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Türkischer Oppositionspolitiker: „Nein“-Stimmen nach Umfragen vorne
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Antalya (nex) – Sollte eine kontroverse deutsche Antimigrantenpartei in der Türkei einen Wahlkampfauftritt abhalten wollen, stünde ihr das frei. Dies hat der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu am gestrigen Samstag erklärt.
So dürfte die rechtspopulistische AfD auf dem Yenikapi-Platz in Istanbul eine Versammlung abhalten, wenn sie käme, so Cavusoglu.
Während seiner Rede in der südtürkischen Stadt Antalya sagte er: „Wir werden ihnen den besten und größten Platz geben. Wir werden sagen: ‚Bitte, lasst uns die Menschen nach Yenikapi rufen und dort eine Versammlung abhalten. Kommt her, wenn ihr wollt.“
Cavusoglu wies darauf hin, dass die Türkei die Demokratie und Freiheit verteidige. Cavusoglus „Einladung“ hängt mit den Spannungen zwischen der Türkei, Deutschland und einigen anderen Ländern in Europa zusammen. Behörden dieser Staaten hatten vor einigen Wochen Referendumsauftritte türkischer Minister untersagt, was zu einer Verschlechterung der Beziehungen zwischen Ankara und der EU geführt hatte.
Ein weiterer Spannungspunkt waren die Aussagen mehrerer deutscher Politiker gegen die am heutigen Sonntag zur Volksabstimmung stehenden Verfassungsreform in der Türkei.
Die AfD hatte sich entschieden gegen Referendumsauftritte türkischer Minister in Deutschland ausgesprochen.
Diese gemeinsame Positionierung der EU gegen Zusammenkünfte ranghoher türkischer Politiker mit Auslandstürken führte zu scharfer Kritik vonseiten der Türkei, die diesen Ländern Einmischung in innertürkische Angelegenheiten vorwarf.
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Der türkische Präsident hat nach der jetzigen Verfassung von 1982 unbeschränkte Befugnisse in allen Bereichen. Die Verfassung hat der damalige Putschist erlassen, als er selbst Präsident wurde. Das Problem ist, dass der Präsident weitestgehende Vollmachten hat, allerdings keine Verantwortung.“Der türkische Präsident kann momentan nur für Landesverrat verantwortet werden”, beschreibt der Professor die derzeitige Rechtslage, die seit der Putschverfassung von 1982 gilt. “Selbst wenn er auf der Straße jemanden erschießt, kann er nach der jetzigen Verfassung weder belangt noch angeklagt werden. Und das wird jetzt geändert.” Künftig könne ein Parlamentsausschuss oder das Verfassungsgericht den Präsidenten belangen und unter Umständen sogar entmachten. Das Präsidialsystem sei aber insbesondere auf Grund der Inhomogenität in der türkischen Gesellschaft so wichtig. Der Parlamentarismus habe dort schlichtweg nicht funktioniert. “In den vergangenen 60 Jahren hat es dort im Schnitt jährlich eine neue Regierung gegeben. Der Grund dafür ist, dass wir in der Türkei keine homogene Gesellschaft wie in Deutschland haben”, so Bahadir. “In der Türkei haben wir stark ethnische Widersprüche, wir haben dort ideologische, religiöse und kulturelle Unterschiede. Bei so großen Differenzen funktioniert das parlamentarische System, das auf Konsensus baut, in der Türkei nicht. Die Parteien werden sich in keinem einzigen Punkt einig. Es gibt in der Türkei eine Spaltung, die alle Bereiche in der Gesellschaft betrifft.” Dass sich auch Türken, die bereits lange in Deutschland leben, für das Referendum interessieren, verwundert Bahadir nicht. Immerhin verfolge ganz Deutschland alles, was in der Türkei passiert. Die Wahlbeteiligung werde sehr hoch sein, weil sowohl Befürworter als auch Gegner der Reform in vehementer Weise mobilisieren. In den letzten Wochen scheinen unterdessen die Befürworter des Präsidialsystems die Oberhand zu gewinnen. Auch das eher oppositionsnahe Meinungsforschungsinstitut Gezici prognostizierte jüngst 53,3 Prozent für Präsidialsystem, während im Monat zuvor noch die Gegner mit 51,1 Prozent knapp vorangelegen hätten. Erdogan profitiere seit dem Putschversuch im Juli 2016 von einem starken Nationalgefühl, begründete das Institut die Trendumkehr. Auch die jüngste Zuspitzung nach dem Angriff der USA auf einen Militärflughafen in Syrien könnte dem “Ja”-Lager nutzen. In Zeiten der Spannungen, auch in unmittelbaren Nachbarländern, neigen Wähler erfahrungsgemäß eher dazu, sich hinter die Regierung zu scharen und kurze Entscheidungswege zu bevorzugen.
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„Frau Hendricks handelt absolut bigott: Auf der einen Seite hält sie den Betrieb des belgischen AKW Tihange für unverantwortbar, auf der anderen Seite lässt sie die Belieferung der Schrottreaktoren mit Brennelementen zu.“Statt den rechtlichen Spielraum zu nutzen und die Export-Genehmigung zu versagen, wolle die Ministerin auch weiter Brennelemente nach Tihange und Doel liefern lassen, kritisierte Krischer. Unabhängige Gutachten würden bestätigen, dass ein Versagen der Exportgenehmigung möglich ist.
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„Ich weiß nicht, welche Strategie Trump gerade verfolgt. Gut wäre, sich jedenfalls in Afghanistan mit den Nato-Verbündeten eng abzustimmen.“Für die Bundeswehr hält Bartels Waffen mit extremer Sprengkraft nach amerikanischem Vorbild für überflüssig. „Die Ausrüstungsprobleme der Bundeswehr werden sicher nicht durch einige Superbomben gelöst.“ Die Truppe habe viel grundlegenderen Nachholbedarf. „Da fehlt es der Luftwaffe momentan an viel grundsätzlicheren Fähigkeiten, von Lufttransport bis Präzisionsbewaffnung“, sagte Bartels.
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Der Generalsekretär der Internationalen Union Muslimischer Gelehrter (IUMS) sprach im Büro der Autonomen Kurdischen Gebiete (KRG) im irakischen Sulaimaniyya mit der Nachrichtenagentur Anadolu.
Al-Qaradaghi wies darauf hin, dass das morgen anstehende Verfassungsreferendum der Türkei einen Impuls verleihen werde und fügte hinzu, dass das türkische Volk in den vergangenen 15 Jahren mit der Regierung der Partei für Gerechtigkeit und Fortschritt (AKP) die richtige Entscheidung getroffen habe.
„Die Verfassungsänderung ist – vor allem heute – von vitaler Bedeutung, dieser Schritt wird sehr nützlich für die Türkei sein“, begründete er seine Haltung. Die Türkei habe in den vergangenen 15 Jahren trotz der Einschränkungen des parlamentarischen Systems bedeutende Fortschritte gemacht, unterstrich al-Qaradaghi und fügte hinzu:
„Die regierende AKP verzeichnet in Wirtschaft und sozialer Entwicklung bedeutende Erfolge. Wenn die vorgeschlagenen Pläne in die Tat umgesetzt werden, wird die Türkei einen Riesenschwung erleben.“
Eine an Stärke gewinnende Türkei sei ein großer Gewinn für die islamische Welt, betonte der Islamgelehrte und ergänzte:
„Die Türkei wetteifert mit niemandem um die Position des Anführers der islamischen oder arabischen Welt – im Gegenteil: Die Türkei möchte ihnen dienen. Beide Seiten könnten von einer starken Türkei profitieren. Solange die Türkei stark, fair und gleichberechtigt ist, kann sie sich und der islamischen Welt enorme Dienste erweisen. Sie kann sogar für die islamische Welt oder den westlichen Ländern als Vorbild dienen. Auch die islamische Welt könnte bei dieser Ermächtigung eine große Rolle spielen.“
Der im irakischen Sulaimaniyya geborene einflussreiche kurdische Islamgelehrte al-Qaradaghi ist Professor für Rechtswissenschaft an der Universität von Katar und ein Experte für Scharia und Fiqh verbunden mit dem islamischen Finanzwesen
Al-Qaradaghi ist der Generalsekretär der ursprünglich in Dublin gegründeten Internationalen Union Muslimischer Gelehrter (International Union of Muslim Scholars, wo er vor zwei Jahren den Vorsitz übernahm.
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