Brüssel
Griechenland und Türkei führen Normalisierungsgespräche

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Brüssel – Deutschland war Gastgeber eines geheimen Treffens in Brüssel, bei dem hochrangige außenpolitische Berater der Staats- und Regierungschefs Griechenlands und der Türkei über die Normalisierung der bilateralen Beziehungen diskutierten, die seit Jahren von ständigen Spannungen geprägt sind. An dem Treffen nahmen der türkische Präsidentensprecher Ibrahim Kalin, der außen- und sicherheitspolitische Berater des Bundeskanzleramtes, Jens Ploetner, und die Leiterin des diplomatischen Büros des griechischen Ministerpräsidenten, Anna-Maria Bura, teil, berichtet die Nachrichtenagentur Anadolu. Das Treffen fand in der deutschen Vertretung bei der Europäischen Union statt, ohne dass es Vorbedingungen auf beiden Seiten gab, berichtet die griechische Tagezeitung Kathemerini. Weitere Informationen über das Treffen wurden nicht veröffentlicht. Die NATO-Mitglieder Türkei und Griechenland sind seit Jahrzehnten zerstritten, und es bestand mehrfach die Gefahr eines bewaffneten Konflikts. Zu den strittigen Fragen gehören konkurrierende Gebietsansprüche im östlichen Mittelmeer, insbesondere in der Region der Ägäis, die griechisch-türkische Teilung Zyperns und die Abgrenzung der Seegrenzen. Die Türkei hat Griechenland wiederholt vorgeworfen, unter Verstoß gegen den Vertrag von Lausanne aus dem Jahr 1923 Waffen auf den Inseln der Ägäis zu stationieren. Laut der Türkei habe Griechenland nach den 2 Weltkriegen die Hoheitsrechte über bestimmte Inseln nur unter der Bedingung erhalten, dass auf ihnen kein Militär stationiert werde.

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Freizeit
Feste planen – darauf sollte unbedingt geachtet werden

Steht ein größeres Ereignis an, ist die Planung der Feierlichkeiten besonders wichtig, um einen reibungslosen Ablauf zu garantieren. Organisation und Planung ist alles, wenn es darum geht, ein von Erfolg gekröntes Fest zu feiern. Das fängt bereits mit der Wahl der passenden Location an und endet zumeist mit einer kleinen Aufmerksamkeit wie mit Dankeskarten an die Gäste. Damit am Ende des Tages auch wirklich nichts schiefgeht, haben wir in diesem Artikel einige Tipps und Tricks zusammengefasst. Egal, ob Catering, Einladungen oder Location, wir haben an alle notwendigen Schritte gedacht!

Der schönste Fleck für das Event – die passende Location

Um die passende Location zu finden, ist es zuerst wesentlich zu wissen, wie viele Leute an der Feier teilnehmen werden. Falls die Feier im kleinen Kreis, sprich mit circa 10 Personen, stattfinden soll, ist es möglich, dass die eigene Wohnung oder das eigene Haus in Betracht kommen. Etwas andere Umstände haben wir hingegen bei einer Hochzeit. Manche Paare träumen von einer Hochzeit im engsten Familienkreis, während andere Paare sich für eine groß angelegte Feier mit allen Freunden und Bekannten entscheiden. Für Letztere ist es wichtig, einen geeigneten Ort für die Hochzeit zu finden. Ob renovierter Stall oder klassisches Restaurant – die perfekte Location macht die Hochzeit erst so richtig unvergesslich. Wer eine Location mieten möchte, sollte sich am besten früh darum kümmern, um enttäuschende Überraschungen zu vermeiden.

Einladungen: Freude und Glück teilen

Einladungen sollten zum passenden Zeitpunkt verschickt werden, um die Gäste auf die Feier vorzubereiten. Hochzeitseinladungen werden in der Regel ein halbes Jahr im Voraus versandt, während bei Einladungskarten zum Geburtstag meist 4 bis 5 Wochen vor der Party ausreicht. Kreative Köpfe können ihrer Fantasie freien Lauf lassen und diese selbst gestalten. Für weniger kreative Menschen oder die, die unter Zeitdruck stehen, eignen sich Einladungen zum Geburtstag oder anderen Festlichkeiten, die einfach online gestaltet und dann verschickt werden können, besser. Die Angabe des Datums, der Uhrzeit und des Ortes der Feier sowie ein Hinweis darauf, bis wann der Gast spätestens zusagen sollte, sind wichtige Informationen, die in einer Einladung nicht fehlen dürfen. Dringend beachten! Um ein Essen zu wählen, das für alle Gäste gleichermaßen geeignet ist, sollte der Gast rechtzeitig nach Erhalt der Einladung angeben, sofern er sich vegetarisch oder vegan ernährt.

Das Catering – Die Freude der Gäste bei jedem Bissen!

Wer nicht gern selbst den Kochlöffeln schwingt oder einfach einen zu großen Andrang an Gästen erwartet, sollte auf einen Catering-Service zurückgreifen. Bei diesem wird das Essen für eine Veranstaltung im Voraus bestellt und zubereitet. Dies kann in einem Restaurant oder Café erfolgen, aber auch externe Dienstleister bieten diesen Service an. Bei der Auswahl des Catering-Services sollte man darauf achten, dass das Menü Ihren Wünschen entspricht und falls notwendig auch vegetarische und vegane Optionen angeboten werden. Widmen wir uns den Getränken! Die beste Methode, um die Kosten für Getränke bei einer Party zu senken, ist es, diese Leasing-Methode zu nutzen. Der Verkäufer, oftmals ein Getränkemarkt, stellt hier verschiedene Sortimente unterschiedlicher alkoholischer und nicht alkoholischer Getränke bereit, die mit einer Kaution gemietet werden können. Nach der Feier wird dann abgerechnet. So bleibt nichts übrig.

Ein Unterhaltungsprogramm, welches keine Wünsche offenlässt

Vor allem bei großen Feierlichkeiten sollte für ausreichend Unterhaltung gesorgt werden. Neben dem DJ, der die Gäste dazu bewegt, die Hüften zu schwingen, können auch Tänzer oder Magier arrangiert werden, um die Maße mit fließenden Bewegungen und eindrucksvollen Kunststücken zu verzaubern. Besonders beliebt sind heutzutage auf großen Feiern auch speziell konstruierte Fotoboxen, welche sich mit Datum und Anlass verzieren lassen. So hat jeder Gast ein tolles Andenken an die Party und kann beim Gedanken schweifen noch oft daran zurückdenken.

Fazit – reibungsloser Ablauf des Festes dank perfekter Planung garantiert!

Die gute Organisation sorgt beim Ablauf des Festes natürlich für einen reibungslosen Verlauf. Egal, ob hier live Unterhaltung durch DJ oder Band stattfindet oder der Gastgeber selbst für Musik sorgt, das gemütliche Zusammensein endet dann perfekt, wenn es noch eine kleine Aufmerksamkeit in Form einer Dankeskarte vom Gastgeber gibt.

Türkei
Istanbul: Imamoğlu kündigt 2 neue U-Bahn-Linien an

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Istanbul – Der Oberbürgermeister der türkischen Millionenmetropole Istanbul hat am Samstag die Inbetriebnahme von zwei neuen U-Bahn-Linien angekündigt. Anfang kommenden Jahres sollen die U-Bahn-Linien Yıldız-Fulya-Mecidiyeköy und Dudullu-Bostancı in Betrieb genommen werden. 

Oberbürgermeister Ekrem İmamoğlu (CHP) nahm am Sonntag an der Testfahrt der Linie Yıldız-Fulya-Mecidiyeköy teil, die die Stadtteile Beşiktaş und Şişli unterirdisch verbinden wird. Der Bürgermeister von Beşiktaş, Rıza Akpolat, und der Bürgermeister von Şişli, Muammer Keskin, begleiteten İmamoğlu bei der Linieninspektion durch die von ihnen verwalteten Bezirke. Bei seiner Rede betonte İmamoğlu, dass mit der neuen Linie die bisherige Fahrzeit für diese Strecke von 30-40 Minuten auf wenige Minuten fallen werde.

Die Metro Istanbul (türkisch İstanbul metrosu) ist das U-Bahn-System der türkischen 15-Millionen-Stadt Istanbul. Es wurde 1989 eröffnet und besteht aus den Linien M1A, M1B, M2, M3, M4, M5, M6, M7 und M9. Das von der städtischen Nahverkehrsgesellschaft İstanbul Ulaşım betriebene U-Bahn-Netz befindet sich im Ausbau und umfasst derzeit 101 Stationen, 72 davon auf der europäischen Seite der Stadt und hat eine Streckenlänge von 135,4 km (Stand: Juni 2021). Die Metro gehört neben der Marmaray, der Stadtbahn, der Tram, dem Metrobus und dem Stadtbus- sowie Fährliniennetz zum Rückgrat des öffentlichen Personennahverkehrs der Großstadt.

Tourismus
Türkei: Dieses Jahr bereits fast 1 Million Kreuzfahrttouristen

Istanbul – Türkische Kreuzfahrthäfen erfreuen sich zunehmender Beliebtheit. Insgesamt 975 Kreuzfahrtschiffe haben zwischen Januar und November dieses Jahres die Häfen der Türkei angelaufen, wie aus Daten des Verkehrsministeriums hervorgeht. Diese Kreuzfahrtschiffe brachten rund 997.000 Urlauber. Im gleichen Zeitraum des Jahres 2021 legten nur 75 Kreuzfahrtschiffe mit 45.000 Passagieren an Bord in den Häfen der Türkei an, berichtet Hürriyet Daily News. Der Bezirk Kuşadası in der Provinz Aydın an der Ägäisküste war das wichtigste Ziel für Kreuzfahrtschiffe. In den ersten elf Monaten des Jahres 2022 empfing Kuşadasi 455 Kreuzfahrtschiffe und 488.000 Besucher. Der Kreuzfahrttourismus in Kuşadası begann in den 1960er Jahren und entwickelte sich zu einem wichtigen Wirtschaftsfaktor für die Stadt. „Der Kreuzfahrttourismus bringt dem Kuşadası-Hafen jährlich rund 200 Millionen Dollar an Einnahmen. Die Ausgaben eines Kreuzfahrtpassagiers auf der Durchreise belaufen sich im Weltdurchschnitt auf 115 Dollar, aber diese Zahl wird für Kuşadası, das auch ein ‚Einkaufsparadies‘ ist, auf etwa 200 Dollar geschätzt“, so Aziz Güngör, Regionaldirektor der Global Ports Holding East Med Ports. An zweiter Stelle lag Istanbul mit 117 Schiffen und 248.000 Passagieren, gefolgt von Bodrum mit 98 Schiffen und 96.000 Besuchern. Die steigende Popularität der Türkei hat sich über mehrere Jahre hinweg entwickelt. Kreuzfahrtschiffe kommen seit vielen Jahren in die Türkei, wobei Kuşadası und Bodrum zu festen Anlaufhäfen auf den Routen geworden sind. Die Hauptstadt Istanbul hat in den letzten Jahren einen erheblichen Aufschwung erlebt. Derzeit ist sie neben Piräus in Griechenland einer der beliebtesten Einschiffungshäfen für Kreuzfahrtschiffe im östlichen Mittelmeer. Galataport Anfang dieses Jahres wurde in Istanbul ein neuer Kreuzfahrthafen eingeweiht, in dem es sogar ein beliebtes Restaurant des weltberühmten Instagram-Starkochs Nusret Gökce, besser bekannt als Salt Bae, gibt. Der Kreuzfahrthafen Galaport verfügt über ein 29.000 Quadratmeter großes unterirdisches Terminal und bietet Platz für drei Schiffe mit 15.000 Kreuzfahrtpassagieren pro Tag. Von Istanbul aus können Kreuzfahrtschiffe das Schwarze Meer und das Mittelmeer ansteuern.    

Energiepolitik
Aserbaidschan unterzeichnet Energieabkommen mit EU-Ländern

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Bukarest – Die Staats- und Regierungschefs Aserbaidschans, Georgiens, Ungarns und Rumäniens haben am Samstag in Bukarest ein Abkommen über den Bau eines Unterwasserkabels unter dem Schwarzen Meer unterzeichnet. Das fast 1.200 Kilometer lange Kabel von Aserbaidschan nach Rumänien wird aserbaidschanische Energie für den Rest des Kontinents liefern. Das Projekt könnte zu einer neuen Energiequelle für die Europäische Union werden, die ihre Abhängigkeit von russischer Energie verringern will. Sie wird auch den Moldawiern und Ukrainern zugute kommen, die ihre Energiesicherheit durch Russlands Lieferunterbrechungen und die Bombardierung wichtiger Infrastrukturen gefährdet sehen. „Angesichts des aktuellen Sicherheitskontextes, der durch die militärische Aggression gegen die Ukraine geprägt ist, müssen wir besser zusammenarbeiten und mehr Solidarität zeigen, um gemeinsame Herausforderungen zu bewältigen“, sagte der rumänische Präsident Klaus Iohannis auf dem Treffen, an dem auch die Präsidentin der Europäischen Kommission Ursula von der Leyen teilnahm. „Unsere Zusammenarbeit im Energiebereich ist eine Reaktion auf einen strategischen Anstoß. Sie wird unsere Widerstandsfähigkeit im Energiebereich erhöhen und die Diversifizierung der Versorgungs- und Transportwege sicherstellen. Sie ist angesichts der steigenden Energienachfrage in Europa marktgesteuert“, sagte Iohannis weiter. „Seit Beginn des russischen Krieges haben wir beschlossen, uns von den russischen fossilen Brennstoffen zu verabschieden und unsere Optionen auf verlässliche Partner im Energiebereich, wie die an diesem Tisch Anwesenden, zu erweitern. Und das funktioniert“, sagte Ursula von der Leyen. Von der Leyen fügte hinzu, dass das Projekt „Georgien, einem Land mit europäischem Schicksal, erhebliche Vorteile bringen könnte“. „Es könnte das Land zu einem Stromdrehkreuz machen und es in den EU-Strommarkt integrieren“, sagte sie. „Das Kabel unter dem Schwarzen Meer könnte Strom zu unseren Nachbarn in Moldawien und auf dem Westbalkan und natürlich in die Ukraine leiten.“ Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orban, der von allen EU-Staats- und Regierungschefs die besten Beziehungen zum russischen Präsidenten Wladimir Putin unterhält, lobte das Projekt und stellte fest, dass „die Zeiten der billigen Rohstoffimporte aus Russland vorbei sind“. „Wir wollen Wirtschaftswachstum und Sicherheit“, sagte Orban. „Wir sind hier zusammen, weil wir uns darauf geeinigt haben, neue Energiequellen für Europa zu erschließen“. Auch der aserbaidschanische Präsident Ilham Aliyev begrüßte die Initiative als „eine neue ‚Brücke‘ von Aserbaidschan nach Europa“.    

Rentenpolitik
Ökonom kritisiert Rentenpolitik der SPD

Osnabrück – Renten-Ökonom Bernd Raffelhüschen hat die SPD-Rentenpolitik aufs Schärfste kritisiert und fordert die sofortige Abschaffung aller Anreize zur Frühverrentung. Zwar werde aus der Rente mit 63 die Rente mit 65, „aber das frühere Ausscheiden mit geringen Abschlägen bleibt möglich, und das heißt, es wird noch viel zu viele vorgezogene Ruheständler geben“, sagte der Freiburger Professor im Interview mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (NOZ). De facto liege das Eintrittsalter zwischen 62 und 63 Jahren. „Deswegen: Die Regelung muss weg, sie hätte nie in Kraft treten dürfen.“ Seit 15 Jahren kämpfe die SPD nur dafür, dass die Menschen kürzer arbeiteten, kritisierte Raffelhüschen. „Sie hat die abschlagsfreie Rente mit 63 eingeführt, eine stetige Anhebung der Renten garantiert und die Hinzuverdienstmöglichkeiten für Nicht-Rentenversicherte angehoben. Das alles geht komplett in die falsche Richtung, und das hat Kanzler Olaf Scholz nun begriffen“, sagte er mit Blick auf Scholz‘ Äußerungen, mehr Menschen müssten bis zum regulären Renteneintrittsalter arbeiten können. Dass sie dies nicht täten, liege nicht an den Arbeitgebern. „Heute ist jeder Arbeitgeber froh, wenn er seine Mitarbeiter halten kann, so lange es geht“, sagte der Ökonom. Die „bizarren Ausnahmen“ der von Franz Müntefering eingeführten Rente mit 67 hätten den dramatischen Fachkräftemangel noch verschärft. Auch körperliche Überforderung sei kein relevantes Problem. „Das Gerede von Abertausenden Dachdeckern, die nicht mehr aufs Dach können, das ist völlig übertrieben. Der Anteil derer, die am Ende ihrer Kräfte sind und für die es in den Betrieben keine angemessenen Jobs mehr gibt, ist so klein, dass er bei der Sicherung des Systems nicht ins Gewicht fällt“, führte Raffelhüschen aus. Das Vorhaben von Arbeits- und Sozialminister Hubertus Heil, das Rentenniveau zu stabilisieren, bezeichnete der Wissenschaftler als „völlig falschen Schritt“. Wörtlich ergänzte er: „Hubertus Heil war das größte Unheil für die Rentenversicherung, das wir erlebt haben.“ Die Renten an die Lohnentwicklung zu koppeln sei „absurd“. Stattdessen müssten die Bezüge für die Babyboomer gesenkt werden, weil sie weniger Kinder in die Welt gesetzt hätten. „Sie haben schließlich das Problem verursacht, für das sie ihre Nachkommen haften lassen wollen. Hubertus Heil stellt das Verursacherprinzip auf den Kopf. Ich hoffe, dass Olaf Scholz dem ein Ende bereitet und Hubertus Heil aufhält.“ Eine Absenkung des Rentenniveaus hätte auch keine dramatischen Folgen, erklärte Raffelhüschen, denn: „Die Realität ist: Es gibt heute keine Gruppe in Deutschland, die weniger von Armut bedroht ist als alte Menschen.“ Wenn die Menschen nicht länger arbeiteten, dürfte der Anteil durch ein niedrigeres Rentenniveau allenfalls leicht wachsen. „Wird hingegen länger gearbeitet, kann die Altersarmut noch weiter gedrückt werden. Und genau da müssen wir hinkommen.“ Die von FDP-Chef und Finanzminister Christian Lindner geplante Aktienrente werde auch nicht helfen, das System zu stabilisieren, erklärte Raffelhüschen weiter. In den kommenden Jahrzehnten fehlten 3.000 Milliarden Euro, um Beiträge und Rentenniveau stabil zu halten. „Wenn Christian Lindner davon zehn Milliarden Euro mit seinem Kapitalstock schließt, wird der Schuh nicht besonders groß. Wenn dieser Betrag auch noch durch Schulden finanziert wird, bleibt nur ein Badelatschen.“ Halte die Ampel an ihrer Politik fest, „dann müssen Arbeitnehmer bald 26 bis 28 Prozent ihres Lohnes in die Rente einzahlen, und zusätzlich müssen ein bis zwei Prozentpunkte des Bundeshaushaltes in die Rentenkasse fließen“, rechnete Raffelhüschen vor. Auch die Krankenkassenbeiträge würden hochgehen. „Eine Sozialabgabenquote von 55 Prozent, ist das den Jüngeren zumutbar? Nein. Es ist absehbar, dass der Generationenvertrag infrage gestellt werden wird. Wir laufen in ein hartes Verteilungsproblem zwischen Jung und Alt, daran führt kein Weg mehr vorbei“, so seine Prognose.

Silvester
Ärztepräsident fordert dauerhaftes Böllerverbot

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Osnabrück – Der Präsident der Bundesärztekammer, Klaus Reinhardt, fordert ein dauerhaftes Böllerverbot an Silvester. Der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (NOZ) sagte Reinhardt:
„Wir haben in den vergangenen zwei Jahren gute Erfahrungen mit einem Böllerverbot gemacht. Jetzt sollten Bund und Länder ein dauerhaftes und umfassendes Verbot beschließen.“
Die „ungeregelte Knallerei“ passt aus Sicht des Ärztekammerchefs nicht mehr in die Zeit. „Sie ist schlecht für Umwelt und Klima und führt immer wieder zu schweren Verletzungen“, argumentiert Reinhard. Jedes Jahr erlitten rund 8000 Menschen in Deutschland eine Verletzung des Innenohres durch explodierende Feuerwerkskörper. Besonders oft seien Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene zwischen sechs und 25 Jahren von Knalltraumata betroffen. Hinzu kämen Verletzungen am Auge und Verbrennungen. „Das bedeutet eine starke zusätzliche Belastung für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Kliniken, die ohnehin schon seit Monaten am Limit arbeiten“, sagte der Ärztechef der NOZ. In den vergangenen Jahren waren private Feuerwerke wegen der Corona-Pandemie verboten gewesen. Reinhard nannte es nun „vollkommen fehl am Platz, das neue Jahr mit Raketen zu begrüßen, während in Europa ein Krieg wütet“. „Bei zahlreichen Geflüchteten aus Kriegsgebieten löst die Silvesterknallerei schlimme Gefühle aus, bei manchen sogar Todesängste. Statt Geld für Böller und Raketen auszugeben, wäre mir ein Spenden-Feuerwerk für diese Menschen lieber.“

Syrienkrieg
Erdogan möchte Dreiertreffen mit Assad und Putin

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Ankara – Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan erklärte am Donnerstag, Ankara wolle die Beziehungen zur syrischen Regierung durch trilaterale Kontakte normalisieren, die auch Russland einschließen würden.
„Dafür sollten zuerst unsere Geheimdienste zusammenkommen, dann unsere Verteidigungsminister, dann unsere Außenminister. Lassen Sie uns nach ihren Gesprächen als Führer zusammenkommen.“
Erdogan sagte, er habe diesen Vorschlag bereits seinem russischen Amtskollegen Wladimir Putin unterbreitet, der dem Fahrplan zugestimmt habe. Im August erklärte Erdogan, Ankara strebe nicht die Entmachtung des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad an, womit er eine Abkehr von seiner Politik der Unterstützung des Aufstands gegen Assads Regierung in den letzten zehn Jahren signalisierte, berichtet NTV. Der innenpolitische Druck auf Ankara, die Beziehungen zu Damaskus zu verbessern, wächst. Die Forderungen der türkischen Opposition nach einer Versöhnung zwischen der Türkei und Syrien werden täglich lauter, während die Öffentlichkeit den fast vier Millionen syrischen Flüchtlingen im Land immer feindseliger gegenübersteht. Die syrische Regierung wurde zu einem internationalen Paria, als sie 2011 gewaltsam gegen Proteste vorging und einen Bürgerkrieg auslöste, der bis heute andauert und vermutlich eine halbe Million Menschenleben gekostet hat. Mit 6,8 Millionen Flüchtlingen und 6,2 Millionen Binnenvertriebenen ist Syrien nach Angaben der Vereinten Nationen nach wie vor die größte Flüchtlingskrise der Welt. In den letzten Jahren haben jedoch viele arabische Länder, allen voran die Vereinigten Arabischen Emirate, ihre Beziehungen zu Damaskus wieder aufgenommen. Mehrere haben die Arabische Liga aufgefordert, Syrien wieder aufzunehmen. In der Zwischenzeit hat Washington direkte Gespräche mit syrischen Beamten geführt, um Kompromisse und die Freilassung des US-Journalisten Austin Tice zu erreichen. Das durch ein Jahrzehnt Krieg, harte Sanktionen und eine verheerende Wirtschaftskrise verkrüppelte Damaskus ist an einer Wiederaufnahme der Beziehungen interessiert, aber viele in Ankara halten die Bedingungen der syrischen Regierung für Gespräche nicht nur mit der Türkei, sondern auch mit den USA und der Arabischen Liga für unrealistisch. Erdogan fügte hinzu, dass die Türkei die Anwesenheit militanter kurdischer Gruppen in Syrien entlang der türkischen Grenze jedoch weiterhin nicht dulden werde. Die Türkei betrachtet die Miliz der Volksschutzeinheiten (YPG) als eine Erweiterung der Terrororganisation PKK, die sich seit Jahrzehnten im Krieg mit dem türkischen Staat befindet. Erdogan erklärte, die Türkei werde die YPG weiterhin in der 30-km-Zone südlich ihrer Grenze bekämpfen, die im Rahmen einer Reihe von Vereinbarungen mit Assads Schutzherrn Russland zur Pufferzone erklärt wurde. Erdogan beschuldigte die YPG, unter dem Schutz der USA Ölquellen zu betreiben, nur um das Produkt an Damaskus zu verkaufen. „Wohin verkaufen sie das Öl? Sie verkaufen an das Regime“, sagte Erdogan. „Aber jetzt ist es mit der Geduld vorbei. Jetzt haben wir alle möglichen Schritte gegen ihre Raffinerien, Ölquellen usw. unternommen und tun dies auch weiterhin. Die Türkei hat im vergangenen Monat auch die Ölquellen ins Visier genommen und damit Spannungen mit den USA ausgelöst, die Truppen in der Nähe haben und die SDF unterstützen, eine von der YPG geführte Miliz. Als Reaktion auf einen tödlichen Terroranschlag in Istanbul im November begann die Türkei eine intensive Bombardierungskampagne in Nordsyrien. Bei der türkischen Reaktion wurden sowohl syrische Regierungstruppen als auch YPG-Kämpfer getötet.

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Ukraine-Krieg
Heusgen: Ukraine mit Panzern und Flugabwehrraketen unterstützen

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München – Der Chef der Münchner Sicherheitskonferenz, Christoph Heusgen, hat kurz vor dem EU-Gipfel in Brüssel darauf gedrängt, die Ukraine mit Panzern und Flugabwehrraketen zu unterstützen. Heusgen sagte am Donnerstag im rbb24 Inforadio, man müsse die Ukraine wirtschaftlich und humanitär unterstützen, aber auch im Abwehrkampf gegen die russische Aggression: „Deswegen müssen wir auch jetzt, wie ich finde, endlich überlegen, dass wir die Ukraine auch im Hinblick auf die von ihnen erbetenen Panzer unterstützen und dass wir Europäer, die über den Panzer verfügen, dass wir das auch jetzt liefern.“ In diesem Zusammenhang betonte Heusgen auch die Relevanz von Flugabwehrraketen: „Es ist furchtbar, wie Russland im Zusammenspiel mit dem genauso schrecklichen Iran systematisch die Infrastruktur der Ukraine zerstört und was wir da an Möglichkeiten haben, sollten wir auch nutzen.“ Deutschland hat der Ukraine weitere Waffenlieferungen zugesagt. Allerdings betrifft das nicht den von Kiew geforderten Kampfpanzer Leopard 2. Seine Regierung könne allerdings nicht nachvollziehen, warum die Bundesregierung beim Kampfpanzer zögere, gleichzeitig aber Artillerie an die Ukraine liefere, so der ukrainische Außenminister Dmytro Kuleba gegenüber der tagesschau. „Diese Argumentation verstehen wir ehrlich gesagt nicht“, fügte Kuleba hinzu. Auch interessant

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Immobilien
Ranking: 8,9 Millionen Euro für Wohnung in Berlin

Für Immobilien im Luxussegment mussten Käufer in Deutschland in diesem Jahr schwindelerregende Preise bezahlen. Das kostspieligste Haus wurde für 15 Millionen Euro angeboten, die luxuriöseste Wohnung kostete 8,9 Millionen Euro. Das zeigt ein immowelt Ranking der jeweils 10 teuersten Häuser und Wohnungen, die zwischen Januar und November 2022 auf immowelt.de inseriert wurden. Während sich unter den exklusivsten Häusern besonders viele Domizile an den oberbayerischen Seen befinden, dominieren Objekte aus Berlin, München und Hamburg die Rangliste der teuersten Wohnungen. Fast 9 Millionen Euro für eine Wohnung in Berlin Ganz vorne im Ranking der kostspieligsten Wohnungen steht eine luxuriöse Unterkunft im Berliner Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf. Für 8,9 Millionen Euro konnten zahlungskräftige Käufer eine hochwertig sanierte Altbauwohnung mit Dachterrasse, 8 Zimmern und 437 Quadratmeter Wohnfläche beziehen. Auf Platz 2 folgt eine weitere Wohnung in Berlin, die mit 8 Millionen Euro zu Buche schlug. Für die Summe gab es ein 454 Quadratmeter großes Penthouse im Bezirk Mitte in unmittelbarer Nähe zum Brandenburger Tor. Insgesamt befinden sich 4 der 10 teuersten Wohnungen in der deutschen Hauptstadt. Auch in München konnten Käufer in diesem Jahr Wohnungen zu Spitzenpreisen erwerben. Die kostspieligste Bleibe in der bayerischen Landeshauptstadt wurde für 7,95 Millionen Euro angeboten (Platz 3). Für den Betrag bekam man ein Penthouse am Englischen Garten mit 258 Quadratmeter Wohnfläche. Außerdem standen in der Isar-Metropole noch eine 261 Quadratmeter große Wohnung für 6,98 Millionen Euro (Platz 6) und ein Eigenheim mit 250 Quadratmeter Wohnfläche für 6,3 Millionen Euro (Platz 7) zum Verkauf. Der Quadratmeterpreis der Münchner Wohnungen lag aufgrund deren deutlich geringerer Wohnfläche sogar höher als bei den beiden spitzenplatzierten Berliner Immobilien. Wer eine luxuriöse Wohnung außerhalb der Großstadt bevorzugte, wurde südlich von München im Landkreis Miesbach fündig: Für 6,295 Millionen Euro gab es dort eine 210 Quadratmeter große Unterkunft am Tegernsee (Platz 8). Komplettiert wird das Ranking von zwei Luxusdomizilen in Hamburg. Die teuerste Wohnung in der Hansestadt wurde für 7,9 Millionen Euro angeboten, was Platz 4 im Ranking entspricht. Für diese Summe konnten zahlungskräftige Interessenten eine Bleibe im Herzen der HafenCity mit 314 Quadratmeter Wohnfläche und Blick auf die Elbe erwerben. Bis zu 15 Millionen Euro am Ammersee Während die Rangliste der teuersten Wohnungen von den drei größten deutschen Städten dominiert wird, finden sich unter den 10 kostspieligsten Häusern besonders viele Anwesen an den oberbayerischen Seen. Am meisten mussten Käufer für eine Villa im am Ammersee im Landkreis Landsberg am Lech bezahlen: Für 15 Millionen Euro bekam man ein Anwesen mit eigenem Steg, 12 Zimmern und 6.328 Quadratmeter Grundstücksfläche. Am Starnberger See fanden Käufer Luxus-Domizile für 12,8 Millionen Euro (Platz 3), 11,4 Millionen Euro (Platz 5) und 10,38 Millionen Euro (Platz 7). Wer dagegen ein luxuriöses Leben in der Nähe der Großstadt bevorzugte, wurde im südlich von München gelegenen Grünwald fündig. Eine Villa mit Pool in der mondänen Gemeinde stand für 12,9 Millionen Euro zum Verkauf (Platz 2). Wohlhabende Käufer, die in der bayerischen Landeshauptstadt wohnen wollten, konnten Villen im Nobelviertel Bogenhausen für 10,9 Millionen Euro (Platz 6) und für 8,4 Millionen Euro (Platz 10) beziehen. Die Grundstücksflächen der beiden Münchner Häuser sind jedoch trotz hoher Preise deutlich geringer als bei den meisten anderen Immobilien im Ranking, was an den kaum verfügbaren und daher sehr teuren Grundstücken innerhalb der Isar-Metropole liegen dürfte. Lediglich 2 der 10 teuersten Häuser befinden sich außerhalb Bayerns – beide wurden in Hamburg-Eppendorf angeboten. Für die Domizile an der Alster mussten Käufer 8,9 Millionen Euro (Platz 8) und 8,5 Millionen Euro (Platz 9) bezahlen. Berechnungsgrundlage: Datenbasis waren Angebote, die zwischen Januar und November 2022 auf immowelt.de inseriert wurden. Dabei wurden ausschließlich Angebote berücksichtigt, die vermehrt nachgefragt wurden. Die Preise sind jeweils Angebots-, keine Abschlusspreise.