Luftwaffenstützpunkt Incirlik
Erdogan: „Werden Deutschland nicht aufhalten“

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Ankara (nex) – Die Türkei strebe eine verbesserte Kooperation mit den NATO-Staaten an. Falls Deutschland gegen einen Verbleib deutscher Truppen in Incirlik entscheide, werde man Deutschland jedoch Lebewohl wünschen, so der türkische Präsident. Recep Tayyip Erdogan hat sich am Mittwoch zur weiteren Partnerschaft mit der NATO geäußert und die Notwendigkeit guter Kooperation bezüglich des Kampfes gegen terroristische Aktivitäten und einen schnelleren Informationsaustausch betont. Angesichts politischer Differenzen bezüglich des NATO-Luftwaffenstützpunkt in Incirlik erklärte der türkische Präsident jedoch ebenfalls, daß er Deutschland nicht aufhalten werde, sollte sich das Partnerland entscheiden, seine Truppen aus Incirlik abzuziehen. Die türkische Seite habe bislang keine Informationen aus Berlin darüber erhalten, daß ein solcher Abzug geplant sei, so Erdogan. Deutsche Verantwortliche hätten vielmehr bestätigt, daß es aktuell keine derartigen Absichten gebe. „Falls sie so etwas aber machen sollten, ist das für uns kein besonders wichtiges Problem. Wenn sie gehen, dann sagen wir eben ‚Lebewohl‘. Nichts weiter.“, sagte Erdogan gegenüber Reportern. Die Zukunft der deutschen Truppen in Incirlik war in Frage gestellt worden, nachdem die Türkei deutschen Abgeordneten den Besuch dieses Luftwaffenstützpunktes diesen Monat nicht gestattet hatte. Die türkische Seite hatte moniert, daß den Asylanträgen mutmaßlicher türkischer Putschoffiziere in Deutschland stattgegeben worden sei. Der türkische Präsident, der im Zuge einer Pressekonferenz am Flughafen von Esenboğa in Ankara sprach, erklärte zusätzlich, dass die Türkei keinen Bruch mit der EU anstrebe, die EU aber auch ihren eigenen Verpflichtungen nachkommen müsse. In Brüssel wird Erdogan an einem Gipfel für NATO-Repräsentanten sowie an einem Treffen mit führenden EU-Politikern teilnehmen.

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Tourismus
Türkei: Zahl kurdischer Touristen hat sich fast verdoppelt

Touristenzahen verdoppeln sich – Türkei erneut Reiseziel für kurdische Touristen Erbil (nex) – Mit der wirtschaftlichen Erholung des Nordirak steigt der Umsatz für Reisen in die Türkei. Nachdem in den letzten zwei Jahren die Zahl kurdischer Touristen aufgrund von Visabestimmungen und ökonomischer Restriktionen zurückgegangen war, hätten sich im ersten Quartal von 2017 die Besucherströme nahezu verdoppelt. Dies gaben der kurdischen Nachrichtenagentur Rudaw zufolge Tourismusagenturen in Zaxo bekannt, einer kurdischen Stadt nahe der türkischen Grenze. Maalouf Khalil, Betreiber einer Tourismusfirma in Zaxo sagte, er habe im letzten Jahre ca. 15-20 Reisetickets pro Tag verkauft, in den ersten drei Monaten dieses Jahres seien es dagegen 60-70 pro Tag gewesen. Allerdings sollen die erhöhten Zahlen nicht allein auf eine wirtschaftliche Wiederbelebung der Region zurückgehen, sondern auch auf gezielte Bemühungen des Ministeriums für Tourismus und Gemeinden. Die kurdische Regierung habe insbesondere Tourismusunternehmen gefördert und ihnen damit ermöglicht, größere Profite zu erzielen und damit die Tourismusbranche wiederzubeleben, meldete Rudaw.

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Kampf gegen den Terror
Anschlag auf Konzert in Manchester: Sicherheitswirtschaft fordert bessere Ausbildung für Ordner

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Verbandsgeschäftsführer Olschok: Sicherheitsleute müssen konkrete Gefahrensituationen üben Osnabrück (nex) – Als Lehre aus dem Anschlag von Manchester fordert der Bundesverband der Sicherheitswirtschaft (BDSW) schärfere Regeln für die Ausbildung von Sicherheitspersonal bei Großveranstaltungen in Deutschland. In einem Gespräch mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ kritisierte der Hauptgeschäftsführer des Verbandes, Harald Olschok, dass die Ausbildung von 40 Stunden Unterricht bei einer Industrie- und Handelskammer zu unspezifisch und realitätsfern sei. Olschok sagte: „Dieser ,Sitzschein‘ muss durch eine Grundausbildung für Veranstaltungen ersetzt werden, die sich ganz konkret auf die Aufgaben bezieht.“ Dazu gehöre etwa Unterricht zur Dynamik und Psychologie von Menschenmassen. Ordner müssten lernen, wie sie bei Großveranstaltungen und Konzerten aggressive oder verdächtige Besucher erkennen, im Notfall deeskalierend eingreifen und das übertragene Hausrecht ausüben können. Sie müssten auch in der Lage sein, gemeinsam mit der Polizei per Videoüberwachung und Gesichtserkennung Verdächtige zu identifizieren. Der Verbands-Chef sagte: „Sicherheitsmitarbeiter müssen für solch konkrete Situationen geschult werden. Sie müssen ihr Verhalten üben.“ Das fehle heute völlig. Bei Veranstaltungen sei mehr Videoüberwachung nötig, die das Sicherheitspersonal auswerten können müsse. Der Verband BDSW vertritt 270.000 Beschäftigte in der Sicherheitsbranche.

E-Commerce
Kaufhof wickelt Online-Handel künftig über Zülpich ab – Neues Lager für 70 Millionen Euro

Köln (ots) – Die Galeria Kaufhof GmbH wird in Zülpich bei Köln für 70 Millionen Euro ihr erstes „e-commerce“-Lager bauen. Ab dem Frühjahr 2019 soll das komplette Online-Geschäft des Kölner Unternehmens zentral aus dem Zülpicher Gewerbegebiet abgewickelt werden, berichten „Kölner Stadt-Anzeiger“ und „Kölnische Rundschau“. „Im vergangenen Jahr konnten wir unser Digitalgeschäft um 23 Prozent gegenüber dem Vorjahr steigern. Dieses dynamische Wachstum erfordert den Ausbau der Logistikkapazitäten“, sagt Klaus Hellmich, Geschäftsführer Galeria Kaufhof GmbH, den Zeitungen. Auf einer Fläche von 40 000 Quadratmetern entsteht in den kommenden anderthalb Jahren eine Lagerhalle mit hochautomatisierter Lagertechnik. Der Spatenstich für das 70-Millionen-Euro-Projekt soll schon in wenigen Wochen erfolgen. An dem Ort sollen bis zu 600 Arbeitsplätze entstehen. In einem zweiten Bauabschnitt soll nach Angaben des Zülpicher Bürgermeisters Ulf Hürtgen eine weitere Logistikhalle mit der Größe von etwa 80 000 Quadratmetern gebaut werden. Nach Fertigstellung sollen dort weitere 700 bis 1000 Menschen Arbeit finden.

Flüchtlingslösungen
Türkei: Ministerpräsident Yildirim trifft US-Botschafterin der Vereinten Nationen

Ankara (nex) – Der türkische Ministerpräsident Binali Yildirim ist am gestrigen Dienstag mit der US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen, Nikki Haley, zusammengekommen.

Aus Ministerpräsidialkreisen wurde bekannt, dass die beiden den ausländischen Staatsangehörigen, insbesondere Syrern, die in die Türkei geflohen sind, zur Verfügung gestellte Einrichtungen und Dienste erörtert hätten.

„Wir haben heute ein Gesundheitszentrum besucht, in dem syrische Ärzte und Krankenschwestern für die Ausübung ihres Berufes in der Türkei ausgebildet werden, die ihren syrischen Landsleuten helfen“, teilte Haley auf Twitter mit.

„In dieser innovativen Partnerschaft zwischen der Türkei und der UNO werden auch Gesundheits- und Beratungsdienstleistungen für Syrer angeboten, die aus den Konfliktzonen geflohen sind.“ Haley postete auch eine Aufnahme der Gesundheitseinrichtung.

Der Chef der türkischen Behörde für Notfall- und Katastrophenmanagement (AFAD), Fuat Oktay, sowie US-Botschafter John Bass nahmen ebenfalls an dem Treffen teil.

Mit dem Ausbruch des Krieges vor sechs Jahren mussten Millionen Syrer innerhalb ihres Landes oder in Nachbarstaaten fliehen.

In der Türkei fanden Angaben der türkischen Regierung zufolge etwa drei Millionen Syrer Zuflucht.

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Wirtschaft
Türkei: Ausländische Direktinvestitionen im Vergleich zum Vorjahr gestiegen

Ankara (nex) – Die Türkei hat im März 1,6 Milliarden US-Dollar an ausländischen Direktinvestitionen erhalten, teilte das türkische Wirtschaftsministerium am heutigen Dienstag mit.

Im ersten Quartal hätten die Direktinvestitionen in der Türkei im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 2 Prozent zugelegt und somit 2,8 Milliarden US-Dollar erreicht, so das Ministerium weiter.

Der Finanzvermittlungssektor habe dabei zwischen Januar und März mit 990 Millionen US-Dollar die größte Summe an ausländischen Direktinvestitionen erhalten, gefolgt vom Sektor Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden mit 223 Millionen US-Dollar.

Des Weiteren gab es im März 422 Firmen- und Filialenneugründungen mithilfe ausländischer Finanzierung, womit die Zahl der mit internationalem Kapital operierender Unternehmen in der Türkei auf 54 493 gestiegen sei.

Dabei seien 40 Prozent der internationalen in der Türkei operierenden Firmen von EU-Mitgliedsstaaten gegründet worden.

Von diesen wiederum seien 6 944 mit deutschem Kapital gestartet worden, während Investoren aus Großbritannien und den Niederlanden jeweils 3 011 beziehungsweise 2 737 Unternehmen finanziert hätten.

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Kaukasus
Georgien kündigt Militärübung mit Türkei und Aserbaidschan an

Batumi (nex) – Die Türkei, Aserbaidschan und Georgien werden im kommenden Monat eine gemeinsame militärische Übung durchführen. Dies hat der georgische Verteidigungsminister Lewan Isoria am heutigen Dienstag mitgeteilt.

Georgien werde zur Durchführung der Übungen im Juni die Spezialeinheiten der Türkei und Aserbaidschans beherbergen, teilte Isoria auf einer Pressekonferenz nach einem Dreiertreffen mit seinen beiden Amtskollegen in der georgischen Küstenstadt Batumi mit.

(Foto.: AA)

Bei dem Ministertreffen ging es um die Zusammenarbeit im Verteidigungsbereich, regionale Sicherheit sowie den Kampf gegen den Terror gegangen.

Isoria wies darauf hin, dass die drei Länder beabsichtigten, das Ziel der Übungen zu erweitern, gab jedoch keine weiteren Details an.

Der Minister betonte, dass die Zusammenarbeit der drei Länder im Verteidigungsbereich für den Wohlstand der Menschen und die wirtschaftliche Entwicklung in der Region von vitaler Bedeutung sei.

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Reisen
Thailand: Turkish Airlines startet Phuket-Flüge ab Juli

Bangkog (nex) – Turkish Airlines wird im Sommer Flüge zur weltberühmten und größten thailändischen Insel, dem Urlaubsort Phuket, anbieten. Dies hat der für Thailand zuständige Manager der türkischen teilstaatlichen Fluggesellschaft am heutigen Dienstag in Thailand mitgeteilt.

Der erste Flug von Istanbul nach Phuket werde nach den Worten des Thailand-Chefs Abdullah Ahmet Tugcu am 17. Juli stattfinden. Es werde vier Flüge in der Woche geben.

Turkish Airlines biete außerdem 14 Flüge in der Woche beziehungsweise zwei Flüge täglich in die thailändische Hauptstadt Bangkok, betonte Tugcu.

Auch die Strecke Bangkok-Saigon könne man mit der türkischen Fluggesellschaft fliegen, so Thailand-Chef Tugcu weiter.

Die Abschaffung des Touristenvisums zwischen der Türkei und Thailand im Jahr 2012 hat laut Tugcu zur deutlichen Steigerung des Personenverkehrs geführt.

„Im November, in der Wintersaison also, haben wir zum ersten Mal zwei Flüge pro Tag eingeführt“, so der Manager.

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Türkei
„Sichtverschmutzung“: Türkische Stadt entfernt arabische Schilder

Hatay (nex) – Die Verwaltung der südtürkischen Provinz Hatay hat entschieden, alle Schilder in arabischer Sprache „wegen Sichtverschmutzung“ zu entfernen. Sie gab dies über ihren Twitter-Account bekannt. In dem Post sind auch Aufnahmen von vor zwei Tagen dabei, auf denen zu sehen ist, wie städtische Mitarbeiter in arabischer Sprache verfasste Schilder von diversen Geschäften entfernen. „Die Entfernung von Schildern auf Arabisch, die eine Sichtverschmutzung hervorrufen, hat in ganz Hatay angefangen“, so die Stadtverwaltung. Die Türkei bietet etwa drei Millionen – zumeist syrischen – Flüchtlingen Schutz, von denen etwa 384 000 in Hatay an der syrischen Grenze leben. Viele unter ihnen haben Geschäfte eröffnet und bringen auch Schilder in arabischer Sprache an ihre Läden an, um arabischsprachige Kunden anzuziehen. Ein ähnlicher Vorfall ereignete sich in der ebenfalls südtürkischen Provinz Adana. Auch hier hatte die Stadtverwaltung arabische Schilder zum Schutz der türkischen Sprache entfernt.

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"Aufbruchsstimmung"
NRW-Wirtschaft fordert zügige Koalitionsgespräche

Düsseldorf (ots) – Kurz vor Aufnahme der Koalitionsverhandlungen in NRW hat die Wirtschaft vor Verzögerungen gewarnt: „Wir brauchen jetzt zügige und konstruktive Koalitionsverhandlungen, an deren Ende nicht eine Koalition des kleinsten gemeinsamen Nenners stehen darf“, schreibt Arndt Kirchhoff, Präsident von Unternehmer NRW, in einem Gastbeitrag für die in Düsseldorf erscheinende „Rheinische Post“. Er verlangt von der neuen Landesregierung, Aufbruchsstimmung zu erzeugen. „Ärmel hoch! Anpacken! Loslegen! NRW ist viel zu wichtig für die Republik, als dass wir uns mit Mittelmaß zufrieden geben dürfen.“ Konkret fordert Kirchhoff „mehr Kompetenzen für das Wirtschaftsministerium“. Zudem müsse die Landespolitik „in der Überzeugung handeln, die geschlossenen Wertschöpfungsketten von der Grundstoffindustrie bis zu den Konsumgüterherstellern in unserem Land zu erhalten“. Zudem müssten die Verkehrsadern und das Breitbandnetz flächendeckend und zukunftsfest ausgebaut werden: „Infrastrukturbedingt stecken unsere Beschäftigten noch viel zu lange im täglichen Stau zur Arbeit, fahren unsere Schwertransporte noch viel zu weite Umwege und fließen die großen Datenmengen der Unternehmen – wenn überhaupt – viel zu langsam durch die Leitungen.“ Kirchhoff schlägt vor, das Ruhrgebiet zu einer Smart-City zu entwickeln.
„Das Revier ist dafür als europaweit größter Ballungsraum wie geschaffen, als Wirtschafts-, Arbeits- und Lebensraum obendrein auch bezahlbar. Warum entwickeln wir diese Region mit ihren fantastischen Hochschulen, ihren fleißigen Menschen und vielen innovativen Unternehmen nicht zu einer Vorzeigeregion der Digitalisierung, mit deren Hilfe wir auch den drohenden Verkehrsinfarkt vermeiden können?“

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