USA
US-Wahlen: Rekordzahl bei Wahlregistrierung von Muslimen

Washington (nex) – Der größte US-amerikanische Dachverband der islamisch-amerikanischen Organisationen erklärte, dass er sein Ziel, eine Million Muslime für die kommenden Präsidentschaftswahlen ins Wählerverzeichnis eintragen zu lassen, erreicht habe. „Berichte aus verschiedenen Städten quer durch die USA zeigen, dass Tausende neuer muslimischer Wähler sich dieses Jahr in das Wählerverzeichnis eintragen ließen und in der Geschichte der Gemeinde die Vorjahre bei Weitem überholt haben“, erklärte der Generalsekretär des US-Konzils für muslimische Organisationen (USCMO), Oussama Jammal, auf einer Pressekonferenz. Jammal wies darauf hin, dass der Erfolg der Kampagne von der harten Arbeit vieler islamischer Organisationen, muslimischer Aktivisten sowie lokaler muslimischer Gemeindeführer sowie der ernsthaften Sorge über den sprunghaften Anstieg der Islamophobie und Hassverbrechen gegen Muslime herrühre. Er fügte hinzu, dass die überwältigende Unterstützung der Kampagne und die Beteiligung daran zeige, wie ernst es der US-amerikanischen muslimischen Community mit dieser Wahl sei. Der Vorsitzende des Rates für amerikanisch-islamische Beziehungen (CAIR), der größten muslimischen Menschenrechtsgruppe des Landes, dankte in sarkastischem Ton Donald Trump dafür, dass dieser mit seinen antiislamischen Äußerungen dem staatsbürgerlichen Engagement der muslimischen Gemeinde Energie verliehen habe. Nach Angaben von CAIR hatten sich bei den letzten Wahlen im Jahr 2012 etwa 500.000 Muslime als Wähler registrieren lassen. Eine vor zwei Wochen durchgeführte Umfrage der Organisation ergab, dass 86 Prozent der in Wählerverzeichnisse eingetragenen Muslime auch vorhaben, ihre Stimme am 8. November abzugeben. Dabei würden 72 Prozent für die US-Präsidentschaftskandidatin der Demokraten Hillary Clinton stimmen, während nur 4 Prozent angaben, Trump wählen zu wollen. Drei Prozent favorisieren die Grünenkandidatin Jill Stein und der Libertäre Gary Johnson käme auf zwei Prozent. 12 Prozent der Befragten gaben an, noch unschlüssig zu sein, und sieben Prozent wollten keine Angaben machen. Die Kampagne, eine Million Muslime zu animieren, sich als Wähler registrieren zu lassen, begann im vergangenen Dezember. Die Organisation erreichte mit Infoständen in über 2.500 Moscheen, 500 Schulen und vielen Gemeindezentren quer durch die USA die Muslime, die sie dazu ermunterte, sich in die Wählerverzeichnisse eintragen zu lassen.

US-Wahlen
Assange: „Clinton und der IS werden von den gleichen Leuten finanziert“

Dortmund (nex) – Der Mitbegründer von Wikileaks Julian Assange beschuldigt die US-Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton der Irreführung der amerikanischen Bevölkerung. Laut Assange werden Hillary Clinton und die Terrormiliz IS aus der gleichen Quelle finanziert. Donald Trump sei ein Sieg bei den US-Wahlen nicht gestattet. Dies berichtet das russische Nachrichtenportal Russia Today.

In dem laut RT am heutigen Samstag erscheinenden Interview beschuldige Julian Assange die US-Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton der Irreführung der amerikanischen Bevölkerung. Dabei ginge es vor allem um den wahren Umfang der Unterstützung des so genannten „Islamischen Staates“ durch Washingtons Verbündete im Nahen Osten.

So habe die ehemalige Außenministerin Hillary Clinton in einer im vergangenen Monat durch WikiLeaks öffentlich gemachten E-Mail den damaligen Berater Barack Obamas, John Podesta, gedrängt, auf Katar und Saudi-Arabien „Druck auszuüben“, da diese

„ISIL – dem Islamischer Staat – und anderen radikalen Gruppen verdeckte finanzielle und logistische Unterstützung zukommen lassen“

Laut Assange handelt es sich sich dabei um die wichtigste E-Mail der gesamten Sammlung. Alle ernstzunehmenden Analysten seien sich darüber im Klaren, und selbst die US-Regierung hätte dem zugestimmt, dass einige Saudis den IS unterstützt und gefördert hätten. Der Kniff habe aber immer darin bestanden, zu behaupten, dass es sich um einige ’skrupellose‘ Prinzen gehandelt habe, die ihr Öl-Geld dafür nutzten, zu tun, was immer ihnen beliebe, und dass die Regierung dies nicht billige. Diese E-Mail allerdings besage, dass es sich bei den Quellen der Finanzierung des IS vielmehr um die saudische und katarische Regierung selbst handele.

Assange und John Pilger, die sich für das 25-minütige Interview in der ekuadorianischen Botschaft getroffen hätten, in welcher der Whistleblower seit 2012 als Flüchtling Asyl genießt, würden außerdem über Interessenkonflikte Clintons während Obamas erster Amtszeit, die Stiftung ihres Gatten sowie nahöstliche Politiker und Diplomaten sprechen, deren Ankündigungen, den Terrorismus bekämpfen zu wollen, nicht aufrichtig gewesen seien.

„Die Saudis, die Kataris, die Marokkaner, Bahrain und insbesondere die beiden Erstgenannten geben also all das Geld der Clinton-Stiftung, während Hillary Clinton Außenministerin ist. Das Außenministerium wiederum genehmigt umfangreiche Waffenverkäufe, insbesondere an die Saudis“, zitiert RT Assange weiter.

Unter Hillary Clinton – und Clintons E-Mails verweisen auf entsprechende Gespräche darüber – wurde für mehr als 80 Milliarden US-Dollar der größte Waffendeal, der weltweit jemals stattgefunden hat, mit Saudi-Arabien abgeschlossen. Während ihrer Amtszeit habe sich die Gesamthöhe US-amerikanischer Waffenexporte verdoppelt, so RT.

Auf die Frage, ob Terrorgruppen wie der IS größtenteils mit dem Geld von Leuten geschaffen wurden, die der Clinton-Stiftung Geld überweisen, habe Assange laut RT mit Ja geantwortet.


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Türkei
Seit Beginn der Flüchtlingswelle 170.000 syrische Babys in der Türkei geboren

Ankara (nex) – Seit dem Einsetzen der Flüchtlingswelle sind in der Türkei 170.000 syrische Babys zur Welt gekommen. Dies teilte am vergangenen Mittwoch die türkische Katastrophenschutzbehörde AFAD mit. Die Behörde wies darauf hin, dass sie schwangeren und stillenden Flüchtlingsfrauen in Mutter-Kind-Gesundheitszentren im ganzen Land spezielle Mahlzeiten anbiete. Die Türkei beherbergt aktuell rund drei Millionen syrische Flüchtlinge und hat bislang etwa zwölf Milliarden US-Dollar für sie ausgegeben. Die von der internationalen Gemeinschaft erhaltene Hilfe betrage derzeit 612 Millionen US-Dollar, so AFAD weiter. Die Katastrophenschutzbehörde wies auch darauf hin, dass sie seit Beginn des Krieges in Syrien dem Land humanitäre Hilfe im Wert von etwa 520 Millionen US-Dollar zur Verfügung gestellt habe. Mindestens 82.000 syrische Kinder gingen in den Unterbringungszentren zur Schule. Die Zusammenarbeit des türkischen Bildungsministeriums und AFAD habe 310.000 Kindern sowohl im Kindergarten- als auch im Teenageralter die Möglichkeit gewährt, von der Straße zu kommen und die Schule zu besuchen, heißt es weiter. Des Weiteren hätten 115.000 syrische Erwachsene im Rahmen verschiedener in AFAD-Zentren angebotener Zertifikationsprogramme beschäftigungsrelevante Fähigkeiten erworben. Frauen hätten an Wahlen der Gemeindevorsteher teilgenommen und seien an der Leitung von Flüchtlingsunterkünften beteiligt, erklärte die Behörde. Es gebe auch Frauenkomitees, in denen Syrerinnen ihre Landsleute in Fragen der Polygamie und Zwangsverheiratung Minderjähriger sensibilisierten. Nach Angaben der Behörde sind bislang mindestens 400.000 Menschen, darunter auch Zivilisten, seit Beginn des Krieges ums Leben gekommen. Mindestens 13.5 Millionen der insgesamt 20 Millionen Menschen in dem Land sind auf humanitäre Hilfe angewiesen, während 6,1 Millionen Syrer vertrieben wurden und 4,8 Millionen in Nachbarländer geflohen sind. Die AFAD betreibt in Städten nahe der türkisch-syrischen Grenze 26 „Unterbringungszentren“ und bietet hier den Flüchtlingen medizinische, soziale und psychologische Unterstützung an. Nach Angaben der UNO-Flüchtlingshilfe UNHCR beherbergt die Türkei weltweit die meisten Flüchtlinge. UNICEF, das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen, teilte mit, dass das Land die meisten Flüchtlingskinder der Welt aufgenommen habe.

EU-Türkei-Beziehungen
Österreichs Außenminister Kurz: Türkei gehört nicht zur EU

Bielefeld (nex) – Der österreichische Außenminister Sebastian Kurz geht auf Distanz zum türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan. „Ich sehe die Türkei nicht als Mitglied in der Europäischen Union.  Aus meiner Sicht hat sich die Türkei zwar in den letzten zehn Jahren wirtschaftlich gut entwickelt, aber in Fragen der Demokratie, der Rechtsstaatlichkeit, der Menschenrechte hat sie sich in den letzten Jahren immer weiter weg von Europa entwickelt“, sagte Kurz der in Bielefeld erscheinenden Neuen Westfälischen. Das zeige auch die Entwicklungen seit dem zu verurteilenden Putschversuch Mitte Juli. „Etwa die Überlegungen zur Einführung der Todesstrafe, die im klaren Widerspruch zu den europäischen Grundwerten steht, und auch die neuerlichen Verhaftungen von Journalisten“, so Kurz, der demnächst den deutschen Außenmminister Frank-Walter Steinmeier in der EU-Troika ablöst.

"Bedenkliche" Richtung
NRW-Ministerpräsidentin an türkischstämmige Mitbürger: Konflikte nicht nach Deutschland tragen

Berlin (nex) – Die Ministerpräsidentin von NRW, Hannelore Kraft (SPD), sorgt sich angesichts der Entwicklungen in der Türkei um den sozialen Frieden in Deutschlands bevölkerungsreichstem Bundesland. Dem Berliner „Tagesspiegel“ sagte Kraft: „Die Nachrichten aus der Türkei beunruhigen und besorgen mich. Nicht zuletzt, weil in NRW viele Menschen mit türkischen Wurzeln zuhause sind.“ Sie alle erlebten tagtäglich, welch unschätzbare Vorteile eine starke Demokratie biete. „Die dafür grundlegenden Strukturen wie Pressefreiheit, Trennung von Legislative, Exekutive und Justiz gilt es immer wieder zu verteidigen“, sagte Kraft. Die jüngsten Entwicklungen in der Türkei wiesen allerdings in eine andere, „bedenkliche“ Richtung. „An die bei uns beheimateten Bürgerinnen und Bürger mit türkischer Abstammung appelliere ich nachdrücklich, inner-türkische Konflikte nicht hierher zu tragen.“

"Engelchen in Blau" der ADD rüsten sich zur Landtagswahl
Landtagswahl in NRW: Migrantenpartei ADD setzt „alle Hebel in Bewegung“

NRW: „Engelchen in Blau“ der ADD rüsten sich zur Landtagswahl

Düsseldorf (nex) – Eine Woche vor dem zweiten Parteitag in Duisburg hat der nordrhein-westfälische Landesverband der Allianz Deutscher Demokraten (ADD) bereits mit den Vorbereitungen für den Landtagswahlkampf begonnen. Parteichef Remzi Aru freut sich über den Enthusiasmus, den die Mitglieder der erst im Juni gegründeten Partei jetzt schon zeigen.

„Es sind alle fleißig dabei“, erklärt er gegenüber NEX24. „Wir werden alle Hebel in Bewegung setzen, um flächendeckend präsent sein und am 14. Mai 2017 mit einem Sensationsergebnis aufhorchen lassen zu können.“ Auch eine Helferin ist zuversichtlich. „Ich bin erst seit letzter Woche Mitglied“, erzählt sie. „Ich kann mich mit keiner Partei mehr identifizieren, die haben uns alle betrogen. Und die AfD ist mir zu islamfeindlich. Die wird in einem Land mit so vielen Einwanderern wie NRW auch weniger Zuspruch bekommen als es bisher der Fall war. Eine Partei wie die ADD kommt für viele Menschen hier wie gerufen.“

Die „blauen Engelchen“, die den Wahlkampf der neuen Partei prägen sollen, sind bereits jetzt unterwegs und sollen vor allem den Bekanntheitsgrad der ADD steigern, der bis dato das größte Problem der Partei darstellt. Sobald sich in der Bevölkerung herumspricht, dass es die ADD gibt, hat die Partei Rückenwind, so Parteivorstizender Halil Ertem.

„Sobald wir es schaffen, mit den Menschen ins Gespräch über Inhalte zu kommen, stellen wir eine hohe Übereinstimmung fest. Das geht weit über die Einwanderercommunity hinaus.“ Unternehmer Remzi Aru hatte die Initiative zur Parteigründung ergriffen, nachdem am 2. Juni die umstrittene Armenier-Resolution des Bundestages mit den Stimmen aller Parteien und auch der türkischstämmigen Abgeordneten verabschiedet worden war. Aru sah darin den endgültigen Beweis dafür, dass Einwanderer für die deutschen Parteien lediglich als Wähler interessant seien.                    

Die Partei, deren politisches Vorbild die Partei „Denk“ in den Niederlanden ist, will nicht nur Einwanderer aremzi-aru-add-wahlen-partei-nex24-addshotus allen Communitys ansprechen, sondern auch „Alteingesessene“, die mit dem bisherigen politischen Angebot in Deutschland nicht zufrieden sind. Der Erstentwurf des Parteiprogramms der ADD weist einen liberal-konservativen Schwerpunkt auf, man will „Stimme der kleinen und einfachen Menschen“ sein. Neben klassischen Einwandererthemen lässt die Partei auch durch Forderungen wie jene nach einem freien Bildungssystem, einer Freihandelszone von Lissabon bis Wladiwostok, einer Kopplung der Flüchtlingszahlen an den Umfang der Waffenexporte und einer Stärkung der Mehrkindfamilie aufhorchen.


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PKK bekennt sich zum Anschlag
Nach Festnahmen von HDP-Politikern: Gewaltige Autobombe fordert viele Tote und Hunderte Verletzte

Istanbul (nex) – Nach den Festnahmen hochrangiger HDP-Politiker am Freitagmorgen explodierte in Bağlar, einem Vorort der türkischen Stadt Diyarbakir, ein mit Bomben beladenes Auto und tötete zwei Polizisten sowie Zivilisten.
In Bağlar fand heute früh gegen acht Uhr ein Autobombenanschlag auf das Nebengebäude der örtlichen Polizeistation statt, das die Anti-Terroreinheit und das Sondereinsatzkommando „Çevik Kuvvet“ beherbergt. Zu der Terrorattacke unweit des Aydın-Arslan-Boulevards bekannte sich die PKK. Es befanden sich zahlreiche Zivilisten, darunter auch Schüler, in der Nähe des Anschlagsortes.
(Foto: Milli)
(Foto: Milli)

Todesopfer: Sechs Zivilisten und zwei Polizisten

Ministerpräsident Yildirim verurteilte den feigen Anschlag in einer Erklärung mit den Worten: „Heute morgen kurz nach 8 Uhr hat die feige separatistische Terrororganisation PKK erneut ihr wahres Gesicht gezeigt. Sie zündete eine Bombe vor dem Gebäude des Sondereinsatzkommandos ‚Çevik Kuvvet‘, an einem Ort, an dem sich sehr viele Bürger auf dem Weg zur Arbeit und Kinder unterwegs zur Schule befinden. Auch ein Terrorist kam dabei ums Leben. 93 der mehr als 100 Verletzten wurden nach der Erstversorgung wieder aus dem Krankenhaus entlassen, 7 befinden sich derzeit im kritischen Zustand.“

Mehr als 1 Tonne explosives Material im Auto

Erste Untersuchungen ergaben, dass es im Auto mehr als eine Tonne Sprengstoff gab. Am Tatort entstand infolge des Anschlags ein Krater, zahlreiche Häuser und Geschäfte wurden durch die heftige Explosion schwer beschädigt. Medienberichten zufolge informiert sich laut Präsidialamt Präsident Recep Tayyip Erdogan beim Gouverneur der Provinz Diyarbakir Hüseyin Aksoy telefonisch über den Anschlag.Das Innenministerium teilte in einer Erklärung mit, dass Politiker der Oppositionspartei HDP am frühen Freitagmorgen festgenommen worden seien, nachdem sie Vorladungen zur Aussage über die Terrororganisation PKK wiederholt unbeantwortet gelassen hätten.

Neben den beiden Parteichefs Figen Yüksekdag und Selahattin Demirtas seien auch neun weitere HDP-Mitglieder in Polizeigewahrsam. Unter ihnen befänden sich Fraktionschef Idris Baluken und der Parlamentarier Sirri Sürreya Önder. Gegen Yüksekdag und Demirtas laufen bereits seit längerem Ermittlungsverfahren wegen „Terrorpropaganda und Mitgliedschaft in einer bewaffneten Terrororganisation“. Bereits vergangene Woche hatte ein türkisches Gericht Yüksekdag mit einem Ausreiseverbot belegt. Die Festnahmen fanden in den Provinzen Diyarbakir, Hakkari, Van, Sirnak und Bingöl zeitgleich statt.

Die Staatsanwaltschaft habe den Verbleib aller Festgenommenen in Untersuchungshaft für die Dauer der Gerichtsverhandlung beantragt, heißt es weiter in der Mitteilung. Gegen die Abgeordneten, deren Immunität zu Beginn dieses Jahres aufgehoben worden war, werden  Verfahren im Rahmen des Anti-Terrorgesetzes eingeleitet. Auch Abgeordnete anderer Parteien müssen sich einer Reihe von Ermittlungen stellen, doch nur die Parlamentarier der HDP hatten sich geweigert, vor den Staatsanwälten auszusagen.

„Die Co-Vorsitzenden der HDP leisteten den Vorladungen keine Folge. Die Haftbefehle entsprechen dem Gesetz der zwangsweisen Vorführung. Sie haben die Justiz nicht respektiert. Daher wurde getan, was getan werden musste. Die festgenommenen Abgeordneten haben sich geweigert, der Justiz behilflich zu sein. Sie haben die Justiz ignoriert. In den Gesetzen ist klar geregelt, was in solchen Fällen getan werden muss“, so Justizminister Bekir Bozdag.


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Seagal ist jetzt Russe
Russland: Putin verleiht Staatsbürgerschaft an Actionstar Steven Seagal

Moskau (nex) – Der US-Actiondarsteller und Filmproduzent Steven Seagal ist nun Staatsangehöriger der Russischen Föderation. Der russische Präsident Wladimir Putin hat dies mittels eines Erlasses ermöglicht, der auf der Webseite des Kremls dokumentiert ist.

Neben der US-amerikanischen Staatsangehörigkeit hatte Seagal zuvor bereits die serbische besessen. Der Schauspieler und Kampfsportler hat regelmäßig mehrere Monate im Jahr in der Russischen Föderation verbracht und sich selbst als „sibirischer Nomade“ bezeichnet.

Seagal hat sich auch vielfach politisch geäußert und ist dabei der Konfrontationspolitik des Westens gegen die Russische Föderation entgegengetreten. Im Jahr 2013 führte er eine Delegation der US-Republikaner an den Schauplatz des Geiseldramas von Beslan. Aus Protest gegen die Sanktionspolitik trat er im August 2014 demonstrativ zusammen mit einer Bluesband in der Krim-Metropole Sewastopol auf.

Seagal pflegt auch persönliche Freundschaften zu Präsident Putin und zum tschetschenischen Präsidenten Ramsan Kadyrow. Die russische Nachrichtenagentur Sputnik News zitiert Kremlsprecher Dmitri Peskow mit der Äußerung, Seagal habe „mehrmals und beharrlich seine Bitte um die russische Staatsbürgerschaft zum Ausdruck gebracht“. Er sei auch „für seine warmen Gefühle unserem Land gegenüber bekannt. Er hat das auch nie verheimlicht.“

Seagal ist nicht der erste Prominente aus dem Westen, der sich Russland-affin geäußert und die Staatsangehörigkeit der Russischen Föderation beantragt hat. So wurden auch bereits der französische Filmstar Gérard Depardieu und der US-Boxer Roy Jones jr. eingebürgert. Auch der MMA-Kämpfer und bekennende Kommunist Jeff Monson hat die russische Staatsbürgerschaft beantragt.

Stiftungsförderung
Über 200.000 EUR Preisgeld für Flüchtlingsprojekte

Frankfurt/Main (nex) – Über 200.000 EUR Preisgeld für Projekte, die sich für und mit Geflüchteten engagieren – Stiftungsförderung wird erstmalig mit Crowdfunding kombiniert Mit einem völlig neuen Ansatz startet die Gemeinnützige Hertie-Stiftung ein neues Projekt für Geflüchtete: Den Deutschen Integrationspreis. Die Stiftung will überzeugende Integrationsprojekte finden, ihre Umsetzung finanzieren und die besten auszeichnen. Dafür wird die Stiftungsförderung erstmalig mit Crowdfunding kombiniert. Für die Finanzierung von Projekten und das Preisgeld stellt die Hertie-Stiftung über 200.000 Euro bereit. Der Deutsche Integrationspreis beschreitet neue Wege. Denn am Anfang steht eine Finanzierungsphase, damit Projekte überhaupt realisiert werden können. Dabei arbeitet die Hertie-Stiftung mit der größten deutschen Crowdfunding-Plattform Startnext zusammen. Auf dieser Plattform können sich ab heute bis zum 11. Dezember 2016 Sozialunternehmen, gemeinnützige Organisationen, Vereine und private Initiativen um die Teilnahme bewerben. Besonders gesucht: Ideen für die Integration, bei denen Geflüchtete selbst im Projekt mitwirken. Nach einer Vorauswahl werden die Projekte für den Crowdfunding-Wettbewerb, der im März startet, qualifiziert. Die 20 Projekte, die beim Crowdfunding die meisten Unterstützer gewinnen, erhalten eine Anschub-Finanzierung durch die Hertie-Stiftung von bis zu 15.000 Euro pro Projekt, um ihr Fundingziel (schneller) zu erreichen oder zu übertreffen. Alle Projekte, die die Finanzierung schaffen, gehen in die Umsetzung. Nach sechs Monaten prüft eine Jury die Erfolge und die besten drei erhalten den Deutschen Integrationspreis, der nochmals mit insgesamt 100.000 Euro dotiert ist. Die Verleihung des Preises findet Ende Oktober 2017 statt. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Daher gilt: Schnell bewerben! „Mit dieser Art des Wettbewerbs wollen wir dem Thema Integration zusätzliche Aufmerksamkeit verschaffen, über die täglichen Schlagzeilen hinaus“, sagt John-Philip Hammersen, Geschäftsführer der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung. „Zudem erproben wir eine neue Systematik für Suche, Auswahl und Finanzierung von Projekten.“  

DeutschlandTrend
Umfrage: Hillary Clinton büßt an Beliebtheit in Deutschland ein

Dortmund (nex) – Wenn sich die Deutschen an der Wahl des US-Präsidenten beteiligen könnten, würden sich 75 Prozent für die Demokratin Hillary Clinton entscheiden. Das sind 11 Punkte weniger als im Vormonat. 4 Prozent (+/-0) würden den Republikaner Donald Trump wählen. 20 Prozent würden keinen von beiden wählen (+13).

Das hat eine Umfrage des ARD-DeutschlandTrends im Auftrag der ARD-Tagesthemen von Montag bis Mittwoch dieser Woche ergeben. Zum Vergleich: Im Oktober 2012, kurz vor der letzten US-Wahl, sprachen sich 91 Prozent der Deutschen für Barack Obama und 3 Prozent für den republikanischen Herausforderer Mitt Romney aus.

12 Prozent der Befragten glauben, dass sich die Beziehungen zwischen Deutschland und den USA mit einer Präsidentin Clinton verbessern würden. 5 Prozent gehen von einer Verschlechterung aus. 80 Prozent sind der Auffassung, dass sich nicht viel ändern würde. Bei einem möglichen Präsidenten Donald Trump sieht das Bild sehr anders aus.

Zwei Prozent der Befragten gehen in diesem Fall von einer Verbesserung der deutsch-amerikanischen Beziehungen aus. 77 Prozent glauben, dass sich das Verhältnis verschlechtern würde. 19 Prozent glauben, dass sich nicht viel ändern würde.