Verteidigungsindustrie
Türkei: Eigener Kampfjet der 5. Generation soll 2023 einsatzbereit sein

Ankara (nex) – Die Türkei wird möglicherweise sehr bald dem exklusiven Kreis der wenigen Länder, die Kampfflugzeuge der fünften Generation herstellen, beitreten. Geplant seien laut türkischem Verteidigungsministerium 200 Kampfjets. Der Preis eines Jets werde bei 100 Mio Dollar liegen, die Gesamtkosten der Entwicklung sollen 25 Milliarden US Dollar betragen.
Die Entscheidung der Türkei, einen eigenen Kampfjet zu entwickeln, fiel bereits im Dezember 2010. Im August des darauffolgende Jahres erteilte das türkische Verteidigungsministerium dem staatseigenen Luft- und Raumfahrtkonzern mit Hauptsitz in Ankara TAI (TUSAŞ Aerospace Industries), den Auftrag zur Entwicklung eines heimischen Trainings- und Kampfjets.
Unternehmen der Türkei und Großbritanniens haben während des Besuchs der britischen Premierministerin Theresa May in der türkischen Hauptstadt Ankara nun ein Rüstungsabkommen geschlossen. Das britische Unternehmen BAE Systems und TAI würden eine neue Generation von türkischen Kampfflugzeugen im Rahmen des türkischen Rüstungsprojekts TF-X entwickeln, heiße es in einer Erklärung. „Dies ist der Beginn einer neuen intensiveren Handelsbeziehung mit der Türkei und wird voraussichtlich für die nächsten Jahrzehnte britische und türkische Arbeitsplätze sowie Wohlstand sichern“, habe May laut der Erklärung betont. „Unsere Kooperation in den Bereichen Verteidigung und Sicherheit ist gerechtfertigt und wichtig, da die Türkei ein wichtiger Nato-Partner ist“, habe eine Sprecherin der britischen Premierministerin erklärt Ian King, CEO von BAE Systems, habe bekannt gegeben, dass das Abkommen die Fortsetzung der Arbeiten an Design und Entwicklung des Flugzeugs bestätige und „einen neuen aufregenden Schritt in den Beziehungen zwischen der Türkei und dem Vereinigten Königreich durch die Zusammenarbeit von BAE Systems und TAI darstellt.“ https://youtu.be/4usi3JLAuE8  

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Israel
Netanjahu: Alle Botschaften sollten nach Jerusalem umziehen

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Jerusalem (nex) – Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat Medienberichten zufolge am heutigen Sonntag erklärt, dass er damit rechne, dass alle ausländischen Botschaften sich früher oder später in Jerusalem ansiedelten. Zuvor waren Behauptungen aufgetaucht, dass er US-Präsident Donald Trumps umstrittenes Vorhaben, die US-Botschaft nach Jerusalem zu verlegen, hinausgezögert habe. „Unsere Position ist immer die gewesen und wird auch immer die sein, dass die US-Botschaft sich hier in Jerusalem befinden muss“, betonte Netanjahu auf dem wöchentlichen Kabinettstreffen. Er sagte, dass Jerusalem die Hauptstadt des Staates Israel sei und fügte hinzu: “It is proper that not only should the American embassy be here, but all embassies should come here, and I believe that over time most of them will indeed come here, to Jerusalem,“ he said. „Es wäre richtig, dass nicht nur die US-amerikanische Botschaft hier wäre, sondern alle Botschaften hierherkämen, und ich glaube, dass mit der Zeit die meisten von ihnen auch tatsächlich hierher, nach Jerusalem, kommen werden.“ Der frisch vereidigte US-Präsident Donald Trump hatte während seines Wahlkampfes trotz der Zurückhaltung vorhergehender Administrationen versprochen, die Botschaft nach Jerusalem zu verlegen. In der vergangenen Woche gab das Weiße Haus jedoch bekannt, dass darüber noch keine Entscheidung gefallen sei und die Gespräche über die Angelegenheit sich noch im Anfangsstadium befänden. Während Israel Jerusalem als seine Hauptstadt bezeichnet, wird es von der internationalen Gemeinschaft als solche nicht anerkannt. Die meisten Länder haben ihre Botschaft in Tel Aviv. Führende palästinensische Politiker haben wiederholt vor dem Umzug der US-amerikanischen Botschaft gewarnt. Dies käme trotz der weiterbestehenden Besatzung Ostjerusalems der Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt Israels gleich. Israel hatte im Jahr 1967 während des Arabisch-Israelischen Krieges die Kontrolle über Ostjerusalem übernommen.

Syrien
Erschossene Zivilisten: Kurdischer Politiker sucht Trumps Unterstützung gegen PYD

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Ankara (nex) – Der Vorsitzende des Kurdischen Nationalrats in Syrien (KNC), Ibrahim Biro, hat am Samstag bekannt gegeben, dass er im Februar nach Washington reisen und US-amerikanische Regierungsvertreter über den von der PYD/PKK auf opponierende kurdische Gruppen ausgeübten Druck aufklären werde. Während die Türkei die PYD als eine Terrorgruppe einstuft, betrachtete die vorhergehende US-Administration unter Barack Obama diese als einen „vertrauenswürdigen Partner“ im Kampf gegen den IS (Daesh) in Syrien. Biro wies darauf hin, dass er zu Obamas Zeit eine Gruppe von Regierungsvertretern in der Angelegenheit getroffen habe, warf der Obama-Administration jedoch vor, den syrischen Peschmerga bei ihrer Rückkehr nach Hause nicht geholfen zu haben. „Dafür gab es zwei Gründe“, erklärte er. „Die USA verfolgten eigene Interessen und vermieden den Druck auf die PYD, um diese zufriedenzustellen.“ Der KNC-Vorsitzende führte weiter aus, dass sie davon ausgingen, „dass Donald Trump konkrete Schritte für die Rückkehr der Roj Peschmerga unternehmen wird. Wir werden den US-Regierungsvertretern Dokumente vorlegen, die beweisen, wie die PYD in Nordsyrien Druck auf opponierende kurdische Gruppen ausübt.“ Sie würden auch erwähnen, wie die PYD-/PKK-Kämpfer das Feuer auf Zivilisten eröffnet und diese entweder getötet oder entführt und in von ihnen kontrollierten Gebieten in Nordsyrien inhaftiert hätten. Der Kurdische Nationalrat in Syrien setzt sich aus elf kurdischen politischen Parteien zusammen, die alle als Gegner der PYD bekannt sind.

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Gesundheit
Anstieg psychischer Erkrankungen

Laumann: Erkrankte müssen teilweise wochenlang auf einen Termin warten Osnabrück (nex) – Patientenbeauftragter fordert bessere Versorgung bei psychischen Leiden. Angesichts der steigenden Zahl psychischer Erkrankungen fordert der Patientenbeauftragte der Bundesregierung, Karl-Josef Laumann (CDU), eine bessere Versorgung für Betroffene. „Mit Sorge betrachte ich, dass psychische Erkrankungen als Grund von Krankschreibungen stark voranschreiten. Und es ist nicht gut, dass diese Krankheitsfälle immer länger dauern“, sagte Laumann in einem Gespräch mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Es könne nicht sein, dass Erkrankte in einigen Regionen Deutschlands teilweise wochenlang auf einen Termin bei einem Psychotherapeuten warten müssten. „Das muss noch besser angegangen werden“, sagte der CDU-Politiker. Laumann kritisierte weiter, dass „Versorgungsstrukturen bisher kaum vernetzt sind und Patienten zum Beispiel nach einer stationären Versorgung ambulant nicht vernünftig weiterversorgt werden“. Hier bestehe Handlungsbedarf, allerdings müsste auch auf die Ursachen der steigenden Zahl psychischer Erkrankungen eingegangen werden. „Hier muss man sich auch die Arbeitsbedingungen anschauen, etwa mit der andauernden Erreichbarkeit.“ Laut den am Freitag veröffentlichten Krankenstandsdaten der DAK-Gesundheit für das vergangene Jahr sind psychische Erkrankungen mittlerweile der zweithäufigste Grund für Krankschreibungen.

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Brexit
Großbritannien und Türkei wollen Handelsvolumen auf 20 Milliarden US-Dollar erhöhen

Ankara (nex) – Die Türkei hofft, das jährliche Handelsvolumen mit Großbritannien von derzeit 15 Milliarden US-Dollar auf 20 Milliarden zu erhöhen. Dies gab der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan am heutigen Samstag bekannt. Erdogan gab die Erklärung nach dem Treffen mit der britischen Premierministerin Theresa May ab, die heute Morgen zu einem offiziellen Besuch in Ankara angekommen ist. May war zuvor in den USA, wo sie sich mit US-Präsident Donald Trump getroffen hatte. Erdogan kündigte weiter an, dass beim Rüstungsprojekt TF-X Jet, der ersten heimischen Kampfjetentwicklung der Türkei, zwischen beiden Ländern wichtige Schritte unternommen würden. May teilte mit, dass sie mit dem türkischen Präsidenten die Zypern- und Syrien-Frage sowie die Intensivierung der Kooperation in der Flugsicherheit erörtert habe. May, die am gestrigen Freitag als erster ausländischer Regierungschef den neuen US-Präsidenten Donald Trump traf, versucht in Vorbereitung auf den Brexit, den Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union in etwa zwei Jahren, die Handelsbeziehungen ihres Landes mit Ländern außerhalb der EU zu erweitern. Die britische Premierministerin ist auch mit ihrem türkischen Amtskollegen Binali Yildirim zusammengekommen.
Nach Brexit: Türkei und Großbritannien planen Freihandelsabkommen
 

"Demokratische Öffnung"
Türkei: Tscherkessischer Verein in Samsun sucht nach Unterstützern für Kulturpark

Samsun: Tscherkessische Kultur wird gefördert Samsun (nex) – An der türkischen Schwarzmeerküste soll bei Samsun dieses Jahr noch etwas ganz Besonderes entstehen: Ein tscherkessischer Kultur- und Gedächtnispark. Das Projekt „Adige Parkı ve Etnoğrafya Müzesi” sieht ein zweistöckiges Gebäude sowie eine Gartenanlage vor. Im Obergeschoß des Gebäudes wird ein Ethnographisches Museum Platz finden, für das Erdgeschoß ist Café bzw. eine Küche, die tscherkessische Gerichte anbieten wird, vorgesehen. Der Park wird neben Bäumen, Pavillons, Skulpturen und anderen Artefakten auch eine Veranstaltungsfläche für u.a. traditionelle Tanzveranstaltungen sowie einen Kinderspielplatz bieten. Momentan fehlen noch ca. 15 000 Dollar zur Beendigung des Baus (Fertigbauweise). Der Verein „Adige Kültür Derneği‘ (“Adygischer Kulturverein“) als Träger des Projektes sucht deswegen aktuell dringend nach Spendern. Das Projekt muß rechtzeitig fertiggestellt werden, da mit der Stadtverwaltung ein entsprechender Vertrag geschlossen wurde. Spenden sind bislang nur über eine türkische Bankverbindung (Türkiye İş Bankası, Samsun Çiftlik Şubesi, Hesap no: 7302 0759948) möglich, an anderen Möglichkeiten wird gearbeitet. Die Parkanlage, das Café und das Ethnographiemuseum sollen der tscherkessischen Minderheit selbst als Treffpunkt und Veranstaltungsort dienen, aber auch die Tscherkessen (bzw. im engeren Sinne „Adygen“ genannt ) einer breiteren Öffentlichkeit vorstellen und damit insgesamt die tscherkessische Kultur bewahren helfen. Die Einrichtung wird für ein allgemeines Publikum zugänglich sein. Der Adygische Kulturverein, der im Jahr 2008 gegründete wurde, hat bereits ethnographische Objekte und tscherkessische Kunst für das zukünftige Museum zusammengetragen. Diese wurden bisher in temporären Ausstellungen gezeigt. Die jüngste, nunmehr 5. Ausstellung, wird dieses Frühjahr in mehreren türkischen Städten (Çorum: 4.-8. März, Ankara: 11.-15. März, Balıkesir: 18.- 22. März, Bursa: 25.- 29. März, Yalova: 1.-5. April, Düzce : 8.-12. April, Istanbul: 15.-19. April) gezeigt, daraufhin soll sie nach Deutschland kommen und im Mai 2017 in Stuttgart zu sehen sein. Einen kleinen Eindruck von den Ausstellungsobjekten bietet die Facebook-Seite des Vereins oder eine TRT-Reportage. Das Vorhaben ist auch insofern neuartig, als die tscherkessischen Minderheit hier in Kooperration mit der Stadtverwaltung vorgeht bzw. von dieser unterstützt wird. Die Gemeinde Atakum (der Stadt Samsun angegliedert) hatte dem Adygischen Kulturverein das Grundstück kostenlos für dieses Projekt zur Verfügung gestellt. İshak Taşçı, AKP- Bürgermeister von Atakum, und die Vereinsvorsitzende Meral Batur unterzeichneten bereits im vergangenen Jahr eine entsprechende Übereinkunft. Im Rahmen des übergeordneten Yörekent-Projektes soll auch anderen ethnischen bzw. landsmannschafltlichen Verbänden aus der östlichen Schwarzmeerregion der Türkei ermöglicht werden, sich zu präsentieren und die eigene Kultur zu bewahren. Tscherkessische Vereine und Einrichtungen waren unter Atatürk im Jahr 1923 geschlossen worden. Unter den Kemalisten blieb das Betonen ethnischer Identitäten verpönt. Auch das Sprechen von Minderheitensprachen in der Öffentlichkeit wurde unterbunden bzw. behindert. Kulturelle Zusammeschlüsse von Minderheiten führten über Jahrzehnte hinweg ein Schattendasein. Deutlich verbessert hat sich die Situation für die Tscherkessen zum einen durch den Wegfall des Eisernen Vorhangs, wodurch für die tscherkessische Diaspora erneut erneut Kontakte in ihre alte nordkaukasische Heimat möglich wurden, zum anderen aber auch aufgrund von politischen Veränderungen in der Türkei selbst: Mit dem Regierungsantritt der AKP wurde eine neue, weitaus liberalere Minderheitenpolitik eingeleitet. Mittlerweile sendet etwa die Türkische Rundfunk- und Fernsehanstalt TRT ein Programm auf u.a. Kurdisch, Tscherkessisch, Armenisch, Bosnisch und Arabisch, an einigen türkischen staatlichen Universitäten konnten Minderheitensprachen als neue Studienzweige oder zumindest Wahlfach eingerichtet werden. Çemişo Abdulkadir Özyılmaz, der Projektkoordinator von „Adige Parkı ve Etnoğrafya Müzesi”, erklärt in einem Gespräch mit NEX24 ebenfalls, daß die Politik der „Demokratischen Öffnung“ (Demokratik Açılım) eine spürbare Wirkung entfalte und mit ihr die Umsetzung von Projekten wie dem Tscherkessischen Kultur- und Gedächtnispark erleichtert werde. Auch könnten nun die ethnischen Namen – gemeint sind Clan- und Familiennamen – wieder problemloser verwendet werden (das Nachnamengesetz von 1934 hatte ausschließlich türkische Familiennamen erlaubt). Die ethnographische Ausstellung des Vereins sei nun erstmals auch vom türkischen Kultur- und Tourismusministerium gefördert worden. Samsun ist deswegen ein wichtiges Zentrum für die tscherkessische Diaspora, weil die Hafenstadt im 19. Jahrhundert eine der ersten Anlaufstellen für die aus dem Kaukasus flüchtenden Tscherkessen gewesen war. Vor den russischen Eroberungsfeldzügen flohen die westkaukasischen Tscherkessen teils „privat“ über das Schwarze Meer, teilweise wurden sie im Zuge einer systematischen zarischen Säuberungs- und Vernichtungspolitik unter katastrophalen Bedingungen und mit hohen Todesraten regelrecht zusammengetrieben und verschifft. Die osmanischen Behörden versuchten, die tscherkessischen Flüchtlinge auf unterschiedliche Provinzen zu verteilten, viele ließen sich jedoch auch direkt in der Gegend von Samsun nieder. Die tscherkessische Bevölkerungsdichte ist dort auch heute noch sehr hoch. Eines wollte Çemişo Abdulkadir Özyılmaz den europäischen Lesern noch mit auf den Weg geben: Die Europäische Union solle sich auch weiterhin für den Erhalt des kulturellen Erbes und den Schutz der kleineren Völker einsetzen. Von der Abkühlung der EU-Türkei-Beziehungen seien nun auch Minderheiten betroffen. EU-Fonds, für die sich beispielsweise Kulturvereie hätten bewerben können, ständen nun doch nicht zur Verfügung. Er glaube, daß die politischen Beziehungen keine derartigen Auswirkungen auf die kulturellen Beziehungen haben dürften.

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Türkei: Unter Erdogan-Regierung begonnene Kirchen-Sanierungen gehen erfolgreich weiter

New York Immigration Coalition
New York: Proteste gegen Trumps Flüchtlingspolitik

New York (nex) – Hunderte Menschen sind am gestrigen Freitag auf dem Foley Square zu friedlichen Protesten gegen die Dekrete von US-Präsident Trump, die Flüchtlinge und papierlose Migranten ins Visier nimmt, zusammengekommen. Die New York Immigration Coalition (NYIC) hat den Protest organisiert, bei dem Muslime, aber auch Anders- und Nichtgläubige zu dem traditionellen islamischen Freitagsgebet zusammenkamen, Zusammenhalt demonstrierten und jede Gruppe auf die ihr geeignet erscheinende Weise betete. „Präsident Trump unternimmt diesen Schritt am Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust“, betonte Mark Hetfield, CEO der Non-Profit-Organisation HIAS. „Warum tut er das?“, fragte er und gab selbst die Antwort: „Die vordergründige Begründung ist die Sicherheit, der wahre Grund ist aber Islamophobie, der hässliche Cousin des Antisemitismus, der hässliche Cousin des Rassismus, der hässliche Cousin eines jeden Hasses.“ Reverend Chloe Breyer, Priesterin des Bistums der Episkopalkirche New York, erklärte: „Wir sind, so Gott will, das Land, in dem man seinen Glauben in den öffentliche Raum tragen kann, ganz gleich, wer man ist, solange man ihn mit anderen teilt. Seien Sie und Ihr Gebet gesegnet; es ist eine Ehre, heute hier mit Ihnen zusammenzusein.“ „Es ist eine Zeit, in der wir diesem Hass mit echter Liebe begegnen müssen, in der wir diesem Egoismus mit echter Selbstlosigkeit entgegentreten müssen, und über diese Werte nicht nur reden, sondern Handlungen umsetzen müssen“, appellierte Imam Khalid Latif, der als Seelsorger an der New York University sowie der New York Police Department tätig ist, an die versammelte Menge. Die Menschen bildeten eine Mauer vor der Einwanderungs- und Ausländerbehörde im Federal Plaza und riefen „No hate, no fear, refugees are welcome here“.

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Bericht: Hass gegen Muslime mit über 200 Millionen US-Dollar gefördert

Grenzwerte für Blei
Buntstifte-Verbot: EU weist Bericht der Bild-Zeitung zurück

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Brüssel (nex) – Die Europäische Kommission weist einen Bericht der „Bild“-Zeitung zurück, laut dem die EU Buntstifte und Wasserfarben verbiete. Tatsächlich erfüllt der größte Teil der betroffenen Produkte bereits die notwendigen Grenzwerte für Blei, wie umfangreiche Tests in Deutschland und Schweden zeigen. Die jüngste Verschärfung der Grenzwerte für Blei in Spielzeug basiert auf den aktuellsten wissenschaftlichen Erkenntnissen, die bestätigen, dass Blei gerade für Kinder giftiger ist, als man viele Jahre glaubte. „Wir kümmern uns um die Sicherheit unserer Kinder – und zwar mit der vollen Unterstützung der Mitgliedstaaten, einschließlich Deutschlands“, sagte Richard Kühnel, Vertreter der Europäischen Kommission in Deutschland.
„Wir wollen, dass alle Spielzeuge, die im europäischen Binnenmarkt verkauft werden, sicher sind für unsere Kinder: egal ob Buntstifte oder Teddybären, egal ob in der EU produziert oder importiert“, so Kühnel weiter.
Der Vorschlag zur Verschärfung der Grenzwerte für Blei in Spielzeug (nicht nur in Buntstiften, Finger- und Wasserfarben) wurde von den Mitgliedstaaten beschlossen, einschließlich der Bundesregierung. Nachdem im zuständigen Fachausschuss keine Entscheidung gefunden werden konnte, präsentierte die Kommission ihren Vorschlag am 17. Oktober 2016 dem Umweltrat. Weder das Europäische Parlament noch die Mitgliedstaaten haben sich bis zum Ende der Prüfungsfrist am 9. Januar 2017 gegen den Vorschlag der Kommission ausgesprochen, so dass die Kommission nun rechtlich dazu verpflichtet ist, den Rechtsakt formal anzunehmen. Die schärferen Grenzwerte wurden vorab nicht nur mit den Mitgliedstaaten diskutiert, sondern auch mit betroffenen Stakeholdern, darunter auch Hersteller von Buntstiften und anderen Spielzeugen. Tatsächlich erfüllt der Großteil der betroffenen Produkte bereits die notwendigen Grenzwerte, wie umfangreiche Tests in Deutschland zeigen: eine in Deutschland durchgeführte Marktübersicht zu Blei in Spielzeugen (in den Jahren 2010 und 2011) führte zu der Erkenntnis, dass der Großteil der möglicherweise betroffenen Spielzeuge bereits die vorgeschlagenen strengeren Grenzwerte für Blei erfüllen. Allerdings wurden drei Arten von Malwerkzeugen entdeckt, von denen einige wenige die strengeren Grenzwerte nicht erfüllen: Fingerfarben, Buntstifte und Wasserfarbenkästen. Von diesen Produkten erfüllen wiederrum 70 bis 80 Prozent bereits die strengeren Grenzwerte, einschließlich der von außerhalb der EU importierten Produkte. Weitere Tests in Schweden bestätigten diese Situation. Der Kommissionsvorschlag basiert auf den jüngsten wissenschaftlichen Erkenntnissen, die bestätigen, dass Blei giftiger ist, als man viele Jahre glaubte. Neueste Daten zeigen, dass  es keinen sicheren Grenzwerte für Blei gibt und dass sogar kleinste Mengen schädlich für die Entwicklung des kindlichen Gehirns sein können. Um das höchste Schutzniveau für Kinder aufrecht zu erhalten, hat die Europäische Agentur für Lebensmittelsicherheit einen täglichen Grenzwert in Höhe von 0,5 Mikrogramm pro Kilogramm Körpergewicht vorgeschlagen. Dieser Grenzwert wurde auch von der Europäischen Chemikalienagentur bestätigt. Der Europäischen Chemikalienagentur zufolge ist der Durchschnittswert von Blei im Blut europäischer Kinder bereits viermal höher als das vorgeschlagene Niveau. Deshalb sollte jede weitere Einnahme so weit wie möglich verhindert werden. „Die europäischen Sicherheitsanforderungen für Spielzeug gehören zu den strengsten der Welt, besonders was die Verwendung von Chemikalien in Spielzeug betrifft. Die Sicherheit unserer Kinder kommt zuerst“, sagte Kühnel.

Israel
Moskau bezeichnet Errichtung rein-jüdischer Siedlungen als illegal

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Moskau (nex) – Das russische Außenministerium hat am gestrigen Freitag die jüngste Entscheidung Israels zur Errichtung neuer rein jüdischer Einheiten im besetzten Westjordanland als „illegal“ bezeichnet. „Nach internationalem Recht ist diese Entscheidung Israels illegal“, teilte das Ministerium in einer Erklärung mit. Israels Plan, ausschließlich für jüdische Siedler Hunderte Häuser in besetzten palästinensischen Gebieten zu bauen, rufe bei Moskau ernsthafte Bedenken hervor, heißt es weiter. In dem Statement wird auch darauf hingewiesen, dass dieser Schritt jeglicher Rechtsgrundlage entbehre und Bemühungen zum Erreichen eines dauerhaften Friedens im Nahen Osten untergrabe. Russland hat Israel zum Siedlungsbaustopp im besetzten Westjordanland und in Ostjerusalem zum Erhalt der Idee einer Zwei-Staaten-Lösung aufgerufen. Am vergangenen Dienstag hat der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu den Bau von 2.500 Siedlungseinheiten genehmigt. Dies ist seit Donald Trumps Amtsantritt als neuer Präsident der USA bereits die zweite Ankündigung in dieser Richtung. Am vergangenen Sonntag hatte die Jerusalemer Stadtverwaltung grünes Licht für den Bau weiterer rein jüdischer Wohneinheiten gegeben.

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Christliche Palästinenser: „Israel ist ein Terrorstaat!“

Solarpark Quaid-e-Azam
Pakistan: Türkisches Unternehmen baut 100-Megawatt-Solaranlage

Karatschi (nex) – Punjab, die größte Provinz Pakistans, und ein führendes türkisches Energieunternehmen haben Medienberichten zufolge eine Vereinbarung über ein 100-Megawatt-Solarprojekt unterzeichnet. So werde laut Vertrag das türkische Unternehmen Zorlu Enerji Holding in den kommenden sechs Monaten das Projekt in dem Solarpark Quaid-e-Azam im Distrikt Bahawalpur umsetzen, heißt es in einer Erklärung der Punjaber Provinzregierung. Mit der Photovoltaikanlage soll den Menschen in der Region preisgünstiger Strom zur Verfügung gestellt werden, heißt es weiter. Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan habe während seines letzten Pakistanbesuchs vorgeschlagen, die Kooperation im Energiesektor zu stärken, teilte der Ministerpräsident von Punjab, Muhammad Shehbaz Sharif, mit. Die Energiekrisen sind einer der Hauptgründe für die wirtschaftlichen Probleme des Landes. „Und dieses Projekt ist der erste Schritt“, sagte Sharif und fügte hinzu: „Wir sind dem Präsidenten, dem Ministerpräsidenten und der Regierung der Türkei für diese Zusammenarbeit dankbar.“

Ömer Yüngül, CEO der Zorlu Enerji Holding, versprach, dass alles getan würde, um das Projekt noch vor dem vereinbarten Termin fertigzustellen. Pakistan ist unsere zweite Heimat, und eine Vielzahl türkischer Unternehmen arbeiten bereits mit der Regierung von Punjab zusammen“, erklärte Yüngül.

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