Türkei
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Antiterroristischer Schutzwall
Türkei: Mauer an der Grenze zu Syrien wird im Frühjahr 2017 fertig sein
Hatay (nex) – Der türkische Verteidigungsminister Fikri Işık hat am Mittwoch angekündigt, dass der Bau der geplanten Betonmauer entlang der türkisch-syrischen Grenze in der ersten Hälfte des Jahres 2017 abgeschlossen sein wird.
Während eines Besuchs bei Grenztruppen in der südtürkischen Provinz Hatay erklärte der Minister, dass bis dato 270 Kilometer der Mauer fertiggestellt seien. Von den restlichen 520 Kilometern, die geschützt werden sollen, hat der Bau eines 200 Kilometer langen Abschnitts bereits begonnen.
„Entlang jenen 85 Kilometern, an denen Euphrat und Tigris die Grenze beschreiben, werden wir andere Maßnahmen ergreifen“, kündigte Işık an. Die Türkei teilt mit dem seit 2011 von einem blutigen Bürgerkrieg heimgesuchten Syrien eine Grenze von 900 Kilometern Länge.
Die türkischen Streitkräfte hatten den Bau einer Mauer als Sicherheitsmaßnahme vorangetrieben, um illegale Grenzübertritte zu verhindern, insbesondere vor dem Hintergrund des Transits von Kriminellen und Terroristen. Auf syrischer Seite assistiert die Luftwaffe der Anti-IS-Koalition im Rahmen der „Operation Schild des Euphrat“ bei der Überwachung der Grenze.
Die türkische Armee errichtet derzeit die modulare Befestigungsanlage entlang der türkisch-syrischen Grenze zwischen dem Bezirk Suruç in der Provinz Şanlıurfa und dem Bezirk Karkamış in der Provinz Gaziantep. Der Krieg in Syrien tobt seit 2011, nachdem die Regierung unter Präsident Bashar al-Assad Proteste gewaltsam niedergeschlagen hatte und bewaffnete Verbände aus dem In-und Ausland seither versuchen, den Präsidenten aus dem Amt zu vertreiben.
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Erdoğan: „Ich sehe die derzeitige Globalisierung als eine neue Form des Kolonialismus, der modernen Sklaverei“
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Istanbul (nex) – Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan hat am Mittwoch die Globalisierung in ihrer heutigen Form als „neue Form des Kolonialismus“ und als „moderne Sklaverei“ bezeichnet.
Er unterstrich, dass sowohl die Türkei als auch Afrika sich jedoch geweigert hätten, zu Kolonien zu werden. Erdoğan hielt eine Grundsatzrede im Rahmen des Türkisch-Afrikanischen Wirtschafts- und Businessforums in Istanbul und kritisierte dabei den Westen für eine Kolonialpolitik im Nahen Osten und in Afrika.
„Ich sehe die derzeitige Globalisierung als eine neue Form des Kolonialismus, der modernen Sklaverei“, äußerte der türkische Präsident. Die Türkei und Afrika hätten sich jedoch dagegen gewehrt, zu Kolonien zu werden oder als „Bürger zweiter Klasse“ zu leben. „Unsere afrikanischen Freunde haben es bis heute geschafft dank tapferen und visionären Führern wie Nkrumah, Lumumba, Kenyatta oder Mandela, der leider vor drei Jahren von uns gegangen ist“, erklärte Erdoğan.
Der türkische Präsident ging auch darauf ein, wie der Terrorismus in der Welt die ökonomische Entwicklung bremse und erbat von den afrikanischen Führern und Diplomaten Unterstützung im Kampf gegen das Gülen-Netzwerk des in den USA lebenden Predigers Fethullah Gülen, die auch auf dem afrikanischen Kontinent Dutzende Schulen unterhält. Erdoğan schilderte, dass die vom türkischen Erziehungsministerium geschaffene Maarif-Vereinigung damit begonnen, Schulen, die vom Gülen-Netzwerk betrieben wurden, in aller Welt zu übernehmen.
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Erdoğan gab seiner Hoffnung Ausdruck, dass die afrikanischen Bildungsverantwortlichen in diesem Zusammenhang mit ihren türkischen Kollegen kooperieren werden. Die FETÖ, die im Verdacht steht, den blutigen Putschversuch am 15. Juli organisiert zu haben, betreibt ein globales Netzwerk an Schulen, um ihre illegalen Machenschaften zu verbergen und von dort aus staatliche Institutionen zu infiltrieren. Die Schulen stellen eine wichtige Einkommensquelle für das Terrornetzwerk und spielen auch bei dessen Versuchen eine Rolle, Geld zu waschen. Erdoğan kündigte auch an, dass die Türkei die Zahl von derzeit 39 diplomatischen Vertretungen in afrikanischen Ländern ebenso ausbauen wolle wie die Zahl der Handelsabkommen, deren es zurzeit 40 gibt.
Das Handelsvolumen zwischen der Türkei und den Subsahara-Staaten sei von 2,7 Milliarden US-Dollar im Jahre 2005 auf 6,6 Milliarden im Jahr 2015 gestiegen. Die türkischen Direktinvestitionen in der Region erreichten den Gesamtwert von 3,9 Milliarden. Das Handelsvolumen mit dem gesamten afrikanischen Kontinent sei im gleichen Zeitraum von sieben auf 17,5 Milliarden US-Dollar angewachsen. Knapp 1200 afrikanische Geschäftsleute nehmen am derzeit stattfindenden Kongress in Istanbul teil, um mit türkischen Kollegen zusammenzutreffen. Die Plattform hat zum Ziel, dauerhafte Businesskontakte zwischen der Türkei und afrikanischen Ländern herzustellen.


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