AfD-Parteitag
Björn Höcke: „Diese EU muss sterben, damit das wahre Europa leben kann“
Gastkommentar
Akbelen-Ikizköy-Wald: 2 Mio Bäume sollen angepflanzt werden
Es half alles nichts. Mit der endgültigen Entscheidung des Gerichts ist der Weg für die Abholzung von rund 740.000 Quadratmeter Wald südlich von Milas in der türkischen Ägäisprovinz Muğla frei. Am Freitag hat die Limak Holding begonnen, Teile des Waldgebiets abzuholzen. Umweltaktivisten wurden von der Gendarmerie davon abgehalten, in das Gebiet einzudringen und Arbeiter zu bedrängen oder zu verletzen, wie es schon einmal der Fall war.
Auf ein Wunder können die Umweltaktivisten kaum noch hoffen. Zwei Eilanträge gegen die Abholzung und den Kohleabbau sind aufgrund von zwei unabhängig erstellten Gutachten, die von jeweiligen Gerichten angefordert wurden, bereits gescheitert. Die Limak Holding, die als Mischkonzern den Kohleabbau vorantreiben will, hält die Entscheidung des letztinstanzlichen Gerichts für richtig. Niemand habe die Entscheidung, die Kohle zu beanspruchen, leicht getroffen. Aber um die Versorgungssicherheit zu gewährleisten, sei man weiterhin auf den Abbau von Kohle in dieser Region angewiesen.
Limak Holding ist ein Mischkonzern, der im Tourismussektor wie auch im Energiesektor tätig ist. In der Ägäisregion betreibt Limak Holding zwei Kohlekraftwerke, die zusammen 2,5 Prozent des Energieaufkommens der Türkei abdecken. Die Provinz Muğla ist ein Magnet für Tourismus. Jährlich strömen über 2.000.000 Touristen in die Region, vor allem die Halbinsel Bodrum ist ein beliebtes Reiseziel für In- wie Ausländer. Entsprechend hoch ist der Energiebedarf, vor allem zwischen März und Oktober.
Der Erhalt von natürlich gewachsenem Wald sollte oberstes Ziel bleiben – das ist richtig und wichtig. Solche Wälder sind ökologisch betrachtet unersetzbar. Mit diesem Argument wollten die Umweltaktivisten das Treiben in Akbelen-Ikizköy verhindern. Auf der anderen Seite weist Limak Holding darauf hin, dass der Wald zwar abgeholzt werde – rund 25.000 Bäume -, dafür aber in anderen Regionen der Provinz 2.000.000 Bäume wieder angepflanzt werden. Außerdem sei vom Staat vorgeschrieben worden, das Gebiet wieder aufzuforsten, nachdem der Abbau beendet worden ist.
Die Türkei steckt wie kein anderes Land in einem Dilemma. Um die Energiesicherheit zu gewährleisten, die Energiekosten für die Bürger zu senken, weil sie mit Devisen teuer Energie einkauft, muss sie ihre eigenen Energiequellen anzapfen oder in Atomenergie investieren. Wenn es nach Umweltaktivisten geht, ist keines davon eine Option. Entsprechend verhärtet sind die Fronten.
Die Türkei mutiert langsam und stetig von einem Schwellenland in eine Industrienation. Entsprechend steigt auch der Energiebedarf. Zwar setzt die Türkei vermehrt auf grünen Strom, will damit die Energiewende aus Eigeninteresse mit dem international vereinbarten Zwei-Grad-Ziel umsetzen, doch bis dahin ist es noch ein weiter Weg.
So hat die Türkei ihre Gesamtleistung der Erneuerbaren vom Beginn ihres Ausbaus im Jahr 2009 bis 2021 um mehr als das Dreifache auf 50 GW (Gigawatt) erhöht, was einen Anteil von 46 Prozent ausmacht. Aber das geht ins Geld und so richtig anfreunden können sich Umweltaktivisten wie auch Bewohner betroffener Regionen mit künstlich aufgestauten Wasserkraftwerken, Solarpanelfeldern und Windräderparks auch nicht. Rund 16 Milliarden US-Dollar vereinnahmte allein die Energiewende bislang und das schlägt sich in den Energiekosten nieder.
Bis die Türkei sich sozusagen autark mit Energie selbst versorgen kann, werden noch weitere Milliarden fließen, während die Energiesicherheit im Auge behalten werden muss. Wie verletzlich die Türkei dahingehend ist, konnte man im Januar 2022 beobachten, als der Iran aus mutmaßlich technischen Gründen einen mehrtägigen Gas-Lieferstopp verhängte. Auch die Energielieferungen aus Russland hängen am seidenen Faden. Die Abhängigkeit von Energieimporten, die teuer eingekauft werden müssen, die Forderung der Bevölkerung nach günstigeren Energiepreisen und der stetig ansteigende Energiebedarf, treiben die Energiepolitik also vor sich her.
Deshalb setzt die Türkei vermehrt auf Atomkraft und die Erschließung von eigenen fossilen Brennstoffvorkommen. Das heißt, auch wenn die Türkei auf erneuerbare Energien setzt, ist sie aufgrund des zugleich ansteigenden Mehrbedarfs an Energie, auf die Nutzung von fossilen Brennstoffen angewiesen.
Die Kohle unter dem Wald von Akbelen-Ikizköy deckt auf Jahre den Bedarf. Sie lässt sich kaum einfach und günstig woanders besorgen, denn dazu ist der Bedarf ganz einfach zu groß. Rund 35 Prozent der Stromversorgung der Provinz werden von Kohleheizkraftwerken gedeckt. Die Tourismusregion, die Industrie und vor allem die Landwirtschaft mit ihren Hightech-Gewächshäusern, ist auf diese Energie angewiesen. Diese Energie kann anders nicht bereitgestellt werden, der Aufwand ist enorm.
Das heißt, entweder müssten die vorhandenen Kraftwerke ihren Kohlebedarf von anderen Abbaugebieten decken, was zu mehr Energiebedarf und Umweltverschmutzung führt, oder man müsste die Kohlekraftwerke herunterfahren, anderweitig mehr Strom produzieren, um so die Stromnetze zu stabilisieren und damit Stromausfälle zu vermeiden.Das wiederum würde bedeuten, dass andere Kraftwerke im Land länger am Netz bleiben, um ein kleines Stück Wald zu retten, das bereits an ein Kohleabbaurevier angrenzt.
Gastbeiträge geben die Meinung der Autoren wieder und stellen nicht zwingenderweise den Standpunkt von NEX24 dar
Kommentar
Ist Özil mit dem Adler auf der Brust ein deutscher Nationalist?
Zum Thema
– Islamophobie – Mesut Özil: Islamfeindlichkeit und Antisemitismus mit Barmherzigkeit „entwaffnen“
Der deutsche Weltmeister von 2014 hat die Muslime aufgefordert, Islamophobie und Antisemitismus mit „Barmherzigkeit zu entwaffnen“.
Mesut Özil: Islamfeindlichkeit und Antisemitismus mit Barmherzigkeit „entwaffnen“
Gastkommentar
Der demokratische Antidemokrat Kemal Kılıçdaroğlu
ein Gastkommentar von Nabi Yücel
Der ehemalige türkische Präsidentschaftskandidat des Oppositionsbündnisses Kemal Kılıçdaroğlu will das Schiff noch heil am Hafen anlegen. Doch es droht Ungemach. Neuen Medienberichten zufolge ist der parteiinterne Zank noch größer als bisher angenommen. Partei hörige TV-Sender und Journalisten üben heftige Kritik am Kurs von Kemal Kılıçdaroğlu und fordern seine Abdankung vom Parteivorsitz der CHP.
Bei der Präsidentschaftswahl von 2014 konnte Kemal Kılıçdaroğlu nicht punkten. Beim Verfassungsreferendum in der Türkei im Jahre 2017 konnte der Oppositionschef trotz Schwarzmalerei die neue verfassungsrechtliche Stellung des Präsidenten nicht verhindern. Bei der vorgezogenen Wahl zur 27. Großen Nationalversammlung der Türkei dümpelte die CHP immer noch bei rund 22 Prozent und hätte auch mit einer Großen Koalition keine Regierungsmehrheit erreicht. Bei der Präsidentschaftswahl in der Türkei im Mai 2023 kratzte es zusammen mit 5 weiteren Parteien gerade mal die 48-Prozent-Marke an.
Nach der jüngsten Wahl erklärte Kemal Kılıçdaroğlu, dass „Schiff“ sicher am Hafen anlegen zu wollen. Gemeint ist damit die Kommunalwahl in der Türkei im März 2024. Offensichtlich will Kılıçdaroğlu nach 9 Wahlniederlagen noch seine Reputation wiederherstellen. Aber nehmen ihm das die Wähler noch ab? Vor allem, wie ist die Wahrnehmung im Parteiinneren und unterm Volk nach über 22 Jahren als Oppositionschef?
Jüngstes Beispiel: Kemal Kılıçdaroğlu trat nach der Kommunalwahl 2014 im Parlament vor seine Fraktionsmitglieder und monierte dabei den Verlust der Metropole Istanbul, um sodann den damals aussichtsreichsten CHP-Kandidaten Mustafa Sarıgül der Korruption zu bezichtigen. Nicht einmal alle Waschmaschinen dieser Welt könnten diesen Schandfleck beseitigen, so Kılıçdaroğlu. Offensichtlich war Sarıgül, der daraufhin die Partei wechselte, dann doch wieder von all der Schande befreit, als es um die Präsidentschaftswahl im Mai 2023 ging. Sarıgül wurde offenbar auch völlig rehabilitiert, um mit seiner 2022 gegründeten Partei TDP in der CHP aufzugehen.
Das und vieles mehr, merkt sich der Wähler, wie im Fall der Vertragskündigung der CHP mit dem oppositionsnahen TV-Sender HALK TV. Offenbar war der TV-Sender im Nachgang der verlorenen Präsidentschaftswahl der Linie des Oppositionschefs nicht gefolgt und übte mitunter heftige Kritik am Wahlausgang wie auch Führungsstil. Diese Woche kam dann die Quittung: Kündigung. Über soziale Medien, wie auch Zeitungen und Fernsehkanäle, wurde das ordentliche Kündigungsschreiben publik gemacht.
Nur um es mal klarzustellen: Bis zuletzt wiegelte man derartige kursierende Gerüchte ab, man hätte sich in einen Kanal eingekauft und bezahle für parteikonforme Berichte. Wieso dann jetzt diese Kehrtwende und diese Offenheit, wenn doch daran nichts Ungewöhnliches ist? Will man etwa den Wählern zu verstehen geben, dass die HALK TV nicht mehr sehenswert ist und weggezappt gehört?
Und dann die Abwahl vieler CHP-Parteivorsitzender in den Provinzen auf Anordnung des Oppositionschefs, weil sie „Veränderung“ gefordert hatten. Das Einzige, was sich veränderte war, dass sie ihre Posten loswurden, bis auf Ekrem İmamoğlu, dem Oberbürgermeister von Istanbul. Offensichtlich soll der „Sohn“ bis zur Kommunalwahl das Boot in der bevölkerungsreichsten Provinzhauptstadt schaukeln. Und das tut er mit zunehmender Zeit so gut, dass das Boot sogar kurz davorsteht, zu kentern. Denn, ausgerechnet İmamoğlu will um Biegen und Brechen eine „Veränderung“, um den Thron selbst zu besteigen und führt sich dabei auf wie ein ungelernter Matrose, der bei Sturm die Takelage falsch bedient.
Zuletzt machte Ekrem İmamoğlu in Zusammenhang mit Kemal Kılıçdaroğlu von sich reden, als er zusammen mit Parteigrößen wie Bülent Tezcan, Tekin Bingöl, Muharrem Erkek, Özgür Özel, Onursal Adıgüzel, Engin Altay oder Gökhan Günaydın eine ZOOM Online-Konferenz abhielt und Mitschnitte davon in die Öffentlichkeit gelangten; ohne das Wissen der Partei selbst. Selbstverständlich stieß das dem Oppositionschef sauer auf. Er und sein Parteisprecher Faik Öztrak sprachen von einer unanständigen, unethischen Handlung, womit die Kritik ziemlich auffällig flach ausfiel. İmamoğlu entgegnete, man habe nichts Heimliches besprochen, sondern, was könnte es sonst sein? „Veränderung“!
Dabei ist „Veränderung“ das Schlagwort! Was sich nicht verändert hat ist, dass die CHP seit mehr als 21 Jahren keine Parlamentswahl für sich entscheiden konnte. Weder mit noch ohne weitere Oppositionsparteien. Man dümpelte stets zwischen 22 und 48 Prozent. Und, es änderte sich auch nichts an der Wahlkampfpolitik! Stets reagierte man sich an der Regierungspartei bzw. Regierungskoalition ab. Wie schlimm es doch sei und wie schlimm es noch sein werde, wenn die amtierende Regierung bzw. Regierungskoalition an der Macht bleiben werde. 22 Jahre Schwarzmalerei haben sich in den Seelen der Wähler eingebrannt; dass ist das, was Kemal Kılıçdaroğlu während seiner Amtszeit als Oppositionschef verändern konnte. Das rächt sich nun!
Wenn bei jedem Wahlkampf die Islamisierung heraufbeschworen wird, während das Badeanzug immer mehr dem Bikini weicht, dann kann man diesem nichts mehr abgewinnen. Wenn bei jedem Wahlkampf der Entwicklungsfortschritt in der Automobilindustrie, Rüstungsindustrie oder Schwerindustrie kleingeredet oder gar die Existenz dessen in Abrede gestellt wird, dann schaut man als Wähler noch genauer hin und wird ernüchternd feststellen, dass dem doch nicht so ist. Und wenn man Terror oder Putschversuch anerkennt, aber nicht beim Namen nennen will und tunlichst vermeidet, darüber zu debattieren, dann verliert man nicht nur die unentschlossenen Wähler, sondern auch die eigenen Lager.
Diese Lager üben nun intern wie extern heftige Kritik am Führungsstil von Kemal Kılıçdaroğlu. Der steht zunehmend unter Druck und will das schaukelnde Boot in ruhige Gewässer lenken, in dem er die eine oder andere Entscheidung revidiert; darunter die Wiederernennung der entlassenen Provinz-Parteivorsitzenden oder den Willen zu bekunden, Veränderungen vorzunehmen. Seit Mai kann sich aber noch keiner so recht ausmalen, was man darunter verstehen kann, denn es gibt keine konkreten Angaben darüber, was das sein könnte.
Was jedoch stand jetzt bereits beschlossene Sache ist, dass der neu ernannte Medienverantwortliche der Partei, Eren Erdem, eine neue Medien-Richtlinie veröffentlichte, die sich wie ein Maulkorb für Parteimitglieder liest. Das heißt, ohne das Einverständnis der CHP-Parteispitze, kann sich kein Parteimitglied, ob Abgeordneter oder Kommunalpolitiker, in TV, Radio, Zeitung und sozialen Medien frei äußern, wenn es die Interessen der Partei verletzt. Diese Gummi-Richtlinie folgt dem Parteiausschlussverfahren gegen den Bürgermeister von Bolu, Tanju Özkan, der nach der Wahlniederlage frei und unmissverständlich den Abgang von Kemal Kılıçdaroğlu gefordert hatte. Nun ist Özkan kein CHP-Mitglied mehr.
Gastbeiträge geben die Meinung der Autoren wieder und stellen nicht zwingenderweise den Standpunkt von NEX24 dar.
Immobilien
Wo stehen Deutschlands Luxus-Immobilien?

Ammersee bei München
Zwischen rund 7.000 und 11.000 Euro/m² müssen Käufer hier für eine der begehrten Luxusvillen in Herrsching, Dießen oder Schondorf auf den Tisch legen. Seitdem Sängerin Helene Fischer und Freund Thomas Seitel ihre Luxusvilla am See bezogen haben, steigen die Preise auch hier unaufhaltsam. Während die Schlagersängerin lediglich das Grundstück kaufte und ihre Traumvilla nach eigenen Vorstellungen baute, wechselte im Nachbardorf Utting ein anderes Anwesen für stolze 15 Millionen Euro den Besitzer. Die 445 Quadratmeter große moderne Luxusvilla steht auf einem sonnigen, jedoch uneinsehbaren, 6300 Quadratmeter großen Grundstück. Noch mehr erzielte das ehemalige Heim von Moderator Thomas Gottschalk. Die ehemalige Villa Weiß liegt auf einem 25.000 Quadratmeter großen Gelände und wurde 2022 an eine Immobilienfirma verkauft. Auf dem hügeligen Gelände sollen nun neun luxuriöse Einfamilienhäuser mit einem geschätzten Verkaufswert von 50 Millionen Euro entstehen.München-Bogenhausen
Bogenhausen im Nordosten von München besticht mit Grünflächen, alten Villen und Nähe zur Isar. Aus einem schlichten Bungalow, in dem einst die Schauspielerin Margot Hielscher lebte, ist nach ihrem Tod Deutschlands teuerste Villa entstanden. Das Isar-Palais in Bogenhausen ist ein Luxusobjekt im eleganten Jugendstil-Look geworden, das für rund 40 Millionen Euro aufgerufen wurde. Auf sechs Etagen sind hier 22 Zimmer auf über 1100 Quadratmeter Wohnfläche entstanden, Fitnessstudio mit Sauna inklusive. Der neue Besitzer des Isar-Palais schweigt sich allerdings über den tatsächlichen Kaufpreis aus.München-Grünwald
Die 11.000-Seelen-Gemeinde im Süden Münchens ist auch über Deutschland hinaus als eines der teuersten Pflaster des Landes bekannt. Hier bekam Fernsehlegende Blacky Fuchsberger einen Brunnen als Denkmal gesetzt und vor dem Aldi parken überwiegend Porsches. In Grünwald leben FC Bayern-München-Stars wie Oliver Kahn und Miroslav Klose Tür an Tür mit Showgrößen wie Uschi Glas und Kai Pflaume. Zu seinen FC Bayern-Zeiten errichtete sich Innenverteidiger Jerome Boateng hier seine Traumvilla in minimalistischem Bauhausstil. Der dafür aufgerufene Preis schlägt mit 11,5 Millionen Euro zu Buche. Dafür gibt es eine großzügige Wohnfläche von rund 506 Quadratmetern auf einem weitläufigen Grundstück von 1808 Quadratmetern. Zu den Annehmlichkeiten gehören ein privates Kino, ein Whirlpool, ein exklusiver „Masterbereich“ mit einem separaten Schlafzimmer für absolute Privatsphäre sowie ein separater Kinderbereich. Eines der Badezimmer ist auf eigenen Wunsch Boatengs ganz in Lila gehalten. Des Weiteren bietet die Immobilie einen umfassenden Wellnessbereich mit allen Schikanen und einen luxuriösen Pool mit einer stilvollen Lounge.
Hamburg-Außenalster
Hamburg ist bekannt für seine Prachtviertel aus der Gründerzeit, die einige der teuersten Immobilien Deutschlands beherbergen. Allen voran die Elbchaussee und die Große Elbstraße, die mit begehrten Wohnlagen direkt an der Hamburger Alster und Elbe locken. Investoren finden hier ein attraktives Pflaster für den Kauf oder Verkauf von Immobilien aller Art. In Winterhude und der Harvestehuder Milchstraße werden Preise von bis zu 11.000 Euro/m² erzielt. 19,9 Millionen Euro zahlte ein Käufer für ein Anwesen, das Ende des 19. Jahrhunderts erbaut wurde – eine Villa von fünf Etagen sowie eine Garage für fünf Autos. Ein leeres, 1100 Quadratmeter großes Grundstück in der Nähe wechselte 2023 sogar für stolze 27,7 Millionen Euro den Besitzer. Doch auch Hamburgs exklusive Hafen-City steht den teuren Villenvierteln an der Alster in nichts nach. Rund 11 Millionen Euro wurden 2019 für eine elegant ausgestattete Wohnung über Hamburgs Juwel, der Elbphilharmonie, aufgerufen. Für das Privileg, zu den Veranstaltungen ins „Elphi“ lediglich in den Aufzug steigen zu müssen, blätterte der Käufer pro Quadratmeter Wohnfläche 38.000 Euro hin.
Berlin-Mitte
In der Hauptstadt werden Luxusimmobilien nicht immer gekauft, sondern gerne auch gemietet. Eine Monatsmiete von 22.380 Euro inklusive Nebenkosten wird für das vom renommierten Architekten J. Mayer H. entworfene Penthouse verlangt. Das entspricht 27,08 Euro/m². Mit beeindruckenden 720 Quadratmetern ist sie jedoch fünfmal größer als ein durchschnittliches Einfamilienhaus. Das unmöblierte Penthouse besticht durch farbenfrohe und markante grafische Elemente auf dem Boden und der Decke. Von einer der Dachterrassen mit Sauna bietet sich ein atemberaubender Blick auf den Französischen Dom. Wer lieber in Eigentum investiert, wird in Berlin Mitte schnell fündig, wo sich die luxussanierten Apartments aneinanderreihen. An der Spitze des Rankings steht ein luxuriöses Penthouse im Stil der 20er Jahre. Mit einer Wohnfläche von 597 Quadratmetern, neun Zimmern und drei Bädern wird es für 17,9 Millionen Euro angeboten. Mit einer Dachterrasse in der sechsten Etage, die einen direkten Blick auf die Friedrichswerdersche Kirche bietet, umfasst die gesamte Nutzfläche sogar 822 Quadratmeter.
E-Zigaretten
Vapes: Technologischer Fortschritt oder gesundheitliche Bedrohung?
Die glamouröse Zeit des Zigarettenrauchens ist vorbei. Vorbei die Zeiten, dass Rauchen ein Zeichen von Freiheit, Erwachsen sein und auch Emanzipation war. Beginnend mit dem Gesetz zum Schutz vor Passivrauchen, das im Jahr 2007 in Deutschland verabschiedet wurde, wurde den passionierten Rauchern der Kampf angesagt.
Durch die Einführung der E-Zigarette, die seit 2010 ihren Siegeszug in Deutschland und Europa angetreten ist, konnten Raucher wieder ein kleines Licht am Ende des Tunnels sehen. Weitgehend ohne Nikotin, der unangenehmen Rauchwolke und dadurch eingeschränkter Belästigung von Nichtrauchern, konnten sie ihrer Leidenschaft auch in öffentlichen Gebäuden oder Gaststätten wieder nachgehen.
Zumindest eine Zeit lang, denn für diese fortschrittliche Variante des Rauchkonsums gab es noch keine Gesetze und Verbote. Aber sind E-Zigaretten, Vapes oder E-Shishas wirklich ein technologischer Fortschritt? Oder sind sie als gesundheitliche Bedrohung anzusehen? Mit diesen Fragen setzt sich der folgende Beitrag auseinander.

Technologischer Fortschritt von Vape-Geräten
Wie jede neue elektronische Errungenschaft auf dem Markt stellen E-Zigaretten und Vape Zubehör sicherlich einen technologischen Fortschritt dar. Es wird nicht einfach nur Tabak verbrannt, der dann zum Genuss oder der Suchtbefriedigung inhaliert wird. Beim Betrieb einer E-Zigarette werden viele Abläufe im Inneren in Gang gesetzt und erst durch das Zusammenspiel verschiedener Komponenten ist das „Dampfen“ möglich. Im Groben sieht die Funktionsweise einer E-Zigarette wie folgt aus:
Über eine Stromquelle, den Akku, wird im Verdampfer über eine Heizspirale das vorhandene Liquid erhitzt. Dadurch entsteht ein Dampf, der mit Hilfe eines Mundstücks von den Dampfern konsumiert wird. Vergleicht man diese ausgefeilte Technik mit einer herkömmlichen Zigarette, kann ohne Zweifel von einem technischen Fortschritt im Bereich der Raucher-Kultur gesprochen werden. Doch wie viele andere Beispiele technischer Entwicklungen zeigen, kann Fortschritt auch seine Schattenseiten haben. Oftmals treten negative Aspekte erst zeitverzögert ans Licht.
Gesundheitliche Bedrohung der E-Zigaretten
Auch wenn die Liquids von E-Zigaretten oftmals kein Nikotin enthalten und sie somit im Allgemeinen als weniger schädlich angesehen werden, werden doch durch den Prozess des Verdampfens Chemikalien freigesetzt, die in den menschlichen Organismus gelangen.
Aussagekräftige Langzeitstudien liegen allerdings in diesem Bereich noch nicht vor. Es ist jedoch erwiesen, dass es zu Reaktionen wie Kopfschmerzen, Übelkeit, Allergien oder auch Atemproblemen beim Anwender kommen kann. In der Regel enthalten die verwendeten Liquids, wie schon erwähnt, wenig bis kein Nikotin. Doch auch schon geringe Mengen an Nikotin können zur Abhängigkeit führen.
Die Gefahr, dass „eigentliche Nichtraucher“ über die Verwendung von Vapes, E-Shishas und E-Zigaretten in den Sog der Abhängigkeit gelangen, ist somit gegeben. Für viele Raucher, die gegen ihre Nikotinsucht ankämpfen, sind Vapes allerdings gerade wegen dieser niedrig dosierten Nikotinmengen und der Möglichkeit die Dosierungen im Laufe der Zeit weiter zu reduzieren, eine beliebte Alternative endgültig vom blauen Dunst loszukommen.
Wie hoch die Erfolgsquote bei dieser Methode der Raucherentwöhnung ist oder in welchen Bereichen sich eine Rückfälligkeit zum Nikotinkonsum bewegt, ist leider noch zu wenig erforscht, um hier klare Aussagen treffen zu können. Langzeitstudien werden darüber geführt und sicherlich in absehbarer Zeit Ergebnisse liefern.
Fazit zum Thema Vapes und Dampfen
Prinzipiell können beide Eingangsfragen mit einem Ja beantwortet werden. Sicherlich ist die Entwicklung von E-Zigaretten ein technologischer Fortschritt. Allein die Technik, die in diesen Verdampfern steckt, war vor 25 Jahren noch nicht vorstellbar.
Doch leider stehen auf der anderen Seite auch die gesundheitlichen Aspekte. Obwohl aussagekräftige Ergebnisse zu Langzeitfolgen aufgrund noch nicht abgeschlossener Langzeitstudien ausstehen, ist eine Gefährdung der Gesundheit nicht auszuschließen. Freigesetzte Chemikalien, wie Glycerin und Propylenglycol, werden vom Organismus des Dampfers aufgenommen.
AfD-Zusammenarbeit
NRW-Kommunalministerin will klares Nein zu AfD
Kommentar
Israel – und die Motivation für den Landraub in Palästina
Gastbeiträge geben die Meinung der Autoren wieder und stellen nicht zwingenderweise den Standpunkt von NEX24 dar.
Zum Autor

- https://www.destatis.de/DE/Themen/Laender-Regionen/Internationales/Thema/Tabellen/Basistabelle_LWFlaeche.html
- https://www.deutschlandfunkkultur.de/des-koenigs-thora-100.html
- https://www.20min.ch/story/extremer-chef-rabbiner-fuer-israels-armee-190808412039
- https://de.m.wikipedia.org/wiki/Miki_Zohar
- https://de.globalvoices.org/2015/05/15/israelische-politikerin-die-auf-facebook-zum-volkermord-an-palastinensern-aufgerufen-hat-ist-nun-justizministerin/
- https://www.972mag.com/us-jews-progressive-silent-israel/
Marktkommentar
5-Jahres-Prognose: Indien vor China
Indien liegt weiter im Trend. Zwar haben die Aktienmärkte seit ihren Allzeithochs nachgegeben, aber im Vergleich zu vielen anderen Börsen in Schwellen- und Industrieländern ist der Rückgang weniger stark. Gemessen an den Gewinnen der letzten zwölf Monate erscheinen die Bewertungen jedoch überhöht. Wie ist das Land für Anleger im Moment einzuschätzen?
Strukturelle Situation und Bankensektor stabil
Angesichts der jüngsten globalen Herausforderungen, insbesondere mit Blick auf die Bankenturbulenzen in den USA und Europa, ist Indiens strukturelle und fundamentale Situation recht gut. Seit der Talsohle im März haben sich die indischen Aktien erholt, wenngleich sie immer noch schlechter abschneiden als das allgemeine Schwellenländeruniversum. Wachstum, Inflation, Geldpolitik, eine reformorientierte Regierung und ein starker Bankensektor lassen uns jedoch optimistisch für die Zukunft sein.
In Zahlen heißt dies: Derzeit liegen die Erwartungen für das BIP-Wachstum im Jahr 2023 für Indien bei 5,9 %, für die USA bei 1,1 %, für Europa im negativen Bereich und für China bei einem Wachstum von 5,2 %. Die prognostizierte durchschnittliche Gesamtwachstumsrate für die nächsten fünf Jahre liegt bei 6,1 % und übertrifft damit deutlich diejenige von China.
Die Kapitalausstattung der indischen Banken ist sehr gut und die Eigenkapitalkoeffizienten liegen deutlich über den regulatorischen Anforderungen, die tendenziell etwas konservativer sind als Basel III. Auch die Bilanzen der Banken stehen im Allgemeinen sehr gut da. Das Kreditwachstum ist kräftig und die Menge notleidender Vermögenswerte hält sich in Grenzen. Die ausländischen Forderungen gegenüber indischen Banken sind auf einem deutlich niedrigeren Niveau als beispielsweise bei Banken in den USA oder in Großbritannien. Dadurch ist das Land noch weniger anfällig für einige der globalen Probleme, die wir derzeit erleben.
Erleichterung bei Geschäftsabläufen: Indien macht als einzige große Volkswirtschaft 6 Plätze gut
Tatsächlich lag der indische Einkaufsmanagerindex (PMI) für das verarbeitende Gewerbe im Mai bei 58,7, während der PMI für den Dienstleistungssektor bei über 60 lag. Sowohl die Faktoraktivität als auch der Binnenkonsum haben stark angezogen, und darüber hinaus sind die Inputpreise gesunken, was in Zukunft höhere operative Margen und Erträge bedeuten könnte.
Ferner haben indische Unternehmen tendenziell eine hohe Kapazitätsauslastung, was einen verstärkten Einsatz von Kapital zur Erweiterung der Kapazitäten nach sich ziehen dürfte. Die Verlagerung der Produktion von China zurück nach Indien ist ein weiterer wichtiger Faktor, der westlichen Unternehmen nicht nur eine Diversifizierung der Lieferketten, sondern auch den Zugang zum großen und wachsenden indischen Markt ermöglichen kann.
Tatsächlich stehen ausländische Direktinvestitionen auf der Prioritätenliste der Regierung, die zu deren Förderung auf steuerliche Anreize, die Entwicklung von Kompetenzen und die Erleichterung von Geschäftsabläufen setzt. Was den letzten Punkt anbelangt, so gibt es offenbar gute Fortschritte, zumindest laut dem jüngsten Ranking der Economist Intelligence Unit zum Geschäftsumfeld.
Im Vergleich zum Vorjahr konnte Indien 6 Plätze gutmachen und ist damit einer der größten Aufsteiger und die einzige große Volkswirtschaft, der dies gelungen ist. Dabei sind die Fortschritte bei den meisten Parametern zu beobachten. Zwei wichtige Parameter sind zum Beispiel die technologische Bereitschaft und die Politik gegenüber ausländischen Investitionen. Ferner treibt die Regierung rund um den Globus die Verhandlungen über Handelsabkommen voran.
Das wird sich auf das verarbeitende Gewerbe auswirken. Seine Bedeutung und sein Anteil am BIP werden weiter zunehmen. Zudem rechnen wir mit einer allmählichen Aufwärtsverschiebung der Fertigerzeugnisse in der Wertschöpfungskette, sodass das verarbeitende Gewerbe das Potenzial hat, künftig deutlich mehr zur Bruttowertschöpfung beizutragen.
Für den Binnenmarkt wird erwartet, dass die Nachfrage in den Städten und auf dem Land insgesamt zunehmen wird. Bis 2030 dürfte sich der Einzelhandelsmarkt gegenüber 2018 etwa verdoppeln. Damals hatten die Einzelhandelsausgaben ihren letzten Höhepunkt erreicht, bevor sie während der Pandemie einbrachen.
Seitdem hat sich der Aufschwung vor allem in den Städten vollzogen, aber der Konsum im ländlichen Raum wird im kommenden Wahlzyklus ein wichtiges Thema sein, da die Landwirtschaft nach wie vor einen großen Teil der Wirtschaft ausmacht. Die Regierung hat bereits Programme zur Unterstützung der Landwirte und der lokalen ländlichen Gemeinschaften auf den Weg gebracht.
Finanz- und Währungssituation
Dank guter Umsatzsteuereinnahmen hat die Regierung ihre Haushaltsziele in diesem Jahr bisher weitgehend erreicht. Die Devisenreserven sind seit der Corona-Krise erfreulich stark angewachsen und befinden sich wieder in der Nähe der Allzeithochs. Wir gehen davon aus, dass sich die Einnahmen aus der Umsatzsteuer mit der allgemeinen Inlandsnachfrage verbessern werden.
Das sollte der Regierung bei der Haushaltskonsolidierung zugutekommen. Außerdem ist das Leistungsbilanzdefizit zurückgegangen und dürfte sich 2024 weiter verringern, wodurch die Devisenreserven ansteigen könnten. Und schließlich ist die Auslandsverschuldung Indiens mit rund 20 % des BIP im Vergleich zu den Industrieländern niedrig. In den USA macht sie etwa 100 % des BIP aus, in Deutschland 170 % und in Italien 130 %.
Interessant für Anleger ist die Entwicklung der Zinssätze, insbesondere vor dem Hintergrund von El Niño, der die Lebensmittelpreise in die Höhe treiben könnte, und der jüngsten Drosselung der Ölproduktion durch Saudi-Arabien. Die indische Zentralbank (RBI) hat klar gesagt, dass die Senkung der Inflation auf 4 % eine absolute Priorität bleibt. Dennoch wurde der Zinssatz kürzlich bei 6,5 % belassen, was den Markterwartungen entsprach.
Ein genauerer Blick offenbart jedoch, dass die Inflation im April bereits ein Zweijahrestief erreicht hat, und dieser allgemeine Trend deckt sich mit dem Rest der Welt. Weltweit werden die Zinssätze möglicherweise nicht auf das extrem niedrige Niveau des vergangenen Jahrzehnts zurückkehren, und Indiens fiskalische Umsicht dürfte mittelfristig belohnt werden, da die aktuellen Zinssätze weiterhin hoch sind.
Kurz gesagt: Die makroökonomische Situation Indiens unterscheidet sich deutlich von der vieler anderer Länder und rechtfertigt andere Bewertungen. Daher können diese Unterschiede durchaus bestehen bleiben oder sich sogar noch vergrößern, wenn das makroökonomische Gefälle weiter zunimmt.
Zusammengefasst: Indische Aktien sind derzeit nicht günstig, aber sie sind auch nicht teuer, wenn man die strukturellen Trends berücksichtigt. Dazu gehören ein günstiges fiskalisches Umfeld, eine steigende Leistungsfähigkeit des verarbeitenden Gewerbes und natürlich positive Rahmenbedingungen für den privaten Konsum.
Was die kurzfristigere Entwicklung angeht, so beobachten wir ein sich rasch verbesserndes Geschäftsumfeld, Regierungsreformen, ein gesundes Kreditwachstum und sehr starke Einkaufsmanagerindizes, außerdem Aktienmärkte, die sich für den Zeitraum seit Jahresbeginn gerade ins Plus gedreht haben.
Marcus Weyerer, CFA, Senior ETF Investment Strategist, Franklin Templeton ETFs EMEA 
