Berlin
Cate Blanchett schwärmt für Merkels Haltung in der Flüchtlingsfrage

  Berlin (dts) – Die australische Schauspielerin Cate Blanchett schwärmt für Angela Merkels Haltung in der Flüchtlingsfrage: „Die Tatsache, dass sie die Grenzen Deutschlands offen gehalten hat und damit auch den Druck vom Libanon und von Jordanien genommen hat, ist einfach wunderbar“, so die 46-Jährige im „Zeit Magazin“. „Es ist ein Weckruf für den Rest von Europa und ganz besonders für das Land, aus dem ich komme.“ Blanchett schätzt die Kanzlerin auch für ihr Engagement beim Thema Klimawandel. „Sie zeigt Führungsqualitäten, wenn es darauf ankommt“, sagte sie. Zu Deutschland habe die zweifache Oscar-Preisträgerin ein besondere Beziehung. „Ich wünschte, wir würden in Berlin leben“, so Blanchett. Sie habe das Gefühl, es lebten mehr Australier in Berlin als in Australien. „Einmal war ich mit meinen Kindern auf einem Spielplatz in Prenzlauer Berg und bin richtig in Panik geraten, weil ich mich umgeschaut habe und plötzlich dachte: `Hier sind ja alle Leute wie ich!` Nach einer Weile dachte ich: `Vielleicht sollten wir alle wieder gemeinsam nach Hause gehen.`“

Flüchtlingskrise
Nach Visa-Abkommen mit der Türkei: Bereits Rückgang der Flüchtlingszahlen festzustellen

Brüssel (dts) – Im Gegenzug für drei Milliarden Euro Flüchtlingshilfe, visafreies Reisen und vertiefte Beitrittsgespräche sicherte der türkische Premier Unterstützung bei der Bewältigung der Flüchtlingskrise zu. Seit dem Gipfelbeschluss gingen Sicherheitsbehörden gegen Dutzende Schleuser vor und hinderten laut türkischen Medien weit mehr als 1.500 Migranten an der Weiterreise. Der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch zufolge hat die Türkei große Teile der Grenze zu Syrien abgeriegelt. Im November kamen weniger Flüchtlinge in Griechenland an. „Wir erleben einen Rückgang“, sagte Griechenlands Migrationsminister Yannis Mouzalas der „Süddeutschen Zeitung“. Nach Zahlen des Flüchtlingshilfswerks UNHCR wagten im November etwa 140.000 Flüchtlinge die Überfahrt, im Oktober 220.000. Mouzalas führt das auf das schlechtere Wetter zurück. Er hofft, dass der Einsatz der Türkei rasch zu Ergebnissen führe. Der Rückgang müsse anhalten, „es gibt keine andere Lösung“. Gegen die EU-Quotenreglung für Flüchtlingsverteilung reichte die Slowakei am Mittwoch beim Europäischen Gerichtshof Klage ein. Regierungschef Robert Fico forderte, den Beschluss zu annullieren, er sei ein „totales Fiasko“. Bundeskanzlerin Angela Merkel bekommt in Europa immer stärkeren Gegenwind in der Flüchtlingspolitik: EU-Ratspräsident Donald Tusk forderte nun in deutlicher Form eine Kehrtwende. „Wenn wir Regeln haben, dann müssen wir sie einhalten“, sagte Tusk in einem Interview mit der „Süddeutschen Zeitung“ und fünf weiteren europäischen Blättern. Das gelte auch für das Dublin-Verfahren, das die Rückführung von Flüchtlingen in das Land vorsieht, über das sie in die EU eingereist sind. Merkel hatte das Dublin-Verfahren als „obsolet“ bezeichnet. Tusk plädierte dafür, den Zustrom von Flüchtlingen nach Europa deutlich zu begrenzen. Von den politischen Führern erwarte er eine veränderte Einstellung. „Manche von ihnen sagen, die Flüchtlingswelle sei zu groß, um sie zu stoppen. Das ist gefährlich“, so Tusk. Gesagt werden müsse vielmehr: „Diese Flüchtlingswelle ist zu groß, um sie nicht zu stoppen.“ Niemand in Europa sei bereit, „diese hohen Zahlen aufzunehmen, Deutschland eingeschlossen“. Oft werde argumentiert, die Grenzen müssten für Opfer des syrischen Bürgerkrieges offen bleiben, diese seien aber nur 30 Prozent der Migranten. „Auch deshalb brauchen wir effektivere Kontrollen.“ Bislang sei es zu leicht, nach Europa zu gelangen. Das führe auch zu einem Sicherheitsrisiko. „Man kann und man sollte Migranten so lange aufhalten, bis die Überprüfung abgeschlossen ist“, verlangte Tusk. Die Abnahme von Fingerabdrücken genüge nicht. Auf die Frage, ob dies überhaupt zu bewältigen sei, antworte Tusk auf Deutsch mit dem bekannten Ausspruch von Kanzlerin Merkel: „Wir schaffen das.“ Die Türkei hat indes begonnen, immer mehr Flüchtlinge daran zu hindern, nach Europa durchzukommen. Bei einem Sondergipfel der EU am Sonntag hatte der EU-Beitrittskandidat weitreichende finanzielle und politische Zusagen erhalten, wenn die Türkei die Grenzen besser schützt.  

IN-Interview
Daniel Brühl: Gerüchte über Affären allesamt falsch

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Berlin (dts) – Daniel Brühl hat Gerüchte über die angeblich vielen Affären mit Schauspiel-Kolleginnen zurückgewiesen. „Ich lache darüber nur, meine Freundin auch. Und alle, die mich ein bisschen kennen. Keine dieser Geschichten stimmt“, sagte Brühl dem Magazin „IN“. Er und seine Freundin könnten davon abgesehen nie lange voneinander getrennt sein. „Wir haben ausgemacht, dass zwei Wochen die längste Pause sind. Mehr Abwesenheit wäre schädlich, für jede Beziehung.“ Im Interview erinnert sich Daniel Brühl auch an seine Zeit als Sänger in einer Schulband. Schmunzelnd nennt er da seine größte Angst: „Ich habe immer noch die Panik, dass sich meine Ex-Bandkollegen den Scherz erlauben und das Ganze bei YouTube einstellen.“ Er gibt dann zu, dass er neidisch auf Rockstars ist: „Ich wäre gerne in der Lage richtig geile Songs zu komponieren.“

Syrienkonflikt
Berlin: Keinerlei Hinweise für Ölgeschäfte der Türkei mit dem IS

Berlin (nex) – Die deutsche Bundesregierung geht davon aus, dass das Regime des syrischen Präsidenten Bashar al-Assad Öl von der Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) ankauft, die offiziell als Feind der Regierung bezeichnet wird. Die stellvertretende Sprecherin des deutschen Außenministeriums, Sawsan Chebli, erklärte am Dienstag im Rahmen einer Pressekonferenz in Berlin, es gäbe Beweise für Öltransaktionen zwischen dem Assad-Regime und dem IS. Hingegen verfüge, so Chebli, die deutsche Bundesregierung über keine Informationen, welche die Behauptung des Präsidenten der Russischen Föderation, Vladimir Putin, stützen würden, wonach die Türkei Öl von den Terroristen kaufen würde. „Was wir aber wissen, ist, dass das Assad-Regime große Mengen an Öl von ISIS bezogen hat. Wir haben Beweise und wir haben Indizien, die zeigen, dass dem so ist“, erklärte Chebli. Auch Regierungssprecher Steffen Seibert übte Kritik an den gegen die Türkei gerichteten Anschuldigungen und erklärte, es gäbe keine ernsthaften Hinweise dahingehend, dass die Türkei Ölgeschäfte dieser Art mit dem IS aktiv unterstützen oder auch nur tolerieren würde. „Wie betrachten solche unbewiesenen Anschuldigungen nicht als hilfreich. Wir denken, dass sich die internationale Gemeinschaft darauf konzentrieren sollte, den Kampf gegen den IS zu stärken und alles zu unterlassen, was den IS stärken könnte“, erklärte Seibert. Nachdem am 24. November ein russisches Kampfflugzeug an der türkisch-syrischen Grenze abgeschossen worden war, hat Russland eine Reihe von Sanktionen gegen die Türkei verhängt und der türkischen Regierung vorgeworfen, Öl vom IS zu beziehen. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan hat daraufhin angekündigt, er werde aus seinem Amt zurücktreten, sollten diese Vorwürfe bewiesen werden. Er rief Putin dazu auf, den gleichen Schritt zu tun, sollten sich die Vorwürfe als haltlos erweisen.

Chan Zuckerberg Initiative
Facebook-Gründer Zuckerberg verspricht Rekord-Spende von 45 Milliarden Dollar

Palo Alto (dts/nex) – Die Geburt der Tochter Max inspiriert den 31-jährigen Facebook-Gründer Zuckerberg dazu, einen erheblichen Teil seines Vermögens spenden zu wollen. Der gerade erst Vater gewordene Zuckerberg und seine Ehefrau Priscilla versprachen auf seiner Facebook-Seite in einem langen Brief, 99 Prozent seiner Facebook-Aktien zu spenden. Der Wert der Aktien liegen laut Zuckerberg momentan bei 45 Milliarden Dollar. Der Unternehmer hält einen Anteil von 28 Prozent am Unternehmen Facebook Inc. Ziel der Initiative sei es, menschliches Potential und die Gleichstellung für alle Kinder der kommenden Generationen zu fördern, so Zuckerberg. Bildung und Kampf gegen Krankheiten sowie, „Menschen zu verbinden“, sollen im Fokus der Initiative stehen. Zusammen mit dem Brief veröffentlichte Marc Zuckerberg auch das erste Foto des Kindes.      

Statistisches Bundesamt
Zahl der Schwangerschaftsabbrüche im dritten Quartal gestiegen

Wiesbaden (dts) – Die Zahl der Schwangerschaftsabbrüche ist im dritten Quartal des laufenden Jahres gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum leicht um 0,9 Prozent gestiegen. Insgesamt wurden im dritten Quartal rund 24.100 Schwangerschaftsabbrüche in Deutschland gemeldet, teilte das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden mit. Knapp drei Viertel (73 Prozent) der Frauen, die im dritten Quartal 2015 einen Schwangerschaftsabbruch durchführen ließen, waren zwischen 18 und 34 Jahre alt, 17 Prozent zwischen 35 und 39 Jahre. Rund sieben Prozent der Frauen waren 40 Jahre und älter. Die unter 18-Jährigen hatten einen Anteil von drei Prozent. Rund 40 Prozent der Frauen hatten vor dem Schwangerschaftsabbruch noch keine Lebendgeburt. 96 Prozent der gemeldeten Schwangerschaftsabbrüche wurden nach der Beratungsregelung vorgenommen. Medizinische und kriminologische Indikationen waren in vier Prozent der Fälle die Begründung für den Abbruch, teilten die Statistiker weiter mit.

Rüstungsindustrie
Türkei: Multi-Millionen-Deal für Rüstungsschmiede Aselsan

Ankara (eurasia/nex) – Das führende türkische Rüstungsunternehmen Aselsan hat bekannt gegeben, dass es ein Abkommen über die Ausrüstung der türkischen Landstreitkräfte sowie ein Modernisierungsprogramm für gepanzerte Fahrzeuge gegen panzerbrechende Waffensysteme geschlossen habe. Das türkische Unterstaatssekretariat für die Verteidigungsindustrie (SSM) hat für das als „Active Protection System Development Project“, kurz AKKOR, bezeichnete Projekt 54 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Mit der Auslieferung der sogenannten Abstandsaktiven Schutzmaßnahmen, welche von Aselsan entwickelt wurden und produziert werden, können die türkischen Streitkräfte voraussichtlich bis 2020 rechnen. Das gab Aselsan in einer Presseerklärung am 30. November bekannt.   Das System wird unter anderem beim ersten von der Türkei im eigenen Land erbauten Panzer Altay Anwendung finden, berichtet die türkische Nachrichtenagentur Anadolu. Auch leicht gepanzerte Fahrzeuge können mit einer Light-Version des Systems ausgerüstet werden. Das Projekt umfasst die Phasen Design, Entwicklung, Qualifizierung des Systems und Anwendung anhand von zwei Prototypen, die an SSM zur Prüfung ausgehändigt werden. AKKOR ist ein System, das dazu dienen soll, einen Panzer oder ein anderes Fahrzeug vor direkten Treffern zu schützen. Es hat die Kapazität, Gefahren rechtzeitig zu erkennen und mittels Verteidigungsmaßnahmen zu reagieren. Da Systeme dieser Art als einzige in der Lage sind, einen Rundumschutz vor modernen Panzerabwehrlenkwaffen oder Hochleistungswuchtgeschossen zu gewährleisten, nimmt die Bedeutung dieser Systeme immer mehr zu. Nur durch abstandsaktive Schutzmaßnahmen kann ein umfassender Schutz gewährleistet werden, ohne dass sehr umfangreiche Panzerungen zu unakzeptabel hohen Fahrzeuggewichten führen würden. Die abstandsaktiven Schutzmaßnahmen können prinzipiell in Softkill- und Hardkill-Systeme eingeteilt werden. Beide Systeme werden von Aselsan entwickelt. In der westlichen Welt soll allein die israelische Armee ein ähnliches Produkt „combat-proven“ umgesetzt haben.   Erschienen auf eurasianews.de Mehr zum Thema: Sicherheitsexperten: Türkische Rüstungsunternehmen bringen israelische Waffenindustrie in große Bedrängnis

Brüssel
Montenegro wird 29. Nato-Mitglied

Brüssel (dts Nachrichtenagentur) – Die Nato hat das Balkanland Montenegro eingeladen, Mitglied des Militärbündnisses zu werden. Das teilte Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg am Mittwoch mit. Montenegro, dessen Parlament bereits im September grünes Licht für einen Beitritt gegeben hatte, wäre das 29. Mitglied der Nato. 2009 waren dem Bündnis Kroatien und Albanien beigetreten. Bereits im Vorfeld der offiziellen Einladung hatte es in Montenegro Demonstrationen gegen Regierungschef Milo Djukanovic gegeben, der einen Nato-Beitritt des Landes vorantreibt. So hatten etwa am Wochenende Tausende Menschen in der Stadt Niksic gegen das Vorhaben protestiert.

Eiszeit zwischen Moskau und Ankara
phoenix-Runde: Putin gegen Erdogan – Droht eine Eskalation?

phoenix-Runde: Mittwoch, 2. Dezember 2015, 22.15 Uhr
Bonn (ots) – Eiszeit zwischen Moskau und Ankara: Seit dem Abschuss eines russischen Kampfflugzeugs herrscht Funkstille zwischen Russland und der Türkei. Allerdings wird sehr intensiv übereinander kommuniziert. Kremlchef Wladimir Putin hat den Tonfall jetzt noch einmal verschärft. Am Rande des Klimagipfels in Paris beschuldigte Putin die Türkei, Öl aus dem Gebiet der Extremistenmiliz IS werde durch die Türkei geleitet. Nun hat sich auch US-Präsident Barack Obama in den Konflikt eingeschaltet und will vermitteln. Wie kann der Konflikt entschärft werden? Wer muss sich wie bewegen? Welche Interessen verfolgt die Türkei?
Alexander Kähler diskutiert u.a. mit
Dmitri Tultschinski, Russischer Journalist Ahmet Külahci, Türkischer Journalist

Fußball-Bundesliga
Jens Lehmann im Interview: „Pep Guardiola sollte gehen“

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Jens Lehmann im Interview: „Pep Guardiola soll gehen“ München (nex) – In einem Interview mit „Bild“ erklärte der langjährige deutsche Nationaltorhüter Jens Lehmann, es wäre im Interesse einer spannenderen Bundesliga besser, wenn Bayern-Trainer Pep Guardiola den Verein verlassen würde. Die derzeitige Mannschaft des FC Bayern München sei die beste, die jemals aufgelaufen sei. „Der Triple-Gewinn unter Jupp Heynckes war schon unglaublich. Pep Guardiola hat die Bayern noch mal auf eine andere Stufe gehoben“, erklärte Lehmann. Derzeit wird über einen Abgang des katalanischen Startrainers zum Ende der diesjährigen Bundesliga-Saison spekuliert. Eine Entscheidung in dieser Sache wird, so heißt es auf der Plattform von t-online.de, noch vor Weihnachten erwartet. Ein Abgang Pep Guardiolas würde die Liga spannender machen, weil ein adäquater Nachfolger kaum zu finden sei, erklärte Lehmann. Bis dahin solle der überlegen die Bundesligatabelle anführende FC Bayern versuchen, die Bundesliga-Saison ungeschlagen durchzuziehen, „weil man damit Geschichte schreibt“. Der frühere Nationaltorhüter hat dies bereits 2003/04 mit dem FC Arsenal in England geschafft. Aus den bisherigen 14 Saisonspielen haben die Bayern 13 Siege geholt und nur beim 0:0 in Frankfurt Punkte abgegeben. Der 46-jährige Lehmann selbst ließ im Interview Interesse an einer möglichen Trainertätigkeit beim krisengeschüttelten VfB Stuttgart erkennen.