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Graham verglich den Krieg in Syrien mit einer Krebserkrankung des Nahen Ostens und erklärte, er glaube nicht daran, dass Washingtons Strategie, den IS (Daesh) auszulöschen, zu Ergebnissen führen werde. Die gegenwärtige Taktik ziele lediglich darauf ab, den IS (Daesh) zu schwächen und nicht, ihn vollständig zu vernichten. Er sprach auch seine Unterstützung für die Forderung der Türkei einer Sicherheitszone innerhalb Syriens aus, der die Flüchtlingsströme in andere Länder verhindern soll. Nach dem Ausbruch der Syrienkrise reagierte die Türkei sehr schnell auf die Situation. Es wurden für die Aufnahme der ersten ankommenden Flüchtlinge Zeltlager errichtet, die sich innerhalb kurzer Zeit zu kleinen Vierteln mit angemessenem Wohnraum für die Flüchtlinge entwickelten. Die türkische Behörde für Katastrophen- und Notfallmanagement (AFAD) hat ihre Bemühungen noch weiter verstärkt, den Bedürfnissen der Flüchtlinge gerecht zu werden. Die AFAD betreibt in Städten nahe der türkisch-syrischen Grenze 26 „Unterbringungszentren“ für etwa 272 000 Syrer. Führende türkische Politiker haben die internationale Gemeinschaft wiederholt dazu aufgerufen, mehr für die Flüchtlinge zu tun. Sie kritisieren auch die magere Unterstützung der Flüchtlinge durch andere Länder. Nach Angaben der AFAD hat die Türkei bislang über neun Milliarden US-Dollar für Flüchtlinge ausgegeben.


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