Dies ist bereits der dritte Vorfall innerhalb der vergangenen Monate, bei dem eine Fluggesellschaft das anzufliegende Ziel mit Palästina anstatt Israel angegeben hat. Ende August hatten mehrere israelische Fluggäste sich nach der Ankündigung des Flugziels mit Palästina, geweigert, an Bord eines serbischen Flugzeugs mit der Route Belgrad-Tel Aviv zu gehen. Der Vertreter der Air Serbia hatte damals den Fluggästen erklärt, der Flug gehe nach Tel Aviv, nicht nach Israel.
Bereits dritter Vorfall
Chinesische Airline „vergisst“ Israel auf der Karte
Dies ist bereits der dritte Vorfall innerhalb der vergangenen Monate, bei dem eine Fluggesellschaft das anzufliegende Ziel mit Palästina anstatt Israel angegeben hat. Ende August hatten mehrere israelische Fluggäste sich nach der Ankündigung des Flugziels mit Palästina, geweigert, an Bord eines serbischen Flugzeugs mit der Route Belgrad-Tel Aviv zu gehen. Der Vertreter der Air Serbia hatte damals den Fluggästen erklärt, der Flug gehe nach Tel Aviv, nicht nach Israel.
Showdown mit Frankreich
Völkermord in Ruanda: Regierung wirft französischer Armee Kollaboration bei den Massakern von 1994 vor
Kigali (nex) – Die Regierung Ruandas hat am Montag eine Liste mit den Namen von 22 früheren und noch aktiven Chargen der französischen Armee veröffentlicht, die während des Genozids an der Volksgruppe der Tutsis im Jahre 1994 eine Rolle gespielt haben sollen.
Knapp eine Million Menschen wurden damals ermordet. An der Spitze findet der Chef des französischen Generalstabes zur Zeit des Genozids, Admiral Jacques Lanxade, der Ruandas Armee damals weiterhin mit Waffen versorgt haben soll, obwohl er sich darüber bewusst gewesen wäre, dass die Massaker gegen die Tutsi von den Streitkräften organisiert worden waren.
In einer Erklärung der Regierung in Kigali heißt es: „Als oberster Kommandant der französischen Streitkräfte hat Jacques Lanxade Berichte über die Übergriffe vonseiten der Ruandischen Streitkräfte, ihre Massaker, ihre diskriminierende und genozidale Politik erhalten, aber die erhöhte Assistenzbereitschaft gegenüber dieser kriminellen Armee aufrechterhalten; er hat ihr Mittel wie Ausrüstung, Logistik und Personal für Training und Entwicklung zur Verfügung gestellt.“
Die Veröffentlichung der Liste wird als Akt der Vergeltung mit Blick auf Entwicklungen betrachtet, die sich Anfang Oktober zugetragen hatten. Französische Ermittlungsbehörden hatten zu jenem Zeitpunkt ihre Untersuchungshandlungen zum Mord am früheren ruandischen Präsidenten Juvenal Habyariman wieder eröffnet. Dessen Flugzeug, auf dem er sich zusammen mit einer französischen Crew befunden hatte, wurde am 6. April 1994 mittels einer Rakete abgeschossen.
Dieses Attentat – das immer noch nicht aufgeklärt ist – gilt weithin als Ausgangspunkt für die Spannungen, die zum Völkermord der Hutu-Mehrheit gegen die Volksgruppe der Tutsi geführt haben. Französische Ermittler haben über Jahre hinweg Rebellen unter dem Befehl des heutigen Präsidenten Paul Kagame für den Abschuss verantwortlich gemacht. Im Oktober wurde die Akte wieder eröffnet –was die Regierung Kagame als Affront betrachtete. „Die Weigerung, die juristische Untersuchung zu schließen und die ruandischen Führer freizusprechen, die den Genozid beendet haben, ist ein Versuch, ihre [die französische] Verantwortung zu vertuschen“, heißt es in der Erklärung weiter.
Präsident Kagame hat im Vorfeld der Veröffentlichung der Liste einen „Showdown“ mit Frankreich angekündigt und den Abbruch der diplomatischen Beziehungen mit Paris angedroht, sollten weitere Untersuchungshandlungen im Zusammenhang mit dem Tod Präsident Juvenal Habyarimanas durchgeführt werden. Das französische Außenministerium hat Anfragen in dieser Sache bislang noch nicht beantwortet.
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In den vergangenen Jahren hat es in der Türkei eine Reihe von Wissenschaftlern und Erfindern gegeben, die von der US-Technologieindustrie abgeworben wurden. Der ehemalige Physiklehrer Senol Faik Özyaman erfand eine Brennstofftechnologie, die aus Kohle, fossilen Brennstoffen und Abfällen emissionslos Energie mit geringen Kosten produziert. Özyaman hat seine Erfindung in 134 Staaten patentieren lassen und sich vergeblich darum bemüht, vom türkischen Staat eine Finanzierung zu erhalten, damit die Technologie in seiner Heimat bleibt. Er entschied sich schlussendlich in die USA zu gehen. „Die Amerikaner haben mir bereits vor vier Jahren angeboten, in die USA auszuwandern und dort meine Technologie umzusetzen. Sie sagten mir, dass es unmöglich sei für mich, die türkischen bürokratischen Hürden zu überwinden. Sie hatten Recht. Ich werde auswandern. Dabei wollte ich, dass dies ein Schritt in Richtung der Energieunabhängigkeit der Türkei wird“, zitiert Ensonhaber den Erfinder.
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Bericht
Sado-Maso-Vorlieben oder Suchanfragen zu Prostituierten: Millionen Deutsche im Netz ausgespäht
Hamburg (nex) – In einer monatelangen Recherche konnten Reporter der NDR Fernsehmagazine „Panorama“ und „Zapp“ Zugang zu einem umfangreichen Datensatz erlangen und ihn auswerten. Darin enthalten ist jede Bewegung von Millionen von Internet-Nutzern im Monat August. Mit den Daten lässt sich das Leben der User bis in den intimsten Bereich nachzeichnen. In dem Datensatz finden sich neben privaten Nutzern auch Personen des öffentlichen Lebens: Manager, Polizisten, Richter, Staatsanwälte und Journalisten.
Ihre Internetaktivitäten geben intime Geheimnisse aus dem Berufs- und Privatleben preis: Informationen zu laufenden Polizei-Ermittlungen, die Sado-Maso-Vorlieben eines Richters, interne Umsatz-Zahlen eines Medien-Unternehmens und Suchanfragen zu Krankheiten, Prostituierten und Drogen. Die Daten lassen auch Rückschlüsse darauf zu, wann sich einzelne Nutzer wo aufgehalten haben und erlauben so, Bewegungsprofile zu erstellen. Insgesamt umfasst der ausgewertete Datensatz mehr als zehn Milliarden Web-Adressen, aufgerufen von rund 3 Millionen Usern aus Deutschland.
Wie nackt sich die Nutzer im Netz unfreiwillig darstellen, zeigt das Beispiel eines Managers aus Hamburg. Sein Datensatz beinhaltet unter anderem eine Reihe von Links zu einem Online-Speicher-Dienst, bei dem er Unterlagen zu einem Hausbau abgelegt hat. Jeder, der diese Adressen kennt, kann darüber Kontoauszüge, Architektenzeichnungen, Lohnabrechnungen mit Hinweisen auf das Bonus-System des Arbeitgebers, eine Kopie des Personalausweises und detaillierte Auszüge aus den Unterlagen zu einem Bankkredit abrufen. Dabei sind Namen und Anschrift des Managers und seiner Frau ebenso sichtbar wie Telefonnummern und E-Mail-Adressen. Kriminelle könnten mit Hilfe dieser Unterlagen die Identität des Mannes kapern oder ihn mit den Details zu seinem Surf-Verhalten erpressen.
Um an die Informationen zu gelangen, haben die NDR Reporter eine Schein-Firma gegründet, die vorgeblich im „Big Data“-Geschäft aktiv ist. Gleich mehrere Firmen zeigten sich bereit, die Web-Daten deutscher Internet-Nutzer verkaufen zu wollen – ein Unternehmen bot die nun ausgewerteten Daten schließlich als kostenlose Probe an.


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