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Ukraine-Konflikt
Ukraine: Deutschland liefert 1700 weitere Flugabwehrwaffen

Die Bundesregierung wird 1700 weitere Flugabwehrwaffen vom Typ Strela an die Ukraine liefern.

Reservisten schießen mit der Fliegerfaust STRELA. Die "Strela 2" wurden durch die Bundeswehr als Fliegerfaust 1 insbesondere zur Schießausbildung (Gewöhnungsschießen) nach dem Zerfall der DDR übernommen. ©Bundeswehr/Mandt (Screenshot/Wikipedia)
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Berlin – Die Bundesregierung wird 1700 weitere Flugabwehrwaffen vom Typ Strela an die Ukraine liefern.

Die Waffen sollen nach einer Meldung der BILD-Zeitung unverzüglich geliefert werden. Der Bundessicherheitsrat habe sich am Dienstag in geheimer Sitzung darauf geeinigt. Wie die BILD weiter berichtet, waren von den ursprünglich 2700 Systemen des Typs Strela 500 bereits an die Ukraine übergeben worden. 500 weitere und die restlichen 1700 sollen nun unverzüglich auf den Weg gebracht werden.

Dem Bericht zufolge werfen sich Kanzleramt und Bundesverteidigungsministerium gegenseitig vor, die Auslieferung der Waffen blockiert zu haben. Bundeskanzler Olaf Scholz habe einen vom Verteidigungsministerium bereits Anfang März in den Bundessicherheitsrat eingereichte Entscheidungsvorlage mit 2000 Strela-Systemen blockiert. Am Mittwoch habe die BILD aus Regierungskreisen jedoch erfahren, dass Verteidigungsministerin Christine Lambrecht einen Großteil der freigegebenen Strela-Systeme zurückgehalten haben soll.

Die Strela (russisch Стрела-3 ‚Pfeil‘, Betonung: Strelá) ist die Bezeichnung einer schultergestützten Kurzstrecken-Boden-Luft-Rakete aus sowjetischer bzw. russischer Produktion und aus ehemaligen Beständen der Nationalen Volksarmee (NVA) der DDR. Strela ist heute vor allem in ehemaligen Staaten des Warschauer Paktes weit verbreitet. Das Geschoss steuert nach dem Abschuss selbst über Infrarot- und Ultraviolettsignale anfliegende Ziele an.

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