Neuerung im ÖPNV bringt größere Sicherheit für allein reisende FrauenIstanbul (nex) – Eine Neuerung im städtischen Transportsystem der Metropolregion Istanbul erlaubt es weiblichen Passagieren künftig, nachts aus öffentlichen Bussen auch an Stellen auszusteigen, die nicht explizit als Haltestellen ausgewiesen sind. Seit Freitag gilt diese Regelung für jede Buslinie. Nach 22 Uhr werden Busfahrer Frauen auch abseits der vorgesehenen Haltestellen in unmittelbarer Nähe ihres Zielortes aussteigen lassen können, sofern die Verkehrsverhältnisse und die Sicherheit des Umfelds dies erlauben. Die Passagiere Ceyda Ada und Nihal Özçapkın gehörten zu den ersten, die von der Neuregelung Gebrauch machten. Sie äußerten sich gegenüber der Nachrichtenagentur Anadolu zufrieden. Der Service sei Frauen definitiv von Nutzen, helfe ihnen, ihre Wohnstätten sicherer und schneller zu erreichen und die verlassenen und gefährlichen Ecken Istanbuls zu meiden. Das Amt des Oberbürgermeisters der Stadt hatte den Resolutionsentwurf, der diesen Schritt ermöglichte, in die Kommunalpolitik eingebracht und der Stadtrat hat ihn am 17. September 2016 angenommen. Stadträtin Esin Hacıalioğlu, die den Entwurf beigesteuert hat, erklärte, die Vorgehensweise würde die Gefahr für Frauen, die nachts alleine nach Hause gehen müssten, zum Opfer eines Gewaltverbrechens zu werden, verringern. In den letzten 15 Jahren seien etwa 5400 Frauen zum Opfer von Gewaltverbrechen geworden. „Es Frauen zu ermöglichen, Busse auch abseits von ausgewiesenen Haltestellen zu verlassen, wäre ein kleiner Schritt für uns, aber ein bedeutender Fortschritt für Frauen, die Gewalt und sexuellen Übergriffen ausgesetzt sind, auf den Straßen“, hieß es in der Begründung.
Ludwigsburg: Konflikt zwischen BC Osmanen Germania und PKK-Bahoz spitzt sich nach Brandanschlag weiter zu
Stuttgart (nex) – Die zur Region Stuttgart gehörige 87 000-Einwohner-Stadt Ludwigsburg bleibt ein gefährliches Pflaster. In der Nacht auf Sonntag erlebte der seit Monaten dort ausgetragene Konflikt zwischen dem türkischen Rockerklub Osmanen Germania BC und der PKK-nahen Gruppe Bahoz eine neue Eskalationsstufe.
Wie lokale Medien melden, wurde am Samstagabend vor der Gaststätte Passione im Stadtteil Oßweil ein schwarzer Range Rover angezündet. Der Wagen brannte vollständig aus, der Sachschaden wird auf 25 000 Euro geschätzt. Die Polizei geht von einem Zusammenhang mit dem Rockerkrieg in der Stadt aus, der bereits jüngst durch mehrere provokative Aufmärsche ins Bewusstsein der Öffentlichkeit zurückgerufen wurde. Auch Kenner der Szene gehen von einem Angrif seitens der PKK-nahen Bahoz aus.„Bahoz“-Mitglieder (Foto: Facebook/Screenshot)Das Lokal, vor dem sich die mutmaßliche Brandstiftung zugetragen hatte, wird von einem Türken geführt und gilt als beliebter Treffpunkt der Osmanen. Vor zwei Wochen waren mutmaßliche Bahoz-Anhänger dort mit Baseballschlägern aufgetaucht und hatten Drohungen ausgesprochen. Auch in Stuttgart sollen fünf mutmaßliche PKK-Anhänger am Wochenende einen VW Caddy angezündet haben.Auch interessant:
Die angespannte Lage lässt sich auch in den sozialen Medien nachvollziehen. Anhänger der Osmanen rufen zur Vergeltung auf und posten ihrerseits provokative Memes. Die Anfänge des Konflikts zwischen den verfeindeten Rockergruppen, der durch die politische Lage in der Türkei weiter angefacht wird, reichen bereits in das Jahr 2009 zurück. Damals hatten die als Vorgängerorganisationen der jetzigen Kontrahenten geltenden Gruppen Black Jackets und Red Legion miteinander rivalisiert, bis 2011 eine Verhaftungswelle die örtliche Vertretung der türkischen Rocker schwächte. Die offiziell als Boxklub firmierenden „Osmanen“ nahmen die Reste der Black Jackets auf. Die Red Legion löste sich 2013 auf, ihr Chef wurde zwar wegen mehrerer Verbrechen verurteilt, wurde aber nicht abgeschoben, weil er angeblich seine kranke Mutter pflegen müsse. Die Reste der Red Legion ging in Bahoz auf. Im März 2015 spitzte sich der Konflikt nach einer Reihe von Aufmärschen wieder zu. Im April 2016 wurde ein Mann bei einer Schlägerei zwischen Bandenangehörigen in Stammheim schwer verletzt. In Ludwigsburg kam es anschließend zu Racheakten.
Die Nummer zwei der „Osmanen Germania“ in Saarbrücken wurde im Rahmen einer Polizeiaktion verhaftet Der Verdächtige sei an einem Handgranatenangriff auf ein Schischa-Café in Saarbrücken beteiligt gewesen, das regelmäßig von Angehörigen der PKK-Rockergruppe „Bahoz“ frequentiert wird.
Hamburg (nex) – Was als Kalbfleisch-Döner verkauft wird, enthält häufig auch Pute sowie Fleischbrät und Zusatzstoffe wie Glutamat. Das haben Recherchen des Verbrauchermagazins „Markt“ im NDR Fernsehen ergeben.
In einer Stichprobe hat „Markt“ so genannte Kalbs-Döner aus Hamburger Imbissläden von einem akkreditierten Lebensmittellabor auf die verwendeten Fleischsorten untersuchen lassen. Alle untersuchten Döner entsprachen nicht den Leitlinien des deutschen Lebensmittelbuches und dürfen aufgrund dessen nicht als „Döner“ bezeichnet werden.
Vier der fünf als „Kalbs-Döner“ verkauften Produkte enthielten neben Rind- auch Putenfleisch sowie unzulässigerweise und auch mit einem hohem Anteil Brät. „Sowohl der Zusatz von Putenfleisch als auch der erhebliche Zusatz von Brät und nicht deklarierten Zusatzstoffen ist im klassischen Döner nicht erlaubt“, so Dr. Volkmar Heinke, Lebensmittelchemiker am Landesamt für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei Mecklenburg-Vorpommern.
Laut den Leitsätzen für Fleisch und Fleischerzeugnisse dürfen im Döner Scheibenfleisch sowie bis zu 60 Prozent Hack und Gewürze enthalten sein, jedoch kein Brät. „Brät ist eigentlich etwas, das in eine Brühwurst gehört“, so Heinke, „zum Teil zerrissene Skelettmuskulatur inklusive Gefäßen, Nerven und Fettgewebe. Das kann also im Prinzip alles sein.“
Kalbs-Döner, die Brät, Glutamat oder Putenfleisch enthalten, dürfen laut Lebensmittelbuch nicht als „Döner“ oder „Döner Kebab“ verkauft werden, sondern lediglich als „Drehspieß“. Auch Zusatzstoffe und verwendete Fleischsorten bei einem solchen Drehspieß müssen für den Verbraucher klar gekennzeichnet sein. Doch keiner der von „Markt“ getesteten Betriebe hielt sich an diese Vorschrift. Vieles deutet darauf hin, dass die Betreiber vorsätzlich handeln.
Nach „Markt“-Recherchen sind die fertig angelieferten Spieße der Großproduzenten als „Drehspieß“ gekennzeichnet und tragen den Hinweis, dies auch dem Endverbraucher klar kenntlich zu machen. Doch manche Betreiber ignorieren diese Deklarationspflicht und verkaufen den Drehspieß als „Döner“.
Die Irreführung der Verbraucher beschäftigt auch die Behörden. Eine Abfrage von „Markt“ bei den zuständigen norddeutschen Landesämtern ergab, dass diese in eigenen Untersuchungen etwa 90 Prozent der genommenen Kalbfleisch-Proben wegen einer Vielzahl von Mängeln beanstandeten. Im Fall einer Strafverfolgung wegen Betrugs drohen den Imbiss-Betreibern Geldstrafen sowie in besonders harten Fällen Freiheitsstrafen bis zu fünf Jahren.
Coffs Harbour (nex) – Historischer Tag für SKODA: Die ,fliegenden Finnen‘ Esapekka Lappi und Janne Ferm haben sich zu Weltmeistern gekrönt.
Mit dem souveränen Triumph bei der Rallye Australien sicherte sich das SKODA Werksduo erstmals den Fahrer- und Beifahrertitel in der FIA Rallye-Weltmeisterschaft (WRC 2) und stieg nach der Zieldurchfahrt überglücklich auf das Dach des Siegerautos FABIA R5. SKODA Motorsport triumphierte auch in der Teamwertung der WRC 2 und kann mit diesem Titel-Triple einen der größten Erfolge in seiner 115-jährigen Geschichte feiern.
„Das ist ein Jubeltag für die Marke SKODA! Ich bin stolz auf das ganze Team von SKODA Motorsport. Natürlich zuallererst auf Esapekka Lappi und Janne Ferm, die hier in der australischen Hitze alle im Team für ihre tollen Saisonleistungen belohnt haben.
Ein großes Dankeschön geht aber auch an die Ingenieure und Mechaniker, ohne die dieser Erfolg nicht möglich gewesen wäre“, kommentierte Michal Hrabánek. Der SKODA Motorsport-Direktor sieht den Erfolg auch als Bestätigung für die Entwicklungsabteilung des tschechischen Autoherstellers: „Im SKODA FABIA R5 wurden in diesem Jahr zehn der 13 Läufe in der WRC 2 gewonnen. Das sagt alles über die Qualität und Schnelligkeit unseres Rallye-Fahrzeugs.“
Auch in ,Down Under‘ stand der FABIA R5 ganz oben: Esapekka Lappi katapultierte sich mit seinem Triumph beim Saisonfinale der Weltmeisterschaft in Australien mit 130 Punkten an die Spitze der Gesamtwertung der WRC 2 und tritt als Champion die Nachfolge von Nasser Al-Attiyah (Q) an. Platz zwei in der Fahrerwertung ging an Lappis finnischen Landsmann Teemu Suninen (120), der die Saison in einem SKODA FABIA R5 eines Privatteams bestritten hatte.
Der Titelgewinn ist ein weiterer Meilenstein für SKODA: 2011 hatte Juho Hänninen (FIN) im SKODA FABIA Super 2000 schon einmal in der S-WRC, der Vorgängerserie der WRC 2, triumphiert.
Esapekka Lappi und Janne Ferm ließen auf den gut 280 Wertungskilometern der Rallye Australien auf schwierigen Schotterpisten nie einen Zweifel an ihrem Sieg aufkommen.
Mit der Bestzeit in der ersten Wertungsprüfung am Freitag übernahmen die Finnen die Führung in der WRC 2 und bauten sie mit weiteren Topzeiten kontinuierlich aus. Trotz Hitze und Staub behielt Lappi am Steuer den Durchblick, gewann insgesamt 22 der 23 Prüfungen und hatte am Ende einen stolzen Vorsprung von 4:35,8 Minuten auf den Markenkollegen Nicolás Fuchs (PE) in einem SKODA FABIA R5 eines Privatteams.
Esapekka Lappi setzte mit seinem vierten Sieg in Serie weitere Meilensteine. Er bescherte dem Werksteam von SKODA den zehnten Triumph und 25. Podestplatz für den FABIA R5 in der WRC 2 seit der Premiere des neuen Rallye-Fahrzeugs bei der Rallye Portugal im Mai vergangenen Jahres.
Der 25 Jahre alte Esapekka Lappi selbst feiert mit dem Titelgewinn in der WRC 2 den größten Erfolg seiner Karriere. 2014 hatte er den Europameistertitel geholt, doch der diesjährige Triumph gegen die besten Fahrer und Autos der WRC 2-Klasse ist noch höher einzuschätzen. “
Ich bin überglücklich. Das ist einer der größten Tage in meinem Leben als Rallye-Pilot! Die Nervenanspannung vor der Rallye Australien war hoch, aber Janne und ich haben zum Glück immer kühlen Kopf bewahrt und den verdienten Sieg für das ganze Team perfekt gemacht. Danke an das ganze Team von SKODA Motorsport, das uns immer ein perfektes Auto hingestellt hat. Jetzt können wir gemeinsam feiern“, so Lappi.
Endstand Rallye Australien (WRC 2):
1. Lappi/Ferm (FIN/FIN) SKODA FABIA R5, 2:53:38,0 Std. 2. Fuchs/Mussano (PE/ARG) SKODA FABIA R5, + 4:35,8 Min. 3. Ptaszek/Szczepaniak (PL/PL) Ford Fiesta R5, + 6:42,9 Min.
Die Zahl zur Rallye Australien: 4
Esapekka Lappi und Janne Ferm feierten bei der Rallye Australien ihren vierten Sieg in Serie in der FIA Rallye-Weltmeisterschaft (WRC 2) und sicherten sich damit den Fahrer- und Beifahrertitel. Die spektakuläre Siegesserie hatte Ende Juli auf heimischem Boden in Finnland auf Schotter begonnen, danach folgte bei der Rallye Deutschland ein Triumph auf Asphalt.
Bei der Rallye Großbritannien waren Lappi und Ferm auch auf schlammigen Pisten nicht zu schlagen, ehe sie sich in Australien zu Champions krönten. Dabei hatte die Saison nicht perfekt begonnen. Auf Platz drei bei der Rallye Schweden folgte ein neunter Rang bei der Rallye Italien auf Sardinien und erneut Position drei bei der Rallye Polen. Danach waren Lappi/Ferm jedoch eine Klasse für sich.
Paris (nex) – Anhänger der terroristischen PKK haben am Sonntag in der französischen Hauptstadt Paris eine Gruppe türkischer Demonstranten angegriffen. PKK-Symphatisanten attackierten die Gruppe, die sich auf dem Platz der Republik versammelt hatte, mit Eisenstangen, berichten Augenzeugen gegenüber der Nachrichtenagentur Anadolu. Mindestens 15 Personen, darunter Frauen und Kinder, wurden bei dem Angriff verletzt. Ziel des Übergriffs war es offenbar, Menschen einzuschüchtern, die sich zu einer Kundgebung gegen den Terrorismus versammelt hatten. In mehreren Städten Europas hatten tausende Türken gegen den Terror in ihrer Heimat und eine nachgiebige Haltung der EU-Staaten gegenüber dessen Protagonisten demonstriert. Auch in Rotterdam gingen Hunderte auf die Straße und forderten auf dem Afrikaanderplein-Markt ein Ende der weichen Haltung der EU gegenüber Terroristen und ihren Unterstützern. Bereits in der Vergangenheit war Kritik aus der Türkei laut geworden, die europäischen Staaten versagten im Umgang mit der PKK und eröffneten dieser dadurch ein ruhiges Hinterland. Die PKK ist neben Frankreich auch in EU-Ländern wie Deutschland, Österreich, Belgien, den Niederlanden, Schweden und Griechenland aktiv. In der EU ist die PKK offiziell wie in der Türkei und in den USA als Terrororganisation eingestuft. Im Juli des Vorjahres hat sie ihre seit Jahrzehnten betriebene terroristische Kampagne gegen die Türkei wiederaufgenommen. Seither sind 1100 Menschen bei Anschlägen ums Leben gekommen, meist Sicherheitskräfte, aber auch Frauen und Kinder.
Bonn/Berlin (nex) – Grünen-Politiker Jürgen Trittin bewertet Angela Merkels Entscheidung für eine erneute Kanzlerkandidatur als „langweilig“.
„Das hat sich seit Wochen abgezeichnet“, sagte Trittin dem Fernsehsender phoenix. Mit der Nominierung von Frank-Walter Steinmeier als Bundespräsident habe die CDU zudem das Signal gesetzt, die Große Koalition fortsetzen zu wollen.
„Doch es ist nicht so, dass man Merkel einfach so bekommt. Man bekommt sie nur im Paket mit Herrn Seehofer, Herrn Söder und Herrn Scheuer“, sagte Trittin weiter.
„Das ist ein bisschen so wie Dr. Jekyll und Mr. Hyde.“ Die CSU mache in seinen Augen Politik auf eigene Rechnung, die mit Verantwortung für Europa nichts zu tun habe.
Auch Merkel sei nicht gut für Europa: Sie stehe für eine Sparpolitik, die die Krise „verlängern und verschärfen werde“. „Das stärkt die zentrifugalen Kräfte in Europa“, ist Trittin sicher.
Baden-Baden (nex) – Wenn Sylvie Meis vor die Kamera tritt, sieht sie jedes Mal blendend aus! Wer schon immer wissen wollte, wie die beliebte TV-Moderatorin und andere Stars zu ihrem stets makellosen Äußeren kommen, der findet bei United Charity die Antwort.
Denn Europas größtes Charity-Auktionsportal versteigert in Zusammenarbeit mit dem RTL-Spendenmarathon einen unvergesslichen Beauty-Tag mit Sylvie Meis, an dem sie das Geheimnis ihres perfekten Looks lüftet. Der Auktionserlös kommt zu 100 % der Stiftung RTL – Wir helfen Kindern e.V. zugute.
Noch bis 25. November gibt es auf www.unitedcharity.de die einmalige Chance, die Stil- & Make-up-Beratung mit Sylvie Meis und ihrer Hair & Make-up-Artistin Serena Goldbaum zu ersteigern. Der Auktionsgewinner erhält einen unbezahlbaren Tag im Beauty-Salon von Serena Goldbaum in Hamburg und kann sich dort nicht nur professionell stylen lassen, sondern sich von Stil-Ikone Sylvie Meis auch wertvolle Tipps für seine Alltags-Outfits holen.
Der RTL-Spendenmarathon startet live am 24.11. um 18:00 Uhr, das Finale strahlt RTL am 25.11. live ab 18:00 Uhr aus.
United Charity ist Europas größtes Charity-Auktionsportal und versteigert einmalige Erlebnisse und Geschenke sowie Treffen mit Prominenten für Kinder in Not. Das Internet-Bietverfahren von United Charity ermöglicht es Menschen weltweit, orts- und zeitunabhängig mitzusteigern. Die United Charity gemeinnützige Stiftungs GmbH wurde von Dagmar und Karlheinz Kögel 2009 ins Leben gerufen. Seitdem wurden mehr als 6 Millionen Euro ersteigert. Die Auktionserlöse fließen zu 100 Prozent in Projekte und Einrichtungen, die bedürftige Kinder unterstützen.
Berlin (nex) – Der CDU-Politiker Jens Spahn hat den Vorwurf zurückgewiesen, die CDU habe keine Alternative zu Bundeskanzlerin Angela Merkel.
Im rbb-Inforadio rechtfertigte der parlamentarische Staatssekretär im Bundesfinanzministerium, Spahn, am Montag Merkels erneute Kanzlerkandidatur. Es gebe niemanden in Europa, der mehr Erfahrung und Kompetenz in den aktuellen politischen Fragen mitbringe.
In dieser Zeit der Unsicherheit müsse man auf Merkel setzen. Er spielt dabei auch auf die Aussage der New York Times an, Merkel sei nach dem Ende der Präsidentschaft Obamas die letzte Verteidigerin des liberalen Westens: „Niemand, auch Angela Merkel nicht […] kann alleine für Freiheit und für die westlichen Werte stehen. Das können wir nur zusammen.“
Für westliche Werte, wie Meinungsfreiheit, Pluralität, die Gleichberechtigung von Mann und Frau und den Schutz von Minderheiten müsse man mit Angela Merkel zusammen kämpfen und werben. „Dinge, die wir für selbstverständlich gehalten haben, sind es nicht mehr.“
Sollte die CDU das Mandat bekommen, müsse man in den kommenden Jahren daran arbeiten, dass Deutschland wirtschaftlich stark bleibe: „Die letzten Jahre waren nicht selbstverständlich – dass die Löhne steigen, die Renten steigen, wir Überschüsse haben, weil die Wirtschaft gut läuft. Wir müssen die Basis legen dafür, dass es so weitergeht in der digitalen Welt.“ Beim Thema Integration müsse man darüber sprechen, warum sie an so vielen Stellen in der Vergangenheit nicht gelungen sei.
Es gehe darum, „aktiv zu gestalten, eine Idee davon zu haben, wie dieses Land als offene, freie Gesellschaft, aber auch mit Werten und Prinzipien“ gestaltet werden soll. „Der nächste Wahlkampf wird anders. Der wird grundsätzlicher.“
Düsseldorf (nex) – In Deutschland ist jeder achte Mobilfunkkunde bereits Opfer von unzulässigen Abrechnungen über die monatliche Telefonrechnung geworden. Das geht aus einer Studie des Marktforschungsinstituts Yougov im Auftrag des Bundesjustizministeriums hervor, die der „Rheinischen Post“ vorliegt.
Demnach habe das Problem des sogenannten „WAP-Billing“, also der Abrechnung von nicht oder nicht bewusst bestellten Leistungen von Drittanbietern über die Mobilfunkrechnung, in den vergangenen zwei Jahren „einen deutlich größeren Umfang“ angenommen, schreiben die Autoren.
Die Opfer sind der Studie zufolge zumeist junge, männliche Nutzer. Diese Gruppe ruft demnach häufiger Spiele-Apps auf, abonniert Klingeltöne oder konsumiert erotische Inhalte – die drei wichtigsten Einfallstore für „WAP-Billing“-Betrüger. Insidern zufolge entsteht jährlich ein geschätzter Schaden in zweistelliger Millionenhöhe. Verbraucherschützer empfehlen, beim Mobilfunkanbieter eine Drittanbietersperre einrichten zu lassen, so dass Fremdfirmen nicht einfach über die Handyrechnungen abkassieren können.
Auch Nicole Maisch, verbraucherpolitische Sprecherin der Grünen-Fraktion, empfiehlt diesen Weg, sieht jedoch auch gesetzgeberischen Handlungsbedarf: „Wir fordern eine voreingestellte Drittanbietersperre, welche die Nutzerinnen und Nutzer durch ein Opt-In-Verfahren für die Anbieter, die sie wirklich wollen, wieder aufheben können“, sagte sie der Redaktion. Zudem müsse es eine digitale Bestätigungslösung geben, „um Abzocke mit untergeschobenen Verträgen wirksam zu unterbinden“. „Hier ist Verbraucherschutzminister Heiko Maas in der Pflicht“, sagte Maisch.
Am Donnerstag beschlossen die slowenischen Parlamentsabgeordneten einstimmig, einen Zusatzartikel in die Verfassung von Slowenien aufzunehmen: „Jeder hat das Recht auf sauberes Trinkwasser“.
Zeitgleich übernimmt der Staat das Management der Wasserressourcen und verhindert somit Privatisierungen. Trinkwasser sei „keine Ware“, heißt es in dem neuen Verfassungstext. Das Wasser kann somit nicht durch privatwirtschaftlich organisierte Firmen zu überhöhten Preisen verkauft werden.
Wasser wird in Zeiten des Klimawandels immer wertvoller. Extreme Niederschläge oder Dürren können die Wasserversorgung genauso gefährden wie Probleme mit schädlichen Stoffen. Wasser sei das „flüssige Gold des 21. Jahrhunderts“, sagte der slowenische Ministerpräsident Miro Cerar im Vorfeld der Abstimmung. Das slowenische Parlament reagiert mit dem Zusatzartikel auf eine Petition, in der 55.000 Bürger Anfang des Jahres die Regierung aufgefordert hatten, die Privatisierung des Trinkwassers zu stoppen und die Wasserversorgung zum Grundrecht der Bürger zu machen.
Nur 15 Staaten weltweit haben bisher das Recht auf Trinkwasser in ihre Verfassung aufgenommen. In Europa ist Slowenien das erste Land. Fast 1,9 Millionen EU-Bürger hatten vor zwei Jahren mit der Bürgerinitiative „Wasser ist ein Menschenrecht!“ auch auf EU-Ebene eine solche Regelung gefordert – die erste gültige Gesetzesinitiative europäischer Bürger.
Die EU sprach sich daraufhin zwar gegen eine Liberalisierung der Wasserversorgung aus. Aber eine klare und verbindliche Vorgabe, die eine private Vermarktung des Trinkwassers verbietet, gibt es bislang nicht. Es ist jedem EU-Land selbst überlassen, wie es die Wasserversorgung regelt.
In Frankreich zum Beispiel liegt sie in privater Hand. In Deutschland entscheiden die Kommunen und Bundesländer darüber. Das Trinkwasser kann somit Aufgabe eines städtischen Unternehmens wie etwa „Hamburg Wasser“ sein oder aber von einem börsennotierten Versorger wie der Energie Baden-Württemberg AG (EnBW) verteilt werden.