Türkei
Macron, Merkel und Johnson bitten Erdogan um Gespräch

Die türkische Nachrichtenagentur Anadolu meldet, dass der französische Präsident Emmanuel Macron gemeinsam mit Bundeskanzlerin Angela Merkel und dem britischen Premierminister Boris Johnson den türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan treffen möchte.

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Macron, Merkel und Johnson bitten Erdogan um Gespräch

Die türkische Nachrichtenagentur Anadolu meldet, dass der französische Präsident Emmanuel Macron gemeinsam mit Bundeskanzlerin Angela Merkel und dem britischen Premierminister Boris Johnson den türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan treffen möchte.

Keine Waffen mehr aus der EU für die Türkei

Macron sagte nach dem EU-Gipfel am Freitag, man habe sich dazu entschlossen, jegliche Waffenlieferungen an die Türkei einzustellen. Zudem sagte er, er wolle „in den kommenden Wochen“ Präsident Erdogan treffen. Initiiert soll das Treffen durch Frankreich, Deutschland und Großbritannien werden.

Wo wird das Treffen stattfinden?

Ob die drei Staats- und Regierungschefs für das Treffen in die Türkei fliegen werden, war am Abend noch nicht sicher. Macron brachte die britische Hauptstadt London ins Gespräch. Wie aus türkische Medien verlautet, werden Macron, Merkel und Johnson aber höchstwahrscheinlich in die Türkei kommen müssen, um Erdogan zu sprechen. Ein Großteil türkischer Medien feierte das Verlangen und den Wunsch Macrons, den türkischen Präsidenten treffen zu wollen als Vorteil für die Türkei.

Macron gehört zu größten Kritikern der Türkei

Der französische Präsident gehört zu den größten Kritikern der türkischen Anti-Terror-Operation „Friedensquelle“. Er hatte den Einsatz für die Schaffung einer Sicherheitszone zur Rückführung syrischer Flüchtlinge als „Irrsinn“ betitelt und gefordert, den Kampf der türkischen Streitkräfte gegen den Terror sofort zu stoppen. Eine andere Problematik, die Macron aber auch Merkel und Johnson erörtern möchten, ist die mögliche Rückkehr französischer und weiterer europäischer IS-Kämpfer aus Syrien. Dies dürfte neben dem Flüchtlingspakt einen weiteren Diskussionspunkt mit Erdogan darstellen.

EU verliert stark an Einfluss

Die EU fühlt sich in Syrien und damit im gesamten Nahen- und Mittleren Osten von Russland, den USA, China sowie den Regionalmächten Iran und Türkei abgehängt. Experten bewerten das Treffen mit Erdogan daher als eine wichtige aber auch seltene Chance, den Einfluss in der Region nicht gänzlich aus der Hand zu geben.

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