Tel Aviv – Die Knesset-Wahl in Israel hat nach ersten Exit-Polls und einer historisch hohen Wahlbeteiligung kein eindeutiges Ergebnis geliefert. Weder Premierminister Benjamin Netanjahu noch sein Hauptherausforderer Gadi Eisenkot haben einen klaren Weg zur Regierungsbildung.
Nach Angaben der Zentralen Wahlkommission lag die Wahlbeteiligung um 20:00 Uhr bei beachtlichen 74,3 Prozent (gegenüber 70,63 Prozent im Jahr 2022) – dem höchsten Wert seit Jahrzehnten für diese Uhrzeit. Ein Antrag des Likud-Lagers, die Wahlzeiten angesichts des großen Andrangs zu verlängern, wurde von der Wahlkommission mit Verweis auf den ordnungsgemäßen Verlauf weitgehend abgelehnt.
Block-Patt und ungewisser Ausgang
Ersten Prognosen zufolge verfehlen sowohl das Lager um Ministerpräsident Benjamin Netanjahu als auch der von Gadi Eisenkot angeführte Block eine klare Mehrheit der 120 Knesset-Sitze. Während das Oppositionslager in den Umfragen leicht vorne liegt, wird im Umfeld von Netanjahu Berichten zufolge bereits erwogen, unabhängig von der Gesamtgröße des Blocks den Regierungsauftrag einzufordern, sofern der Likud stärkste Einzelpartei bleibt.
Die Entscheidung liegt am Ende bei Staatspräsident Isaac Herzog, der nach Vorliegen der offiziellen Ergebnisse Gespräche mit den Parteien führen wird. Angesichts der fragmentierten politischen Landschaft zeichnet sich einmal mehr eine zähe Phase der Koalitionsbildung ab.
BREAKING: No clear winner in Israel’s election – first exit polls
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— Al Jazeera Breaking News (@AJENews) October 27, 2026
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