Meinung
Kommentar: Wachsender Einfluss der Türkei missfällt Washington und Europa

Ambivalentes Verhältnis zwischen Ankara und Washington

Ein Gastbeitrag von Kemal Bölge 

Die Beziehungen zwischen der Türkei und den USA waren in den letzten Jahren wegen der Anschaffung des russischen Raketenabwehrsystems S-400 angespannt. Nach US-Angaben gefährdet das Raketenabwehrsystem das Mehrzweckkampfflugzeugs F-35, da das russische System über ein empfindliches Radar verfüge, die Daten über die F-35 abrufen könne.

Bulgarien, Griechenland und die Slowakei, ebenfalls NATO-Mitglieder, sind im Besitz des russischen S-300 Raketenabwehrsystems, einem Vorgängermodell der S-400. Die Frage, die sich stellt, wäre, warum die USA bei der Türkei Sicherheitsbedenken äußern und bei den genannten drei NATO-Mitgliedsstaaten diese Bedenken nicht gelten sollen? Die türkische Regierung hatte die Sicherheitsbedenken der Vereinigten Staaten stets zurückgewiesen, da es die Sicherheit der NATO nicht gefährde, sondern der Selbstverteidigung diene.

Um die Frage nach dem Gründen der US-Politik bezüglich des russischen Flugabwehrsystems gegenüber der Türkei zu beantworten, ist eine chronologische Beschreibung einiger Ereignisse zwischen der Türkei und den USA erforderlich, die die Beziehungen beider Länder belastet haben.

Chronologische Beschreibung einiger Ereignisse der letzten 60 Jahre

  • Im Dezember 1963 kommt es in Zypern zu gewaltsamen Angriffen auf die zyperntürkische Volksgruppe, in dessen Verlauf zyperngriechische Paramilitärs Massaker an der türkischen Zivilbevölkerung verüben. Die Türkei als Garantiemacht erwägt daraufhin eine Militärintervention, die jedoch durch einen Brief von US-Präsident Johnson an Präsident Inönü unterbunden wird.
  • Am 20. Juli 1974 interveniert die türkische Armee auf Zypern, um die türkische Volksgruppe auf der Insel vor zyperngriechischen Extremisten zu schützen, die das Eiland an Griechenland (Enosis) anschließen wollten. Die Türkei beruft sich bei ihrer Aktion auf den Garantievertrag von 1959. Trotz dieses juristischen Sachverhalts verhängten die Vereinigten Staaten gegen das NATO-Mitglied Türkei ein Waffenembargo. Als Reaktion beschloss die damalige türkische Regierung die Schließung sämtlicher US-Stützpunkte im Land.
  • Mehrere NATO-Staaten führen am 1. Oktober 1992 im ägäischen Meer (Adalar Denizi) ein Seemanöver durch, bei dem der türkische Zerstörer TCG Muavenet durch zwei Sea-Sparrow Luftabwehrraketen (NSSM), die vom US-Flugzeugträger USS Saratoga abgefeuert wurden, getroffen. Bei diesem Angriff kommen der Kommandant und vier weitere Soldaten des türkischen Kriegsschiffes ums Leben und 22 weitere Marinesoldaten werden verletzt.
  • Die US-Regierung unter Präsident Bush hatte sich wegen des Angriffs damals bei der türkischen Regierung zwar entschuldigt und von einem „Versehen“ gesprochen, aber ein besonderes Merkmal dieser Rakete besteht darin, dass sie zwei parallel arbeitende CW-Feuerleitradare besitzt. Das erste Radar der Sparrow dient zur Beleuchtung des Ziels, um einen präzisen Zielanflug zu gewährleisten und das zweite zur Herausfilterung der Clutter, die an der Meeresoberfläche entstehen. Damit ist ein „Versehen“, wie die US-Regierung und die US-Navy behauptet hatte, ausgeschlossen.
  • In der nordirakischen Stadt Sulaimaniya (Süleymaniye) wurde am 4. Juli 2003 das türkische Hauptquartier einer Spezialeinheit von US-Soldaten umstellt. Unter dem Vorwand einer Attentatsvorbereitung auf den Gouverneur von Sulaimaniya werden die türkischen Spezialkräfte überwältigt, gefesselt, ihnen Säcke über dem Kopf gestülpt und zum „Verhör“ nach Bagdad gebracht. Dieser demütigende und skandalöse Vorfall sorgt in der Türkei für große Empörung und ist bis heute nicht vergessen. Die Soldaten werden nach 60 Stunden wieder freigelassen. Politische Beobachter halten die Gefangennahme als Rache der Vereinigten Staaten für die gescheiterte Abstimmung im türkischen Parlament (1. März 2003) zur Stationierung von US-Soldaten in der Türkei im Vorfeld des zweiten Irak-Krieges.
  • Ein Teil der türkischen Armee versucht am 15. Juli 2016 mit Waffengewalt die gewählte Regierung von Präsident Erdoğan zu stürzen. Der Putschversuch misslingt, da die türkische Bevölkerung tapfer Widerstand gegen die Putschisten leistet. Die Verschwörer schießen wahllos auf die Zivilbevölkerung und bombardieren das türkische Parlament. Bei den Auseinandersetzungen kommen mehr als 250 Menschen ums Leben, über 2.000 werden verletzt. Die türkische Regierung beschuldigt Mitglieder des in den USA lebenden Chefs der Fetullahistischen Terrororganisation Gülen für den Putschversuch verantwortlich zu sein.
  • Der damalige Oberbefehlshaber des US-Zentralkommandos, General Joseph Votel, macht wenige Tage nach dem Putschversuch während des Aspen Security Forums in Colorado hierzu eine Anmerkung. Einige engste Verbündete des US-Militärs in der türkischen Armee seien nach dem Putschversuch im Gefängnis. Er sei besorgt und beunruhigt über die Situation in der Türkei. Mit „engsten Verbündeten“ bezieht sich Votel auf Mitglieder des Gülen-Netzwerks. Das türkische Justizministerium stellte beim US-Justizministerium mehrfach einen Antrag mit Beweismitteln zur Auslieferung des Beschuldigten Gülen an die Türkei, der von den Vereinigten Staaten abgelehnt wurde.
  • Trotz mehrfacher Anfragen der türkischen Regierung zum Kauf von Flugabwehrraketen des Typs Patriot waren die USA nicht bereit, diese an die Türkei zu verkaufen. 2017 kündigte die Türkei daraufhin an, russische S-400 Flugabwehrraketen zu erwerben, die 2019 geliefert werden. Im Dezember letzten Jahres hatten die USA wegen der Anschaffung des russischen S-400 Flugabwehrsystems CAATSA-Strafmaßnahmen gegen den NATO-Partner Türkei angekündigt. Diese Maßnahmen waren ursprünglich gegen Staaten wie Russland, Iran oder Nordkorea verabschiedet worden, um bestehende Strafmaßnahmen noch einmal zu verschärfen. Die Sanktionsankündigung gegen einen Verbündeten ist ambivalent, weil die Türkei damit mit Staaten wie Iran oder Nordkorea auf eine Stufe gestellt wird.

Gegensätzliche Interessen führen zu Spannungen

Wie aus den Fallbeispielen deutlich geworden ist, kam es in den letzten 60 Jahren immer wieder zum Streit zwischen der Türkei und den Vereinigten Staaten. Dabei ging es um die grundsätzliche Außen- und Sicherheitspolitik der Türkei in der Region, die sich mit den Interessen Washingtons überschneidet. Während des Kalten Krieges traten diese gegensätzlichen Interessen wegen des gemeinsamen Feindes des Warschauer Pakts nicht offen zutage. 

Nach dem Fall des Eisernen Vorhangs und der „Neuausrichtung des Nahen Ostens“ durch die USA erhöhten sich die Spannungen mit der Türkei, da Ankara seine Interessen in der Region gefährdet sah und Terrororganisationen wie die PKK von Washington und anderen westlichen Verbündeten massiv unterstützt wurden. 

Der US-Plan einer Neuordnung des Nahen Ostens führt zum Zerwürfnis

Die US-Invasion des Irak mit Millionen toter Zivilisten, der Umsturz von Muammar al-Gaddafi in Libyen und des Zerfalls der staatlichen Ordnung. Der 2011 mit Unterstützung der USA begonnene Bürgerkrieg in Syrien und die umfangreichen Waffenlieferungen Washingtons an die PKK/YPG haben die Türkei zum Handeln gezwungen.

Die Anschaffung der russischen S-400 Flugabwehrraketen durch die Türkei sind nicht der eigentliche Grund für die Verabschiedung von Strafmaßnahmen seitens der US-Administration, sondern die entschlossene Politik der türkischen Regierung gegen Terrororganisationen wie die PKK oder Daesh/IS. Kurz nach dem Putschversuch von 2016 hatte die türkische Armee im August des gleichen Jahres grenzüberschreitende Operationen in Syrien durchgeführt, beidem türkische Kommando Spezialkräfte gegen Daesh/IS-Terroristen aufopferungsvoll gekämpft haben.

Westliche Arroganz und Doppelmoral gegenüber der Türkei

Nach dieser Intervention folgten weitere Militäroperationen der türkischen Armee gegen Stellungen der PKK/YPG in Syrien und auch im Irak. Westliche Regierungen, Parlamente und Medien hatten der türkischen Armee in Syrien eine „Invasion“ syrischen Territoriums vorgeworfen, die nicht vom Völkerrecht gedeckt sei, darunter auch der wissenschaftliche Dienst des Bundestages, aber die gleichen Institutionen spielen sprichwörtlich die drei Affen, wenn es um die völkerrechtswidrige Besetzung von cirka 30 Prozent syrischen Staatsgebiets in Nordostsyrien durch die US-Armee und der PKK/YPG geht.

PKK/YPG fördert illegal Erdöl in besetzten Gebieten Syriens

Die Terrororganisation fördert in diesen okkupierten Gebieten Syriens rechtswidrig Erdöl und verkauft dieses geklaute Öl über ein US-Erdölunternehmen auf dem Weltmarkt. Damit wäre der Tatbestand der Finanzierung einer Terrororganisation erfüllt. Die Vereinten Nationen wären hier gefordert, aber da die USA im UN-Sicherheitsrat sind, wird es nie zu Maßnahmen gegen Washington kommen.

Die Strategen im Pentagon hatten diesen Aspekt berücksichtigt und benannten die PKK in Syrien kurzfristig in „Demokratische Kräfte Syriens“ (SDF) um. Die ist selbstverständlich nicht in der Liste der Terrororganisationen. Man sollte einmal die Staaten, die die Türkei wegen ihren Militärinterventionen in Syrien kritisieren, fragen, was sie gegen eine Terrororganisation unternehmen würden, die an ihrer Grenze die Sicherheit ihres Staatsgebiets bedroht.

Deutsche Tornado-Kampfflugzeuge flogen ohne UN-Mandat über Syrien

Deutsche Tornado-Kampfflugzeuge flogen ohne UN-Mandat mehr als vier Jahre Aufklärungsflüge über Syrien, angeblich um die Terrormiliz IS in Syrien und im Irak zu bekämpfen. Weder die Grünen noch die Linken im Bundestag haben gegen diesen Völkerrechtsbruch etwas unternommen, denn über die Abstimmung im Bundestag berichteten nur wenige Medien in Deutschland. Die türkische Armee bekämpfte die Terrororganisation Daesh/IS ohne die Hilfe der „westlichen Verbündeten“ und hinterher beklagen sich diese, dass sie nicht gefragt wurden. Der scheidende US-Präsident Trump hatte 2016 erklärt, dass Daesh/IS von der „Obama Regierung gegründet“ wurde, um den Nahen Osten neu zu gestalten.

Wachsender Einfluss der Türkei missfällt Washington und europäischen Staaten

Der US-Regierung sind die grenzüberschreitenden Militäroperationen der türkischen Armee gegen die PKK/YPG ein Dorn im Auge, die sie trotz des Putschversuchs von 2016, nicht verhindern konnte.

Seit Jahrzehnten werden Terrororganisationen wie die PKK oder FETÖ von den USA und anderen europäischen Staaten massiv unterstützt. Darüber hinaus missfällt es den Vereinigten Staaten und anderen europäischen Ländern wie Deutschland, Frankreich etc. die zunehmende Entwicklung von eigenen Waffensystemen der türkischen Rüstungsindustrie, da mit diesen Waffensystemen die Türkei auf diese Staaten nicht mehr angewiesen ist und kein Druckmittel gegen Ankara mehr existiert.

Neben der militärischen Stärke der türkischen Armee sind die USA mit dem wachsenden Einfluss der Türkei im Nahen Osten, im Kaukasus, in Afrika und auf dem Balkan unzufrieden. Die Türkei hat sich in den letzten 20 Jahren zu einer einflussreichen regionalen Macht in wirtschaftlicher und militärischer Hinsicht entwickelt, und das ist der eigentliche Grund für die Politik der USA und anderer europäischer Staaten gegenüber der Türkei.


Dieser Kommentar gibt die Meinung des Autors wieder und stellt nicht zwingenderweise den Standpunkt von nex24 dar.


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Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan für die Hilfe bei der Evakuierung der seit 2016 in Libyen festgehaltenen ukrainischen Seeleute gedankt.

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Fußball Bundesliga
Türkgücü München marschiert weiter Richtung 2. Bundesliga: 2:0 gegen Viktoria Köln

München – Türkgücü München ist nach dem 1:0 Überraschungserfolg gegen-den großen Aufstiegsfavoriten Dynamo Dresden in der vergangenen Woche heute ein weiterer Sieg – der vierte in Folge – gelungen. Die Münchner bezwangen Viktoria Köln mit 2:0 und stiegen somit vom sechsten auf den vierten Platz auf. Türkischer Ex-Nationalspieler Sercan Sararer unterstreicht die Ambitionen trotz Hickhack um den Geldgeber Kivran: „Wir wollen oben mitspielen!“ Sararer, der erneut das 1:0 erzielte gegenüber Magenta Sport: „Wenn man die Einstellung der Mannschaft sieht, dann war der Sieg sehr verdient. Wir haben unser Spiel etwas verändert. Stehen jetzt kompakt, weil wir wissen, dass wir vorne die Qualität haben, um aus wenigen Chancen ein Tor zu machen….Unsere Ziele sind immer noch die gleichen: Wir wollen oben mitspielen.“ Das zweite Tor erzielte Petar Sliskovic. Kölns Mike Wunderlich: „Uns fehlt die letzte Entschlossenheit nach vorne, das, was uns lange ausgezeichnet hat. Die ist uns abhanden gekommen. Wir hatten in der 1. Halbzeit viel Ballbesitz, waren aber nicht zwingend genug. Über 90 Minuten haben uns die Mittel und Lösungen gefehlt, um heute erfolgreich zu sein. Fakt ist, wir müssen schleunigst punkten. Wir haben in 9 Spielen 1 gewonnen – das ist die Bilanz eines Abstiegskandidaten. Am Trainer liegt es sicher nicht.“ Kölns Trainer Pavel Dotchev: „Türkgücü hat uns das Spielen überlassen. Die machen mit einer Chance das entscheidende Tor. Es war klar: Wer heute das erste Tor macht, gewinnt das Spiel.“ Dotchev hatte schon vor dem Spiel zur lauen Punkte-Ausbeute der letzten Wochen gesagt: „Irgendwann muss ich liefern!“ Nach dem Spiel erklärte er: „Für mich ist die Situation so, ohne zu übertreiben: Abstiegskampf. Und da müssen wir anders spielen. Vielleicht rustikaler, nicht mehr nur versuchen schön zu spielen, gradliniger.  

Medizin
Coburg: Syrischstämmiger Bioanalytikerin gelingt Durchbruch in Alzheimer-Forschung

Coburg – Nach dem deutsch-türkischen Power-Paar Uğur Şahin (55) und Özlem Türeci (53), die mit ihrem Unternehmen BioNTech den mRNA-Impfstoff BNT162b2 gegen das tödliche Coronavirus entwickelten, könnte einer weiteren deutschen Forscherin mit Migrationshintergrund ein Durchbruch in der Medizin gelingen. Die syrischstämmige Coburger Bioanalytikerin Marwa Malhis hat in ihrer Doktorarbeit an der Hochschule Coburg einen vielversprechenden Wirkstoff entdeckt.  Malhis arbeitet an einem Wirkstoff gegen Alzheimer, der vielleicht in Zukunft helfen kann, diese Erkrankung zu bekämpfen. Etwa 1,6 Millionen Deutsche leben mit Demenz – zwei Drittel von ihnen sind an Alzheimer erkrankt. Im Gehirn der Patienten sammeln sich dabei zwei spezielle Eiweiße: Beta-Amyloid-Plaques und Tau-Fibrillen zerstören Nervenzellen. Warum es zu diesen verhängnisvollen Eiweißablagerungen kommt? Das ist noch nicht eindeutig geklärt. Aber es gibt erste Ansätze, um sie zu verhindern. Bioanalytikerin Marwa Malhis von der Hochschule Coburg hat eine Substanz generiert, die langfristig zu einem Wirkstoff entwickelt werden könnte. Gerade hat die Wissenschaftlerin ihre Promotionsprüfung zu dem Thema abgelegt und freut sich über den Erfolg. „Es ist schön, etwas zu machen, das wichtig ist!“ Hierzu die Hochschule Coburg: In ihrer Doktorarbeit hat sie sich auf das Protein „Tau“ konzentriert. „Es ist ein Monomer, also ein Einzelmolekül, das sich mit anderen Tau-Molekülen zusammenschließen kann. Diese Aggregation wollte ich verhindern.“ Hilfe bekam sie dabei – ausgerechnet – von Viren. Phagen sind spezielle Viren, die Bakterien angreifen: Zum „Phagendisplay“ werden sie in der Biotechnologie häufig genutzt, um Bindepartner zu einem bestimmten Molekül zu finden. Gentechnisch veränderte Phagenbibliotheken tragen auf ihrer Oberfläche unterschiedliche Peptide. Und Marwa Malhis hat für ihre Arbeit zwei Peptide gefunden, die an Tau binden. „Sie hemmen auch die Aggregation. Das haben wir an der Hochschule Coburg im Labor untersucht.“ Anschließend haben Forscherinnen und Forscher des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) in Bonn getestet, ob die Substanz auch in lebenden Zellen funktioniert. Mit Erfolg. „Die Peptide werden auch an der Uni Erlangen untersucht“, sagt Malhis. Wenn alles gut läuft, ist ein möglicher nächster Schritt der Test an Alzheimer-Labormäusen. Wenn auch das erfolgreich ist, kommen klinische Studien mit Menschen. Am Patienten bewährt sich oft nicht, was vorher vielversprechend aussah. „Die Entwicklung zu einem zugelassenen Wirkstoff – falls überhaupt möglich – wird auf jeden Fall noch einige Jahre in Anspruch nehmen“, sagt Prof. Dr. Aileen Funke. Funke leitet das Institut für Bioanalytik an der Hochschule Coburg und hat die Promotion gemeinsam mit Prof. Dr. Andreas Römpp von der Universität Bayreuth betreut. Die Arbeit wurde aus Mitteln der TechnologieAllianzOberfranken TAO gefördert. Forschung und (Familien-)leben Marwa Malhis schaut kurz nach ihrem Baby; sie führt das Videointerview fast nebenbei weiter: Das jüngste ihrer drei Kinder hat die 36-Jährige vor nicht einmal einem Jahr bekommen. „Ach“, sagt sie als wäre das alles ganz einfach, „das hat doch gut gepasst: Die ganzen theoretischen Sachen habe ich während der Schwangerschaft geschrieben.“ Ihre Doktorarbeit hat sie auf Englisch verfasst. Das falle ihr leichter, sagt sie in fließendem Deutsch mit irgendwie – schwer einzuordnen: leicht französischem Akzent? Aber sie kommt ursprünglich aus Syrien? Sie lacht. „Ja, mein Mann und ich haben vier Jahre in Frankreich gelebt, bevor wir nach Deutschland gekommen sind.“ Das war vor noch dem Bürgerkrieg in Syrien, wo sie in der Pharmaziebranche tätig war. Ihre Forschungsarbeit in Coburg ist ein großer Erfolg, wie Prof. Funke betont: „Es gibt noch keine Therapie für die Ursache der Alzheimer-Demenz.“ Deshalb sei die Forschung in diesem Bereich so wichtig. „Wir haben den Wirkstoff bereits zum Patent angemeldet.“ Auch die Doktorandin hofft, dass aus ihrer Arbeit irgendwann einmal ein Medikament entsteht. „Es wäre so schön, einen Beitrag zu leisten, um Menschen zu helfen. „Ich liebe die Forschung!“, sagt Malhis. Wenn ihre Arbeit gedruckt ist, darf die Coburger Bioanalytikerin offiziell den Doktortitel tragen.

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Fasten, besonders das intermittierende Fasten, wird aktuell in zahlreichen wissenschaftlichen Publikationen thematisiert.

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Biden-Vereidigung
USA: Donald Trump will „aus Washington verschwinden“

Washington – Der scheidende US-Präsident Donald Trump hatte schon vor einigen Tagen angekündigt, dass er nicht an der Amtseinführung seines Nachfolgers Joe Biden am Mittwoch teilnehmen werde. Nun berichten US-Medien, dass Trump bereits am Morgen der Amtseinführung die Hauptstadt Richtung Florida verlassen werde. Trump plane stattdessen eine Abschiedszeremonie für sich selbst auf dem Militärflugplatz außerhalb Washingtons, von wo aus der Regierungsflieger Air Force One startet. Das habe es in dieser Form noch nie gegeben, berichtet der Focus unter Bezugnahme einer Meldung der Washington Post. Trump wolle auch mehrere Mitarbeiter aus dem Weißen Haus mit nach Florida nehmen, wo er sein Club-Resort Mar-a-Lago hat. Trump wolle auch mehrere Mitarbeiter aus dem Weißen Haus mit nach Florida nehmen, wo er sein Club-Resort Mar-a-Lago hat. Während der Kongresssitzung zur Bestätigung des Wahlsiegs von Joe Biden, hatten Anhänger Trumps das Kapitol gestürmt. Mindestens vier Menschen kamen dabei ums Leben.

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US-Außenminister Mike Pompeo sagte am Dienstag seine Europareise ab. Wie die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf Quellen berichtet, hatten der luxemburgische Außenminister sowie Top-Diplomaten der EU es abgelehnt, ihn zu treffen.

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Frankreich
Mit Hungerstreik: Französischer Bäcker rettet Mitarbeiter vor Abschiebung

Besançon – Um gegen eine Abschiebung zu protestieren, war ein französischer Bäcker Anfang des Monats für seinen Auszubildenden in den Hungerstreik getreten. Nun bekommt der 18-Jährige Lehrling aus Guinea eine Aufenthaltserlaubnis. „Laye hat seine Papiere bekommen und nimmt am Dienstag die Arbeit wieder auf!“, sagt Bäcker Stephane Ravacley der Nachrichtenagentur AFP am Donnerstag. Ravacley befand sich seit über einer Woche im Hungerstreik, um gegen die drohende Abschiebung seines Lehrlings zu protestieren. Er wurde Anfang der Woche ins Krankenhaus eingeliefert, da er aufgrund seines anhaltenden Hungerstreiks an Schwäche litt und ohnmächtig wurde. Der 50-Jährige hatte seinen Streik am 3. Januar begonnen, als er hörte, dass Laye Fodé Traoré möglicherweise in sein Heimatland abgeschoben werden könnte. „Ich kämpfe gerade dafür, dass der Junge in Frankreich bleibt und französische Papiere bekommt“, sagte Ravacley Anfang der Woche gegenüber der Nachrichtenagentur dpa Schutz für minderjährige Migranten Der Lehrling hatte seit September 2019 in Ravacleys Bäckerei „Huche a Pain“ gearbeitet, war aber von Ausweisung bedroht, nachdem er 18 Jahre alt geworden war und damit seinen Schutz als Minderjähriger verloren hatte. Traoré hatte Guinea verlassen und das Mittelmeer in einem Schlauchboot überquert, als er 16 war. Er kam als unbegleiteter Minderjähriger in Frankreich an. Die Bürgermeisterin von Besançon, Anne Vignot, forderte in einem Brief an Innenminister Gérald Darmanin, dass Traoré gestattet werden sollte in Frankreich zu bleiben: „Der Wunsch, diesen zukünftigen Bäcker auszuweisen, ist unverständlich“, heißt es in dem Schreiben. Unterstützung von Prominenten Eine Online-Petition für den Lehrling wurde von mehr als 240.000 Menschen unterzeichnet und hatte die Aufmerksamkeit verschiedener Prominenter, wie des Schauspielers Omar Sy und der Oscar-Preisträgerin Marion Cotillard, auf sich gezogen. In einem offenen Brief an den französischen Präsidenten Emmanuel Macron schrieben sie: „Sie können nicht so rücksichtslos gegenüber einem französischen Staatsbürger handeln, der bereit ist, seine Gesundheit zu gefährden, um humanistische Werte wie Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit zu verteidigen.“ Während seines Hungerstreiks versprach Ravacley, seinen Lehrling nach Beendigung der Ausbildung in ein festes Arbeitsverhältnis zu übernehmen.

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Jamal Khashoggi Way
USA: Straße der Saudi-Botschaft soll nach Khashoggi umbenannt werden

Washington – Lokale Beamte des gehobenen Stadtteils Foggy Bottom der US-amerikanischen Hauptstadt Washington D.C. haben dafür gestimmt,  eine Straße vor der Botschaft Saudi-Arabiens zu Ehren des getöteten saudischen Journalisten Jamal Khashoggi umzubenennen. Damit sollen die Botschaftsmitarbeiter „täglich an die Ermordung des saudischen Journalisten erinnert werden“. Wenn der Stadtrat den Antrag des beratenden Ausschusses genehmigen sollte, wird ein Straßenabschnitt, der an dem weitläufigen Botschaftsgebäude vorbeiführt, feierlich in Jamal Khashoggi Way umbenannt werden. „Jeder, der die saudische Botschaft besucht, wird an den Mut von Herrn Khashoggi erinnert werden […] Durch seinen Journalismus war Jamal Khashoggi ein leidenschaftlicher Verfechter der Demokratie, der Menschenrechte und der Rechtsstaatlichkeit,“ zitiert die Nachrichtenagentur Anadolu Brooke Pinto, Ratsmitglied des Stadtteils, aus einer Stellungnahme. „Journalisten auf der ganzen Welt und hier in Amerika stehen jeden Tag ähnlichen Gefahren gegenüber, und wir dürfen niemals zulassen, dass diejenigen, die versuchen, sie einzuschüchtern, Erfolg haben, denn wenn der Journalismus angegriffen wird, sind unsere Freiheit und Demokratie unter Beschuss,“ fügte sie hinzu. Der regelmäßige Kolumnist der US-Zeitung Washington Post wurde Anfang Oktober 2018 im saudischen Konsulat in Istanbul ermordet. Khashoggi verschwand, nachdem er am 3. Oktober das saudische Konsulat in Istanbul betreten hatte. Saudi Arabien hatte mehr als zwei Wochen nach dem Verschwinden Khashoggis den Tod des Journalisten eingeräumt.

Im Istanbuler Konsulat sei es während des Verhörs zu einem Streit gekommen, was zu seinem Tod führte, berichteten saudische Staatsmedien. Riad hatte die Kenntnis über den Verbleib Khashoggis stets abgestritten. Medienberichten zufolge soll er in dem Konsulat schwer gefoltert und zerstückelt worden sein.

Khashoggi war ein saudi-arabischer Journalist. Er war Direktor der saudi-arabischen Tageszeitung Al-Watan und Medienberater des saudi-arabischen Prinzen Turki ibn Faisal. Khashoggi war ein Kritiker des Kronprinzen Mohammed bin Salman, der de facto über das Königreich herrscht. Erdogan: Befehl für die Ermordung des Journalisten Jamal Khashoggi kam von den obersten Ebenen der saudischen Regierung  Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan erklärte, dass der Befehl für die Ermordung des Journalisten von „den obersten Ebenen der saudischen Regierung“ kam. In einem Gastbeitrag für die „Washington Post“ schrieb Erdogan im November 2018: „Wir wissen, dass sich die Täter unter den 18 in Saudi-Arabien festgenommenen Verdächtigen befinden. Wir wissen auch, dass sie kamen, um ihre Befehle auszuführen: Khashoggi töten und flüchten.“ „Schließlich wissen wir, dass der Befehl, Khashoggi zu töten, von den höchsten Ebenen der saudischen Regierung kam“, sagte Erdogan.

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– Türkei – Khashoggi-Mord: Hollywood-Star Sean Penn für Doku in Istanbul

Der US-Schauspieler und Regisseur Sean Penn plant einen Dokumentarfilm über den Mord an dem saudiarabischen Journalisten Jamal Khashoggi und ist dafür bereits in die türkische Millionenmetropole Istanbul gereist.

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Corona-Pandemie
Virologe Streeck: Können Mutationen nicht dauerhaft aus Deutschland fernhalten

Der Virologe Prof. Hendrik Streeck hält es für unwahrscheinlich, mögliche Mutationen des Corona-Virus dauerhaft aus Deutschland fernhalten zu können. Im Fernsehsender phoenix sagte Streeck: „Man darf nicht den Fehler machen, zu glauben, dass man Deutschland isoliert sehen kann. Varianten entstehen nicht unbedingt bei uns, das passiert in Indien, Brasilien oder Amerika, wo gar keine Eindämmung stattfindet. Selbst, wenn wir es kurzfristig schaffen sollten, eine Variante fernzuhalten, wird uns das wahrscheinlich nicht dauerhaft gelingen.“ Dass Viren mutierten und sich veränderten, sei nicht außergewöhnlich, das passiere andauernd, so der Virologe der Uni Bonn. Vom Sars-CoV-2-Virus seien bereits über 4000 Mutationen beschrieben. Bei den Fällen in Großbritannien und Südafrika sei das Virus aber bereits soweit verändert, dass man von einer neuen Variante sprechen könne. Im Hinblick auf die Wirksamkeit der Corona-Impfstoffe zeigte Streeck sich zuversichtlich, das Gute an Impfstoffen sei, dass man nicht erneut bei null beginnen müsse, sondern die Varianten einbauen könne. Eine gute Impfstrategie könne dabei helfen, die Pandemie in den Griff zu bekommen. „Das Virus verhält sich wie andere Corona-Viren: Wir sehen im April/ Mai ein langsames Abflachen über die Zeit, ruhige Sommermonate und einen plötzlichen Anstieg im Oktober/ November. Wenn wir jetzt den Sommer nutzen, um zu schauen, welche Hygienekonzepte funktionieren und weiter impfen, besteht die Hoffnung, dass wir weniger Infektionen bekommen und die, die infiziert sind, einen weniger schweren Verlauf haben“, so Streeck. Wir müssten jedoch lernen, dauerhaft mit dem Virus zu leben. „Wenn man das verinnerlicht, dass dieses Virus wahrscheinlich heimisch wird, dass es uns wahrscheinlich unser Leben lang begleiten wird, dann ist das ein ganz anderer Umgang mit dem Virus, dann sind die Infektionszahlen gar nicht mehr so zentral, sondern viel wichtiger ist die Frage: Werden die Menschen krank?“

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San Francisco – Der CEO des Covid-19-Impfstoffherstellers Moderna warnte am Mittwoch, dass das Coronavirus, das die Weltwirtschaft zum Stillstand gebracht und Krankenhäuser überlastet hat, „für immer“ da sein wird. Bancel erklärte, dass die Welt „für immer“ mit dem Corona Virus leben werden müsse. „Wir werden mit diesem Virus, so glauben wir, für immer leben“, sagte er während einer Podiumsdiskussion auf der JPMorgan Healthcare Conference in San Francisco. Wissenschaftler beobachteten ständig, ob neue Stämme des Virus auftauchen, so dass Impfstoffe hergestellt werden können, sagte Bancel. Viele führende Vertreter des Gesundheitswesens sind der Meinung, dass COVID-19 mit hoher Wahrscheinlichkeit zu einer endemischen Krankheit wird, d. h., dass sie ständig präsent sein wird, aber wahrscheinlich in geringerem Ausmaß als heute. Auch die Mitteilung der WHO ist nicht ermutigend Die pessimistische Prognose kam auch von der WHO, die bekannt gab, dass das zweite Jahr der Corona-Pandemie schwieriger sein könnte als das erste, angesichts der Geschwindigkeit der Ausbreitung des Virus, besonders in der nördlichen Hemisphäre, wo ein ansteckenderer Stamm zirkuliert. „Wir sind in das zweite Jahr der Pandemie eingetreten, was schwieriger werden könnte, wenn wir sehen, wie schnell sich COVID ausbreitet“, sagte WHO-Vertreter Mike Ryan, Exekutivdirektor des Programms für Gesundheitsnotfälle, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Die WHO gibt in ihrem jüngsten Bericht an, dass in der vergangenen Woche etwa fünf Millionen neue Fälle von Coronavirus registriert wurden. „Nach den Feiertagen wird die Situation in einigen Ländern viel schlimmer sein, bevor sie besser wird“, sagte Dr. Maria Van Kerkhove, WHO Technical Lead on COVID-19.

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Türkei
Nach Whatsapp-Ankündigung: Erdogan teilt Tagesprogram auf Telegram

Ankara- Einen Tag nachdem der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan seine Anmeldung bei Telegram angekündigt hatte, teilte er am Donnerstag sein Tagesprogram einschließlich Morgengrüße an seine Anhänger über den russischen Instant-Messaging-Dienst.
(Screenshot/Telegram)
Aus Sorge über die Aktualisierung der Datenschutzbestimmungen von WhatsApp, hatte der türkische Staatschef einen Wechsel angekündigt. Am gestrigen Mittwoch teilte Erdoğan seine erste Nachricht auf Telegram und machte in seiner Nachricht auf fehlende Regenfälle in der Türkei in den letzten Wochen aufmerksam. „Angesichts einer drohenden Dürre, die nur alle 100 Jahre vorkommt, müssen wir alle Vorkehrungen treffen. Mit dem Bau von 600 Dämmen, 590 Wasserkraftwerken, 262 Trinkwasseranlagen und vielem mehr, haben wir unsere Wasserkapazität auf das höchste Niveau in allen unseren Regionen erhöht“, so der türkische Staatschef. „Der wichtigste Weg, die vorhandenen Ressourcen optimal zu nutzen, führt jedoch über Einsparungen und bewussten Verbrauch“, fügte er hinzu. Wechsel zu BIP Bereits am Samstag gab das türkische Präsidialamt einen Wechsel zum einheimischen Dienst BIPMobil bekannt.
(Screenshot/Twitter)
Neue Nutzungsbedingungen bei Whatsapp Bei Whatsapp werden Nutzer seit einigen Tagen dazu aufgefordert, den neuen Geschäftsbedingungen zuzustimmen.

Whatsapp werde demnach in Zukunft  persönliche Daten mit Facebook austauschen. Hierzu gehörten unter anderem auch Telefonnummern und Informationen darüber, wie Nutzer mit anderen interagieren. Dies konnte man bisher deaktivieren. Wer den neuen Nutzungsbedingungen nicht zustimmt, wird im Februar aus seinem Whatsapp-Account ausgesperrt.

Für Menschen in der Europäischen Union seien die Änderungen jedoch gar nicht so gravierend. Tatsächlich ergänzt Whatsapp nur Informationen, auf welcher Rechtsgrundlage es Daten verarbeitet, und überarbeitet einige Passagen zur Kommunikation mit Unternehmen. In der EU schützt die Bürger davor die DSGVO. Hierzu die Süddeutsche Zeitung:
Die Verwirrung entstand wohl, weil Whatsapp unterschiedliche Versionen seiner Nutzungsbedingungen und Datenschutzrichtlinie bereitstellt: jeweils eine für die europäische Region und eine für Menschen im Rest der Welt – wobei letztere auch auf Deutsch vorliegen, was die Verwechslungsgefahr zusätzlich erhöht.