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In den vergangenen Jahren hat es in der Türkei eine Reihe von Wissenschaftlern und Erfindern gegeben, die von der US-Technologieindustrie abgeworben wurden. Der ehemalige Physiklehrer Senol Faik Özyaman erfand eine Brennstofftechnologie, die aus Kohle, fossilen Brennstoffen und Abfällen emissionslos Energie mit geringen Kosten produziert. Özyaman hat seine Erfindung in 134 Staaten patentieren lassen und sich vergeblich darum bemüht, vom türkischen Staat eine Finanzierung zu erhalten, damit die Technologie in seiner Heimat bleibt. Er entschied sich schlussendlich in die USA zu gehen. „Die Amerikaner haben mir bereits vor vier Jahren angeboten, in die USA auszuwandern und dort meine Technologie umzusetzen. Sie sagten mir, dass es unmöglich sei für mich, die türkischen bürokratischen Hürden zu überwinden. Sie hatten Recht. Ich werde auswandern. Dabei wollte ich, dass dies ein Schritt in Richtung der Energieunabhängigkeit der Türkei wird“, zitiert Ensonhaber den Erfinder.
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Bericht
Sado-Maso-Vorlieben oder Suchanfragen zu Prostituierten: Millionen Deutsche im Netz ausgespäht
Hamburg (nex) – In einer monatelangen Recherche konnten Reporter der NDR Fernsehmagazine „Panorama“ und „Zapp“ Zugang zu einem umfangreichen Datensatz erlangen und ihn auswerten. Darin enthalten ist jede Bewegung von Millionen von Internet-Nutzern im Monat August. Mit den Daten lässt sich das Leben der User bis in den intimsten Bereich nachzeichnen. In dem Datensatz finden sich neben privaten Nutzern auch Personen des öffentlichen Lebens: Manager, Polizisten, Richter, Staatsanwälte und Journalisten.
Ihre Internetaktivitäten geben intime Geheimnisse aus dem Berufs- und Privatleben preis: Informationen zu laufenden Polizei-Ermittlungen, die Sado-Maso-Vorlieben eines Richters, interne Umsatz-Zahlen eines Medien-Unternehmens und Suchanfragen zu Krankheiten, Prostituierten und Drogen. Die Daten lassen auch Rückschlüsse darauf zu, wann sich einzelne Nutzer wo aufgehalten haben und erlauben so, Bewegungsprofile zu erstellen. Insgesamt umfasst der ausgewertete Datensatz mehr als zehn Milliarden Web-Adressen, aufgerufen von rund 3 Millionen Usern aus Deutschland.
Wie nackt sich die Nutzer im Netz unfreiwillig darstellen, zeigt das Beispiel eines Managers aus Hamburg. Sein Datensatz beinhaltet unter anderem eine Reihe von Links zu einem Online-Speicher-Dienst, bei dem er Unterlagen zu einem Hausbau abgelegt hat. Jeder, der diese Adressen kennt, kann darüber Kontoauszüge, Architektenzeichnungen, Lohnabrechnungen mit Hinweisen auf das Bonus-System des Arbeitgebers, eine Kopie des Personalausweises und detaillierte Auszüge aus den Unterlagen zu einem Bankkredit abrufen. Dabei sind Namen und Anschrift des Managers und seiner Frau ebenso sichtbar wie Telefonnummern und E-Mail-Adressen. Kriminelle könnten mit Hilfe dieser Unterlagen die Identität des Mannes kapern oder ihn mit den Details zu seinem Surf-Verhalten erpressen.
Um an die Informationen zu gelangen, haben die NDR Reporter eine Schein-Firma gegründet, die vorgeblich im „Big Data“-Geschäft aktiv ist. Gleich mehrere Firmen zeigten sich bereit, die Web-Daten deutscher Internet-Nutzer verkaufen zu wollen – ein Unternehmen bot die nun ausgewerteten Daten schließlich als kostenlose Probe an.
Erster Parteitag in Duisburg
Parteigründer Remzi Aru: „Wir haben das politische Treiben 50 Jahre als Zuschauer begleitet“
Erster Parteitag in Duisburg: ADD will „Partei der kleinen Leute“ sein
Duisburg (nex) – Die neu gegründete Partei Allianz Deutscher Demokraten (ADD) wird am Sonntag, dem 13. November, in Duisburg ihren ersten ordentlichen Parteitag abhalten.
Auf diesem Parteitag sollen der in Berlin ansässige Unternehmer Remzi Aru und der Stuttgarter Rechtsanwalt Ramazan Akbaş als Bundessprecher bestätigt sowie ein Bundesvorstand gewählt werden. Darüber hinaus soll der Antritt der Partei bei der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen 2017 vorbereitet werden. Die Kandidatur im bevölkerungsreichsten Bundesland wird den ersten Wahlantritt der im Juni gegründeten Partei darstellen. Am Tag davor werden die Bundessprecher der Partei ab 16 Uhr zu Gast in der Sendung Sivil İnisiyatif bei Kanal Avrupa sein.
Unternehmer Remzi Aru hatte die Initiative zur Parteigründung ergriffen, nachdem am 2. Juni die umstrittene Armenier-Resolution des Bundestages mit den Stimmen aller Parteien und auch der türkischstämmigen Abgeordneten verabschiedet worden war. Aru sah darin den endgültigen Beweis dafür, dass Einwanderer für die deutschen Parteien lediglich als Wähler interessant seien. „Wir haben das politische Treiben 50 Jahre als Zuschauer begleitet. Ab heute mischen wir mit!“, so Aru gegenüber NEX24.
Um als Bürger mit Migrationshintergrund innerhalb der etablierten Parteien politisch mitwirken zu dürfen, würden diese jedoch „Assimilation und eine vorbehaltlose Unterwerfung unter den Narrativ der herrschenden politischen Klasse sowie der Konsensmedien“ verlangen. Politiker, die diesen Konsens verlassen, würden hingegen umgehend aus ihren Positionen gedrängt. Remzi Aru sieht in Deutschland eine „gelenkte Demokratie“ am Werk. Die Geschlossenheit in etablierten Parteien und Mainstreammedien, wenn es etwa um die Haltung gegenüber der türkischen Regierung oder auch die Außenpolitik geht, verglich Aru schon mehrfach mit der „Nationalen Front für das Demokratische Deutschland“ in der ehemaligen DDR. So äußerte Aru in Anbetracht der Disziplinierung eines langjährigen türkischstämmigen CDU-Kommunalpolitikers im schleswig-holsteinischen Neumünster durch seine eigene Partei:
„Der so genannte ‚demokratische Konsens‘, den das Altparteienkartell der Bevölkerung und nun auch speziell den Einwanderern aufdrücken möchte, ist gekennzeichnet von totalitär anmutenden Neusprech-Direktiven und spiegelt mittlerweile sogar eine parallele Realität wider.“
Gleichzeitig wirft der ADD-Sprecher den etablierten Kräften vor, gegenüber einer stetig steigenden Islamfeindlichkeit und rassistischen Tendenzen untätig zu bleiben. Die ADD will jedoch keine reine Türken- oder Migrantenpartei sein, obwohl man in diesen von den etablierten Parteien vernachlässigten Bevölkerungsgruppen das höchste Wählerpotenzial sieht. Im Unterschied zu bisherigen Gründungen wie der BIG-Partei sieht man sich auch nicht als religiöse Partei, auch wenn man die Interessen und die Freiheitsrechte aller religiöser Gemeinschaften in Anbetracht zunehmender Tendenzen eines „Kriegs gegen die Religion“ in Europa verteidigen wolle.
Die Partei, deren politisches Vorbild die Partei „Denk“ in den Niederlanden ist, will nicht nur Einwanderer aus allen Communitys ansprechen, sondern auch „Alteingesessene“, die mit dem bisherigen politischen Angebot in Deutschland nicht zufrieden sind. Der Erstentwurf des Parteiprogramms der ADD weist einen liberal-konservativen Schwerpunkt auf, man will „Stimme der kleinen und einfachen Menschen“ sein. Neben klassischen Einwandererthemen lässt die Partei auch durch Forderungen wie jene nach einem freien Bildungssystem, einer Freihandelszone von Lissabon bis Wladiwostok, einer Kopplung der Flüchtlingszahlen an den Umfang der Waffenexporte und einer Stärkung der Mehrkindfamilie aufhorchen.
Forderungen wie jene nach einem Ende der Frühsexualisierung, einer Abschaffung der Russland-Sanktionen und nach einer weniger ideologiegesteuerten Umwelt- und Energiepolitik sollen offenbar auch ein Signal an konservative Gruppen aus der Mehrheitsgesellschaft sein. Die etablierten politischen Kräfte scheinen die neue Partei bereits als Konkurrenz zu fürchten. So wurde vonseiten mehrerer eng mit politischen Entscheidungsträgern kooperierender deutscher Banken über Monate hinweg versucht, der ADD die Führung eines Bankkontos zu verweigern.


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