Unfall in Moskau
Anschlagsversuch auf Putin? – Chauffeur stirbt bei Frontalzusammenstoß

Dortmund (nex) – Russischen Medienberichten zufolge war der Dienstwagen des russischen Staatspräsidenten Wladimir Putin, ein schwarzer BMW, in einen Frontalzusammenstoß verwickelt, bei dem ein Mensch ums Leben kam. Putin habe sich jedoch nicht in dem Auto befunden, das von einem anderen, von der Gegenfahrbahn abgekommenen Fahrzeug mit voller Wucht getroffen wurde. Bilder vom Kutusow-Prospekt, einer Hauptstraße in Moskau, die zugleich der Anfangsabschnitt einer Fernstraße ist, zeigen, wie der Mercedes frontal mit dem BMW des Präsidenten zusammenstößt. Russische Medien berichteten weiter, dass Putins Lieblingschauffeur am Steuer gesessen habe und sofort tot gewesen sei. Der Präsident selbst habe sich jedoch zu dem Zeitpunkt nicht im Auto befunden. Das Fahrzeug ist offiziell als Eigentum des Rates der Russischen Föderation, des russischen Senats, registriert. Rettungssanitäter vor Ort teilten mit, dass der Präsidentenchauffeur auf der Stelle gestorben sei. Der Fahrer des Mercedes, der alleine unterwegs gewesen und zum Krankenhaus verbracht worden sei, befinde sich in einem kritischen Zustand. Der Name des toten Chauffeurs sei nicht bekannt. Es wurde jedoch berichtet, dass er über mehr als 40 Jahre Erfahrung als offizieller Fahrer verfügt habe. Die Polizei bestätigte, dass Ermittlungen durchgeführt würden, gab aber keine weiteren Details bekannt. Die Räumungsarbeiten dauerten mehrere Stunden. Es bildete sich ein Riesenstau infolge der Sperrung des Kutusow-Prospekts, so russische Medien weiter.

Bundeswehr in İncirlik
Türkei: Deutschland will trotz Besuchsverbots 58 Millionen Euro in Militärbasis Incirlik investieren

İncirlik: Deutschland will trotz Differenzen 58 Millionen Euro in Militärbasis investieren Adana (nex) – Ungeachtet der Turbulenzen rund um das Besuchsverbot für deutsche Politiker auf der türkischen Luftwaffenbasis İncirlik will das deutsche Verteidigungsministerium 58 Millionen Euro in die wichtige NATO-Basis im Süden der Türkei investieren. Dies berichtet „Spiegel online“. Die Basis beherbergt derzeit unter anderem sechs deutsche Tornado-Aufklärungsflugzeuge. Von İncirlik aus operiert die von den USA angeführte Anti-IS-Koalition. Etwa 26 Millionen Euro sollen in den Bau einer neuen Landebahn sowie modernere Unterkünfte für die Soldaten fließen. Weitere 30 Millionen sind für die Modernisierung temporärer Gefechtsstände für Operationen gedacht, die von der Basis aus dirigiert werden sollen. Trotz der jüngsten Differenzen mit der Türkei will, so das Magazin, Deutschland an der Unterstützung der Anti-IS-Operation festhalten. Die Türkei hat politischen Delegationen aus Deutschland Besuche auf der Basis untersagt, nachdem der Deutsche Bundestag im Juni eine umstrittene Resolution verabschiedet hatte, in der die Ereignisse rund um die Deportation armenischer Bevölkerungsteile im Osmanischen Reich des Jahres 1915 als „Genozid“ bezeichnet wurden. Am 29. August erklärte der türkische Außenminister Mevlüt Çavuşoğlu erneut, dass die Türkei an dieser Regelung festhalten wolle, solange aus Deutschland keine Klarstellung hinsichtlich dieser aus Sicht der Türkei inakzeptablen Darstellung komme. „Wir erlauben es Leuten, die auf unverantwortliche Weise mit der Geschichte spielen, nicht, unsere Sperrgebiete zu betreten“, machte der Minister deutlich.  

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Ministerium sucht Makler
NRW will sieben Polizeihubschrauber verkaufen

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Ministerium sucht Makler – Land kauft sechs neue Airbus-Helikopter Osnabrück (ots) – Das Land Nordrhein-Westfalen will sieben Polizeihubschrauber verkaufen. Das bestätigte das Innenministerium in Düsseldorf der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Per Ausschreibung sucht die Landesregierung derzeit einen Makler, der den Verkauf bis spätestens zum 30. September 2017 abwickeln soll. Zum erhofften Preis wollte ein Behördensprecher keine Angaben machen. Hintergrund der Ausschreibung ist laut „NOZ“ der Kauf von sechs neuen Hubschraubern, die Stück für Stück der Polizeifliegerstaffel übergeben werden sollen. Den ersten Airbus-Helikopter vom Typ H 145 will Innenminister Ralf Jäger (SPD) an diesem Mittwoch in Düsseldorf übergeben.  
(Symbolfoto: Wikimedia)

Hilfsgüter für Gaza
Türkisches Schiff mit weiteren 2.500 Tonnen Hilfsgütern für Gaza in Israel eingetroffen

Dortmund (nex) – Ein zweites mit humanitären Hilfsgütern für den blockierten Gazastreifen beladenes Schiff ist am vergangenen Montag in der israelischen Hafenstadt Aschdod eingetroffen. Das Schiff hatte mit etwa 2.500 Tonnen Hilfsgütern am vergangenen Freitag vom südtürkischen Hafen Mersin abgelegt und wurde vom Geschäftsträger in Tel Aviv, Cem Utkan, gemeinsam mit verschiedenen türkischen Wohltätigkeitsorganisationen empfangen. Die Hilfslieferung, die am vergangenen Montag in der israelischen Hafenstadt ankam, enthält Lebensmittel und Kleidung wie auch 1.000 Fahrräder für die Kinder in Gaza und 100 Rollstühle für Behinderte. Es wird erwartet, dass die Waren mit Lkw von Aschdod nach Gaza gebracht und vor dem Opferfest, das am 12. September beginnt, verteilt werden. Die neuen Hilfslieferungen aus der Türkei für Gaza kommen im Rahmen eines in diesem Sommer unterzeichneten Abkommens zwischen der Türkei und Israel zustande, in dem beide der Wiederaufnahme der diplomatischen Beziehungen nach einer sechsjährigen Eiszeit zustimmen. Nach Angaben türkischer Regierungsvertreter hat Tel Aviv alle Vorbedingungen der Türkei zur Normalisierung der Beziehungen erfüllt, die nach dem Zwischenfall, bei dem israelische Sicherheitskräfte das türkische Schiff Mavi Marmara in internationalen Gewässern gestürmt hatten, abgebrochen wurden. Bei dem Angriff wurden neun türkische Aktivisten getötet und weitere 30 verletzt, von denen einer nach fast vier Jahren seinen Verletzungen erlag. Es ist bereits das zweite Schiff aus der Türkei. Im Juli hatte die türkische Regierung bereits „Lady Leyla“ mit Hilfsgütern für die Menschen im Gazastreifen nach Aschdod gesendet.

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EU-Beitrittsprozess
„Türken glauben nicht mehr an die EU“

Çavuşoğlu in Laibach: „Türken haben Vertrauen in die EU verloren“ Laibach (nex) – Der türkische Außenminister Mevlüt Çavuşoğlu hat am Dienstag in der slowenischen Hauptstadt Laibach deutlich gemacht, dass es an der EU liege, in der türkischen Bevölkerung den verlorengegangenen Enthusiasmus für den Beitrittsprozess wiederzubeleben. „Ich sollte offen reden: Leider glauben die Türken nicht mehr an die EU. Es mangelt an Vertrauen“, äußerte der Minister auf einem Staatsbesuch gegenüber Journalisten. Sowohl verfehlte Politik vonseiten der EU als auch fehlende Unterstützung der Türkei im Zusammenhang mit dem Putschversuch vom 15. Juli hätten innerhalb der türkischen Bevölkerung massive Zweifel an der EU genährt. „Die Unterstützung des türkischen Volkes für eine EU-Mitgliedschaft ist insbesondere seit dem Putschversuch vom 15. Juli zurückgegangen. Wir wollen das nun ausbalancieren“, erklärte Çavuşoğlu. Der Minister rief die EU dazu auf, „positive Botschaften“ und „ausgewogenere und empathischere Herangehensweisen“ zu entwickeln, um die Türken davon zu überzeugen, dass ein EU-Beitritt, wie ihn die Türkei seit 1987 anstrebt, tatsächlich Nutzen für das Land bringe. Çavuşoğlu kritisierte auch den schleppenden Prozess zur Schaffung der Visafreiheit für türkische Staatsangehörige, die Ankara von Brüssel im November des Vorjahres im Wege des bilateralen Flüchtlingsdeals in Aussicht gestellt worden war. „Die Türkei hat alle erforderlichen Voraussetzungen erfüllt und unsere Bürger verdienen jetzt diese Visaliberalisierung“, erklärte der Minister. „Jedenfalls reflektiert der Deal nicht die Realitäten der heutigen Zeit.“    

Wahlen 2017
Innenexperte Bosbach zur AfD: „Ausgrenzen nicht die richtige Strategie“

Bonn, Berlin (ots) – Angesichts der Wahlerfolge der AfD plädiert der CDU-Innenexperte Wolfgang Bosbach erneut für einen anderen Umgang mit der rechtspopulistischen Partei. „Wir müssen die AfD dringend als politische Konkurrenz ernst nehmen und uns mit den Motiven der Wähler auseinander setzen“, sagte der Politiker in der phoenix-Sendung „Im Dialog“ (Ausstrahlung: Freitag, 9. September 2016, 22.30 Uhr). „Mit Dämonisierung werden wir die AfD politisch nicht margnisalisieren.“ Vor den Landtagswahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz im Frühjahr seien große Fehler begangen worden. „Wenn man sie nicht in Fernsehstudios lässt oder ihnen untersagt, an Debatten teilzunehmen, gibt man ihnen noch einen Märtyrer-Status. Ausgrenzen ist nicht die richtige Strategie.“ Diese Vorgehensweise erwecke nur den Anschein, die etablierten Parteien würden sich scheuen, mit den Repräsentanten der AfD zu diskutieren oder fürchteten sich davor, dabei den Kürzeren zu ziehen. „Wer gute Argumente hat, muss doch keine Angst haben vor einer inhaltlichen Auseinandersetzung“, betonte Bosbach.

Digital
Das Selfie der Zukunft: Bodyscanner zur lebensechten dreidimensionalen Erfassung

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Wiesbaden/Dresden (ots) – Wie erstellt man sein persönliches Ebenbild, lebensecht und zum Anfassen? Das Selfie der Zukunft wird mit der 3D-Scantechnik von VITRONIC schon heute Realität. Der Wiesbadener Bildverarbeitungsspezialist bietet mit dem VITUS Bodyscanner eine praktikable Lösung, mit der farbige und maßstabgetreue Scans vom menschlichen Körper innerhalb weniger Sekunden erzeugt werden können. Genutzt werden diese Scandaten für zahlreiche Anwendungen, der Berliner 3D-Figurenhersteller 3DyourBody etwa fertigt für seine Kunden 3D-Miniaturen, aus dem 3D-Drucker. „Der Vorteil der VITUS Bodyscanner ist die schnelle und präzise Erfassung der 3D-Daten. Die Kunden können nach einem kurzen Scanvorgang ihren digitalen Zwilling direkt am Bildschirm anschauen“, erklärt Viet Hoang, einer der drei Geschäftsführer der 3DyourBody GmbH. Die 3D-Figur wird anschließend aus einer Polymer-Gipsmischung im 3D-Druckverfahren hergestellt und steht zur Abholung im Shop bereit. Alternativ können diese auch versendet werden. Seit Anfang September können sich Kunden auch in Rostock und in Dresden scannen lassen. Am 1.9. hat 3DyourBody einen neuen Standort in Rostock, Lange Straße 12, eröffnet. In Dresden öffnet der neue Shop heute seine Pforten, in der zentral gelegenen St. Petersburger Straße 30. Für beide Standorte bietet 3DyourBody bis zum 30.9.2016 einen Willkommens-Rabatt von 20 Prozent.

Türkische Außenwirtschaft
Südafrika und Türkei planen Intensivierung wirtschaftlicher Zusammenarbeit

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Johannesburg (nex) – Der Schatzmeister des in Südafrika regierenden Afrikanischen Nationalkongresses (ANC), Zweli Mkhize, erklärte am Montag, der Handel und die bilateralen Beziehungen zwischen der Kaprepublik und der Türkei sollten vertieft werden. Beide Länder hätten vieles gemeinsam und sollten hinsichtlich ihrer Entwicklung zusammenarbeiten. Mkhize sprach anlässlich der Gründung des ersten Stützpunktes der Vereinigung Unabhängiger Industrieller und Geschäftsleute der Türkei (MÜSIAD) in Südafrika. Die türkische NGO hilft türkischen und ausländischen Geschäftsleuten bei der Abwicklung ihrer grenzüberschreitenden Geschäfte. Die meisten ihrer Mitglieder sind kleine und mittelständische Unternehmen (KMU). Der 1990 gegründete Verband zählt heute mehr als 11 000 Mitglieder aus mehreren Branchen und unterhält Stützpunkte in 65 Ländern. „Die Türkei und Südafrika sitzen im gleichen Boot“, betonte der stellvertretende Vorsitzende der in der Türkei regierenden Partei für Gerechtigkeit und Entwicklung (AKP), Saban Disli, in seiner Rede im Rahmen der Veranstaltung. „Wenn Südafrika in Turbulenzen gerät, trifft es auch uns.“ Südafrika, das fast 20 Prozent zum BIP des gesamten afrikanischen Kontinents beisteuert, sollte zu einer Drehscheibe für türkische Unternehmen werden, betonte Disli. Als Schwellenländer seien beide Risiken wie Marktturbulenzen infolge von Wertschwankungen ihrer Währungen ausgesetzt. Dem südafrikanischen Außenminister zufolge betrug das Handelsvolumen zwischen beiden Ländern zuletzt 1,4 Mrd. US-Dollar. Dabei exportierte die Türkei Waren und Dienstleistungen im Wert von 489 Millionen US-Dollar, während das Land aus der Kaprepublik Leistungen im Gesamtwert von 918,5 Millionen importierte. Derzeit operieren etwa 70 türkische Unternehmen in Südafrika. Der Umfang ihrer Investitionen liegt bei mehr als 500 Millionen US-Dollar.  

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Ausland
Philippinischer Präsident beleidigt Obama: „Du Hurensohn“

Manila (nex) – Zwischen den USA und den Philippinen hängt nach einer unflätigen Äußerung des philippinischen Präsidenten Rodrigo Duterte über seinen US-Kollegen Barack Obama der Haussegen schief. Nachdem der für seine schroffe Ausdrucksweise bekannte, 71-jährige Duterte den US-Präsidenten als „Hurensohn“ bezeichnet hatte, teilte ein Sprecher des Nationalen Sicherheitsrates der USA mit, dass das für Dienstag geplante Treffen zwischen beiden Staatschefs in Laos nicht stattfinden werde. Hintergrund der harschen Worte sind Meinungsverschiedenheiten über die Innenpolitik des im Juni ins Amt gewählten Duterte. Der langjährige Bürgermeister von Davao City hat unmittelbar nach der Übernahme der Regierungsgeschäfte den Drogenbanden in seinem Land den Krieg erklärt. Dabei hat er offen zur Lynchjustiz gegen Drogenhändler aufgefordert und erklärt, dass ihm Menschenrechte in diesem Zusammenhang „egal“ wären. Seit Ende Juni gab es auf den Philippinen bereits 600 Morde an mutmaßlichen Drogendealern. In seiner Rede am Montag in Manila reagierte Duterte auf Meldungen, wonach Obama diese rigorose Politik ansprechen wolle, mit der Aussage: „Wer glaubt er eigentlich, dass er ist? Ich bin keine amerikanische Marionette. Ich bin der Präsident eines souveränen Landes und niemandem Rechenschaft schuldig mit Ausnahme des philippinischen Volkes.“ Diesem Satz soll Duterte den Ausspruch „Hurensohn, ich werde dir meine Meinung geigen“ hinzugefügt haben. Obama habe sich gegenüber dem Philippinen respektvoll zu verhalten. In der laotischen Hauptstadt Vientiane, wo am Dienstag der zweitägige Gipfel der Südostasiatischen Staatengemeinschaft (Asean) beginnen wird, trifft Obama nun stattdessen mit Südkoreas Präsidentin Park Geun Hye zusammen. Mittlerweile hat Duterte gegenüber der Presse sein Bedauern darüber ausgedrückt, dass seine Bemerkungen „große Unstimmigkeiten“ ausgelöst hätten und dass sein Kommentar “ als persönliche Beleidigung des US-Präsidenten angekommen“ sei. Er habe sich lediglich gegen Belehrungen von außen verwahren wollen.

MAK-Umfrage
Türkei: Zustimmung für Erdogan mittlerweile bei über 70 Prozent

Ankara (nex) – Der türkische Ministerpräsident Binali Yildirim und sein Kabinett kamen am vergangenen Freitag anlässlich der „ersten 100 Tage der 65. Regierung“ im Cankaya-Palast zusammen. Unterdessen führte das Beratungs- und Meinungsforschungsunternehmen MAK Consultancy eine umfassende Meinungsumfrage über die Bewertung der Leistungen der Regierung in den ersten 100 Tagen ihrer Amtszeit durch. Das augenfälligste Ergebnis dabei war, dass 90 Prozent der befragten Personen ihr Misstrauen gegenüber den USA zum Ausdruck brachten. Die Meinungsumfrage, die zwischen dem 27. August und dem 2. September im gesamten Land durchgeführt wurde und an, der 2.700 Personen teilnahmen, ging es auch um den Kampf der Regierung gegen das Gülen-Netzwerk FETÖ und die Militäroperation Schutzschild Euphrat in Nordsyrien. Während sich bei der Umfrage herausstellte, dass die Unterstützung für die Demokratische Partei der Völker (HDP) abgenommen hat, befindet sich die regierende Partei für Gerechtigkeit und Fortschritt (AKP) nach wie vor mit über 50 Prozent Zustimmung auf Platz eins. Die Frage, ob sie bei einer möglichen Präsidentschaftswahl ihre Stimme Erdogan geben würden, beantworteten 71.15 Prozent der Teilnehmer mit ja, während 22 Prozent dies verneinten. Während die Mehrheit der AKP-Anhänger die Frage erwartungsgemäß bejahte, kam aus der Partei der Nationalistischen Bewegung (MHP) ein interessantes Ergebnis: 82 Prozent der MHP-Wähler gaben an, bei einer Präsidentschaftswahl für Erdogan stimmen zu wollen. Unter den Anhängern der größten Oppositionspartei des Landes, der Republikanischen Volkspartei (CHP), würden 36 Prozent Erdogan ihre Stimme geben. Analysten erklären diese Ergebnisse mit dem einigenden Geist des vereitelten Putschversuchs vom 15. Juli und Erdogan als Garanten der Türkei. Zudem antworteten fast 54 Prozent der Teilnehmer auf die Frage, welcher Partei sie ihre Stimme geben würden, wenn morgen Wahlen wären, mit AKP, während die CHP auf 22.25 käme. MHP würde infolge des Zuspruchs seit dem Putschversuch auf 14.7 Prozent der Stimmen bekommen. Einzig die Pro-PKK-Partei HDP würde mit 7.5 Prozent an der Zehnprozentwahlhürde scheitern. Beim Thema 100-Tage-Bilanz der Leistung der 65. Regierung der Türkei gaben 62 Prozent der Befragten an, dass die Regierung erfolgreich sei, während 33 Prozent erklärten, sie hielten sie für nicht erfolgreich. Auf die Frage nach dem Kampf der Regierung gegen das Gülen-Netzwerk FETÖ äußerten 72 Prozent der Teilnehmer Zufriedenheit mit dem Verlauf der Säuberung. Eine Mehrheit der Teilnehmer betonte, dass der nächste Schritt die Eliminierung des politischen Flügels des Gülen-Netzwerks sein müsse. Für die türkische Militäroperation Schutzschild Euphrat gegen die Terrororganisation IS (Daesh) in der nordsyrischen Stadt Dscharablus äußerten 78 Prozent der Teilnehmer ihre Unterstützung. 90 Prozent der Befragten gaben an, dass sie den USA als strategischen Partner der Türkei nicht vertrauten.  

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