Syrien
Türkischer Geheimdienst MIT tötet mutmaßliche Planer des Istanbul-Anschlags

Bei einem gezielten Drohnenangriff in Syrien sind zwei mutmaßliche Planer des Terroranschlags von Istanbul, Halil Menci und Heval Ekrem, getötet worden.

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Ankara – Bei einer gemeinsamen Anti-Terror-Operation der türkischen Armee und des Nachrichtendienstes MIT in Syrien sind durch einen gezielten Drohnenangriff  zwei mutmaßliche Planer des Terroranschlags von Istanbul, Halil Menci und Heval Ekrem, getötet worden. Die türkischen Sicherheitsbehörden hatten mit Hochdruck nach den mutmaßlichen PKK/YPG-Terroristen gefahndet, weil diese an den Planungen zum Sprengstoffanschlag am 13. November 2022 beteiligt gewesen sein sollen.

Bei dem Terroranschlag in der Istiklal Caddesi waren nach offiziellen Angaben 6 Menschen getötet und 81 verletzt worden. Wie türkische Medien berichten, war der mit internationalem Haftbefehl gesuchte Extremist in einem PKW in Syrien unterwegs, als Angriffsdrohnen das Fahrzeug aus der Luft attackierten. Auf Filmaufnahmen ist ein völlig zerstörtes, abgebranntes Auto zu sehen, das am Straßenrand steht.

Mutmaßlicher Chefplaner des Terroranschlags weiter auf der Flucht

Die bulgarische Polizei hatte im Januar Hazni Gölge, den Fluchthelfer des mutmaßlichen
Drahtziehers des Bombenanschlags von Istanbul, Bilal Hasan, in Swilengrad aufgespürt und festgenommen. Gegen das PKK/YPG-Mitglied lag ein Haftbefehl aus der Türkei vor, der kurze Zeit später den türkischen Strafverfolgungsbehörden am Grenzübergang Kapıkule überstellt wurde.

Laut Ermittlungen der Polizei war es der festgenommene Verdächtige, der kurz nach dem Anschlag den mutmaßlichen Drahtzieher des Sprengstoffanschlags zur Flucht ins Ausland geholfen haben soll. Die PKK wird von der Türkei und den USA sowie der EU als terroristische Organisation eingestuft. Sie wird für den Tod von mehr als 40.000 Menschen, darunter viele Frauen und Kinder, verantwortlich gemacht.

Kemal Bölge

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