World Taekwondo Junior Championships
Kanada: Fünf Medaillen für türkische Taekwondo-Kämpfer
Ankara (nex) – Die jungen Sportlerinnen und Sportler aus der Türkei haben am heutigen Sonntag bei den World Taekwondo Junior Championships in Kanada drei Medaillen gewonnen.
Seyma Nur Sögüt gewann am vierten Tag des Wettkampftages in Burnaby Gold (Frauen -63 kg).
Aysenur Özcan bekam in der Gewichtsklasse -59 kg, Frauen Bronze. Muhammet Ferhat Saroglu erhielt in der Gewichtsklasse -68 kg, Männer ebenfalls eine Bronzemedaille.
Insgesamt nahm die Türkei bei den Wettkämpfen insgesamt zwei Gold- und fünf Bronzemedaillen mit nach Hause.
Am dritten Tag gewann Hakan Recber Gold im Finale der Gewichtsklasse -59 kg, Männer. Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan gratulierte Recber per Telegramm zum Sieg, teilte das Präsidialamt in Ankara mit.
Philippinen
Duterte über Flüchtlinge: „Ich werde sie alle willkommen heißen“
Zamboanga City (nex) – Der philippinische Präsident Rodrigo „Rody“ Roa Duterte hat den Westen für seine Flüchtlingspolitik kritisiert und diesen in einem TV-Interview beschuldigt, Menschenrechtsfragen für eigene Zwecke zu missbrauchen.
Duterte erklärte am vergangenen Freitagabend in der Al-Jazeera-Sendung 101 East, dass westliche Länder auf einige Menschenrechtsfragen sehr bedacht seien, ihren Kurs aber plötzlich wechselten und „nein sagen, wenn es darauf ankommt, jene willkommen zu heißen, die aus Konfliktgebieten fliehen“.
Duterte wies darauf hin, dass die Philippinen Flüchtlinge „bis zum Gehtnichtmehr aufnehmen“ würden und betonte, dass seine Entscheidung auf dem Versagen des Westens, Hilfe zu leisten, beruhe.
„Sie können immer herkommen“, so der Präsident. „Ich werde sie alle willkommen heißen“, fügte er hinzu, ohne darauf einzugehen, wie das Land mit 100 Millionen Einwohnern den Flüchtlingsstrom stemmen würde.
In einem Bericht vom 5. Oktober erklärte die Menschenrechtsorganisation Amnesty International, dass die wohlhabendsten Länder der Welt „die wenigsten Flüchtlinge aufnähmen und am wenigsten für sie täten“.
In dem Bericht wurde des Weiteren darauf hingewiesen, dass bei den zehn Ländern, die die meisten Flüchtlinge aufgenommen haben, Jordanien mit mehr als 2,7 Millionen den ersten und die Türkei mit über 2,5 Millionen den zweiten Platz belegten. Pakistan komme mit 1,6 Millionen Flüchtlingen auf den dritten und der Libanon mit mehr als 1,5 Millionen auf den vierten Platz.
Seit seiner Wahl zum Präsidenten wurde Duterte international für sein hartes Durchgreifen gegen Drogen scharf verurteilt. Sowohl die EU als auch die USA haben ihn der Verletzung der Menschenrechte beschuldigt, da dieser Todesschwadronen zur Tötung von Drogendealern und -konsumenten eingesetzt haben soll. Seit Dutertes Amtsantritt am 30. Juni sind mehr als 3.680 Menschen von Polizei und unbekannten Angreifern getötet worden.
Integration
Kanadas erste Nachrichtensprecherin mit Hijab: Ginella Massa
Dortmund (nex) – Kanada hat am vergangenen Freitag eine Premiere in seiner Geschichte erlebt: Die erste Moderatorin mit Hijab hat eine Nachrichtensendung geleitet.
Die panamaischstämmige Ginella Massa schrieb auf ihrer Facebook-Seite: „Das ist nicht nur für mich etwas Besonderes – soviel ich weiß, hat noch nie eine Frau mit Hijab eine Hauptnachrichtensendung in Kanada moderiert.“
Massa, die für CityNews arbeitet, soll von nun an als Anchorwoman die Spätnachrichten am Freitag sprechen.
Im vergangenen Jahr machte sie von sich als erste kopftuchtragende TV-Nachrichtenreporterin reden.
Massa hat einen Bachelor-with-Honours-Abschluss der Kommunikationswissenschaften der York University. Ihr Rundfunkjournalismusstudium hat sie am Seneca College absolviert.
CityNews ist das Nachrichtenprogramm des kanadischen Fernsehnetzwerks City, das sechs Ballungsraum- sowie einen Kabelsender betreibt.
„60 Minutes“-Interview
Erdogan: Türkei enttäuscht über US-Politik
Ankara (nex) – In einem Interview mit dem bekannten US-amerikanischen Nachrichtenmagazin „60 Minutes“ bringt der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan seine Enttäuschung über die US-Politik zum Ausdruck. Das Interview soll am heutigen Sonntag ausgestrahlt werden.
Auf die Frage, ob er Frustration gegenüber Washington verspüre, erwiderte er: „Nun, lassen Sie es mich offen sagen, ich bin ja bekannt für meine Direktheit. Es würde nicht der Wahrheit entsprechen, wenn ich sagte, dass ich nicht enttäuscht bin. Denn ich bin enttäuscht.“
Als es in dem Gespräch um den vereitelten Putschversuch vom 15. Juli und Fetullah Gülen ging, der nach Aussagen der türkischen Regierung den gescheiterten Staatsstreich organisiert habe, sagte er: „Ich beschuldige die USA nicht. Aber so denken die Menschen in der Türkei“, und fragte: „Warum behalten Sie noch immer diesen Mann?“
Erdogan wies darauf hin, dass dies die Wahrnehmung des türkischen Staates und des türkischen Volkes sein werde, solange die USA Gülen Unterschlupf gewährten. Die Türkei hatte nach dem Putschversuch, bei dem 248 Menschen getötet worden waren, die Auslieferung Gülens verlangt.
Erdogan äußerte auch Kritik an der Syrienpolitik der USA, die mit dem scheidenden Präsidenten Obama und dem Vizepräsidenten Joe Biden erörtert worden sei. „Es gelang ihnen nicht, sich auf die Situation einzustellen und die Probleme entschlossen anzugehen“, so Erdogan. „Das finden wir ziemlich beunruhigend.“
Der designierte US-Präsident Donald Trump hat den General a. D. Michael T. Flynn zu seinem nationalen Sicherheitsberater ernannt. Dieser hatte in einem Gastkommentar in der vergangenen Woche Fetullah Gülen mit Osama bin Laden verglichen und gefordert, dass die USA ihm nicht mehr länger Unterschlupf bieten sollten.
Das Besondere an dem investigativen Nachrichtenmagazin 60 Minutes, das bereits seit fast 50 Jahren vom TV-Sender CBS ausgestrahlt wird, sind die Interviews, die ohne Kommentare ausgestrahlt werden. Das Magazin hatte beide US-Präsidentschaftskandidaten nach ihrer Nominierung im Sommer sowie Trump nach dessen überraschendem Wahlsieg in der vergangenen Woche interviewt.
NATO-Versammlung
Türkischer Außenminister an Armenien: „Habe ich Karabach besetzt? Ihr habt es besetzt“
Istanbul (nex) – Der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu hat am Samstag mit Gegenkritik auf die Unterstellung eines armenischen Politikers reagiert, die Türkei würde den IS unterstützen. Laut türkischer Seite sollte sich Jerewan bei solchen Provokation lieber zurückhalten, denn „Armenien besetzt seit Jahren Aserbaidschans Karabach-Region!“
„Wenn wir euch zuhören, dann kommt es so vor, als wäret ihr Engel“, sagte Cavusoglu bei der 62. Parlamentarischen Versammlung der NATO an die Adresse des armenischen Parlamentariers Koryun Napetyan. „Ich möchte sie etwas fragen: Seid ihr nicht laut UN-Resolution diejenigen, die als Invasoren 20 Prozent des Staatsterritoriums von Aserbaidschan besetzen?“
„Habe ich Karabach besetzt?! Ihr habt es besetzt“, sagte er. „Warum versuchen sie, eine Antwort darauf aus dem Weg zu gehen? Wir haben euch Vorschläge gemacht: Stoppt die Besetzung und wir werden die Grenzen wieder öffnen.“
„Ihr fragt, warum wir Aserbaidschan keine Bedingungen stelle. Wir antworten: Aserbaidschan ist unser Bruderland“, fügte der türkische Außenminister hinzu. In Bezug auf den IS verteidigte Cavusoglu, dass die Türkei international die größte Leistung im Kampf gegen die Terrororganisation in Syrien und Irak leiste
Zwischen beiden kaukasischen Ländern herrscht seit 1988 ein Konflikt, als Armenien damit begann, territoriale Ansprüche gegenüber Aserbaidschan deutlich zu machen. Im Ergebnis eines Krieges, in dem 1992 armenische Soldaten 20 Prozent von Aserbaidschan besetzten, darunter die Karabach-Region und weitere sieben umliegende Distrikte. Nach einem Waffenstillstand 1994 scheiterten bislang alle Friedensgespräche.
Armenien reagierte auf insgesamt vier Resolutionen des UN-Sicherheitsrates nicht, die forderten, dass Jerewan seine Truppen aus Karabach abzieht.
Erschienen bei eurasianews
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World Architecture Festival
Berlin: Istanbuls „weltgrößter Flughafen“ gewinnt Design Award
Berlin (nex) – Das britische Architekturbüro Scott Brownrigg und die Designer Grimshaw, Nordic und Haptic gewannen den diesjährigen Design Award beim World Architecture Festival in Berlin in der Kategorie Infrastructure: Future Projects.
Die Architekten Fonksiyon und TAM/Kiklop wurden ebenso für ihre Arbeit am zukünftig wohl weltgrößten Flughafen in Istanbul geehrt.
„Das Terminalgebäude wird das weltgrößte seiner Art sein“, zitiert die Nachrichtenagentur Anadolu den türkischen Transportminister Ahmet Arslan. Ein Drittel der ersten Phase des dritten Flughafens in Istanbul wurde nach Angaben der Top-Führungskraft der bauausführenden Gesellschaft fertiggestellt. Der Flughafen ist eines der Mega-Projekte der modernen Türkei. Zwei Milliarden Euro seien bereits in der ersten Phase des Flughafens ausgegeben worden, erklärte Yusuf Akcayoglu, der CEO des IGA Havalimani Isletmesi A.S. (IGA), eines Konsortiums aus fünf türkischen Unternehmen. “Bislang haben wir etwa zwei von sechs Milliarden Euro des ersten Kredits ausgegeben”, sagte er und merkte an, dass die erste Phase im Mai 2015 begonnen habe. Die Baugeschwindigkeit habe im Sommer zugenommen. Nach Akcayoglu soll der Bau im Februar 2018 beendet werden, wenn die Vertragspartner jeden Monat eine vier bis fünf prozentige Verbesserung aufweisen. Aktuell seien 17.500 Menschen aus über 16 Ländern auf der Baustelle beschäftigt, so Akcayoglu weiter. Der CEO gab an, dass die Zahl der Arbeitnehmer in der Nachtschicht erhöht würde und die Gesamtzahl der Beschäftigten in der Hochphase 25.000 bis 30.000 erreichen werde. Das endgültige Ziel für den Flughafen sei die Abfertigung von 200 Millionen Fluggästen im Jahr, so Akcayoglu weiter. Der Flughafen werde nach Fertigstellung Flüge zu mehr als 350 Destinationen bieten. Die Größe des Flughafens entspreche etwa 11.000 Fußballfeldern. “Der neue Flughafen von Istanbul ist hinsichtlich der Anzahl der Arbeitsmittel und -fahrzeuge ein Kandidat für das Guinessbuch der Weltrekorde “, betonte Akcayoglu und fügte hinzu, dass 2.200 Lkw, 252 Bagger, 60 Turmkräne, 57 Planiergeräte, 124 Walzen und 101 Bulldozer sich im Einsatz befänden.
EU-Parlamentspräsident
Harms: Martin Schulz hat im EU-Parlament an Zustimmung verloren
Rebecca Harms: Starke Frau der Christdemokraten hätte gute Chancen auf Amt des Parlamentspräsidenten
Osnabrück (nex) – In der Personal-Debatte um das Amt des EU-Parlamentspräsidenten hat die europäische Grünen-Fraktionsvorsitzende Rebecca Harms Kritik an Martin Schulz geübt.
In einem Gespräch mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ sagte Harms, persönlich sei sie mit Schulz „sehr oft sehr zufrieden“ gewesen. Allerdings habe der Sozialdemokrat aus unterschiedlichen Gründen an Zustimmung innerhalb des EU-Parlaments verloren.
Die „grummelnde Unzufriedenheit“ mit ihm beträfe oft auch Stil-Fragen. „In meiner Fraktion nehmen ihm viele übel, dass er in der Luxleaks-Affäre um Luxemburger Steuerdeals für Konzerne sehr lange zögerlich war, einen Ausschuss zur Aufklärung einzusetzen“, so die Grünen-Politikerin.
Harms fügte hinzu: „Es ist nicht klug so zu tun, als wenn es nur einen Mann gibt, der das kann.“ Sollte die Fraktion der Europäischen Volkspartei eine starke Frau vorschlagen, dann hätte sie quer durch die Fraktionen gute Chancen.“
Die Rotationsvereinbarung zwischen den großen Fraktionen garantiere aber nicht automatisch, „dass ich zum Beispiel einen christdemokratischen Vorschlag unterstütze“.
Hilfe für Mossul
Irak: Türkischer Hilfskonvoi erreicht kurdische Stadt
Erbil (nex) – Die humanitäre Hilfe, die der Türkische Rote Halbmond (TKD) und die Behörde für Katastrophen- und Notfallmanagement (AFAD) der unter Belagerung lebenden Zivilbevölkerung in Mossul gesendet haben, hat am gestrigen Freitag die nordirakische Stadt Erbil erreicht.
Der aus 108 Lkw bestehende Konvoi habe Hilfsgüter im Wert von etwa sechs Millionen US-Dollar geladen, erklärte der TKD-Koordinator im Irak, Safak Lostar, gegenüber der Nachrichtenagentur Anadolu.
„78 der insgesamt 108 Lkw wurden von der AFAD und die anderen 30 vom TDK entsendet“, so Lostar weiter.
„Unter den Hilfsgütern befinden sich provisorische Zelte, Wohncontainer, Betten und Decken“, erzählte Lostar und fügte hinzu, dass die Hilfsgüter an die Familien in Mossul so bald wie möglich verteilt werden sollen.
Der TKD-Koordinator wies darauf hin, dass sie seit dem Beginn der Militäroffensive am 17. Oktober zur Befreiung Mossuls vom IS (Daesh) versuchten, den Menschen dort zu helfen. Der TKD habe bereits 20 Tonnen humanitäre Unterstützung in das Krisengebiet geschickt, so Lostar weiter.
Einige der Lkw würden bei ihrer Ankunft in der Nähe des vom IS (Daesh) kontrollierten Mossul dem Irakischen Roten Halbmond und den dortigen Behörden übergeben. Die restlichen Hilfsgüter würden gelagert und den Familien vor Ort bei Bedarf ausgegeben.
Am 17. Oktober hat die von der unter US-Führung stehenden Koalition mit Luftschlägen und lokalen Alliierten unterstützte irakische Armee eine breit angelegte Operation zur Rückeroberung Mossuls gestartet. Die Stadt ist die letzte Hochburg des IS (Daesh) im Nordirak.
Die einst zweitbevölkerungsreichte Stadt des Landes wurde 2014 von der Terrorgruppe gemeinsam mit weiteren großen Teilen des Landes im Norden und Westen überrannt. In den vergangenen Monaten konnten die irakischen Streitkräfte und ihre Verbündeten große Gebiete, vor allem vor Mossul und in der westirakischen Provinz Anbar zurückerobern.
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Bundestagswahlen 2017
CSU rechnet fest mit Merkels Kanzlerkandidatur
Düsseldorf (nex) – Die CSU-Führungsriege geht fest davon aus, dass Merkel als Kanzlerkandidatin der Union in den Wahlkampf zieht. “
Wir haben immer damit gerechnet, dass sie noch einmal antreten will und noch einmal antreten wird“, sagte ein ranghohes Parteimitglied der „Rheinischen Post“.
Nach Informationen der Zeitung ist der Streit um die Obergrenze bei den Flüchtlingen zwar nicht gelöst, aber weitgehend befriedet. Die verbleibenden Unterschiede in der Flüchtlingspolitik sollen auch im Wahlkampf sichtbar bleiben.
Dafür werde die CSU entsprechende Formulierungen in den Bayernplan schreiben, hieß es aus Parteikreisen.
NRW
Mehr als 500 Mitarbeiter der NRW-Landesregierung hatten Nebenjob
Köln (nex) – 536 Bedienstete der nordrhein-westfälischen Landesregierung sind in den vergangenen zwölf Monaten einer Nebentätigkeit nachgegangen.
Dies geht aus einer Antwort der Landesregierung auf eine FDP-Anfrage hervor, die dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ vorliegt. Damit hat zwischen September 2015 und 2016 mehr als jeder zehnte Beamte oder Tarifangestellte der Ministerialverwaltung eine zusätzlich vergütete Tätigkeit wahrgenommen.
Besonders häufig vertreten waren ältere Beamte im höheren Dienst, die neben ihrer Haupttätigkeit noch Geld als Dozent, mit Vorträgen, Lehr- oder Autorenaufträgen, Beratungsaufgaben sowie Aufsichtsrats- und Gremienmitgliedschaften verdient haben.
Auf die 536 Beschäftigten mit Zweitjob entfielen im vergangenen Jahr demnach 1.242 Nebentätigkeiten. Besonders aktiv waren Bedienstete des Finanzministeriums (511 Aktivitäten) sowie des Innenministeriums (284). Zusatzverdienste müssen die Beschäftigten der Ministerialverwaltung erst ab 1200 Euro im Jahr melden.

