Gesundheit
Gesund im Homeoffice: So vermeiden Sie Augenprobleme am Arbeitsplatz

Ein großer Teil der Bevölkerung arbeitet heutzutage vor einem Bildschirm – egal, ob Verwaltung, Software-Entwicklung oder Textproduktion. Rein biologisch gesehen sind wir Menschen jedoch dafür gemacht, auf der Suche nach Nahrung durch die Savanne zu streifen. Wenn auch die Bildschirmarbeit körperlich deutlich weniger anstrengend ist, gehen damit gewisse gesundheitliche Herausforderungen einher.

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Ein großer Teil der Bevölkerung arbeitet heutzutage vor einem Bildschirm – egal, ob Verwaltung, Software-Entwicklung oder Textproduktion. Rein biologisch gesehen sind wir Menschen jedoch dafür gemacht, auf der Suche nach Nahrung durch die Savanne zu streifen. Wenn auch die Bildschirmarbeit körperlich deutlich weniger anstrengend ist, gehen damit gewisse gesundheitliche Herausforderungen einher.

Diese betreffen Verspannungen in Schultern, Hals und Nacken, Übergewicht sowie Probleme mit den Augen. Um Letztere geht es in diesem Artikel: Warum werden die Augen im Homeoffice so schnell trocken? Können Sehschwächen durch Büroarbeit begünstigt werden? Wie können Sie sich bestmöglich unterstützen?

Das „Office-Eye-Syndrom“

Viele Menschen kennen es: Nach einiger Zeit vor dem Bildschirm werden die Augen rot, jucken und brennen. Grund dafür ist meist fehlende Feuchtigkeit. Normalerweise blinzeln unsere Augenlider automatisch alle paar Sekunden. Dies ist wichtig, um Tränenflüssigkeit gleichmäßig auf der Oberfläche des Auges zu verteilen. So wird zum einen die Bindehaut befeuchtet, zum anderen können Viren und Bakterien vom Auge weg transportiert werden.

Bei der Bildschirmarbeit sind wir jedoch oft so konzentriert, dass die Augen zu starren beginnen. Der Blick ist dabei auf einen einzigen Punkt, in diesem Fall den Bildschirm, fokussiert – und das über mehrere Minuten oder gar Stunden. Dadurch wird weniger geblinzelt – die Augen trocknen aus.

Zusätzlich kann auch die trockene Heizungsluft, die vor allem im Winter oft in Büroräumen vorherrscht, das Austrocknen begünstigen. In diesem Fall hilft es bereits, häufiger zu lüften und einen Luftbefeuchter anzuschaffen. Wer bemerkt, dass er lange auf den Bildschirm starrt, sollte sich regelmäßig daran erinnern, zu blinzeln. Außerdem können Augentropfen zusätzlich die Feuchtigkeit im Auge aufrechterhalten. Diese Mittel sind in jeder Apotheke frei verkäuflich.

Sehschwäche durch Computerarbeit?

Mittlerweile sind zunehmend auch jüngere Menschen von Sehschwächen betroffen. Dies kann viele Gründe haben. Jedoch ist davon auszugehen, dass auch der vermehrte Gebrauch von Notebooks und Smartphones dazu beiträgt.

Versuchen Sie daher stets, einen Ausgleich zur Bildschirmarbeit zu schaffen. Sitzen Sie tagsüber im Homeoffice, dann versuchen Sie, nach der Arbeit nach draußen zu gehen. Treffen Sie sich mit Freunden oder treiben Sie Sport für die Sommerfigur und psychische Gesundheit. Besteht bereits eine Sehschwäche, ist es nützlich, sich eine spezielle Arbeitsplatzbrille anzuschaffen.

Der Vorteil gegenüber Lese- oder Gleitsichtbrillen ist der, dass Sie damit den gesamten erweiterten Nahbereich im Blick haben. Sie können also alle Dinge, die sich auf Ihrem Bildschirm befinden, betrachten, ohne ständig den Kopf drehen zu müssen. So wird Verspannungen in den Schultern vorgebeugt und das Arbeitserlebnis insgesamt komfortabler.

Außerdem muss in der Regel entweder die Krankenkasse oder der Arbeitgeber arbeitsrechtlich die Kosten für eine solche Brille übernehmen. Informieren Sie sich also vor dem Kauf unbedingt über die Möglichkeiten der Rückerstattung – eine Arbeitsplatzbrille gehört zur Schutzausrüstung am Schreibtischarbeitsplatz.

Gesunde Augen im Büro

Genauso wie Sie Ihren Arbeitsplatz ergonomisch einrichten, um keine Rückenprobleme zu bekommen, sollten Sie dabei auch an Ihre Augen denken. Das bedeutet vor allem, den Abstand zum Bildschirm zu beachten. Je dichter Sie an Ihrem Bildschirm sitzen, also je geringer der Abstand ist, umso anstrengender wird es für Ihre Augen.

Empfohlen ist ein Abstand zwischen 50 und 80 Zentimetern – in etwa eine Armlänge lang. Auch genügend Licht trägt viel zur Gesundheit der Augen bei. Die beste Beleuchtung ist dabei das Tageslicht. Nicht jeder hat jedoch die Möglichkeit, seinen Schreibtisch direkt ans Fenster zu stellen. In diesem Fall ist es wichtig, auch durch künstliche Lichtquellen genügend Helligkeit zu erzeugen.

Im Winter kann eine Tageslichtlampe dazu beitragen, zum einen den Schreibtisch zu erhellen, zum anderen auch die Stimmung zu heben und uns wacher zu machen. Empfehlenswert ist dabei weißes Licht, das an normales Tageslicht angepasst ist. Doch auch Licht mit einem höheren Orange- oder Rotanteil kann eingesetzt werden.

Wenn Sie mehrere Stunden hintereinander am Bildschirm arbeiten, ist es außerdem wichtig, zwischendurch kurze Pausen zu machen. Heben Sie regelmäßig den Blick und lassen Sie ihn in die Ferne schweifen. Nutzen Sie Ihre Mittagspause, um kurz vor die Tür zu gehen und bewusst von Nah- auf Fernsicht umzuschalten.

Ernähren Sie sich ausgewogen, um Ihren Körper optimal mit Nährstoffen zu versorgen. Tanken Sie ausreichend frische Luft und achten Sie darauf, täglich mindestens zwei Liter Wasser zu trinken. Spezielles Augentraining kann dazu beitragen, dass Ihre Augen sich wieder frischer und ausgeruhter anfühlen. Wenn Sie all diese Maßnahmen beachten, sind Ihre Augen optimal darauf vorbereitet, auch längere Bildschirmarbeit auszuhalten.

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