Ankara (nex) – Wie das türkische Militär mitteilte, seien bei Gefechten zwischen der syrischen Opposition und dem IS (Daesh) am heutigen Freitag drei türkische Soldaten getötet und ein weiterer verletzt worden.
Der türkische Generalstab erklärte in einem Statement, die Soldaten seien bei Gefechten in der Region Tel al-Hawa getötet worden, als ein Panzer um 12.20 Uhr Ortszeit getroffen worden sei. Der verletzte Soldat sei ins Krankenhaus verbracht worden, ist dem Statement zu entnehmen.
Des Weiteren sei eine Rakete aus der vom IS (Daesh) kontrollierten Region Kafr Ghan in einem ländlichen Gebiet in der Nähe der türkischen Provinz Kilis eingeschlagen. Es gebe keine Verletzten, heißt es in der Erklärung. Als Gegenreaktion seien 15 IS (Daesh)-Ziele in der Nähe des Gebietes, von dem aus die Rakete abgeschossen worden sei, mit Firtina-Haubitzen angegriffen worden. Die türkische Luftwaffe habe am Freitagmorgen eine Luftoperation gegen IS-Ziele in den Regionen Tal Ali, Tel al-Hawa und Südwuquf durchgeführt.
„Während der Luftoperation wurden vier Gebäude, die vom IS (Daesh) als Hauptquartiere benutzt wurden, zerstört“, ist in dem Statement weiter zu lesen.
Ein IS (Daesh)-Terroristen sei während einer von den Koalitionskräften in Kaft Ghan durchgeführten Luftoperation getötet worden. Die Türkei startete die Militäroperation Schutzschild Euphrat am 24. August mit dem Ziel der Verbesserung der Sicherheitslage, Unterstützung der Koalitionskräfte und Eliminierung der Terrorbedrohung entlang der türkischen Grenze, bei der mit Panzern, Artillerie und Kampfjets der Türkei unterstützte Kämpfer der Freien Syrischen Armee (FSA) zum Einsatz kamen.
Syrien befindet sich seit Anfang 2011, als Baschar al-Assads Regime Demonstrationen für Demokratie mit unerwarteter Brutalität niederschlug, in einem grausamen Bürgerkrieg.
Dortmund (nex) – Ein Minister der türkischen Regierung habe während eines Interviews mit einem deutschen Fernsehsender von seinem „Recht der Interviewautorisierung“ Gebrauch gemacht, als er festgestellt habe, dass dem Interviewer seine „Unparteilichkeit abhandengekommen“ sei, erklärte am gestrigen Donnerstag ein Regierungssprecher.
Das Außenministerium schreitet in eine Diskussion über Medienfreiheit ein, die durch das Interview des Ministers für Jugend und Sport, Akif Cagatay Kilic, ausgelöst wurde, das er in der vergangenen Montagnacht dem Sender Deutsche Welle gab. Am Ende des Interviews nahmen Mitarbeiter aus Kilics Ministerium die Aufnahmen an sich.
Der Sprecher des Außenministeriums, Tanju Bilgic, erklärte, dass Kilic die Fragen des Interviewers Michel Friedman zu den Entwicklungen in der Türkei wie dem Putschversuch vom 15. Juli beantwortet habe.
Nach dem Interview habe Kilic jedoch von seinem Recht, die Interviewautorisierung zu verweigern, Gebrauch gemacht und verlangt, die Aufnahmen nicht auszustrahlen.
Die Leitlinien des Deutschen Journalistenverbands (DJV) besagen, dass der Interviewpartner das Recht auf Autorisierung des Interviews hat. Nach einem Online-Bericht der Deutschen Welle hätten einmal die Presseberater des Bundesfinanzministers Wolfgang Schäuble für die Autorisierung eines Interviews des Politikers mit der Süddeutschen Zeitung im Januar dieses Jahres 66 Stunden gebraucht.
Nach Angaben des DJV ist eine solche Autorisierung erlaubt, da der Interviewpartner das Gespräch gemeinsam mit dem Interviewer mitgestalte. Sie muss sich jedoch auf Korrekturen sachlicher oder sprachlicher Natur beschränken.
„Der Minister traf die Entscheidung, dieses Autorisierungsrecht für das Interview zu nutzen, nachdem dem Interviewer seine Unparteilichkeit abhandenkam und dieser Anschuldigungen gegen ihn erhob“, erklärte Bilgic.
Der Sprecher wies den Vorwurf, die Aufnahme sei konfisziert oder es sei Gewalt gegen die Journalisten angewandt worden, zurück. Der deutsche Botschafter in Ankara, Martin Erdmann, habe wegen des Zwischenfalls direkt Kontakt mit dem Ministerium für Sport und Jugend aufgenommen, fügte Bilgic hinzu. Das Ministerium hat bereits ein Statement veröffentlicht, in dem es heißt, dass die Behauptung, die Aufnahme sei konfisziert worden, nicht der Wahrheit entspreche.
Lidl: Bessere Vergütung für Landwirte – Tierschutzbund als Partner
Osnabrück (ots) – Mehrere große Handelsketten in Deutschland prüfen nach Informationen der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ die Einführung eines Tierschutz-Labels für Milch. Wie das Blatt berichtet, gebe es entsprechende Überlegungen bei Edeka, Netto, Aldi Süd und Lidl. Partner soll der Deutsche Tierschutzbund sein, der bereits ein entsprechendes Siegel im Fleischbereich anbietet. Teilnehmende Landwirte können mit einem höheren Milchpreis rechnen.
Tierschutzbund-Präsident Thomas Schröder bestätigte der Zeitung, dass sein Verband entsprechende Kriterien für Milchvieh erarbeite. Dazu zählten beispielsweise mehr Platz im Stall für das einzelne Tier, Beschäftigungsmöglichkeiten oder in einer Premiumstufe der Zugang zu Weideland. Zu den Handelspartnern wollte Schröder aber keine weiteren Angaben machen. „Fest steht: Wir werden das Label zur Grünen Woche im Januar präsentieren. Die erste Tierschutzmilch wird im Frühjahr in den Supermärkten zu finden sein.“ Schröder sagte weiter: „Unser Tierschutzlabel wird den Milchmarkt bewegen, neue Tierschutzstandards setzen und gute Zukunftschancen auch für die Landwirte bringen.“
Ein Sprecher von Lidl erklärte auf Anfrage der „NOZ“: „Lidl Deutschland arbeitet daran, einen Teil seiner Milchprodukte mit dem Premium Siegel des Deutschen Tierschutzbundes auszuzeichnen.“ Landwirte, die die Kriterien erfüllten, würden von Lidl „mit mehreren Cent pro erzeugtem Kilogramm Milch“ unterstützt.
Türkische Luftwaffe ernennt ersten weiblichen Kunstflugstaffelführer
Istanbul (nex) – Esra Özatay, Majorin der türkischen Luftwaffe, schreibt mit ihrer Berufung zum ersten weiblichen Staffelführer Geschichte. Nach einem am gestrigen Donnerstagabend veröffentlichten Statement des Militärs werde Özatay die Elite-Kunstflugstaffel Türk Yildizlari (Turkish Stars) leiten.
(Foto: AA)
Ihren neuen Posten übernahm sie während einer Übergabezeremonie in Konya von Oberstleutnant Senol Cetin. Die Mutter von zwei Kindern machte im Jahr 1998 ihren Abschluss an der Türkischen Luftwaffenakademie und flog als Kampfpilotin die Northrop F-5. 2014 kam sie zu dem Akrobatikteam Turkish Star.
Wie es auf der offiziellen Webseite heißt, veranstaltet das Turkish-Star-Team Vorführungen mit NF-5A- und NF-5B-Jagdflugzeugen. Özatay tritt in die Fußstapfen der legendären türkischen Pilotin Sabiha Gökcen, des ersten weiblichen Kampfpiloten der Welt, die 1936 der türkischen Luftwaffe in der Militärflugschule Eskişehir beitrat und hier zur Militärpilotin ausgebildet wurde. Der 2001 gebaute zweite Flughafen in Istanbul wurde nach ihr benannt.
Die Türk Yildizlari sind eines der ältesten Kunstflugteams, das Überschallflugzeuge fliegt und zählen zu den besten Kunstflugstaffeln der Welt.
Wanka gibt heute Startschuss für Projekt Berufsbildung 4.0 – Jährlich 50 Millionen Euro zur Unterstützung des Mittelstands
Osnabrück (ots) – Bundesbildungsministerin Johanna Wanka (CDU) gibt an diesem Freitag (9.9.) den Startschuss für das Projekt Berufsbildung 4.0, bei dem allein im nächsten Jahr mittelständische Unternehmen mit 50 Millionen Euro unterstützt werden. Auch die Ausbildung müsse mit der Digitalisierung in der Arbeitswelt Schritt halten, sagte Wanka in einem Interview mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Freitag). Das bedeute zum Beispiel, dass ein Industrieroboter oder 3D-Drucker schon für Lehrlinge verfügbar sei. Es gehe um frühzeitige Qualifikation der jungen Menschen. Zugleich müsse Ausbildern und Betrieben vermittelt werden, wie sie digitale Medien in der Berufsbildung einsetzen können.
Bildung habe eine Schlüsselfunktion, wenn es darum geht, die soziale Stabilität zu erhalten, betonte Wanka weiter. Deutschland habe daher seit dem Amtsantritt von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) im Jahr 2005 die Ausgaben für Bildung und Forschung auf heute über 17 Milliarden Euro angehoben und damit mehr als verdoppelt.
Mit Blick auf den katastrophalen Zustand mancher Schulgebäude wies die Ministerin darauf hin, dass der Bund die Länder bereits mit Milliarden unterstütze, die sie in den Schulen einsetzen könnten. Leider gäben viele Länder diese Mittel aber nicht für die Bildung aus, kritisierte Wanka. „Wir können als Bund nur appellieren, das verfügbare Geld für den richtigen Zweck festzuschreiben“, erklärte sie.
Die Tükei behält in Zukunft die Sommerzeit während des gesamten Jahres bei
Ankara (nex) – Laut einer Kabinettsentscheidung, die am gestrigen Donnerstag im Amtsblatt veröffentlicht wurde, soll die Sommerzeit während des ganzen Jahres gelten, die Winterzeit soll somit nicht mehr angewendet werden.
Ziel sei eine bessere Nutzung des Tageslichts auch im Winter, heißt es weiter. In der Türkei wurden am 27. März um 3.00 Uhr Ortszeit die Uhren eine Stunde auf die Sommerzeit vorgestellt. Diese sollte am 30. Oktober 2016 enden.
Die Uhren hätten dann im ganzen Land auf 4.00 Uhr Ortszeit vorgestellt werden sollen. Nun wächst der Zeitunterschied zwischen Mitteleuropa und der Türkei im Winter auf zwei Stunden, wobei die Winterzeit die Normalzeit ist.
Mit der dauerhaften Umstellung auf Sommerzeit wechselt die Türkei de facto die Zeitzone.
„Ab diesem Jahr wird es keine Sommer- und Winterzeit mehr geben. Das haben wir aufgehoben. Es wird keine Verwirrung mehr geben. Sowohl im Sommer als auch im Winter wird die Zeit gleich sein“, so Ministerpräsident Yildirim am Donnerstag.
Düsseldorf (ots) – Im Streit zwischen Bund und Ländern über deren künftige Finanzbeziehungen macht Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) Druck auf Kanzlerin Angela Merkel (CDU).
Sie solle sich um einen Kompromiss zwischen den Ländern und Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) kümmern, hieß es aus CSU-Kreisen, wie die „Rheinische Post“ berichtet. Seehofer will das Thema am kommenden Sonntag aufrufen. An diesem Tag ist im Kanzleramt zunächst ein Treffen zwischen Merkel und Seehofer und anschließend noch ein kleiner Koalitionsausschuss der Parteichefs der Union mit SPD-Chef Sigmar Gabriel geplant.
Neben den Bund-Länder-Finanzen will die CSU das Thema Erbschaftssteuer und die Rückführung von Flüchtlingen aus den nordafrikanischen Maghreb-Staaten auf die Tagesordnung bringen.
Stuttgart (ots) – Unmittelbar vor Beginn des Länderrats der Grünen in Berlin, hat Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann seine Partei aufgefordert, ohne Koalitionsaussage in den Bundestagswahlkampf 2017 zu ziehen.
„Ausschließeritis war noch nie meine Sache“, sagte Kretschmann gegenüber Stuttgarter Zeitung und Stuttgarter Nachrichten. „Voraussichtlich wird es weder für Rot-Grün noch für Schwarz-Gelb eine Mehrheit geben. Das heißt, wir sollten offen sein für andere Bündnisse, auch wenn es uns die CSU nicht gerade einfach macht und ich nicht sehe, wie man mit der Linken im Bund das Land regieren kann.“
Kretschmann positioniert sich damit in dem schwelenden Streit um die koalitionspolitische Aufstellung der Grünen für die nächste Bundestagswahl. Der Stuttgarter Regierungschef begründete seine Position nicht nur damit, dass demokratische Parteien in seinen Augen grundsätzlich miteinander koalitionsfähig sein sollten.
„Das gilt umso mehr, als die Zeit der klassischen Lagerbündnisse schon rein rechnerisch vorbei zu sein scheint – voraussichtlich wird es weder für Rot-Grün noch für Schwarz-Gelb eine Mehrheit geben.“ Deshalb sollten die Grünen sich als eigenständige Kraft präsentieren. „Am Ende werden wir dann sehen, was rechnerisch möglich ist und in welcher Konstellation wir am meisten grüne Politik durchsetzen können.
Ankara (nex) – Syrische Flüchtlinge, die in die befreite Stadt Dscharablus zurückgekkehren, haben am gestrigen Donnerstag der Nachrichtenagentur Anadolu von ihrer Erleichterung darüber, endlich nachhause gehen zu können, erzählt.
Die ehemaligen Einwohner von Dscharablus, das im Zuge der türkischen Militäroperation Schutzschild Euphrat von Terroristen gesäubert wurde, machen sich nun von der südosttürkischen Provinz Gaziantep in der Nähe zur syrischen Grenze aus wieder auf den Weg zurück in ihre Heimatstadt. Sie sind der Türkei für ihre Gastfreundschaft sehr dankbar, und viele unter ihnen hoffen, dass in Syrien sobald wie möglich ein bleibender Frieden einkehrt. Ein ehemaliger Einwohner, Turki Cemal, kam 2013 nach Gaziantep.
Er erzählt dem Anadolu-Korrespondenten, dass er beschlossen habe, mit seiner Mutter und Geschwistern nach Syrien zurückzukehren. Cemal, der seinen Vater im Krieg verlor, sagt, dass seine Familie dank der Unterstützung des türkischen Volkes und der im Land gebotenen Möglichkeiten habe durchhalten können. „Ich danke der Türkei, dass sie die Situation in unserer Heimat entschärft und die Leiden des Krieges gelindert hat“, erklärte Cemal und fügte hinzu:
„Wir danken der Türkei für alles. Wir sind glücklich. Wir können nun wieder nachhause.“ Eine weitere Geflüchtete, Hazune Ali, erzählt Anadolu, dass sie vor zwei Jahren in die Türkei gekommen sei, nachdem sich ihr Mann dem Widerstand in Syrien angeschlossen habe. Sie sagt, ihre Familie lebe von der Unterstützung der türkischen Bevölkerung und der des Staates. „Wir sind der Türkei dankbar“, so Ali.
Die Militäroperation Schutzschild Euphrat begann am 24. August mit der Befreiung von Dscharablus durch die Freie Syrische Armee, die von den türkischen Streitkräften unterstützt worden war. Syrien befindet sich seit Anfang 2011, als Baschar al-Assads Regime Demonstrationen für Demokratie mit unerwarteter Brutalität niederschlug, in einem grausamen Bürgerkrieg.
Seitdem wurden nach Angaben der UNO mehr als 250.000 Menschen getötet und über 10 Millionen vertrieben. Das Forschungszentrum Syrian Center for Policy Research (SCPR) setzt die Anzahl der Toten seit Beginn des mittlerweile sechsjährigen Konflikts auf über 470.000 an.
Berlin (ots) – „Mit einer Bruchlandung beginnt der Außenhandel das zweite Halbjahr. Sowohl die Absatzmärkte in der EU als auch außerhalb weisen deutliche Einbußen in der Nachfrage auf. Mit zweistelligen Rückgängen sind die Exporte außerhalb der EU am stärksten zurückgegangen. Dies hinterlässt auch deutliche Spuren bei den Importen von dort, die ebenfalls einen zweistelligen Rückgang aufweisen. Lediglich der heimische Konsum weist eine stabile Entwicklung auf.“ Dies erklärt Anton F. Börner, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), heute in Berlin zur Entwicklung des deutschen Außenhandels.
Zuvor hatte das Statistische Bundesamt die Außenhandelszahlen für den Monat Juli 2016 bekannt gegeben. Demnach betrug der Wert der deutschen Exporte 96,4 Milliarden Euro und der Wert der deutschen Importe 76,9 Milliarden Euro. Die Außenhandelsbilanz schloss damit mit einem Überschuss von 18,6 Milliarden Euro ab, ein Rückgang um 27 Prozent.
„Die ungewöhnlich vielen Krisenherde hinterlassen Ihre Spuren. Dies führt zu einer enormen Verunsicherung, die mit einem Ausbleiben von Investitionen einhergeht. So waren im ersten Halbjahr selbst die Ausfuhren in die USA um 4,5 Prozent und nach Asien um 0,3 Prozent gesunken. Die Handelspolitik könnte die dringend benötigten neuen Impulse liefern.
An erster Stelle stehen hier die Handelsabkommen mit Kanada und den USA. Es ist mehr als fahrlässig, dass versucht wird, diese Impulse zu verhindern und Handelsabkommen wie TTIP kaputtzureden. Dies ist umso unverständlicher, da nicht nur die Marktzugangsbarrieren abgebaut werden, sondern auch die Standards erhöht werden. Insbesondere die Politik sollte hier ihrer Verantwortung auch gerecht werden“, so Börner abschließend.