Gedicht-Krise
Iran: Missverständnisse mit der Türkei wegen Gedicht ausgeräumt

Ankara – Die iranische Botschaft in Ankara teilte am Sonntag mit, dass das „Missverständnis“ mit der Türkei über das Gedicht, das der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan bei seinem Besuch in der aserbaidschanischen Hauptstadt Baku rezitiert hat, ausgeräumt wurde. Die Botschaft erklärte, dass Außenminister Muhammad Javad Zarif und sein türkischer Amtskollege Mevlut Cavusoglu telefoniert hätten, um die Angelegenheit zu besprechen. Laut der Nachrichtenagentur Anadolu betonte Zarif die Bedeutung der Aufrechterhaltung freundschaftlicher Beziehungen zwischen Erdogan und hohen iranischen Beamten. Der Minister hoffe, die Beziehungen zwischen den beiden Ländern im Sinne des gegenseitigen Vertrauens zu entwickeln, berichtet Anadolu weiter. Cavusoglu soll darauf bestanden haben, dass der türkische Staatschef „die nationale Souveränität des Iran und seine territoriale Integrität respektiert.“ Er erklärte, als Erdogan das Gedicht rezitierte, habe er sich auf die Stadt Latschin und die Region Karabach in Aserbaidschan bezogen. Ein vom türkischen Präsidenten vorgetragenes Gedicht hatte eine diplomatische Krise zwischen Iran und der Türkei ausgelöst. Ankara wurde von Teheran wegen „beleidigender Sprache“ gerügt. Das Gedicht habe angeblich die nordwestlichen Provinzen des Irans als zu Aserbaidschan gehörig bezeichnet. Teheran glaubt, dass einige Verse des Gedichts separatistische Ideen unter Irans aserbaidschanischer Minderheit fördern. Der Iran sah in Erdogans Vortrag zudem einen Angriff auf seine Souveränitätsrechte über seine Nordprovinzen.  

Izmir
Türkei: 2 Tote nach heftigen Regenfällen

Izmir – Nach heftigen Regenfällen sterben in der westtürkischen Provinz Izmir am Montagmorgen zwei Menschen, nachdem ihr Fahrzeug von den Fluten weggeschwemmt wurde. Laut einer Meldung der Nachrichtenagentur Anadolu,  trat ein Fluss im Menderes-Bezirk in der Provinz Izmir über die Ufer. Das Fahrzeug, das mit fünf Personen besetzt war, versuchte den Fluss zu überqueren, wurde dabei aber von der Strömung mitgerissen. Während sich drei von ihnen retten konnten, wurden zwei Personen in den Fluten vermisst und später tot aufgefunden. Rettungsteams fanden das Fahrzeug in über 800 Meter Entfernung. Besonders verheerend waren die Überschwemmungen für den Stadtteil Karşıyaka, in dem das Wasser des Ägäischen Meeres über die Ufer trat und durch die Straßen überflutete. Auch im Stadtteil Mavişehir überschwemmten die Wassermassen die Straßen und setzten Fahrzeuge unter Wasser. Die Fluten führten auch zum Einsturz der Stützmauer eines Wohnkomplexes im Stadtteil Buca, wobei 20 neben der Mauer geparkte Autos schwer beschädigt wurden.

Gesundheitspolitik
Türkei: In 18 Jahren über 3.500 Gesundheitseinrichtungen errichtet

Ankara – Etwa 3.605 Gesundheitseinrichtungen wurden in den letzten 18 Jahren in der Türkei fertiggestellt, erklärte Gesundheitsminister Fahrettin Koca am Samstag. Während einer Planungs- und Haushaltssitzung im Parlament betonte Koca, dass 678 dieser Einrichtungen vollwertige Krankenhäuser sind, während 386 zusätzliche Flügel zu bereits existierenden Gesundheitszentren sind, berichtet die englischsprachige Daily Sabah.  „Wir haben zügig zwei Pandemie-Krankenhäuser mit einer Kapazität von jeweils 1.008 Betten auf der asiatischen und europäischen Seite Istanbuls fertiggestellt. Wir haben diese Krankenhäuser so geplant, dass sie auch nach dem Ende der (Coronavirus-)Pandemie noch genutzt werden können“, so der Gesundheitsminister. „Wir haben die Qualität unserer Gesundheitsversorgung weiter verbessert, indem wir in den letzten drei Jahren 13 städtische Krankenhäuser mit einer Gesamtbettenkapazität von 17.509 eröffnet haben.“ „Wir sind entschlossen, ein nachhaltiges Gesundheitssystem aufzubauen“, sagte der Minister und fügte hinzu, dass 347 zusätzliche Krankenhäuser entweder im Bau oder in der Planungsphase sind und bis 2023 fertiggestellt werden sollen. Wie Daily Sabah weiter berichtet, sagte Koca in Bezug auf die Gesamtzahlen dass auch private Unternehmen und Universitäten das Gesundheitssystem des Landes unterstützten, dass aber das Ministerium 14.000 Einrichtungen für die Öffentlichkeit bereithalte. Etwa 8.000 davon seien Gemeindekliniken, während 934 Krankenhäuser seien, erklärte Koca und fügte hinzu, dass etwa 700.000 Gesundheitsarbeiter im Ministerium beschäftigt sind. „Etwa 98% unserer Mütter bringen ihre Babys jetzt in Krankenhäusern zur Welt. Um den Neugeborenen einen gesunden Start zu ermöglichen, stellen wir Eisen- und Vitamin-D-Präparate zur Verfügung und führen zahlreiche Untersuchungen durch“, betonte Koca. Laut Koca hat die Türkei auch eine der umfangreichsten Impfkampagnen mit Impfstoffen für 13 Antigene, die der Öffentlichkeit in Tausenden von lokalen Kliniken im ganzen Land angeboten werden.

Zum Thema:

– Gesundheitstourismus – Erfahrungsbericht: Türkische Krankenhäuser waren früher eher Krankmacher

Ich bin beeindruckt, wie sich dieses Land eine Industrie mit unzähligen Krankenhäusern und kooperierenden Hotels geschaffen hat, die weltweit Kunden anzieht. Und das ist ein Land, was noch vor 15 Jahren im Gesundheitssystem höchstens Dritte-Welt-Niveau hatte und zum Teil nicht mal Geld für OP-Fäden besaß. Ein Erfahrungsbericht.

Erfahrungsbericht: Türkische Krankenhäuser waren früher eher Krankmacher

Verkehr
ADAC: Diese Hilfsmittel gehören im Winter ins Auto

Der Winter stellt viele Autofahrer vor besondere Herausforderungen: Ob Eiskratzen am Morgen, ein feuchter Innenraum oder Kälte – vieles kann schnell nervenaufreibend werden. Auch die Technik der Fahrzeuge stellen die kalten Tage auf die Probe. Umso wichtiger ist es, die richtigen Hilfsmittel dabeizuhaben. Der ADAC erklärt, was im Winter auf jeden Fall in das Auto gehört. Niedrige Temperaturen führen dazu, dass die Scheiben des Fahrzeugs gefrieren. Daher sollte sich im Winter in jedem Fahrzeug ein Eiskratzer befinden. Achtung: Beim Kratzen den Motor nicht laufen lassen. Dies ist nicht nur verboten, sondern belastet die Umwelt erheblich. Wer dagegen verstößt, muss mit einem Verwarnungsgeld von zehn Euro rechnen. Mit einem Handfeger kann außerdem Schnee problemlos von den Scheiben gewischt werden. Vor allem im Winter kann es vorkommen, dass die Autobatterie versagt. Daher ist es ratsam, ein Starthilfekabel im Auto zu haben, um sich und anderen die Weiterfahrt zu ermöglichen. Zusätzlich empfiehlt der ADAC, Ersatz-Scheibenwischwasser an Bord zu haben. Gerade in alpinen Gegenden sind Schneeketten sinnvoll, in einigen Fällen sogar gesetzlich vorgeschrieben. Wer trotz schneebedeckter Fahrbahn ohne Schneeketten fährt, riskiert ein Verwarnungsgeld in Höhe von 20 Euro. Nützlich ist es, bei Fahrten im Winter eine Decke mitzunehmen, falls man längere Zeit im Stau steht und Kraftstoff durch das Abschalten der Heizung sparen will. Was auch hilfreich ist: Einweg-Trockentücher. Mit diesem lassen sich beschlagene Fenster von innen frei machen. Saubere Scheiben dienen der Verkehrssicherheit und neigen weniger dazu zu beschlagen. Der ADAC rät, das Auto während des Winters immer wieder zu überprüfen. Neben der Fensterreinigung ist auch die Pflege der Türdichtungen notwendig, um ein Einfrieren zu vermeiden. Weitere Tipps zum Autofahren im Winter bei Eis und Schnee gibt es auf adac.de.

Corona-Pandemie
Johanniter unterstützen Impfzentren

Die Johanniter-Unfall-Hilfe unterstützt bundesweit den Aufbau und Betrieb der Impfzentren, die die Bevölkerung gegen das Virus SARS-CoV-2 schützen sollen. „Mit unseren etablierten Katastrophenschutzstrukturen sind wir bestens gerüstet, unseren Beitrag für die Eindämmung des Virus zu leisten“, sagt Jörg Lüssem, Mitglied des Bundesvorstands der Johanniter. In vielen Regionen sind die Vorbereitungen für den Betrieb der Impfzentren und die Bereitstellung von mobilen Impfteams in vollem Gange. Alle neun Landesverbände der Johanniter sind aktuell an rund 200 Standorten in Deutschland in die Umsetzung eingebunden. So zum Beispiel in Mannheim, Bielefeld, Frankfurt/Main, Essen, Berlin, Leipzig, Gießen und Köln. Federführend sind die Johanniter unter anderem in Göttingen und Osnabrück tätig. Kevin Grigorian, Fachbereichsleiter der Johanniter für den Rettungsdienst und Bevölkerungsschutz in der Bundesgeschäftsstelle, unterstreicht: „Auch wenn für uns alle der Aufbau und Betrieb von Impfzentren etwas Neues ist und wir uns immer an die unterschiedlichen Rahmenbedingungen vor Ort anpassen müssen, können wir gut auf unseren Katastrophenschutzerfahrungen aus vergangenen Einsätzen bauen. Wir unterstützen aktuell nicht nur mit Personal, sondern auch mit Material und Fahrzeugen beim Aufbau der Impfzentren.“ Als Hilfsorganisation verfügt die Johanniter-Unfall-Hilfe über mehr als 40.000 ehrenamtlich engagierte Helferinnen und Helfer. Mehr als 6.000 von ihnen haben eine spezialisierte Katastrophenschutz-Ausbildung. Sie stehen in 194 Katastrophenschutz-Einheiten im gesamten Bundesgebiet bereit, in Situationen – wie aktuell während der Corona-Pandemie – Aufgaben zu übernehmen. Zur Bekämpfung der Corona-Pandemie sind die Johanniter seit Februar dieses Jahres an vielen Stellen aktiv. Aktuell werden durch die Hilfsorganisation knapp 100 Corona-Teststationen betrieben und mobile Testteams bereitgestellt. Seit sechs Monaten sind die Johanniter Partner der bundesweiten Antikörperstudie des Helmholtz-Instituts. Darüber hinaus gibt es an vielen Ort ehrenamtliche Aktivitäten wie Einkaufsservices für Risikopatienten, Lernunterstützung für Kinder und Jugendliche und Begegnungsangebote gegen Einsamkeit für Senioren. Über die Johanniter-Unfall-Hilfe Die Johanniter-Unfall-Hilfe ist mit rund 25.000 Beschäftigten, mehr als 40.000 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern und 1,2 Millionen Fördermitgliedern eine der größten Hilfsorganisationen in Deutschland und zugleich ein großes Unternehmen der Sozialwirtschaft. Die Johanniter engagieren sich in den Bereichen Rettungs- und Sanitätsdienst, Katastrophenschutz, Betreuung und Pflege von alten und kranken Menschen, Fahrdienst für Menschen mit eingeschränkter Mobilität, Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, Hospizarbeit und anderen Hilfeleistungen im karitativen Bereich sowie in der humanitären Hilfe im Ausland.

Medien
Basketball: Sportschau und funk starten neuen Instagram-Kanal „NBA Overtime“

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Am 14. Dezember 2020 geht der neue Instagram-Kanal „NBA Overtime“ von Sportschau und funk online. Hier findet die Community künftig Analysen und Hintergründe, Lifestyle-Formate und Memes sowie persönliche Einschätzungen und journalistische Einordnungen. „Wir schauen auf eine Liga, in der in jedem Spiel im Schnitt über 200 Punkte fallen“, erklärt Host Torben Beckmann seine Faszination zur NBA. „Wenn man dann bedenkt, dass es 30 Teams gibt und jedes Team in der kommenden Saison 72 Spiele vor der Brust hat, dann sind das nach Adam Riese echt ’ne ganze Menge Punkte, die wir uns anschauen können und die richtig viel Spektakel versprechen.“ Das Team, bestehend aus den Hosts Torben Beckmann und Lovis Binder sowie weiteren Autor*innen, orientiert sich zwar am aktuellen Geschehen, setzt den Fokus aber auf die Qualität und Tiefe der Inhalte. Die Journalist*innen gehen ins Detail, hinterfragen kritisch und zeigen das nicht Offensichtliche. Sie berichten beispielsweise nicht nur über den Titel der Lakers, sondern beleuchten die Hintergründe des Erfolgs und analysieren, wie der deutsche NBA-Star Dennis Schröder in das Top-Team passt. Sie schauen nicht nur auf James Hardens Dreier-Festivals, sondern reflektieren die Entwicklung des Spiels. Das Format „NBA Overtime“ startete bereits vor drei Jahren auf dem YouTube-Kanal der Sportschau und ist seitdem stetig gewachsen. Der neue Instagram-Kanal ergänzt die Inhalte und bietet weitere Möglichkeiten. „Wir können jetzt täglich Content produzieren und im Austausch mit unserer Community stehen. Das ist ein großer Vorteil des eigenen Kanals“, sagt Host Lovis Binder. „Außerdem haben wir die Möglichkeit, vielfältigere Umsetzungen zu generieren: kurz, lang, informativ, einordnend, unterhaltend.“ Die Journalist*innen freuen sich auf den Start des Kanals. Beckmann verspricht den User*innen „richtig viel Liebe für Basketball und die NBA, viel Sorgfalt beim Besprechen der Themen und ein Blick hinter die Kulissen, der so in Deutschland einfach noch nicht existiert.“

Frankreich
Paris: Ankara ernennt Macrons Studienkollegen als neuen Botschafter

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Paris – Ankara hat einen ehemaligen Studienkollegen des französischen Präsidenten als neuen Botschafter in Frankreich ernannt. Der 47-jährige Ali Onaner studierte gemeinsam mit Emmanuel Macron von 2002 bis 2004 im Rahmen der Léopold-Sédar-Senghor-Förderung an der Nationalen Hochschule für Management (ENA), berichtet das französische Nachrichtenmagazin Le Point. Onaner, der fließend Französisch spricht, wurde nach seinem Abschluss am Charles-de-Gaulle-Gymnasium in Ankara für zwei Jahre Botschafter der Türkei in Tunesien, wo er an vorderster Front die militärische Intervention des Landes in Libyen begleitete, für die er sich in den tunesischen Medien vehement einsetzte. Ankara unterstützte die Regierung in Tripolis, während Frankreich die andere Seite wählte, die des Führers aus dem Osten Libyens, General Haftar. Libyen ist eines der vielen Themen, die zwischen der Türkei und Frankreich für Spannungen sorgen, und Ali Onaner wird viel dazu beitragen, die bilateralen Beziehungen zu erleichtern. Onaner ist ein enger Vertrauter von Außenminister Mevlüt Cavusoglu und war von 2017 bis 2018 sein Stabschef. Zuvor war er Leiter der Menschenrechtsabteilung im Außenministerium in Ankara. Onaner und Macron tauschten im September Nachrichten auf Twitter aus. Ersterer ermutigte den sogenannten „Klassenkameraden“, „weiterzumachen“, nachdem der französische Präsident auf Twitter – in türkischer Sprache – eine Aufforderung an die Türkei gepostet hatte, einen „wohlwollenden, verantwortungsvollen Dialog, ohne Naivität“ zu beginnen.    

SOS-Kinderdörfer
Nigeria: Frauen und Kinder aus „Babyfabrik“ gerettet

Abuja – Bei einer Razzia in Nigeria sind nach Angaben der SOS-Kinderdörfer 10 Kinder und Frauen von der Polizei aus einer sogenannten „Babyfabrik“ befreit worden. In den illegalen Einrichtungen werden Frauen festgehalten, bis sie ein Baby zur Welt bringen. Die Babys werden anschließend auf dem Schwarzmarkt verkauft. Teilweise sogar nach Europa. Anlass zur Hoffnung gebe die Rettungsaktion aber nicht. „Der Vorfall macht erneut deutlich, dass diese Einrichtungen weit verbreitet sind und es dem Staat nicht gelingt, sie einzudämmen. Oft stecken gut organisierte kriminelle Syndikate dahinter“, sagt Eghosha Erhumwunse, Leiter der SOS-Kinderdörfer in Nigeria. Immer wieder habe es in den letzten Jahren solche Razzien gegeben. Oft werden die Betroffenen nicht einmal festgenommen oder aber gegen Kaution schnell wieder freigelassen. „In den meisten Fällen betreiben sie ihr illegales Geschäft ungehindert weiter“, sagt Erhumwunse. Meist seien die Einrichtungen getarnt als Frauenhäuser, Kliniken oder Waisenhäuser. Schwangere Frauen und junge Mädchen, vielfach minderjährig, werden mit Versprechungen auf einen professionellen Schwangerschaftsabbruch oder einen guten Job geködert und eingesperrt. „Sind die Mädchen nicht ohnehin schon schwanger, werden sie vergewaltigt“, sagt Erhumwunse. Die Babys würden hauptsächlich an Paare verkauft, die selbst keine Kinder bekommen können. Kinderlosigkeit gelte in Nigeria als gesellschaftliches Stigma. Manche der Kinder würden auch als Arbeits- und Sexsklaven eingesetzt oder gar für rituelle Handlungen. Eghosha Erhumwunse sagt: „Wir müssen dieser grausamen Praxis endlich ein Ende setzen, indem wir das Problem umfassend angehen: die weitverbreitete Armut bekämpfen, durch die die jungen Mädchen erst in diese Notsituation geraten, die Bevölkerung intensiver aufklären, das Thema „Kinderlosigkeit“ aus der Tabuzone holen und die Täter empfindlich bestrafen!“ Die SOS-Kinderdörfer unterstützen verlassene Kinder und Familien in Not in Nigeria seit Jahrzehnten. Sie setzen sich vielfältig gegen Kinderhandel ein: durch politische Arbeit, Aufklärungskampagnen sowie die intensive Bekämpfung der Armut.

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– Sexueller Missbrauch von Kindern – Missbrauchsbeauftragter: „Kleinkinder werden vor laufender Kamera getötet“

Kriminelle Netzwerke kauften etwa in Tschechien Babys für 4000 Euro, die dann einzig zum Zweck der sexuellen Ausbeutung großgezogen würden.

Missbrauchsbeauftragter: „Kleinkinder werden vor laufender Kamera getötet“

Kurdisch Demokratische Partei
Türkei: Neue kurdische Partei KDP gegründet

Ankara – Die Gründer der Kurdisch Demokratischen Partei der Türkei (KDP) haben die neue Partei formell beim Innenministerium registriert. Das Innenministerium teilte mit, dass die Charta und das Programm der Partei an das Kassationsgericht geschickt wurden, um ihre Vereinbarkeit mit der Verfassung und dem Gesetz über die Regulierung politischer Parteien zu prüfen. Kemal Kılıçdaroğlu, Vorsitzender der Republikanischen Volkspartei (CHP), der größten Oppositionspartei der Türkei, sagte in einem Interview, dass die KDP ein Versuch der Regierung sei, die pro-kurdische Demokratische Volkspartei (HDP) zu „spalten“. „Die Machthaber versuchen, eine zweite Partei zu gründen und die HDP zu spalten, da sie letztere nicht auf ihre Seite ziehen konnten“, sagte Kılıçdaroğlu. KDP-Vorsitzender Reşit Akıncı dementierte diese Vorwürfe und erklärte, dass diese Behauptungen sie „nicht beträfen“. „Weder haben wir die Volksallianz um Unterstützung gebeten, noch haben sie eine solche Forderung an uns herangetragen“, so Akıncı. Die Volksallianz ist ein Wahlbündnis, das von der regierenden Partei für Gerechtigkeit und Entwicklung (AKP) und der Partei der Nationalistischen Bewegung (MHP) im Jahr 2018 gegründet wurde. Auf die Frage, ob die KDP eine Alternative zur HDP sein wird, sagte Akıncı: „Wir sind eine Partei, die aus konservativen Kurden besteht. Wir werden keine Alternative zur HDP, oder CHP, AKP sein. Wir haben keine solchen Ideen.“ Akıncı sagte, dass sie ursprünglich einen Antrag beim Innenministerium für die Gründung der Partei am 26. Februar einreichen wollten. Aufgrund der Corona-Pandemie habe es jedoch etwas länger gedauert. Savci Sayan, der AKP-Bürgermeister der östlichen Stadt Agri, sagte kürzlich, dass die Kurden eine neue Partei gründen und das Volksbündnis unterstützen werden. „Diejenigen, die gegen die HDP sind, diejenigen, die den Terror ablehnen, diejenigen, die konservativ sind und die Einheit des Landes unterstützen, werden eine neue Partei gründen und die Volksallianz unterstützen. Das ist eine neue und sichere Information. Lasst uns auf das Beste hoffen“, twitterte er am 18. November. Der Parteivorsitzende behauptete, dass die KDP die konservative kurdische Jugend ansprechen und versuchen wird, ein junges Profil zu bewahren. Die Partei werde am 14. Dezember ihre erste Zentrale in der mehrheitlich kurdischen südöstlichen Provinz Diyarbakir eröffnen und weitere Filialen vor dem neuen Jahr eröffnen. Sie hoffen, in naher Zukunft bei Wahlen anzutreten.
(Screenshot/Twitter)

Proteste in Albanien
Albanische Ministerin Elisa Spiropali: „Demonstranten wurden bezahlt“

Tirana – Elisa Spiropali, Albaniens Staatsministerin für die Beziehungen zum Parlament, hat die Demonstranten als „Schläger“ bezeichnet, mit denen die Regierung nicht verhandeln werde. „Man wird nicht mit Schlägern verhandeln, die die Stadt niederbrennen“, sagte sie in einer Fernsehsendung am Samstag. Die Ministerin beschuldigte die Demonstranten, von Präsident Ilir Meta und dem ehemaligen Oppositionsabgeordneten Sali Berisha bezahlt worden zu sein, die beide „die albanische Zivilisation bedroht“ hätten. Man habe Beweise dafür. Spiropali: „Es ist nicht die albanische Jugend, es sind nur ein paar von ihnen. Sie werden manipuliert. Selbst in Bürgerkriegen in Afrika zögert man, Kinder zu benutzen. Nur terroristische Organisationen benutzen Kinder“. Tausende Albaner protestieren seit Tagen gegen die Tötung eines 25-jährigen Mannes durch die Polizei.

Der als Klodian Rasha identifizierte Mann wurde am Dienstagmorgen durch die Polizei getötet, da er sich „verdächtig verhielt“ und sich nicht an die  coronabedingten Ausgangssperren gehalten haben soll. Zudem habe er die vorgeschriebene Atemschutmaske nicht getragen.

Die Demonstranten beschuldigen die Regierung, die Beweise zu manipulieren und dem Opfer die Schuld zu geben. Trotz des Rücktritts von Innenminister Sander Lleshaj am Freitag fordern die Demonstranten die Entlassung des Generaldirektors der albanischen Polizei Ardi Veliu und eine Reform der Polizei. Einige Demonstranten randalierten in der Stadt, worauf die Polizei mit Tränengas, Wasserwerfern und Pfefferspray reagierte. Sie haben mehr als hundert Demonstranten verhaftet, darunter Dutzende von Minderjährigen. Zudem wurden auch zwei Journalisten festgenommen. In Shkoder, der einzigen von der Opposition geführten Gemeinde des Landes, haben sich die Regierung und der Bürgermeister gegenseitig beschuldigt für die gewaltsamen Proteste verantwortlich zu sein. Die Opposition hat die „Hassrede“ und „Polizeibrutalität“ der Regierung verurteilt. Vater verurteilt Tat In einem in den sozialen Medien veröffentlichten Video hat der Vater des Getöteten die Tat verurteilt. Sein Sohn sei an dem Morgen in der Nähe des Hauses bloß Zigaretten holen gegangen und die Polizei habe ihn erschossen, nur weil er keine Maske trug. „Selbst wenn er ein Krimineller wäre, der wegen eines Verbrechens gefasst wurde. wenn er etwas getan hätte, hätte ihn die Polizei einfangen, verhaften und ins Gefängnis stecken können“, so der Vater. „Sowas würden nicht einmal die Serben tun“, klagt der leidende Vater in dem Video. https://twitter.com/i/status/1336841503403020288