"Komplizierte politischen Situation"
Bericht: Russische Charterflüge in die Türkei könnten gestoppt werden

Moskau (nex) – Russische Fluggesellschaften haben von der russischen Luftfahrtbehörde Rosaviatsia per Telegramm eine Warnung vor einer möglichen Suspendierung von Charterflügen in die Türkei erhalten. Dies teilte eine anonyme Quelle aus Fluggesellschaftkreisen der russischen Nachrichtenagentur TASS mit. Eine mögliche Streichung der Charterflüge hänge mit der komplizierten politischen Situation in der Türkei zusammen, so die Quelle weiter. Dieser Schritt könnte auch als eine an Ankara gerichtete Warnung interpretiert werden. Die Türkei hatte gemeinsam mit den USA die syrische Assad-Regierung für den Giftgasangriff in der letzten Woche verantwortlich gemacht. In dem der Nachrichtenagentur TASS vorliegenden Telegramm heißt es, dass erforderliche Maßnahmen ergriffen werden müssten, wenn bestehende Charterflüge geplant würden. Unterschrieben hat es der stellvertretende Behördenvorsitzende Oleg Kim. Russland hatte bereits im Oktober 2015 Charterflüge in die Türkei gestrichen. Damals hatte die türkische Luftwaffe einen russischen Kampfjet, der sich während seines Einsatzes in Syrien im türkischen Luftraum befand, abgeschossen. Nachdem im August vergangenen Jahres sich Erdogan wegen des Vorfalls entschuldigt hatte und die beiden Staatschefs mit Verhandlungen begonnen hatten, beschlossen beide Parteien die Wiederherstellung der Beziehungen. Experten des russischen Ministeriums für Verkehr überprüften die Sicherheit türkischer Flughäfen und erstellten für die russische Regierung einen Bericht. Am 28. August 2016 unterzeichnete schließlich der russische Ministerpräsident Dmitri Medwedew ein Dekret über die Aufhebung des Verbots des Charterluftverkehrs zwischen Russland und der Türkei.

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Kommentar
Gute Heimreise: Türkische „Nein-Kampagne“ auch mit deutschen Steuergeldern finanziert

Von Anne Marie Arendt Demoskopen und Wahlforscher haben es in letzter Zeit nicht leicht. Ihre mühevolle Arbeit trifft immer weniger zu. US-Präsident Trump lässt grüßen. Auch die Wahlprognosen für die Landtagswahlen Ende März im Saarland erwiesen sich als ziemlich fehlerhaft. Das sorgte bei vielen Parteianhängern am Wahlabend für große Überraschungen, Enttäuschungen und lange Gesichter. Lange Zeit sagten die Umfragen ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen CDU und SPD voraus. Der Unterschied zwischen den beiden Parteien lag am Ende jedoch bei über elf Prozent. Manche Boulevardblätter, Tageszeitungen und Fernsehsender blamierten sich mit ihren in Auftrag gegebenen Prognosen. Auch der viel beschworene „Schulz-Effekt“, erwies sich als bunte Seifenblase. Gilt ähnliches für die Türkei? Prognosen Das Umfrageinstitut „Gezici“ hatte noch am 26 Januar eine Studie veröffentlicht, in der die Nein-Stimmen mit 58 Prozent beziffert wurden. Der Leiter von „Gezici“ wollte sogar herausgefunden haben, dass 20 Prozent der AKP-Wähler am 16. April gegen das Präsidialsystem stimmen werden. Am 6. April veröffentlichte dasselbe Forschungsinstitut eine neue Prognose. Das Bild hatte sich diesmal verkehrt. Die Ja-Stimmen lagen bei 53,3 Prozent und die Nein-Stimmen bei 46,7 Prozent. Die Meinungsforscher von „Sonar“ sehen derzeit mit 51 Prozent immer noch das Nein-Lager vorne. „Metropoll“ prognostiziert eine Pattsituation (50 Prozent für beide Lager). Beim Institut „Konsensus“ liegen die Ja-Wähler mit 52 Prozent vor den Nein-Wählern, die auf 48 Prozent hoffen können. Bei „Genar“ kommen die Befürworter des neuen Regierungssystems auf 55 Prozent. Auch die Wahlforscher von „ORC“ sehen diese Gruppe mit 55,4 Prozent vorne. Wahlbeteiligung in Deutschland deutlich gestiegen Die Stimmabgabe in Deutschland ist abgeschlossen. Bei den Parlamentswahlen im Jahr 2015 gingen etwa 40 Prozent der wahlberechtigten Türken in Deutschland an die Urnen. 59,7 Prozent von ihnen stimmten damals für die Gerechtigkeits- und Entwicklungspartei (AKP). 15,9 Prozent erhielt die Demokratische Partei der Völker (HDP). Die Republikanische Volkspartei (CHP) kam auf 14,8 Prozent und die Partei der Nationalen Bewegung (MHP) schaffte es hierzulande auf 7,5 Prozent. Bei dem diesjährigen Referendum unter türkischstämmigen Wählern erhöhte sich die Wahlbeteiligung nochmals deutlich auf etwa 49 Prozent. Insgesamt stimmten nach Angaben der türkischen Wahlkommission fast 700.000 der 1,4 Millionen der in Deutschland registrierten türkischen Wähler über die Verfassungsänderung ab. Nicht zuletzt dürfte die Berichterstattung in den deutschen und europäischen Medien einen großen Verdienst daran gehabt haben. „Gute Heimreise“ für Anhänger der neuen Verfassung? Der Countdown läuft nicht nur am Bosporus, sondern gerade auch an Rhein und Ruhr. Bei der Beobachtung der unverkennbar tendenziösen Berichterstattung der letzten Wochen, drängte sich manchem der Eindruck auf, dass die Gegner des neuen Regierungssystems in der Türkei die Retter der Freiheit oder des Abendlandes und die Befürworter allesamt bevormundete, abhängige und demokratiefeindliche Anhänger eines Diktatoren gewesen seien. Denen wünschen nicht wenige seriös erscheinende Politikerinnen und Politiker oder Journalistinnen und Journalisten eine „gute Heimreise“. In dieser Situation stellte sich die Frage nach dem Verständnis und der Definition von Meinungsfreiheit, politischer Freiheit sowie Demokratie. Denn die populistisch zur Schau gestellte Darlegung dieser Termini schien auf ziemlich wackeligen Füßen des verfassungsmäßigen Demokratie- und Freiheitsbegriffs zu stehen. Emotionale Verbundenheit nimmt Risse Ein Großteil der Meinungsführer und Eliten macht nach wie vor offen Werbung für das Nein-Lager. Dafür bekommen sie großzügige Unterstützung und Raum für ihre Agitation. Selbst öffentlich-rechtliche Medien, die durch Steuergelder der Bürgerinnen und Bürger finanziert werden und von denen zu erwarten wäre, neutral zu berichten rühren die Werbetrommel. Akteure, die jahrzehntelang die türkische Sprache lieber heute als morgen aus der Öffentlichkeit verbannt hätten, zeigen sich plötzlich als Liebhaber des türkischen Wortes und noch viel mehr der türkischen Schrift, falls sie den persönlichen Interessen dienen: Türkischsprachige Zeitungen, Internetseiten, Journalisten und sogar türkischsprachige Fernsehsender werden nun finanziell und ideell unterstützt. Natürlich nur, wenn sie bestimmten ideologischen und politischen Kriterien genügen. Auf der anderen Seite werden Wahlveranstaltungen abgesagt und verboten. Geschäftsführer von Mehrzweckhallen erhalten nicht nur Druck, sondern berichten von offenen Bedrohungen. Für zahlreiche türkischstämmige Menschen beginnt die Glaubwürdigkeit vieler Demokraten an zu bröckeln. Das sollte eigentlich als ein Alarmsignal verstanden werden. Wird es auch. Die emotionale Differenz nimmt nach Berichten und persönlichen Umfragen weiter zu. Das darf nicht sein. Die Hetzkampagnen über so genannte „Spione“, „Agenten“, den „verlängerten Arm Erdogans“ oder der „fünften Kolonne“ trennen eher als das sie zusammenführen. Von Neutralität keine Spur Auflagenstarke Zeitungen und Magazine machen immer mehr mit türkischsprachigen Artikeln auf. In den politischen Talkshows bestimmt seit Monaten nur noch ein Thema die Agenda: Die Türkei und Staatspräsident Recep Tayyip Erdoğan. Auf der anderen Seite warnen Redakteure, Kolumnisten und Moderatoren immer öfter vor einem Urlaub in der Türkei. Die Beeinflussung der Öffentlichkeit bekommt damit eine neue Dimension. Diejenigen, die vor einem „Import der türkischen Innenpolitik“ oder des „Türkischen Wahlkampfes in Deutschland“ warnen, sind an vorderster Front, wenn sie sich in den Wahlkampf einmischen, tendenziöse Interviews und Artikel verbreiten, an Wahlkampfveranstaltungen teilnehmen und öffentlich für ein bestimmtes Lager werben. Von Neutralität keine Spur. Euronews, das sich mit dieser Angelegenheit befasst, berichtet: „Ein weiterer Faktor, wodurch der türkische Staatspräsident in Deutschland noch mehr Zustimmung erhält, ist die deutsche Berichterstattung über die Türkei. Für viele Befürworter Erdogans sind deutsche Medien tendenziös und grundsätzlich an einem Scheitern Erdogans interessiert.” Dieser Meinung sei ein junger Türke aus Solingen, der folgendermaßen zitiert wird: “Ich war nie für Erdogan, eigentlich habe ich ihn nie gewählt. Aber seitdem die deutschen Medien so auf Erdogan fixiert sind und auf ihn einschlagen, stelle ich mich an seine Seite.“ Wissenschaftler wie der Konfliktforscher Andreas Zick von der Universität Bielefeld sehe in der jetzigen Situation ein Defizit der deutschen Integrationspolitik: „Laut Prof. Zick habe Deutschland den Türken keine echte Heimat angeboten und auch die dritte und vierte türkische Generation in Deutschland quasi wie Gastarbeiter behandelt.“ Das ist eine wichtige Tatsache, auf die Migrations- und Integrationsforscher seit Jahrzehnten hinweisen aber größtenteils immer noch auf taube Ohren stoßen. Es ist an der Zeit, dass alle daran mitwirken, dass Deutschland zur Heimat wird. Das ist nicht nur die Aufgabe der deutschen Mehrheitsbevölkerung. Auch die türkischstämmigen Deutschen und deutschstämmigen Türken müssen sich aktiv daran beteiligen.

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Champions-League-Spiel
Bombenexplosionen in Dortmund: Viertelfinal-Hinrunde auf Mittwoch verschoben

Dortmund (nex) – Wie der Fußballbundesligist 15 Minuten vor dem geplanten Anpfiff des Viertelfinal-Hinspiels mitteilte, ist das Champions-League-Spiel am Dienstagabend gegen AS Monaco abgesagt worden. Grund dafür sind mehrere Explosionen am Mannschaftsbus von Borussia Dortmund. Die Ursache der Explosionen war zunächst unklar. Das Spiel soll nun am morgigen Mittwoch um 18.45 Uhr stattfinden. Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke bestätigte Medienberichte, wonach der spanische BVB-Verteidiger Marc Bartra verletzt und notärztlich versorgt worden sei. „Die ganze Mannschaft ist in einer gewissen Schockstarre. Wir müssen versuchen, das in irgendeiner Weise zu kanalisieren. Das wird nicht einfach, wir müssen morgen spielen. Solche Bilder bekommst du nicht aus dem Kopf raus“, so Watzke gegenüber dpa. Polizeimitteilungen zufolge soll der Sprengstoff vor dem Bus auf der Straße deponiert worden sein. Die Polizei ermittele, ob es sich um einen gezielten Anschlag handelt.

Champions-League-Viertelfinale
Dortmund: Bomben – Explosion vor BVB-Bus – Marc Bartra verletzt

Dortmund (nex) – Offenbar hat es am Mannschaftsbus von Borussia Dortmund eine Explosion gegeben, mehrere Scheiben sollen geborsten sein. Der Vorfall ereignete sich auf der Wittbräucker Straße. Das berichtet die „Bild“. Demnach soll der Sprengstoff vor dem Bus auf der Straße deponiert worden sein. Die Polizei ermittele, ob es sich um einen gezielten Anschlag handelt.  Der spanische BVB-Spieler Marc Bartea sei laut Twitter-Mitteilung des Vereins verletzt worden und auf dem Weg zum Krankenhaus. Nach BILD-Informationen droht jetzt sogar eine Spielabsage der Champions-League-Viertelfinale Begegnung gegen den AS Monaco.  

Moskau
Putin: Weitere „False Flag-Gasangriffe“ in Syrien geplant

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Moskau (nex) – Schwere Vorwürfe von Putin: Russland liegen Hinweise vor, dass Chemiewaffen-Angriffe in Syrien geplant seien, die anschließend dem syrischen Regime in die Schuhe geschoben werden sollen. Das sagte der russische Präsident am heutigen Dienstag gegenüber Reportern in Moskau. „Wir haben Informationen aus diversen Quellen, dass derartige Provokationen – anders kann ich das nicht nennen – in anderen Regionen Syriens vorbereitet werden“, so Putin in einer Pressekonferenz am heutigen Dienstag. Potentielle Ziele seien Vororte von Damaskus. Die USA hatten der syrischen Regierung vorgeworfen, in der Region Idlib chemische Waffen eingesetzt zu haben. Damaskus dementierte die Vorwürfe. Präsident Mattarell und Putin hätten den Angriff besprochen und Putin habe ihm gesagt, dass der Giftgasangriff letzte Woche ihn sehr an die Ereignisse von 2003 erinnere, als die USA während einer UN-Sicherheitsratssitzung die angeblich im Irak gefundenen Chemiewaffen vorführten. „Anschließend wurde die militärische Kampagne im Irak gestartet und es endete im Ruin des Landes, des Zuwachses der terroristischen Bedrohung und des Auftritts des Islamischen Staates auf der Weltbühne“, so Putin weiter. Putin kündigte an, eine UNO-Untersuchung der Giftgas-Attacken in Khan Scheikhoun zu beantragen, die er ebenfalls als „False Flag“-Operation bezeichnete.

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Hungerkatastrophe
Hilfsorganisation: Menschen im Sudan essen vor Hunger Blätter von Bäumen

Juba (nex) – Im Südsudan kämpfen die Menschen gegen den tödlichen Hunger, indem sie Blätter von den Bäumen essen. Dies teilte die humanitäre Organisation Norwegischer Flüchtlingsrat (NRC) am gestrigen Montag mit.

Wie in dem Bericht des NRC zu lesen ist, griffen die Menschen in den von ihnen besuchten Dörfern im Südsudan bereits zu drastischen Hungerbewältigungsmitteln wie beispielsweise Blätter zu essen – Wildfrüchte gebe es keine mehr.

Die humanitäre Gruppe weise darauf hin, dass selbst in den Regionen Menschen sich von Baumblättern ernährten, die noch nicht zu Hungergebieten erklärt worden seien.

„Bei den bitteren Blätter, die die Menschen essen, handelt es sich um die des Lalopbaums, deren Nährwerte gering sind“, teilt die für den Südsudan zuständige NRC-Country Director Rehana Zawar in einer Erklärung mit.

„Die Kinder essen die Blätter von den Bäumen“, erklärt die 47-jährige Bhakita Abuk, Mutter von sieben Kindern und fügt hinzu: „Die Kinder leiden, denn es gibt nicht genug zu essen. Einige Kinder bekommen von den Blättern Durchfall.“

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Arbeitspolitik
Teilzeitbeschäftigte arbeiten mehr als vor zehn Jahren

Düsseldorf (nex) – Vollzeitbeschäftigte in Deutschland arbeiten weniger, Teilzeitbeschäftigte mehr als vor zehn Jahren. Das geht nach Angaben der „Rheinischen Post“ aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Grünen hervor. Die tatsächlich geleistete Arbeit sank demnach von 2006 bis 2016 bei Vollzeitbeschäftigten von 1692 auf 1645 Stunden im Jahr, die der Teilzeitbeschäftigten stieg im selben Zeitraum von 652 auf 711 Stunden. „Dies ist vor allem auf den sinkenden Anteil der geringfügigen Beschäftigungsverhältnisse zurückzuführen“, heißt es in dem Schreiben des Arbeitsministeriums an den Bundestag. Enttäuscht zeigen sich die Grünen, dass der Bundesregierung keinerlei Informationen über die Zahl der Beschäftigten in starren Arbeitszeiten, Gleitzeitmodellen, mobilem Arbeiten und Homeoffice vorliegen. „Das Ministerium redet über ein Wahlarbeitszeitgesetz, aber hat überhaupt keine Kenntnisse darüber, wie flexibel die Beschäftigten heute arbeiten“, sagte Grünen-Arbeitsmarktexpertin Beate Müller-Gemmeke.

Gesundheit
Weniger als 20.000 Apotheken: Negativrekord seit 1990

Berlin (nex) – Die Zahl der Apotheken in Deutschland ist erstmals seit der Wiedervereinigung auf unter 20.000 gesunken. Das berichtet der Branchendienst APOTHEKE ADHOC. Ende 2016 gab es nach offiziellen Angaben bundesweit noch 20.023 Apotheken. Im ersten Quartal rutschte die Zahl klar unter die Schwelle: Alleine in NRW, Niedersachsen und Bremen schlossen laut APOTHEKE ADHOC insgesamt 33 Apotheken. Zahlen aus anderen Kammerbezirken liegen noch nicht vor. Damit ist aber bereits klar, dass die Zahl der Apotheken bis Ende März auf unter 20.000 gefallen ist. Das ist der niedrigste Stand seit 1990, als es 19.898 Apotheken gab. Setzt sich die Zahl der Schließungen in diesem Tempo fort, zeichnet sich für dieses Jahr ein Negativrekord ab. Im vergangenen Jahr schlossen unter dem Strich bundesweit 226 Apotheken. Die Zahl der Betriebsstätten geht seit dem Höchststand mit 21.602 Betriebsstätten im Jahr 2008 kontinuierlich zurück: Innerhalb der vergangenen acht Jahre haben netto 1570 Apotheken aufgegeben, das entspricht einem Rückgang um 7,3 Prozent. Noch deutlicher ist der Trend, wenn man die Zahl der selbstständigen Apotheker betrachtet. Diese lag zum Jahreswechsel bei 15.607, das waren 361 weniger als Ende 2015. Der Rekordwert aus dem Jahr 2000 weist 21.592 Inhaber aus. Jeder Apotheker darf seit 2004 zusätzlich zur Hauptapotheke bis zu drei Filialen betreiben. Die Apothekendichte liegt aktuell bei 24 Betriebsstätten für 100.000 Einwohner. 2008 gab es im Mittel noch 26,3 Apotheken pro 100.000 Einwohner.

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Verfassungsreform
Referendum in der Türkei: Mehr als 380.000 Einsatzkräfte sollen für Sicherheit sorgen

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Ankara (nex) – Mehr als 380.000 Sicherheitskräfte werden während des Referendums am kommenden Sonntag türkeiweit im Einsatz sein. Dies hat der türkische Innenminister Süleyman Soylu am gestrigen Montag mitgeteilt.

Soylu wies auf einer Pressekonferenz in Ankara darauf hin, dass insgesamt 251,788 Polizisten sowie 128,445 Gendarmen zum Dienst während der Volksabstimmung verpflichtet worden seien.

6.000 Miglieder der türkischen Streitkräfte würden ebenfalls als Unterstützung zur Verfügung stehen. Soylu fügte hinzu, dass über 51.000 Dorfbeschützer in 26 Städten und 18.700 freiwillige Wachen zum Dienst antreten sollen.

Mehr als 55 Millionen türkische Staatsangehörige werden über weitreichende Verfassungsänderungen an 167.000 Wahlurnen entscheiden.

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Business
Türkisches Unternehmen Vestel an Toshiba interessiert

Istanbul (nex) – Der türkische Elekronik- und Haushaltsgerätehersteller Vestel hat am gestrigen Montag die Aufnahme von Gesprächen zum Erwerb der TV-Sparte des japanischen Elektronikkonzerns Toshiba angekündigt. Einer Meldung der japanischen Zeitung „Nikkei“ zufolge sei aber zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch unklar, ob die Gespräche zu einem Abschluss führen würden. In einer Erklärung an der Istanbuler Börse teilte Vestel mit, man sei in die Gespräche mit dem Ziel gegangen, die Position des Konzerns auf internationalen Märkten zu stärken. Toshiba, der 1960 den ersten Farbfernseher „made in Japan“ verkauft hatte, möchte laut Nikkei seine TV-Sparte veräußern. Es gebe auch andere Kaufinteressenten, heißt es weiter. Potenzielle Käufer seien demnach chinesische Firmen. Vestel hatte am 2. September mitgeteilt, dass er einen Deal mit dem in Polen ansässigen ODM-Unternehmen Compal Electronics Europe zum Erwerb von Aktienanteilen abgeschlossen habe. Ziel sei die Expansion in Europa sowie die Umsetzung der Ziele im Rahmen der Vereinbarung mit Toshiba.

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