Fußball
Euro 2016: Türkei qualifiziert sich direkt

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Konya (nex) – Die türkische Fußball-Nationalmannschaft wird im Juni 2016 an der Euro 2016 teilnehmen. Am Dienstagabend gewann das Team von Coach Fatih Terim durch ein Freistoßtor von Selçuk İnan in der 89. Minute gegen die Mannschaft aus Island mit 1:0. Damit gelang der Türkei nicht nur aus eigener Kraft die Verteidigung des dritten Tabellenplatzes in der Qualifikationsgruppe A, sondern es gelang sogar, als mit 18 bester Drittplatzierter aller Qualifikationsgruppen die direkte Teilnahme an der Europameisterschaft im nächsten Jahr zu sichern. Dass die Niederlande, die vor dem Spiel noch eine theoretische Chance hatten, die Türkei einzuholen, nach einen 0:3-Rückstand gegen Tschechien noch auf ein 2:3 herankommen konnten, war bedingt durch den eigenen Erfolg der Türkei irrelevant. Nach 1996, 2000 und 2008 wird die Türkei damit zum vierten Mal an der EM-Endrunde teilnehmen. Ihr größter Erfolg war dabei bisher das Erreichen des Halbfinales beim Turnier 2008 in Österreich und der Schweiz.

Flüchtlingskrise
Main-Taunus-Kreis will Katastrophenfall aufheben

Hofheim am Taunus (dts) – Der Main-Taunus-Kreis will den im Rahmen der Flüchtlingskrise am vergangenen Freitag ausgerufenen Katastrophenfall am Donnerstag wieder aufheben. Wie Landrat Michael Cyriax nach der Ankunft der ersten mehr als 200 Flüchtlinge in der Nacht zum Dienstag mitteilte, seien Aufträge an private Betreiber vergeben worden und der Kreis werde mit den Städten eine entsprechende Vereinbarung vorbereiten. „Den Katastrophenfall zu erklären, war sachlich gerechtfertigt. Ihn am Donnerstag aufzuheben, ist ebenfalls sachlich gerechtfertigt“, sagte Cyriax. Den Angaben zufolge wird mit dem Deutschen Roten Kreuz ein Vertrag über die weitere Betreuung der Flüchtlinge geschlossen, ebenso mit einem privaten Sicherheitsunternehmen, das bereits in den Unterkünften beauftragt wurde. Es war das erste Mal seit dem Jahr 1945, dass in dem Kreis der Katastrophenfall festgestellt wurde. Hintergrund der Entscheidung war die anstehende Aufnahme von 1.000 Flüchtlingen, die ab dem vergangenen Montag im Main-Taunus-Kreis versorgt werden sollten.

Türkei
Gute News für Auslandstürken: Autos dürfen nun bis zu zwei Jahre in der Türkei bleiben

Gute News für Auslandstürken: Autos dürfen länger in der Türkei bleiben
Ankara (nex) – Vor der Neuregelung hinsichtlich der maximal zulässigen Aufenthaltsdauer im Ausland angemeldeter Personenkraftwagen (PKW) in der Türkei ohne obligatorische Ummeldung betrug diese sechs Monate. Die türkische Diaspora wird fortan die eingeführten Pkws für zwei Jahre in der Türkei behalten dürfen.
Die Verlängerung der Aufenthaltsdauer von sechs Monaten auf zwei Jahre wurde heute von den zuständigen Ministerien verkündet. Aysel Alp von der Hürriyet berichtete am heutigen Dienstag, dass die Neuregelung, die Ministerpräsident Ahmet Davutoğlu bereits vor den Wahlen am 7. Juni in Aussicht gestellt hatte, noch vor den Wahlen am 1. November Gültigkeit erlangen werde.
Nach der Ratifizierung durch das Parlament wurde die Neuregelung des §4458 des Zoll- und Einfuhrgesetzes auch mittels der erforderlichen Veranlassungen seitens des zuständigen Ministeriums vollzogen und im Amtsblatt verkündet. Demnach wird eine Einfuhr für Personenkraftwagen für 24 Monate erlaubt.
Das bedeutet, dass Millionen von Türken, die im Ausland leben, ihre Fahrzeuge auch dann für die Dauer von bis zu zwei Jahren in der Türkei behalten können, wenn sie auf einem anderen Weg (Flugzeug, Zug) die Türkei wieder verlassen. Vor der Änderung betrug die dafür gewährte Höchstdauer sechs Monate. Vorher musste die Diaspora nach diesen sechs Monaten für jeden zusätzlichen Monat eine Strafe in Höhe des Doppelten des regulären Einfuhrzolls entrichten, ein Betrag, der sich nach drei weiteren Monaten der Überziehung der sechs Monate nochmal verdoppelte.
Das Zoll- und Wirtschaftsministerium bestätigt den Beginn der Änderung zum 13. Oktober 2015. Die Entscheidung des Ministers Faruk Çelik, diese Änderung vor der Wahl in die Wege zu leiten, wurde vom Interims-Minister der CHP, Hayati Yazici, mit der Begründung kritisiert, die Verlängerung der Aufenthaltsdauer schade der Automobilindustrie. Er hatte gefordert, von einer Verlängerung abzusehen.

G36-Affäre
Kommissionsbericht zu G36: Kein Schaden für Soldaten in Afghanistan

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Berlin (dts) – Durch das Pannengewehr G36 ist angeblich kein Bundeswehrsoldat in Afghanistan zu Schaden gekommen. Dafür gebe es keinen Anhaltspunkt, stellt der Untersuchungsbericht der sogenannten Nachtwei-Kommission fest, berichten die Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Das G36 war wegen Präzisionsproblemen in die Schlagzeilen geraten. Eine weitere Expertengruppe fand keinen Beweis für Korruption bei der Auftragsvergabe an den Waffenhersteller. Kritisch wird allerdings angemerkt, dass ein Büro der Wehrtechnischen Prüfstelle der Bundeswehr direkt vor Ort im Unternehmen angesiedelt war. Diese räumliche Nähe geht Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) zu weit. Wie die Zeitungen weiter schreiben, will von der Leyen den Posten wieder aus dem Unternehmen ausgliedern. Vor Parlamentariern kündigte die Ministerin auch neue sogenannte Compliance-Regeln für den Umgang der Bundeswehr mit der Rüstungsindustrie an. Als Konsequenz aus einer dritten Kommission, die eine Organisationsstudie vorlegte, will sie eine einheitliche IT-Plattform für alle Rüstungsprojekte aufstellen.

Syrienkrieg
Granaten treffen russische Botschaft in Syrien

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Damaskus (dts) – Die russische Botschaft in Syrien ist offenbar mit Granaten beschossen worden: Zwei Geschosse seien am Dienstag auf dem Gelände der russischen Vertretung in Damaskus eingeschlagen, berichten mehrere örtliche Medien übereinstimmend. Demnach hatte sich vor dem Botschaftsgelände eine Menschenmenge versammelt, um Russland für das Eingreifen im syrischen Bürgerkrieg zu danken. Wer hinter der Attacke steckt, blieb zunächst unklar. Die Al-Nusra-Front, ein Ableger von Al Qaida in Syrien, hatte zuvor zu Vergeltungsmaßnahmen wegen der Luftangriffe Russlands aufgerufen. Das russische Militär hatte Ende September damit begonnen, Luftangriffe in Syrien zu fliegen. Moskau bekämpft nach eigenen Angaben Ziele des „Islamischen Staats“ (IS) in Syrien.

"Anhängsel der CDU"
Gysi hält SPD „für einen ziemlichen Luschenverein“

Berlin (dts) – Gregor Gysi, scheidender Vorsitzender der Linken-Bundestagsfraktion, hält die SPD „für einen ziemlichen Luschenverein“. Auch deshalb wäre er nie gern Sozialdemokrat geworden, sagte Gysi in einem Interview mit dem RedaktionsNetzwerk Deutschland, dem mehr als 30 Tageszeitungen angehören. „Die wissen ja nicht mal, ob sie das Gegenüber zur CDU werden wollen oder doch nur ein Anhängsel bleiben wollen.“ Außerdem würde er sich viel zu sehr aufregen, wäre er in der SPD. Die Sozialdemokraten müssten begreifen, dass es auch ihr gut tue, wenn sie von einer Linkspartei „unter Druck gesetzt“ werde. Gysi kenne im Übrigen niemanden in der SPD von heute, „der Kanzlerformat“ habe. Zur Zukunft seiner eigenen Bundestagsfraktion ohne ihn an der Spitze meinte Gysi: „Ich bin Zweckoptimist. Das wird schon klappen.“ Großes Lob spendete Gysi dem Einheits-Kanzler Helmut Kohl. „Helmut Kohl hat seine wirklich großen Marken gesetzt mit der Herstellung der deutschen Einheit.“ Kohl sei „ein Europäer“ gewesen, der mit Leidenschaft den Weg zur europäischen Integration gegangen sei. Seine eigene Leistung in der Politik würdigt Gysi mit der Erklärung, er habe jene Teile der DDR in die Einheit geführt, „die von den anderen Parteien nicht gewollt waren und das waren nicht wenige“. Stolz sei er, dass es ihm gelungen sei, die Linke so zu etablieren, „dass es auch ein CSU-Wähler normal findet, dass es uns im Bundestag gibt“. Seinen Abschied aus der ersten Reihe nannte Gysi endgültig. Er habe wirklich Lust, einen neuen Lebensabschnitt zu beginnen. „Und auf den freue ich mich auch. Deshalb geht es nicht mehr zurück. Bis heute bin ich ein Politiker und ab morgen bin ich ein Gesellschaftspolitiker.“

Dresden
Galgen-Attrappe bei Pegida empört die Politik

Berlin (dts) – Politiker von CDU, SPD und Grünen haben sich über eine Galgen-Attrappe empört gezeigt, die ein Teilnehmer der Demonstration der „Patriotischen Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes“ (Pegida) am Montagabend in Dresden mitgebracht hatte. Der Vize-Vorsitzende der Unions-Bundestagsfraktion, Michael Kretschmer (CDU), sagte dazu dem „Handelsblatt“: „Es ist ganz klar, für diese Grenzüberschreitung ist der Veranstalter verantwortlich.“ Die Bilder richteten sich selbst. „Es ist abstoßend und widerlich. Jeder Bürger kann sehen, welcher Geist hier herrscht. Hier ist der Rechtsstaat mit aller Härte gefordert“, so Kretschmer, der auch Generalsekretär der sächsischen CDU ist. Empört zeigte sich auch der SPD-Bundestagsabgeordnete Niels Annen. „Wenn demokratisch gewählte Repräsentanten unseres Landes, und sei es symbolisch, mit dem Tod bedroht werden, darf dies nicht ohne Konsequenzen bleiben“, sagte Annen dem „Handelsblatt“. „Die notwendige juristische Aufarbeitung sollte auch die Veranstalter der Demonstration mit einbeziehen, die offensichtlich verhetzende Parolen und Symbole geduldet haben.“ Pegida zeige in diesen Tagen sein „wahres Gesicht“, fügte der SPD-Politiker hinzu. „Mit angeblich besorgten Bürgern hat dies nichts zu tun, die Politik ist daher gut beraten, diesen Begriff endgültig aus ihrem Wortschatz zu streichen.“ Der Vize-Vorsitzende der Grünen-Bundestagsfraktion, Konstantin von Notz, nannte die zunehmende Radikalisierung von Rechtspopulisten und Rechtsradikalen besorgniserregend und schwer erträglich. „Es offenbart sich erneut, dass das Nachplappern rechter Parolen durch einzelne Vertreter aus der Union, Rechtsextreme und Xenophobe nicht etwa einfängt, sondern in ihrer Radikalität bestärkt“, sagte von Notz dem „Handelsblatt“. „Dabei zeigen die Brandstiftungen und die anderen schweren Straftaten gegen Flüchtlingsunterkünfte, bei denen nur aus Zufall noch nichts Schlimmeres passiert ist, dass sich alle Demokraten gemeinsam entschieden dem Rassismus und der Fremdenfeindlichkeit entgegenstellen müssen.“ Unterdessen prüft die Staatsanwaltschaft Dresden im Zusammenhang mit der Galgen-Attrappe, die laut Pappschildern für Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und SPD-Chef Sigmar Gabriel reserviert war, den Verdacht auf die öffentliche Aufforderung zu Straftaten, wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft gegenüber MDR Info sagte. Demnach laufen die Ermittlungen gegen Unbekannt. Pegida-Chef Lutz Bachmann kritisierte auf seiner Facebook-Seite die „unfassbare Übertreibung unter Zuhilfenahme von vorsätzlich verfälschendem Fotoschnitt seitens der Lügenpresse“. Die Galgen-Attrappe sei lediglich circa 1,20 Meter lang gewesen und habe aus dünnen Latten bestanden. „Am Sonntag auf der TTIP-Demo in Berlin sah man solche Sachen, aber die ‎Lügenpresse sprach da nicht von `Aufruf zum Mord` oder `Lynchjustiz`“, so Bachmann weiter.

EM-Qualifikation
Türkischer Nationaltrainer: „Wir werden gewinnen“

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EM-Qualifikation: Türkei kann aus eigener Kraft den Play-Off-Einzug schaffen Istanbul (nex) – Nachdem die türkische Fußball-Nationalmannschaft 2014 einen denkbar schlechten Start in die Qualifikation für die Euro 2016 in Frankreich erwischt hatte, kann sie sich am heutigen Dienstagabend (20:45 MEZ) in Istanbul aus eigener Kraft den für die Teilnahme an der Play-Off-Runde erforderlichen dritten Platz in der Gruppentabelle sichern. Da nach einer 2012 von der UEFA eingeführten Neuregelung bei Punktegleichheit zwischen zwei Mannschaften nicht mehr die Tordifferenz aus allen Qualifikationsspielen insgesamt, sondern deren direkter Vergleich den primären Ausschlag gibt, würde der Türkei ein Unentschieden gegen die bereits fix qualifizierte Mannschaft aus Island ausreichen, um auf jeden Fall vor den vor ihrem heutigen Gruppenspiel gegen die ebenfalls bereits qualifizierten Tschechen zwei Punkte hinter der türkischen Mannschaft liegenden Niederlanden den dritten Platz zu erreichen. Nationalcoach Fatih Terim zeigt sich vor dem Spiel zuversichtlich. „Ich glaube, die Türkei wird gewinnen.“ Allerdings ist die türkische Nationalmannschaft gewarnt. Die bisherige Bilanz gegen Island ist ausgesprochen durchwachsen. Die erstmals für eine Endrunde qualifizierten Nordeuropäer, die erstmals am 24. September 1980 in der WM-Qualifikation für Spanien 1982 in İzmir auf die Türkei trafen und dabei 3:1 gewannen, starteten auch in diese Qualifikationsrunde am 9. September 2014 mit einem 3:0 gegen Terims Team in Reykjavik. Von neun Spielen, die Island und die Türkei bislang gegeneinander bestritten hatten, konnte die Türkei bis dato nur eines gewinnen, nämlich beim 5:0 am 12. Oktober 1994 vor eigenem Publikum. Zweimal gab es insgesamt ein Unentschieden. Im FIFA-Ranking liegt Island, das erstmals 2013 aufhorchen ließ, als die Mannschaft ins Play-Off für die WM-Endrunde eingezogen war und dort nur knapp gegen Kroatien scheiterte, derzeit auf Platz 23, die Türkei belegt Rang 37. Für die Niederlande, die nur bei einem Sieg Islands noch eine Chance auf den Verbleib in der Qualifikation wahren könnten, wäre deren Verfehlen die größte Blamage seit der Nichtteilnahme an der Weltmeisterschaft 2002.

Verfassungskultur
FDP-Lindner: Liberales Deutschland darf sich in Flüchtlingskrise nicht ändern

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – FDP-Chef Christian Lindner hat davor gewarnt, dass sich die liberale Bundesrepublik in der Flüchtlingskrise ändert: „Deutschland kann stolz sein auf seine liberale Verfassungskultur. Freiheit ist garantiert, beide Geschlechter haben dieselben Rechte“, sagte Lindner der „Westdeutschen Allgemeinen Zeitung“. „Bei uns ist auch Satire über Mohammed erlaubt und schwule Paare dürfen Hand in Hand durch die Stadt gehen. Mancher Flüchtling muss sich also ändern, keinesfalls darf sich aber das liberale Deutschland verändern.“ Der Staat des Grundgesetzes sei allerdings „kein christlicher Club“, sondern „offen für alle, die seine Werte teilen“, betonte der Chef der Freidemokraten.

Gysi legt Amt nieder
Hofreiter bedauert Rückzug von Linken-Fraktionschef Gysi

Berlin (dts) – Grünen-Fraktionschef Anton Hofreiter hat Bedauern über den Rückzug von Linken-Fraktionschef Gregor Gysi geäußert. „Mit Gysi tritt ein unermüdlicher Kämpfer für Gerechtigkeit in die zweite Reihe“, sagte Hofreiter im Gespräch mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Er werde den Witz und die Scharfzüngigkeit des Linken-Politikers in den Bundestags-Debatten vermissen. Hofreiter äußerte zugleich die Hoffnung, dass die Linke den Abschied Gysis vom Spitzenamt zur Selbstklärung nutzen und sich „endlich konstruktiv an einem sozial-ökologischen Politikwechsel“ beteiligen werde. An diesem Dienstag legt Gysi seinen Chefposten in der Linken-Bundestagsfraktion nach zehnjähriger Amtszeit nieder.