Kommentar
Mutter erlaubt Vergewaltigung ihrer 6-jährigen Tochter und erhält Bewährungsstrafe
Säkular-humanistisches „Anything goes“ hat Monster wie in Landshut geboren
Ein Gastbeitrag von Yonca Yalaz
Nach solchen schockierenden Meldungen habe ich wirklich ein immer größeres Verständnis für die Wut, die sich bei den Menschen in Deutschland angestaut hat und sich deshalb auch neue Bewegungen und Parteien zu formieren scheinen. Für die Wut, die sich gegen die Eliten in Deutschland und Europa richtet, gegen Politiker, Medien und auch Leute wie jene Richter, die am Mittwoch in Landshut eine Mutter mit einer Bewährungsstrafe davonkommen ließen, die ihrem neuen Lover ihr sechsjähriges Kind mehrfach zum sexuellen Missbrauch überlassen haben soll.
Die Mutter war sogar mit anwesend, als ihr, wie man es heute nennt, Lebensabschnittspartner über ihr eigenes Kind herfiel. Die Taten wurden sogar gefilmt. Dass das Kind zuvor durch Baldrian betäubt wurde und deshalb von den Übergriffen nichts mitbekam, wertete das Gericht als strafmildernd.
Ob das Kind bei der Mutter belassen wurde, geht aus den bislang zugänglichen Presseberichten nicht hervor. Mich würde es nicht wundern. Es geht nicht um Einwanderer, es sind keine so genannten „religiösen Fundamentalisten“, es sind nur ganz normale Asoziale, die einen „fortschrittlichen“ Lebensstil, wie sie ihn aus ihrem Umfeld und aus dem Fernsehen kennen, für eine Normalität halten. In solchen Fällen schauen Jugendämter gerne erst dann hin, wenn es zu spät ist.
Stattdessen dürfen wir in den Medien lesen, dass die Türkei „den Kindesmissbrauch legalisieren“ wolle, sobald das Verfassungsgericht beim Gesetzgeber eine Differenzierung in der Strafandrohung fordert zwischen sexuellen Kontakten unter Teenagern – von denen ich im Unterschied zur öffentlichen Meinung in Deutschland nicht der Meinung bin, diese „gehören als notwendige Erfahrungen dazu“ – und Missbrauchsfällen wie jenem in Landshut.
Stattdessen dürfen sich Muslime darüber belehren lassen, dass sie einerseits einen „offeneren Umgang mit der Sexualität“ praktizieren sollen, andererseits aber an „Kinderehen“ und alkoholisierten Antänzern auf der Domplatte schuld wären.
Und stattdessen werden schon Kindergartenkinder einer Gehirnwäsche dahingehend ausgesetzt, dass irgendwelche Alleinerzieher- oder Patchwork-Konstrukte, homo-, bi- oder was weiß ich noch an Kopulationsgemeinschaften und vieles mehr der ach so „spießigen“ traditionellen Familie zumindest gleichwertig, wenn nicht gar sogar überlegen wären und der Niedergang intakter Familien im Sperrfeuer von „Selbstverwirklichung“, „sexueller Freiheit“, „Individualismus“ und „Emanzipation“ kein Ausdruck einer Degeneration, sondern ein „Fortschritt“ wäre.
Nun, wenn „Kinderehen“ unter syrischen Flüchtlingen oder junge Männer, die aus muslimischen Milieus kommen und Frauen belästigen, ein Problem sind, das die gesamte muslimische Community dazu bewegen sollen, sich selbst zu hinterfragen, dann sind auch Fälle wie jene in Landshut ein dringlicher Anlass für die „säkular-humanistische“ Mehrheitskultur, ihre lange gepflegten Dogmen und Gewissheiten in Frage zu stellen.
Möglicherweise war es doch keine so glorreiche Idee, die „bürgerliche Kleinfamilie“ zu „dekonstruieren“ und dem Modell der von staatlichen Transferleistungen abhängigen Welfare Queen den Vorzug, die offiziell als „alleinerziehend“ gilt, aber sich tatsächlich mit stetig wechselnden Partnern und RTL den Tag vertreibt, während sie ihre Kinder dem „Step Risk“ und potenziellen Missbrauchsmonstern aussetzt. Wenn nun der Einwand kommt, dass es Missbrauch auch in traditionellen Familien gäbe: Ja, gibt es. Aber es gibt auch ausreichend Studien, dass die traditionelle Familie mit leiblichen Eltern immer noch der Ort ist, an dem Kinder mit Abstand am sichersten sind.
Möglicherweise war es auch keine so glorreiche Idee, die viel gescholtenen „alten Werte“, die durch Familie, Religion und nationale Überlieferung über die Generationen hinweg weitergegeben wurden und auf die man als Gemeinschaft noch geachtet hatte, durch den Dreck zu ziehen. Das gilt insbesondere vor dem Hintergrund, dass man offenbar nicht in der Lage war, etwas Besseres an deren Stelle zu setzen. Und nein: Der seitdem verbreitete Hedonismus, atomisierte Hyperindividualismus und Kult des eigenen Egos und dessen Lustgewinns ist definitiv nichts Besseres.
Vor allem: Hört auf, uns in die Tasche zu lügen! Wer wie die linksliberalen, kulturmarxistischen westeuropäischen Eliten Werte, die eine Gesellschaft zusammenhalten, mutwillig zerstört hat, um nicht im Kult des eigenen Egos und der eigenen „Selbstverwirklichung“ um jeden Preis gestört zu werden, braucht nicht von anderen zu verlangen, dass diese die eigenen respektieren.
Euer „anything goes“ ist es, das uns in einen Abgrund geführt hat, in dem perverseste Verbrechen an den Wehrlosesten zur Normalität geworden sind und von Gerichten mit Bewährung bedacht werden. Vor allem ist das, was in Landshut passiert ist, der logische Endpunkt der Entwicklung einer Gesellschaft, in der die Angst, als „spießig“ zu gelten, größer ist als der Wille, das Recht von Kindern auf eine intakte Kindheit zu verteidigen.
Niemand schuldet aber einem Land oder einer Gesellschaft Loyalität, die an allen Ecken und Enden kaputt ist.
"Starke Beweise für Beteiligung"
Griechenland gewährt türkischen Putschisten kein Asyl
Dortmund (nex) – Wie ein Vertreter der griechischen Regierung der Nachrichtenagentur Anadolu mitteilte, soll dreien der insgesamt acht Putschisten, die nach dem vereitelten Putschversuch vom 15. Juli nach Griechenland geflohen waren, kein Asyl gewährt werden.
Nach Angaben des Regierungsvertreters, der anonym bleiben möchte, hätten zwei der Soldaten es abgelehnt, mit den griechischen Behörden zusammenzuarbeiten. Die Beweise für die Beteiligung eines der Soldaten an dem Putschversuch seien stark, so die Quelle weiter. Eine Entscheidung über das Schicksal der fünf weiteren Soldaten wird in naher Zukunft erwartet.
Alle acht Soldaten hätten das Recht, Berufung gegen die Entscheidung in zweiter Instanz und vor europäischen Gerichten einzulegen, so die Quelle weiter. Der Fall der asylsuchenden Putschisten wurde am 27. Juli um fast einen Monat verschoben, um der Verteidigung mehr Zeit zur Bearbeitung der Fälle einzuräumen.
Am 19. August wurde die Verhandlung mit eidesstattlichen Aussagen der Soldaten wiederaufgenommen. Die türkischen Soldaten waren wenige Stunden nach dem vereitelten Putschversuch in der Türkei, bei dem 242 Menschen starben und mehr als 2.200 verletzt wurden, nach Griechenland geflohen. Sie landeten im nordgriechischen Alexandroupolis an Bord eines entführten Black Hawk Hubschraubers und ersuchten sofort Asyl. Sie behaupteten, ihr Leben wäre bei einer Rückkehr in ihr Heimatland in Gefahr.
Die türkische Regierung hat offiziell die Auslieferung der acht Soldaten unter der Zusicherung eines fairen Prozesses beantragt. Der Verteidiger der Soldaten, Stavroula Tomara, hat wiederholt gegenüber den griechischen Medien erklärt, dass die mutmaßlichen Putschsoldaten Angst hätten, gefoltert zu werden und ihre Familien im Falle ihrer Rückkehr in die Türkei.
Mehr zum Thema:
Türkei: Wie Frauen den Putschversuch gegen Erdogan vereitelten
Vertragsverlängerung
Bayern München: Mega-Angebot für Lewandowski
Dortmund (nex) – Die Torschützenliste bei der Bundesliga führt Robert Lewandowski mit fünf Treffern bereits an. Vor zwei Jahren erst kam der Kicker aus Dortmund zum FC-Bayern. In dieser Zeit hat er sich als Top-Torjäger des bayerischen Rekordmeisters einen Namen gemacht.
Jetzt könnte Lewandowski mit einem neuen Vertrag auch an die Spitze der Top-Verdiener-Liste gelangen – noch vor Müller. Der FC Bayern-München will den polnischen Nationalstürmer gern behalten und seinen Vertrag auch über 2019 hinaus verlängern. Ein entsprechendes Angebot des Klubs liegt dem 28-Jährigen bereits vor, so die „Sport Bild“ am Mittwoch. Müllers geschätztes Jahresgehalt liegt bei 15 Mio. Euro. Lewandowskis momentaner Marktwert liegt bei 75 Mio Euro.
Eine Spitzenposition auf der Top-Verdiener-Liste wäre ihm dabei ebenso sicher wie weitere Jahre im Ancelotti-Kader. Er würde damit den bisherigen Spitzenreiter Müller verdrängen, der aktuell der Fußballer mit dem höchsten Einkommen ist.
Ob FC Arsenal, Paris St. Germanin oder Real Madrid, viele europäische Spitzenvereine sollen in den vergangenen Monaten Interesse an dem polnischen Stürmer gehabt haben.
„Lewandowski ist der beste Stürmer, den es gibt, auch technisch trotz seiner Größe. Von Lewandowski versuche ich mir viel abzugucken, ich versäume kein Spiel von ihm, versuche aus seinen Bewegungen viel zu lernen“, so Real Madrid-Star Álvaro Morata im „Sport-Bild“-Interview.
Mordfall Wunderlich
Nach 29 Jahren: DNA überführt DDR-Mörder
Von Peter Z. Ziegler
Berlin (BZZ/nex) – Jahrzehnte suchte die Polizei nach dem Mörder einer jungen Frau. Erst zwei Jahre in der DDR, nach der Wende im Freistaat Sachsen. Jetzt wurde der Unhold gefunden und wird angeklagt. Modernste Gerichtsmedizin und ein engagierter Kriminalist haben ihn überführt. Seine DNA am Büstenhalter der Ermordeten hat ihn verraten.
Die Lösung im Mordfall Heike Wunderlich rückt näher. Die Staatsanwaltschaft Zwickau hat in dem DDR-Uralt-Fall jetzt Anklage gegen Helmut S. (60) erhoben. Er sei dringend verdächtig, die damals 18-Jährige 1987 bei Plauen in Sachsen vergewaltigt und danach erdrosselt zu haben.
Er war einer der spektakulärsten Mordfälle der DDR und bis voriges Jahr ungeklärt: Ein Grenzsoldat hatte die tote und fast nackte Heike Wunderlich am 10. April 1987 im Unterholz des Voigtsgrüner Waldes entdeckt. Neben ihr lag ihr Moped. Die junge Frau aus Altensalz, die als Strickerin im VEB Plauener Gardine arbeitete, war in der Nacht zuvor missbraucht und getötet worden. Außerdem fehlte ihr Monatslohn über 700 Ostmark.
Jahrzehnte suchte die Polizei nach dem Mörder der jungen Frau. Es gab immer wieder DNA-Tests, sogar eine Massenspeichelprobe unter Plauener Männern. Ohne Erfolg.Doch der Zwickauer Kriminalist Enrico Petzold (47) ließ nicht locker, schickte die nach dem Mord sichergestellte Kleidung der Toten erneut zur Untersuchung ins Kriminaltechnische Institut nach Dresden.
Ein Abgleich mit der Datenbank führte zu Helmut S. Der war wegen einer Körperverletzung und anderen Delikten in der Datenbank gespeichert. S. hatte zur Tatzeit in Plauen gelebt, wohnt seit Jahren in Gera.
Bisher bestreitet der Verdächtige, etwas mit dem Mord an Heike Wunderlich zu tun zu haben. Aber Staatsanwältin Ines Leonhardt (44) ist sicher: „Wir können ihm die Tat nachweisen anhand der gefundenen Spuren und weiterer Indizien.“
So befanden sich DNA-Spuren von Helmut S. am BH-Träger von Heike Wunderlich. Mit diesem Kleidungsstück wurde sie erdrosselt.
Israel
Bericht: 2016 bereits 103 Palästinenser von israelischen Sicherheitskräften getötet
Dortmund (nex) – Wie auf der Webseite der palästinensischen Nonprofit-Organisation für Medienbeobachtung Middle East Monitor (MEMO) zu lesen ist, berichtete die palästinensische Tageszeitung Quds Press am vergangenen Montag, dass seit Beginn des Jahres 2016 103 Palästinenser von israelischen Sicherheitskräften getötet worden seien.
Der 16-jährige Issa Tarayrah sei das 103. Opfer, das in diesem Jahr erschossen worden sei. Somit sei die Zahl der seit dem Beginn der so genannten Intifada von Jerusalem getöteten Menschen auf 248 gestiegen, so MEMO weiter.
Tarayrah wurde in Hebron im Westjordanland getötet. Mit seinem Tod steige die Zahl der allein in dieser Stadt getöteten Palästinenser auf 77, einschließlich 47 Hinrichtungen. Vier der Toten hätten von der Familie Tarayrah gestammt. 59 der insgesamt 248 getöteten Palästinenser seien unter 18 Jahre gewesen.
Unter ihnen habe sich auch ein dreijähriges Kind befunden, das bei einem Luftschlag am 11. Oktober 2015 ums Leben gekommen sei und ein vier Monate altes Baby, das am 30. Oktober 2015 in der Nähe von Jerusalem getötet worden sei.
Mehr zum Thema:
“Nicht Teil der Gesellschaft”: Juden aus der ehemaligen Sowjetunion verlassen Israel
Medienbranche
Schäfer über die Digitalisierung im Journalismus: „Verlage müssen noch viel lernen“
Hamburg (ots) – Seit Jahren recherchieren die Wirtschafts-Ressortleiter der „Süddeutschen Zeitung“, Marc Beise und Ulrich Schäfer, die Digitalisierung. Jetzt haben sie das Buch „Deutschland digital“ vorgelegt, das auch als Gebrauchsanweisung verstanden werden kann, wie Deutschland den Wettkampf gegen die USA auf diesem Gebiet gewinnt.
Die beiden Autoren sind durchs Silicon Valley gereist und zeigen auf, wo Deutschlands Vorteile liegen.
Im Gespräch mit dem Mediendienst kress.de glaubt Ulrich Schäfer allerdings, dass der Versuch, ein europäisches Facebook oder Google nachzubauen, zum Scheitern verurteilt ist: „Dafür ist es in der Tat zu spät. Das können wir nicht aufholen.“
Für Schäfer gehört die Medienbranche zu den Ersten, die den Wandel erlebt und zum Teil „sogar schon hinter sich“ gebracht habe. Dennoch müssten die Verlage noch viel lernen, so Ulrich Schäfer zu kress.de:
„Und auch wir als Journalisten müssen uns anpassen. Es ist die Aufgabe von jedem von uns, seine Texte selbst zu vermarkten. Früher hat das allein der Verlag getan. Heute müssen auch wir als Journalisten, jeder einzelne von uns, unsere Texte über die sozialen Medien in Umlauf bringen. Das wird immer wichtiger und wird unser Arbeiten verändern, vor allem die Beziehung zum Leser.“
Kampf gegen den Terror
Türkei: Kurden bitten Behörden um Befreiung ihrer „gehirngewaschenen“ Kinder
Diyarbakır (nex) – Die Familien dreier junger Männer aus den türkischen Kurdengebieten haben sich an die türkischen Sicherheitsbehörden mit der Bitte gewandt, ihre Kinder heil nach Hause zu bringen.
Die jungen Männer seien von den so genannten „Volksverteidigungseinheiten“ (YPG) im Norden Syriens einer „Gehirnwäsche“ unterzogen worden, erklärten die Eltern der Betroffenen. Der Fall illustriert, wie terroristische Gruppen immer stärker versuchen, Minderjährige zu rekrutieren – und dass die YPG, der syrische Ableger der terroristischen PKK, dabei eine tragende Rolle spielt.
Bereits im Vorjahr hatte es in türkischen Kurdenregionen Massenproteste von Familien gegeben, deren Kinder zwischen 13 und 24 Jahren von den terroristischen Gruppen zwangsrekrutiert, verschleppt oder mittels Gehirnwäsche-Praktiken dazu motiviert worden waren, sich dem bewaffneten Kampf in Syrien oder in der Türkei anzuschließen. Als die von der Türkei unterstützten Rebellen der „Freien Syrischen Armee“ (FSA) vor einigen Wochen die Stadt Dscharablus im Norden Syriens von der Terrormiliz IS (Daesh) befreiten und dabei auch Einheiten der YPG ostwärts verdrängten, nahmen sie unter anderem drei türkische Kurden im Alter von 18, 20 und 24 Jahren fest, die in den Reihen des PKK-Ablegers gekämpft hatten.
Da einige Anhaltspunkte darauf hindeuten, dass es sich bei ihnen um die Kinder jener kurdischen Eltern aus Bitlis, Diyarbakır und Muş handeln könnte, die sich an die türkischen Behörden gewandt hatten, wollen diese sich nun in Absprache mit den Familien bei der FSA um die Rückführung der Kämpfer in die Türkei bemühen. Auch die Eltern appellierten an die FSA, ihre Kinder der „türkischen Justiz“ zu übergeben. Einer der jungen Männer soll an der Universität von Edirne von mutmaßlichen Rekrutierungsbeauftragten der YPG angesprochen und „bearbeitet“ worden sein. Die Eltern nahmen wahr, wie sich das Verhalten des 24-Jährigen aus Muş verändert hatte und seine Studienerfolge litten.
Mehr zum Thema.
Der 18-jährige YPG-Kämpfer war Gymnasiast in Diyarbakır und galt als sehr häuslich und familienverbunden. Eines Tages verschwand er, nachdem er zu Hause das Vieh versorgt hatte. Der dritte junge Mann stand kurz vor der Rekrutierung in die türkische Armee und war auch nie zuvor durch kriminelle oder extremistische Aktivitäten aufgefallen. Die Menschenrechtsorganisation HRW hatte die YPG beschuldigt, Kindersoldaten zu rekrutieren, einige von ihnen sogar unter 15 Jahren. Offiziell hat die YPG in den von ihr kontrollierten Gebieten Syriens alle jungen Menschen ab 16 Jahren zum Zwangsdienst in ihren Reihen beordert.
Mehr zum Thema.
Beobachter: “PKK legt Häuser der Kurden in Brand und ermordet ihre Kinder”
Der 18-jährige YPG-Kämpfer war Gymnasiast in Diyarbakır und galt als sehr häuslich und familienverbunden. Eines Tages verschwand er, nachdem er zu Hause das Vieh versorgt hatte. Der dritte junge Mann stand kurz vor der Rekrutierung in die türkische Armee und war auch nie zuvor durch kriminelle oder extremistische Aktivitäten aufgefallen. Die Menschenrechtsorganisation HRW hatte die YPG beschuldigt, Kindersoldaten zu rekrutieren, einige von ihnen sogar unter 15 Jahren. Offiziell hat die YPG in den von ihr kontrollierten Gebieten Syriens alle jungen Menschen ab 16 Jahren zum Zwangsdienst in ihren Reihen beordert.
Mobiltelefonie
Revolution im Mobilfunk: Bei O2 wird es keine Drosselung mehr geben
München (nex) – Das Unternehmen Telefónica Deutschland, das 2005 den Mobilfunkanbieter O2 übernommen hat, kündigte am Dienstag eine neue Tarifstruktur an. Kern der Reform soll ein Ende der Drosselung des vertraglich vereinbarten LTE-Datenvolumens sein.
Auf diese Weise sollen Kunden künftig deutschlandweit mit einer Geschwindigkeit von bis zu einem Megabit pro Sekunde online sein können. Bislang waren lediglich 32 Kilobit pro Sekunde der Standard, sobald ein bestimmtes Datenvolumen überschritten war. Zum Vergleich:
Die Übertragung eines YouTube-Videos in Standard-Auflösung erfordert eine Übertragungskapazität von rund 0,5 Mbit/s. Es soll, so Markus Haas, der Chief Operating Officer (COO) von Telefónica Deutschland, für O2-Kunden „kein offline mehr geben“. Die neuen Tarife der Serie „O2 Free“ sollen am 5. Oktober starten und an die Stelle der bisherigen Vertragskundentarife der Serie “ O2 Blue All-in“ treten. Die monatlichen Kosten werden zwischen 25 Euro (1 GB) und 55 Euro (8 GB) liegen.
Bestandskunden können die Free-Option für einen monatlichen Mehraufwand von fünf Euro zubuchen. Die Neuregelung soll gewährleisten, dass die Kunden nach wie vor Messaging betreiben, Webseiten besuchen, E-Mails abrufen, Bilder versenden, navigieren und soziale Netzwerke mit normaler Geschwindigkeit nutzen können.
Bildungsbericht
Türkei: Zahl der Kinderarbeiter nähert sich der Eine-Million-Marke
Ankara (nex) – Am vergangenen Montag hat für fast 18 Millionen Kinder in der Türkei die Schule angefangen. Aber etwa eine weitere Million Kinder müssen nach Angaben eines neuen Berichts derzeit arbeiten.
Nach einem von der türkischen Bildungsgewerkschaft Egitim-Sen veröffentlichten Bildungsbericht für 2015/2016 gibt es etwa eine Million Kinderarbeiter, die zum Einkommen ihrer Familie beitragen müssen. Die Hälfte dieser Kinder wird im Landwirtschaftssektor eingesetzt.
Die Zahl der Kinder, die in Häusern arbeiten, wird mit etwa 7.5 Millionen angegeben. Der Bericht zeigt, dass unter Mädchen zwischen 6 und 14 Jahren die Zahl derjenigen, die im Landwirtschaftssektor arbeiten, bei 75 Prozent liegt, während sie im Dienstleistungssektor 16 und im Industriesektor 8 Prozent beträgt. Bei Kinderarbeitern im Alter zwischen 15 und 17 Jahren liegen die Prozentzahlen in den oben genannten Sektoren bei 46, 33 und 22 Prozent. Nach einem weiteren Bericht des UNICEF und dem türkischen Verein „Unterstützung für das Leben“ führt Sanliurfa in der Südosttürkei die Liste der Provinzen mit der höchsten Kinderarbeitsrate an.
In 15 Prozent aller Familien in Sanliurfa gibt es mindestens ein Kind, das arbeitet. Es stellte sich ebenfalls heraus, dass eine große Zahl Kinder mit einem Durchschnittsalter von 14 Jahren körperlicher Gewalt und Misshandlungen in der Arbeitsstätte ausgesetzt sind. Etwa 15 Prozent der Kinder in Sanliurfa, die nicht zur Schule gehen, arbeiten 12 bis 14 Stunden pro Tag, heißt es weiter.
Ein weiterer Bericht des Forschungsinstituts der Konföderation Revolutionärer Arbeitnehmer der Türkei (DİSK-AR) zeigt, dass im vergangenen Jahr Kinder zwischen 6 und 14 Jahren 28 Stunden in der Woche gearbeitet haben. Bei Kindern zwischen 15 und 17 Jahren betrug die wöchentliche Arbeitszeit 45 Stunden und bei Kindern, die nicht zur Schule gehen, bei 54 Stunden. Der bei DISK für den Energiesektor verantwortliche Gewerkschafter Müslüm Baran erklärte, dass die Bemühungen von Einrichtungen, die Kinderarbeit in der Türkei bekämpften, erfolglos gewesen seien und dass Kinderarbeit in den vergangenen Jahren in den Provinzen Mardin, Gaziantep, Kilis und Sanliurfa infolge der von syrischen Flüchtlingen zur Verfügung gestellten billigen Arbeitskräfte im Landwirtschafts- und Dienstleistungssektor zugenommen habe.
In den vergangenen dreieinhalb Jahren haben nach einem Datenbericht des Rates für die Arbeitnehmergesundheit und Arbeitsplatzsicherheit für die Jahre 2013 bis 2016 194 Kinder während der oder auf dem Weg zur Arbeit ihr Leben verloren. Todesursache Nummer eins waren dabei Arbeitswegeunfälle, gefolgt von Vergiftungen, Ersticken, Stürze und Quetschungen. Daten des Statistikinstituts der Türkei (TÜIK) aus dem Jahr 2013 zeigen, dass unter den Kinderarbeitern, die einen Lohn erhalten, 3,4 Prozent Verletzungen erlitten, 34 Prozent unter Erschöpfung litten, ein Drittel nichts zu essen bekamen, 36 Prozent keine freien Tage hatten und 89 Prozent keine bezahlten Urlaubstage hatten.
Türkei
Ankara: Geisteskranker schwingt Messer vor israelischer Botschaft
Ankara (nex) – Nach Angaben aus türkischen Sicherheitskreisen wurde heute ein Mann beim Versuch, in die israelische Botschaft in Ankara einzudringen, verletzt und festgenommen. Der Mann, der vom Gouverneursamt Ankara als Osman Nuri Caliskan (38) identifiziert wurde, habe angefangen, Slogans zu rufen und ein in Zeitungspapier gewickeltes Messer herumzuschwingen, so die anonyme Quelle weiter.
Ein Polizist, der vor der israelischen Botschaft im Distrikt Gaziosmanpasa in Südankara seinen Posten bezogen hatte, eröffnete das Feuer und verletzte den Mann am Bein, nachdem dieser der mehrmaligen Aufforderung der Polizei, seine Waffe niederzulegen, nicht nachgekommen war.
Caliskan wurde in das Numune Lehr- und Forschungskrankenhaus Ankara verbracht. Die Straßen im Viertel wurden nach dem Zwischenfall abgesperrt und Spezialisten der Polizei trafen ein. Die Ermittlungen wurden eingeleitet. Das Gouverneursamt teilte in einer Erklärung mit, dass Caliskan keine Verbindung zu Terrororganisationen habe und sein Auftreten jedoch eine Geisteskrankheit vermuten lasse.
Der Sprecher des israelischen Außenministeriums Emmanuel Nahshon bestätigte in einer Erklärung, dass auf die mit dem Messer wedelnde Person geschossen worden sei, bevor dieser das Botschaftstor habe erreichen können. Die israelische Botschaft in Ankara teilte in einer Erklärung mit, dass der Festgenommene versucht habe, einen türkischen Polizisten mit dem Messer anzugreifen.
Es gebe keine Todesopfer oder Verletzten, und das Botschaftspersonal sei wohlauf, heißt es weiter. „Die Botschaft vertraut den türkischen Behörden, die den Zwischenfall untersuchen und in der Sache ermitteln.“


Griechenland gewährt türkischen Putschisten kein Asyl" title="