Berlin – Die Digitalisierungsschritte der vergangenen Monate werden zum größten Teil auch nach Corona erhalten bleiben. Der Digitalverband Bitkom gab eine entsprechende Umfrage unter knapp einhundert Unternehmen in Auftrag und erhielt eine positive Auskunft – rnd.de berichtete darüber. Bitkom-Präsident Achim Berg bezeichnet den Trend als „Aufbruchstimmung“, der zu nutzen sei.
Ein Fortschritt von mittelmäßig zu mittelmäßig plus
Videokonferenzen statt analoger Treffen, virtuelle Dokumente statt endloser Papierseiten und mobile Geräte statt immobiler Desktops: Das ist der Weg, den die deutsche Wirtschaft nun deutlich stärker beschreitet. Trotzdem ist digital noch einiges zu holen, das wissen sogar die Firmen selbst. Sie gaben sich vor einem Jahr im „Schulfach“ Digitalisierung die Note 3-4, heute sind sie bei 2-3 angelangt. In Worten ausgedrückt: Von mittelmäßig gab es einen Fortschritt in Richtung mittelmäßig plus.
Von 10 deutschen Firmen sagen allerdings 9, dass Deutschland den digitalen Anschluss an China, den USA und anderen Vorreitern verpasst hat. Das jedoch hält Berg für übertrieben, denn die heimische Wirtschaft dominiere noch immer weltweit in den Bereichen autonomes Fahren und Medizintechnik.
Eine rückläufige Gründungsrate auf dem IT-Sektor
Das Ifo-Institut für Wirtschaftsforschung ging im Rahmen einer Studie konkret der Frage nach, welchen Rang Deutschland auf dem Gebiet der Digitalisierung einnimmt. Es zeige sich, so das Fazit, „eine deutliche Tendenz zum Mittelfeld“. Der digitale Gründergeist sei eher schwach, die Gründungsrate auf dem IT-Sektor sogar rückläufig. Positiv sei zu benennen, dass deutsche Unternehmen die Lage zunehmend realistisch sehen. Das bietet Raum für Verbesserungen.
In einigen Branchen geht die Tendenz bereits in die positive Richtung. So haben sich in den letzten Jahren mehr neue Online Casinos gegründet als jemals zuvor und der neue deutsche Glücksspielvertrag aus dem Jahr 2021 regelt endlich die gesetzlichen Vorgaben. Wer das Portal casinos.de besucht, sieht auf dem ersten Blick, wie breit das Angebot an digitalen Spielstätten in Deutschland jetzt schon ist.
Einige der Anbieter verfügen bereits über die neue deutsche Lizenz, auch das lässt sich auf dem großen Vergleichsportal analysieren. Die meisten gelisteten Online Casinos verfügen jedoch noch ausschließlich über die langbewährte EU-Lizenz, die in der Vielzahl der Fälle aus Malta oder Gibraltar stammt. Auch viele weitere Merkmale sind auf der Plattform gelistet, sodass jeder User auf direktem Weg zur passenden Spielstätte findet.
NEX24 berichtete bereits über das veränderte Spielverhalten in Deutschland. Die Gaming-Industrie begibt sich stärker als jede andere Branche auf die virtuelle Schiene.
Digitale Trendsetter sind höchstens ein Drittel der Firmen
In anderen Branchen sieht die Realität eher bitter aus – oder die Firmeninhaber schätzen sie zumindest negativ ein. 2019 sahen sich immerhin noch 39 Prozent aller Unternehmen als digitale Trendsetter, 2020 schrumpfte diese Zahl auf 27 Prozent, wahrscheinlich aufgrund der harten Kollision mit der Wirklichkeit.
Nach vielen vorgenommen Verbesserungen sind wir 2021 wieder bei 34 Prozent zufriedener Firmen angelangt, das Ausbaupotenzial nach oben bleibt klar ersichtlich. Themen aus dem Digitalbereich erhalten derzeit erhöhte Aufmerksamkeit, die Unternehmen beschäftigen sich beispielsweise vermehrt mit der künstlichen Intelligenz, dem Internet der Dinge und Big Data.
Trotz des großzügigen Blicks über den Tellerrand möchten 37 der deutschen Unternehmen 2022 ihre Investitionen in den Digitalbereich kürzen. Zahlreiche Firmen möchten das Home Office abbauen oder vollständig abschaffen. Die Erfahrungen mit der Arbeitsteilung aus der Ferne waren für sie offensichtlich nicht so gut.
(Foto: pixabay)Digitale Fördergelder und politische Hürden
Wie das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz auf seiner Seite bmwi.de berichtet, steht eine neue Förderungswelle für die Digitalisierung des Mittelstands an. Hierbei geraten mittlere und kleine Unternehmen in den Fokus, sie können finanzielle Zuschüsse für ihre Digitalprojekte beantragen. Dazu gehört nicht nur die Anschaffung von virtuellen Technologien, sondern auch eine entsprechende Schulung der Mitarbeiter.
Der Name des Förderungsprojektes lautet: „Digital Jetzt – Investitionsförderung KMU“. Leider bremst als Kontrapunkt dazu der strenge deutsche Datenschutz die Digitalisierung der Unternehmen aus. Acht von zehn befragten Firmen fühlen sich aufgrund der Gesetzgebung in ihrer Entwicklung eingeschränkt. Achim Berg nennt diese Hürden ein „weltweit einzigartiges Auslegungswirrwarr“. Er sieht die neue Bundesregierung in der Pflicht, hier den Riegel vorzuschieben und neue Freiheiten zu ermöglichen.
Hinzu kommt der Mangel an Experten, der derzeit eher zu- als abnimmt. Zwei Drittel aller Unternehmen fehlen die passenden Fachkräfte für ihre gewünschten digitalen Schritte. Insgesamt gibt es in Deutschland ungefähr 88.000 IT-Spezialisten zu wenig, und die Lage wird sich 2022 eher noch verschlimmern.
Um die Digitalisierung in Deutschland voranzutreiben, muss also mehr als ein einziger Hebel umgelegt werden. Bleibt zu hoffen, dass die Verantwortlichen die Schwachpunkte erkennen und handeln.
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Madrid – Der ehemalige katalanische Innenminister Joaquim Forn hat das Schweigen spanischer Institutionen, sowohl der Regierung als auch anderer Parteien und der Staatsanwaltschaft, zu den Äußerungen des ehemaligen Polizeikommissars José Manuel Villarejo kritisiert und eine „gründliche Untersuchung“ gefordert. Villarejo behauptet, dass der spanische Geheimdienst (Centro Nacional de Inteligencia, CNI) in den 17A-Terroranschlägen von Barcelona im Jahr 2017 verwickelt war.
Forn betonte, dass es „keine Transparenz“ seitens des Staates zu den Anschlägen in Barcelona und Cambrils 2017 gegeben habe. Das Schweigen habe ihn überrascht. Er erwähnte unter anderem, dass die Staatsanwaltschaft nicht nur keine Ermittlungen von Amts wegen eingeleitet, sondern auch Untersuchungskommissionen im Kongress verhindert habe. „Ich merke nur, dass es Dinge gibt, die uns nicht gefallen und dass Informationen vorenthalten werden“, sagte er.
Einige Analysten und Medien wiesen bereits darauf hin, dass diese Angriffe darauf abgezielt haben könnten, das für den 1. Oktober 2017 geplante Unabhängigkeitsreferendum in Katalonien zu verhindern. Spanien hat laut der katalanischen Nachrichtenagentur VilaWebstets eine Untersuchung in dieser Angelegenheit vermieden.
Im vergangenen Jahr sagte Villarejo in einem anderen Gerichtsverfahren aus, dass eine „sehr wichtige“ Quelle vor dem „möglichen Risiko“ eines Anschlags in Barcelona gewarnt habe, berichtet El Nacional.
Beim Terroranschlag in Barcelona am 17. August 2017 fuhr ein Attentäter mit einem Lieferwagen durch eine Menschenmenge auf dem Boulevard La Rambla im Zentrum von Barcelona. Dabei wurden 14 Menschen getötet und mindestens 118 Menschen verletzt. Unter den Todesopfern war auch eine Deutsche. Tage später steuerten fünf Männer im Badeort Cambrils ein Auto in eine Gruppe von Menschen. Dabei starb eine Frau, sieben weitere Passanten wurden verletzt. Der IS reklamierte die Tat für sich.
Im Mai vergangenen Jahres wurden im Zusammenhang mit den Anschlägen drei Männer zu Haftstrafen verurteilt. Die 24 und 32- jährigen Hauptangeklagten erhielten Haftstrafen von 53 Jahren und sechs Monaten und von 46 Jahren, ein dritter Angeklagter (28) wurde zu acht Jahren Haft verurteilt.
Forn critica el silenci de l’Estat davant les paraules de Villarejo sobre el 17-A https://t.co/DZito03U9u
– „Juristischer Skandal“ –
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Es bestünden erhebliche Zweifel, ob eine nicht gewaltsame Unabhängigkeitserklärung überhaupt einen Strafbestand des spanischen Strafgesetzes erfüllten. Ein europäischer Haftbefehl müsse sich auch an deutschem Verfassungsrecht messen lassen.
80 Jahre sind seit der Geburt von Cassius Clay vergangen – jenem Jahrhundertsportler, der in die Geschichtsbücher eingehen sollte, später auch als Muhammad Ali. Bei seinem wohl legendärsten Boxkampf, dem „Rumble in the Jungle“ gegen George Foreman im damaligen Zaire, fieberten 1974 weltweit über eine Milliarde Menschen an den Fernsehgeräten mit.
„The Greatest“ – der Größte, sein Kampfname ist Programm: Bis heute ist Muhammad Ali der Einzige, der dreimal den Weltmeistertitel aller anerkannten Boxverbände gewinnen konnte. Aber Ali war nicht nur im Boxsport einer der Größten, er war auch Publikumsliebling und Stimme der Bürgerrechtsbewegung: unangepasst, selbstbewusst, humorvoll und schlagfertig. „When We Were Kings – Einst waren wir Könige“, „Facing Ali – Im Angesicht des größten Boxers aller Zeiten“ und „Soul Power“ zeigen die verschiedenen Facetten des Sportlers, Provokateurs und Freiheitskämpfers Ali, der 2016 verstarb. Der SWR präsentiert die drei preisgekrönten Dokumentarfilme pünktlich zu Alis 80. Geburtstag (17. Januar) ab 15. Januar 2022 für 90 Tage in der ARD Mediathek und zuvor in einer „langen Muhammad Ali-Nacht“ im Ersten, in der Nacht vom 16. auf den 17. Januar 2022 ab 00:05 Uhr.
„When We Were Kings – Einst waren wir Könige“ (88 Minuten)
Der oscarprämierte Dokumentarfilm von 1996 zeigt, wie Muhammad Ali zur ultimativen Boxlegende wurde: Der Schwergewichtskampf zwischen Ali und Foreman gilt als eines der größten Sportereignisse des 20. Jahrhunderts. Ali galt bereits zuvor als einer der besten Boxer aller Zeiten, doch mit diesem Kampf ging sein Name endgültig in die Geschichte ein. Regisseur Leon Gast drehte mehr als 250 Stunden Filmmaterial von den Ereignissen rund um den Kampf. Norman Mailer und George Plimpton berichten hier vom Kampf selbst, während US-Regisseur Spike Lee die kulturelle Bedeutung Alis für das schwarze Amerika einordnet. „When We Were Kings“ gilt als eine der besten Sportdokumentationen aller Zeiten.
„Facing Ali – Im Angesicht des größten Boxers aller Zeiten“ (98 Minuten)
Muhammad Ali hat im Laufe seiner überragenden Karriere fast jeden Top-Kämpfer des goldenen Boxzeitalters besiegt. In „Facing Ali“ (2009) stellt Pete McCormack dem berühmtesten Boxer der Welt noch einmal seine größten Rivalen gegenüber, einschließlich Ken Norton, Earnie Shavers, Joe Frazier, George Foreman, Leon Spinks, George Chuvalo, Sir Henry Cooper und Larry Holmes. Sie sprechen über Alis Technik, sein überbordendes Selbstbewusstsein und die psychologischen Spielchen, die Ali mit in den Ring brachte. So eröffnen sie ganz neue Sichtweisen auf den Sportler und auch auf den Menschen Ali und darauf, wie er den Boxsport für immer verändert hat.
„Soul Power“ (92 Minuten)
Der Schwergewichtskampf Ali gegen Foreman in Zaire 1974 ging als „Rumble in the Jungle“ in die Sport- und Kulturgeschichte ein. Dieses Großereignis in Zentralafrika war das erste seiner Art und Dimension, über eine Milliarde Menschen verfolgten den heute legendären Boxkampf an den Fernsehbildschirmen. Als begleitende Promotion für den Boxkampf wurde ein Musikfestival veranstaltet, bei dem neben afrikanischen Musikgrößen wie Miriam Makeba auch Soul-Legende James Brown, der „Hardest Working Man in Show Business“, als Headliner auftrat.
Mit kraftvollen Aufnahmen auf und hinter der Bühne und Künstlern wie BB King, Bill Withers und The Crusaders bringt der Dokumentarfilm von Jeff Levy-Hinte den Geist der wilden 1970er zurück. Zusätzlich zum Hauptfilm stehen online 45 Minuten bisher ungesendetes Bonusmaterial zur Verfügung, exklusiv in der ARD Mediathek.
Bereits ab Samstag, 15. Januar 2022 ist das komplette Event „Ali: Der Größte“ in der ARD Mediathek abrufbar. Ausstrahlung im Ersten in der Nacht vom 16. auf den 17. Januar 2022 ab 0:05 Uhr.
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Erdogan verfasst Hommage an Muhammad Ali
Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan verfasste eine Hommage für den legendären Boxchampion Muhammad Ali.
Ankara – Oppositionspolitiker Kemal Kilicdaroglu sagte in einem TV-Interview, dass sie bei den kommenden Wahlen gewinnen und die „derzeitige Regierung stürzen“ werden.
Er glaube nicht, dass es der Regierung gelangen werde, die Wirtschaftskrise zu lösen und gehe davon aus, dass die Wahlen im September, also neun Monate vor dem geplanten Termin, stattfinden werden.
Auf die Frage nach dem Präsidentschaftskandidaten des Oppositionsbündnisses wiederholte Kilicdaroglu, dass die Entscheidung darüber, wer für das Präsidentenamt kandidieren wird, von den Mitgliedern des Oppositionsbündnisses, der Nationalen Allianz, bestehend aus der CHP, der İYİ (Gute) Partei, der Demokrat Partisi (DP) und der Saadet Partisi (Partei der Glückseligkeit), getroffen werde, berichtet Hürriyet Daily News.
„Unser Kandidat wird gegen das [exekutiv-präsidentielle] System antreten“, so Kilicdaroglu weiter. 2017 beschlossen die türkischen Wähler, von einem parlamentarischen System zu einem exekutiven Präsidialsystem überzugehen. Im darauffolgenden Jahr wurde Amtsinhaber Erdogan unter dem neuen System wiedergewählt. Im Jahr 2023 sollen in der Türkei landesweite Wahlen stattfinden, bei denen die Bürgerinnen und Bürger den Präsidenten sowie alle 600 Abgeordneten des Parlaments wählen werden.
Zu den laufenden Ermittlungen gegen den Istanbuler Bürgermeister Ekrem İmamoglu betonte Kılıcdaroglu:
„Wenn diese Männer Terroristen sind, warum haben sie [die Regierung] bis jetzt nicht gehandelt? Sie hätten rechtliche Schritte einleiten können. Wenn diese Männer Terroristen sind, warum haben Sie [die Regierung] dann nichts unternommen?“
Im Dezember hatte das Innenministerium bekanntgegeben, eine Sonderüberprüfung der mehr als 550 Beschäftigten der Istanbuler Stadtverwaltung (IBB) eingeleitet zu haben. Zuvor hatte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan gesagt, die IBB habe Leute eingestellt, von denen manche „Verbindungen zu einer Terrororganisation haben“. Imamoglu gilt als möglicher Herausforderer Erdogans bei den kommenden Wahlen.
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– Türkei –
Erdogan betont Wichtigkeit der Jugend bei den kommenden Wahlen
„Mehr als sechs Millionen unserer jungen Menschen werden bei den Wahlen 2023 zum ersten Mal wählen“, so Recep Tayyip Erdogan.
Kocaeli – Aufgrund der steigenden Infektionszahlen haben die Behörden in Karamürsel, in der nordwesttürkischen Provinz Kocaeli, drastische Maßnahmen ergriffen.
Für die Beantragung oder Erneuerung eines Gewerbescheins gilt dort seit dem 01. Januar dieses Jahres eine Impfpflicht Diese Personen müssen den vom Gesundheitsministerium festgelegten obligatorischen Impfplan einhalten, da sonst ein Entzug der Genehmigung drohe.
Die meisten Geschäftsinhaber unterstützen die Entscheidung.
„Ich finde diese Regel sehr angemessen, weil sich das Coronavirus wieder ausbreitet. Ich denke, es ist die richtige Entscheidung, wir unterstützen es bis zum Ende“, so etwa Handyshop-Besitzer Şuayip Şahin gegenüber türkischen Medien.
In der Türkei wurden am Samstag mehr als 66.000 neue COVID-19-Fälle bestätigt, teilte das Gesundheitsministerium mit. Das Ministerium meldete zudem 141 Coronavirus-bedingte Todesfälle.
Um die Infektion einzudämmen, hat das Land nach den neuesten Zahlen seit Beginn der Impfkampagne im Januar 2021 mehr als 135,99 Millionen Dosen des Impfstoffs COVID-19 verabreicht. Mindestens 57,06 Millionen Menschen haben die erste Impfung erhalten, und fast 51,87 Millionen sind vollständig geimpft. Auffrischungsimpfungen wurden an mehr als 21,41 Millionen Menschen verabreicht, so das Ministerium weiter.
Der türkische Gesundheitsminister Fahrettin Koca hat die Bevölkerung wiederholt aufgerufen sich impfen zu lassen. Dies sei der einzige Weg die Pandemie zu besiegen.
„Wir selbst werden den Verlauf der Pandemie in unserem Land bestimmen. Gemeinsam können wir die Verluste reduzieren, indem wir uns durch Impfstoffe schützen und Vorsichtsmaßnahmen befolgen. Das Virus wird nicht verschwinden, indem man es ignoriert, es wird mit Vorsichtsmaßnahmen und Impfstoffen verschwinden. Vernachlässigen Sie die Auffrischungsimpfung nicht!“, schrieb Fahrettin Koca auf twitter
Istanbul – Der türkische Erstligist Galatasaray Istanbul hat sich von Trainer-Star Fatih Terim getrennt. Wie der Verein am Montag mitteilte, habe man sich im gegenseitigen Einverständnis verabschiedet. Man danke Terim, der für das Land und den Verein unzählige Erfolge erzielt habe. Man werde weiterhin von den Ideen und Erfahrungen Terims profitieren.
Terim gilt als einer der angesehensten Trainer in der türkischen Fußballgeschichte, der mit den Löwen acht Titel in der Super Lig gewann. Der 68-Jährige ist bis heute der einzige türkische Trainer, der einen großen europäischen Titel in die Türkei holte.
In der Ära Terim gewannen die Istanbuler im Jahr 2000 den UEFA-Pokal, die zweitwichtigste europäische Trophäe, nachdem sie den englischen Klub Arsenal im Elfmeterschießen besiegt hatten. Terim, der im Dezember 2017 zum vierten Mal zu den Löwen zurückkehrte, führte sein Team in dieser Zeit zum Gewinn von zwei Super-Lig-Titeln und je einem Ziraat Turkish Cup und TFF Super Cup.
Galatasaray rangiert derzeit mit 27 Punkten auf Platz 12 in der Süper Lig und hat damit die schlechteste Bilanz in einem Zeitraum von 20 Spielen seit 1988, als das 3-Punkte-System eingeführt wurde.
Wie Sportbuzzer unter Berufung auf türkische Medien berichtet, gelte der deutsche Trainer Roger Schmidt als möglicher Nachfolgekandidat. Auch Domenec Torrent, der bis November 2020 die sportlichen Geschicke bei Flamengo leitete und als ehemaliger Assistent von Star-Trainer Pep Guardiola bekannt ist, sei genannt worden, berichtet Sportbuzzer weiter.
Almaty – Der kasachische Präsident Kassym-Schomart Tokajew bezeichnete die Demonstrationen der vergangenen Tage als „versuchten Staatsstreich“.
Bei einer Videokonferenz der Organisation des Vertrages über kollektive Sicherheit (OVKS) nannte er die Demonstranten „Gruppen bewaffneter Kämpfer“, die auf den richtigen Moment gewartet hätten, „in Aktion zu treten“.
„Unter dem Deckmantel spontaner Proteste brach eine Welle von Unruhen aus… Es wurde deutlich, dass das Hauptziel darin bestand, die verfassungsmäßige Ordnung zu untergraben und die Macht zu ergreifen. Wir sprechen hier von einem versuchten Staatsstreich“, sagte er.
Russlands Präsident Wladimir Putin erklärte während der Videokonferenz, dass er keine „Revolutionen“ in den Staaten der ehemaligen Sowjetunion zulassen werde. Kasachstan sei das Ziel von „internationalem Terrorismus“ geworden, so Putin.
Tokajew erklärte, dass die Ordnung in Kasachstan inzwischen wiederhergestellt sei, die Jagd auf „Terroristen“ aber noch andauere. „In Kasachstan ist die vollständige Ordnung wieder hergestellt. Bedrohungen für die Sicherheit des Landes wurden abgewendet“, sagte der Staatschef.
Die Demonstrationen gegen die Erhöhung der Treibstoffpreise begannen vor etwas mehr als einer Woche, bevor sie sich zu einem umfassenderen Protest gegen Tokajews Regierung und den Mann, den er als Präsident abgelöst hat, den 81-jährigen Nursultan Nasarbajew, ausweiteten.
„Der Hauptangriff richtete sich gegen (die Stadt) Almaty. Der Fall dieser Stadt hätte den Weg für eine Übernahme des dicht besiedelten Südens und dann des ganzen Landes geebnet“, sagte er. „Dann planten sie, die Hauptstadt einzunehmen“. Kasachstan werde der internationalen Gemeinschaft bald Beweise für die Geschehnisse vorlegen.
Nach Angaben der Behörden sind fast 8000 Menschen festgenommen worden. Insgesamt seien 7939 Menschen festgenommen worden, darunter auch viele Ausländer. Unter den Inhaftierten befinden sich Medienberichten zufolge auch hochrangige Beamte wie der ehemalige Geheimdienstchef, Karim Massimow.
Mindestens 164 Tote bei Protesten in KasachstanKasachstan wird in den letzten Wochen von den schwersten Unruhen seit Jahren erschüttert. Medienberichten zufolge sind bei den gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften über 160 Menschen getötet und mehr als als 2200 Menschen verletzt worden. Tokajew bezeichnete die Demonstranten als „Terroristen“ und „Banditen“.
Er wies am Freitag Polizei und Armee an, „ohne Vorwarnung“ auf sie zu schießen. Die Regierung hat auch versucht, die Demonstrationen durch die Verhängung des Ausnahmezustands und die Sperrung von sozialen Netzwerken und Chat-Apps, darunter Facebook, WhatsApp, Telegram und erstmals auch die chinesische App WeChat, zu unterdrücken. Öffentliche Proteste ohne Genehmigung waren bereits illegal.
Die Demonstrationen symbolisieren eine weit verbreitete Unzufriedenheit mit der erdrückenden autoritären Regierung Kasachstans und mit der endemischen Korruption, die dazu geführt hat, dass sich der Reichtum auf eine kleine politische und wirtschaftliche Elite konzentriert. Die Wut kochte über, als die Regierung die Preisobergrenzen für Flüssiggas aufhob – ein kohlenstoffarmer Treibstoff, den viele Kasachen für den Antrieb ihrer Autos verwenden.
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Drei Tage nach dem Ausbruch der heftigsten Unruhen, die das unabhängige Kasachstan je gesehen hat, sind deren Auslöser und Hintergründe noch weitgehend unklar. Doch aus den Ereignissen und dem Verhalten einiger prominenter Akteure lassen sich bereits einige Rückschlüsse ziehen und Fragen formulieren.
Auch wenn zum jetzigen Zeitpunkt nicht vollkommen klar ist, wer oder was die Unruhen eigentlich auslöste (Kamen sie von unten und spontan? Wurden sie provoziert? Waren die Gaspreise wirklich der Hauptgrund?), reproduziert das Verhalten Toqajevs genau jene Entfremdung zwischen Herrschaftseliten und breiter Volksmasse, von der oben die Rede war. Stünde Kasachstans Präsident gerade nicht selbst in einem Wirbelsturm, der wohl kaum Zeit für distanzierte Reflexionen lassen dürfte, müsste er sich der Unglaubwürdigkeit seiner Behauptung, Zehntausende (der „Standard“ spricht von 20.000) der Demonstrierenden seien „Terroristen“, wohl selbst bewusst werden.
Berlin – Der Londoner Investor und Leerverkäufer Fraser Perring prognostiziert für die Aktie des E-Auto-Bauers Tesla einen drastischen Kursverfall. „Die Aktie wird sich eher halbieren als verdoppeln“, sagte Perring gegenüber dem Wirtschaftsmagazin CAPITAL (Link). Es stelle sich die Frage, „was die Tesla-Aktie wirklich wert ist“, so Perring. „Für mich sind aktuell rund 1070 Dollar eindeutig zu viel. Tesla müsste langfristig an jedermann auf dem Planeten ein Auto ausliefern, um seine absurd hohe Bewertung zu rechtfertigen.“
Der Chef der Researchfirma Viceroy war in Deutschland durch seine Aufklärungsarbeit im Fall Wirecard bekannt geworden, er wurde aber auch öffentlich angegriffen und geriet ins Visier der Aufsichtsbehörden. Shortseller wie Perring verkaufen geliehene Aktien und wetten auf einen deutlichen Kursverfall, so dass sie die Titel günstig zurückkaufen können. Zuletzt hatte sich Viceroy kritisch über das deutsche Immobilienunternehmen Adler geäußert.
Im Gespräch mit CAPITAL verglich Perring Tesla mit den beiden weltgrößten Autoherstellern Volkswagen und Toyota. Ihm zufolge liefern beide pro Quartal jeweils mehr Autos aus als Tesla im gesamten Jahr. „Ich finde einfach keine Begründung, warum Tesla 1,1 Billionen Dollar wert sein soll“, so Perring. „Toyota ist auf vergleichbarer Basis 90 Prozent billiger als Tesla, wir sehen hier eine klare Verrenkung der Preise.“ Tesla sei darüber hinaus nicht mehr der einzige Anbieter von E-Autos und habe sein Alleinstellungsmerkmal verloren: „Die Leute kaufen inzwischen andere Marken, die deutschen Hersteller haben die Herausforderung längst angenommen.“
An Teslas sogenanntem „Autopilot“-System für autonomes Fahren äußerte Perring zudem Zweifel. Er bezog sich dabei auf US-Medienberichte. Es gebe „keinen Beleg dafür, dass Tesla, wie von Elon Musk angekündigt, wirklich vollständig autonom fahrende Autos herstellen kann“, so der Viceroy-Chef. „Wenn Teslas auf Autopilot fahren, werden regelmäßig Menschen verletzt oder getötet. Es ist unverantwortlich, dass Tesla dieses Fahrzeug als vollständig selbstfahrend anpreist, obwohl die Tausenden von Videos im Internet zeigen, dass es das nicht ist.“ Tesla ließ eine Anfrage von CAPITAL zu Perrings Vorwürfen unbeantwortet.
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Berlin – Die 53 Jahre alte Brücke der A45 bei Lüdenscheid (NRW) kann nie wieder befahren werden und wird abgerissen. Aus diesem Grund darf kein Fahrzeug mehr über das Bauwerk fahren. Für mindestens fünf Jahre soll diese Verkehrsachse unterbrochen sein.
Der Hauptverband der Bauindustrie fordert jetzt eine Task-Force aus Politik, Auftraggebern und Praxis, um gemeinsam einem drohenden Brückenkollaps vorzugreifen. Denn: Laut Bericht des Bundesverkehrsministeriums erhalten mehr als 10 Prozent der gesamten Brückenfläche (31,08 Millionen Quadratmeter) die Note „nicht ausreichend“ oder „ungenügend“ (Brückenbericht 2020). Diese Zahl hat sich seit 2005 nur um wenige Punkte verbessert.
Tim-Oliver Müller, Hauptgeschäftsführer der BAUINDUSTRIE: „Deutschland steht vor einem Brückenkollaps. Der Abriss der maroden Brücke bei Lüdenscheid ist neben Wiesbaden und Berlin-Treptow ein weiteres Beispiel für ein bundesweites Verkehrsdesaster. Jetzt geht es darum, schnell alle möglichen Kapazitäten, Kräfte und Know-how zu bündeln, um koordiniert und zügig Herr der Lage zu werden.“
Weder die Autobahn GmbH noch die Bundesländer sollten jetzt allein vorangehen. Bei der Herausforderung handele es sich vielmehr um eine Generationenaufgabe, insbesondere, wenn man den maroden Zustand der Brücken auf Landes- und kommunaler Ebene hinzuzieht. Gleiches gilt auch für die Schiene, so Müller.
„Wir brauchen deshalb eine gemeinsame Runde mit einem kompetenten Team aus Auftraggebern, Planern und Bauindustrie, um gemeinsam planerische- und Ingenieurtechnische Lösungen zu identifizieren und umzusetzen. Die Politik muss den Genehmigungsweg freimachen, damit langwierige Verfahren vermieden sowie die Mobilität und der Güterverkehr in Deutschland sichergestellt werden können.“
HINTERGRUND
8,8 Prozent der Brückenbauwerke wurde zwischen 1965 und 1969 errichtet
14,4 Prozent zwischen 1970 und 1974
12 Prozent zwischen 1975 und 1979
und weitere 4,2 Prozent zwischen 1960 und 1964.
Kritisch sind vor allem die Bauwerke, die zwischen 1960 und 1979 errichtet wurden.
Zur Autobahnbrücke: Eine wichtige Hauptverkehrsachse zwischen Nord- und Süddeutschland bleibt in den nächsten Jahren wegen einer maroden Brücke unterbrochen. Das Bauwerk Rahmede der Autobahn 45 bei Lüdenscheid muss abgerissen werden, wie die zuständige Autobahn GmbH des Bundes Ende vergangener Woche mitteilte. Damit kann der Autoverkehr auf der Sauerlandlinie zwischen dem östlichen Ruhrgebiet und Frankfurt nicht wie geplant wieder freigegeben werden.
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Ankara – Der türkische Verteidigungsminister Hulusi Akar hat Griechenland mit ernsten Konsequenzen gedroht, sollte Athen seine Hoheitsgewässer in der Ägäis von derzeit 6 Seemeilen auf 12 ausdehnen. Akar sprach am Freitag vor Journalisten in Ankara.
Millî Savunma Bakanı Hulusi Akar, basın yayın kuruluşlarının Ankara Temsilcileri ile bir araya geldi. Bakan Akar gazetecilerle buluşmasında gündeme ilişkin açıklamalarda bulunarak soruları yanıtladı.https://t.co/Zmy44QmIva#MSB#HulusiAkarpic.twitter.com/Hjw04oWOpl
Die türkische Regierung sei daran interessiert, die Probleme zwischen beiden Ländern auf friedlichem Wege über bilaterale Gespräche lösen. Während Griechenlands Expansion im historischen Kontext bekannt sei, beschuldige es die Türkei, expansionistisch zu sein. Trotz dieser Provokationen habe die türkische Regierung ihre Bereitschaft für Gespräche signalisiert.
Das zwischen beiden Ländern gebildete Expertengremium werde zum vierten Mal in Ankara zusammenkommen. Man habe der griechischen Seite eine Einladung zukommen lassen. Obwohl die Türkei friedliche Absichten verfolge, gingen die Rechtsverstöße unverändert weiter. Bei den Rechtsverstößen handle es sich um den Luftraum und die Territorialgewässer.
Trotz internationaler Verträge würden Schiffe dagegen verstoßen. Ständig werde aufgewiegelt und provoziert. Insbesondere würden Politiker provozieren und unnötigerweise Navtex oder Notam veröffentlichen. 1988 sei zwischen beiden Ländern eine Vereinbarung unterzeichnet worden. Nach dieser Übereinkunft sollten während der Tourismussaison an religiösen und Nationalfeiertagen keine Manöver in der Ägäis durchgeführt werden, so Akar. Sie verstießen ständig gegen diese Vereinbarung mit fortdauernden Provokationen.
„Gegen wen rüstet Griechenland auf?“
Im Rahmen der NATO seien die Türkei und Griechenland Bündnispartner. Trotz dieses Sachverhalts schließe es [Griechenland] Abkommen mit anderen Ländern. Sich Illusionen hinzugeben und Allianzen zu bilden, würde, so Akar, eine Schwächung der NATO bedeuten.
Der Ex-Vier-Sterne General hinterfragte während der Pressekonferenz die Gründe für diese Schritte und kritisierte die Aufrüstung des Nachbarlandes.
Die Türkei ist auf alles vorbereitet
„Wenn Griechenland seine Hoheitsgewässer von 6 auf 12 Seemeilen ausweitet und unsere Schiffe in internationale Gewässer fahren. Denkt ihr wirklich, dass wir euch um Erlaubnis bitten? Sie haben es auf die eine oder andere Weise auf 6 Seemeilen ausgeweitet. Seid dankbar und setz euch hin. In dieser Frage sollten sie uns nicht auf die Probe stellen und sich auf keine Abenteuer einlassen“, betonte der türkische Verteidigungsminister. Die Türkei werde in diesem Fall alles Notwendige tun.
Griechische Sicherheitskräfte schießen mit scharfer Munition auf Flüchtlinge
Der türkische Verteidigungsminister kritisierte zudem in scharfer Form die Behandlung von Flüchtlingen durch Griechenland. Es würden unglaubliche Dinge passieren, was mitten im Meer ablaufe. Die griechischen Sicherheitskräfte würden mit scharfer Munition auf Flüchtlinge schießen und mit einer Harpune die Boote versenken.
Akar unterstrich:
„Welche Zivilisation und Menschheit macht so etwas. Das ist in der Tat mörderisch. Hier werden internationale Abkommen, Menschenrechte und Gesetze missachtet.“
Nach Akar sollte die EU mit der Doppelmoral über Menschenrechte und internationale Rechtsnormen aufhören. In Westthrakien würde die türkische Identität geleugnet und das gelte auch für Zypern.
Kemal Bölge/Ankara
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