Gesundheit
Mit dem Frühling kommen die Allergien

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Die Tage werden wieder länger, die Temperaturen steigen und hier und da wagen sich schon die ersten Blüten in die Sonne. Während die einen sich auf die Frühlingszeit freuen, sehen andere besorgt der anstehenden Allergiesaison entgegen. Alleine in Deutschland leiden bis zu 25 Millionen Menschen unter Heuschnupfen. Neben medizinischen Vorsorgemaßnahmen gilt die Regel, Pollen so weit wie möglich aus dem Weg zu gehen. Dazu gehört auch, die eigene Wohnung als erholsamen Rückzugsort möglichst allergenfrei zu halten. Broschüre und Website informieren umfassend Wenn die Pollen fliegen, gibt es kaum eine Chance, ihnen zu entkommen. Allergiker und Allergikerinnen verzichten da schon mal auf den Ausflug ins Grüne und ziehen sich bei geschlossenen Fenstern ins Haus zurück. Zumindest drinnen können sie weitgehend von Heuschnupfenattacken verschont bleiben. Die wichtigsten Maßnahmen und Verhaltensregeln zur Allergenvermeidung in Innenräumen hat die Deutsche Haut- und Allergiehilfe in der Broschüre „Allergene in der Wohnung reduzieren“ zusammengestellt. Allergenreduzierung in der Wohnung So können Pollenschutzgitter die Zahl der Pollen deutlich reduzieren. Wissenschaftlichen Studien zufolge wird das Eindringen von Pollen durch die feinen Textilnetze im Durchschnitt um 90 Prozent verringert. Gut zu wissen: Oftmals gelangen die winzigen Pollen „über Umwege“ ins Haus. Sie heften sich an Kleidung – vor allem an Haare – und werden so eingeschleppt. Empfehlenswert ist es, sich abends außerhalb des Schlafzimmers zu entkleiden und vor dem Zubettgehen die Haare zu waschen. So können sich keine Pollen auf Laken und Kopfkissen ablagern. Regelmäßiges Putzen ist das A und O Ganz wird sich die Pollenbelastung in der Wohnung nicht vermeiden lassen. Einmal in die Wohnung gelangt, lassen sich die Pollen auf Böden, Möbeln und Wohntextilien nieder und werden mit dem Hausstaub immer wieder aufgewirbelt. Regelmäßiges Putzen und Staubsaugen hilft dabei, die Pollenzahl und somit die Allergenbelastung deutlich zu begrenzen. Glatte Fußbodenbeläge und Teppiche lassen sich bequem mit dem Staubsauger reinigen. Herkömmliche Staubsauger sind für Allergiker allerdings weniger geeignet, da diese die angesaugte Luft und mit ihr feinste Staubpartikel über einen Filter wieder an die Raumluft abgeben. Ideal sind Systeme, sogenannte Zentralsauganlagen, bei denen die Abluft nach draußen geführt wird. Diese sind jedoch teuer und müssen in der Regel nachträglich in die Wohnung eingebaut werden. Eine gute Alternative sind Staubsauger, die mit HEPA-Filtern (High Efficiency Particulate Air) ausgestattet sind, oder noch besser Staubsaugersysteme mit Wasserfilter. Hier kommt der Schmutz nicht mehr in die Tüte! Die größte Gefahrenquelle für Allergiker und Allergikerinnen ist und bleibt das Wechseln des Staubsaugerbeutels bzw. das Entleeren des Staubbehälters, weil dabei Pollen und Staub aufgewirbelt werden. Bei Staubsaugern mit Wasserfilter gibt es diese Probleme nicht. Diese Geräte leiten die angesaugte Luft in ein Wasserbad, wo sie von Staubpartikeln weitgehend gereinigt und angefeuchtet wird. Dadurch sind Staub und Pollen im Wasser gebunden und können anschließend einfach mit dem Schmutzwasser entsorgt werden. Ein gutes Gerät ist einfach zu bedienen und zu reinigen, verfügt über einen waschbaren HEPA-13-Filter und benötigt nicht mehr als einen Liter Wasser. Als Ergänzung vor allem für die Reinigung glatter Bodenbeläge bieten sich Staubsauger mit Sprühdrucksystem an. Die feuchte Reinigung sorgt zusätzlich dafür, dass beim Saugen von Parkett oder Laminat nicht unnötig Staub aufwirbelt und der Boden gleichzeitig gründlich gereinigt wird. Um Menschen mit Allergien bei der Auswahl der für sie geeigneten Produkte zu unterstützen, spricht die DHA Empfehlungen aus, auch für Staubsauger.

USA
Mississippi: 19-Jährige vergewaltigt Hund

USA – US-Behörden haben neue Einzelheiten zu einem Fall in Mississippi bekannt gegeben, in dem eine 19-jährige Frau mehrfach Sex mit einem Hund gehabt haben soll. Denise Frazier wurde am Mittwoch verhaftet und wegen unnatürlichen Geschlechtsverkehrs angeklagt – schwere Grausamkeit gegenüber einem Tier. Bei ihrem ersten Erscheinen vor Gericht am Donnerstag setzte ein Richter die Kaution für Frazier auf 25.000 Dollar fest. Außerdem wurde ihr auferlegt, sich bis zum Ende ihres Prozesses von Tieren fernzuhalten. Wird Frazier für schuldig befunden, drohen ihr bis zu 10 Jahre Gefängnis.
Frazier wurde am Mittwoch verhaftet und wegen unnatürlichen Geschlechtsverkehrs – schwere Tierquälerei – angeklagt (Jones County Sheriff’s Department).
„Einer der verstörendsten Fälle, die ich je untersucht habe“, nennt Ermittler Sergeant J.D. Carter die Aktion der 19-Jährigen. „Ich würde nicht verstehen, was jemanden dazu bringt, so etwas zu tun“, so Carter weiter. Eines der Videos wurde offenbar auf dem Parkplatz der Freedom Baptist Kirche in Myrick gedreht, sagte Carter. Laut der eidesstattlichen Erklärung erhielt Jones County Sheriff’s Deputy Regina Newton am Dienstag Informationen über eine Frau, die Geschlechtsverkehr mit einem Hund hatte. Die sexuellen Handlungen wurden auf Snapchat-Videos festgehalten. Während der ersten Ermittlungen konnte Newton die 19-Jährige als die Verdächtige identifizieren, so der Bericht. Newton fand Frazier in einem Haus in Laurel. Die eidesstattliche Erklärung besagt, dass Frazier zugab, diejenige in dem Video zu sein, aber sie sagte, sie sei zur Teilnahme gezwungen worden. In der eidesstattlichen Erklärung heißt es weiter, dass Newton mehrere weitere Videos erhalten habe, die Frazier beim Geschlechtsverkehr mit einem Schäferhund zeigten. Als die Ermittler die Wohnung der Angeklagten betraten um sie zu befragen, befand sich auch der Hund in der Wohnung. Berichten zufolge gab Frazier bei ihrer Verhaftung zu, dass sie die Person in den Videos war, behauptete aber, dass sie dazu gezwungen wurde. Die Polizei sagte jedoch, dass es dafür keine Beweise gibt. Die Ermittler erklärten, dass ihre Ergebnisse sie zu der Annahme führen, dass Frazier „vorsätzlich, ungesetzlich und verbrecherisch Geschlechtsverkehr mit einem oder mehreren domestizierten Tieren hatte“. Die Hunde wurden in eine nahe gelegene tierärztliche Einrichtung gebracht, berichtet die New York Post.

Tourismus
Türkei: 7 Millionen russische Touristen erwartet

Istanbul – Ausgehend von den Buchungsstatistiken für das laufende Jahr erwartet die Türkei einen Anstieg der Zahl der Touristen aus Russland. In den ersten beiden Monaten des Jahres 2023 reisten bereits mehr als 500.000 Russen in die Türkei, was nach Angaben des türkischen Ministeriums für Tourismus und Kultur 13 Prozent aller ausländischen Touristenankünfte im Land ausmacht. „Es wird zwischen 1.150 und 1.200 Flüge pro Woche geben, von denen 750 von russischen Fluggesellschaften und 400 von türkischen Gesellschaften durchgeführt werden“, zitiert das Wirtschaftsportal Ekonomim Dmitry Gorin, Vizepräsident des russischen Verbandes der Reisebranche. Die wichtigsten Ziele der Flüge aus Russland werden Istanbul, Antalya, die Provinzen İzmir und die Urlaubsorte Bodrum und Dalaman sein. Ab Juni sollen pro Tag 171 Maschinen aus Russland in der Türkei landen. Eine positive Dynamik, so der Kultur- und Tourismusattaché der türkischen Botschaft in Russland, Ilker Özkan, werde unter anderem durch den Ausbau des touristischen Angebots für Russen ermöglicht. „Wir werden daran arbeiten, neue interessante Regionen der Türkei für Touristen zu erschließen, die bisher noch nicht von ihnen erkundet wurden. Ich spreche von den Regionen Mesopotamien, Kappadokien und Izmir. Es wird neue touristische Projekte geben, die den Russen helfen werden, die unbekannte Türkei für sich zu entdecken“, sagte Özkan gegenüber russischen Reportern in Moskau.

Ukraine-Krieg
Angst vor ukrainischer Offensive: Russen wollen sich ergeben

Kiew – Wegen der erwarteten ukrainischen Gegenoffensive steigt die Zahl russischen Soldaten in der Ukraine, die sich ergeben wollen, sprunghaft an. Allein m März haben sich mehr als 3.000 Soldaten beim ukrainischen Kapitulationsportal „Ich will Leben“ gemeldet, berichtet das Wirtschaftsmagazin Business Insider. Offenbar herrscht Angst unter den russischen Truppen vor der ukrainischen Gegenoffensive. Russen bieten der ukrainischen Kapitulations-Hotline Ausrüstung und schwere gepanzerte Fahrzeuge an, so ein Beamter. Die Ukraine nutze bereits gepanzerte Fahrzeuge, die von den sich ergebenden Russen übergeben wurden. Die Telefonhotline ist Teil des Projekts „Ich will leben“, das russischen Soldaten die Möglichkeit bietet, sich zu ergeben, anstatt zu kämpfen. Die Hotline teilt den Anrufern mit, dass sie nach den Bestimmungen der Genfer Konvention behandelt werden, die Mahlzeiten, Telefonate nach Hause und medizinische Versorgung garantiert. Die im vergangenen Jahr eingerichtete Hotline erhält nach eigenen Angaben Tausende von Anrufen pro Monat, wobei im März eine Rekordzahl von Anrufen einging. Im Oktober und Dezember 2022 verzeichneten die Betreiber der Hotline laut einem Bericht von The New Voice of Ukraine im Durchschnitt 1.400-1.500 Anfragen pro Monat. Im Januar-März 2023 stieg die Zahl auf 2.500. so Vitaliy Matwijenko, ein Sprecher der Hotline. Matwijenko sagte, dass von allen Seiten der Frontlinie Aufrufe zur Übergabe von Kämpfern und Ausrüstung kommen. Wie ukrainische Beamte im März mitteilten, haben insgesamt 9.836 Soldaten aus Russland und den vorübergehend besetzten Gebieten der Ukraine bei dem Zentrum einen Antrag gestellt. Matwijenko fügte hinzu, dass „interessante“ russische schwere gepanzerte Fahrzeuge bereits von ukrainischen Soldaten auf dem Schlachtfeld eingesetzt werden.

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Türkei-Wahlen
Türkei: Opposition tritt mit zwei Parteien zu den Wahlen an

Ankara – Der größte Oppositionsblock der Türkei, die Nationale Allianz, wird unter der Führung der CHP und der İYİ-Partei zu den Wahlen antreten. Dementsprechend werden die anderen vier Parteien Stellvertreterkandidaten von der CHP-Liste aufstellen. Der aus sechs Parteien bestehende größte Oppositionsblock der Türkei, die Nationale Allianz, wird bei den Parlamentswahlen am 14. Mai auf den Listen der Republikanischen Volkspartei (CHP) und der İYİ Partei antreten. Die anderen vier Parteien, die Saadet Partisi, die Demokrat Partisi, DEVA und die Gelecek Partisi, werden ihre Stellvertreterkandidaten auf der Liste der oppositionellen CHP nominieren. Die Parteien reichten das neue Protokoll am 7. April beim Obersten Wahlrat (YSK) ein. Die Frist für die Einreichung der Namen der Stellvertreterkandidaten beim YSK endet am 9. April. Der stellvertretende CHP-Vorsitzende Muharrem Erkek sagte vor dem YSK: „Wir haben heute ein Zusatzprotokoll für das Wahlbündnis eingereicht. Die CHP und die İYİ Partei werden mit ihren eigenen Logos an den Wahlen teilnehmen. Die anderen vier Parteien werden über die CHP-Liste an den Wahlen teilnehmen.“ Am 14. Mai finden in der Türkei Parlaments- und Präsidentschaftswahlen statt. Ein Großteil der Opposition hat sich zu einem Sechser-Bündnis formiert, das von der CHP angeführt wird. Der amtierende Präsident Recep Tayyip Erdoğan tritt mit seiner islamisch-konservativen AKP im Bündnis mit der nationalistischen MHP und der kleinen BBP an.

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Kampf gegen Terror
Sulaymaniyah-Angriff: Irak fordert Entschuldigung der Türkei

Bagdad – Ein hochrangiger kurdischer Militärführer wurde Berichten zufolge am Freitag in der nordirakischen Stadt Sulaymaniyah Opfer eines Drohnenangriffs, für den irakische und kurdische Beamte die Türkei verantwortlich machten. Die irakische Regierung hat die Türkei am Samstag aufgefordert, sich für den Angriff auf den Flughafen von Sulaymaniyah zu entschuldigen und die Feindseligkeiten auf irakischem Boden einzustellen. Die irakische Präsidentschaft erklärte in einer Erklärung, dass die Türkei keine rechtliche Rechtfertigung habe, „Zivilisten unter dem Vorwand einzuschüchtern, dass sich feindliche Kräfte auf irakischem Boden befinden“. „In diesem Zusammenhang fordern wir die türkische Regierung auf, die Verantwortung zu übernehmen und sich offiziell zu entschuldigen“, hieß es. Lawk Ghafuri, Leiter der Abteilung für auswärtige Medienangelegenheiten der kurdischen Regionalregierung (KRG), erklärte, dass am Freitag ein Drohnenangriff in der Nähe des Flughafens von Sulaymaniyah stattgefunden habe, der jedoch weder Schäden noch Verspätungen oder Flugausfälle verursacht habe. PKK-nahen Medien zufolge war das Ziel ein Konvoi, in dem sich Mazloum Abdi, der Kommandeur der Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) – ein Ableger der Terrorganisation PKK in Syrien – und drei US-Militärangehörige befanden. Abdi machte am Samstag Ankara für den Angriff verantwortlich, wollte aber nicht bestätigen, dass er in dem angegriffenen Konvoi war. „Wir verurteilen den Beschuss des Flughafens von Sulaymaniyah durch die Türkei aufs Schärfste“, sagte er als Antwort auf einen Tweet von Bafel Talabani, dem Vorsitzenden der in Sulaymaniyah-regierenden PKK-nahen Patriotischen Union Kurdistans (PUK). Ein Sprecher des türkischen Verteidigungsministeriums sagte der Nachrichtenagentur Reuters, dass am Freitag kein Einsatz der türkischen Streitkräfte in dieser Region stattgefunden habe. „Die türkischen Streitkräfte haben nichts dergleichen unternommen“, sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums gegenüber der Nachrichtenagentur AFP. Der Sprecher des US-Verteidigungsministeriums, Philip Ventura, teilte der kurdischen Nachrichenagentur Rudaw in einer E-Mail am frühen Samstag mit, dass ein amerikanischer Konvoi in der Stadt Sulaymaniyah angegriffen worden sei. „Wir können bestätigen, dass am Freitag ein Konvoi in Sulaymaniyah angegriffen wurde, an dem auch US-Militärpersonal beteiligt war. Glücklicherweise können wir auch bestätigen, dass es keine Verletzten gab“, sagte Ventura und fügte hinzu, dass eine Untersuchung im Gange sei. Er erwähnte Abdi nicht und äußerte sich auch nicht dazu, wer den Anschlag verübt hat. Dem Wall Street Journal zufolge haben einige westliche Beamte erklärt, sie vermuteten Ankara hinter dem Angriff. Die Peschmerga, die Streitkräfte der kurdischen Autonomieregion des Irak, warf der PKK-nahen PUK eine Provokation der Türkei vor. Die PUK versuche den Nordirak in einen Konflikt zu stürzen, in dem sie in Sulaymaniyah einen Brückenkopf für die terroristische PKK zulässt und somit Ziel der Kandil-Operation der türkischen Armee gegen die PKK werden könnte. Aber ich würde den Satz kurz umstellen Die Stadt Sulaymaniyah ist in den letzten Wochen ins Rampenlicht gerückt, nachdem zwischen Irak und Syrien ein offensichtlicher Luftkorridor entdeckt wurde, über den laut Ankara hochrangige Extremisten der PKK transportiert worden seien. Das türkische Außenministerium teilte letzte Woche mit, dass die Flüge der Turkish Airlines nach Sulaymaniyah bis zum 3. Juli ausgesetzt würden. Es begründete die Entscheidung mit der „Intensivierung“ der Aktivitäten der PKK in Sulaymaniyah und ihrem Eindringen in den Flughafen, was die Flugsicherheit bedrohe. Wie Middle Eat Eye unter Berufung auf Türkischen Quellen berichtet, glaubt Ankara, dass engere Verbindungen zwischen den von den USA unterstützten SDF und der PKK angesichts der fragilen Sicherheitslage an der syrisch-irakischen Grenze deutlicher geworden sind.

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Türkei
Erdogan empfängt russischen Außenminister Lawrow

Ankara – Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan hat am Freitag den russischen Außenminister Sergej Lawrow zu Gesprächen in der Hauptstadt Ankara empfangen. Erdoğan und Lawrow trafen sich hinter verschlossenen Türen im Präsidialkomplex, wie die türkische Kommunikationsdirektion mitteilte. Zuvor waren Lawrow und sein türkischer Amtskollege Mevlut Çavuşoğlu zu Gesprächen über die bilateralen Beziehungen sowie regionale und internationale Fragen zusammengekommen. Auf einer gemeinsamen Pressekonferenz erklärten die beiden Minister, dass regionale Themen, der Krieg in der Ukraine, der vierseitige Gipfel zur Syrienkrise, die Annäherung zwischen Ankara und Damaskus sowie der Frieden zwischen Aserbaidschan und Armenien im Mittelpunkt ihrer Gespräche standen. Çavuşoğlu bekräftigte die Hoffnung der Türkei auf eine Beendigung des Krieges auf dem Verhandlungsweg und ihre Entschlossenheit, Frieden zwischen den Konfliktparteien zu vermitteln, während Lawrow sagte, man wolle, dass sich alle Friedensgespräche in der Ukraine auf die Schaffung einer „neuen Weltordnung“ konzentrieren, und betonte, dass „jede Verhandlung auf der Berücksichtigung russischer Interessen und russischer Anliegen basieren muss“. Çavuşoğlu dankte Russland auch für die schnelle Hilfe nach den Erdbeben vom 6. Februar, die im Südosten der Türkei Tausende von Menschenleben gefordert hatten. Lawrow ist der ranghöchste russische Beamte, der Türkiye seit den Erdbeben besucht hat. Die Beziehungen zwischen der Türkei und Russland sind von Nordafrika über den Nahen Osten bis hin zum Kaukasus in einer Mischung aus Rivalität und Zusammenarbeit miteinander verflochten. Die beiden Länder haben auch eine sich vertiefende Partnerschaft im Energiebereich.

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China
7.000 Tote: Muslimische Uiguren gedenken an Baren-Massaker

Es war der 5. April 1990, als Tausende Uiguren in der Ortschaft Baren (Autonome chinesische Provinz Xinjiang) gegen die damalige Ein-Kind-Politik und die Ansiedlung von Han-Chinesen auf die Straße gingen. Bereits zuvor hatte die Volksgruppe der Uiguren von der chinesischen Zentralregierung in Peking eine Beendigung der rigorosen Familienpolitik und den Stopp des Zuzugs von Chinesen aus anderen Landesteilen gefordert.

Die chinesische Armee setzte schwere Waffen gegen Demonstranten ein

Die chinesische Regierung schickte die Armee, die den Protest mit Gewalt gegen die Demonstranten beenden sollte. Schwer bewaffnete Soldaten feuerten wahllos auf unbewaffnete Dorfbewohner, die friedlich gegen die Politik der chinesischen Regierung demonstriert hatten. Nach uigurischen Angaben wurden Tausende Uiguren durch den Einsatz des chinesischen Militärs getötet oder verwundet, über 7.600 Demonstranten festgenommen, vor Gericht gestellt und zu langjährige Haftstrafen verurteilt. Zahlreiche Versammlungsteilnehmer sollen beim Gerichtsprozess zu Todesstrafen verurteilt worden sein.

„Kampf der uigurischen Bauern gegen kulturelle und ethnische Unterdrückung“

Der Vorsitzende des Zentrums für Uigurische Studien (CUS), İlşat-Hasan Kökböre, erklärte in einer Pressemitteilung anlässlich des 33. Jahrestags des Massakers von Baren:

„Das Massaker von Baren ist eine eindringliche Erinnerung an den mutigen Kampf der uigurischen Bauern gegen die kulturelle und ethnische Unterdrückung durch das chinesische Regime. Die Opfer, die diese tapferen Märtyrer gebracht haben, zeugen von ihrem unnachgiebigen Engagement für die Verteidigung ihres Patriotismus, ihrer Würde und ihres Rechts auf Gleichheit. Wenn wir heute des Massakers von Baren gedenken, ehren wir ihr Vermächtnis, indem wir den Marsch für Freiheit und Gerechtigkeit fortsetzen und gemeinsam gegen den anhaltenden Völkermord an den Uiguren kämpfen.“

Bei den Uiguren handelt es sich um eine turksprachige muslimische Minderheit, die überwiegend in der autonomen Region Xinjiang auf dem Territorium der Volksrepublik China lebt. Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International wirft China schwere Menschenrechtsverletzungen gegenüber den Uiguren vor und beschuldigt die chinesischen Behörden seit 1980er-Jahren, diese systematisch zu verfolgen. Mitglieder dieser Volksgruppe würden aufgrund ihrer Herkunft und muslimischen Religion willkürlich festgenommen und inhaftiert sowie in Internierungslager gesteckt.

In der Haft hätten diese Menschen keinen „Kontakt zur Außenwelt“ und seien „starken Einschränkungen ihrer Religionsfreiheit sowie ihrer sozialen und kulturellen Rechte“ ausgesetzt. Alljährlich gedenken Uiguren weltweit an das Baren-Massaker vom 5. April 1990. In der türkischen und aserbaidschanischen Geschichtswissenschaft hat sich der Terminus technicus Mezalim für massenhafte Gewaltverbrechen an der muslimischen Zivilbevölkerung etabliert.

Erschienen auf FEM

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– China – Uiguren-Verfolgung: Mesut Özil verurteilt muslimische Medien und Staaten für ihr Schweigen

Der ehemalige deutsche Nationalspieler Mesut Özil hat in einem Tweet muslimische Medien und Staaten für ihr Schweigen zur Unterdrückung und Verfolgung der muslimischen Minderheit der Uiguren in China scharf verurteilt.

Uiguren-Verfolgung: Mesut Özil verurteilt muslimische Medien und Staaten für ihr Schweigen

Türkei-Wahlen
Türkei: Oppositionspolitiker verspricht visafreies Reisen nach Europa

Istanbul – Der gemeinsame Präsidentschaftskandidat des Oppositionsbündnisses der „Allianz der Nation, Kemal Kılıçdaroğlu, erklärte in einem TV-Interview, dass Türken kein Schengen-Visum für die Einreise in die EU benötigen würden, wenn die Opposition bei den nächsten Wahlen an die Macht käme. „Wir werden die Präsidentschaft gewinnen. Wir werden an die Macht kommen. Wir werden [das Land] in einem Jahr endlich atmen lassen. Wir werden die Visaprobleme in drei Monaten lösen. Sie werden ohne Visum nach Europa reisen. Wir werden die Visumspflicht abschaffen“, so der Chef der größten Oppositionsparte, der CHP, in einem Interview mit dem Nachrichensender Habertürk. „Wir werden die Demokratie in dieses Land bringen. Wenn man die Gedankenfreiheit einschränkt, wird man kein Visum erteilen. Wir werden sagen, dass jeder frei Kritik üben kann. Ich sage den jungen Leuten: Macht euch keine Sorgen, ihr werdet mich am leichtesten kritisieren können. Wenn sich diese Struktur ändert, wird nicht nur Europa, sondern die ganze Welt anders auf uns schauen“, erklärte Kılıçdaroğlu weiter. Am 14. Mai finden in der Türkei Parlaments- und Präsidentschaftswahlen statt. Ein Großteil der Opposition hat sich zu einem Sechser-Bündnis formiert, das von der CHP angeführt wird. Neben der CHP und der nationalkonservativen Iyi-Partei gehören vier kleinere Parteien zum Sechser-Bündnis, darunter auch die Gelecek Partisi (Zukunftspartei) des ehemalige Weggefährten Erdogans und Ex-Ministerpräsidenten Ahmet Davutoğlu. Der amtierende Präsident Recep Tayyip Erdoğan tritt mit seiner islamisch-konservativen AKP im Bündnis mit der nationalistischen MHP und der kleinen BBP an  

Medizin
AC-Gelenk: Arthrose im Schultereckgelenk

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Das AC-Gelenk (Akromioklavikulargelenk) ist die gelenkige Verbindung zwischen dem oberen Ende des Schulterblattes, dem sogenannten Schulterdach (Akromion), und dem äußeren Ende des Schlüsselbeins (Klavikula). Man spricht auch vom Schultereckgelenk. Die Verletzung des AC-Gelenks ist eine typische Sportverletzung. Bei der AC-Gelenkarthrose (Schultergelenkarthrose) handelt es sich um eine degenerative Erkrankung des Akromioklavikulargelenks (AC-Gelenk), das sich zwischen dem Schlüsselbein und dem Schulterblatt befindet. Es tritt auf, wenn der Knorpel im Gelenk abgenutzt ist und sich Knochensporne bilden. Eine Arthrose verläuft schleichend. Anfangs sind Betroffene noch schmerzfrei, erst im weiteren Verlauf treten Schmerzen bei Belastung oder beim Liegen auf der Schulter auf. Eine Arthrose im AC-Gelenk ist oft das Ergebnis von Alterung oder Überbeanspruchung und führt typischerweise zu Schmerzen im Bereich des Schultergelenks, insbesondere bei Bewegung oder Belastung. Dies kann zu Schmerzen, Steifheit und Schwellungen im Bereich des Schultergürtels führen. Eine AC-Gelenk Arthrose kann nicht vollständig geheilt werden, aber ihre Symptome können durch eine Kombination aus konservativen (nicht-chirurgischen) und chirurgischen Behandlungen gelindert werden. Zu den Behandlungsmöglichkeiten gehören konservative Maßnahmen wie Physiotherapie, Schmerzmedikation, Kälte- oder Wärmeanwendungen sowie Injektionen von Cortison oder Hyaluronsäure. Kann durch konservative Maßnahmen keine Besserung der Beschwerden erreicht werden oder handelt es sich um eine posttraumatische ACG-Arthrose mit verbleibender Instabilität des Gelenks, wird der behandelnde Arzt eine Operation erwägen. Dabei wird das äußere Ende des Schlüsselbeins arthroskopisch mit einer kleinen Fräse um etwa 5 mm gekürzt und der entzündete Schleimbeutel unterhalb des Schulterdachs entfernt. Dadurch vergrößert sich der Abstand zwischen Schlüsselbein und Schulterdach. Auch knöcherne Anhaftungen (Osteophyten), die auf die Rotatorenmanschette drücken, werden entfernt. Wichtig ist, dass der Bandapparat, der das Schlüsselbein an Schulterblatt und Schulterdach fixiert, geschont wird, da es sonst zu einer Instabilität des Schultergelenks kommt. Eine AC-Gelenk Arthrose kann durch verschiedene Faktoren verursacht werden, darunter Überbeanspruchung, Verletzungen, altersbedingter Verschleiß oder Arthritis. Es tritt häufiger bei älteren Menschen auf, kann aber auch bei jüngeren Menschen auftreten, insbesondere bei Sportlern, die regelmäßig Überkopfbewegungen ausführen, wie z.B. Gewichtheber oder Tennis- und Volleyballspieler. Auch Personen, die bereits eine Verletzung des Schultereckgelenks erlitten haben, haben ein erhöhtes Risiko.