Türkei
Türkischer Verteidigungsminister warnt Griechenland

Türkische Regierung bereit für Gespräche mit Athen

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Ankara – Der türkische Verteidigungsminister Hulusi Akar hat Griechenland mit ernsten Konsequenzen gedroht, sollte Athen seine Hoheitsgewässer in der Ägäis von derzeit 6 Seemeilen auf 12 ausdehnen. Akar sprach am Freitag vor Journalisten in Ankara.

Die türkische Regierung sei daran interessiert, die Probleme zwischen beiden Ländern auf friedlichem Wege über bilaterale Gespräche lösen. Während Griechenlands Expansion im historischen Kontext bekannt sei, beschuldige es die Türkei, expansionistisch zu sein. Trotz dieser Provokationen habe die türkische Regierung ihre Bereitschaft für Gespräche signalisiert.

Das zwischen beiden Ländern gebildete Expertengremium werde zum vierten Mal in Ankara zusammenkommen. Man habe der griechischen Seite eine Einladung zukommen lassen. Obwohl die Türkei friedliche Absichten verfolge, gingen die Rechtsverstöße unverändert weiter. Bei den Rechtsverstößen handle es sich um den Luftraum und die Territorialgewässer.

Trotz internationaler Verträge würden Schiffe dagegen verstoßen. Ständig werde aufgewiegelt und provoziert. Insbesondere würden Politiker provozieren und unnötigerweise Navtex oder Notam veröffentlichen. 1988 sei zwischen beiden Ländern eine Vereinbarung unterzeichnet worden. Nach dieser Übereinkunft sollten während der Tourismussaison an religiösen und Nationalfeiertagen keine Manöver in der Ägäis durchgeführt werden, so Akar. Sie verstießen ständig gegen diese Vereinbarung mit fortdauernden Provokationen.

„Gegen wen rüstet Griechenland auf?“

Im Rahmen der NATO seien die Türkei und Griechenland Bündnispartner. Trotz dieses Sachverhalts schließe es [Griechenland] Abkommen mit anderen Ländern. Sich Illusionen hinzugeben und Allianzen zu bilden, würde, so Akar, eine Schwächung der NATO bedeuten.

Der Ex-Vier-Sterne General hinterfragte während der Pressekonferenz die Gründe für diese Schritte und kritisierte die Aufrüstung des Nachbarlandes.

Die Türkei ist auf alles vorbereitet

„Wenn Griechenland seine Hoheitsgewässer von 6 auf 12 Seemeilen ausweitet und unsere Schiffe in internationale Gewässer fahren. Denkt ihr wirklich, dass wir euch um Erlaubnis bitten? Sie haben es auf die eine oder andere Weise auf 6 Seemeilen ausgeweitet. Seid dankbar und setz euch hin. In dieser Frage sollten sie uns nicht auf die Probe stellen und sich auf keine Abenteuer einlassen“, betonte der türkische Verteidigungsminister. Die Türkei werde in diesem Fall alles Notwendige tun.

Griechische Sicherheitskräfte schießen mit scharfer Munition auf Flüchtlinge

Der türkische Verteidigungsminister kritisierte zudem in scharfer Form die Behandlung von Flüchtlingen durch Griechenland. Es würden unglaubliche Dinge passieren, was mitten im Meer ablaufe. Die griechischen Sicherheitskräfte würden mit scharfer Munition auf Flüchtlinge schießen und mit einer Harpune die Boote versenken.

Akar unterstrich:

„Welche Zivilisation und Menschheit macht so etwas. Das ist in der Tat mörderisch. Hier werden internationale Abkommen, Menschenrechte und Gesetze missachtet.“

Nach Akar sollte die EU mit der Doppelmoral über Menschenrechte und internationale Rechtsnormen aufhören. In Westthrakien würde die türkische Identität geleugnet und das gelte auch für Zypern.

Kemal Bölge/Ankara

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