Türkei-Erdbeben
Paderborn: Flugzeug mit Hilfsgütern für Türkei und Syrien

Etwa 600 Europaletten an Hilfsgütern haben die Menschen in der Region Paderborn für die Erdbebenopfer in der Türkei und in Syrien gespendet.

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Paderborn – Dänisches Militärflugzeug startete mit Hilfsgütern für Erdbebenopfer in die Krisenregion

Etwa 600 Europaletten an Hilfsgütern haben die Menschen in der Region Paderborn für die Erdbebenopfer in der Türkei und in Syrien gespendet und zum Flughafen Paderborn/Lippstadt gebracht. Nach einem intensiven Austausch mit der türkischen Regierung und weiteren Beteiligten machte sich am heutigen Vormittag ein dänisches Militärflugzeug mit dringend benötigten Waren auf den Weg zum NATO-Stützpunkt Incirlik-Adana in die Türkei. Beim Abflug war der türkische Generalkonsul Ahmet Faik Davaz vor Ort und dankte allen Beteiligten für die großartige Unterstützung. An Bord sind haltbare Nahrungsmittel in Dosen, Isoliermatten, Decken, Winterkleidung und andere, besonders dringend benötigte Hilfsgüter.

Aufgrund der überwältigenden Spendenbereitschaft waren deutlich mehr Hilfsgüter zusammengekommen, als die Deutsch-Türkische Gesellschaft in Paderborn erwartet hatte. „Deshalb mussten wir unsere Pläne zum Transport der wertvollen Spenden ganz neu ausrichten. Zudem haben wir von der türkischen Regierung eine Prioritätenliste bekommen, da nicht alle Hilfsgüter aus vielen weiteren Ländern auf einmal bewältigt werden können“, erläuterten Wolfgang Weigel und Recep Alpan von der Deutsch-Türkischen Gesellscgaft.

Der Flughafen Paderborn/Lippstadt hat die Aktion umfangreich unterstützt, wie der Aufsichtsratsvorsitzende Christoph Rüther verdeutlichte: „Wir haben unsere Räumlichkeiten und unser Personal sehr gerne bereitgestellt, um die Spenden entgegenzunehmen, zu sortieren und für den Transport aufzubereiten“. Flughafen-Geschäftsführer Roland Hüser dankte dem gesamten Team: „Die Kolleginnen und Kollegen, die dabei im Einsatz waren, haben mit hoher Motivation und viel Herzblut auch am Wochenende gearbeitet, um die Spendenaktion zu einem vollen Erfolg zu machen“.

Ein schweres Erdbeben der Stärke 7,8 erschütterte am 6. Februar die Türkei und Syrien, zerstörte ganze Wohnblocks und Krankenhäuser und hinterließ Tausende von Toten und Verletzten. Es folgten zwei weitere Beben der Stärke 7,6 und 6,0. Etliche Menschen werden noch unter den Trümmern vermutet. Türkische Experten gehen nach groben Schätzungen von 180.000 Verschütteten aus.

Bei dem Erdbeben handelt es sich um die schwerste Erschütterungen in der Türkei, mindestens seit dem Erzincan-Beben des Jahres 1939. Das damalige Erdbeben erreichte  eine Stärke von 7,7. Mehr als 30.000 Menschen starben damals bei der Katastrophe in Ostanatolien.

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