Ankara – Die Türkei hat die Annäherung zwischen Katar und Saudi-Arabien begrüßt.
„Wir begrüßen die Vereinbarung, die Land-, See- und Luftgrenzen zwischen Katar und Saudi-Arabien ab heute Abend zu öffnen“, hieß es in einer Erklärung des türkischen Außenministeriums am Montag.
Diese Entwicklung sei ein wichtiger Schritt zur Beilegung des seit Juni 2017 andauernden Konflikts in der Golfregion. Ankara lobte Kuwait und „andere internationalen Akteuren, die durch ihre Vermittlungs- und Erleichterungsinitiativen zu dieser Entscheidung beigetragen haben“, für ihre Bemühungen.
Die Türkei hoffe, dass „eine umfassende und dauerhafte Lösung dieses Konflikts auf der Grundlage der gegenseitigen Achtung der Souveränität aller Länder erreicht wird und dass alle anderen Sanktionen gegen das katarische Volk so bald wie möglich aufgehoben werden“.
Als strategischer Partner des Golf-Kooperationsrates, der der Sicherheit und Stabilität der Golfregion große Bedeutung beimisst, wird die Türkei weiterhin alle Bemühungen in diese Richtung unterstützen.
Wiederannäherung: Katar und Saudi-Arabien unterzeichnen Solidaritätsabkommen
Die Staats- und Regierungschefs der Golfstaaten haben auf dem GCC-Gipfel in Saudi-Arabien ein Abkommen zur Beendigung ihres dreijährigen diplomatischen Streits mit Katar unterzeichnet.
Der regierende Emir von Katar Tamim bin Hamad al-Thani traf am Dienstag zu einem Golfgipfel in Saudi-Arabien ein und wurde vom Kronprinzen des Königreichs, Mohammed bin Salman, mit einer Umarmung begrüßt, nachdem das Königreich angekündigt hatte, sein jahrelanges Embargo gegen den winzigen arabischen Golfstaat zu beenden.
Im Juni 2017 hatten Saudi-Arabien, die VAE, Bahrain und Ägypten gegen Katar eine Blockade verhängt, nachdem sie Doha unter anderem beschuldigt hatten, Terrorismus zu unterstützen und dem Iran nahe zu stehen. Katar hat die Vorwürfe wiederholt zurückgewiesen und erklärt, dass es „keine legitime Rechtfertigung“ für den Abbruch der Beziehungen gebe.
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Keine Übersterblichkeit in Deutschland!
Ein Gastbeitrag von Sahin Karanlik
Gerade machen paar Memes wieder die Runde. Wir werden nur belogen und betrogen von denen da oben! Merkel! Spahn! Lauterbach! Drosten! Hurz! Und Quellen haben diese Meme-Poster auch parat. Nicht wieder so ein Bhakdi-Scheiß, sondern echte Quellen. Das Statistische Bundesamt zum Beispiel.
Gut, wer liest sich den ganzen Kram dann wirklich durch? Na, ich natürlich!
Destatis, Statistisches Bundesamt in ihrem Fazit (verkürzt):
Der Blick in andere Länder zeigt auch, dass die Corona Pandemie in Deutschland bisher vergleichsweise geringe Auswirkungen im Hinblick auf eine etwaige Übersterblichkeit hatte. Dieses Bild sieht in vielen Ländern völlig anders aus. Frankreich weist für die Monate März und April 2020 eine gegenüber 2019 um 26 Prozent erhöhte und gegenüber 2018 um 16 Prozent erhöhte Sterblichkeit aus.
Italien berichtet sogar von einer um 49 Prozent erhöhten Sterbefallzahl für März 2020 im Vergleich zum Durchschnitt der Jahre 2015 bis 2019. Für den Ballungsraum Stockholm meldet Schweden für die Kalenderwochen 14 bis 16 sogar doppelt so hohe Sterbefallzahlen wie im Durchschnitt dieser fünf Vorjahre.
Auch in anderen Ländern war die Sterblichkeit regional teilweise noch wesentlich deutlicher erhöht als im jeweiligen Landesdurchschnitt.
Aus den bislang vergleichsweise geringen Auswirkungen der Pandemie in Deutschland lässt sich deshalb keineswegs schließen, dass das neuartige Coronavirus SARS-CoV-2 ungefährlich sei oder weniger gefährlich als die Grippe. Vielmehr deutet die Entwicklung in Deutschland darauf hin, dass Maßnahmen zur Eindämmung der Infektionen vergleichsweise effizient eingesetzt wurden.
Modellrechnungen gehen von 370000 bis 770000 zusätzlichen Sterbefällen in Deutschland aus, wären diese Maßnahmen nicht ergriffen worden und hätte sich das Verhalten der Menschen nicht geändert. Wenn man sich dann noch die Daten vom RKI ansieht, dann wird dank der Hygiene-Maßnahmen an Grippe viel weniger gestorben.
Dieser Kommentar gibt die Meinung des Autors wieder und stellt nicht zwingenderweise den Standpunkt von nex24 dar.
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Gleichwie auch Weltkrisen der Vergangenheit – wie etwa die Spanische Grippe Anfang des vergangenen Jahrhunderts mit fast 50 Millionen Toten – hat auch die Corona-Pandemie die skurrilsten Fantastereien und Verschwörungstheorien zum Vorschein gebracht.
Riad – Die Staats- und Regierungschefs der Golfstaaten haben auf dem Gipfel des Golf-Kooperationsrats (GCC) in Saudi-Arabien ein Abkommen zur Beendigung ihres dreijährigen diplomatischen Streits mit Katar unterzeichnet.
Der regierende Emir von Katar Tamim bin Hamad al-Thani traf am Dienstag zu einem Golfgipfel in Saudi-Arabien ein und wurde vom Kronprinzen des Königreichs, Mohammed bin Salman, mit einer Umarmung begrüßt, nachdem das Königreich angekündigt hatte, sein jahrelanges Embargo gegen den winzigen arabischen Golfstaat zu beenden.
Das Treffen kam einen Tag nachdem Kuwait, ein weiteres GCC-Mitglied, eine saudische Entscheidung bekannt gab, seinen Luftraum und seine Grenzen für Katar zu öffnen.
Im Juni 2017 hatten Saudi-Arabien, die VAE, Bahrain und Ägypten gegen Katar eine Blockade verhängt, nachdem sie Doha unter anderem beschuldigt hatten, Terrorismus zu unterstützen und dem Iran nahe zu stehen. Katar hat die Vorwürfe wiederholt zurückgewiesen und erklärt, dass es „keine legitime Rechtfertigung“ für den Abbruch der Beziehungen gebe.
Der diplomatische Durchbruch kam nach einem letzten Vorstoß der scheidenden Trump-Administration und Kuwait, um ein Ende der Krise zu vermitteln. Dies geschah kurz vor der Amtseinführung des designierten US-Präsidenten Joe Biden, während sich Riad auf eine neue Regierung vorbereitet, von der erwartet wird, dass sie eine härtere Gangart gegenüber dem Königreich einschlagen wird.
Die einzige Landgrenze Katars ist seit Mitte Juni 2017 weitgehend geschlossen, als Saudi-Arabien, Ägypten, die Vereinigten Arabischen Emirate und Bahrain eine Blockade gegen das kleine, aber einflussreiche Land am Persischen Golf verhängten. Die saudische Grenze, auf die Katar für den Import von Molkereiprodukten, Baumaterialien und anderen Gütern angewiesen war, wurde in den letzten drei Jahren kurzzeitig geöffnet, um Kataris die Einreise nach Saudi-Arabien zu ermöglichen, damit diese die islamische Hadsch-Pilgerfahrt durchführen können.
Der Generalsekretär der Arabischen Liga, Ahmed Aboul Gheit, hat das Ergebnis des Golf-Gipfels begrüßt und erklärt, dass „jede effektive Maßnahme, die zu Ruhe und Normalität unter den arabischen Ländern führt, im Interesse der kollektiven arabischen Einheit ist.“
„Es besteht kein Zweifel, dass die großen Herausforderungen, vor denen die arabische Welt steht, es erfordern, den Riss so schnell wie möglich zu heilen und einen Konsens zwischen den arabischen Brüdern zu erreichen, da alle arabischen Differenzen um der arabischen Sicherheit willen gelöst werden sollten, die wir alle so schnell wie möglich brauchen“, fügte er hinzu.
Oslo – Wie der norwegische Informationsrat für den Straßenverkehr (OFV) mitteilte, wurde Norwegen im vergangenen Jahr weltweit das erste Land, in dem Elektroautos mehr als 50 Prozent der Neuzulassungen ausmachten.
Demnach machten Elektrofahrzeuge im vergangenen Jahr 54,3 Prozent des Neuwagenmarktes aus, gegenüber 42,4 Prozent im Jahr zuvor. Das ist der weltweit höchste Anteil.
Wie die Nachrichtenagentur AFPunter Berufung auf die Mitteilung berichtet, waren die vier meistverkauften Modelle der Audi e-tron, das Tesla Model 3, der Volkswagen ID.3 und der Nissan Leaf – alle vollelektrisch.
Im Dezember erreichten die Elektroautoverkäufe in Norwegen mit 66,7 Prozent einen Monatsrekord, wobei die Zahlen durch die Ankunft neuer Modelle angekurbelt wurden, so OFV weiter.
Bei der Elektromobilität gilt das skandinavische Land als Vorreiter. Für den Erfolg der E-Fahrzeuge ist vor allem die Politik verantwortlich. E-Autos sind in Norwegen fast komplett von der Steuer befreit, sodass sie bei den Kosten mit Diesel und Benzinern mithalten können. Ab 2025 sollen in Norwegen nur noch E-Fahrzeuge verkauft werden.
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Istanbul – Der Oberbürgermeister der türkischen Millionenmetropole Istanbul hat sich mit den Studenten und Professoren der renommierten Boğaziçi Universität – zu Deutsch Bosporus-Universität – in ihrem „rechtschaffenen Kampf“ gegen den neuen, von Präsident Erdoğan ernannten Rektor, solidarisiert.
„Ich bin auf der Seite des gerechten Kampfes der Studenten und Akademiker der Boğaziçi-Universität“, twitterte Ekrem Imamoğlu am Montag nach einem Polizeieinsatz gegen protestierende Studenten vor dem Südcampus in İstanbul. Der Bürgermeister forderte zudem in seinem Tweet, die Vetternwirtschaft aus allen Bereichen zu entfernen. Dies würde auch eine anhaltende Talentabwanderung ins Ausland stoppen.
„Junge Menschen aus allen Denkrichtungen werden dann gemeinsam für unsere Zukunft arbeiten. Ich bin auf der Seite des gerechten Kampfes der Studenten und Akademiker der Boğaziçi-Universität“ so Imamoğlu.
(Screenshot/Twitter)
Studenten hatten am Montag gegen die Ernennung eines neuen Direktors durch Präsident Recep Tayyip Erdogan protestiert.
Der neue Direktor, Melih Bulu, war 2015 für die regierende AKP als Abgeordnetenkandidat angetreten. Die Studenten kritisieren die Ernennung als undemokratisch und fordern das Recht ein, ihren eigenen Direktor zu wählen. „Wir wollen keinen ernannten Rektor. Er wird gehen, wir bleiben!“, riefen die Studenten.
Laut der Nachrichtenagentur Anadolu wurden bei den Protesten 16 Studenten festgenommen. Nach zwölf weiteren werde gefahndet. Ihnen würde Verstoß gegen das Versammlungsgesetz und Widerstand gegen die Polizei vorgeworfen. AKP-Sprecher Ömer Celik wies die Vorwürfe zurück und sagte, es sei kein Verbrechen, wenn eine Person eine politische Identität habe.
Der Aufruf der Studenten wurde auch von den Akademikern der Universität unterstützt, die am 3. Januar eine gemeinsame Erklärung veröffentlichten.
„Ein Akademiker außerhalb der Gemeinschaft der Bogazici Universität wurde zum Rektor (Universitätspräsident) ernannt, was eine Praxis ist, die zum ersten Mal nach der militärischen Vormundschaft der 1980er Jahre eingeführt wurde“.
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Osnabrück – Der innenpolitische Sprecher der Unionsfraktion im Bundestag, Mathias Middelberg (CDU), fordert die Bundesregierung auf, eine Studie über Linksextremismus in Deutschland auf den Weg zu bringen. Es gebe „neue, beunruhigende Entwicklungen, die einer näheren Untersuchung bedürfen“, sagte Middelberg der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (NOZ).
Derzeit gingen zwar die größten Gefahren von Rechtsextremisten und Islamisten aus. Aber auch die Zahl der Linksextremisten steige seit Jahren (auf 33.500 im Jahr 2019). Der Verfassungsschutz zählt damit mehr Links- als Rechtsextremisten (32.100 im Jahr 2019). Zwar sei die Anzahl der linksextremistisch motivierten Gewalttaten zuletzt rückläufig gewesen. Art und Intensität der Taten hätten sich allerdings geändert.
„Kam es früher vor allem im Zuge von Demonstrationen zu Ausschreitungen, greifen Linksextremisten heute immer häufiger gezielt Repräsentanten des Staates oder ,politische Gegner‘ an“, erklärte Middelberg. Der früher im linksextremen Lager beschworene Konsens, Gewalt dürfe nur gegen Sachen, nicht aber gegen Personen verübt werden, gelte offenbar nicht mehr. Als Beispiel nennt Middelberg den gewalttätigen Überfall auf eine Immobilienmaklerin in Leipzig im Herbst 2019. Nach zwei versuchten Tötungsdelikten 2019 habe es in diesem Jahr bereits sechs solcher Delikte gegeben.
Middelberg hält deshalb eine „tiefer gehende Analyse“ für notwendig. Die Studie müsste aufklären, warum sich immer mehr Menschen dem Linksextremismus zuwenden und wie die gewandelte Militanz zu erklären ist. Außerdem müssten Ansätze erarbeitet werden, die Entwicklung zu stoppen. „Wir haben es mit einem länderübergreifenden Phänomen zu tun – Linksextremismus-Hotspots finden sich in Hamburg, Berlin und Leipzig. Die Szene ist zudem europäisch und international vernetzt. Daher sollte der Bund vorangehen und eine Studie in Auftrag geben, die Antworten auf diese Fragen gibt“, sagte Middelberg.
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Belgrad – Der serbische Präsident Aleksandar Vučić soll eineinhalb Jahre illegal abgehört worden sein. Das Innenministerium habe hierzu Ermittlungen eingeleitet.
„Es wird eine umfangreiche und gründliche Untersuchung eingeleitet, wer, auf wessen Befehl und zu welchem Zweck den serbischen Präsidenten Vučić abgehört hat, zitiert die Nachrichtenagentur „Novosti“ einen Beamten des Innenministeriums.
Innenminister Aleksandar Vulin bestätigte am Sonntag, dass Vučić abgehört wurde und dass die Ermittlungsbehörden an einer eingehenden Untersuchung arbeiteten:
„Wir werden der Wahrheit auf die Spur kommen, und die Justizbehörden werden ihren Teil dazu beitragen. Es liegt an uns, zu bestätigen, dass der Präsident abgehört wurde, und dafür zu sorgen, dass dies nicht wieder geschieht. Es ist zu früh, um darüber zu sprechen, was das Ziel des Abhörens des Präsidenten war, aber sicherlich wurde dies mit keinen guten Absichten getan“, sagte Vulin.
Präsident Vučić erklärte am Sonntag, dass er anderthalb Jahre abgehört worden sei und dafür Beweise habe. Er glaube zu wissen, wer dahinter stecke.
Der Vorsitzende des parlamentarischen Komitees für die Kontrolle der Sicherheitsdienste, Igor Bečić, erklärte, dass es seit langem Informationen über das Abhören von Präsident Vučić gibt, und jetzt gebe es konkrete Beweise. Er forderte die zuständigen Behörden auf, eine ernsthafte und gründliche Untersuchung durchzuführen und das Gremium über die Ergebnisse zu informieren.
„Hinter dem Abhören des Präsidenten stehen ein oder mehrere mächtige ausländische Geheimdienste, die sich auf bestimmte Strukturen unserer Dienste stützen, aber auch auf die Opposition, bestimmte Tycoons und Teile der Mafia. Sie alle sind motiviert, dass Vučić die Macht verliert, um einige ihrer Interessen durchzusetzen. Die Staatspolitik von Präsident Vučić ist transparent, er hat keine Geheimnisse, aber es ist sicher, dass die Daten, die sie erhalten, missbraucht werden, um falsche Skandale hervorzubringen“, sagte Ljuban Karan, ein pensionierter Oberst des Gegenspionagedienstes gegenüber „Novosti“.
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London – Der bereits im August vergangenen Jahres festgenommene ehemalige Buckingham-Palace-Mitarbeiter Adamo Canto (37) wurde nun zu einer Gefängnisstrafe verurteilt.
Canto, der seit 2015 in den Küchen des Buckingham Palace gearbeitet hatte, habe zwischen November 2019 und August 2020 Gegenstände der Royals im Wert von bis zu 100.000 Pfund (etwa 110.000 €) entwendet und sie daraufhin für einen Bruchteil des Wertes auf eBay versteigert.
Wachablösung Buckingham Palace (Symbolfoto/pixabay)
Wie die britische Tageszeitung Daily Mail berichtet, befinden sich unter den Gegenständen signierte Bilder von Prinz William und Kate Middleton und ein Fotoalbum vom Bankett anlässlich des Staatsbesuchs von Donald Trump. Die „Companion of the Order of the Bath“-Medaille des Vizeadmirals Sir Anthony Johnstone-Burt etwa, habe Canto für 350 Euro versteigert. Zu den gestohlenen Gegenständen gehörten zudem eine Brosche, zwei goldene Taschenuhrenketten und eine Buckingham Palace Limited Edition Taschenuhr sowie ein Tiffany’s-Sterling-Füller, Seidenpyjamas, Manschettenknöpfe und sogar ein maßgeschneidertes Samsung-Handy, das für den Duke of York hergestellt wurde.
Als die Polizei Cantos Diebstählen auf die Spur kam und sein Quartier in den Royal Mews im Buckingham Palace durchsuchte, fand sie eine „beträchtliche Menge“ an gestohlenen Gegenständen aus der königlichen Residenz, berichtet Daily Mail weiter. Canto wurde zu acht Monaten Haft verurteilt.
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Doha – Saudi-Arabien und Katar haben sich darauf geeinigt, den Luftraum sowie die Land-und Seegrenze wieder zu öffnen, sagte ein kuwaitischer Minister am Montag, berichtet die kuwaitische Nachrichtenagentur KUNA.
Im Juni 2017 hatten Saudi-Arabien, die VAE, Bahrain und Ägypten gegen Katar eine Blockade verhängt, nachdem sie Doha unter anderem beschuldigt hatten, Terrorismus zu unterstützen und dem Iran nahe zu stehen. Katar hat die Vorwürfe wiederholt zurückgewiesen und erklärt, dass es „keine legitime Rechtfertigung“ für den Abbruch der Beziehungen gebe. Kuwait hat zwischen Katar und den vier arabischen Staaten vermittelt.
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Die katarische Regierung hat mit der Türkei neue Investitionsabkommen in Milliardenhöhe unterzeichnet, darunter den Kauf eines Luxus-Einkaufszentrums und einen Anteil an der Börse Borsa Istanbul.
Budapest – Ungarn hat den Kauf von 40 weiteren Allrad-Panzerfahrzeugen aus türkischer Herstellung angekündigt.
Der Unterstaatssekretär des ungarischen Verteidigungsministeriums, Gaspar Maroth, gab bekannt, dass man in diesem Zusammenhang eine Vereinbarung mit der Türkei unterzeichnet habe.
In einem Gespräch mit der ungarischen Nachrichtenagentur MTI sagte Maroth, dass Ungarn den Kauf von insgesamt 300 solcher Fahrzeuge plane. Budapest möchte laut Maroth die „Verteidigungsstärke der ungarischen Streitkräfte erhöhen“.
„Mit dem Einsatz dieser Fahrzeuge wird ein höheres Schutzniveau für das diensthabende Personal in den Einheiten gewährleistet“, so Maroth.
Rüstungsindustrie: Türkische Panzerfahrzeuge weltweit gefragt
Wachsende politische Spannungen und terroristische Gefahren in der Türkei und der Welt offerieren der aufsteigenden türkischen Rüstungsindustrie eine einzigartige Wachstumsmöglichkeit.
Der Professor und Militärexperte Andreas Krieg sagte gegenüber NEX24 und Eurasia News, dass die Türkei seine rüstungsindustriellen Fähigkeiten erfolgreich ausbaut.
„Zahlreiche Panzerfahrzeugmodelle, die sich in der Türkei bewiesen haben, wurden zu wettbewerbsfähigen Exportprodukten“, erklärte ein Beamter für militärische Prokurator, der auf Rüstungsexport spezialisiert ist, im Gespräch mit dem Militärfachportal Defense News am 13. Februar. „Das lässt sich als positiver Teufelskreis beschreiben: Erfolgreich lokal entwickelte Fahrzeuge bekommen zunächst die Chance, ihre Fähigkeiten auf heimischem Boden zu beweisen. Dann werden die Produkte an ausländische Akteure verkauft. Das verdiente Geld kann in neue Technologien investiert werden, was wiederum die Produktion vorantreibt“, fügte der Beamte hinzu, der namentlich nicht genannt werden wollte.
Ein solches Erfolgsunternehmen ist Nurol Makina, dessen Hauptgeschäft der Bau von allradbetriebenen taktischen Panzerfahrzeugen ist. Der rasante Anstieg der Arbeitsbelegschaft unterstreicht den Erfolg des Unternehmens, die von 110 Arbeitnehmern im Jahr 2012 auf 480 im Jahr 2016 angestiegen ist. Der Umsatz legte im gleichen Zeitraum von nur fünf Millionen US-Dollar auf fast 100 Millionen US-Dollar zu. Das entspricht einem 20-fachen Anstieg in nur vier Jahren.
Nurol verkaufte bereits Hunderte Exemplare seines Aushängeprodukts Ejder Yalcin. Das ist ein schwereres Kampfpanzerfahrzeug mit konventioneller und ballistischer Panzerung gegen Minen und improvisierte Sprengstoffe.
Ejder Yalcin wird sowohl vom türkischen Militär als auch von Sondereinsatzkräften der Polizei im Südosten Anatoliens verwendet. Dort kämpft der türkische Staat gegen die terroristisch-separatistische kurdische PKK-Organisation seit 1984 einen blutigen Krieg.
Der Wasserwerfer Ejder Toma Nurol, das auf einem heimisch entwickelten Militärfahrgestell basiert, verfügt über ein unabhängiges Federungssystem und Allradantrieb. Im Gegensatz zu anderen Wasserwerfern ist das Fahrzeug für den Offroad-Einsatz geeignet. Neben der Polizeibehörde der Türkei setzen auch die Landstreitkräfte und Gendarmerie auf Ejder Toma.
Nurol rühmt sich damit, dass all seine Produkte indigen sind. In diesem Rahmen arbeitet es mit dem staatlichen türkischen Konzern FNSS zusammen.
Unruhen im Nahen Osten stärken Nachfrage für erprobte Verteidigungsgüter
Der Geschäftsführer von Nurol Makina Engin Aykol bewertete die geopolitische Grundstimmung im Nahen Osten:
„Unglücklicherweise gibt es keine deutlichen Zeichen, dass sich die Konflikte in diesem Teil der Welt in den nächsten drei Jahren legen werden. Nehmen wir zum Beispiel die türkischen Militäroperationen in Syrien. Diese werden vorläufig nicht enden. Auch wenn sie es tun sollten, wird die türkische Armee als Abschreckungsmacht wohl in Syrien bleiben.“
Die Teilnahme an asymmetrischen Kriegsschauplätzen erhöht die Nachfrage für intelligente Lösungen aus dem Bereich gepanzerter Fahrzeuge.
Golfregion größter Wachstumsmarkt für Türkei
Vertreter des militärischen Beschaffungsamtes teilten auf Anfrage mit, dass Polizei und Militär „für fast alle Typen gepanzerter Fahrzeuge“ eine große Nachfrage hätten. Ein Beamter erklärte:
„Wir erwarten auch eine beachtliche Nachfrage für türkische Verteidigungslösungen von ausländischen Märkten, insbesondere aus der arabischen Golfregion und Nordafrika.“
Der türkische Rüstungsexperte Yusuf Akbaba kommentierte gegenüber Eurasia News und NEX24, dass „die Golf-Region den wichtigsten Wachstumsmarkt mit dem größten Potenzial für türkische Rüstungsprodukte darstellt“.
Eurasia News und NEX24 sprachen mit dem Professor der militärwissenschaftlichen Abteilung am renommierten Kings College in London, Andreas Krieg, der für die katarischen Streitkräfte tätig war. Auf die Frage, welche Rolle politische Allianzen Ankaras mit der Golfregion für die Nachfrage türkischer Rüstungsprodukte spielten, antwortete der Professor:
„Ankaras Rolle in der Region hat sich in den letzten Jahren stark geändert. Vor allem in Doha wird die Türkei als moralischer und wirtschaftlicher Partner gesehen. Man hat gemeinsame Interessen und Ziele, vor allem in Syrien und im Irak. Die Türkei positioniert sich zudem als Schutzmacht am Golf, vor allem in Katar. Das heißt, dass nicht nur die Rüstungsindustrie in der Türkei davon profitieren soll, sondern auch dass das türkische Militär am Golf Trainingsbasen aufbaut, um die dortigen Streitkräfte auf die Herausforderungen im Kampf gegen den Terrorismus, gegen Aufständische für die Freiheit der Handelswege vorzubereiten.“
Mit Blick auf die rüstungsindustriellen Fähigkeiten der Türkei bemerkte Krieg:
„Während das Training des türkischen Militärs sehr gut ist und auch mit den Trainingsstandards westlicher Streitkräfte mithalten kann, ist die Rüstungsindustrie noch nicht ganz da, wo sie sein muss oder soll.“
Nach Meinung eines Beamten aus dem Verteidigungsministerium in Ankara, der ebenfalls anonym bleiben möchte, konkurriert die Türkei in Nahost erfolgreich mit westlichen, israelischen und südkoreanischen Unternehmen. Der Beamte fügte hinzu:
„Ironischerweise ist in diesem Sektor auch die Kooperation zwischen Rivalen eine willkommene Möglichkeit. Einige ausländische Unternehmen wünschen sich sehr, mit den kosteneffizienten und verlässlichen türkischen Rüstungsherstellern zusammenzuarbeiten.“
Laut Nurol-Geschäftsführer Aykol gehört die Türkei zu jenen Staaten, die auf hohem Niveau Rüstungsprodukte anbieten. „Wir konkurrieren mit US-amerikanischen und israelischen Herstellern.“
Dazu Professor Krieg vom Kings College:
„Die türkischen Produkte sind nicht schlecht und können sicherlich mit denen Pakistans, Chinas und in einigen Gebieten sogar mit westlichen Produkten mithalten. Sie sind aber im Vergleich um einiges günstiger als die Produkte aus dem Westen. Wenn es um Mannschaftstransportwagen geht oder um Schützenpanzer, da sind FNSS und Otokar nicht mehr so weit weg von der westlichen Konkurrenz, was die Qualität angeht.“
Er fügte hinzu, dass der gefallene internationale Ölpreis auch die Golfstaaten dazu zwang, auf den Preis zu schauen. Deshalb „kann die Türkei den Golfstaaten eine günstige Alternative zu den geläufigen westlichen Produkten“ erfolgreich anbieten. Er bemerkte:
„Der Preis spielt am Golf momentan eine große Rolle. Die Türkei kann den Golfstaaten helfen, sich aus der Abhängigkeit vom Westen zu befreien. Katar zum Beispiel hat eine Initiative gegründet, um zusammen mit der Türkei und Pakistan ein neues Rüstungsunternehmen zu gründen. Außerdem sind die türkischen Produkte ein gutes Add-On zu den vorhandenen teuren westlichen Produkten. Das heißt, Golfkooperationsländer kaufen ein kleines Kontingent an westlichen Produkten und bauen darum Bataillone auf, die zu 30 Prozent westlich gerüstet sind und zu 70 Prozent aus der Türkei, Finnland, Pakistan und anderen Staaten beliefert werden.“
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