Corona-Pandemie
Türkei: Ümit Davala dementiert Corona-Meldungen

Istanbul – Der ehemalige türkische Nationalspieler und jetzige Co-Trainer von Galatasaray Istanbul, Ümit Davala, hat Meldungen zu seiner Infizierung mit dem Coronavirus dementiert. Hierzu Davala auf Instagram:
Die in einem TV-Sender veröffentlichte und in den Sozialen Medien verbreitete Nachricht, nach der ich auf Corona positiv getestet worden sei, entspricht nicht der Wahrheit. Ich bitte bei diesem sensiblen Thema um einen vorsichtigen Umgang.
(Screenshot/Instagram)
Türkische Medien hatten am Montag berichtet, dass sich Davala, gemeinsam mit Galatas Chef-Trainer Fatih Terim, Co-Trainer Hasan Sas und Vizepräsident Abdurrahim Albayrak mit dem neuartigen Coronavirus Covid-19 angesteckt hätte. Terim bestätigte die Meldungen auf seinem offiziellen Twitteraccount.

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– Corona-Pandemie – Türkei: Galatasaray-Trainer Fatih Terim mit Coronavirus infiziert

Der türkische Ex-Nationaltrainer und der jetzige Trainer von Galatasaray Istanbul, Fatih Terim, hat sich mit dem Coronavirus infiziert.

Türkei: Galatasaray-Trainer Fatih Terim mit Coronavirus infiziert

Corona-Pandemie
Türkei: Galatasaray-Trainer Fatih Terim mit Coronavirus infiziert

Istanbul – Der türkische Ex-Nationaltrainer und der jetzige Trainer von Galatasaray Istanbul, Fatih Terim, hat sich mit dem Coronavirus infiziert. Dies gab der 66-Jährige am Montag auf Twitter bekannt. Er sagte seinen Fans, dass sie sich keine Sorgen machen sollten, ihm ginge es gut.
„Ich bin im Krankenhaus und mir geht es gut. Macht euch keine Sorgen“, so Terim. Zuvor hatte auch Galatasarays Vizepräsident Abdurrahim Albayrak bekanntgegeben, sich mit dem Virus angesteckt zu haben.  

Corona-Pandemie
Bundesarbeitsminister Heil: „Niemand wird ins Bodenlose fallen.“

Berlin – Nach den weitreichenden Beschlüssen des Bundeskabinetts zur Abmilderung der Folgen der Corona-Krise verspricht der Bundesminister für Arbeit und Soziales, Hubertus Heil (SPD), schnelle Hilfen. „Wir sind ein starker Sozialstaat, wir sorgen dafür, dass niemand ins Bodenlose fällt. Wir werden die sozialen Existenzen absichern“, sagte Heil am Montag im ARD-Mittagsmagazin. Das Kabinett hatte sich zuvor auf umfangreiche Schutzschirme für Unternehmen und Beschäftigte geeinigt. Unter anderem wurde ein Nachtragshaushalt von 156 Milliarden Euro für 2020 beschlossen. Für Solo-Selbstständige, Kleingewerbe und Miniunternehmen sind Hilfen von bis zu 50 Milliarden Euro vorgesehen. Auch der Zugang zu Hartz IV Grundsicherungsleistungen soll gelockert werden.
„Das hilft allen, die existenziell gefährdet sind, zum Beispiel kleinen Selbstständigen, denen die Einnahmen wegbrechen, die aber laufende Kosten haben“, so Heil weiter. „Die haben das Recht auf ergänzende Grundsicherung. Wir sehen jetzt davon ab, dass es Vermögensprüfungen gibt, wir sehen davon ab, dass der Wohnraum überprüft wird. Das gilt auch für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer.“
Auch über Regeln für die Kurzarbeit hat das Kabinett debattiert. Die Bundesregierung wolle die Hinzuverdienst-Möglichkeiten so gestalten, „dass jeder, der Gehaltseinbußen hat, das, was er früher verdient hat, jetzt problemlos auch in einem anderen Beruf verdienen kann, ohne dass das Kurzarbeitergeld dagegen gerechnet wird“, so der Minister. Der Bundestag soll dem Paket in einem Schnellverfahren bereits am Mittwoch zustimmen, am Freitag dann der Bundesrat. Angesprochen auf die wegen der Corona-Krise vielerorts fehlenden ausländischen Saisonarbeiter sagte Heil: „Es werden nicht so viele kommen wie bisher. Das wäre auch nicht sinnvoll aus Gründen des Infektionsschutzes. Man muss bei allem, was wir immer machen, sagen: Das Wichtigste ist Gesundheitsschutz der Menschen.“ Die Ernährungssicherheit sei aber gewährleistet, so der Minister. Einigung auf umfassendes Kontaktverbot Am Sonntag haben sich Bund und Länder darauf geeinigt, Ansammlungen von mehr als zwei Personen im öffentlichen Raum zu untersagen. Auf Ausgangssperren wurde verzichtet, stattdessen einigten sich Bund und Länder auf ein umfangreiches Kontaktverbot.

Der Aufenthalt im öffentlichen Raum ist für die nächsten zwei Wochen „nur alleine, mit einer weiteren nicht im Haushalt lebenden Person oder im Kreis der Angehörigen des eigenen Hausstands gestattet“, wie Bundeskanzlerin Angela Merkel bei einer Pressekonferenz am Sonntag in Berlin mitteilte.

„Nach unserer Einschätzung ist nicht das Verlassen der Wohnung die Gefahr, sondern der enge, unmittelbare Kontakt“, so NRW-Ministerpäsident Armin Laschet nach einer Telefonkonferenz von Bundeskanzlerin Angela Merkel mit den Ministerpräsidenten der Länder. „Die Menschen haben nach wie vor die Möglichkeit, Spaziergänge oder Sport in der Natur zu machen, aber wir werden auch der Verantwortung gerecht, die Ausbreitung weiter zu verlangsamen und so wertvolle Zeit zur Versorgung von schwer kranken Personen zu gewinnen“, sagte Tobias Hans, CDU, Ministerpräsident des Saarlandes.

Bürgerinnen und Bürger sollen sozialen Kontakte so weit wie möglich reduzieren. In der Öffentlichkeit soll zudem ein Mindestabstand von 1,5 Metern zu anderen Personen eingehalten werden. Der Weg zur Arbeit, zur Notbetreuung, Teilnahme an erforderlichen Terminen, Sport und Bewegung an der frischen Luft bleiben weiterhin möglich. Gastronomiebetriebe werden geschlossen, nur die Mitnahme von Speisen und Getränken ist gestattet.

Dienstleistungsbetriebe im Bereich der Körperpflege wie Friseure, Kosmetikstudios, Massagepraxen, Tattoo-Studios und ähnliche Betriebe werden geschlossen. Medizinisch notwendige Behandlungen bleiben aber weiter möglich.

Kurden gegen PKK
Berlin: Kurdische Mutter protestiert gegen Terrororganisation PKK

Kurdische Mutter protestiert vor dem Bundestag Berlin – Nachdem sich mächtige Kurden-Clans, türkische Prominente, bosnische Mütter sowie Eltern aus dem benachbarten Iran den Protesten in der Türkei angeschlossen hatten, begab sich nun auch eine kurdische Mutter in Deutschland in Protest gegen die Terrororganisation PKK vor den Bundestag in Berlin. Sie trägt ein T-Shirt mit dem Foto ihrer zwanzigjährigen Tochter. Entschlossen, ihre Tochter aus den Fängen der Terrororganisation PKK zu befreien, steht sie vor dem Bundestag. Den Drohungen der PKK zum Trotz, Maida T. werde so lange weiter protestieren bis ihre Tochter Nilüfer wieder zurück zu Haus ist. Bereits seit November versuche sie die Öffentlichkeit auf die Situation ihrer Tochter aufmerksam zu machen. Nachdem sie mehrere Wochen vor dem PKK-nahen Verein „Navenda Kurdistan“ in Berlin protestiert hatte, werde sie nun ihren Protest vor dem Bundestag fortsetzen. Und diesmal ist sie nicht alleine.  Wie TRT Deutsch berichtete, standen Hümeyra Çiftçi, Sprecherin bei der Union der Internationalen Demokraten (UID), Serap Mamati, Vorsitzende der Republikanischen Frauenvereinigung, sowie Gülseren Küçükkale, Vertreterin der Frauenvereinigung der Heimatpartei Berlin, der kurdischen Mutter solidarisch beiseite. Das letzte Kleidungsstück ihrer Tochter trage sie immer bei sich in der Tasche, „damit der Geruch nicht verschwindet.“ Sie appellierte an die Tochter, zurückzukehren und „das Leid“ zu beenden, so Maida T. gegenüber TRT Deutsch. Mit ihrer Aktion vor dem Bundestag möchte Maida T. die Unterstützung der Bundesregierung erlangen. Sie erhoffe sich, mithilfe der Bundeskanzlerin Angela Merkel oder dem Innenminister Horst Seehofer, Kontakt zu ihrer Tochter herstellen zu können. Sie werde ihre Aktion jeden Freitag wiederholen, solange bis ihre Tochter wieder daheim ist. Der Protest der Maida T. reiht sich somit in die Protestwelle ein, die kurdische Mütter in der Türkei begonnen haben. In Diyarbakir organisierten sie einen Sitzstreik vor dem Parteigebäude der HDP, um gegen die Entführung und Zwangsrekrutierung ihrer Kinder zu protestieren. Mütter gegen PKK Seit Monaten protestieren kurdische Eltern vor den Büros der oppositionellen „Demokratischen Volkspartei“ (HDP) in der südosttürkischen Stadt Diyarbakır gegen die Verschleppung und Rekrutierung ihrer Kinder durch die Terrororganisation PKK. Im August hatte die kurdische Mutter Hatice Akar vor dem Provinzbüro der HDP in Diyarbakir einen Sitzstreik begonnen und verbrachte auch die Nächte vor dem Gebäude. Alles was sie wollte, war die Rückkehr ihres Sohnes. Trotz ihrer Erschöpfung hatte sie gesagt, sie werde mit ihrem Protest nicht aufhören. Laut Akar war ihr Sohn in die Berge verschleppt worden. „Mein Sohn betrat das HDP-Provinzbüro und kam nicht mehr heraus“, so Akar gegenüber Medien. Etwa eine Woche später konnte sie ihren 21-jährigen Sohn wieder in die Arme schließen. In der darauffolgenden Woche setzte sich Fevziye Cetinkaya, eine weitere kurdische Mutter, die behauptet, ihr 17-jähriger Sohn sei über Mitglieder der HDP in die Reihen der Terrorgruppe aufgenommen worden, vor das Gebäude der Partei. „Alles, was ich von ihnen (HDP-Mitglieder) will, ist, dass mein Kind zu mir zurückgebracht wird“, sagte sie. „Entweder haben sie mein Kind hier versteckt oder es woanders hingebracht…. Ich werde nicht gehen, bis mein Kind zurück ist“, fügte sie hinzu. Der Vater warf HDP-Mitgliedern vor, ihre Kinder zum Beitritt zur PKK zu ermutigen. „Sie schicken Kinder von armen Menschen [zur PKK]…. Ich will meinen Sohn zurück, sonst nichts. Wir haben diese Kinder unter schwierigen Bedingungen aufgezogen und in die Schulen geschickt“, sagte er. Die HDP wird seit ihrer Gründung beschuldigt, Verbindungen zur PKK zu unterhalten. Die separatistische PKK, die neben der Türkei auch in den USA und der EU als terroristische Organisation geführt wird, ist für den Tod von etwa 40.000 Menschen, darunter zahlreiche Frauen und Kinder, verantwortlich.

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– Türkei – Kommentar: Die deutsche Öffentlichkeit erfährt nichts über die mutigen kurdischen Mütter

Was mit dem mutigen Schritt einer kurdischen Mutter im Sommer begann, entwickelt sich allmählich zu einer Bewegung. Immer mehr Kurden trauen sich, gegen die HDP-Partei und die Terrororganisation PKK auszusprechen.

Kommentar: Die deutsche Öffentlichkeit erfährt nichts über die mutigen kurdischen Mütter

Corona-Pandemie
Türkei: 6300 Lira Strafe für Deutschtürken wegen Nichteinhaltung der Ausgangssperre

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Konya – In der zentraltürkischen Stadt Konya wurden zwei Personen, die sich nicht an die Quarantänebestimmungen sowie die Ausgangsbeschränkungen der Behörden gehalten haben, mit einer Geldstrafe belegt. Damit gehört das Paar zu den ersten Menschen in der Türkei, die im Zuge des Umgangs und der Vorkehrungen mit dem neuen Coronavirus (Covid-19) zur Kasse gebeten wurden. Das Paar, das vor Kurzem aus Deutschland eingereist war, hatte sich dem Vernehmen nach nicht an die Quarantäneregeln gehalten und war im Zentrum der Kreisstadt Beyşehir gesichtet worden. Zeugen meldeten dies bei der örtlichen Polizeidienststelle, sodass diese aktiv wurden. Die Polizei traf kurze Zeit später in der Innenstadt auf das Paar aus Deutschland und nahm weitere Ermittlungen auf. Wie türkische Medien berichten, wurde das namentlich nicht genannte Ehepaar, das aus der Stadt Hüyük nach Beyşehir gefahren sein soll, daraufhin unter Hausarrest gestellt. Wegen der „Zuwiderhandlung gegen das „Volkshygienegesetz, sei ihnen zudem eine Geldstrafe in Höhe von 6300 türkischen Lira (3150 pro Person), auferlegt worden. Dem Paar sei klargemacht worden, dass bei einer Wiederholung der Handlung eine Geldstrafe in gleicher Höhe auferlegt werde und dass sie nach Paragraph 195 des türkischen Strafgesetzbuches mit einer Strafanzeige zu rechnen haben. Im Zuge der Vorkehrungen gegen das neue Coronavirus (Covid-19) werden die aus dem Ausland eingereisten Menschen in der Türkei geschult. Diejenigen, die einer häuslichen Quarantäne zustimmen, müssen eine Verpflichtungserklärung unterschreiben. Mit dieser Erklärung stimmen die unterzeichnenden Personen den Regelungen zu, dass sie unter anderem unter keinen Umständen ihre Wohnung verlassen, keine Gäste empfangen und die Hygienevorschriften beachten. Die unter häuslicher Quarantäne stehenden Personen werden täglich telefonisch von ihren Hausärzten begleitet und von den Sicherheitsbehörden dahingehend kontrolliert, ob sie sich zu Hause befinden oder Gäste empfangen.

Kontaktverbot
Corona-Krise: Forscher rechnet mit mehr Gewalt

Der Bielefelder Konfliktforscher Andreas Zick sieht wegen der Einschränkungen im Zuge der Coronakrise ein erhöhtes Risiko von Gewalttaten. „Die Konflikt- und Gewaltforschung rechnet in Krisenzeiten mit solcher Gewalt, die sich vor allem gegen vermeintlich Schwächere richtet. Wir müssen sie ernst nehmen, und sie kann zunehmen, wenn die Krise sich verschärft und die Stresssituation durch die eingeschränkten Freiheiten das Erregungs- und Aggressionsniveau bei jenen steigert, die eh schon aggressiv gestimmt sind“, sagte Zick dem Westfalen-Blatt. Zick rief dazu auf, vermehrt auf den Schutz von bedrohten Gruppen zu achten. „Kinder, die eh schon geprügelt und misshandelt werden, Frauen, die unter häuslicher Gewalt leiden, wohnungslose Menschen, Menschen mit Behinderungen sind unter solchen Umständen bedrohter. Aus Überforderung und Freiheitseinengung kann Aggression entstehen, und die trifft Schwächere“, sagte der Leiter des Insituts für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung der Universtität Bielefeld. Auch in und nach der Wirtschafts- und Finanzkrise sei nach Analysen der Gewaltforschung die Menschenfeindlichkeit gestiegen. „Wir wissen aus der Forschung, dass im Auslauf der Krisen der Konkurrenzkampf wieder losgeht und dann Gruppen verdrängt werden. Wir nehmen jetzt schon wieder das Elend der Geflüchteten an der griechisch-türkischen Grenze leichter hin. Wir gewöhnen uns vielleicht an härtere Maßnahmen. Wir müssen aufpassen, nicht autoritär und aggressiv zu werden, und das kommt eben teilweise am Ende und im Auslauf der Krise“, sagte Zick weiter. Die verbreiteten Hamsterkäufe erklärt Zick als Panikreaktion auf eine sich ausbreitende Verunsicherung. „Schwer verunsicherte und ängstliche Menschen neigen dazu, nur noch Informationen zu verarbeiten, die in ihr Weltbild passen. Wenn sie fest daran glauben, dass es bald nichts mehr zu kaufen gibt, dann erzeugt die Panik weiteren Stress, und den werden die Menschen los, indem sie Lager anlegen“, sagte der Gewaltforscher an der Universität Bielefeld der Zeitung weiter. „Panik erzeugt einen Wahrnehmungstunnel, und dann orientieren sich panische Menschen an panischen Menschen und Panikinformationen. Statt sich also mit Gegenargumenten auseinanderzusetzen, orientieren sie sich an Menschen, die ihnen ähnlich sind“, sagte Zick. Hier helfen Zick zufolge nur Maßnahmen, die viele Geschäfte jetzt ausführten, nämlich keine Panikkäufe zuzulassen. „Viele Angestellte in den Geschäften verhalten sich ziemlich cool und sprechen Panikkäufe als unerwünscht an. Diese Menschen brauchen Unterstützung, weil das sehr unangenehm sein kann“, sagte Zick dem Westfalen-Blatt. Einigung auf umfassendes Kontaktverbot Am Sonntag haben sich Bund und Länder darauf geeinigt, Ansammlungen von mehr als zwei Personen im öffentlichen Raum zu untersagen. Auf Ausgangssperren wurde verzichtet, stattdessen einigten sich Bund und Länder auf ein umfangreiches Kontaktverbot.

Der Aufenthalt im öffentlichen Raum ist für die nächsten zwei Wochen „nur alleine, mit einer weiteren nicht im Haushalt lebenden Person oder im Kreis der Angehörigen des eigenen Hausstands gestattet“, wie Bundeskanzlerin Angela Merkel bei einer Pressekonferenz am Sonntag in Berlin mitteilte.

„Nach unserer Einschätzung ist nicht das Verlassen der Wohnung die Gefahr, sondern der enge, unmittelbare Kontakt“, so NRW-Ministerpäsident Armin Laschet nach einer Telefonkonferenz von Bundeskanzlerin Angela Merkel mit den Ministerpräsidenten der Länder. „Die Menschen haben nach wie vor die Möglichkeit, Spaziergänge oder Sport in der Natur zu machen, aber wir werden auch der Verantwortung gerecht, die Ausbreitung weiter zu verlangsamen und so wertvolle Zeit zur Versorgung von schwer kranken Personen zu gewinnen“, sagte Tobias Hans, CDU, Ministerpräsident des Saarlandes.

Bürgerinnen und Bürger sollen sozialen Kontakte so weit wie möglich reduzieren. In der Öffentlichkeit soll zudem ein Mindestabstand von 1,5 Metern zu anderen Personen eingehalten werden. Der Weg zur Arbeit, zur Notbetreuung, Teilnahme an erforderlichen Terminen, Sport und Bewegung an der frischen Luft bleiben weiterhin möglich. Gastronomiebetriebe werden geschlossen, nur die Mitnahme von Speisen und Getränken ist gestattet.

Dienstleistungsbetriebe im Bereich der Körperpflege wie Friseure, Kosmetikstudios, Massagepraxen, Tattoo-Studios und ähnliche Betriebe werden geschlossen. Medizinisch notwendige Behandlungen bleiben aber weiter möglich.

Corona-Pandemie
Corona-Krise: Bundeskanzlerin Angela Merkel muss in Quarantäne

Berlin – Der Sprecher der Bundesregierung, Steffen Seibert, teilte mit:
„Die Bundeskanzlerin wurde nach ihrem heutigen Presseauftritt davon unterrichtet, dass ein Arzt, der am Freitagnachmittag eine prophylaktische Pneumokokken-Impfung bei ihr vorgenommen hatte, mittlerweile positiv auf das Coronavirus getestet wurde. Daraufhin hat die Bundeskanzlerin entschieden, sich unverzüglich in häusliche Quarantäne zu begeben. Sie wird sich in den nächsten Tagen regelmäßig testen lassen, weil ein Test jetzt noch nicht voll aussagekräftig wäre. Auch aus der häuslichen Quarantäne wird die Bundeskanzlerin ihren Dienstgeschäften nachgehen.“
Einigung auf umfassendes Kontaktverbot Am Sonntag haben sich Bund und Länder darauf geeinigt, Ansammlungen von mehr als zwei Personen im öffentlichen Raum zu untersagen. Auf Ausgangssperren wurde verzichtet, stattdessen einigten sich Bund und Länder auf ein umfangreiches Kontaktverbot. Der Aufenthalt im öffentlichen Raum ist für die nächsten zwei Wochen „nur alleine, mit einer weiteren nicht im Haushalt lebenden Person oder im Kreis der Angehörigen des eigenen Hausstands gestattet“, wie Bundeskanzlerin Angela Merkel bei einer Pressekonferenz am Sonntag in Berlin mitteilte. „Nach unserer Einschätzung ist nicht das Verlassen der Wohnung die Gefahr, sondern der enge, unmittelbare Kontakt“, so NRW-Ministerpäsident Armin Laschet nach einer Telefonkonferenz von Bundeskanzlerin Angela Merkel mit den Ministerpräsidenten der Länder. „Die Menschen haben nach wie vor die Möglichkeit, Spaziergänge oder Sport in der Natur zu machen, aber wir werden auch der Verantwortung gerecht, die Ausbreitung weiter zu verlangsamen und so wertvolle Zeit zur Versorgung von schwer kranken Personen zu gewinnen“, sagte Tobias Hans, CDU, Ministerpräsident des Saarlandes.

Bürgerinnen und Bürger sollen sozialen Kontakte so weit wie möglich reduzieren. In der Öffentlichkeit soll zudem ein Mindestabstand von 1,5 Metern zu anderen Personen eingehalten werden. Der Weg zur Arbeit, zur Notbetreuung, Teilnahme an erforderlichen Terminen, Sport und Bewegung an der frischen Luft bleiben weiterhin möglich. Gastronomiebetriebe werden geschlossen, nur die Mitnahme von Speisen und Getränken ist gestattet.

Dienstleistungsbetriebe im Bereich der Körperpflege wie Friseure, Kosmetikstudios, Massagepraxen, Tattoo-Studios und ähnliche Betriebe werden geschlossen. Medizinisch notwendige Behandlungen bleiben aber weiter möglich.

Corona-Pandemie
Corona-Krise: Berlins Bürgermeister kündigt weitere Einschränkungen an

Der Berliner Senat will seine Maßnahmen im Kampf gegen die Corona-Pandemie verschärfen. In der rbb-„Abendschau“ kündigte der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) am Freitag wegen der Corona-Gefahr weitere Einschränkungen an. Man müsse diese Schritte gehen, sagte der SPD-Politiker. Er habe den Senat beauftragt vorzubereiten, dass es auch in Berlin zu Restaurantschließungen kommt – „jenseits der Öffnungszeiten, die wir jetzt beschlossen haben – dass die Restaurants wirklich zugemacht werden, aber Abhol- und Lieferdienste noch möglich sind.“ Geplant sei auch, dass Versammlungen weiter eingeschränkt werden. „Wir erleben es ja, dass manche es offenbar immer noch nicht so richtig begriffen haben, in was für einer Krise wir sind.“ Er gehe davon aus, dass der Senat diese Maßnahmen in den nächsten Tagen beschließt und umsetzt – „wir wollen das in enger Abstimmung mit Brandenburg machen, da sind wir uns ganz einig.“ Am Sonntag gebe es darüber auch ein Gespräch mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). Eine Ausgangssperre für Berlin will Müller weiter vermeiden. Er warnte vor den sozialen Folgen, die so ein Beschluss haben könnte.

Corona-Pandemie
Mediatorin befürchtet wegen Corona Zunahme von Gewalt gegen Kinder

Essen – Häusliche Isolation, Ängste wegen der Corona-Epidemie, die Unabsehbarkeit der Entwicklungen und die Befürchtung weiterer Einschränkungen der individuellen Freiräume legen bei vielen Bürgern derzeit die Nerven blank. Das Streit-Potenzial ist hoch: „Meine größte Befürchtung ist, dass es zu viel mehr Gewalt an Kindern kommt“, sagt Sabine Sauerborn, Vorstandsmitglied des Zentralverbands Mediation Deutschland. Dies melden die Zeitungen der Funke-Mediengruppe NRW. Kinder verfügten noch nicht über eine ausreichende Impulskontrolle und könnten so zu stärkerer nervlicher Belastung der Erwachsenen beitragen. Der Mangel an Rückzugsmöglichkeiten und die notwendige Veränderung bisheriger Gewohnheiten in der Krise sorgten zudem für eine zusätzliche Verschärfung der Situation, meint die professionelle Streitschlichterin. Auch unter Nachbarn steige das Konfliktpotenzial durch die zusätzliche Nähe. „Das kann besonders dann sein, wenn der Nachbar irgendwann der einzige ist, bei dem man seinen ganzen Frust und Ärger noch ablassen kann. Aber ich denke es gibt überhaupt keinen Bereich, der davon nicht betroffen sein wird.“

Fernsehen
Corona-Krise: ARD kündigt Fernsehgottesdienste auch für Muslime an

Köln – Da während der Corona-Krise öffentliche Versammlungen und Veranstaltungen wie Gottesdienste untersagt sind, bieten die Dritten Programme der ARD zusätzliche Angebote für gläubige Menschen in Deutschland an. Diese sollen im Wechsel von den neun Landesrundfunkanstalten produziert werden. Den Anfang macht der BR, mit einem evangelischen Fernsehgottesdienst am kommenden Sonntag (22. März 2020) und einem katholischen Gottesdienst am Sonntag in einer Woche (29. März 2020). Ebenfalls am 22. März 2020 sendet der rbb einen ökumenischen Gottesdienst. Neben katholischen, evangelischen und ökumenischen Gottesdiensten soll es auch einzelne Video-Botschaften für Juden und Muslime geben. Das Erste bleibt bei seinem geplanten Angebot. Auch die Übertragung der Osterfeierlichkeiten aus Rom, die in diesem Jahr ohne Gläubige stattfinden werden, gilt nach aktuellem Stand als gesichert. „In dieser für unsere Gesellschaft schwierigen Ausnahmesituation ist es besonders wichtig, Menschen zu begleiten und zu ermutigen. Die zusätzlichen Angebote der ARD können einen entscheidenden Beitrag zu Zuversicht und Gemeinschaft leisten“, sagt Dr. Reinhard Scolik, Fernsehdirektor des Bayerischen Rundfunks und Kirchenkoordinator der ARD. Eine Übersicht über die Gottesdienste der ARD finden Sie auf der Seite http://gottesdienste.ard.de/.

Zum Thema

– Corona-Pandemie – Zentralrat der Muslime fürchtet finanzielles Aus für viele Moscheen durch Coronakrise

Der Zentralrat der Muslime in Deutschland (ZMD) warnt vor den finanziellen Folgen der Corona-Krise für Moscheen und appelliert an öffentlich-rechtliche Medien, Ergänzungsangebote zu schaffen.

Zentralrat der Muslime fürchtet finanzielles Aus für viele Moscheen durch Coronakrise