USA
40 Mio Dollar an türkischen Geschäftsmann: Weltbank verurteilt Usbekistan

Das Schiedsgericht der Weltbank (ICSID) hat die usbekische Regierung dazu verurteilt, aufgrund der illegalen Enteignung des Besitzes des türkischen Textil- und Süßwarenherstellers “Günes”, 40 Millionen Dollar Schadensersatz zu zahlen.

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40 Mio. Dollar Schadensersatz für türkischen Unternehmer

Washington (nex) –  Das Schiedsgericht der Weltbank (ICSID) hat die usbekische Regierung dazu verurteilt, aufgrund der illegalen Enteignung des Besitzes des türkischen Textil- und Süßwarenherstellers “Günes”, 40 Millionen Dollar Schadensersatz zu zahlen.

Güneş zufrieden mit dem Urteil

Der Unternehmensführer der türkischen Firma, Vahid Güneş, hatte von der usbekischen Regierung 180 Millionen Dollar sowie weitere Schadensersatzansprüche gefordert. Das Gericht kam damit den Forderungen des Geschädigten teilweise nach. Der türkische Geschäftsmann zeigte sich mit dem Urteil des Gerichts zufrieden.

Geschäftsführer eines Einkaufszentrum

Vahid Güneş war zwischen 2004-2011 als Unternehmer Geschäftsführer des großen Einkaufszentrums Turkuaz in der Hauptstadt Taschkent.

Die Hölle in Usbekistan erlebt

Doch was war geschehen?
Güneş berichtet über seine Zeit in usbekischer Einzelhaft und sagt: „Ich habe in Usbekistan die Hölle erlebt“. Ferner erzählt Güneş seine Erlebnisse, die einem Krimi würdig ist: „Ich befand mich am 2. März 2011 gegen 10:30 Uhr in meinem Einkaufszentrum. Es kamen plötzlich etwa 300 vermummte und bewaffnete Personen und umzingelten das Gebäude. Wir wussten nicht, was um uns geschieht. Sie haben mich in meinem Büro festgehalten.“

Über eine Woche Dauerbewachung im eigenen Büro

Güneş wurde von ca. 50 bewaffneten Leuten bewacht. „Sie haben mich sieben, acht Tage im Büro festgesetzt“, so der Geschäftsmann.

Plünderung der Waren

„Während sie mich im Büro festhielten, haben sie das Einkaufszentrum geplündert. Sie haben die geplünderte Ware in mehrere Lastwagen geladen, die sie vor die Tore gefahren haben.“

Einzelhaft im Geheimdienstgefängnis

„Nachdem ein Haftgrund erfunden wurde, haben sie mich in ein Gefängnis gesteckt.“ Und: „Ich wurde nahezu neun Monate lang in Einzelhaft gehalten.“ Der Ort, wo Güneş inhaftiert war, befand sich laut seiner Aussage unter der Obhut des usbekischen Geheimdienstes. „Ich habe so viel entsetzliches Leid ertragen. Am Ende kam ich gegen ein Lösegeld von 700.000 Dollar raus, das mein Bruder bezahlt hat“, so der türkische Unternehmer gegenüber türkischen Medien 2012.

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– NEX24-Reportage –
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