Dating
Erster Eindruck beim Dating: Von Anfang an überzeugen

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Wenn es zum Treffen kommt: Was macht einen guten ersten Eindruck beim Dating aus?

Bei einem ersten Treffen geht es darum, sich zu öffnen und eine mögliche gemeinsame Wellenlänge auszuloten. Doch bevor sich zwei Menschen überhaupt näher kennenlernen können, steht der entscheidende Moment des ersten Eindrucks bevor. Dieser kann den Verlauf einer Beziehung maßgeblich prägen und ist daher ein entscheidender Faktor für das Gelingen einer möglichen Partnerschaft. In diesem Artikel werfen wir einen Blick auf die Bedeutung des ersten Eindrucks beim Dating und untersuchen, wie er weitere Annäherungsbemühungen beeinflussen kann.

Die Bedeutung des ersten Eindrucks im digitalen Zeitalter

In Zeiten des Online-Datings und der Social-Media-Plattformen spielt der erste Eindruck eine noch größere Rolle. Dating-Tipps und -Ratgeber sind sich weitestgehend einig: Profilbilder und kurze Texte auf Dating-Plattformen entscheiden darüber, ob jemand die Chance für ein persönliches Treffen bekommt. Zudem sind die Auswahlmöglichkeiten deutlich größer als noch vor einigen Jahrzehnten, wodurch der erste Eindruck wichtiger denn je wird.

Die Elemente eines guten ersten Eindrucks

Beim ersten Aufeinandertreffen mit einer anderen Person formt sich instinktiv in wenigen Sekunden ein Bild. Diese rasche Einschätzung basiert auf äußerlichen Merkmalen wie Aussehen, Kleidung, Körpersprache und Stimme. Unser Gehirn muss gleichzeitig viele Nachrichten und Sinneseindrücke verarbeiten. Evolution und Lebenserfahrung haben dafür gesorgt, dass es potenzielle Bedrohungen oder Chancen schnell erkennen kann. Daher hat der erste Eindruck eine wichtige Funktion: Er hilft uns, eine vorläufige Meinung über unser Gegenüber zu bilden.
(Foto: pixa)

Authentizität und Selbstbewusstsein

Echtheit und Selbstsicherheit strahlen Attraktivität aus. Menschen, die sich selbst treu bleiben und sich wohl in ihrer Haut fühlen, machen einen positiven ersten Eindruck. Es ist wichtig, nicht in die Falle zu tappen, sich zu verstellen, um dem Gegenüber zu gefallen. So schafft Authentizität eine solide Basis für eine mögliche Beziehung.

Kommunikation und aktives Zuhören

Eine gute Kommunikation ist der Schlüssel zum erfolgreichen ersten Eindruck. Es geht nicht nur darum, über sich selbst zu sprechen, sondern auch aktiv zuzuhören und auf das Gegenüber einzugehen. Interesse und Empathie sind hierbei von großer Bedeutung und tragen dazu bei, eine angenehme Atmosphäre zu schaffen.

Gepflegtes Erscheinungsbild

Das äußere Erscheinungsbild spielt eine entscheidende Rolle beim ersten Eindruck. Ein gepflegtes Äußeres zeigt, dass man sich Mühe gibt und Wertschätzung für das Treffen und das Gegenüber hat. Es ist nicht notwendig, perfekt auszusehen, aber ein sauberes und ordentliches Auftreten wird positiv wahrgenommen.

Die Auswirkungen des ersten Eindrucks auf das weitere Kennenlernen

Der erste Eindruck ist nicht nur ein flüchtiges Urteil, sondern wird in aller Regel auch das weitere Kennenlernen beeinflussen.

Einfluss auf die Anziehungskraft

Ein positiver erster Eindruck kann die Anziehungskraft zwischen zwei Menschen verstärken. Er schafft eine Grundlage, auf der sich eine mögliche romantische Beziehung entwickeln kann. Andererseits kann ein negativer erster Eindruck das Interesse des anderen mindern und den Weg für eine vertiefte Verbindung erschweren.

Lange Nachwirkung

Der erste Eindruck kann auch lange nach dem ersten Treffen nachwirken. Ein schlechter erster Eindruck kann dazu führen, dass eine weitere Annäherung und ein weiteres Kennenlernen ausbleiben. Es bedarf oft einer überzeugenden Wiedergutmachung oder eines positiven Folgeeindrucks, um diesen Effekt zu überwinden.

Fazit: Keine zweite Chance für einen guten ersten Eindruck

Der erste Eindruck beim Dating ist ein entscheidender Moment, der über den Verlauf einer möglichen Beziehung mitbestimmt. Authentizität, Selbstbewusstsein, Kommunikation und ein gepflegtes Erscheinungsbild sind Schlüsselfaktoren für einen guten ersten Eindruck. Obwohl er in Sekunden gebildet wird, kann der erste Eindruck eine lang anhaltende Wirkung haben, die das weitere Kennenlernen beeinflusst. Besonders in der heutigen digitalen Ära spielt er eine herausragende Rolle, da das Online-Dating die Wichtigkeit des ersten Eindrucks noch verstärkt. Es lohnt sich daher, bewusst an einem positiven ersten Eindruck zu arbeiten und so die Chance auf eine erfüllende Beziehung zu erhöhen.

Irak
„PKK verhindert Jesiden-Rückkehr nach Sindschar“

Erbil – Die Jesiden können wegen des PKK-Terrors nicht nach Sindschar zurückkehren, erklärte das türkische Generalkonsulat in Erbil am Donnerstag. „Am Jahrestag des Massakers, das die Terrororganisation DEASH (IS) vor neun Jahren an irakischen Jesiden verübte, erinnern wir uns mit tiefer Trauer an das Leid der jesidischen Gemeinschaft“, so das Generalkonsulat auf Twitter. „Die Jesiden, die aufgrund des DAESH-Terrorismus aus ihrer Heimat vertrieben wurden, können heute aufgrund des PKK-Terrorismus nicht nach Sindschar zurückkehren. Unser Land wird der jesidischen Gemeinschaft weiterhin gegen die Gräueltaten und Bedrohungen, denen sie ausgesetzt ist, zur Seite stehen“, fügte es hinzu. Bei einem Angriff am 3. August 2014 auf den Sindschar-Distrikt, in dem Jesiden leben, entführte und tötete der IS Tausende von Menschen, darunter auch Frauen und Kinder, oder hielt sie in von ihm kontrollierten Gebieten gefangen. Vor den Angriffen lebten etwa 300 000 Menschen im Sindschar, zwei Drittel davon Jesiden, die übrige Bevölkerung bestand aus sunnitischen Kurden und Arabern. Der Terrororganisation PKK gelang es 2014, unter dem Vorwand, die jesidische Gemeinschaft vor dem IS zu schützen, im Sindschar Fuß zu fassen. Hunderttausende Jesiden, die nach dem Angriff aus ihrer Heimat fliehen mussten, leben in den Lagern der kurdischen Regionalregierung (KRG) im Nordirak unter harten Bedingungen.

Zum Thema

– Terrorismus – Düsseldorf: Jesiden fordern von PKK Freilassung verschleppter Kinder

Während die auch in Deutschland als Terrororganisation eingestufte PKK in großen Teilen der hiesigen Medien und bei Politikern eine gewisse Sympathie genießt, bleiben die Hilferufe verschiedener Minderheiten aus den Regionen im Norden Syriens und des Irak in Deutschland weitgehend ungehört.

Düsseldorf: Jesiden fordern von PKK Freilassung verschleppter Kinder

Gastkommentar
Todesstrafe für blutigen Anschlag auf Synagoge – ist das richtig?

ein Gastkommentar von Michael Thomas Mir ist völlig klar, dass das Thema Todesstrafe zum Teil heftige Kontroversen hervorruft. Zu den Fakten: Vor fünf Jahren stürmte der 50-jährige Robert Bowers schwer bewaffnet die „Lebensbaum“-Synagoge in Pittsburgh, brüllte: „Alle Juden müssen sterben!“ und eröffnete das Feuer. Elf Menschen kamen dabei ums Leben. Bowers vertrat bereits vor der Tat rechtsradikale, antisemitische Ideen und war für eine weiße Vorherrschaft. Er hat die Tat nie bereut. In welche Lage hat er nun die Gesellschaft und die Justiz gebracht? Wie können und müssen beide angemessen darauf reagieren? Kann es hier noch den allseits vertretenen Rehabilitierungsansatz in der Suche nach einem Strafmaß geben? Ich vertrete hier einen ganz bestimmt höchst unpopulären Standpunkt und stimme für die Verhängung der Todesstrafe. Meiner ganz persönlichen Meinung nach ist den Angehörigen der Todesopfer zu folgen, die sich einmütig ebenfalls für die Todesstrafe ausgesprochen haben. Ihr Leid und ihr Schmerz ist schier unfasslich; sie müssen nicht nur mit dem Tod ihres Angehörigen leben, sondern auch noch dazu mit der widerlichen Niedrigkeit des Motivs, das dem Mord zugrundeliegt. Wenn man auch aus spirituellen und psychologischen Gründen anempfehlen könnte, zu verzeihen, so wird man größtes Verständnis dafür aufzubringen haben, wenn dies nicht gelingt. Es muss eine ungeheure Qual für sie sein, mitzuerleben, wie Bowers einen Tag nach dem anderen weiterlebt – selbst wenn es nur noch gezählte bis zu seiner Hinrichtung sein werden Hinzu kommt für mich ein Schutz- und Vertretungsversprechen, welches jede halbwegs funktionierende Gesellschaft jedem seiner Individuen schuldet, solange es ihm die Möglichkeit, selbst Justiz auszuüben, entzieht. Wenn das Individuum in einem Fall wie diesem nicht selbst Hand an den Täter legen darf und kann, schuldet ihm die Gesellschaft dies. Denn reflektiv hat auch die Gesellschaft ein Recht darauf, den Täter angemessen bestraft zu sehen; auch wenn die Opfer in diesem Fall ausschließlich Juden waren, so waren diese Juden Teil der US-amerikanischen Gesellschaft. Und so haben eben nicht nur die Angehörigen der Toten ein Recht auf die Bestrafung, sondern alle 323 Millionen US-Bürger, die die Tat ebenfalls schockierte, verletzte, verängstigte und anwiderte. Wie könnte einer dieser nicht direkt betroffenen Bürger jemals Vertrauen in eine Gesellschaft haben, die Taten eines solchen Ranges nicht so bestraft, wie er es für zwingend erforderlich hält? Wie man die Todesstrafe für zwingend erforderlich halten kann? Eine Tat wie diese entzieht sich allem, was man an Grautönen in einem Fehlverhalten erkennen könnte, denn im Grunde genommen ist nichts nur weiß oder nur schwarz. Selbst grausame Verbrechen können ein Motiv haben, das die Tat in Teilen relativieren könnte. Nehmen wir das Beispiel eines behinderten Mannes, der der buchstäblich entsetzlichen Ermordung eines anderen Mannes überführt wurde. Er hatte sich keineswegs mit einer „einfachen“ Tötung begnügt; man fand die Leiche furchtbar entstellt und zerstückelt auf. Im Verfahren konnte der Täter eindrucksvoll nachweisen, von seinem Opfer über viele Jahre schwerst misshandelt, beleidigt, geschlagen und bestohlen worden zu sein. Obschon er mehrfach um Hilfe gebeten und versucht hatte, anderweitig über legale Kanäle Abhilfe zu schaffen, gelang ihm dies nie. Zahllose Stellen haben hier kläglich versagt. Hier ist die Frage zu stellen: wieviel vermeidbares Leid hat sich aufbauen müssen, um den Mörder zu einer derartigen Tat zu verleiten? Aber im Fall des Antisemiten Bowers liegen die Dinge anders: jede Faser seines Motivs ist ekelerregend und widerwärtig – und tatsächlich unentschuldbar, unverständlich, strafwürdig. Es gibt nichts, gar nichts, was die Schwere seiner Tat relativieren könnte. Eine Gesellschaft, die zivilisiert, kultiviert, gebildet, frei und progressiv sein will, muss jeden Ansatz zu einem Gedankengut wie das von Bowers zerstören und immer sofort da eliminieren, wo er sich zeigt. Das klingt zunächst wie ein Widerspruch, ist aber keiner. Es gilt, unbedingte Tabus einzurichten; Grenzen zu definieren, die nicht nur nicht überschritten werden dürfen, sondern nicht überschritten werden können. Dabei kennen wir diese psychologische Technik reflexhaft seit Jahrtausenden überaus gut: wir nehmen es einfach nicht hin, dass sich jemand nackt auszieht und durch die Straßen läuft (wenn man von definierten Kunstaktionen einmal absieht). Es ist nicht okay für uns, beispielsweise in einem Kaufhaus, auf der Straße, im Büro zu defäkieren. Selbstverständlich würden und müssten wir mit scharfen Reaktionen unserer Umwelt rechnen, wenn wir dies täten. Es ist uns unmöglich. Niemand von uns hat Derartiges selbst einmal getan. Keiner. Nie. Wir diskutieren das auch gar nicht. Wir denken nicht darüber nach. Wir müssen und dürfen auch nicht darüber diskutieren, ob Hass auf andere irgendwie akzeptabel sein könnte, denn er ist es nicht und wird, kann es niemals sein. Es gilt, ein solches Tabu zu errichten.Und wer ein solches Tabu bricht, so wie es Bowers getan hat, hat meiner Meinung nach ohne Diskussion aus der Gesellschaft und dem Leben entfernt werden. Wir sind es uns selbst, den Opfern und den Angehörigen der Opfer schuldig. Dennoch trete ich dafür ein, die Todesstrafe abzuschaffen. Wenn es kluge Rechtsgelehrte gäbe, die eine scharfe Grenze zu ziehen wüssten, damit „Menschen“ wie Bowers hingerichtet werden können und andere nicht, müsste man sich dem widmen. Meine persönliche Fantasie reicht dazu nicht aus und schweren Herzens muss ich anerkennen, dass ein solch machtvolles Instrument wie die Todesstrafe im Handumdrehen pervertiert und missbraucht würde. Sie ist der schwerste Hammer, mit dem Menschen Fehlverhalten ahnden könn(t)en, die ultimative Strafe, das letzte Mittel, der furchtbarste Richterspruch. Sie ist wie die Atombombe; mit dem Willen, mit ihr Kriege zu verhindern, hat sie bereits Millionen von Menschen das Leben gekostet und liegt heute zehntausendfach in Arsenalen. Eigentlich ist jedem völlig klar, dass irgendwann die Stunde schlägt, in der mit ihnen neue, allumfassende, vernichtende Kriege begonnen werden. Es reicht nicht aus zu sagen: „Wir haben sie, setzen sie aber nie ein!“, denn sie wurde bereits eingesetzt und verführt dazu, mit ihnen Politik und Erpressung zu betreiben. Es kann keine unantastbare Grenze für die Todesstrafe geben, jenseits derer sie zuverlässig niemals zur Anwendung gebracht werden könnte. Deshalb muss die Menschheit dies Instrument aus der Hand legen. Muslimen fällt dies eher leicht, denn sie wissen, dass keine Strafe härter und furchtbarer ausfallen kann als die, dier der Höchste verhängt und vollzieht.
Gastbeiträge geben die Meinung der Autoren wieder und stellen nicht zwingenderweise den Standpunkt von NEX24 dar.
Zum Autor 
Michael Thomas ist Privatier, Fotograf, leidenschaftlich an Ägyptologie und Literatur interessiert, mit der er vor vielen Jahren als Autor regional einige Beachtung fand. Er verfolgt interessiert das Weltgeschehen durch Beobachtung internationaler Presse. Seinen Fokus legt er insbesondere auf die Palästinafrage und auf die islamische Welt.

ARD-DeutschlandTrend
AfD verbessert sich auf neuen Höchstwert

Berlin – Wenn am Sonntag Bundestagswahl wäre, käme die SPD aktuell auf 17 Prozent (-1 im Vgl. zu Juli). Die Union wäre mit 27 Prozent stärkste Kraft (-1). Die Grünen hätten nach leichten Zugewinnen 15 Prozent in Aussicht (+1). Die FDP käme unverändert auf 7 Prozent. Die AfD könnte mit 21 Prozent ihren Höchstwert aus dem Vormonat nochmals übertreffen (+1) und läge weiter an zweiter Stelle. Die Linke käme derzeit auf 4 Prozent und läge damit unterhalb der Mandatsschwelle. Auf alle anderen Parteien würden momentan 9 Prozent entfallen. Das hat eine repräsentative Umfrage von infratest dimap unter 1.297 Wahlberechtigten für den ARD-DeutschlandTrend von Montag bis Mittwoch dieser Woche ergeben. Mit der Arbeit der Bundesregierung sind die Deutschen weiterhin mehrheitlich unzufrieden. Aktuell sind 21 Prozent mit der Arbeit der Ampel-Koalition von SPD, Grünen und FDP sehr zufrieden bzw. zufrieden (-2 im Vgl. zu Juli). 78 Prozent sind damit weniger bzw. gar nicht zufrieden (+3). Jeder Fünfte (19 Prozent) ist der Ansicht, eine von der Union geführte Bundesregierung würde die anstehenden Aufgaben und Probleme in Deutschland besser lösen (+2 im Vgl. zu Dezember 2022). Ebenfalls jeder Fünfte (21 Prozent) glaubt, eine CDU/CSU-geführte Bundesregierung würde das schlechter tun als die Ampel-Regierung (-3). Für eine Mehrheit würde eine unionsgeführte Regierung ähnlich gut (17 Prozent, -5) bzw. ähnlich schlecht (36 Prozent, +6) arbeiten. Dass der Unions-Fraktionsvorsitzende Friedrich Merz ein guter Bundeskanzler wäre, glauben 16 Prozent der Wahlberechtigten; unter CDU-Anhängern sind es 32 Prozent. Drei von zehn Deutschen (31 Prozent) bezeichnen Friedrich Merz als guten CDU-Parteivorsitzenden; in der eigenen Anhängerschaft ist es jeder Zweite (50 Prozent). Derweil ist jeder Dritte (33 Prozent) der Meinung, bei der CDU wisse man genau, wofür sie steht; 61 Prozent stimmen dieser Aussage nicht zu. Knapp jeder Dritte (31 Prozent) ist auch der Ansicht, die CDU habe ein Gespür dafür, was die Menschen in Deutschland bewegt; knapp zwei Drittel (64 Prozent) stimmen dieser Aussage nicht zu. In der Politikerzufriedenheit fällt Friedrich Merz auf seinen schlechtesten Wert, seit er im Januar 2022 zum CDU-Parteivorsitzenden gewählt worden ist: Jeder vierte Wahlberechtigte (24 Prozent) ist mit seiner Arbeit derzeit sehr zufrieden bzw. zufrieden (-1 im Vgl. zu Juli); zwei Drittel (66 Prozent) sind damit unzufrieden. Auch Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) muss Einbußen in seiner Beliebtheit hinnehmen. Nur noch drei von zehn Wahlberechtigten (31 Prozent) zeigen sich mit seiner Arbeit als Bundeskanzler zufrieden (-3) – auch für ihn der niedrigste Zufriedenheitswert im ARD-DeutschlandTrend seit Amtsantritt. Angeführt wird die Politikerliste des ARD-DeutschlandTrends wie in den Vormonaten von Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD), der von mehr als der Hälfte der Bundesbürger (54 Prozent) positiv beurteilt wird (+1). Das bedeutet für ihn einen neuen persönlichen Bestwert im ARD-DeutschlandTrend. Er ist weiterhin der einzige Politiker, dessen Arbeit von der Bevölkerung mehr Zustimmung als Ablehnung erfährt. Ihm folgt nach leichten Verbesserungen zum Vormonat (+3) mit einem Zuspruch von 40 Prozent Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne); 55 Prozent sind mit ihrer Arbeit unzufrieden. Finanzminister Christian Lindner (FDP) kommt weiter auf 29 Prozent Zufriedenheit; mit ihm sind 64 Prozent weniger bzw. gar nicht zufrieden. Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) verbessert sich auf 28 Prozent Zufriedenheit (+5); zwei Drittel (65 Prozent) sind mit seiner Arbeit unzufrieden. Mit Innenministerin Nancy Faeser (SPD) sind 23 Prozent sehr zufrieden bzw. zufrieden (-1) und 54 Prozent weniger bzw. gar nicht zufrieden. Die AfD-Fraktionsvorsitzende Alice Weidel verbessert sich leicht auf 20 Prozent Zufriedenheit (+2 im Vgl. zu Juni) und damit einen persönlichen Bestwert im ARD-DeutschlandTrend; sechs von zehn Wahlberechtigten (60 Prozent) sind mit ihrer Arbeit indes unzufrieden. Mit FDP-Verkehrsminister Volker Wissing sind 18 Prozent zufrieden (+1 im Vgl. zu Juli); jeder Zweite (48 Prozent) ist mit ihm unzufrieden. Mit der Arbeit des Linken-Fraktionsvorsitzenden Dietmar Bartsch sind derzeit 17 Prozent sehr zufrieden bzw. zufrieden (+4) und 37 Prozent unzufrieden; fast jeder Zweite (46 Prozent) kennt ihn nicht bzw. traut sich kein Urteil zu.

Türkei
Erdogan ernennt erstmals Frau als Marine-Chefin

Ankara – Im Juni ernannte Erdogan erstmal in der Geschichte der Türkei eine Frau als Zentralbankchefin. Jetzt folgt ihr Oberstleutnantin Gökçen Fırat als erste Admiralin in den Marinestreitkräften. Die Sitzung des Obersten Militärrats unter dem Vorsitz des türkischen Staatschefs fand heute nach einem obligatorischen Besuch des Mausoleum Atatürks statt. Bei dem Treffen wurde über die Beförderung von Führungsoffizieren der türkischen Streitkräfte und die Verlängerung bzw. Beendigung ihrer Amtszeit entschieden. Während General Metin Gürak Kommandeur der 2. Armee wurde, gab es bei der Marine eine Premiere. Im Marinekommando wurde die 45-jährige Oberstleutnantin Fırat mit Beschluss des Obersten Militärrats die erste weibliche Admiralin in der Geschichte der türkischen Streitkräfte. Gökcen Fırat, die 1998 die Marineakademie in Tuzla einem Medizinstudium in Istanbul bevorzugte, diente danach fünf Jahre lang auf der Fregatte Yavuz. Fırat absolvierte 2004 die Marine-Führungsakademie als erste weibliche Schiffskommandantin und betrat damit Neuland in einer Männerdomäne. Ab dem 30. August 2023 wird Fırat im Rang eines Admirals dienen. yücel/pka

Zum Thema

– Türkei – Erdogan ernennt erstmals Frau zur Zentralbankchefin

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat die ehemalige Wall-Street-Bankerin Hafize Gaye Erkan zur neuen Zentralbankchefin des Landes ernannt

Erdogan ernennt erstmals Frau zur Zentralbankchefin
 

Preisanalyse
Große Marktplätze in vier von fünf Fällen teurer

Viele Onlineshopper:innen kaufen auf Plattformen wie Amazon, Ebay, Otto oder Kaufland. Um herauszufinden, ob die führenden Marktplätze wirklich günstiger sind als andere Onlineshops, hat das Preisvergleichsportal idealo eine umfangreiche Analyse durchgeführt. Das Ergebnis: In rund 80 Prozent der Fälle boten die anderen Shops den besten Preis. Im Rahmen der Studie hat die Preisvergleichsplattform untersucht, wie häufig die vier großen Marktplätze den günstigsten Preis auf idealo.de boten – und wie oft sonstige Onlineshops die Nase vorn hatten. Dafür hat idealo über 1.700 Produktkategorien analysiert.1 Bestpreis stammt nur zu 20 Prozent von großen Marktplätzen Wie die Analyse zeigt, boten im untersuchten Zeitraum über alle Warengruppen hinweg in 22 Prozent der Fälle die großen Marktplätze den besten Preis, zu 78 Prozent stammte das beste Angebot von einem anderen Shop. Eine Dominanz der „Big Player“ kann idealo vor allem im Bereich „Mode & Accessoires“ ausmachen: Hier gab es den günstigsten Preis in 44 Prozent der Fälle bei Amazon, Ebay, Otto oder Kaufland. Auch im Bereich „Auto & Motorrad“ sind die großen Markplätze überdurchschnittlich stark, wenn es um den günstigsten Preis geht: Rund ein Drittel der Bestpreise stammte von ebenjenen. Die anderen Onlineshops haben zwar überall, am eindeutigsten aber in der Sparte „Drogerie & Gesundheit“ die Nase vorn: In 88 Prozent der Fälle boten sie hier den günstigsten Preis. Preisunterschiede insgesamt eher marginal Für Produkte, für die im Mai 2023 sowohl ein großer Marktplatz als auch ein anderer Onlineshop den Bestpreis boten, hat idealo außerdem die durchschnittliche Preisdifferenz zwischen beiden Angeboten ermittelt. Insgesamt kann die Preisvergleichsplattform hier keinen eindeutigen Trend ausmachen: Über alle Produktgruppen hinweg lag der Preisunterschied vom großen Player zum anderen Shop bei lediglich einem Prozent. Auf einzelne Kategorien heruntergebrochen zeigen sich dennoch Tendenzen. Kosteten zum Beispiel Elektroartikel auf den großen Marktplätzen durchschnittlich sieben Prozent weniger als bei anderen Händlern, so konnten Verbraucher:innen im Drogeriebereich im Schnitt 13 Prozent sparen, wenn sie nicht bei Amazon, Ebay, Otto oder Kaufland kauften. Florian Kriegel, Preisexperte bei idealo, rät dazu, grundsätzlich die Preise mehrerer Anbieter zu vergleichen: „Unsere Auswertung zeigt, dass in den meisten Fällen eben nicht die großen Marktplätze wie Amazon die günstigsten sind. In vier von fünf Fällen sind es andere Onlineshops, bei denen sich noch mehr sparen lässt,“ so Kriegel. „Bei idealo sehen Nutzer:innen auf einen Blick, wo das gewünschte Produkt am günstigsten ist – auch in Bezug auf Versand- und etwaige Rücksendekosten.“ [1] Als „große Marktplätze“ gelten in dieser Analyse Amazon, Ebay, Otto und Kaufland. Betrachtungszeitraum: Mai 2022 bis einschließlich Mai 2023.

Wirtschaft
Ratingagentur Fitch stuft USA herab

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New York – Die Ratingagentur Fitch hat den Vereinigten Staaten die begehrte Spitzenbonität entzogen. Die Einstufung wurde um einen Schritt von AAA auf AA+ gesenkt. Die Änderung spiegelt die erwartete Verschlechterung der Haushaltslage in den nächsten drei Jahren und die hohe und wachsende Schuldenlast des Staates wider, ebenso wie das Patt bei der Schuldengrenze und die Beschlüsse in letzter Minute, so die Ratingagentur am Dienstag. „Diese Faktoren haben zusammen mit mehreren wirtschaftlichen Schocks sowie Steuersenkungen und neuen Ausgabeninitiativen zu einem sukzessiven Schuldenanstieg in den letzten zehn Jahren beigetragen“, heißt es in einer Erklärung. Fitch verwies auch auf die wiederholten Kämpfe zwischen Republikanern und Demokraten im Kongress um den Haushalt. Vertreter der Biden-Regierung protestierten gegen die Herabstufung. „Ich bin mit der Entscheidung von Fitch Ratings nicht einverstanden“, sagte Finanzministerin Janet Yellen am Dienstag in einer Erklärung. „Die heute bekannt gegebene Änderung von Fitch Ratings ist willkürlich und basiert auf veralteten Daten“. Die Pressesprecherin des Weißen Hauses, Karine Jean-Pierre, sagte in einer Erklärung, dass „wir mit dieser Entscheidung nicht einverstanden sind“, und führte ähnliche Bedenken bezüglich der Modellierung von Fitch an.

Amenien
Chodschali-Massaker: Armenier muss sich für Völkermord verantworten

von Nabi Yücel

Die Tochter von Vagif Khachatryan ist sichtlich aufgelöst. In einem dramatischen Appell forderte Vera Khachatryan vor versammelter Medienschar die Vereinten Nationen vor dem UN-Büro in Eriwan auf, sich für die Freilassung des Vaters einzusetzen. „Das gesamten armenische Volk, von Arzach und Armenien, wird in Aserbaidschan festgehalten“, erklärte Vera Khachatryan weiter und forderte die Medien auf, die illegale Entführung ihres Vaters durch Aserbaidschan in die ganze Welt zu schreien.

Vagif Khachatryan, der 68-jährige Vater von Vera, wurde am 29. Juli von aserbaidschanischen Grenzschutzbeamten entlang des Lachin-Korridors festgenommen, als er versuchte, aus dem noch besetzten Gebiet Bergkarabach zur medizinischen Behandlung nach Armenien überführt zu werden.

Vagif Khachatryan ist in Aserbaidschan kein Unbekannter, wird er doch für die Massaker von Chodschali, insbesondere für Kriegsverbrechen in Meshali während des Ersten Bergkarabach Krieges mitverantwortlich gemacht. Das Massaker von Chodschali gilt als größter Einzelmassaker während des gesamten Bergkarabach-Konflikts.

Offensichtlich lebte der 68-jährige Vagif Khachatryan nach dem Ersten Bergkarabach Krieges unbehelligt im armenisch besetzten Bergkarabach, bis Aserbaidschan zwischen dem 27. September 2020 bis 10. November 2020, also rund 30 Jahre später, einen Befreiungsschlag startete und über zwei Drittel des besetzten aserbaidschanischen Gebietes von Armenien befreite. In dem noch armenischen De-facto-Staat in Bergkarabach namens Arzach, hielt sich Vagif Khachatryan bis zuletzt auf, abgeschnitten von Armenien und deren Hilfslieferungen für das international nicht anerkannte Gebiet.

Armenischen Medienberichten zufolge, wurde Khachatryan bei der Grenzkontrolle von aserbaidschanischen Sicherheitskräften festgenommen, als er versuchte mit einem Fahrzeug des Internationalen Komitees des Roten Kreuzes (IKRK) durchzureisen und befindet sich offenbar in einem Krankenhaus in Baku.

Wie aus den Informationen der Generalstaatsanwaltschaft der Republik Aserbaidschan hervorgeht, wird Vagif Cherkezovich Khachatryan beschuldigt, u.a. am 22. Dezember 1991 im Rahmen einer Gruppe armenischer bewaffneter Formationen im Dorf Meshali (Meşəli) in der Region Chodschali ein Massaker an der aserbaidschanischen Bevölkerung verübt zu haben. Bei den Massenmorden wurden 25 Aserbaidschaner getötet, 14 verletzt und 358 weitere vertrieben.

Die Generalstaatsanwaltschaft in Baku leitete ein Strafverfahrens gegen Khachatryan wegen Beteiligung am Völkermord und Deportation bzw. Zwangsumsiedlung der Bevölkerung ein, wobei das Gericht vorbeugend Untersuchungshaft ordnete.

Bekannt ist die Region Chodschali seit 1991 vor allem für eine Offensive von armenischen Streitkräfte und einigen Truppen des 366. GUS-Regiments, die Anfang 1992 eine Offensive starteten und dabei fast die gesamte aserbaidschanische Bevölkerung der Enklave zur Flucht zwangen und auf ihrer Flucht skrupellose Gewalttaten gegen Zivilisten verübten. Die Zahl der Todesopfer wird von den aserbaidschanischen Behörden mit 613 Zivilisten angegeben, darunter 106 Frauen und 63 Kinder. Aserbaidschan bezeichnet das Massaker oft als Tragödie (aserbaidschanisch: Xocalı faciəsi) oder als Völkermord (Xocalı soyqırımı).

Zum Thema

– Hodschali-Massaker – Das Massaker von Chodschali: 31 Jahre Straflosigkeit

Vom 25. bis 26. Februar 1992 besetzten die armenischen Streitkräfte die Stadt Chodschali mit Hilfe von gepanzerten Fahrzeugen und Soldaten der russischen 366. motorisierten Schützenbrigade.

Das Massaker von Chodschali: 31 Jahre Straflosigkeit

Gastkommentar
Der Graue Wolf (Bozkurt) ist das Sinnbild des Türkentums

ein Gastkommentar von Teyfik Oezcan

Die Mythologie des Steppenwolfs ist eine Geschichte voller Heldentum und Geheimnisse. In der türkischen Mythologie spielt der Wolf meistens die Rolle des Retters der türkischen Nation. Der Mythologie zufolge erlitten die Türken in einer Schlacht eine schwere Niederlage. Bis auf einen 10-jähriger Jungen wurden alle Türken von den feindlichen Kämpfern getötet.

Sie ließen den Jungen am Leben, verwundeten ihn aber schwer und warfen ihn in einen Sumpf. Nach einer gewissen Zeit kommen die feindlichen Soldaten wieder in den Sumpf, um das Kind zu töten. Sie kamen aber zu spät. Ein Wolf rettete den Jungen, nahm ihn bei sich auf und versteckte ihn in einer Höhle, wo ihn niemand finden konnte. Der Wolf fütterte den Jungen und zog ihn auf. Gemäß der türkischen Mythologie stammen die Göktürken von diesem Kind ab.

Der Graue Wolf (Bozkurt) ist das Sinnbild des Türkentums

Dies ist einer der Gründe, warum der Graue Wolf das Symbol der Türken wurde. Die Bedeutung dieses Symbols ist ferner, dass die Türken eine freiheitsliebende Nation sind und ihre Freiheit von der Vergangenheit bis zur Gegenwart nicht aufgeben konnten. Die Eigenschaften des Grauen Wolfes: – Graue Wölfe haben nur einen Anführer, und das Rudel gehorcht den Befehlen dieses Anführers. – Graue Wölfe jagen nur so viel, wie sie fressen können und sie jagen keine Jungtiere. – Graue Wölfe fressen nie Aas.

Er jagt seine eigene Beute. Es frisst auch kein Fleisch, das von anderen Tieren erlegt wurde. – Graue Wölfe sind eifersüchtig auf ihre Frauen. Ein grauer Wolf paart sich nie mit einem schwarzen Wolf. Er wählt in seinem Leben nur eine Frau. Er sucht keine andere Frau bis seine Frau stirbt. In der politischen und medialen Debatte in Deutschland wird das Symbol Grauer Wolf ausschließlich auf die Ideologien von politischen Parteien reduziert und die historischen sowie kulturellen Aspekte der Türken wissentlich ignoriert.

Diese eindimensionale sowie politisch motivierte Sichtweise geht aber an der gelebten Realität vorbei und versucht die positive Wahrnehmung auf die Wurzeln der Türken zu unterminieren. Niemand würde in Deutschland auf die Idee kommen den Bundesadler (ehem. Reichsadler) ausschließlich mit Rechtsextremismus gleichzusetzen, obwohl er in diesem Milieu weit verbreitet ist. Daher muss in unserer aufgeklärten und offenen Gesellschaft die historische Aufarbeitung im Vordergrund stehen und nicht politische sowie mediale Stigmatisierung des Grauen Wolfes.


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Zum Thema

– Islamophobie – Mesut Özil: Islamfeindlichkeit und Antisemitismus mit Barmherzigkeit „entwaffnen“

Der deutsche Weltmeister von 2014 hat die Muslime aufgefordert, Islamophobie und Antisemitismus mit „Barmherzigkeit zu entwaffnen“.

Mesut Özil: Islamfeindlichkeit und Antisemitismus mit Barmherzigkeit „entwaffnen“

AfD-Parteitag
Björn Höcke: „Diese EU muss sterben, damit das wahre Europa leben kann“

Magdeburg – Der Landesvorsitzende der thüringischen AfD und Fraktionsvorsitzende der Partei im Thüringer Landtag, Björn Höcke, fordert die Abschaffung der Europäischen Union in ihrer jetzigen Form. „Ich bin kein Freund der Europäischen Union“, erklärt Höcke, der sie als „Globalisierungsinstanz und -agentur“ sieht. „Es gibt viele Gründe, die EU abzulehnen, sie bringt Europa nicht weiter“, sagt der vom Verfassungsschutz als rechtsextremistisch eingestufte Politiker im phoenix-Interview am Rande des AfD-Parteitags weiter. Die EU sieht er darüber hinaus nicht als die wahre Form Europas an und fordert mit – wie er selbst sagt – populistischen Worten ihre Abschaffung. „Diese EU muss sterben, damit das wahre Europa leben kann.“ Trotz seiner Ablehnung der EU sei jedoch der Beitritt der AfD zur europäischen Dachpartei der Rechten „Identität und Demokratie“ kein Widerspruch. „Wir sind ja auch gestern der Europapartei beigetreten. Wir haben die klare Zielsetzung: Die EU ist nicht reformfähig und muss in einen neuen, europäischen Staatenbund, der neu gegründet wird, überführt werden.“ Dies müsse laut Höcke ein organischer Prozess sein, kein revolutionärer. „Wir sind keine revolutionäre Partei, wir sind eine bürgerliche Partei. Wir kennen die Notwendigkeit grundsätzlicher Reformen in allen Politikfeldern, auch im Bereich der EU-Politik, der Europa-Politik.“ Innenpolitisch sieht Höcke angesichts der hohen Umfragewerte der AfD in Thüringen die Chance, aus der kommenden Landtagswahl im Herbst 2024 selbst als Ministerpräsident hervorzugehen. „Wir wollen mit Abstand stärkste Kraft werden“, erklärt der Landespolitiker. „Wenn die AfD wirklich in den Bereich kommt, doppelt so stark zu sein wie der erste Verfolger in Thüringen, dann darf es keine Frage mehr sein, wer Ministerpräsident wird. Dann muss das der Spitzenkandidat der AfD werden.“ In dieser Rolle sieht Höcke sich selbst. „Wenn mich mein Landesverband zum Spitzenkandidat küren sollte, dann müsste der Name tatsächlich der meinige sein.“ Trotz seiner Ambitionen auf das Amt des thüringischen Ministerpräsidenten schließt er jedoch nicht aus, sich im kommenden Jahr auf dem Parteitag als Bundessprecher der AfD zu bewerben. „Sicherlich ist das eine Möglichkeit“, so Höcke. Für den Moment sei er jedoch „sehr glücklich in Thüringen“ und wisse, wie wichtig seine Arbeit auf Landesebene für die Partei sei. Auch mit der Arbeit der beiden amtierenden Bundesvorsitzenden Tino Chrupalla und Alice Weidel sei Höcke momentan „sehr zufrieden“.