Jahrestag des Ukrainekrieges
Yanchenko: „Fehler Deutschlands haben zu diesem Krieg geführt“

Die Vorsitzende der deutsch-ukrainischen Parlamentariergruppe, Halyna Yanchenko, gibt Deutschland eine Mitverantwortung an dem Überfall Russlands auf die Ukraine.

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Köln – Die Vorsitzende der deutsch-ukrainischen Parlamentariergruppe, Halyna Yanchenko, gibt Deutschland eine Mitverantwortung an dem Überfall Russlands auf die Ukraine. In einem Interview zum Anlass des ersten Jahrestages des Überfalls sagt Yanchenko im WDR-Radiosender COSMO:

Leider hat Deutschland in der Vergangenheit Fehler begangen, die zu diesem Krieg geführt haben.“ Deutschland habe 2008, gemeinsam mit Frankreich, wesentlich dazu beigetragen, dass die Ukraine nicht in die NATO aufgenommen wurde.

Nach Auffassung vieler Militäranalysten haben Deutschland und Frankreich damit eine Einladung an Russland geschickt, sich auf die Invasion und diesen massiven und blutigen Krieg vorzubereiten“, sagt die ukrainische Politikerin. Yanchenko leitet aus dieser Mitverantwortung ab, es sei „die moralische Pflicht Deutschlands und Frankreichs als unser Anwalt aufzutreten.“ Konkret fordert sie unter anderem eine stärkere Unterstützung für einen schnellen Beitritt der Ukraine zur Europäischen Union.

Die 34-jährige Halyna Yanchenko ist seit 2019 Abgeordnete im ukrainischen Parlament und zählt zum Kreis der engeren Vertrauten um Präsident Selenskyi.

Im Februar 2022 hat Russland eine militärische Invasion in der Ukraine gestartet, indem es Truppen über die Grenze schickte und eine massive Offensive auf ukrainisches Gebiet startete. Die Invasion folgte auf Wochen und Monate zunehmender Spannungen und Provokationen zwischen den beiden Ländern, die auf die Annexion der Krim durch Russland im Jahr 2014 zurückgehen.

Die Invasion löste eine internationale Krise aus, als die Weltgemeinschaft schockiert und besorgt reagierte. Die Vereinigten Staaten, Kanada, Großbritannien, Frankreich und andere NATO-Länder verurteilten die Invasion scharf und kündigten an, dass sie bereit seien, die Ukraine zu verteidigen.

Die Kämpfe zwischen russischen Truppen und ukrainischen Verteidigungskräften sind seit Beginn der Invasion heftig, und es wird befürchtet, dass der Konflikt zu einem langen und verheerenden Krieg eskalieren könnte. Die humanitäre Lage ist ebenfalls alarmierend, da Zehntausende von Menschen auf der Flucht sind und humanitäre Organisationen Schwierigkeiten haben, Hilfe zu leisten.

Die internationale Gemeinschaft hat die Invasion verurteilt und wirtschaftliche Sanktionen gegen Russland verhängt. Es wird jedoch erwartet, dass die Auswirkungen auf Russland begrenzt sein werden, da das Land ein großer Energieexporteur ist und wirtschaftliche Sanktionen den globalen Energiemarkt beeinträchtigen könnten.

Die Ukraine und ihre Unterstützer fordern eine sofortige Einstellung der Feindseligkeiten und eine friedliche Lösung des Konflikts, einschließlich des Rückzugs der russischen Truppen und der Rückgabe der Krim an die Ukraine. Die Situation bleibt jedoch ungewiss, da beide Seiten ihre Positionen verhärten und der Konflikt weiterhin eskaliert.

Krim-Invasion

Die russische Invasion der Ukraine begann im Februar 2014, als russische Truppen die Halbinsel Krim annektierten. Seitdem haben russische Truppen und unterstützende separatistische Kräfte im Osten der Ukraine gekämpft, was zu tausenden von Todesfällen und Verletzungen sowie zu erheblichen Zerstörungen geführt hat.

Die genauen Ursachen für die Invasion sind umstritten und komplex. Einige Argumente beinhalten die geopolitische Bedeutung der Krim für Russland, die Unterstützung russischer Bevölkerungsgruppen in der Ukraine und die Ablehnung der pro-westlichen Bewegung in der Ukraine durch die russische Regierung.

 

 

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