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Fake-News
Weihnachtsverbot in der Türkei: Eine Fake-Meldung empört türkische Community


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Mustafa Yeneroglu, Vorsitzender des Menschenrechtsausschusses der Großen Nationalversammlung der Türkei, äußerte etwa Verständnis für die Aufregung, die die Nachricht verursacht habe. Er stellte aber gleichzeitig klar, dass es weder ein Verbot der Behandlung von Weihnachten im Unterricht noch eine Unterbindung der Teilnahme des Schulchors am traditionellen Weihnachtskonzert im deutschen Generalkonsulat gegeben habe. Doppelte Standards Ebenso handele es sich um ein staatliches türkisches Gymnasium und keine deutsche Auslandsschule. Eine Anordnung von offizieller Seite, so der AKP-Politiker, habe es trotzdem nicht gegeben. Vielmehr sei die Weihnachtsfeier laut Schulleiter von der deutschen Leitung der Schule selbst abgesagt worden. In den sozialen Netzwerken wurde der Fall intensiv diskutiert. So machte etwa die Bloggerin Merve Gül darauf aufmerksam, dass die zuständigen türkischen Behörden bereits am 15. Dezember um »Rücksichtnahme« gebeten hätten, »dass Schüler nicht dazu gezwungen werden dürfen etwas zu tun, das gegen ihre Werte oder Weltanschauung verstößt«. Eine Pflicht für Weihnachtenfeiern sei auf Protest gestoßen. In zahlreichen Kommentaren bei Facebook und Twitter wurde auf doppelte Standards hingewiesen, die offenbar gelten würden, wenn es um Fake-News gehe. Konsequenterweise müsse dann nämlich auch dieser Fall als Fake-News behandelt und bestraft werden, so der Tenor. Gerade vor dem Hintergrund, dass in denselben Leitmedien immer wieder behauptet werde, deutsche Schüler dürften in Deutschland keine Weihnachtsbräuche pflegen, sei diese Behauptung besonders absurd. Genug ist genug Tatsächlich heizt der Fall die Stimmung an. In den sozialen Netzwerken häufen sich empörte Kommentare. „Genug ist genug!“, schreibt ein User etwa, „Wenn sich die dpa-Meldung über das Verbot der Weihnachtsfeier an der deutschen Schule in Istanbul nachweislich als Fake erweist, so sollte dieser halbstaatlichen Presseagentur die Akkreditierung in der Türkei entzogen und die Arbeitserlaubnis der Korrespondenten widerrufen werden. Ich würde dann den Tatbestand der Volksverhetzung geltend machen.“
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Pressemitteilung der Schule: Erklärung zu den Vorwürfen bzgl Weihnachtsfest Die Nachrichten in der deutschen Presse über ein vermeintliches Weihnachtsverbot für deutsche Lehrer am Istanbuler Jungengymnasium entsprechen nicht der Wahrheit und sind Ausfluss von Bestrebungen, der Öffentlichkeit ein verzerrtes Meinungsbild zu vermitteln und mehr als 100 Jahre türkisch-deutsche Beziehungen und ein halbes Jahrhundert fruchtbare Kooperation im Bereich der Bildung zu überschatten. In den vergangenen Wochen haben uns vermehrt Informationen darüber erreicht, dass einige deutsche Lehrer – ohne dass dies Teil des Curriculums ist – Texte über Weihnachten und das Christentum im Unterricht behandeln. Uns kam zudem zu Ohren, dass die diesbezüglichen Fragen der Schüler von den Lehrern nicht hinreichend beantwortet wurden und Gerüchte aufkamen. Ohne viel Zeit zu verlieren hat die Schulverwaltung die Deutsche Abteilung der Schule um Informationen und eine sensible Behandlung des Themas gebeten, damit keine weiteren Spekulationen aufkommen und die Bildungspartnerschaft zwischen den beiden Ländern nicht gefährdet wird. Das Weihnachtskonzert des deutschen Generalkonsulats in Istanbul wurde vom ehemaligen Leiter der Deutschen Abteilung Michael Schopp, selbst studierter Theologe, ins Leben gerufen. Seit 7-8 Jahren singt dort ein Chor aus Schülern des Deutschen Gymnasiums, des Österreichischen Gymnasiums und des Istanbuler Jugendgymnasiums. Der amtierende Leiter der Deutschen Abteilung hat bei unserem Verwaltungstreffen deutlich gemacht, dass er ein solches religiöses Konzert nicht unterstützt und eine laizistische Bildung befürwortet. Es wurde darauf hingewiesen, dass jeder Schüler mit Erlaubnis seiner Eltern an dem Konzert teilnehmen darf und das Konzert unter Berücksichtigung der Urlaubsund Zeitenregelungen des Bildungsministeriums stattfinden kann. Jedoch wurde das Konzert seitens der deutschen Lehrer aus uns unverständlichen Gründen abgesagt. Ein Verbot seitens der Schule gab es nicht, allein deshalb schon nicht, weil das Konzert außerhalb der Schule und am Abend stattfinden sollte. Unsere Nation hat eine 1000 Jahre zurückreichende Geschichte. Ihr Respekt vor anderen Religionen und Meinungen sind sowohl in Europa als auch in der übrigen Welt bekannt. Das Edikt des Eroberers Istanbuls, in dem den Christen Istanbuls Gewissens- und Religionsfreiheit zugesichert wurde, hat seinen verdienten Platz in der Geschichte eingenommen. Religionsfreiheit ist ein Recht aller in der Schule, ob deutscher oder türkischer Lehrer, Schüler oder sonstiger Angesteller. Von einer Einschränkung ist und kann nicht die Rede sein. Unsere Schule, die schon wenige Stunden nach dem Gespräch mit dem Leiter der Deutschen Abteilung von der deutschen Presse kontaktiert wurde, verfolgt die Entwicklungen mit großer Aufmerksamkeit. Es muss aber schon hinterfragt werden, wem diese Provokationen nützen. Dass sie den türkisch-deutschen Beziehungen nicht dienen, ist gewiss.
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Gleichsetzung mit Hitlerfaschismus
NRW-Linke: Spitzenkandidatin Demirel will DDR nicht als „Unrechtsstaat“ bezeichnen
Dortmund (nex) – Die Spitzenkandidatin der Linkspartei in Nordrhein-Westfalen, Özlem Demirel, ist nicht bereit, die DDR als Unrechtsstaat zu bezeichnen:
„Das Problem ist beim Begriff „Unrechtsstaat“, dass da ja auch immer eine Gleichsetzung passiert mit dem Hitlerfaschismus. Und diese Gleichsetzung finde ich halt tatsächlich schwierig. Auch wenn ich viele, viele Kritikpunkte habe, an dem, was in der DDR falsch war“, so Demirel im Interview mit dem WDR-Magazin WESTPOL. (Sonntag, 18.12.2016, 19:30 Uhr)
2010 hatten SPD und Grüne die Sondierungsgespräche über eine Rot-Rot-Grüne Koalition nach nur einer Runde für gescheitert erklärt, weil die NRW-Linke sich geweigert hatte, die DDR als Unrechtsstaat zu bezeichnen.
Im Hinblick auf mögliche Koalitionsverhandlungen mit SPD und Grünen nach der NRW-Landtagswahl im Mai sagte Demirel, sie finde es „manchmal ein bisschen altbacken“ wenn mit der Linken über die DDR geredet wird.
„Ich würde Frau Kraft und Frau Löhrmann empfehlen, diese Frage nicht zu stellen, sondern die Fragen zu stellen, die den Menschen in Nordrhein-Westfalen unter den Nägeln brennen. Also, wem soll das denn was bringen?“ so Demirel weiter.

