Wirtschaft
Yildirim: „Türkei erreicht trotz schwierigem Jahr doppelt so hohes Wirtschaftswachstum wie EU“

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  Izmir (nex) – Die Türkei hat trotz der politischen Turbulenzen im vergangenen Jahr ein doppelt so hohes Wirtschaftswachstum wie die EU- oder OECD-Länder erreicht. Dies teilte am vergangenen Mittwoch der türkische Ministerpräsident Binali Yildirim mit. Yildirim, der bei einem Treffen mit Geschäftsleuten im westtürkischen Izmir eine Rede hielt, wies darauf hin, dass Ratingagenturen dabei seien, ihre Prognosen der kommenden Jahre für die türkische Wirtschaft nach oben zu korrigieren. „Jenen, die die Türkei nach dem Putschversuch vom 15. Juli schlechter eingestuft hatten, hatten wir gesagt: ‚Sie haben zu früh gesprochen, Sie werden Ihre Meinung noch ändern‘“, so der türkische Ministerpräsident. Die neuesten OECD-Prognosen sagen dem Land für dieses Jahr ein Wachstum von 3,26 Prozent für dieses und 3,8 Prozent für das kommende Jahr voraus. Der Durchschnitt für das Wachstum in den OSZE-Ländern liegt laut Berechnungen bei 1,98 Prozent in diesem und 2,29 Prozent im nächsten Jahr. Yildirim rief die Geschäftsleute auch dazu auf, das am kommenden Sonntag anstehende Verfassungsreferendum stärker zu unterstützen. Der Politiker, der seinerzeit als Izmir-Abgeordneter der regierenden Partei für Gerechtigkeit und Fortschritt nach Ankara gegangen war, versprach auch neue Investitionen in der Ägäis-Stadt. Am kommenden Sonntag sollen rund 55 Millionen Wahlberechtigte in der Türkei über Änderungen in der Verfassung entscheiden, die bei einer positiven Abstimmung die Befugnisse des Präsidenten erheblich ausweiten werden.

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Kampf gegen PKK
Türkische Armee erhält 20. ATAK Kampfhubschrauber made in Turkey

Ankara (nex) – Die türkische Armee hat ihren 20. ATAK Kampfhubschrauber entgegengenommen. Eurasia News und NEX24 sprachen mit dem Militärexperten Yusuf Akbaba, der den Hubschrauber als wichtigen Gewinn für den Kampf gegen die Terrororganisation PKK beschreibt. Pakistan ist am Kauf des türkischen Rüstungsprodukts insteressiert. An der Zeremonie am vierten April nahmen der türkische Verteidigungsminister Fikri Isik und der Kommandeur der Landstreitkräfte General Zeki Colak Teil. Bei der Übergabezeremonie feuerte der Hubschrauber bei einer Flugdemonstration Raketen auf Testziele ab. Der ATAK Kampfhubschrauber, auch T129 genant, wird von den Staatsunternehmen Turkish Aerospace Industries (TAI) und ASELSAN gebaut. Bei der Veranstaltung betonte Verteidigungsminister Fikri Isik die Bedeutung des ATAK Helikopters. Insbesondere Stolz sei man, da die Waffensysteme des Hubschraubers aus heimischen Ressourcen hergestellt wurden. Der Militärexperte Yusuf Akbaba erklärte gegenüber Eurasia News und NEX24, dass die Türkei mit ATAK die Lücke in Fragen der Luftnahunterstützung schließen wird. Er sagte:
„Über Jahre hinweg führten die türkischen Streitkräfte mit acht bis zehn US-amerikanischen Cobra Kampfhubschraubern den Krieg gegen die terroristische PKK. Informationen zufolge will Ankara der TSK über 90 dieser Systeme zur Verfügung stellen.“
ATAK stelle nur eine Komponente in der neuen Strategie der TSK für Luftnahunterstützung im Kampf gegen asymmetrische Elemente im Südosten der Republik dar. Die Türkei integriert unterdessen Drohnen-Systeme und das leichte Militärflugzeug Hürkus-C in bewaffneter Version. Auf die Frage, ob Ankara für den ATAK Kampfhubschrauber Exportpläne entwickelt hat, antwortete Akbaba:
„Die Türkei wird das Produkt im Ausland zum Verkauf anbieten. Der erste Kunde könnte Pakistan werden, das als befreundeter Bruderstaat auf Kreditbasis den ATAK geliefert bekommen würde.“
ATAK, auch als T129 bekannt, ist ein allwettertauglicher Militärhelikopter. Er ist eine Weiterentwicklung, der aus einem Technologietransfer des Augusta A129 hervorgegangenen ist. Im Juni 2014 wurden die ersten drei Serienmaschinen den türkischen Streitkräften übergeben. Im Anschluss an die Flugdemonstration gratulierte Isik der Pilotencrew für die erfolgreiche Feuerübung „Möge Gott euch die nötige Kraft geben“, sagte Isik, der das Publikum im Anschluss über die Eigenschaften des Kampfhubschraubers informierte.

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Mutter aller Bomben:
USA werfen erstmals größte nicht-nukleare Bombe über Afghanistan ab

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Kabul (nex) – Wie das Pentagon am Donnerstag bestätigte, haben die USA in Afghanistan eine Mega-Bombe des Typs GBU-43 eingesetzt. Dem US-Verteidigungsministerium zufolge erfolgte der Abwurf im Achin-Distrikt in der Provinz Nangarhar an der pakistanischen Grenze. Dort war am vergangenen Wochenende ein US-Soldat im Einsatz gegen die Taliban getötet worden. Der Sprengkörper habe einen „Tunnelkompex“ der Dschihadistenmiliz IS getroffen. Mit über 8000 kg Sprengstoff gilt die GBU-43 als größter konventioneller Sprengkörper der amerikanischen Streitkräfte. Nach der Entwicklung im Jahre 2003 war die Bombe US-Medienberichten zufolge bisher noch nie bei tatsächlichen Kampfhandlungen eingesetzt worden. Nur Russland besitzt eine noch grössere Bombe, die als „Vater aller Bomben“ bekannt ist. Die US-Streitkräfte beurteilen dem Pentagon zufolge derzeit den bei dem Bombenabwurf entstandenen Schaden.

OXFAM
Studie: Top-50-Unternehmen der USA verschieben 1.600 Milliarden Dollar in Steueroasen

London (nex) – Die 50 größten Unternehmen in den USA haben in den Jahren 2009 bis 2015 1,6 Billionen US-Dollar in Steueroasen fließen lassen, während sie selbst Steuervergünstigungen erhalten haben. Dies hat die globale Nothilfe- und Entwicklungsorganisation Oxfam am gestrigen Mittwoch bekannt gegeben.

Demnach hätten Unternehmen wie Apple, Pfizer, Chevron, Goldman Sachs, Walmart und General Electric eine Summe, die die jährliche Wirtschaftsleistung von Ländern wie Kanada, Südkorea, Australien, Russland oder der Türkei übersteigt, in Steueroasen verschoben.

Von 2009 bis 2015 haben Oxfam zufolge die 50 größten US-Konzerne gemeinsam 2,5 Milliarden Dollar ausgegeben, um die US-Regierung zu beeinflussen. Davon seien 325 Millionen direkt in die Lobbyarbeit zur Steuerpolitik geflossen. Jeder ausgegebene US-Dollar habe den Unternehmen demnach 1.200 US-Dollar an nachlässen gebracht.

Die Studie mit dem Titel „Rigged Reform“ (etwa: Manipulierte Reform) enthüllt, dass „große US-Unternehmen Steueroasen in Anspruch nehmen und ihre Investitionen in politische Lobbyarbeit erhöhen, um noch größere Steuervergünstigungen zu erreichen“.

Die 50 größten Unternehmen haben laut Oxfam 2015 mithilfe eines Netzwerks von 1.751 Tochterunternehmen 1,6 Billionen US-Dollar in Steueroasen geschafft.

Die in Großbritannien ansässige Organisation weist in ihrem Bericht darauf hin, dass dies einem Anstieg um 200 Milliarden US-Dollar im Vergleich zu 2014 entspreche.

Diese Unternehmen wenden diese Steuertricks jedoch nicht nur in ihrem Heimatland an. Die gleichen Methoden werden auch im Ausland genutzt. Das schadet besonders Entwicklungsländern: Jährlich entgehen der UN zufolge diesen Staaten 100 Milliarden US-Dollar.

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Gemeinsam gegen Terror
Nach Anschlag in Dortmund: Islamrat ruft zur Solidarität zwischen Muslimen und Christen auf

Düsseldorf (ots) – Der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime, Aiman Mazyek, hat nach dem Anschlag von Dortmund zur Solidarität zwischen Muslimen und Nicht-Muslimen aufgerufen. „Es ist schockierend welch mörderischen Methoden sich die Verbrecher ausdenken, um in die Gesellschaft einen Keil zu setzen und die Angst vor Muslimen weiter zu schüren“, sagte Mazyek der „Rheinischen Post“. Wäre er selber kein Muslim, er bekäme es ebenso mit der Angst vor dem Islam zu tun, sagte Mazyek. „Aber wir wollen gemeinsam ihren teuflischen Plan durchkreuzen, indem wir uns solidarisch mit unserem Land und in diesen Stunden zur Borussia zeigen“, sagte Mazyek. Der SPD-Innenpolitiker Boris Pistorius hat ebenfalls schockiert auf den Anschlag auf den Mannschaftsbus von Borussia Dortmund reagiert. Es handele sich um „eine erschreckende Gewalttat“, die „schlicht unfassbar“ sei, sagte der niedersächsische Minister für Inneres und Sport der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ . Beeindruckt habe ihn allerdings die Reaktion der Zuschauer beider Seiten im Stadion. „Die weit angereisten Fans aus Monaco haben sich mit ihren Gesängen mit den Dortmundern solidarisiert. Das gibt es eben auch im modernen Fußball, bei dem wir leider viel zu oft über Kommerz und Gewalt sprechen müssen.“ Pistorius rief andere Fußball-Fans auf, sich an dieser „Geste der Fairness“ ein Beispiel zu nehmen. „Ich würde mir sehr wünschen, dass sich daran auch die Fans von Hannover 96 und Eintracht Braunschweig am Samstag angesichts des Derbys daran orientieren.“ Die Polizei sei auf das Problemspiel gut vorbereitet. Er appelliere an alle Fans, „dieses Wochenende zu einem echten niedersächsischen Fußballfest zu machen“, sagte der SPD-Politiker. Die beiden von der Bundesanwaltschaft vorläufig als Tatverdächtige geführten Personen im Zusammenhang mit dem Anschlag auf den Mannschaftsbus von Borussia Dortmund stammen nach einem Bericht von „Express“ und „Kölner Stadt-Anzeiger“ aus der nordrhein-westfälischen Islamisten-Szene. Nach Informationen der Zeitungen handelt es sich dabei um einen 25-jährigen Iraker aus Wuppertal sowie einen 28-jährigen Deutschen aus Fröndenberg (Kreis Unna). 4 Beiden wird laut „Express“ und „Kölner Stadt-Anzeiger“ eine Nähe zur terroristischen Vereinigung „Islamischer Staat“ vorgeworfen. Den Behörden liegen zudem Hinweise vor, dass sich mindestens eine der beiden Personen im Tatzeitraum in der Nähe des Anschlagsortes aufgehalten haben könnte. Ein Verdächtiger wurde inzwischen vorläufig festgenommen, allerdings wird nach Angaben der Generalbundesanwaltschaft weiterhin ein Haftbefehl noch geprüft. In Ermittlerkreisen wurde betont, dass man noch sehr zurückhaltend sein müsse mit konkreten Bezügen der beiden Personen zur Tat. Es seien derzeit verschiedene Motive und damit unterschiedliche Tätergruppen denkbar, hieß es. Von einem terroristischen Hintergrund werde jedoch ausgegangen.

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Baku-Tiflis-Ceyhan-Pipeline
Treffen in Baku: Kasachisches Öl für Türkei geplant

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Astana (nex) – Aserbaidschans Energieminister Natig Aliyew und sein kasachischer Amtskollege Kanat Bozumbajew haben am dritten April die Aussichten einer Energiekooperation diskutiert. Demnach erwägt Kasachstan den Transport von Erdöl aus dem Kaschagan-Feld über die Baku-Tiflis-Ceyhan-Pipeline in die Türkei. Eurasia News und NEX24 sprachen mit Vertretern aus Wirtschaft und Energie. Die Minister beider Turkstaaten diskutierten den möglichen Transport von Erdöl aus Kasachstans Kaschagan-Feld. Das Öl könnte in Zukunft über die Baku-Tiflis-Ceyhan-Pipeline an den Weltmarkt angebunden werden, was auch von der Türkei unterstützt wird. Eurasia News und NEX24 sprachen mit einem hochrangigen Vertreter der staatlichen Erdölgesellschaft Aserbaidschans. Ibrahim Ahmadow kommentierte unter Berufung auf eine Stellungnahme von SOCAR:
„Rohöl aus Kasachstan war und ist immer ein willkommenes Asset für BTC und andere aserbaidschanische Transportinfrastrukturen.“
SOCAR lobt die Zusammenarbeit mit Kasachstan und wünscht sich einen tiefer greifenden Austausch mit dem zentralasiatischen Turkstaat. Aus der Mitteilung geht hervor:
„Aserbaidschan und Kasachstan sind bereits bei der Entwicklung des Kasachstan-Aserbaidschan-Kaspischen-Verkehrssystems KACTS weit fortgeschritten. Wir sind bereit, das Interesse Kasachstans an der Nutzung unserer Infrastruktur zu unterstützen.“
Der Hauptstadtpräsident der Deutsch-Türkischen Wirtschaftsvereinigung Suat Bakir bemerkte gegenüber Eurasia News, dass die Absicht auf Zusammenarbeit im Energiebereich zwischen den Turkstaaten Kasachstan, Aserbaidschan und der Türkei nichts Neues sei. Nichtsdestotrotz spiele sie für Ankara eine wichtige Rolle. Er sagte:
„Für die Türkei erfüllt die Energie-Kooperation dreierlei Bedeutung. Sie unterstreicht den Anspruch der Türkei als globales Energie-Drehkreuz. Sie kann auf diese Weise den sogenannten Seidenstraßen-Handel nach China wiederbeleben und zusätzliche staatliche Einnahmen generieren.“
Das Ministertreffen kam beim Arbeitsbesuch vom kasachischen Präsidenten Nursultan Nazarbajew in Aserbaidschan zustande. Beim Meeting bemerkte der aserbaidschanische Energieminister, dass zahlreiche Maßnahmen in der zwischenstaatlichen Kommission ergriffen werden müssten, um die Beziehungen zwischen Aserbaidschan und Kasachstan weiter zu stärken. „Im Mai findet in Baku das 14. Treffen der zwischenstaatlichen Kommission Aserbaidschan-Kasachstan zum Zwecke der Ausweitung des Handelsvolumens statt. Dieses soll die Export- und Importkapazitäten beider Staaten maximieren“, sagte Aliyew. Bozumbajew versprach, dass Kasachstan Schritte zur besseren Zusammenarbeit einleiten werde. Er schlug ein Treffen von stellvertretenden Ministern Anfang Mai vor, um weitere Vorschläge zu besprechen.

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Türkei
Nach Massenentlassungen wegen FETÖ: Über 35.000 Bewerbungen bei türkischen Spezialeinheiten

Ankara (nex) – Das türkische Verteidigungsministerium steht vor der Beendigung der Rekrutierung von mehreren hundert Zivilisten bei den Boden- und Seestreitkräften sowie der Spezialeinheit des Generalstabes, den „Bordo Bereliler“.

Aus Kreisen der Spezialeinheit wurde bekannt, dass etwa 1.450 Bewerber, die sich einem Eignungstest unterziehen mussten, zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen worden seien. 402 Personen hätten schon den Bewerbungsprozess beendet, so die Quelle weiter.

Zuvor hatte das Verteidigungsministerium Medienberichten zufolge mitgeteilt, dass 35.024 Bewerbungen für 700 freie Stellen bei den Spezialkräften, von denen 200 Offizier- und 500 Unteroffizierpositionen seien.

Der Bewerbungsablauf bei den Spezialkräften sieht mehrere Intelligenztests, eine medizinische Untersuchung, einen physischen Fitnesstest, einen schriftlichen Test sowie ein Gespräch vor. Nach erfolgreichem Bestehen dieses Prozesses werden die Bewerber einem letzten Intelligenztest unterzogen.

20.000 Militärangehörige waren nach Angaben des türkischen Verteidigungsministers Fikri Isik im Dezember wegen Verbindungen zum Gülen-Netzwerk FETÖ entlassen.

Ankara beschuldigt den selbsternannten, in den USA lebenden Prediger Fethullah Gülen, den Putschversuch in der Türkei mithilfe seiner Anhänger innerhalb des Militärs durchgeführt zu haben, die das Gülen-nahe Netzwerk FETÖ gegründet hätten.

Der Putschversuch vom 15. Juli, bei dem 246 Menschen getötet wurden, erfuhr einen unerwarteten Widerstand der Öffentlichkeit. Am Morgen des 16. Juli war der Staatsstreich gescheitert: Die Antiputschisten in den Reihen der Polizei und des Militärs sowie unbewaffnete Zivilisten führten einen harten erfolgreichen Kampf, um Soldaten, die FETÖ-Anhänger waren, zu stoppen.

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Beruf
Bundeswehr wirbt mit „Cyber Days“ um IT-Spezialisten

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Köln (ots) – IT-Camps und „Capture the Flag“: Mit einem neuen Format, den sogenannten „Cyber Days“, wirbt die Bundeswehr im April parallel zur bundesweit sichtbaren Werbekampagne um IT-Personal. Aktuell bietet die Bundeswehr rund 2.000 offene Stellen in der IT – für Soldaten genauso wie für ziviles Personal. Die Bundeswehr ist mit über 21.000 Stellen im IT-Bereich einer der größten Arbeitgeber Deutschlands. Im Rahmen des „Projekt Digitale Kräfte“ und der Aufstellung des Organisationsbereiches Cyber- und Informationsraum geht die Bundeswehr neue Wege, um IT-Personal zu gewinnen:

IT-Camps: Zwischen dem 18. und 21. April 2017 bauen an insgesamt vier IT-Standorten der Bundeswehr – in Prenzlau, Storkow, Gerolstein und Murnau – jeweils 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmer gemeinsam mit Soldatinnen und Soldaten ein Netzwerk auf und messen ihre IT-Skills anschließend bei einer „LAN-Party“.

Die Interessenten bekommen dabei außerdem einen Einblick in das Leben an einem Bundeswehrstützpunkt – Übernachtung inklusive. – „Capture the Flag“: Vom 21. bis 23. April 2017 verteidigen an der Universität der Bundeswehr in München 60 Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf Basis der Software „Capture the Flag“ in mehreren Teams ihr Computernetzwerk gegen feindliche Angriffe. Die Teilnehmer haben sich in einer Bestenauslese qualifiziert.

Zum Hintergrund: Die „Cyber Days“ finden im Rahmen des „Projekts Digitale Kräfte“ statt. Mit der mit dem HR Excellence Award 2016 ausgezeichneten Recruiting-Kampagne wirbt die Bundeswehr erfolgreich speziell um IT-Personal. So konnten 2016 über 60 Prozent mehr Einstellungen an stark nachgefragten Informatikerinnen und Informatikern erfolgen.

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Rüstungsindustrie
Russische Waffenexporte: Afrika zweitgrößter Abnehmer

Moskau (nex) – „Die Liste der Weltregionen, die 2016 russische Militärexportgüter erhielten, führt Asien mit 53 Prozent, gefolgt von Afrika mit 42 Prozent, Nord- und Südamerika liegen bei 3 und Europa bei 2 Prozent“, teilte am gestrigen Dienstag Dmitri Schugajew, Direktor der russischen Behörde für militärische und technische Zusammenarbeit, der russischen staatlichen Nachrichtengentur TASS mit. Russland habe im vergangenen Jahr Verträge über Rüstungsexporte mit einem Wert von über 9 Milliarden US-Dollar unterzeichnet, erklärte Schugajew in seiner Rede auf einer Veranstaltung des russischen Außenministeriums mit dem Thema: „Militärische und technische Zusammenarbeit mit dem Ausland“. „2016 wurden 18 Verträge im Bereich der militärischen und technischen Zusammenarbeit geschlossen sowie in 52 Länder Militärgüter exportiert; die Zahl unserer Partner im Bereich der militärischen und technischen Zusammenarbeit liegt bei über 100 hundert Staaten“, betonte Schugajew. Der Behördenleiter merkte des Weiteren an, dass Europa auf der Liste der Empfänger russischer Militärgüter mit gerade mal zwei Prozent lediglich den vierten Platz belege, während Asien die Nummer eins sei.

Berlin
Umweltbewusstseinsstudie: Autofahrer zum Umstieg bereit

Düsseldorf (ots) – Rund die Hälfte der Autofahrer, die täglich oder mehrmals in der Woche mit dem Wagen zur Arbeit fahren, können sich vorstellen, häufiger öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen. Das geht aus der Umweltbewusstseinsstudie hervor, die Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) heute in Berlin vorstellen wird und die der „Rheinischen Post“ vorliegt. In Städten mit mehr als 100.000 Einwohnern erklärten 61 Prozent ihre Bereitschaft zum Umstieg. Bei bis zu 100.000 Einwohnern waren es 49 Prozent, und in Kommunen mit bis zu 20.000 Einwohnern konnten sich 46 Prozent einen entsprechenden Umstieg vorstellen. „Die Studie zeigt: Die Menschen wollen nicht mehr so stark auf das Auto angewiesen sein“, sagte Hendricks der „Rheinischen Post“. Die SPD-Politikerin verwies darauf, dass die Mehrheit der Autofahrer sich auch vorstellen könne, häufiger zu Fuß zu gehen oder mit dem Fahrrad zu fahren. So sind der Studie zufolge rund drei Viertel der regelmäßigen Autofahrer bereit, häufiger zu Fuß zu gehen. Einen Umstieg aufs Rad können sich etwa zwei Drittel vorstellen. Hendricks betonte, die Menschen seien bereit, auf das Auto zu verzichten, aber sie bräuchten gute Alternativen.
„Das bestärkt uns in unserem Einsatz für die nachhaltige Stadt der kurzen Wege. Wir brauchen dringend mehr Mittel für den öffentlichen Personennahverkehr und neue, bessere Radwege in den Städten.“