir haben über 82.000 Anzeigen von Berufskrankheit. Davon werden knapp 22.000 anerkannt. Eine Rente bekommen aber weniger als 5000.“ Zudem dürfte in vielen Fällen eine Erkrankung auch gar nicht angezeigt werden. „Wir müssen von einer hohen Dunkelziffer ausgehen. Unterm Strich bleibt: Die Anerkennungsquote ist skandalös gering“, sagte Urban.