Ukraine-Krieg
Angst vor ukrainischer Offensive: Russen wollen sich ergeben

Wegen der erwarteten ukrainischen Gegenoffensive steigt die Zahl russischen Soldaten in der Ukraine, die sich ergeben wollen, sprunghaft an.

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Kiew – Wegen der erwarteten ukrainischen Gegenoffensive steigt die Zahl russischen Soldaten in der Ukraine, die sich ergeben wollen, sprunghaft an.

Allein m März haben sich mehr als 3.000 Soldaten beim ukrainischen Kapitulationsportal „Ich will Leben“ gemeldet, berichtet das Wirtschaftsmagazin Business Insider. Offenbar herrscht Angst unter den russischen Truppen vor der ukrainischen Gegenoffensive. Russen bieten der ukrainischen Kapitulations-Hotline Ausrüstung und schwere gepanzerte Fahrzeuge an, so ein Beamter. Die Ukraine nutze bereits gepanzerte Fahrzeuge, die von den sich ergebenden Russen übergeben wurden.

Die Telefonhotline ist Teil des Projekts „Ich will leben“, das russischen Soldaten die Möglichkeit bietet, sich zu ergeben, anstatt zu kämpfen. Die Hotline teilt den Anrufern mit, dass sie nach den Bestimmungen der Genfer Konvention behandelt werden, die Mahlzeiten, Telefonate nach Hause und medizinische Versorgung garantiert. Die im vergangenen Jahr eingerichtete Hotline erhält nach eigenen Angaben Tausende von Anrufen pro Monat, wobei im März eine Rekordzahl von Anrufen einging.

Im Oktober und Dezember 2022 verzeichneten die Betreiber der Hotline laut einem Bericht von The New Voice of Ukraine im Durchschnitt 1.400-1.500 Anfragen pro Monat. Im Januar-März 2023 stieg die Zahl auf 2.500. so Vitaliy Matwijenko, ein Sprecher der Hotline. Matwijenko sagte, dass von allen Seiten der Frontlinie Aufrufe zur Übergabe von Kämpfern und Ausrüstung kommen.

Wie ukrainische Beamte im März mitteilten, haben insgesamt 9.836 Soldaten aus Russland und den vorübergehend besetzten Gebieten der Ukraine bei dem Zentrum einen Antrag gestellt.

Matwijenko fügte hinzu, dass „interessante“ russische schwere gepanzerte Fahrzeuge bereits von ukrainischen Soldaten auf dem Schlachtfeld eingesetzt werden.

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