"Neue Flüchtlingswelle"
EU-Beitritt: Erdogan fordert „endgültige Entscheidung“
Ankara (nex) – Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan hat die Europäische Union aufgefordert, seine „schamlosen“ Drohgebärden und Ankündigungen bezüglich einer möglichen „Überprüfung“ des Beitrittsprozesses einzustellen.
„Ihr seid spät dran“, erklärte Erdoğan. „Überprüft es so früh wie möglich. Aber überprüft es nicht nur, trefft eine endgültige Entscheidung.“
„Es ist nicht relevant, ob ich in Anbetracht des Gebarens der EU die Geduld verliere, es ist aber sehr wohl relevant, wenn das türkische Volk die Geduld verliert. Und von diesem Punkt sind wir nicht weit entfernt.“
Erdoğan betonte auch, Brüssel solle zeitnah Farbe zu bekennen, wenn es darum geht, den Terrorismus wirksam und entschlossen zu bekämpfen.
Sollte die EU weiterhin Terroristen und Kriminellen Zuflucht gewähren, die aus der Türkei flüchten, um sich der Strafverfolgung zu entziehen, dann könnte auch eine neue Flüchtlingswelle den Schengen-Raum erreichen. Vor allem Terroristen aus der PKK oder Mitglieder des Gülen-Netzwerks würden in der EU regelmäßig das maximale Ausmaß an Bewegungsfreiheit genießen.
Politiker aller Bundestagsparteien, vor allem der Linken und der Grünen, würden diese zum Teil sogar „regelrecht hofieren“, betonte Erdoğan. „Ich gehe davon aus, dass diejenigen, die Platz für Gauner, Putschverbrecher und Terroristen haben, auch über die erforderlichen Kapazitäten für ein paar Millionen Flüchtlinge verfügen, die vor tatsächlichen Gefahren fliehen“, machte der türkische Präsident deutlich.
PKK-Terror
Türkei: Von PKK entführter Gemeindevorsteher erschossen aufgefunden
Istanbul (nex) – Wie das Gouverneursamt bestätigte, wurde ein Gemeindevorsteher am heutigen Mittwoch in der osttürkischen Provinz Bitlis erschossen aufgefunden, nachdem er vor 45 Tagen von der Terrororganisation PKK entführt worden war.
Ersten Berichten zufolge war Salih Güven, der Gemeindevorsteher von Boluklu im Distrikt Hizan, am 25. September von einer Gruppe PKK-Terroristen entführt worden. Heute Morgen wurde er erschossen aufgefunden.
Güvens Leiche sei nach einem Anruf bei der Polizei in der Nähe von Hizan gefunden und später von seinen Verwandten identifiziert worden. Die Ermittlungen zu dem Fall seien laut den Behörden angelaufen.
Die PKK wird von der Türkei, den USA und der EU als eine Terrororganisation eingestuft. Sie hat im Juli vergangenen Jahres ihren 30-jährigen Kampf gegen den türkischen Staat wiederaufgenommen.
Seitdem wurden bei PKK-Anschlägen mehr als 700 Sicherheitskräfte sowie zahlreiche Zivilisten, darunter auch Frauen und Kinder, getötet, während bei Anti-Terror-Einsätzen etwa 8.000 PKK-Terroristen eliminiert wurden.
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US-Wahlen
Justizminister Maas bewertet US-Wahl als „bittere Warnung“ für Europa
Düsseldorf (nex) – Justizminister Heiko Maas (SPD) hat den Ausgang der US-Wahl als „bittere Warnung“ für Deutschland und Europa bezeichnet.
„Wir müssen die Ursachen für Angst, Hass und Abschottung noch entschlossener bekämpfen. Wir müssen die Abstiegsängste der Mittelschicht ernst nehmen, mehr für den gesellschaftlichen Zusammenhalt tun und die Globalisierung sozial verträglich gestalten“, sagte Maas der „Rheinischen Post“.
Über Donald Trump sagte Maas: „Hoffen wir, dass Donald Trump der Wandel vom Wahlkämpfer zum Staatsmann rasch gelingt.“ Die USA seien die älteste Demokratie der Welt. “
Ich vertraue darauf, dass diese Demokratie und ihre Institutionen stark genug sind, um auch einen Präsidenten Trump auszuhalten.“
Das Wahlergebnis nannte Maas schwierig, betonte aber: „Als Demokraten respektieren wir die Mehrheitsentscheidung der Amerikanerinnen und Amerikaner.“
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Musik
US Hip-Hop Duo RAE SREMMURD erobert mit der #MannequinChallenge das Netz
Berlin (nex) – Diese Zwei sind nicht zu stoppen! Die Brüder Swae Lee und Slim Jxmmi aka Rae Sremmurd sorgen zurzeit mit ihrer Single „Black Beatles“ feat. Gucci Mane aus dem aktuellen Album „SremmLife 2“ für Aufsehen.
In den USA schoss der Song direkt an die Spitze der iTunes- und Spotify-Charts und wird dort weltweit über 2 Millionen Mal täglich gestreamt! In den Globalen Spotify Charts steht „Black Beatles“ bereits in den Top 5! Zudem ist der Clip eines Live-Auftritts zu „Black Beatles“ ein viraler Hit, der weltweit Nachahmer findet:
https://youtu.be/M6SUCU24SuY
Seit Monatsbeginn breitet sich die zum Song gehörende #MannequinChallenge wie ein Lauffeuer im Netz aus. Rund um den Globus greift das #MannequinChallenge-Fieber um sich: Die Protagonisten stehen einfach einen Moment regungslos wie Schaufensterpuppen da und „Black Beatles“ ist der Soundtrack zur Challenge!
Für Rae Sremmurd ist „Black Beatles“ feat. Gucci Mane der erste internationale Single-Hit. Die beiden Brüder Slim Jxmmi und Swae Lee sind in Mississippi aufgewachsen und veröffentlichten Ende 2015 ihr gefeiertes Debüt „SremmLife“.
Das Album landete auf den Jahresbestenlisten bei Complex (#3), Pitchfork (Top 30), Stereogum (Top 40). Mittlerweile haben Rae Sremmurd auch das zweite Album „SremmLife 2“ veröffentlicht und mischen nun mit der Single „Black Beatles“ feat. Gucci Mane und der #MannequinChallenge die Musik- und Netzwelt auf.
Auch live gibt es bald mehr von Rae Sremmurd zu sehen und zu hören: Im Januar und Februar 2017 wird das Duo, das vor kurzem in den USA Beyoncé im Vorprogramm begleitet hat, einige Deutschland-Shows spielen.
US-Wahlen
Weder Trump noch Clinton – „Erdogan for President“
Dortmund (nex) – Ein Foto ging am gestrigen Dienstagabend viral, auf dem ein unbekannter Wähler den türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan bei den Präsidentschaftswahlen in den USA Hillary Clinton und Donald Trump vorgezogen hat.
Der Wähler schrieb den Namen des türkischen Präsidenten in das Feld, das für den Vorschlag von „anderen Kandidaten“ vorgesehen ist.
Die US-Amerikaner gingen nach einem historisch entzweienden Wahlkampf am gestrigen Dienstag an die Urnen, um ihren 45. Präsidenten zu wählen. Die Welt wurde bei dem Rennen ums Weiße Haus Zeugin nie zuvor dagewesener Wahlstreitigkeiten zwischen der demokratischen Kandidatin Hillary und ihrem republikanischen Rivalen Donald Trump.
Die Mehrheit der Wähler entschied sich schließlich für Trump. Senat und Repräsentantenhaus bleiben unter republikanischer Führung. Während die Demokratin Hillary Clinton nur 218 Stimmen gewann, entschied Trump das Rennen mit 276 Stimmen klar für sich.
Ex-Außenministerin Hillary Clinton ging für die Demokraten und Milliardär Donald Trump für die Republikaner als Kandidaten ins Rennen.
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US-Wahlen
Kritische Stimmen aus der deutschen Wirtschaft zum Wahlsieg Donald Trumps
Hamburg (nex) – In einer Umfrage der Online-Redaktion des Hamburger Wirtschaftsmagazins BILANZ kommentieren deutsche Manager und führende Ökonomen den Ausgang der US-Wahl.
Stephan Weil, Ministerpräsident Niedersachsens und VW-Aufsichtsrat:
„Die Wahl von Donald Trump bereitet mir große Sorgen. Die Aussagen, die der designierte Präsident im Wahlkampf gemacht hat, lassen jedenfalls nichts Gutes erahnen. Gleichwohl ist sein Sieg als Ergebnis einer demokratischen Wahl zu akzeptieren. Vor dem Hintergrund dieser Wahl wird es jetzt darauf ankommen, dass Deutschland und Europa bei einer Politik der Vernunft, der Offenheit und des Zusammenhalts bleiben. Das ist nach dem heutigen Tag wichtiger denn je.“
Michael Hüther, Direktor Institut der deutschen Wirtschaft, Köln. Derzeit Gastprofessor an der Stanford University:
„Wenn Trump zu machen versucht, was er im Wahlkampf angekündigt hat, dann heißt das Abschottung, Isolation, Diskriminierung und explodierende Staatsverschuldung. Die deutsche Wirtschaft wird nicht mehr so einfach auf die USA als Exportzielland Nummer eins setzen können. Kurzfristig werden nicht nur die Aktienmärkte von Ungewissheit in neuer Dimension geplagt werden, sondern auch das ohnehin schon schwache Investitionsgeschehen, und zwar global. Die Abwertung für den Dollar wird ein Übriges tun.“
Clemens Fuest, Präsident des ifo-Instituts, München:
„Wenn Trump die Handelsschranken durchsetzen könnte, die er angekündigt hat, wäre der Schaden groß. In Deutschland hängen 1,5 Millionen Arbeitsplätze vom US-Geschäft ab. Trump wird bestehende Abkommen kaum kippen können, aber der Abschluss neuer Abkommen wie TTIP wird deutlich schwieriger. Europa sollte deshalb versuchen, TTIP zu einem erfolgreichen Abschluss zu führen.“
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Achim Wambach, Präsident des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung: „Donald Trump steht außerhalb des politischen Establishments. Seine wirtschaftlichen Pläne für die USA folgen keiner klaren Linie und sind unausgegoren. Einerseits will Donald Trump die Wirtschaft durch den Ausbau der Infrastruktur und die Senkung der Steuern für Unternehmen und Hochverdiener stützen und das Wachstum ankurbeln. Andererseits dürften der daraus resultierende weitere Anstieg der bereits sehr hohen Staatsverschuldung sowie seine Pläne zur Beschränkung des internationalen Handels und der Migration zu einem wirtschaftlichen Rückgang führen.“ Matthias Wissmann, Präsident des Verbandes der Automobilindustrie: „Was die Wahl von Donald Trump für Politik, Wirtschaft und Gesellschaft in den USA konkret bedeutet, ist heute noch nicht vollständig erkennbar. Als Präsident der größten Volkswirtschaft trägt er große Verantwortung für sein Land, aber auch für die Weltkonjunktur und die internationalen Beziehungen. Es ist zu hoffen, dass viele seiner Ankündigungen dem Wahlkampf geschuldet waren und dass sein Regierungshandeln selbst durch einen moderateren Kurs geprägt sein wird. Mehr Protektionismus oder zusätzliche Handelsbarrieren würden den Vereinigten Staaten ebenso schaden wie ihren Handelspartnern.“ Peter Kulitz, Geschäftsführer ESTA Apparatebau und Präsident des Baden-Württembergischen Industrie- und Handelskammertages: „Die Wahlergebnisse zeigen aus meiner Sicht schon jetzt, dass plakative und populistische Parolen leider mehr wirken als eine nüchterne Analyse von Wahlprogrammen. Mit Blick auf die starke und professionelle US-Regierungsadministration setze ich wirtschaftspolitisch gleichwohl auf Kontinuität. Persönlich glaube ich sogar, dass sich der völlig regierungsunerfahrene Trump nicht so sehr in Details einmischen wird wie es Clinton täte und er deshalb mehr auf Berater hören wird als es bei ihr der Fall wäre.“ Ulrich Bettermann, Inhaber von OBO Bettermann: „Die Vereinigten Staaten haben sich für ein Experiment entschieden. Ob Donald Trump sich der Verantwortung der USA für die Ordnung in der Welt wirklich bewusst ist? Ob er sein gespaltenes Land zusammenführen und versöhnen kann? Ob ihm die Bedeutung des freien Welthandels für den Wohlstand seiner und anderer Nationen klar ist? Donald Trump wird zu Beginn seiner Präsidentschaft eine neue Lernphase meistern müssen. Man kann ihm nur Kraft, Erfolg und Gottes Segen wünschen.“ Sir Martin Sorrell, Gründer und CEO des Werbekonzerns WPP: „Ein zweiter Brexit hat viele überrascht – auch die Märkte. Es wird sehr lange dauern, bis die Auswirkungen über die kurzfristigen Folgen hinaus eingeschätzt werden können. Eine größere Unsicherheit bedeutet allerdings, dass Unternehmen und Regierungen wichtige Entscheidungen nur zögerlich treffen werden. Allerdings könnten auf mittlere Sicht notwendige Reformen beschleunigt werden, um die Unsicherheit zu verringern und folglich Investitionen anzukurbeln.“ Helmut Thoma, Ex-RTL-Chef und Medienunternehmer: „Die Wahl Trumps hat für mich einige Ähnlichkeit mit der Wahl Reagans. Auch dieser wurde als dummer Hollywood-Schauspieler, der dem Amt überhaupt nicht gewachsen sei, bezeichnet. Es bestand sogar die Absicht, die außenpolitischen Belange seinem Vize-Präsidenten zu übergeben. Im Ergebnis war es eine der erfolgreichsten Präsidentschaft der Nachkriegszeit. Trump hat für mich den großen Vorteil, dass er aus der Wirtschaft kommt und Erfolge und Niederlagen am eigenen Leib verspürt hat.“
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Türkei
Seit Kriegsbeginn 800.000 Syrer in türkischen Krankenhäusern operiert
Ankara (nex) – Das türkische Gesundheitsministerium hat am gestrigen Dienstag die neuesten Daten über die medizinische Versorgung der syrischen Flüchtlinge in der Türkei veröffentlicht.
So wurden nach Angaben des Ministeriums seit 2011 über 20,2 Millionen Krankenfahrten von Syrern innerhalb und außerhalb der Flüchtlingslager in Anspruch genommen. Den veröffentlichten Zahlen nach wurden zwischen dem 29. April 2011 und dem 30. September 2016 über 967.000 Syrer stationär behandelt und etwa 800.000 haben sich in türkischen Krankenhäusern einer Operation unterzogen.
Des Weiteren hätten nach Angaben des Ministeriums Syrerinnen über 177.000 Babys innerhalb des türkischen Gesundheitssystems zur Welt gebracht. Kinder zwischen null und fünf Jahren seien geimpft worden. Die Behörden teilten mit, dass die Flüchtlinge auf Krankheiten, darunter auch auf Malaria und Tuberkulose, untersucht worden seien.
Die Medikamente seien kostenlos ausgegeben worden. Der türkische Ministerpräsident Binali Yildirim wies darauf hin, dass die Türkei weltweit die meisten syrischen Flüchtlinge aufgenommen und für deren Versorgung bislang 20 bis 25 Milliarden US-Dollar ausgegeben habe. Syrien befindet sich seit Anfang 2011, als Baschar al-Assads Regime Demonstrationen für Demokratie mit unerwarteter Brutalität niederschlug, in einem grausamen Bürgerkrieg.
Seitdem wurden nach Angaben der UNO mehr als 250.000 Menschen getötet und über 10 Millionen vertrieben. Der Konflikt in Syrien, der UN-Angaben zufolge in die längste Flüchtlingskrise dieses Vierteljahrhunderts ausgeartet ist, hat mehr als vier Millionen Menschen, also ein Sechstel der Landesbevölkerung, gezwungen, Schutz in Nachbarländern zu suchen.
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Weniger rechtsextreme Aufmärsche in Deutschland
Neonazi-Aufmärsche trotz Rückgang auf hohem Niveau
Linke warnt vor Hass und Gewalt auf der Straße
Osnabrück (nex) – Die Aufmärsche von Neonazis und anderen Rechtsextremisten sind in den vergangenen Monaten zurückgegangen – bleiben aber auf hohem Niveau.
Im dritten Quartal zählte der Verfassungsschutz bundesweit nur noch 83 Aufmärsche und damit deutlich weniger als noch im ersten Quartal mit 204 und im zweiten Quartal mit 128. Das geht aus einer Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine Kleine Anfrage der Linken hervor, die der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ vorliegt.
Bei den Kundgebungen gehen demnach auch immer weniger Rechte auf die Straße: Im dritten Quartal gab es 5455 Teilnehmer, das war nur noch etwa ein Fünftel der Teilnehmerzahl vom ersten Quartal (25.820). Sollte sich der Trend fortsetzen, sind in diesem Jahr weniger solcher Kundgebungen zu erwarten als 2015, als es nach Angaben der Linken noch 590 Nazi-Aufmärsche mit mehr als 100.000 Teilnehmern gab. Damals war die Proteststimmung wegen der Flüchtlingskrise auf einem Höchststand.
Meist drehten sich die Aktionen um die Themen Asyl, Zuwanderung und Islamisierung. Pegida-Demonstrationen tauchen in der Statistik nicht auf, weil der Verfassungsschutz die Bewegung nicht als rechtsextremistisch dominiert einstuft. Organisiert wurden die Aufmärsche vor allem von der NPD, aber auch der Neonazi-Parteien „Die Rechte“ und „Der III. Weg“.
Die Linken-Abgeordnete Ulla Jelpke sieht keinen Anlass zur Entwarnung. Jelpke sagte: „Hass und Gewalt werden von der Naziszene nach wie vor tagtäglich auf die Straße getragen.“ Von Januar bis September habe es mehr als 400 rechte Aufmärsche mit mehr als 45.000 Teilnehmern gegeben. „Auch wenn der Höhepunkt der rassistischen Mobilisierungswelle im Rahmen der Flüchtlingsdebatte überschritten ist, so zeigt auch 2016 eine Mobilisierungsfähigkeit der Nazis, wie wir sie in diesem Jahrzehnt noch nicht erlebt haben.“
Studie
Institut untersucht Unterschiede zwischen Generation Y und X
München (nex) – Was macht die Generation Y aus, wie unterscheidet sie sich von anderen Generationen und was bedeutet das in der Praxis für Unternehmen und Führungskräfte?
Dieser Frage geht das Roman Herzog Institut (RHI) in seiner neuen Publikation „Werte, Arbeitseinstellungen und unternehmerische Anforderungen – Die neue Generation“ nach, die im Rahmen des RHI-Fachsymposiums vorgestellt wurde. Das RHI hat auf Grundlage der Daten des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) die Unterschiede zwischen der Generation Y, also den Geburtenjahrgängen 1980 bis 1995, und der Generation X, die in den Jahren 1965 bis 1979 geboren wurde, analysiert. Untersucht wurden die Themen „Zufriedenheit und Sorgen“ sowie „Arbeitszeit und Betriebszugehörigkeit“.
„Die Ergebnisse zeigen Unterschiede innerhalb der Generationen je nach Qualifikation. Die Hochqualifizierten der Generation Y haben beispielsweise signifikant geringere Wochenarbeitszeiten als ihre Pendants der Generation X. Der Eindruck, dass die Generation Y nicht mehr so lange arbeitet wie noch die Generation X, wird also hauptsächlich von dieser Gruppe getrieben.
Hinsichtlich ihrer Lebenszufriedenheit oder der Sorgen, den eigenen Arbeitsplatz zu verlieren, unterscheiden sich Generation Y und X insgesamt nicht. Auch die vergleichbare Betriebszugehörigkeitsdauer weist darauf hin, dass sich beide Generationen ähnlich gut in den Arbeitsmarkt einfügen wie ihre Vorgänger“, fasst Prof. Randolf Rodenstock, Vorstandsvorsitzender des RHI, die Analyse zusammen. Allerdings zeigt sich auch: Personen ohne beruflichen Abschluss schneiden hinsichtlich der untersuchten Aspekte häufig schlechter ab als ihre Vorgänger: Sie sind unzufriedener mit ihrer Freizeit und machen sich mehr Sorgen um ihren Arbeitsplatz.
Neben der empirischen Auswertung zeigt das RHI auf, inwiefern sich Werte und Ansprüche der jungen Generation von der Generation X unterscheiden – und was Führungskräfte und Unternehmen in der Praxis beachten sollten. „Das Multigenerationen-Management ist eine zukunftsorientierte Führungsaufgabe. Unternehmen stellen sich ihr, um das Potenzial der neuen Mitarbeitergeneration ausschöpfen zu können“, betont Rodenstock.
Er warnt jedoch auch vor Verallgemeinerungen: „Genauso wenig, wie es ‚die‘ Generation Y gibt, gibt es nicht ‚den‘ einzig richtigen Umgang mit ihr. Es sind immer individuelle Lösungen gefragt. Wir haben aber festgestellt, dass vor allem Akademiker bezüglich Anforderungen und Wertevorstellungen ein typisches ‚Generation-Y-Verhalten‘ zeigen. Sie prägen daher das mediale Bild dieser Generation. Wichtig ist es jedoch, allen jungen Leuten gleichermaßen gerecht zu werden.“
Die Publikation „Werte, Arbeitseinstellungen und unternehmerische Anforderungen – Die neue Generation“ kann beim ROMAN HERZOG INSTITUT unter kostenfrei bestellt werden.
Das ROMAN HERZOG INSTITUT versteht sich als Plattform für freies Nach-, Vor- und Querdenken. Im interdisziplinären Diskurs mit führenden Persönlichkeiten werden visionäre und inspirierende Antworten auf brennende Fragen unserer Zeit erarbeitet. Bundespräsident a. D. Professor Roman Herzog ist Schirmherr und Namensgeber des RHI. Sein reformerisches Denken ist wegweisend für die Ausrichtung des Instituts.
"Style Influencer"
New Faces Award Style: Bunte zeichnet Stefanie Giesinger aus
München (nex) – Model Stefanie Giesinger gewinnt den Bunte New Faces Award Style in der Kategorie „Style Influencer“. Der Nachwuchspreis von Bunte wird am Mittwoch, den 16. November, am Vorabend von Bambi, im Berliner Club „The Grand“ verliehen. Die 20-Jährige gewann 2014 die neunte Staffel von Germany’s Next Topmodel und ist seitdem sowohl als Model als auch als Influencer in den sozialen Medien mit Millionen von Followern erfolgreich.
„Stefanie Giesinger hat es geschafft, aus ihrer Person eine Lifestyle-Marke zu machen. Das Schönste aber an ihr ist, dass sie im echten Leben hält, was sie virtuell verspricht: Sie hat Persönlichkeit, Humor, Charme, Verantwortungsgefühl für das, was sie veröffentlicht“, begründet Petra Pfaller, Fashion Director und Mitglied der Chefredaktion von Bunte, die Auszeichnung. Stefanie Giesinger ist in einer exklusiven Modestrecke im Bambi-Special der aktuellen Ausgabe von Bunte, die am 10. November erscheint, zu sehen.
Mit dem New Faces Award werden neben Stefanie Giesinger Schauspielerin Jella Haase als „Young Style Icon“ und Designerin Nobieh Talaei als „Young Fashion Designer“ ausgezeichnet. Rabea Schif moderiert die Verleihung am 16. November. Partner des Bunte New Faces Award Style 2016 sind Cadenzza, Etienne Aigner Parfums, Lavera, Moroccanoil, Opel, Ingolstadt Village und Wertheim Village.
Der offizielle Hashtag für die Kommunikation in den sozialen Medien ist #newfacesaward.


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