Corona-Krise
Dilek Kalayci: Örtlich begrenzte Ausreisesperren sinnvoll, aber für Berlin schwer vorstellbar

Berlins Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) hat sich am Mittwoch im Inforadio vom rbb offen für eine Neuregelung des Umgangs mit lokalen Corona-Ausbrüchen gezeigt. Die Vorsitzende der Gesundheitsministerkonferenz sagte, „das heißt, dass wir uns diesen Vorschlag aus dem Kanzleramt (Ausreisesperren zu verhängen) als Gesundheitsminister genau anschauen werden – im Hinblick auf Praktikabilität.“ Kalayci betonte, es sei sinnvoll, wenn Menschen, die in Hotspots leben, zuhause bleiben. Das sei klarer und einfacher, als wenn alle anderen Bundesländer Einreisesperren verhängen müssten. „Das ist eine der zentralen Fragen: Inwieweit ist das umsetzbar? Von der Logik her würde das Sinn machen und das Verfahren vereinfachen.“ Die Gesundheitssenatorin schränkte allerdings ein: „Für Berlin ist es natürlich schwierig. Die Bezirke haben die Größenordnung von Landkreisen in anderen Bundesländern. Da kann man natürlich keine Reisebeschränkungen verhängen. (…) Aber am Ende bleibt ganz klar die Botschaft: Wenn es Hotspots gibt, dann sollten die Menschen auch dort bleiben. Man sollte dann alle Vorkehrungen treffen, dass das Virus nicht weitergetragen wird. Das Virus kennt keine Grenzen.“

Terrorismus
ASALA-Terror: Türkei gedenkt ermordeten Staatsbediensteten Dursun Aksoy

Ankara – Die Türkei gedenkt heute der Ermordung eines Staatsbedienstetern durch die armenischen Terrororganisationen ASALA und JCAG. Verwaltungsattaché Dursun Aksoy, 39, wurde 1983 vor seinem Haus in Belgien ermordet. Am 14. Juli 1983, um 10.30 Uhr Ortszeit, wurde Aksoy, als er vor seiner Wohnung sein Auto starten wollte, in den Hals und in die Brust geschossen. Der 39-jährige türkische Diplomat starb noch am Tatort. „Ich habe aus dem Fenster geschaut“, sagte der Augenzeuge Serge van Peborrgh über das Attentat, „ich sah das Opfer in sein Fahrzeug einsteigen. Es stand eine Person außerhalb des Wagens. In diesem Moment hörte ich zwei Schüsse.“ Der Attentäter sei schnell vom Tatort geflohen. Drei armenische Terrorgruppen übernahmen die Verantwortung für den Mord – die Armenische Geheimarmee für die Befreiung Armeniens (ASALA), die Justizkommandos des armenischen Völkermords (JCAG) und die Armenische Revolutionsarmee (ARA). Der Augenzeuge habe den Attentäter, der später in den Niederlanden verhaftet wurde, identifiziert. Er sei jedoch freigelassen worden, da mehrere Zeugen ihm ein Alibi lieferten. Sie sagten aus, dass er sich zum Zeitpunkt des Attentats in Frankreich aufgehalten habe. Seine anschließende Freilassung löste in der Türkei große Empörung aus. Obwohl die belgischen Behörden zusagten, dass die Ermittlungen fortgesetzt würden, sind bis heute – mehr als 35 Jahre später – keine weiteren Verdächtigen festgenommen worden, und der Mörder von Aksoy bleibt straffrei, berichtet die Nachrichtenagentur Anadolu.  In den Jahren 1975 bis 1984 wurden türkische Botschafter und Diplomaten weltweit zum Ziel der  ASALA und ähnlicher Gruppierungen. ASALA tötete in diesem Zeitraum bei verschiedenen Anschlägen insgesamt 42 türkische Diplomaten, um die türkische Regierung zu zwingen, sich öffentlich zu dem so genannten Völkermord an den Armeniern im Jahr 1915 zu bekennen, Entschädigungszahlungen zu entrichten und Territorium für einen armenischen Staat abzutreten. Die Terrorakte der Armenier nahmen zwischen 1980 und 1983 zu. In dieser Zeit fanden 580 der insgesamt 699 Anschläge statt. Die Terrorattacken endeten im Jahr 1986.

Türkei
Christliche Mosaike der Hagia Sophia werden nicht entfernt

Ankara – Das türkische Außenministerium hat am Montag erneut versichert, dass die christlichen Mosaike in der ehemaligen byzantinischen Kirche Hagia Sophia nicht entfernt oder verändert würden. Die islamischen Gebete sollen in einem dafür abgetrennten Teil  verrichtet und die Mosaike nur während der Gebetszeiten verdeckt werden. Die Moschee werde weiterhin für Besucher aller Religionen geöffnet sein, und jeder, der möchte, könne „dieses erstaunliche Gebäude besichtigen“, sagte das türkische Außenministerium am Dienstag. Für Touristen wird der Zugang nun kostenlos gewährt. Die vorher erhobenen Eintrittsgelder werden abgeschafft. „Die Hagia Sophia wird mit ihrem neuen Status weiterhin alle Menschen umarmen und das gemeinsame kulturelle Erbe der Menschheit bewahren“, sagte der Sprecher des Außenministeriums, Hami Aksoy, nach einem Treffen des EU-Außenministerrats am Montag in Brüssel. Erdogan: Die Türen der Hagia Sophia für jeden geöffnet Auch der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan versicherte bereits am Freitag, dass die „Türen der Hagia Sophia“, so wie die aller anderen Moscheen der Türkei, weiterhin für Menschen aller Glaubensrichtungen geöffnet bleiben würden, sagte Erdogan in einer Ansprache an die Nation zum neuen Status der Hagia Sophia „Ich unterstreiche, dass wir die Hagia Sophia als eine Moschee eröffnen werden, indem wir das gemeinsame kulturelle Erbe der Menschheit bewahren“, betonte Erdogan. Mit ihrem neuen Status als Moschee werde die Hagia Sophia weiterhin „alle Menschen auf eine viel aufrichtigere Art und Weise umarmen“. Am 10. Juli annullierte das Oberste Verwaltungsgericht der Türkei einen Kabinettsbeschluss von 1934, der die Hagia Sophia in Istanbul in ein Museum umwandelte. Dieser Schritt ebnete nach 85 Jahren den Weg für ihre Wiedernutzung als Moschee. Das Gericht entschied, dass das architektonische Juwel im Besitz einer Stiftung ist, die von Sultan Mehmet II., dem Eroberer Istanbuls, gegründet und der Gemeinde als Moschee geschenkt wurde – ein Status, der rechtlich nicht geändert werden kann. Die Hagia Sophia ist eine der bedeutendsten historischen und kulturellen Stätten der Welt. Sie wurde im sechsten Jahrhundert zur Zeit des christlich-byzantinischen Reiches erbaut und diente als Sitz der griechisch-orthodoxen Kirche. Nach der osmanischen Eroberung Istanbuls im Jahr 1453 wurde sie in eine Moschee und 1935 letztendlich in ein Museum umgewandelt.  

Hannover
„Schwerer Krieg“: Drohbriefe an türkische Geschäftsleute

Hannover – In einem Drohbrief an türkische Geschäftsleute in Hannover kündigen Unbekannte einen „schweren Krieg“ an. Unterschrieben wurde mit „Die Deutschen“. In dem Schreiben werde auch das Anzünden von Moscheen angedroht. Unterschrieben wurde mit „Die Deutschen“ Wie die Hannoversche Allgemeine Zeitung mit Bezugnahme auf eine Mitteilung der Staatsanwaltschaft Hannover berichtet, ermittele die Polizei wegen des Verdachts der Volksverhetzung und der Bedrohung, Dem Bericht zufolge werden die Geschäftsleute in den Briefen beschimpft. Außerdem werde ein „schwerer Krieg“ im Steintorviertel angekündigt.

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– Fremdenfeindlichkeit – Erneut islamfeindliche Drohbriefe an drei Moscheen

Erneut haben Moscheen diffamierende Drohbriefe erhalten. An den Festtagen zum Ende des Ramadan gingen in München und Duisburg in drei Moscheen der islamischen Religionsgemeinschaft DITIB Briefe mit einem Foto von einem Schwein und islamfeindlichen Inhalten ein.

Erneut islamfeindliche Drohbriefe an drei Moscheen
 

Wertschöpfungskette
TÜV-Verband begrüßt geplantes Lieferkettengesetz

„Wir begrüßen den Vorstoß, einen gesetzlichen Rahmen für faire Lieferketten in Deutschland zu schaffen. Die Wertschöpfungskette an sozialen und ökologischen Standards auszurichten, ist für viele Unternehmen eine Selbstverständlichkeit. Mit dem geplanten Lieferkettengesetz wird diese Selbstverständlichkeit nun für alle Unternehmen zur Pflicht.“ Allerdings reicht eine rein nationale Initiative nicht aus. Bühler: „Lieferketten enden heute nicht an Staatengrenzen. Deswegen sollte Deutschland sich im Rahmen seiner aktuellen EU-Ratspräsidentschaft für eine europäische Lösung stark machen. Nur wenn alle Teilnehmer des europäischen Binnenmarktes an einem Strang ziehen, kann ein wirksamer Menschenrechts- und Umweltschutz erreicht werden. Der Vorstoß von EU-Justizkommissar Didier Reynders, 2021 einen Gesetzentwurf für ein europäisches Lieferkettengesetz vorzulegen, ist daher konsequent und richtig.“ Wichtig bei den geplanten deutschen und europäischen Initiativen sind die zugrundeliegenden Standards und eine wirkungsvolle Prüfung auf Einhaltung der Regeln: Bühler: „Jetzt kommt es auf die konkrete Ausgestaltung an. Wir brauchen keinen Papiertiger. Soziale und ökologische Standards müssen klar definiert und konsequent überprüft werden.“

Corona-Krise
Masken-Lieferanten klagen gegen Gesundheitsministerium

Im Streit um nicht bezahlte Lieferungen von Schutzmasken wehren sich mehrere Unternehmen mit Klagen gegen das Bundesgesundheitsministerium.

Landgericht Bonn bestätigt rund 20 Klagen im Streit um nicht bezahlte Rechnungen

Wie das Landgericht Bonn dem Wirtschaftsmagazin Capital (Heft 8/2020, EVT 16. Juli) bestätigte, liegen dort mittlerweile rund 20 Klagen von Firmen vor, die auf ihr Geld warten. Der Großteil der Klagen wurde nach Angaben eines Gerichtssprechers bereits dem Ministerium zugestellt. Dieses hat nun die Gelegenheit zur Gegenäußerung. Die Streitwerte der meisten Klagen, hinter denen eher kleine und mittelgroße Maskenlieferanten stehen, betragen demnach 500.000 bis 1 Mio. Euro. In einem Fall geht es um 2,5 Mio. Euro. Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte auf dem Höhepunkt der Corona-Krise im Frühjahr in einem sogenannten Open-House-Verfahren Masken für mehr als 1 Mrd. Euro bestellt. Dabei wurden 738 Zuschläge an Firmen erteilt, denen ein Abnahmepreis von 4,50 Euro netto je Maske der Schutzklasse FFP2 bei Lieferung zu einem fixen Termin garantiert wurde. Insgesamt bestellte Spahns Ministerium auf diesem Weg mehr als 200 Millionen FFP2-Masken und mehr als 60 Millionen einfachere OP-Masken. Bei der Abwicklung stellte das Ministerium allerdings fest, dass bei einigen Lieferungen die Qualität nicht stimmte und die Masken nicht zu gebrauchen waren. Daher beauftragte der Bund den TÜV mit einer Kontrolle der Masken und holte sich zur Unterstützung die Prüffirma EY ins Haus. Dabei wurde auch klar, dass der im Open-House-Verfahren zugesagte Preis von 4,50 Euro je FFP2-Maske aus heutiger Sicht viel zu hoch war. Nach Informationen von Capital lassen sich FFP2-Schutzmasken in China inzwischen für weniger als 1 Euro beschaffen – etwa im Freihafen von Schanghai. Einige Lieferanten vermuten daher, dass der Bund Qualitätsmängel teils nur vorschiebe, weil er die für ihn nachteiligen Verträge nicht erfüllen wolle. Aus diesem Grund weigere sich das Ministerium auch, ihnen Einsicht in die Prüfberichte des TÜV zu geben, heißt es in Kreisen der Lieferanten. Auf Anfrage von Capital bestätigte das Gesundheitsministerium, dass einige Klagen zugestellt worden sind. Inhaltlich wollte es sich nicht zu den Vorgängen äußern. Man werde im gerichtlichen Verfahren Stellung nehmen, erklärte das Ministerium.

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– Die Wollnys – Silvia Wollny: Vielleicht wandere ich in die Türkei aus

Die Wollnys aus der gleichnamigen RTL II Pseudo-Doku lassen es sich derzeit in der Türkei gut gehen und teilen Videos und Bilder von ihrem Urlaub auf Instagram.

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Kaukasus
Gefechte zwischen Armenien und Aserbaidschan: Tote und Verletzte

Von Asif Masimov – info@masimovasif.net Am 12.07.2020 teilt das Verteidigungsministerium der Republik Aserbaidschan mit, dass armenische Truppen aserbaidschanische Militärstützpunkte bei Tovuz (ein Bezirk im Nordwesten Aserbaidschans) angegriffen haben. Hierbei handelt es sich um die größte Eskalation zwischen den verfeindeten Südkaukasusländern seit April 2016. Im Zuge dieser Gefechte sind bereits vier aserbaidschanische Soldaten getöten und weitere verletz worden. Dabei spricht die armenische Seite lediglich von zwei verletzten Soldaten sowie zwei Polizisten. Mit diesem Beitrag möchte ich untersuchen, welche Seite tatsächlich einen Angriff auf Tovuz oder Tavush (ein Bezierk auf der armenischen Seite) begonnen hat. Das Verteidigungsministerium der Republik Armenien beschuldigte Aserbaidschan, die Grenzlinie mit einem Auto „UAZ“ überschritten zu haben, um den armenischen Militärposten zu ergreifen. In einen „UAZ“ passen maximal 5 Fahrgäste. Es ist also nicht glaubwürdig, dass ein Aggressor mit einem kleinen PKW, beladen mit maximal fünf ausgebildeten Soldaten, einen Militärposten angreifen würde. Die zweite interessante Tatsache besteht darin, dass im Vergleich zu den Kämpfen im April 2016 die jüngsten Ereignisse unmittelbar im Grenzgebiet zwischen Armenien und Aserbaidschan stattfanden. Dieser Aspekt ist ausschlaggebend, weil Armenien Mitglied des Vertrags über kollektive Sicherheit (OVKS) ist, ein Verteidigungsbündnis. Wie bei der NATO (Artikel 5), wird ein bewaffneter Angriff gegen einen oder mehrere Verbündete als Angriff auf alle Bündnispartner gewertet. Die leitende Rolle Russlands bei der OVKS sei nicht unbeachtet. Am nächsten Tag, dem 13.07.2020, hat der armenische Außenminister Sohrab Mnazakanjan ein Telefongespräch mit dem Generalsekräter der OVKS Stanislav Zas geführt, indem er zur Dringlichkeitssitzung des Verteidigungsbundes aufgerufen hat. Baku verfolgte die Geschehnisse sehr achtsam. Später wurde bekanntgegeben, dass die Dringlichkeitssitzung des Ständigen Rates der OVKS auf unbestimmte Zeit verschoben wurde. Mit anderen Worten kann man sagen, dass die armenische Pläne in Bezug auf die Provokation Aserbaidschans und die Verwicklung in diesen Konflikt Russlands gescheitert sind. Wieso ein Angriff ausgerechnet bei der armenisch-aserbaidschanischen Grenze? Vor zwei Jahren waren wir Augenzeugen einer gelungenen Revolution in Armenien, als der aus Bergkarabach stammender Serj Sargsjan durch Nikol Paschinjan ersetzt wurde. Dieser Machtwechsel bedeutete nicht nur den Versuch einer Demokratisierung, sondern auch die Ersestzung eines armenischen Karabach-Clans. Sofort wurden viele hochrangige Personen, u.a. der ehemalige Staatspräsident Rober Kotscharjan entlassen, bzw. verhaftet. Das bedeutet all, die als Karabach-Armenier eine starke Position in gesamt Armenien genossen haben. Paschinjan hat im Vergleich zur früheren Administration sehr viele Schwächen, so wird oft die Presse und Wirtschaft durch Anhänger des Karabach-Clans weiter kontroliert. Die Reformen von Pashinjan werden in der Bevölkerung gerne akzeptiert, die wirtschaftliche Lage verbessert sich dadurch aber nicht. Das versteht auch selbts Paschinjan. Aserbaidschan hatte die Hoffnung, dass die Verhandlungen mit Paschinjan in Bezug auf Bergkarabach noch leichter geführt werden, da ein Konfliktlösungskonzept der Madrider Prinzipien schon seit Jahren existiert und beide Seiten deren Enverständnis dazu geäußert haben. Die Aussage Pashinjans in Chankendi (Stepanakert) „Bergkarabach ist Armenien und Punkt!“ zeigt uns seine Angst vor den des karabach-armenischen Clans. Paschinjan braucht nun einen kleinen militärischen Sieg über Aserbaidschan, damit er auch ein Rederecht in Bezug auf den Bergkarabachkonflikt hat. Einen Agriff über die besetzten Gebiete kann er nicht durchführen, da seine Position im Bergkarabach schwach ist. Des Weiteren möchte er lieber diesen Konflikt zu einer neuen Dimension bringen, indem Moskau seine Streitkräfte in Bergkarabach stationiert. Paschinjan und seine Bevölkerung sollten sich im Klaren darüber sein, dass die aserbaidschanische Bevölkerung auch einen gewissen Druck auf ihre Regierung bezüglich dieses Konfliktes ausübt. Die ausgebrochene Pandemie hat dies lediglich verstärkt. Falls Yerevan auf eine Untestützung aus Moskau hofft, sollte man nicht vergessen, dass Paschinjan nicht gerade Putins Liebling ist. Zudem kommt, dass auch Moskau selbst jetzt und wohl in den nächsten Monaten mit eigenen, innenpolitischen Problemen beschäftigt sein wird. Im Fall des Bergkarabach-Konflikts existieren bereits mehrere UN-Beschlüsse sowie die sogenannten “Madrider Basisprinzipien”. UN-Resolutionen: Die vier verabschiedeten Resolutionen (822, 853, 874, 884) des UN-Sicherheitsrates fordern einen bedingungslosen und unverzüglichen Rückzug der Streitkräfte Armeniens aus Aserbaidschanischen Gebieten. Madrider Basisprinzipien: 1. Rückkehr der Berg-Karabach umgebenden Gebiete unter aserbaidschanische Kontrolle‘ 2. ein Interimsstatus für Berg-Karabach einschließlich Garantien für Sicherheit und Selbstbestimmung 3. ein Verbindungskorridor zwischen Armenien und Berg-Karabach 4. eine zukünftige Bestimmung des endgültigen Rechtsstatus von Berg-Karabach durch eine rechtlich bindende Willensäußerung 5. ein Rückehrrecht für alle Binnenvertriebenen und Flüchtlinge zu ihren früheren Wohnorten; 6. internationale Sicherheitsgarantien einschließlich einer Peacekeeping-Mission. Quelle. https://www.osce.org/mg/51152
Asif Masimov Humboldt Universität zu Berlin, Institut für Geschichtswissenschaften Born 1987 in Ismayilli, Azerbaijan. Graduate of Baku State University (Bachelor of Arts in “International Relations”) and Georg-August University of Göttingen (Master of Arts in “Political Science”). Currently a PhD student in History at the Humboldt University of Berlin.
 

Länderspiele
Fußball: DFB kündigt Testspiele gegen Türkei und Tschechien an

Berlin – Der Spielplan für das Kalenderjahr 2020 steht. Nach fast zehnmonatiger Pause wird das Team von Bundestrainer Joachim Löw am 7. Oktober in Köln gegen die Türkei und am 11. November in Leipzig gegen die Tschechische Republik zwei Testländerspiele bestreiten. Dies gab der Deutsche Fußball-Bund am Montag bekannt. „Ich freue mich sehr auf die Spiele und hoffe natürlich, dass wir schon im Herbst wieder vor Publikum spielen können“, so Bundestrainer Joachim Löw. „Wir möchten die Länderspiele im Herbst nutzen, damit sich unsere junge Mannschaft weiter einspielen kann. Mit Blick auf die Europameisterschaft im nächsten Jahr wollen wir als Team weiter zusammenwachsen. Die Türkei und die Tschechische Republik sind sportlich sehr interessante Gegner“, zitiert der Kicker den Bundestrainer. Löw erhofft sich neben den Spielen in der Nations League in den beiden Test-Partien „weitere wichtige Erkenntnisse für die Entwicklung der Mannschaft“. Der Bundestrainer hofft zudem, „dass wir schon im Herbst wieder vor Publikum spielen können“, berichtet Kicker weiter.    

Ausland
Ukrainischer Präsident Selenskyj dankt Erdogan und Türkei für Unterstützung

Kiew – Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj lobte am Freitag den Dialog zwischen seinem Land und der Türkei. „Dankbar an die Türkei und @RTErdogan für die Unterstützung der Souveränität der Ukraine, für die Hilfe im Kampf gegen #COVID-19 und für die Überwindung der Schäden der Überschwemmungen“, schrieb Selenskyj auf Twitter, nach einem Treffen mit dem türkischen Verteidigungsminister Hulusi Akar in Kiew.  Im Rahmen seines offiziellen Besuchs traf Akar auch mit seinem ukrainischen Amtskollegen Andriy Taran zusammen.
(Screenshot/Twitter)
Während des Treffens erörterten die beiden Verteidigungsminister die bilateralen Beziehungen und regionalen Entwicklungen, sagte Akar auf einer gemeinsamen Pressekonferenz. „Wir unterstützten und werden die territoriale Integrität der Ukraine unterstützen“, sagte Akar. Wie die Nachrichtenagentur Anadolu weiter berichtet, unterstrich Akar die tief verwurzelten Beziehungen zwischen der Türkei und der Ukraine und sagte, dass sie wichtige Schritte unternommen hätten, insbesondere die Zusammenarbeit in den Bereichen Verteidigung und Sicherheit. Taran seinerseits dankte der Türkei für ihre Unterstützung und ihre Bemühungen um den Schutz der territorialen Integrität und Souveränität der Ukraine. Taran betonte, dass sie die Prioritäten der bilateralen Verteidigungszusammenarbeit besprochen hätten, und sagte, dass die Zusammenarbeit für die Entwicklung der ukrainischen Wirtschaft wichtig sei. Russland und die Ukraine befinden sich seit der Annexion der Krim durch Russland nach einem umstrittenen Referendum im Streit. Die USA und die Türkei sowie die UNO-Generalversammlung betrachteten diesen Schritt als illegal. Die Ukraine hat den Kreml auch für die separatistische Gewalt in Donbass, im Osten des Landes, nahe der Grenze zu Russland, verantwortlich gemacht. Bei Zusammenstößen starben bisher etwa 13.000 Menschen.

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– Rüstungsindustrie – Ukraine und Türkei entwickeln Kampfdrohne neuer Generation

Die Ukraine hat eine Kooperation mit der Türkei in militärtechnischem Bereich aufgenommen. Derzeit wird unter Beteiligung der türkischen Firma Baykar Defence eine neuartige Kampfdrohne neuer Generation – Akinci – entwickelt.

Ukraine und Türkei entwickeln Kampfdrohne neuer Generation
 

Brexit
Großbritannien und Türkei „kurz vor“ Unterzeichnung eines Freihandelsabkommens

London – Die Türkei und Großbritannien stehen kurz davor ein Freihandelsabkommen zu unterzeichnen. Dies teilte der türkische Außenminister Mevlut Cavusoglu in einem Gespräch mit der in London ansässigen Wirtschaftszeitung Financial Times mit, berichtet die Nachrichtenagentur Anadolu. Die Verhandlungen zwischen den beiden Ländern „liefen sehr gut“. Cavusoglu besuchte am Mittwoch London, um Gespräche mit Premierminister Boris Johnson und Außenminister Dominic Raab zu führen. Financial Times betonte, dass Großbritannien mit einem Handelsvolumen von 18,8 Milliarden Pfund (fast 21 Milliarden Euro) nach Deutschland der zweitgrößte Handelspartner der Türkei ist und mehr als 2.500 britische Unternehmen in der Türkei tätig sind, darunter BP, Shell, Vodafone, Unilever, BAE Systems, HSBC, Aviva und Diageo, berichtet Anadolu weiter. Die Handelsgespräche zwischen der Türkei und Großbritannien haben nach dem Austritt des Vereinigten Königreiches aus der EU am 31. Dezember 2019 an Fahrt gewonnen. „Wir haben uns bereits mit Großbritannien darauf geeinigt, dass wir in der Zeit nach Brexit unseren bilateralen Handel ausweiten werden; in Bezug auf das Volumen haben wir uns ein Ziel von 20 Milliarden Dollar [bilateraler Handel] gesetzt“, sagte Cavusoglu. Handelsminister Ranil Jayawardena werde in der kommenden Woche seinen türkischen Amtskollegen zu Gesprächen treffen. In einem Briefing mit türkischen Reportern betonte er, dass die Türkei und Großbritannien nach dem Brexit in vielen Bereichen zusammenarbeiten würden, und fügte hinzu, dass „selbst wenn Großbritannien aus der EU austreten sollte, wird es weiterhin einer der wichtigsten Länder des europäischen Kontinents sein“.

Zum Thema

– Zeit nach Brexit – Türkei und Großbritannien wollen Gespräche für ein Freihandelsabkommen intensivieren

Die Türkei und Großbritannien werden die Gespräche über das geplante bilaterale Freihandelsabkommen sehr bald intensivieren, so der britische Botschafter in der Türkei, Dominick Chilcott, gegenüber Medien.

Türkei und Großbritannien wollen Gespräche für ein Freihandelsabkommen intensivieren