Iran-Krieg
Griechenland: Tausende protestieren vor US-Botschaft gegen Angriffe auf den Iran

Tausende demonstrieren in Athen gegen US-israelische Angriffe auf den Iran. Nach dem Tod Khameneis droht dem Nahen Osten eine beispiellose Eskalationsspirale.

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Athen – Die ohnehin fragile Lage im Nahen Osten ist am vergangenen Wochenende in eine neue, gefährliche Dimension gestürzt. Nachdem Israel und die USA massive Luftschläge gegen mehrere iranische Städte durchgeführt haben, kam es am Sonntag in der griechischen Hauptstadt Athen zu großangelegten Protesten.

Tausende Demonstranten zogen vor die Botschaften der USA und Israels, um gegen die militärische Eskalation und die Beteiligung westlicher Infrastruktur an dem Konflikt zu demonstrieren, berichtet Reuters.

„Hände weg vom Iran“ – Proteste erreichen das Herz Athens

Die Straßen Athens waren am Sonntag gesäumt von Menschenmengen, die ihren Unmut über die jüngsten Ereignisse lautstark kundtaten.

Mit Bannern und Transparenten, auf denen Slogans wie „Hände weg vom Iran“ zu lesen waren, machten die Teilnehmer deutlich, dass sie eine weitere Ausweitung des Krieges ablehnen. Die Demonstranten forderten zudem die Schließung des Marinestützpunkts Souda auf Kreta, einer strategisch zentralen Einrichtung für die Vereinigten Staaten im östlichen Mittelmeer.

Die griechischen Behörden hatten die Sicherheitsvorkehrungen rund um die US-amerikanische und die israelische Botschaft bereits im Vorfeld massiv verschärft.

Reihen von blauen Polizeibussen riegelten die Gebäude ab, während die Demonstranten Parolen wie „Das Volk wird einen Ausweg aus dem Krieg finden, der Imperialismus ist nicht unbesiegbar“ skandierten. Unter den Teilnehmern befanden sich zahlreiche Verbände und Organisationen, viele trugen palästinensische und iranische Flaggen als Zeichen der Solidarität.

Strategische Alarmbereitschaft und internationale Solidarität

Griechenland hatte bereits am Samstag die Sicherheitsmaßnahmen auf dem Stützpunkt Souda verstärkt, da die Basis eine Schlüsselrolle für US-Operationen in der Region spielt. Die Angst vor Vergeltungsschlägen ist in den Anrainerstaaten des Mittelmeers greifbar.

Doch nicht nur in Athen regte sich Widerstand: Auch in London versammelten sich am Samstag Menschen, unterstützt von der „Campaign for Nuclear Disarmament“, um gegen das gemeinsame Vorgehen von Washington und Tel Aviv zu protestieren.

Ein verheerender Schlag und die Folgen

Hintergrund der weltweiten Protestwellen ist eine beispiellose Militäroperation. Seit Samstagmorgen haben Israel und die USA koordinierte Angriffe auf mehrere Ziele im Iran geflogen. Berichten zufolge wurde dabei der Oberste Führer Ayatollah Khamenei sowie zahlreiche hochrangige Sicherheitsbeamte getötet.

Während Israel die Operation als notwendigen Schritt zur Beseitigung einer „existenziellen Bedrohung“ bezeichnete, kündigte US-Präsident Donald Trump „umfassende Kampfhandlungen“ gegen das iranische Regime an.

Der Iran reagierte umgehend mit Drohnen- und Raketenangriffen auf israelische Ziele sowie auf US-Einrichtungen in der gesamten Region. Diese Gegenangriffe zwangen mehrere Golfstaaten dazu, ihren Luftraum aus Sicherheitsgründen komplett zu sperren.

Die iranische Führung hat nach der Bestätigung des Todes von Khamenei eine 40-tägige Staatstrauer ausgerufen und Rache geschworen. Ein Interimsrat wurde bereits benannt, um die Regierungsgeschäfte zu führen, bis ein Nachfolger bestimmt ist. Die Welt blickt nun mit Sorge auf die kommenden Tage, während die diplomatischen Bemühungen hinter den militärischen Realitäten zurückzutreten scheinen.

 

 

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